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Handschriften-Streit
Handschriften der Badischen Landesbibliothek - Presseberichte
Zeitraum: 31.05.2007 - 01.04.2007
31.05.2007:
- ka-news.de, 31.05.2007:
Stiftung Salem:
Sanierung des Schlosses rückt näher
Da die Sanierung des Schlosses Salem vor einiger Zeit zwangsweise bis auf weiteres verschoben wurde,
drängt das Haus Baden nun auf eine endgültige Lösung des Problems. Eine Stiftung, gegründet von Bernhard Prinz von
Baden selbst, soll nun das nötige Geld für die Sanierung des kulturhistorischen Schlosses und des ehemaligen Klosters herbeischaffen.
Seit der Verkauf einiger Kulturschätze aufgrund heftiger Proteststürme gescheitert ist, herrscht auch in punkto
Kulturgüterstreit Funkstille zwischen der Landesregierung und dem Haus Baden; Sanierungsvorhaben des kulturhistorischen
Erbes Salem liegen derzeit auf Eis (ka-news berichtete). Und dabei wird die Besorgnis um das Schloss nicht kleiner.
- Pforzheimer Zeitung, 31.05.2007:
Publikation stellt die Handschriftensammlung der Badischen Landesbibliothek vor
Die Gefahr eines Verkaufs der unersetzlichen Handschriften der Badischen Landesbibliothek (BLB) in Karlsruhe scheint
zwischenzeitlich gebannt. Doch ein jetzt erschienener Band macht die Bedeutung der Handschriften einerseits, die Brisanz des
Vorgangs in kulturpolitischer Hinsicht andererseits deutlich. Die baden-württembergische Landesregierung plante in einer Nacht-
und Nebelaktion wichtige Bestandteile der Handschriftensammlung der Karlsruher Landesbibliothek zu verkaufen, um damit angebliche
Forderungen des Hauses Badenan das Land auszugleichen.
Kulturpolitischer Skandal
Die skandalös wirkenden Hintergründe dieses bis heute nicht gänzlich aufgearbeiteten Vorgangs sind nun in "Die
Handschriftensammlung der Badischen Landesbibliothek - Bedrohtes Kulturerbe?" nachzulesen.
- Südwestrundfunk, 31.05.2007:
Programmhinweise
... Bernhard Prinz von Baden Er stammt aus Deutschlands ältestem Fürstengeschlecht der Zähringer und leitet seit
1998 das Familienunternehmen. Seit 2003 ist er auch Präsident des Internationalen Clubs, der die Galopprennen Baden-Baden in
Iffezheim ausrichtet. Im Moment drängt der Prinz vehement auf eine Lösung des Sanierungsfalles Schloss Salem, das in eine
Stiftung umgewandelt werden soll. Voraussetzung ist eine Entschädigung durch das Land Baden-Württemberg. ...
- Archivalia, 31.05.2007:
Nachhilfestunde zum badischen Kulturbesitz
Im Rahmen der regelmässigen Vorträge der Heidelberger
Rechtshistorischen Gesellschaft wird am
10. Juli 2007, 20:00 Uhr c.t.,
in den Räumen der
Bibliothek des Instituts für geschichtliche Rechtswissenschaft
(Friedrich-Ebert-Platz 2, 69117 Heidelberg)
Herr Prof. Dr. Reinhard Mussgnug (Juristische Fakultät, Univ. Heidelberg)
eine "rechtshistorische Nachhilfestunde" zum Thema
"Der vormals Großherzoglich Badische Kulturbesitz zwischen dem Fürstenrecht
des 19. und dem Staatsrecht des 20. Jahrhunderts"
geben.
Sie sind herzlich eingeladen!
Zur besseren Planung des Platzbedarfs wird um eine formlose Anmeldung
bis 1. Juli gebeten unter: bibliothek@igr.uni-heidelberg.de
- Inetbib, 31.05.2007:
Vortrag zum Thema: badischer Kulturbesitz 10. Juli in HD
- Heidelberger Rechtshistorische Gesellschaft e.V., Veranstaltung am 10. Juli 2007:
"Der vormals Großherzoglich Badische
Kulturbesitz zwischen dem Fürstenrecht des 19. und dem Staatrsrecht des 20. Jahrhunderts"
Professor Dr. Reinhard Mussgnug, Jurist. Fakultät Univ. Heidelberg:
"Der vormals Großherzoglich Badische Kulturbesitz zwischen dem Fürstenrecht des 19. und dem Staatrsrecht des 20. Jahrhunderts" -
20.00 Uhr c.t. im Bibliothekssaal des Instituts für Geschichtliche Rechtswissenschaften
- Landeskunde online, 31.05.2007:
Für das Kulturerbe Salem ist es fünf Minuten vor zwölf
Zu einer Podiumsdiskussion über die Zukunft von Schloss Salem lud Prinz Bernhard von Baden am vergangenen Samstag in die Bibliothek
des Schlosses. Unter dem Titel "Zukunftsforum kulturhistorisches Erbe Salem" diskutierten Prof. Dr. Dr. Eva-Maria Haberfellner,
Leiterin des Internats Schloss Salem, Walter Smerling, Vorsitzender der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn, Direktor des
Museums Küppersmühle, Duisburg, Dr. Klaus Mangold, Manager, Vorsitzender des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft, und
Bernhard Prinz von Baden, Generalbevollmächtigter des Markgrafen von Baden, über die Möglichkeiten, Schloss Salem als Kulturerbe
angesichts der wirtschaftlichen Lage des Hauses Baden für die Allgemeinheit zu retten.
30.05.2007:
- Ludwigsburger Kreiszeitung, 30.05.2007:
Prinz von Baden macht wegen Salem Druck
Justizminister: Land steht hinter Stiftungslösung
In der Frage des Fortbestandes von Schloss Salem dringt Prinz Bernhard auf eine Lösung: "Die Zeit
drängt. Wir können nicht länger warten", sagte er auf einem "Zukunftsforum kulturhistorisches Erbe Salem"
in Salem. Justizminister Ulrich Foll (FDP) betonte, dass die Landesregierung hinter der derzeit auf Eis
gelegten Stiftungslösung stehe. Er plädiere dafür, "den Vergleich so abzuschließen, wie er geplant war".
