Badische Landesbibliothek
   


Einladung zur Ausstellung

Robert und Clara Schumann an Oberrhein und Neckar

Ausstellung vom 8. Dezember 2010 - 5. März 2011

Ausstellungsraum der Badischen Landesbibliothek
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9.00-19.00 Uhr, Sa 10.00-18.00 Uhr

- Eintritt frei -

Plakat und Pressemitteilung zur Veranstaltung (PDF)


Die Musikwelt feierte im Jahr 2010 den 200. Geburtstag von Robert Schumann, der nicht nur der vielseitigste und fantasievollste romantische Komponist seiner Zeit war, sondern auch einer der bedeutendsten Musikschriftsteller in deutscher Sprache.

Robert und Clara Schumann an Oberrhein und Neckar
Plakat zur Ausstellung
(Raina Saalmann)


Robert Schumann wurde vor 200 Jahren, am 8. Juni 1810, in Zwickau geboren; er starb am 29. Juli 1856 in Endenich bei Bonn. Clara Schumann, geboren am 13. September 1819 als Clara Wieck in Leipzig, überlebte ihren Mann um 40 Jahre.


Robert and Clara Schumann
Lithographie von Eduard Kaiser, Wien 1847
Plakat zur Ausstellung

Der Komponist und Musikdirektor Robert Schumann (1810-1856) und seine Frau Clara Schumann (1819-1896), Klaviervirtuosin und ebenfalls Komponistin, waren führende Persönlichkeiten des deutschen Musiklebens im 19. Jahrhundert und bedeutende Vertreter der Romantik in der Musik. In seinen zahlreichen Klavierwerken und Liedern wurde Robert Schumann inspiriert von romantischen Schriftstellern wie Jean Paul und E.T.A. Hoffmann. In seiner Musik interpretierte er Dichtungen von Johann Wolfgang von Goethe, Joseph Eichendorff und Heinrich Heine.
Clara war die wichtigste Interpretin der Werke ihres Ehemannes. Selbst Komponistin, Musiklehrerin am Frankfurter Konservatorium und Herausgeberin der Werke ihres Mannes, pflegte Clara Schumann eine Freundschaft mit Johannes Brahms (1833-1897), dessen Werke sie neben denen von Beethoven und Chopin aufführte.


Als Beitrag zum Schumann-Jahr 2010 zeichnet die Ausstellung anhand von Schrift- und Notendokumenten, Bildern und Plakaten die Beziehungen Robert und Clara Schumanns zu Städten an Oberrhein und Neckar nach.

Robert Schumann zog 1829 für zwei Semester zum Jura-Studium nach Heidelberg. Hier fiel die wichtigste Entscheidung seines Lebens: die Abkehr von der Rechtswissenschaft und die endgültige Hinwendung zur Musik. Einbezogen in die Ausstellung sind Schumanns Vertonungen von Dichtern wie Joseph von Eichendorff, Nikolaus Lenau, Justinus Kerner, Ludwig Uhland und Eduard Mörike.

Clara Schumann war auf ihren Konzertreisen zwischen 1839 und 1887 zu Gast in Basel, Freiburg, Baden-Baden, Karlsruhe, Heidelberg, Mannheim und Stuttgart. 1863 ließ sich die überall gefeierte Pianistin in Baden-Baden nieder. Ihre Bedeutung lag nicht nur in der Virtuosität ihres Vortrags. Mit dem dargebotenen Repertoire hat sie den bis heute gültigen Kanon der Kompositionen von Bach bis Brahms geprägt.


Dr. Joachim Draheim

Die Ausstellung wird von Dr. Joachim Draheim (Karlsruhe), Träger des Robert-Schumann-Preises der Stadt Zwickau 2003, konzipiert. Er wurde 1950 in Berlin geboren, ist Musikwissenschaftler und zudem als Pianist und Liedbegleiter tätig.

Dr. Draheim entwickelte die Ausstellung in Form einer Wanderausstellung mit regionalen Schwerpunkten. Sie war vom 29. März bis 8. Juli 2010 im Universitätsmuseum Heidelberg zu sehen, vom 26. September bis 21. November im Museum "Altes Dampfbad" in Baden-Baden.


Begleitband zur Ausstellung

Zu der Ausstellung ist im Verlag Regionalkultur ein Begleitband erschienen.

