Vom 23. Januar bis zum 22. April 2006 zeigt das Info-Center am Hauptfriedhof zum
Gedenken an den Karlsruher Widerstandskämpfer die Ausstellung "Reinhold Frank - aus christlichem
Glauben für Menschenwürde und Freiheit". Die Ausstellung wurde an Franks 61. Todestag von Oberbürgermeister
Heinz Fenrich eröffnet. Geleitworte zur Ausstellung sprach Dr. Ludger Syré (Badische Landesbibliothek).
Das Info-Center ist dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet.
Ausgehend von der
Biographie Reinhold Franks widmet sich die Ausstellung Franks Kindheit, Jugend und
Studienzeit, dem Juristen und dem Politiker Frank und vor allem seiner Widerstandstätigkeit, die mit
dem Todesurteil und der Hinrichtung endete. Das abschließende Kapitel dokumentiert das Gedenken, das in
Franks Heimatgemeinde Bachhaupten ebenso lebendig ist wie in Karlsruhe.
Als Leitgedanke der Ausstellung wurde die Inschrift des Gedenksteins auf dem Karlsruher Hauptfriedhof
gewählt, da sie Franks Motiv zum Widerstand und die Ziele seines oppositionellen Handelns in treffender
Weise zusammenfasst und verbindet. Auch wenn sich Franks Entscheidung, mit dem Verschwörerkreis um Eugen
Bolz und Carl Friedrich Goerdeler zusammenzuarbeiten, zum Teil auf den ausgeprägten Gerechtigkeitssinn
des Juristen Frank zurückführen lässt, so wurzelte seine Feindschaft gegenüber dem Nationalsozialismus
in erster Linie in seiner christlichen Grundeinstellung, die das Ergebnis seiner katholisch geprägten
Erziehung und Umgebung war.