29.05.2007:
- Badische Neueste Nachrichten, 29.05.2007:
Prinz Bernhard von Baden: Die Zeit drängt
- Podiumsdiskussion zum Kulturgüterstreit / Justizminister Goll: Die Lage ist sehr verzwickt
In der Frage des Fortbestandes von Schloss Salem dringt Bernhard Prinz von Baden
auf eine Lösung: "Die Zeit drängt. Wir können nicht länger warten", sagte er am
Samstag auf einem "Zukunftsforum kulturhistorisches Erbe Salem" in Salem. Justizminister
Ulrich Goll (FDP) betonte, dass die Landesregierung hinter der auf Eis gelegten Stiftungslösung
stehe. Er plädiere dafür, "den Vergleich so abzuschließen, wie er geplant war".
Die Gespräche mit der Landesregierung über den Fortbestand des Schlosses Salem sind
seit längerem ausgesetzt. Das Haus Baden will Salem in eine gemeinnützige Stiftung einbringen
und zum Ausgleich für den Verzicht auf die ehemals Großherzoglichen Sammlungen
vom Land 70 Millionen Euro erhalten. 40 Millionen Euro sollten in die Stiftung fließen.
Prinz Bernhard hatte das Treffen der Altsalemer Schülervereinigung genutzt, um für sein
Anliegen zu werben. Doch es war weniger die angekündigte Podiumsdiskussion als ein mit
kulturhistorischen und wirtschaftlichen Argumenten unterfütterter Appell an die Landesregierung,
die Gespräche im Kulturgüterstreit fortzusetzen und zu einer
schnellen Einigung bei der Stiftungslösung zu führen.
- Archivalia, 29.05.2007:
Salem: Nicht drängeln bitte
- SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein, 29.05.2007:
Stiftung soll es richten
Seit Monaten herrscht im Kulturgüterstreit zwischen der Landesregierung und dem Haus Baden Grabesstille, während die
Sorge um das kulturhistorische Erbe Salem wächst. Unter anderem geht es um wertvolle Handschriften. Nun startet Bernhard
Prinz von Baden eine neue Offensive mit der Idee einer gemeinnützigen Stiftung Salem. Sie solle zumindest die Immobilie
Schloss Salem sichern helfen.
Von viel Emotion getragen war das "Zukunftsforum kulturhistorisches Erbe Salem", zu dem Bernhard Prinz von Baden eingeladen
hatte. Der Gastgeber hatte das Treffen der Altsalemer Schülervereinigung genutzt, um einen illustren Kreis an wohlgesonnenen
Kräften um sich zu scharen und für sein Anliegen - eine neu zu gründende Stiftung - zu werben.
Auf dem Podium saßen Historiker Michael Stürmer als Moderator, Industriemanager Klaus Mangold, Eva Marie Haberfellner,
Leiterin der Schule Schloss Salem, und Walter Smerling von der Bonner Stiftung "Kunst und Kultur". Doch es war weniger die
angekündigte Diskussion als ein mit kulturhistorischen und wirtschaftlichen Argumenten unterfütterter Appell an die
Landesregierung, die Gespräche im Kulturgüterstreit fortzusetzen und zu einer schnellen Einigung bei der Stiftungslösung zu führen.
- Badische Zeitung, 29.05.2007:
Prinz Bernhard will nicht länger warten
In der Frage, wie Schloss Salem fortbestehen soll, dringt Bernhard Prinz von Baden auf eine Lösung: "Die Zeit
drängt. Wir können nicht länger warten", sagte er auf einem "Zukunftsforum kulturhistorisches Erbe Salem"
in Salem. Justizminister Ulrich Foll (FDP) betonte, dass die Landesregierung hinter der derzeit auf Eis
gelegten Stiftungslösung stehe. Er plädiere dafür, "den Vergleich so abzuschließen, wie er geplant war".
- Stuttgarter Zeitung, 29.05.2007:
Haus Baden drängt weiter auf Vergleich
Das Land soll die Gespräche im Kulturgutstreit fortsetzen. Das hat Bernhard Prinz von Baden beim
Zukunftsforum kulturhistorisches Erbe Salem erneut gefordert. Bei der Stiftungslösung solle es zu
einer schnellen Einigung kommen.
Prinz Bernhard nutzte das Treffen der Altsalemer Schülervereinigung, um vor einem illustren Kreis von
Wohlgesonnenen für sein Anliegen zu werben. Auf einem Podium saßen der Historiker Michael Stürmer
als Moderator, der Industriemanager Klaus Mangold, Eva Marie Haberfellner, die Leiterin der Schule Schloss Salem,
und Walter Smerling von der Bonner Stiftung Kunst und Kultur.
- Schwäbische Zeitung online, 29.05.2007:
In Sachen Salem ist Stuttgart am Zug
Aus Schloss Salem kam am Wochenende der flammende Aufruf, endlich etwas für die Rettung dieses einmaligen Klosterensembles
von Weltrang zu tun. In der Tat scheint die Uhr auf kurz vor zwölf zu stehen. Aber die Landesregierung hüllt sich derzeit
ängstlich in Schweigen.
Selbstverständlich war es ein höchst einseitig interessierter Kreis, der sich auf dem Schloss im Hinterland des Bodensees traf -
Prinz Bernhard von Baden, Freunde der Familie, ehemalige Schüler des berühmten Internats aus aller Welt. Und wen wundert"s, wenn
sie alle vehement den Erhalt ihres geliebten Salem forderten - koste es, was es wolle. Es wäre jedoch falsch, diese Signale als
reine Stimmungsmache abzutun.
26.05.2007:
- swr.de, 26.05.2007:
Haus Baden will nicht länger auf Stiftung warten
Das Haus Baden drängt auf eine Lösung der offenen Fragen bei der Sanierung von Schloss Salem am Bodensee. Die mit dem Land
getroffene Vereinbarung liegt seit dem geplatzten Verkauf badischer Kulturschätze auf Eis.
Bernhard Prinz von Baden erklärte bei der Veranstaltung Zukunftsforum kulturhistorisches Erbe Salem: "Die Zeit drängt, wir
können nicht länger warten." Justizminister Ulrich Goll (FDP) sagte bei der Veranstaltung in Salem, dass die Landesregierung
hinter der derzeit auf Eis gelegten Stiftungslösung stehe. Goll plädierte dafür, den zwischen dem Land und dem Haus Baden
ausgehandelten Vergleich so abzuschließen, wie er geplant war.
Prinz Bernhard von Baden habe sich in der Kontroverse um die Kulturgüter bisher "unglaublich fair verhalten", betonte Goll,
doch sei die Lage nach der missglückten Kommunikation des angestrebten Vergleichs sehr verzwickt.
