Einladung zum Vortrag
"Das reizendste aller Instrumente" - Joseph Aloys Schmittbaur und die Glasharmonika
Vortrag mit Bildern und Klangbeispielen von Dr. Rüdiger Thomsen-Fürst, Mannheim
Eine Kooperation mit der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Dienstag, 23. Februar 2010, 19.30 Uhr
Vortragssaal der Badischen Landesbibliothek
- Eintritt frei -
Plakat zur Veranstaltung
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Pressemitteilung zur Veranstaltung
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Seit ihrer Erfindung durch den amerikanischen Gelehrten und Staatsmann Benjamin Franklin (1706-1790) um das Jahr 1762 in London war die Glasharmonika eine der beliebtesten und heftig diskutierten Neuerungen im Instrumentenbau des
18. Jahrhunderts. Ihr körperloser, ätherischer Klang entsprach wie kaum ein anderer der zeitgenössischen Ästhetik.
Gleichzeitig geriet sie in Verruf, auf die Nerven, besonders der Spielenden, schädlich zu wirken. Maßgeblichen Anteil an der Verbreitung und Weiterentwicklung des neuen Instruments hatte der badische Hofkapellmeister Joseph Aloys Schmittbaur (1718-1809), dessen Rolle in der Geschichte der Glasharmonika zentrales Thema des Vortrags ist.
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Franklins Harmonika
Reproduktion aus: The Papers of Benjamin Franklin Bd. 10, hrsg. von Leonard W. Labaree, New Haven 1966
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In England war um die Mitte des 18. Jahrhunderts das Spiel auf gestimmten Gläsern sehr beliebt. 1761 entwickelte der amerikanische Gelehrte und Diplomat Benjamin Franklin während seines Aufenthalts in London aus dem Prinzip der musical glasses ein neues Instrument. Er ordnete chromatisch gestimmte Glasschalen auf einer Achse an. Diese Achse konnte der Spieler mittels einer an das Prinzip der Nähmaschine erinnernden Mechanik mit den Füßen in Rotation versetzen. Von oben berührte er mit angefeuchteten Fingern die ähnlich den Tasten einer Klaviatur beieinander stehenden Ränder der Gläser, die so zum Schwingen gebracht wurden. Franklin selbst nannte das neue Instrument zu Ehren der musikalischen italienischen Sprache Armonica, woraus im deutschen Sprachgebiet Harmonika bzw. Glasharmonika wurde.
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Plakat zur Veranstaltung
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Der Vortrag findet statt im Rahmen von "Sohn der Harmonie!" -
Ausstellung aus Anlass des 200. Todestages von Joseph Aloys Schmittbaur (1718-1809), Hofkapellmeister der Markgrafen von Baden.
Dr. Rüdiger Thomsen-Fürst bietet am Dienstag, dem 23. Februar 2010, um 16.00 Uhr eine Führung durch diese Ausstellung an. Der Treffpunkt ist im Ausstellungsraum. Die Führung ist kostenlos.
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Dr. Rüdiger Thomsen-Fürst ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter
der Forschungsstelle Südwestdeutsche Hofmusik der Heidelberger Akademie
der Wissenschaften.
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Wir danken der Forschungsstelle Südwestdeutsche Hofmusik der Heidelberger Akademie der Wissenschaften für die Zusammenarbeit und Unterstützung.
Zu dieser Ausstellung laden wir Sie und Ihre Freunde sehr herzlich ein!
Heidelberger Akademie der Wissenschaften
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