Faksimile des Monats - Jahr 2013
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Archiv: Faksimile des Monats im Jahr
2012
Faksimile im Mai:
Hildegard von Bingen: Liber Scivias
Hildegard von Bingen war Benediktinerin, Dichterin und eine bedeutende Universalgelehrte ihrer Zeit. Sie lebte von 1098-1179 und gilt als erste Vertreterin der deutschen Mystik des Mittelalters. Ihre Werke befassen sich mit Religion, Medizin, Musik, Ethik und Kosmologie.
Das vorliegende Werk zeigt die Miniaturen im "Liber Scivias" der Hildegard von Bingen (1098-1179) und versucht eine Interpretation derselben. Sie entstammen der ältesten illustrierten Handschrift, dem Rupertsberger Codex, der in der Regel in die Lebenszeit der Autorin datiert wird, und zeigen die Visionen der Hildegard von Bingen. Es ist Hildegards erstes Werk und entstand in zehnjähriger Arbeit.
Das Original verschwand im Jahre 1945, es existierte damals aber schon ein ausgezeichnetes Faksimile aus dem Jahren 1927-1933, das in der Abtei Sankt Hildegard in Eibingen hergestellt wurde.
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Die Miniaturen im "Liber scivias" der Hildegard von Bingen : die Wucht der Vision und die Ordnung der Bilder / von Lieselotte E. Saurma-Jeltsch. - Wiesbaden : Reichert, 1998. ISBN 3-89500-038-8
Standort im Lesesaal Sammlungen HS: Ne0109
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Faksimile im April:
Die Kreuzritterbibel
Ein Meisterwerk der französischen Buchmalerei, das für Ludwig IX., den Kreuzfahrer-König von Frankreich (1226-1270) und einen der herausragenden Mäzene seiner Zeit, geschaffen wurde. Diese Handschrift bezeugt die herausragende Rolle der Buchmalerei im 13. Jahrhundert und zugleich die wichtige Funktion der biblischen Geschichte für eine Gesellschaft, die sich der Ideologie der Kreuzzüge verschrieben hatte.
Das verschwenderisch illustrierte Werk beginnt mit der Erschaffung der Welt und endet beim Leben König Davids. Ursprünglich ohne Text und damit eines der frühesten Bilder-Bücher seiner Zeit, sind die Ränder mit einer Vielzahl von Inschriften gefüllt, die später hinzugefügt wurden. Das Original befindet sich in der Pierpont Morgan Library, New York unter der Signatur M 638.
Die Kreuzritterbibel. [die Bilderbibel Ludwigs des Heiligen]; Pierpont Morgan Library, New York, MS M.638. - Luzern : Faksimile-Verlag, 1998. - ISBN 3-85672-062-6
Standort im Lesesaal Sammlungen HS: Nf0329
Faksimile im März:
Die Goldene Bulle - König Wenzels Handschrift
Die Goldene Bulle von 1356 war das wichtigste Verfassungsdokument des mittelalterlichen Reiches. Der Name bezieht sich auf das goldene Siegel der Urkunde.
Sie entstand während der Herrschaftszeit des römisch-deutschen Kaisers Karls IV. und regelte die Modalitäten der Wahl und der Krönung der römisch-deutschen Könige und Kaiser durch die Kurfürsten bis zum Ende des Alten Reiches 1806.
Der zweite Teil der Bulle, das "Metzer Gesetzbuch", behandelte insbesondere protokollarische Fragen, die Steuererhebung sowie die Strafen für Verschwörungen gegen Kurfürsten.
Die ersten 23 Kapitel (Nürnberger Gesetzbuch) wurden in Nürnberg erarbeitet und am 10. Januar 1356 auf dem Nürnberger Hoftag verkündet, die Kapitel 24 bis 31 (Metzer Gesetzbuch) am 25. Dezember 1356 in Metz.
Die Originalhandschrift befindet sich unter der Signatur Codex Vindobonensis 338 in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien.
Die Goldene Bulle : König Wenzels Handschrift. Codex Vindobonensis 338 der Österreichischen Nationalbibliothek / Kommentar von Armin Wolf. Graz : Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 2002. ISBN 3-201-01791-4
Standort im Lesesaal Sammlungen HS: Nf0331
Faksimile im Februar:
Karlsruher Tulpenbuch
Blumenzucht und Blumenmalerei waren eine zeittypische Liebhaberei barocker Fürsten. Insbesondere die Tulpe erfreute sich wegen ihrer fast unübersehbaren Sortenvielfalt größter Beliebtheit. Für ihre Zwiebeln wurden zeitweise phantastische Preise gezahlt.
Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach (1679 - 1738), selbst ein passionierter Gärtner, konnte gegen Ende seines Lebens im Karlsruher Schlossgarten mehr als 5000 Tulpensorten bewundern.
In seinem Auftrag entstanden 20 großformatige Tulpenbücher, von denen nur vier den 2. Weltkrieg überlebten, zwei davon werden in der Badischen Landesbibliothek und zwei im Generallandesarchiv aufbewahrt.
Die Vorlage für das ausgestellte Faksimile ist die Handschrift mit der Signatur Cod. Karlsruhe 3302. Das Faksimile ist käuflich zu erwerben, außerdem Bildermappen und Kunstkarten. Die Handschrift ist auch in den Digitalen Sammlungen unter Karlsruher Tulpenbuch - Karlsruhe 3302 zu finden.
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Karlsruher Tulpenbuch : [Auszug d. Hs. KS Nische C 13] ; eine Handschrift der Badischen Landesbibliothek / mit einer Einf. von Gerhard Stamm. - Karlsruhe : Badische Bibliotheksgesellschaft, 1984.
Standort im Lesesaal Sammlungen HS: Nh0020
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Faksimile im Januar:
Ludwig van Beethoven: Sämtliche Kadenzen
Ludwig van Beethoven (1770 - 1827) gilt als der Komponist, der die Musik der Wiener Klassik zu ihrer höchsten Entwicklung geführt und der Romantik den Weg bereitet hat.
Das vorliegende Faksimile enthält alle Kadenzen, die Beethoven zu seinen Konzerten schrieb.
Das Wort Kadenz bedeutet an sich so viel wie Schlussfall bzw. Abschlussformel, ursprünglich eine freie Fantasie des Solisten, wobei ihm Gelegenheit geboten war, sein technisches und improvisatorisches Können verschwenderisch zu entfalten. Beethoven wollte auch in seinen Konzerten jeder Willkür und jedem Virtuosenunsinn von vornherein einen Riegel vorschieben und schrieb daher zu seinen Konzerten die Kadenzen selbst.
Ludwig van Beethoven: Sämtliche Kadenzen [Musikdruck] : Faksimile-Ausgabe anläßlich des 100. Geburtstages (22. Februar) von Dr. Kurt Eulenburg = the Complete Cadenzas / Ludwig van Beethoven. Herausgegeben von Willy Hess. - Adliswil-Zürich : Eulenburg, 1979.
Enthält u. A.: Erste Kadenz zum ersten Satz des C-dur-Konzertes op. 15. Zweite Kadenz zum ersten Satz des C.dur-Konzertes op. 15. Dritte Kadenz zum ersten Satz des C-dur Konzertes op. 15. - Festschrift Kurt Eulenburg
Standort im Lesesaal Sammlungen ML: Tz09720
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