Die Gespräche zwischen Landesregierung und dem Haus Baden über den Fortbestand des Schlosses Salem sind seit längerem ausgesetzt.
Das Haus Baden will Salem in eine gemeinnützige Stiftung einbringen, die das bedeutende Schloss erhalten soll. Zum Ausgleich für
den Verzicht auf die ehemals Großherzoglichen Sammlungen soll das Haus Baden vom Land 70 Millionen Euro erhalten. 40 Millionen
Euro davon sollten in die Stiftung fließen.
Der Plan der Landesregierung, diesen Millionenbetrag durch den Verkauf von wertvollen Handschriften aus badischen Museen
aufzubringen, hatte zu geharnischten Protesten und zu heftiger Kritik vor allem an Ministerpräsident Oettinger (CDU) geführt.
- "Kulturhistorisches Erbe Salem", Eröffnungsrede, 26.05.2007:
Begrüßungsrede SKH Prinz Bernhard von Baden
zur Podiumsdiskussion 26. Mai 2007
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
ich freue mich sehr, Sie heute zu einem Empfang in der Bibliothek von
Schloss Salem begrüßen zu können und möchte Ihnen auch die Grüße des
Markgrafen übermitteln.
Im Mittelpunkt unserer heutigen Veranstaltung steht eine Podiumsdiskussion mit dem
Titel: Zukunftsform "Kulturhistorisches Erbe Salem".
Lassen Sie mich deshalb Prof. Stürmer als Moderator ganz besonders begrüßen. Ich
freue mich und danke Ihnen verbindlich für Ihre Bereitschaft, am Pfingstsamstag
nach Salem zu kommen, um hier die Leitung des Podiums zu übernehmen.
Ich grüße auch die anderen Teilnehmer des Podiums, verbunden mit meinem besten
Dank für Ihr Engagement: Frau Prof. Haberfellner, verehrter, lieber Herr Dr. Mangold
und Sie, verehrter Herr Smerling.
09.05.2007:
- Badische Zeitung, 09.05.2007:
Was schon zerschlagen wäre
- Karlsruher Handschriftensammlung: Zwischenbilanz eines Streits
Die Journalistin Bettina Wieselmann hatte es an den Tag gebracht, was Landesregierung und das Haus Baden
schon fix und fertig ausgehandelt hatten (zu lesen in der BZ am 20. Septemberg 2006). Mit
Verkäufen aus der Handschriftenabteilung der Landesbibliothek sollten Eigentumsansprüche des
ehemaligen Herrscherhauses auf Kunstgegenstände, die sich in Obhut des Landes befinden, abgegolten
und der bauliche Bestand des Familiensitzes Schloss Salem gesichert werden.
Von 70 Millionen Euro war die Rede. Peter Michael Ehrle, der Direktor der Landesbibliothek, stellt den noch immer
unabgeschlossenen Fall dar - Protestaktionen, Drehungen und Wendungen. Ehrles Zwischenbilanz
in im "Kulturgüterstreit" ist zu lesen in dem Buch "Die Handschriftensammlung der Badischen
Landesbibliothek - Bedrohtes Kulturerbe?"
Der Aufstand gegen das Verkaufsvorhaben blieb nicht beschränkt auf die internationale Fachwelt.
Kulturstaatsminister Neumann machte dem Landeschef Günther Oettinger deutlich, dass der Bund die mittelalterlichen
und früh neuzeitlichen Handschriften auf die Liste der national bedeutenden, nicht ins Ausland veräußerbaren
Kulturgüter setzen lasse, wenn weiter an Verkauf gedacht werde. ...
25.04.2007:
- Schwäbische Zeitung online, 25.04.2007:
Landtagspräsident weckt Hoffnungen
Die Gäste aus der Landeshauptstadt waren mit Ihrem Besuchsprogramm etwas in Verzug geraten. Die Übergabe der
Solidaritätserklärung der Gemeinde Salem mit dem Haus Baden an die aus Stuttgart angereisten politischen Vertreter aus
allen Fraktionen erfolgte deshalb nicht zum geplanten Zeitpunkt. Nutznießer waren die aus dem Raum Karlsruhe und Baden-Baden
zu einer Besichtigungs- und Informationsfahrt angereisten Vertreter der Landesvereinigung Baden in Europa. Sie konnten so
bereits vor dem offiziellen Empfang mit Bernhard Prinz von Baden ins Gespräch kommen.
24.04.2007:
- Landeskunde online, 24.04.2007:
Badische Heimat zu Gast beim Haus Baden
Einer Einladung des Hauses Baden folgend informierte sich Landesvorstand und Beirat des Landesvereins Badische Heimat (Freiburg)
Mitte April in Schloss Salem über die Hintergründe des seit Monaten schwelenden Streits um die Kunstgüter des Hauses Baden.
Prinz Bernhard und die Geschäftsführerin der Salemer Kultur und Freizeit GmbH, Frau Dr. Birgit Rückert sowie der Kustos der
Feuerwehrmuseums, Herr Helmut Ziegler führten die Gruppe persönlich durch die weitläufige ehemalige Klosteranlage der Salemer
Zisterzienser, die sich seit 1802 im Besitz des markgräflichen Hauses befindet.
... Unterhaltung und Restaurierung hätten, so Prinz Bernhard, in den letzten Jahren Mittel von ca. 30 Millionen Euro erfordert,
die überwiegend fremdfinanziert aufgebracht werden mussten. Dem seien öffentliche Mittel von nur ca. 3 Millionen Euro gegenüber
gestanden. "Das kann das Haus Baden in Zukunft nicht mehr alleine schultern", so Prinz Bernhard. Das Haus Baden sei als
mittelständisches Unternehmen mit dem Schwerpunkt auf Land- und Forstwirtschaft, bei allen positiven Zukunftsperspektiven,
die es nach erfolgreiche Sanierung habe, nicht mehr in der Lage, diese Aufwendungen allein zu tragen.
Der Wunsch, sich zugunsten des Landes und seiner Bürgerinnen und Bürger von Kunstschätzen zu trennen, habe das Ziel gehabt,
eine gemeinnützige Stiftung zu errichten, die die nötigen Mittel für den künftigen Unterhalt der Gesamtanlage aufbringen kann.
...
- Landesverein Badische Heimat, Freiburg, Pressemitteilung, 24.04.2007:
Badische Heimat zu Gast beim Haus Baden
Einer Einladung des Hauses Baden folgend informierte sich Landesvorstand und Beirat des Landesvereins Badische Heimat (Freiburg)
Mitte April in Schloss Salem über die Hintergründe des seit Monaten schwelenden Streits um die Kunstgüter des Hauses Baden.
