Badische Landesbibliothek
   


Einladung zur Lesung

Beatrix Borchard: Stimme und Geige. Amalie und Joseph Joachim.

Lesung mit Musik
Dienstag, 19. Juli 2005, 19.30 Uhr
Vortragssaal der Badischen Landesbibliothek
Unkostenbeitrag 5 € (BG-Mitglieder 3 €)

Hintergrund dieser Veranstaltung ist das kürzlich erschienene Buch "Stimme und Geige. Amalie und Joseph Joachim. Biographie und Interpretationsgeschichte" von Beatrix Borchard. Mit Musik, Briefausschnitten und Kommentaren werden drei für das Leben des Künstlerehepaares entscheidende Schlüsselszenen beleuchtet.

Borchard, Beatrix
Stimme und Geige - Amalie und Joseph Joachim : Biographie und Interpretationsgeschichte. -
Wien : Böhlau, 2005. - 670 S. : Ill. & 1 CD-ROM ; 12 cm; (dt.)
(Wiener Veröffentlichungen zur Musikgeschichte ; 5)
ISBN 3-205-77242-3

Standortnummer in der Badischen Landesbibliothek:
105 A 52032
Stimme und Geige - Amalie und Joseph Joachim : Biographie und Interpretationsgeschichte

Musikprogramm:
  • "Zwei Gesänge für Alt, Bratsche und Klavier" (op. 91) von Johannes Brahms
  • "Hebräische Melodien für Bratsche und Klavier" (op. 9) von Joseph Joachim
Mitwirkende: Prof. Dr. Beatrix Borchard und Dr. Norbert Meurs (Moderation), Helena Köhne (Alt), Lena Eckels (Bratsche), Dr. Joachim Draheim (Klavier)

Joseph und Amalie Joachim

Joseph Joachim (1831-1907) erhielt schon in frühester Kindheit Geigenunterricht, mit 12 Jahren schloss er seine Ausbildung am Wiener Konservatorium ab. In den anschließenden Jahren in Leipzig war Felix Mendelssohn Bartholdy sein Mentor und Vorbild. Der plötzliche Tod von Mendelssohn stürzte den erst 16-jährigen Joachim in eine Krise. Nach einer Zwischenstation in Weimar, wo er Liszt und Brahms kennenlernte, ging Joseph Joachim nach Hannover, wo er als Konzertdirektor, Komponist und Solist tätig war. Sein virtuoses Geigenspiel führte ihn auf Konzertreisen durch ganz Europa.

Während seiner Zeit in Hannover pflegte er enge Freundschaften mit Johannes Brahms und Clara Schumann, 1862 lernte er bei einem Hofkonzert die Altistin Amalie Schneeweiß (1839-1899) kennen. Zwei Monate später waren sie verlobt, ein Jahr später verheirat. Aus dieser Ehe gingen sechs Kinder - 3 Töchter und 3 Söhne - hervor. Nach 21 gemeinsamen Jahren scheiterte die Ehe an der unüberwindlichen Eifersucht des Ehemanns und wurde 1884 geschieden.

Der mit beiden Eheleuten eng befreundete Johannes Brahms komponierte noch im selben Jahr seine beiden Gesänge für Alt, Bratsche und Klavier, um die beiden Partner wieder miteinander zu versöhnen. Nach der Scheidung widmete sich Amalie Joachim intensiv dem Lied- und Oratoriengesang, wo sie stilbildend wirkte. Joseph Joachim, seit 1868 Direktor der neu gegründeten Hochschule für Musik in Berlin, wirkte bis zu seinem Tod im Jahr 1907 als konzertierender Musiker und Pädagoge in Berlin.

Mitwirkende

Prof. Dr. Beatrix Borchard ist Musikwissenschaftlerin und Musikpublizistin. Seit 2002 ist sie Professorin für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

Dr. Norbert Meurs arbeitet als Musikredakteur bei der Landesmusikredaktion des SWR2 in Mainz. Zeitweise ist er als Dozent am Musikwissenschaftlichen Seminar in Heidelberg tätig.

Lena Eckels studiert Viola an der Musikhochschule Lübeck. 2004 erhielt sie den "Förderpreis Musik" der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit (GWK).

Helena Köhne: Mezzosopranistin, studiert seit 1994 in Hamburg und Berlin.

Dr. Joachim Draheim setzt sich engagiert für das Musikleben in und um Karlsruhe ein. Im vergangenen Jahr hat er das Werk "Karlsruher Musikgeschichte" veröffentlicht.

Sie sind herzlich eingeladen!

Zu der Ausstellung laden wir Sie und Ihre Freunde sehr herzlich ein!

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