Einladung zum Vortrag
"Yetz ist gantz ain ander zit und welt." Vom Umgang mit Geschichte am Oberrhein
Vortrag von Prof. Dr. Birgit Studt, Freiburg
Freitag, 14. März 2008, 19.00 Uhr
Vortragssaal der Badischen Landesbibliothek
- Eintritt frei -
Plakat zur Veranstaltung
(Format:PDF - Größe:771 kbyte)
Am Beispiel einer Gruppe von Handschriften aus den Historischen Sammlungen der Universitätsbibliothek Freiburg werden grundsätzliche Fragen und Probleme der Überlieferung historiographischer Texte des Spätmittelalters behandelt.
Jakob Twinger von Königshofen, Straßburger Chronik, Anfangsseite
UB Freiburg, Hs. 471, fol. 13r
Manuscripta mediaevalia - Handschriftenkataloge online:
Beschreibung der Handschrift
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Auf den ersten Blick verbindet die Handschriften nicht viel mehr miteinander als die Tatsache, dass sie allesamt Zeugnisse einer intensiven historiographischen Überlieferung am Oberrhein sind: die kleine, äußerlich recht unscheinbare Oberrheinische Chronik eines anonymen Autors des 14. Jahrhunderts (Hs. 473), die Straßburger Chronik des Jakob Twinger von Königshofen mit Konstanzer Zusätzen (471) und das ansehnlichste Stück dieser Reihe, die mit Illustrationen und Wappen versehene Chronik des Klosters Reichenau vom Anfang des 16. Jahrhunderts (Hs. 15).
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Chronik des Klosters Reichenau aus der Feder des Gallus Öhem, Widmungsbild
UB Freiburg, Hs 15, fol. 1r
Manuscripta mediaevalia - Handschriftenkataloge online:
Beschreibung der Handschrift
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Der Vortrag stellt Entstehung und Inhalt dieser drei Chroniken vor, zeichnet den Umgang mit diesen Handschriften nach und skizziert abschließend die Geschichte ihrer wissenschaftlichen Erschließung und Bearbeitung. Damit werden gleichzeitig die unterschiedlichen Interessen beschrieben, mit denen man seit dem ausgehenden Mittelalter der historiographischen Überlieferung begegnete. So geht es letztlich auch um die Geschichte der Geschichtsschreibung und deren Rolle in der modernen Geschichtswissenschaft.
Prof. Dr. Birgit Studt
Frau Prof. Dr. Birgit Studt erhielt 2005 einen Ruf auf den Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Freiburg. Zuvor führte sie ihr Weg mit Lehraufträgen und Gastprofessuren an die Universitäten Münster, Paderborn, Bonn und Wien, ein
Forschungsstipendium auch an das Deutsche Historische Institut in Rom. Ihre Publikationen beschäftigen sich mit der dynastischen und höfischen Geschichtsschreibung des 13. bis 15. Jahrhunderts, mit der mittelalterlichen Schriftkultur, mit Geschichte der Residenzen und höfischen Kultur, politischer Kommunikation in Kirche und Reich im Spätmittelalter, mit der Römischen Kurie und dem höfischen Humanismus sowie mit neuerer Kulturgeschichte und gender studies.
Zu dieser Veranstaltung laden wir Sie und Ihre Freunde sehr herzlich ein!
Arbeitsgemeinschaft für geschichtliche Landeskunde am Oberrhein e.V.
Badische Bibliotheksgesellschaft
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