...
23.04.2007:
- Badische Neueste Nachrichten, 23.04.2007:
Charme-Offensive des
Prinzen zog Tausende an
- Tag der offenen Tür auf Schloss Salem / Lösung in Sicht?
Der Gartensaal des Schlosses platzt aus allen Nähten. Genauso hat sich Bernhard
Prinz von Baden das vorgestellt. Kurzerhand hat die Regie dieses Tags der offenen Tür im
Stammschloss des Hauses Baden umdisponiert. Statt Stühle gibt es nun Stehplätze - so
können mehr Besucher den programmatischen Vortrag mitverfolgen. Und statt wie geplant
nur einmal zu referieren, wiederholt der Geschäftsführer des Badischen Hauses das Gesagte
gleich noch einmal. Möglichst niemand unter den mehreren tausend Gästen, so stellt es
der Prinz sich vor, soll die Stätte nahe dem Bodensee verlassen,
ohne zuvor gelernt zu haben, was es bedeutet die üppige kulturhistorische
Anlage zu erhalten und zu pflegen. Die Charme-Offensive
von Salem ist bis ins Kleinste geplant. Am Eingang drücken ausgesucht freundliche
Damen einen Lageplan des weitläufigen Schlosses mit Informationen
über Vorträge und Führungen in die Hand, zugleich wird der Papierstapel mit der
jüngst vom Salemer Gemeinderat verabschiedeten Solidaritätserklärung
mit dem Haus Baden immer kleiner.
- Archivalia, 23.04.2007:
Salemer Charme-Offensive
...Gebetsmühlenhaft wiederholen wir:
* Es ist nicht bewiesen, dass die finanzielle Schieflage des Hauses Baden auf die Belastungen durch das Salemer Münster zurückgeht.
* Nach deutscher Rechtsordnung muss sich niemand für ein Kulturdenkmal aufopfern, Eingriffe enteignenden Charakters
sind entschädigungslos nicht möglich.
* Salem ist Beutegut, das im Kern rechtswidrig dem badischen Volk vorenthalten wurde.
...
- ka-news.de, 23.04.2007:
Kulturausverkauf vom Tisch?
Lösung für Salem und Kulturgüter gesucht
Wie die Landesvereinigung Baden in Europa erfahren haben will, zeichnet sich im "Kulturgüterstreit" eine Lösung ab,
durch die sowohl die einzigartige Klosteranlage Salem wie auch die übrigen badischen Kulturgüter gerettet werden könnten.
Für die Sanierung der Klosteranlage im südbadischen Salem werde offenbar eine Lösung gefunden, bei der es nicht notwendig
sein werde, andere Kulturgüter zu veräußern.
Mehr als 70 Mitglieder der Landesvereinigung waren am Wochenende in Salem und trafen dort unter anderem
Landtagspräsident Peter Straub mit einer Delegation aus dem Landtag in Stuttgart. Als sich die beiden Gruppen und
Prinz Bernhard von Baden an der Pforte des Salemer Münsters trafen, versicherte Straub, dass für die Sanierung der
Anlage gesorgt werden müsse, ohne dafür andere Kulturgüter angreifen zu müssen. "Sie dürfen nicht in fremde Hände gelangen.
Das Parlament wird einen Weg finden", versicherte Straub. Der ursprüngliche Plan der Landesregierung, wertvolle
historische Handschriften der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe zu verkaufen, um die Sanierung von
Schloss Salem zu finanzieren, hatte im vergangenen Jahr einen Sturm der Entrüstung ausgelöst.
- SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein, 23.04.2007:
Ansturm auf Schloss Salem
Rund 7000 Besucher kamen zum Tag der offenen Tür am Sonntag nach Schloss Salem, um einen Blick auf die kunsthistorischen
Besonderheiten, aber auch hinter die Kulissen zu werfen. Sie waren nicht nur gekommen, weil ausnahmsweise alles gratis war,
sondern bekundeten echtes Interesse an den vielfältigen Herausforderungen, die das Haus Baden in der Diskussion um die
Zukunft des Schlosses auch demonstrieren wollte.
... Fast noch wichtiger war für die
Hausherrn allerdings eine Delegation der "Landesvereinigung Baden in Europa" aus Karlsruhe, die zuvor noch nicht als
Fürsprecher der Salemer Anliegen aufgefallen war. "Sie haben sich von der Brisanz der Situation überzeugen lassen",
erklärte Michael Prinz von Baden gestern. "Das ist für uns ganz, ganz wichtig." Noch nicht bewerten wollte er
allerdings die Einschätzung der Landesvereinigung, dass eine Lösung in Sicht sei, die ohne den "Kulturausverkauf"
auskomme. Ministerpräsident Oettinger und Landtagspräsident Straub hätten sich gegenüber dem Verein dahingehend geäußert, betonte dieser.
- Presseportal / news aktuell, 23.04.2007:
Beim Thema Kunst mischen sich deutsche Lokalzeitungen gerne ein
... In welch origineller Weise Zeitungen dabei vorgehen, ist in der
aktuellen Ausgabe der drehscheibe (19.4.) nachzulesen. "Kunststücke"
heißt das Titelthema des Magazins aus Lokalredaktionen für
Lokalredaktionen, das von der Bundeszentrale für politische Bildung
herausgegeben wird.
Gerade beim Thema Kunst verlassen die Zeitungen schon einmal den
objektiven Standpunkt des Beobachters und mischen in der Diskussion
kräftig mit: Die Badischen Neusten Nachrichten (Karlsruhe) setzte
sich gegen den Verkauf von mittelalterlichen Handschriften aus dem
Fundus der Landesbibliothek ein. ...
- Stuttgarter Zeitung, 23.04.2007:
Prinz Bernhard droht mit
Liquidation von Schloss Salem -
Mit einem Tag der offenen Tür versucht das Haus Baden die Gläubigerbanken zu beruhigen und das Land unter Druck zu setzen
Mit einer Charmeoffensive versucht das Haus Baden den Druck auf die Landesregierung zu erhöhen. Die fest gefahrenen Verhandlungen
über den Verkauf der badischen Kunstschätze sollen bald möglichst weiter gehen. Andernfalls drohe die Liquidation von Schloss Salem.
