Vortrag von Prof. Dr. Karsten Ruppert, Eichstätt
Freitag, 16. März 2007, 19.00 Uhr
Vortragssaal der Badischen Landesbibliothek
- Eintritt frei -
Friedrich Daniel Bassermann stammte aus einer Mannheimer Familie von Großkaufleuten. Er hat sich aber schon früh der
Politik zugewandt. 1841 in die Badische Ständeversammlung gewählt, wurde er zum bekanntesten Liberalen der jüngeren
Generation beim Kampf gegen den fürstlichen Obrigkeitsstaat.
Die Umgestaltung der Staaten des Deutschen Bundes im Innern im Sinne des liberalen Verfassungsstaates stand ebenso auf
seinem Programm wie die Weiterentwicklung dieses Fürstenbundes zu einem bürgerlichen Nationalstaat. Folglich war er an
vorderster Front bei der Durchsetzung der Nationalversammlung von 1848/49 beteiligt, in der er als Parlamentarier der
rechten Liberalen ("Casino-Partei") glänzte und den wichtigen Verfassungsausschuss leitete.
In der ersten parlamentarischen Regierung Deutschlands wurde er im August 1848 Unterstaatssekretär im Innenministerium.
In dieser Position versuchte er vergeblich, die Radikalisierung der Revolution aufzuhalten. Um so intensiver setzte er
sich für die Wahl des preußischen Königs zum deutschen Kaiser ein. Als Friedrich Wilhelm IV. sich nach einigem Zögern
darauf nicht einlassen wollte, standen Bassermann und seine Gesinnungsgenossen vor dem politischen Aus.
Der private und politische Weg Friedrich Daniel Bassermanns wird in dem Vortrag als der eines typischen vormärzlichen
Liberalen auf der Grundlage neuer Forschungen interpretiert.
Zu dieser Veranstaltung laden wir Sie und Ihre Freunde sehr herzlich ein!
Arbeitsgemeinschaft für geschichtliche Landeskunde am Oberrhein
Badische Bibliotheksgesellschaft
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