Badische Landesbibliothek
   


Einladung zur Ausstellung

"klangwelten : lebenswelten" - komponistinnen in südwestdeutschland

Die Ausstellung, konzipiert von der jeweiligen Leitung der Musiksammlungen der beiden Landesbibliotheken, Reiner Nägele (Stuttgart) und Martina Rebmann (Karlsruhe), wird

  • vom 23. April bis 26. Juli 2005
  • in der Musikhochschule in Stuttgart
    (Urbanstraße 25, 70182 Stuttgart, Tel. 0711/212-4631)
zu sehen sein.

Die Schau zeigt die Vielfalt des Wirkens und Schaffens von Komponistinnen auf dem Gebiet des heutigen Baden-Württemberg in 250 Jahren der Musikgeschichte. Das Spektrum reicht von der höfischen Komponistin der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis zur zeitgenössischen Künstlerin.

Emilie Zumsteeg (1796-1857)
Lithographie von Christian Siegmund Pfann
Emilie Zumsteeg

Ein bedeutender Teil der künstlerischen Nachlässe dieser Komponistinnen befindet sich im Besitz der beiden Bibliotheken. Durch das zunehmende wissenschaftliche und auch künstlerische Interesse an der kulturgeschichtlichen Aufarbeitung "vergessener" historischer Quellen - verbunden mit konkreten bibliothekarischen Erschließungsprojekten (Katalogisierung der Nachlässe, Erstellen von Datenbanken etc.) - entstand die Überlegung, mit einer Ausstellung auf den reichen und wissenschaftlich wie künstlerisch ergiebigen Nachlass-Fundus der beiden Landesbibliotheken hinzuweisen.

Begleitpublikation zur Ausstellung
Begleitpublikation zur Ausstellung
"klangwelten : lebenswelten" -
komponistinnen in südwestdeutschland

Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Württembergische Landesbibliothek Stuttgart
Herausgegeben von
Martina Rebmann und Rainer Nägele

Auszug aus der Begleitpublikation (Format:PDF)
aus dem Beitrag:
"Sie war eine Haupttriebfeder jener musikalischen Ereignisse" - Emilie Zumsteeg (1796-1857) und das Stuttgarter Chorwesen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
(von Martina Rebmann)

Schott Musik International: Buchrezension

Der Begleitband unter demselben Titel "klangwelten : lebenswelten" und die Ausstellung in ihrer ursprünglichen Konzeption fasst acht Komponistinnen zusammen. Die notwendige Auswahl der dabei vorgestellten Komponistinnen erfolgte unter dem Blickwinkel exemplarischer Lebenswelten:
  • Franziska Lebrun (1756-1791), die erfolgreiche Sängerin in der höfischen Lebenswelt des Ancien Régime;
  • Emilie Zumsteeg (1796-1857), die im bürgerlichen Milieu der württembergischen Residenzstadt als Chorleiterin reüssierte;
  • die "Hausfrau und Mutter" Josephine Lang (1815-1880), die in der Universitätsstadt Tübingen beheimatet war;
  • die großbürgerliche Sängerin und Pädagogin Pauline Viardot-Garcia (1821-1910), die sich mit ihrem Privattheater im Kurort Baden-Baden ihr eigenes künstlerisches Refugium schuf;
  • die professionelle und selbstbewusste "Berufs"-Komponistin Luise Adolpha Le Beau (1850-1927), die in Rastatt und Baden-Baden wirkte;
  • die Konzertpianistin und Dichterin Clara Faisst (1872-1948) aus Karlsruhe, die in den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts zu den arrivierten zeitgenössischen deutschen Komponistinnen zählte;
  • ebenfalls aus Karlsruhe Margarete Schweikert (1887-1957), die als Konzertgeigerin, Komponistin und Kritikerin das Kulturleben ihrer Stadt bis in die Jahre nach dem 2. Weltkrieg prägend mitgestaltete und schließlich
  • die in Stuttgart lebende Malerin und Komponistin Eva Schorr (*1927), deren künstlerische Biographie die kritische Auseinandersetzung mit der musikalischen Avantgarde der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts widerspiegelt.

Die Ausstellungseröffnung am Samstag, 23. April um 14.30 Uhr (Hochschule, Wandelhalle) fand im Rahmen des Kongresses Diva - Die Inszenierung der übermenschlichen Frau statt.

Die Ausstellung wurde bereits in gezeigt.
Adresse
Erbprinzenstraße 15, 76133 Karlsruhe
Postfach 1429, 76003 Karlsruhe
Telefonnummern und E-Mail-Adressen


Öffnungszeiten
Mo - Fr 9.00 - 19.00 Uhr,
Sa 10.00 - 18.00 Uhr

Lesesaal Sammlungen:
Mo - Fr 9.30 - 13.00 Uhr, 14.00 - 16.00 Uhr
Do 9.30 - 13.00 Uhr, 14.00 - 18.00 Uhr


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