... Das Ganze ist eine große PR-Veranstaltung, die sich das Haus Baden hat einfallen lassen, um die aufs Eis gelegten
Verhandlungen mit dem Land Baden-Württemberg über die Verkäufe der badischen Kunstschätze neu anzustoßen. Bekanntlich erhebt
das Haus Baden Anspruch auf umfangreiche Kunst- und Kulturschätze, zu denen auch kostbare Handschriften aus dem Kloster
Reichenau zählen. 70 Millionen Euro will der Markgraf vom Land haben. 30 Millionen braucht er, um die eigenen Bankschulden
zu tilgen, 40 Millionen für eine Stiftung, die den Erhalt von Salem sichern soll.
...
- Schwäbische Zeitung online, 23.04.2007:
10 000 Besucher folgen der Einladung des Hauses Baden
Geht es nach dem Wetter, steht Schloss Salem eine sonnige Zukunft ins Haus: Um die 10- 000 Menschen haben gestern den Tag
der Offenen Tür zum Anlass genommen, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Die Veranstaltung ist Teil einer Kampagne, um
in der Öffentlichkeit Unterstützung für den Erhalt der Anlage zu mobilisieren.
22.04.2007:
- swr.de, 22.04.2007:
Haus Baden wirbt für Erhaltung von Schloss Salem
Mehr als 8.000 Besucher haben den Tag der Offenen Tür auf Schloss Salem am Bodensee genutzt. Angesichts der Debatte über den
möglichen Verkauf von Kulturgütern des Adelshauses hatte Bernhard Prinz von Baden zu einem Blick hinter die Kulissen eingeladen.
21.04.2007:
- Badisches Tagblatt, 21.04.2007:
Der Entrüstung folgt das Buch - Neuerscheinung des Casimir Katz Verlags informiert über den so genannten
"Handschriftenstreit"
Nur wenige Monate nach dem so genannten "Handschriftenstreit" ist nun ein Buch zu dem Thema im Gernsbacher Casmir
Katz Verlag erschienen.
Im September 2006 schlug das Vorhaben der baden-württembergischen Landesregierung, Handschriften der Badischen Landesbibliothek
im Wert von über 70 Millionen Euro dem Haus Baden zur Rettung von Schloss Salem zu überlassen, hohe Wellen. Der Direktor
der Landesbibliothek, Peter Michael Ehrle, stellte kurzerhand eine Ausstellung seiner gut behüteten Schätze zusammen, die sich eines
nicht für möglich gehaltenen Zulaufs erfreute und allgemeine Entrüstung über die Verkaufspläne hervorrief. Auch Regina
Meier vom Gernsbacher Casimir Katz Verlag machte sich ein Bild von den wertvollen Handschriften und beschloss: Daraus
machen wir ein Buch für die interessierte Öffentlichkeit. In nur einem Monat knüpfte sie Kontakte zu den Autoren und
schon zwei Monate später lagen die Manuskripte auf dem Tisch. Vor kurzem wurde das 160 Seiten starke Buch "Die
Handschriftensammlung der Badischen Landesbibliothek - Bedrohtes Kulturerbe?" präsentiert.
In der Neuerscheinung lässt Peter Michael Ehrle den Handschriften- und Kulturgüterstreit in sachlicher Form
Revue passieren. Ute Obhof, die Leiterin der Sammlung, erläutert den kostbaren, gefährdeten Bestand. Der Jurist
Winfried Klein erklärt die rechtliche Situation und die Frage, inwieweit das Haus Baden überhaupt Ansprüche habe.
Die Journalistin Annette Borchardt-Wenzel bietet einen Überblick über die Geschichte des Hauses Baden. Kritisch
äußert sich Michael Hübl zur Kulturpolitik des Landes und das Ansinnen, Kulturgüter zu Geld zu machen. ...
- Landesvereinigung Baden in Europa e. V., 21.04.2007:
Kulturausverkauf vom Tisch? (PDF)
- Landtagspräsident Straub und Ministerpräsident Oettinger versprechen
Lösung ohne Verkauf / Abgeordnete und Landesvereinigung zu Besuch in Salem
Für die Sanierung der Klosteranlage im südbadischen
Salem (Bodenseekreis) wird offenbar eine Lösung gefunden, bei der es
nicht notwendig sein wird, andere Kulturgüter zu veräußern. So jedenfalls äußersten
sich übereinstimmend Landtagspräsident Peter Straub und Ministerpräsident
Günther H. Oettinger.
- SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein, 21.04.2007:
Einigkeit beim Reizthema
Unisono erklang der deutliche Appell an die Landesregierung: Das Schloss Salem muss in seiner derzeitigen Struktur für die
Öffentlichkeit erhalten werden. Es darf nicht so weit kommen, dass der Markgraf von Baden zur Veräußerung seines bedeutenden
Kulturdenkmals genötigt wird. Von allen Rednern wurde bei der FDP-Mitgliederversammlung im Neufracher "Prinz Max" gefordert,
dass die politischen Meinungs- und Verantwortungsträger unverzüglich für eine vernünftige Lösung einsetzen. Dass die
wirtschaftliche und finanzielle Situation keine langen Verzögerungen verkraftet, daran ließ der Gastredner Prinz Bernhard
von Baden keine Zweifel. Der "Notplan" sieht vor, dass aus dem öffentlichen Kulturgut ein Wirtschaftsgut entstehen würde.
19.04.2007:
- SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein, 19.04.2007:
Prinz wirbt für Erhalt des Kulturgutes
Einstimmig hat der Gemeinderat eine von der Verwaltung ausgefertigte Solidaritätsbekundung mit dem Haus Baden verabschiedet,
in der die Landesregierung aufgefordert wird, den Erhalt des Schlosses Salem in seiner jetzigen Form nicht aufs Spiel zu setzen.
Zuvor hat Prinz Bernhard dem Gremium die Situation dargestellt und dabei betont: "Es ist fünf vor zwölf."
Das markgräfliche Haus möchte bekanntlich seine in den vergangenen zehn Jahren für den Erhalt des Salemer Schlosses
eingesetzten Investitionen in Höhe von 30 Millionen Euro durch den Verkauf von Handschriftensammlungen und Kunstschätzen
refinanzieren und gleichzeitig einen Großteil des Erlöses sowie das Schloss selbst in eine gemeinnützige Stiftung einbringen,
über die das kulturhistorische Erbe dauerhaft gesichert werden soll. Bezüglich der Kunstschätze hat sich jedoch die strittige
Frage entzündet, ob sie dem Besitz der markgräflichen Familie oder dem Land zuzurechnen sind. "Darüber gibt es schon eine
Reihe von Gutachten, und man kann auch noch eine ganze Serie darüber erstellen", sagte Prinz Bernhard, der von Bürgermeister
Manfred Härle eingeladen wurde, dem Gemeinderat die komplexe Sachlage, in der sich das markgräfliche Haus derzeit befindet,
darzulegen.
