Einladung zum Vortrag
Das Rom der Päpste - von Leo I. bis Pius IX. (5.-19. Jahrhundert)
Vortrag von Prof. Dr. Rudolf Lill
Donnerstag, 10. April 2008, 19.30 Uhr
Vortragssaal der Badischen Landesbibliothek
- Eintritt frei -
Veranstaltung im Rahmen der 19. Europäischen Kulturtage Karlsruhe 2008
Das "Rom der Päpste" soll in seiner doppelten Dimension skizziert werden: Die erste umfasst Architektur und Urbanistik von den frühchristlichen Basiliken bis zu den Kirchen, Palästen und Straßenachsen der späten Renaissance und des Barock.
Petersdom in Rom
Der Grundstein für den Petersdom wurde 1506 gelegt - gemäß einer Überlieferung über dem vermuteten Grab des Apostels Simon Petrus. Der Petersdom ist mit einer überbauten Fläche von 15.000 Quadratmetern eine der größten Kirchen der Welt.
Die Kuppel des Petersdoms ist das größte freitragende Ziegelbauwerk der Welt und hat einen Durchmesser von 42 m. Im inneren Kuppelfries steht in zwei Meter hohen Buchstaben das Zitat aus dem Matthäus-Evangelium:
Tu es Petrus et super hanc petram aedificabo ecclesiam meam et tibi dabo claves regni caelorum.
[Du bist Petrus (griechisch: Fels), und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und Dir gebe ich die Schlüssel zum Himmelreich.] [1]
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Die zweite meint die lange historische Entwicklung, in der die Bischöfe von Rom als Päpste ihre heutige Macht über die katholische Kirche begründet und in Rom konzentriert haben.
Prof. Dr. Rudolf Lill
Rudolf Lill ist Professor emeritus für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Karlsruhe, wo er die Forschungsstelle "Widerstand gegen den Nationalsozialismus im deutschen Südwesten" leitete. Als Gastprofessor lehrte er an mehreren italienischen Universitäten und ist Lehrbeauftragter für italienische Geschichte der Universität Bonn.
19. Europäische Kulturtage 2008 "Rom"
Die Einheit in der Vielfalt ist das charakteristische Merkmal Europas - nicht nur, aber besonders auch im kulturellen Bereich. Erst aus der Begegnung unterschiedlicher Kulturen entsteht die gemeinsame kulturelle Identität der Europäer. Diesen Leitgedanken aus Artikel 151 des EG-Vertrages haben die Stadt Karlsruhe und das Badische Staatstheater bei der Gründung der Europäischen Kulturtage 1983 aufgegriffen und es sich zur Aufgabe gemacht, die gemeinsamen kulturellen Wurzeln Europas aufzuspüren, verbindende und gegensätzliche Entwicklungen zu erforschen und deren Einfluss auf unser heutiges Europa aufzuzeigen. Die Darstellung von Ländern, Städten und Regionen ist dabei ebenso Gegenstand der Europäischen Kulturtage wie die Beschreibung von Epochen und die Aufarbeitung von Sachthemen.
Rom, "die ewige Stadt", steht im Mittelpunkt der 19. Europäischen Kulturtage, die vom 4. bis 26. April in Karlsruhe stattfinden.
Das facettenreiche Programm, an dem sich zahlreiche lokale Kulturinstitutionen beteiligen, bietet Theater, Musik, Bildende Kunst, Filme und Literatur. Mit Gastspielen aktueller Theaterproduktionen aus Rom, Vorträgen und Konzerten wollen die Kulturtage ein Gesamtbild aus Historie und Gegenwart der italienischen Metropole zeichnen.
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Bereits im Jahr 2003 entstand die Idee, im Rahmen der Europäischen Kulturtage die geistesgeschichtliche Trilogie der "drei Roms" über die verschiedenen Kunstsparten darzustellen. Was 2004 mit Istanbul, dem "zweiten Rom" am Bosporus, begann und 2006 mit dem "dritten Rom" Moskau fortgesetzt wurde, findet nun mit der faszinierenden Kulturmetropole und Kapitale Italiens 2008 einen glanzvollen Abschluss.
Zu dieser Veranstaltung laden wir Sie und Ihre Freunde sehr herzlich ein!
Badische Bibliotheksgesellschaft
Badische Landesbibliothek
Kulturamt der Stadt Karlsruhe
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