Badische Landesbibliothek
   


Einladung zur Ausstellung

"Sohn der Harmonie!"
Ausstellung aus Anlass des 200. Todestages von Joseph Aloys Schmittbaur (1718-1809), Hofkapellmeister der Markgrafen von Baden


Ausstellung vom 16. Dezember 2009 bis 24. April 2010
Eine Kooperation mit der Heidelberger Akademie der Wissenschaften

Ausstellungsraum der Badischen Landesbibliothek
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9.00-18.00 Uhr, Sa 9.30-12.30 Uhr
- Eintritt frei -

Plakat zur Veranstaltung (PDF - 236 kbyte)


Am 19. Oktober 2009 jährte sich zum 200. Male der Todestag des badischen Hofkapellmeisters Joseph Aloys Schmittbaur. Aus diesem Anlass veranstaltet die Badische Landesbibliothek in Zusammenarbeit mit der Heidelberger Akademie der Wissenschaften eine Ausstellung, die Leben und Werk des Komponisten, Instrumentenbauers, Orchesterleiters und Pädagogen würdigt.

Joseph Aloys Schmittbaur
aus: Der Musikverleger Heinrich Philipp Bossler : 1744 - 1812 ; mit bibliographischen Übersichten und einem Anhang: Mariane Kirchgeßner und Boßler / Hans Schneider. - Tutzing : Schneider, 1985
Joseph Aloys Schmittbaur


Rund 70 Exponate aus der Badischen Landesbibliothek sowie weiteren deutschen Bibliotheken und Archiven sollen die Neugier auf diesen bedeutenden südwestdeutschen Musiker des 18. Jahrhunderts wecken. Musikhandschriften und Drucke, Briefe sowie Bilder, die die Lebensstationen Schmittbaurs dokumentieren, regen zur Beschäftigung mit einem vernachlässigten Kapitel der Musikgeschichte an. In der Ausstellung haben die Besucher auch Gelegenheit, die heute weitgehend unbekannte Musik des zu Lebzeiten hoch geschätzten Komponisten zu hören.

J. A. Schmittbaur: Betrug aus Liebe
J. A. Schmittbaur: Betrug aus Liebe
Singspiel, Karlsruhe 1790, handschriftliches Libretto.
Badische Landesbibliohek, Hs. Karlsruhe 160


Über Kindheit und Jugend Schmittbaurs ist wenig bekannt. Wahrscheinlich stammte er aus Franken und wurde in Würzburg ausgebildet. Seit 1754 hielt er sich in Baden auf, war zunächst als Musiker und Sänger am Hofe der Markgrafen von Baden-Baden in Rastatt tätig. Um 1759 stieg er hier zum Konzertmeister auf und wurde schließlich um 1766 Kapellmeister. Nach der Vereinigung der beiden badischen Markgrafschaften kam Schmittbaur 1772 nach Karlsruhe.

J. A. Schmittbaur, Six Quatuors pour une Flute, deux Violons et Violoncelle   J. A. Schmittbaur, Six Quatuors pour une Flute, deux Violons et Violoncelle
J. A. Schmittbaur: Six Quatuors pour une Flute, deux Violons et Violoncelle ... op. 1, Mannheim, Götz. Badische Landesbibliohek, Mus. Hs. 892


Die untergeordnete Position eines Konzertmeisters, die er hier einnehmen musste, und die zu dieser Zeit mangelhafte Qualität der Hofmusik befriedigten ihn in keiner Weise. Als ihm das Amt eines Domkapellmeisters in Köln angeboten wurde, suchte er um seine Entlassung nach, die ihm 1775 auch in Gnaden gewährt wurde. Das Kölner Engagement blieb jedoch ein Zwischenspiel: Als der bisherige Kapellmeister Sciatti im Dezember 1776 starb, holte man Schmittbaur zurück nach Karlsruhe. Bis zu seinem Lebensende im Jahre 1809 leitete er hier die Geschicke der Hofmusik.

J. A. Schmittbaur: Epilogus Am Carlstag
aufgeführt Auf dem Baadischen Hoftheater in Musik gesezt von Joseph Aloys Schmittbaur Baadischer Capellmeister 1788
Badische Landesbibliothek, Mus. Ms. 1751
J. A. Schmittbaur, Epilogus Am Carlstag


Als Kapellmeister formte er aus der Karlsruher Hofkapelle ein modernes Orchester. Darüber hinaus war er ein fruchtbarer Komponist, der vom einfachen Lied bis zum Singspiel, von der Klavierminiatur bis zur Sinfonie zahlreiche Werke nahezu aller Gattungen schuf. Die Zeitgenossen schätzten besonders seine Kirchenmusik. Auch auf dem Gebiet des Orgelbaus erwarb er sich - vor allem als Gutachter - große Verdienste.

Werke von J. A. Schmittbaur in der Badischen Landesbibliothek
Werke von J. A. Schmittbaur in der Badischen Landesbibliothek


Schmittbaur war einer der ersten, der in Deutschland die um 1762 von Benjamin Franklin erfundene Glasharmonika nachbaute und weiterentwickelte. Noch im hohen Alter warb er für die von ihm verfertigten Instrumente. Zu seinen berühmtesten Schülern zählt die blinde Virtuosin Marianne Kirchgessner. W. A. Mozart lernte sie in Wien kennen und komponierte das Quartett C-Dur (KV 617), für Glasharmonika, Flöte, Oboe, Viola und Violoncello.

Plakat zur Veranstaltung
Plakat zur Veranstaltung


Begleitpublikation

Die Begleitpublikation ist bei der Badischen Landesbibliothek erhältlich (nicht im Buchhandel). Bestellungen richten Sie bitte an:
Badische Landesbibliothek, Erbprinzenstraße 15, 76133 Karlsruhe
Telefon (07 21) 1 75 - 22 01
Telefax (07 21) 1 75 - 23 33
Nachricht sekretariatSymbolblb-karlsruhe.de

Preis: 14,00 € (für Mitglieder der Badischen Bibliotheksgesellschaft 12,50 €)
Inhaltsverzeichnis und Vorwort der Begleitpublikation (PDF)


Rüdiger Thomsen-Fürst:
"Sohn der Harmonie!
Joseph Aloys Schmittbaur (1718-1809)
Kapellmeister der Markgrafen von Baden

Herausgeber: Badischen Landesbibliothek ISBN 3-88705-058-4
Begleitpublikation zur Ausstellung Joseph Aloys Schmittbaur



Wir danken der Forschungsstelle Südwestdeutsche Hofmusik der Heidelberger Akademie der Wissenschaften für die Zusammenarbeit und Unterstützung.


Wir sind Kooperationspartner der Großen Landesausstellung Vom Minnesang zur Popakademie. Musikkultur in Baden-Württemberg. Die Ausstellung widmet sich vom 16. April bis zum 12. September 2010 der Musikkultur im deutschen Südwesten und zeigt wertvolle Exponate aus europäischen Sammlungen. Parallel dazu findet im ganzen Land ein umfassendes Begleitprogramm statt: Konzerte, Workshops, Vorträge sowie Begegnungen mit namhaften Künstlern.


Zu dieser Ausstellung laden wir Sie und Ihre Freunde sehr herzlich ein!

Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Badische Bibliotheksgesellschaft
Badische Landesbibliothek
Adresse
Erbprinzenstraße 15, 76133 Karlsruhe
Postfach 1429, 76003 Karlsruhe
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Mo - Fr 9.00 - 24.00 Uhr,
Sa, So 10.00 - 24.00 Uhr

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