- Drehscheibe, 19.04.2007: Was macht die Kunst?
Sie regt Leser und Redaktionen an und auf. Zeitungen bieten der Kunst ein Forum, sie machen Verstecktes sichtbar und
schlagen sich gelegentlich auf die Seite der Kulturschaffenden, wenn diese beim Streit ums Geld von Politikern
beschränkt werden.
Als der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) im vergangenen Sommer ankündigte, wertvolle Handschriften aus dem
Bestand der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe für bis zu 70 Millionen Euro öffentlich versteigern zu wollen, da
mischten sich die Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) massiv ein und stellten über Wochen als einzige Zeitung in der Region
eine Öffentlichkeit her. "Einige Zeit hat es so ausgesehen, als wenn uns irgendwann die Luft ausgeht", sagt Michael Hübl,
der Leiter der BNN-Kulturredaktion. Rückenwind gab es erst, als auch überregionale Blätter wie die FAZ aufsprangen.
"Wir wollten nicht einsehen, dass mit dem Ausverkauf von Kulturgut öffentliche Haushalte saniert werden", sagt Hübl.
In mehreren Kommentaren wurde dies massiv kritisiert, so dass die Gegenseite "not amused" gewesen sei. Allerdings habe er
die volle Rückendeckung der Chefredaktion gehabt, sagt der BNN-Kulturchef. Neben der kontinuierlichen Berichterstattung
organisierte die Zeitung auch eine Podiumsdiskussion, denn es gab und gibt auch Befürworter des Vorhabens der
Landesregierung, die mit dem erwarteten Geld aus dem Handschriftenverkauf die Sanierung eines Schlosses mitfinanzieren,
also ein anderes Kulturprojekt unterstützen will. Die BNN bleibt indes hart auf Kurs: "Die Landesregierung hat das
Aufregungspotential unterschätzt", sagt Michael Hübl. "Die dachten wohl, dass sich für das bisschen Altpapier keiner
interessiert". Unzählige Leserbriefe bestärkten die Zeitung in ihrer Sicht, sich für den Verbleib des mittelalterlichen
Kulturbesitzes in öffentlicher Hand einzusetzen.
18.04.2007:
- Archivalia, 18.04.2007:
Lassberg-Studien
- Archivalia, 18.04.2007:
Causa Fürstenberg Donaueschingen
- SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein, 18.04.2007:
Hereinspaziert in Schloss Salem
Ein ganzer Tag ist dem Thema "Zukunft für das kulturhistorische Erbe Salem" gewidmet. Salem bewahrt und vermittelt Kultur,
und dies soll auch in Zukunft so sein. Dafür wirbt der Tag der offenen Tür am kommenden Sonntag, 22. April, mit Aktionen und
Sonderführungen ab 10.30 Uhr. Eintritt und alle Sonderaktionen sind gratis.
17.04.2007:
- Badische Neueste Nachrichten, 17.04.2007:
Tag der offenen Tür
im Schloss Salem
Schloss Salem am Bodensee ist in vielerlei Hinsicht interessant:
Zum einen ist der Familiensitz des Hauses Baden unumstritten eines der bedeutendsten
Kulturdenkmäler im Land. Zum Zweiten beherbergt die Schlossanlage, die
als Zisterzienserkloster im zwölften Jahrhundert gegründet wurde, hinter seinen
Mauern das drittgrößte Münster in Baden-Württemberg.
In die Schlagzeilen geriet der Familiensitz des Hauses Baden, als bekannt wurde,
dass die Hausherren zum Erhalt der 25 Hektar großen Anlage wertvolle Handschriften
aus dem Bestand der Badischen Landesbibiliothek in Karlsruhe veräußern
wollten. Der Verkauf, der die Wellen der Empörung auch bei der Bevölkerung
hochschlagen ließ, ist mittlerweile vom Tisch, doch die Zukunft der Schlossanlage
ist nach wie vor ungewiss.
- SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein, 17.04.2007:
Wetzel plädiert für Schloss-Stiftung
Der FDP-Landtagsabgeordnete Hans-Peter Wetzel spricht sich deutlich für den Erhalt des Schlosses Salem aus. Er befürwortet
die Einrichtung einer Stiftung sowie eine Rekompensation an das Haus Baden für die in den vergangenen Jahren geleisteten
Unterhaltsmaßnahmen. "Salem gehört zum kulturellen Erbe unseres Landes und muss für die Öffentlichkeit erhalten bleiben", sagte Wetzel.
... Der Prinz hofft zwar, dass die derzeit beratende Expertenkommission zu einem für das Haus Baden günstigen Ergebnis kommen wird.
Doch nüchtern räumt er ein, dass er auf alles gefasst sein und als Alternative auch eine "Verwertung" vorbereiten müsse.
Der zurück haltende Prinz, der seit 1998 die Geschäfte des Hauses Baden führt, ist sichtlich bemüht, kein Öl ins Feuer der
derzeit schwelenden Diskussionen zu gießen. Es sei eine "verworrene Sachlage", räumt er ein. Es wurmt ihn allerdings sichtlich,
dass Einzelne in diesem Zusammenhang einem sachlichen Ergebnis vorgriffen und Rechtstheorien darstellten als seien sie
unumstrittenes Gesetz. Vor 1967 habe das Land Baden-Württemberg gar nie Ansprüche an den badischen Kunstsammlungen geltend
gemacht, sagt der Prinz. Und das Land Baden habe sich doch 1918 vom Haus Baden "nicht über den Tisch ziehen lassen." Für
beide Seiten seien die besten Anwälte der damaligen Zeit tätig gewesen.
Die Enttäuschung über manche Angriffe kann Prinz Bernhard nicht ganz verbergen: Das Haus Baden, das sich dem Land nach wie vor
eng verbunden fühle, wolle sein Eigentum für eine öffentliche Stiftung einsetzen "und bekommt dafür noch eins auf den Deckel."
