Badische Landesbibliothek
   


Einladung zur Ausstellung

"Alter Schwede!" Johann Wenzel Kalliwoda in seinen Briefen

25. Oktober 2010 - 31. Januar 2011 im Informationszentrum der Badischen Landesbibliothek

Öffnungszeiten:
Montag - Freitag 9 - 19 Uhr, Samstag 10 - 18 Uhr
- Eintritt frei -

Plakat zur Ausstellung (Format:PDF - Größe:380 kbyte)

"Hochzuverehrender Herr!", "Verehrtester Freund!", "Alter Schwede" ... so beginnen die Briefe, die der badische Komponist und Hofkapellmeister Johann Wenzel Kalliwoda (1801-1866) an Musiker, Komponisten, Verleger, Freunde und Bekannte schrieb.


Plakat zur Ausstellung
(Raina Saalmann)
Plakat zur Ausstellung


In den Jahren 2009 und 2010 konnte die Badische Landesbibliothek Briefe Johann Wenzel Kalliwodas erwerben, die aus den Jahren 1828 bis 1866 stammen. Die Briefe stellen eine hervorragende Ergänzung zum umfangreichen musikalischen Nachlass des Komponisten dar, der mehr als 500 Werke umfasst und ebenfalls in der Badischen Landesbibliothek aufbewahrt wird.

Ermöglicht wurde der Ankauf durch die Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg) und die Volksbank Karlsruhe. Wir bedanken uns für die Zuwendungen, ohne die der Ankauf der wertvollen Briefe nicht möglich gewesen wäre!


Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg) Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg)
Volksbank Karlsruhe Volksbank Karlsruhe


Die Badische Landesbibliothek präsentiert vom 25. Oktober 2010 bis 31. Januar 2011 im Informationszentrum (Foyer) eine kleine Ausstellung zu den neuerworbenen Briefen. Ausgestellt sind neben den Briefen auch einige Werke aus dem Nachlass des Komponisten.


'Alter Schwede!' - Johann Wenzel Kalliwoda in seinen Briefen
"Alter Schwede!" - Johann Wenzel Kalliwoda in seinen Briefen

Ausstellung vom 25. Oktober 2010 bis 31. Januar 2011 im Informationszentrum der Badischen Landesbibliothek


'Alter Schwede!' - Johann Wenzel Kalliwoda in seinen Briefen
Vitrine mit der Reproduktion eines Briefes von Johann Wenzel Kalliwoda an den Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy (Badische Landesbibliothek, K 3170,K,5) vom 17. Dezember 1840. In dem Brief bittet Johann Wenzel Kalliwoda darum, seine neu komponierte Sinfonie in Leipzig aufzuführen. Die Sinfonie wurde am 18. Februar 1841 in Leipzig im Gewandhaus unter Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy uraufgeführt.
Neben dem Brief ist auch eine Reprodukion der Musikhandschrift dieser Sinfonie (Badische Landesbibliothek, Nachlass Johann Wenzel Kalliwoda, Nr. 29) ausgestellt.


Plakate des Fürstlich Fürstenbergischen Hoftheaters in Donaueschingen von 1820 bis 1847

Im Jahr 1775 wurde das Fürstlich Fürstenbergische Hoftheater im Gebäude der Hofreitschule eingerichtet. Nach einem Umbau im Jahr 1784 gehörten seine technischen Anlagen zu den damals fortschrittlichsten. Innerhalb kürzester Zeit war ein Umbau der Kulissen möglich.

Johann Wenzel Kalliwoda (1801-1866) übernahm 1822 das Amt des Hofkapellmeisters in Donaueschingen. Dort komponierte er, leitete die Hofkapelle, trat als Solist auf, unterrichtete die Kinder des Fürsten und organisierte die Musikaufführungen am Fürstlich Fürstenbergischen Hoftheater.

Das Hoftheater war bis zum Jahr 1847 Zentrum aller kulturellen Aktivitäten in Donaueschingen. Es gehörte um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert zu den herausragenden Bühnen im süddeutschen Raum.

Wegen der Revolution von 1848 verließ die Fürstenfamilie das Land, und das Fürstlich Fürstenbergische Hoftheater blieb 1848 und 1849 geschlossen. Vermutlich durch einen technischen Defekt der Heizung brannte das Hoftheater am Abend des 28. April 1850 bis auf die Grundmauern ab. Es wurde nicht wieder neu errichtet.
'Alter Schwede!' - Johann Wenzel Kalliwoda in seinen Briefen


Die neu erworbenenen Briefe von Johann Wenzel Kalliwoda wurden am Dienstag, dem 23. November 2010, mit einem Vortrag und musikalischer Umrahmung präsentiert: "Alter Schwede!" Johann Wenzel Kalliwoda in seinen Briefen.

Inzwischen wurden die Briefe digitalisiert und stehen im Internet zur Verfügung: Johann Wenzel Kalliwoda - Briefe im Internet.


Zu dieser Veranstaltung laden wir Sie und Ihre Freunde sehr herzlich ein!

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