Robert und Clara Schumann an Oberrhein und Neckar
Rink, Claudia [Hrsg.]: Robert und Clara Schumann an Oberrhein und Neckar
[Begleitheft zur Ausstellung im Universitätsmuseum Heidelberg von 29. März bis 8. Juli 2010] / hrsg. von Claudia Rink. Mit Beitr. von Joachim Draheim .... - Ubstadt-Weiher ; Heidelberg ; Neustadt a.d.W. ; Basel : Verl. Regionalkultur, 2010. - 84 S. (Universitätsarchiv Heidelberg: Schriften ; 17)
Standortnummer in der Badischen Landesbibliothek: 110 K 339


Buchtipp:
Clara und Robert Schumann in Baden-Baden und Carlsruhe : [anlässlich der Ausstellung Clara und Robert Schumann in Baden-Baden und Carlsruhe, die vom 24. Oktober bis 20. November 1994 im Jesuitensaal des Rasthauses Baden-Baden stattfindet, im Mai 1995 wird die Ausstellung in der Deutschen Bank, Karlsruhe gezeigt] / Stadt Baden-Baden. [Hrsg.: Stadt Baden-Baden, Kulturamt. Katalog Ute Reimann/Joachim Draheim. Eine Veranst. der Stadt Baden-Baden]. - Baden-Baden : Stadt Baden-Baden, Kulturamt, 1994. ISBN 3-87397-182-8
Standortnummer in der Badischen Landesbibliothek: 95 A 9183


Konzert mit Liedern und Klavierwerken von Robert Schumann
zur Eröffnung der Ausstellung am Dienstag, 7. Dezember 2010, 19.30 Uhr

Es musizieren

  • Roswitha Sicca, Mezzosopran
  • Ira Maria Witoschynskyj, Klavier und Mezzosopran
  • Gideon Poppe, Tenor
  • Der Chor des Lessing-Gymnasiums Karlsruhe
  • Joachim Draheim, Klavier, Moderation, Leitung


Programm

Aus: Lieder für eine Singstimme (Tenor) mit Begleitung des Pianoforte op. II (1827/28)
  • Nr. 2 Kurzes Erwachen (Justinus Kerner)
  • Nr. 10 Erinnerung (Johann Georg Jacobi)
  • Nr. 11 Klage (Johann Georg Jacobi) - Fragment, ergänzt von Joachim Draheim
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Abegg-Walzer (Albumblatt für August Lemke, Heidelberg, 9. Aug. 1830)
  • Vier Walzer: 3 (C-Dur), 4 (d-moll), 5 (b-moll), 6 (D-Dur)
    (noch ungedruckte, 1830 in Heidelberg entstandene Urfassungen der Papillons op. 2, Nr. 7, 6, 1
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Lieder für Tenor
  • Frühlingsfahrt (Joseph von Eichendorff) op. 45, Nr.2 (1840)
  • Der Einsiedler (Eichendorff) op. 83, Nr. 3 (1850)
  • Sechs Gedichte (Nikolaus Lenau): Lied des Schmiedes, Meine Rose, Kommen und scheiden, Die Sennin, Einsamkeit, Der schwere Abend
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Aus: Liederalbum für die Jugend op. 79 (1849)
  • Die Schwalben Nr. 21 (Des Knaben Wunderhorn)
  • Marienwürmchen Nr. 14 (Des Knaben Wunderhorn)
  • Des Knaben Berglied Nr. 9 (Ludwig Uhland)
  • Des Sennen Abschied Nr. 23 (Friedrich Schiller)
  • Käuzlein Nr. 11 (Des Knaben Wunderhorn)
  • Der weiße Hirsch (noch ungedruckt, Ludwig Uhland)
  • Käuzlein (noch ungedruckt) (Des Knaben Wunderhorn) 2. Fassung
  • Die Ammenuhr (noch ungedruckt) (Des Knaben Wunderhorn)
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Kinderlieder nach Texten von Heinrich Hoffmann von Fallersleben (Nr. 1-5) - für Chor
  • Der Abendstern
  • Schmetterling
  • Frühlingsbotschaft
  • Frühlingsgruß
  • Vom Schlaraffenland
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Gesellschaft für Musikgeschichte in Baden-Württemberg e.V.
Die Veranstaltung wird durchgeführt in Kooperation mit der Gesellschaft für Musikgeschichte in Baden-Württemberg e.V.


Zu dieser Veranstaltung laden wir Sie und Ihre Freunde sehr herzlich ein!

Gesellschaft für Musikgeschichte Baden-Württemberg
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Adresse
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Postfach 1429, 76003 Karlsruhe
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Öffnungszeiten
Mo - Fr 9.00 - 19.00 Uhr,
Sa 10.00 - 18.00 Uhr

Wissenstor:
Mo - Fr 9.00 - 24.00 Uhr,
Sa, So 10.00 - 24.00 Uhr

Lesesaal Sammlungen:
Mo - Mi, Fr 9.30 - 16.00 Uhr,
Do 9.30 - 18.00 Uhr


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