16.04.2007:
- Bietigheimer Zeitung, 16.04.2007:
DENKMALSCHUTZ / BADEN-BADEN WARTET SCHON LANGE AUF DIE ABGESPECKTEN UMBAUPLÄNE
... Das Trauerspiel ums Schloss begann, als sich Max Markgraf von Baden Mitte der 1990er Jahre außer Stande sah, die Anlage aus
dem 14. Jahrhundert weiter zu unterhalten. Land und Stadt winkten ab. In einer spektakulären Versteigerung kam dann nahezu das
gesamte Inventar in neue Hände. Der "Ausverkauf badischer Kulturgüter" trieb manchem Kunstfachmann Tränen in die Augen. War
doch das Neue Schloss vor der Auktion das einzige Residenzschloss am Oberrhein mit fast noch einheitlicher Einrichtung aus
dem 19. Jahrhundert. ...
14.04.2007:
- Stuttgarter Zeitung, 14.04.2007:
Tag der offenen Tür auf Schloss Salem
Prinz Bernhard von Baden veranstaltet auf Schloss Salem am Bodensee erstmals einen Tag der offenen Tür. Mit dem Blick hinter
die Kulissen will das Adelshaus nach Angaben vom Donnerstag mehr Verständnis für das aus finanziellen Gründen bedrohte
«einzigartige historische Ensemble» wecken. Am 22. April kann sich die Öffentlichkeit bei mehreren Sonderführungen
ein Bild der vielfältigen Aspekte des Kulturdenkmals machen.
... Die Veranstaltungen sind Teil einer Imagekampagne, nachdem die Gespräche der Landesregierung über den Fortbestand des Schlosses
ausgesetzt sind. Das Haus Baden will Salem in eine gemeinnützige Stiftung einbringen und zum Ausgleich für den Verzicht
auf die ehemals großherzoglichen Sammlungen vom Land 70 Millionen Euro erhalten. 40 Millionen sollten in die
Stiftung fließen. Die CDU/FDP-Landesregierung hatte zunächst erwogen, im Zuge eines Vergleichs mittelalterliche
Handschriften zu veräußern. ...
13.04.2007:
- SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein, 13.04.2007:
Schloss Salem öffnet Türen
Prinz Bernhard von Baden veranstaltet auf Schloss Salem erstmals einen Tag der Offenen Tür. Mit dem Blick hinter die Kulissen
will das Adelshaus mehr Verständnis für das aus finanziellen Gründen bedrohte "einzigartige historische Ensemble" wecken. Am
22. April kann sich die Öffentlichkeit bei mehreren Sonderführungen ein Bild der vielfältigen Aspekte des Kulturdenkmals machen.
Auf dem Programm steht dabei auch ein Vortrag von Prinz Bernhard, des Generalbevollmächtigten des Hauses Baden, zum Thema
"Zukunft historisches Erbe Salem".
Die Veranstaltungen sind Teil einer Imagekampagne, nachdem die Gespräche mit der Landesregierung über den Fortbestand des
Schlosses ausgesetzt sind.
- Badische Zeitung, 13.04.2007:
Euer Hochwohlgeboren haben viel Porzellan zerdeppert
- De badische Kunststreit hat seine Parallele in Sachsten: Das Haus Wettin fordert vom Freistaat immer weitere Kunstwerke zurück
... Das Adelshaus Wettin, das 829 Jahre lang Sachsen regierte, hat kürzlich der Landesregierung eine Liste zukommen lassen
mit 139 Gemälden, die sich in sächsischem Besitz befinden sollen. Die möchten die Wettiner zurückhaben. In Baden erinnert
das an die Forderungen des Hauses Baden an die hiesige Landesregierung. Doch nicht erst jetzt gelten die Wettiner bei
etlichen Sachsen als "Raubritter". Die neuesten Forderungen, vorgebracht von ihren Anwälten, brachten das Fass zum
Überlaufen. ...
12.04.2007:
- Stuttgarter Zeitung, 12.04.2007:
Neues Schloss Baden-Baden
...Das Trauerspiel um die Traum-Immobilie begann, als sich Max Markgraf von Baden Mitte der 1990er Jahre außer Stande sah, die aus
dem 14. Jahrhundert stammende Anlage weiter zu unterhalten. Auch das Land Baden-Württemberg und die Stadt Baden-Baden winkten
angesichts eigener Finanznöte ab. In einer spektakulären Versteigerung des Auktionshauses Sotheby's kam daraufhin nahezu das
gesamte Inventar unter den Hammer.
Auch wenn er für sein Museum und damit für die Allgemeinheit einige Kostbarkeiten retten konnte: Nicht nur dem Direktor des
Badischen Landesmuseums, Harald Siebenmorgen, trieb es beim Ausverkauf der badischen Kulturgüter die Tränen in die Augen.
War doch das Neue Schloss vor der Auktion das einzige Residenzschloss am Oberrhein mit nahezu noch einheitlicher Einrichtung
aus dem 19. Jahrhundert. Es beherbergte unter anderem die wertvolle Kunstkammer der Markgrafen, die größtenteils mit Möbeln,
Porzellan und Gemälden für über 80 Millionen Mark versteigert und somit in die weite Welt verstreut wurde. Die Auktion und
der schon damals geplante Verkauf des Schlosses diente der Sanierung des Fürstenhauses. ...
- Südwest Presse, 12.04.2007:
Erstmals Tag der Offenen Tür auf Schloss Salem - Imagekampagne
Prinz Bernhard von Baden veranstaltet auf Schloss Salem am Bodensee erstmals einen Tag der Offenen Tür. Mit dem Blick hinter
die Kulissen will das Adelshaus nach Angaben vom Donnerstag mehr Verständnis für das aus finanziellen Gründen bedrohte
«einzigartige historische Ensemble» wecken. Am 22. April kann sich die Öffentlichkeit bei mehreren Sonderführungen
ein Bild der vielfältigen Aspekte des Kulturdenkmals machen.
10.04.2007:
09.04.2007:
07.04.2007:
06.04.2007:
05.04.2007:
- Karlsruhe: StadtZeitung, 05.04.2007:
Kulturgüterstreit: Noch nicht ausgestanden
- Publikation liefert Zwischenstand / Experten sollen Rechtsverhältnisse klären
Sie ist noch nicht ausgestanden. Die zunächst als Handschriftenstreit entfachte und später zum baden-württembergischen
Kulturgüterstreit auflodernde Auseinandersetzung über den leichtfertigen Umgang mit Kulturgut in staatlich finanzschwachen
Zeiten schwelt weiter. Nach massiven, weltweiten Protesten hält sich die Landesregierung inzwischen zurück und will die Ergebnisse
einer Expertenkommission abwarten. Einen Zwischenstand von September 2006 bis Januar 2007 dokumentiert nun das Buch
"Die Handschriftensammlung der Badischen Landesbibliothek. Bedrohtes Kulturerbe?"
