Verkauf der Handschriften der Badischen Landesbibliothek
Zur Absicht der Landesregierung Baden-Württemberg, den Handschriftenbestand der Badischen Landesbibliothek zu verkaufen
Mit Unverständnis und Entsetzen reagiert die Landesvereinigung Baden in Europa auf die Nachricht eines beabsichtigten
erneuten Ausverkaufs Badischer Kulturgüter.
Der Verkauf der unersetzlichen Handschriften von Weltbedeutung der Badischen Landesbibliothek ist Kulturbarbarei,
ausgerechnet in einem Land das sich stets seiner außerordentlichen Kulturförderung rühmt.
Es grenzt an Veruntreuung eines historisch gewachsenen Ensembles, durch welches nicht zuletzt die bedeutende kulturelle
wissenschaftliche und historische Bedeutung der Klöster bis heute dokumentiert werden kann.
Außerdem sind diese Handschriften in der Badischen Landesbibliothek der öffentlichen Nutzung durch weltweit
renommierte Wissenschaftler zugänglich und für deren Arbeit unersetzlich.
Diese Aufgabe können sie nicht mehr erfüllen, wenn sie in privaten Tresoren verschwinden.
Die Landesvereinigung Baden in Europa fordert deshalb die Landesregierung auf, die finanziellen Probleme
des markgräflichen Hauses anders zu lösen.
Eine badische Landesregierung würde mit Sicherheit anders agieren und die Probleme lösen.
Die Landesvereinigung Baden fordert deshalb, dass aus den Erträgen der Landesstiftung, die zu einem wesentlichen
Teil aus dem Verkauf der badischen Gebäudeversicherung (900 Mill. DM) und den Aktien des Badenwerkes
(2,5 Milliarden DM) besteht, die Mittel aufgebracht werden.
Prof. Robert Mürb, 1. Vorsitzender
Gerlinde Hämmerle, 2. Vorsitzende
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