Herausgekommen ist der 160-seitige, reich bebilderte Band im Casimir Katz Verlag. "Wir haben als Verlag, Bürger, Badener und
Kulturinteressierte gemerkt, dass hier ein Schatz existiert, der breiten Kreisen der Bevölkerung bisher kaum bekannt war",
erklärte Verlagsrepräsentantin Regina Meier Medienvertretern. Gedacht ist das Buch für ein breites Publikum. Als Herausgeber
hat der Verlag Dr. Peter Michael Ehrle, den Chef der Badischen Landesbibliothek (BLB) und die Leiterin der Handschriftenabteilung,
Dr. Ute Obhof, gewonnen. Ehrle sitzt übrigens mit zwei weiteren Historikern und vier Juristen in der zu Stillschweigen
verdonnerten Kommission, die nun im Generallandesarchiv endgültig die Eigentumsfragen an Kulturgütern zwischen der Familie
von Baden und dem Land klären soll. Eine mühsame Akten-Kleinarbeit, deren erste Ergebnisse "hoffentlich im Herbst vorliegen",
so Ehrle.
- Der Kurier (Karlsruher Stadtzeitung), 05.04.2007:
Noch nicht ausgestanden -
Publikation liefert Zwischenstand zum Kulturgüterstreit
03.04.2007:
02.04.2007:
- Bietigheimer Zeitung, 02.04.2007:
MUSEEN / DREI PAVILLONS BELEUCHTEN DIE GESCHICHTE DER REICHENAU - Gedächtnis der Menschheit
Ausstellungs-Motto: Zeigen, was man nicht mehr sieht
... Das Benediktinerkloster, von dem heute noch Reste vorhanden sind, galt einst als kulturelles, wissenschaftliches und
politisches Zentrum des Reiches der Karolinger und der Ottonen. Dort entstanden kunstvolle Handschriften, Buchmalereien und
Wandgemälde. Zehn der Handschriften hat die Unesco zum "Gedächtnis der Menschheit" erklärt. Anlässlich der Einweihung der
neuen Museen hat die Badische Landesbibliothek Karlsruhe das Original des über 1000 Jahre alten Kloster-Hausbuches als
Leihgabe zur Verfügung gestellt. ...
- SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein, 02.04.2007:
Reichenau - Reise ins Mittelalter
Mit einem Festakt wurden die neuen Welterbe-Museumseinheiten zur Darstellung der kulturhistorischen Bedeutung des Reichenauer
Inselklosters im frühen Mittelalter eingeweiht. "Dies ist ein großer Tag für eine Landschaft, aus der Kultur, Religion und
Kirchengeschichte sich bis heute in ganz Europa auswirkt", sagte Ministerpräsident Günther Oettinger in seiner Festrede.
... Insgesamt also gute Voraussetzungen für die Reichenauer, mehr interessiertes Publikum anzuziehen. "Wir wollen das
Thema Weltkulturerbe natürlich auch touristisch nutzen", sagte Bürgermeister Volker Steffens. Dazu beitragen sollen
auch die Original-Handschriften, wie aktuell das Hausbuch des Klosters, die man als Leihgaben der Landesbibliothek
Karlsruhe vorübergehend zeigen darf. Die dafür nötigen Kosten für eine spezielle Vitrine und die kostspielige
Versicherung übernehmen der Sparkassenverband und die Reichenauer Sparkasse. ...
- SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein, 02.04.2007:
Der Geist der Reichenau
- Die Reichenau, das Weltkulturerbe, hat seit dem Wochenende angemessenen Raum zur Selbstdarstellung. In drei Museen wird die
Vergangenheit der Gemüse-Insel als eines der bedeutsamsten kulturellen Zentren des europäischen Mittelalters dargestellt.
... Die Resonanz auf die gelungene Umsetzung mit ebenso großen wie luftig angeordneten, multimedialen Ausstellungselementen
in Buchform fiel positiv aus. Die Landesstiftung investiere zwar bevorzugt in Forschung und Zukunft, sagte Ministerpräsident
Günther Oettinger in seiner Festrede: "Aber auch Vergangenheit kann Zukunft sein", wenn es um die Pflege großen Kulturguts gehe.
... Immerhin hatte Oettinger es aber auf Initiative des Konstanzer Abgeordneten Andreas Hoffmann (CDU) zusätzlich in die Wege
geleitet, dass im neuen Mittelzeller Museum mit dem Hausbuch des früheren Klosters eine Original-Handschrift aus der Badischen
Landesbibliothek als Leihgabe bis Anfang Juni gezeigt werden kann. Und weitere Reichenauer Handschriften aus dem Mittelalter
sollen folgen, deren jeweilige "Rückkehr auf Zeit" die Attraktion der neuen Museumseinheiten weiter steigern soll.
"Ich hoffe, dass diese Ausleihen den Ruf der Reichenau und der Bibliothek stärken", sagte Oettinger. ...
01.04.2007:
- Der Sonntag, 01.04.2007:
Kulturgüterstreit:
Eine bittere Bilanz
Er begann im September 2006, der Kulturgüterstreit. Bekannt wurde damals, was die badenwürttembergischen
Landesregierung mit dem ehemaligen Herrscherhaus Baden abmachen
wollte. Um der adligen Familie den Erhalt von Schloss Salem am Bodensee zu ermöglichen und
der Landesregierung einen Rechtsstreit über den tatsächlichen Eigentümer von Kulturgut aus der
badischen Geschichte zu ersparen, sollte die Badische Landesbibliothek in Karlsruhe bluten.
Die Bibliothek, so die politischen Überlegungen, könnte dem Haus Baden wertvolle mittelalterliche
Handschriften im Wert von 70 Millionen Euro überlassen. Damit wären sämtliche weitere
Forderungen der vermeintlichen adligen Besitzer von Kulturgut abgegolten, lautete die Begründung.
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Mo - Fr 9.00 - 21.00 Uhr,
Sa 10.00 - 20.00 Uhr
Lesesaal Sammlungen:
Mo - Fr 9.30 - 13.00 Uhr, 14.00 - 16.00 Uhr
Do 9.30 - 13.00 Uhr, 14.00 - 18.00 Uhr
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