Badische Landesbibliothek
   


Ausstellung im Karlsruher Schloss

Uns ist in alten Mären ...
Das Nibelungenlied und seine Welt


Die Ausstellung ist seit 14. März 2004 beendet. Insgesamt konnten ca. 72.000 Besucher begrüßt werden. Wir bedanken uns sehr herzlich für Ihr Interesse an der Ausstellung.

Tipp
Als erste ,Nibelungenlied'-Handschrift ist die Handschrift C nun im Internet unter Nibelungen-Handschrift C digital auf der Homepage der Badischen Landesbibliothek zu betrachten. Jede einzelne Seite der mittelalterlichen Handschrift kann angeschaut, vergrößert und mit einer Transkription verglichen werden. Die ersten Strophen der Handschrift sind als Hörprobe abrufbar und geben einen anschaulichen Eindruck von der mittelhochdeutschen Sprache.

Nibelungenlied Handschrift C - Anfangsinitiale
Hs. Don. 63:
Nibelungenlied Handschrift C - Anfangsinitiale
Dauer der Ausstellung:
13. Dezember 2003 - 14. März 2004

Ausstellungsort:
Badisches Landesmuseum
(Karlsruher Schloss)

Öffnungszeiten:
Di - Do, Sa + So: 10 - 18 Uhr
ab Februar: Fr 10 - 21 Uhr

Eintrittspreise:
Erwachsene 7,-- €   ermäßigt 5,-- €
Familien 14,-- €    Schüler 1,50 €
(inklusive Audioguide, außer für Schüler)

Öffentliche Führungen:
(Anmeldung nicht möglich) 2,-- €
Di - Do: 15, 16 Uhr
freitags: 15, 16, 19 Uhr
samstags: 11, 15, 16 Uhr
sonntags: 11 Uhr Themenführung.
11, 12, 14, 15, 16 Uhr

Gruppenbuchungen:
Tel. 0721 / 926 6520
service@landesmuseum.de

Zusammen mit dem Badischen Landesmuseum präsentiert die Badische Landesbibliothek im Karlsruher Schloss eine einzigartige Sonderausstellung.

Im Jahr 2001 wurde die so genannte Handschrift C des Nibelungenliedes aus der Bibliothek der Fürsten von Fürstenberg in Donaueschingen erworben. Sie wird seitdem als Besitz der Landesbank Baden-Württemberg und der Bundesrepublik Deutschland in der Badischen Landesbibliothek aufbewahrt. Erstmals kann die Öffentlichkeit nun das kostbare Werk in Augenschein nehmen.

Doch damit nicht genug. Die Bayerische Staatsbibliothek in München leiht ihre Handschrift A aus, aus der Stiftsbibliothek St. Gallen in der Schweiz kommt die Handschrift B. Weitere kostbare, nur selten gezeigte Handschriften der mittelhochdeutschen Literatur, Fragmente und selbst jüngste Funde sollen zum Verständnis des Textes beitragen (Presseberichte zu den Funden: "Kostbarer Abklatsch", "Und Kriemhilds Name erschien im Damenspiegel").

Die Ausstellung folgt der Handlung des Nibelungenliedes, der Geschichte um Siegfried, Kriemhild, Brünhild, Hagen und den Schatz der Nibelungen. In spannenden Inszenierungen werden Auszüge des Epos präsentiert. Exponate aus der Entstehungszeit des Liedes geben Einblick in die mittelalterliche Kultur. So entsteht mit Themen wie Rittertum, Burgen, Drachen, Jagd und Festwesen, Kirche, Musik und Kleidung ein lebendiges Bild des hohen Mittelalters. Zusätzlich zu den Originalexponaten visualisieren Fotos die jeweiligen Schauplätze und Themen, ergänzt durch ausgewählte Textpassagen in Mittelhochdeutsch und zeitgemäßer Übersetzung.


Die erste von insgesamt rund 2.400 Strophen:

Uns ist in alten Mæren wunders vil geseit
von Helden lobebæren, von grôzer arebeit,
von freuden, hôchgezîten, von weinen und von klagen,
von küener recken strîten muget ír nu wunder hœren sagen.


Die Übertragung von Helmut Brackert:

In alten Geschichten wird uns vieles Wunderbare berichtet:
von ruhmreichen Helden, von hartem Streit, von glücklichen Tagen
und Festen, von Schmerz und Klage, vom Kampf tapferer Recken:
Davon könnt auch Ihr jetzt Wunderbares berichten hören.


Diesem Teil der Ausstellung geht ein Prolog voraus, der in knapper Form die Zeit der Handlung, die Welt des 5. Jahrhunderts, vorstellt. Ein abrundender Epilog erschließt dem Besucher die Zeit der Wiederentdeckung des Nibelungenliedes und seiner Erhebung zum Nationalepos im 18./19. Jahrhundert genauso wie die Bedeutung des Stoffes als Inspirationsquelle für Theater, Film und Musik bis in die heutige Zeit.


Detail eines romanischen Einbandes (BLB: Cod. Aug. perg 242)
Detail eines romanischen Einbandes (BLB: Cod. Aug. perg 242).
Die dynamische Anordnung der Blindstempel zeigt Motive, die auch in Nibelungenlied und -sage vorkommen: Krieger, Reiter, Zinnen, Kirche und Drachen (weitere Informationen).

Das Juwel der Ausstellung ist jedoch die Handschrift C. Sie gilt als die älteste der drei vollständigen, im 13. Jahrhundert entstandenen Handschriften und hat eine besonders prominente Geschichte. Im Jahre 1755 im Palast von Hohenems (Geschichte der Stadt Hohenems) aufgefunden, wurde sie schließlich 1815 durch Joseph Freiherrn von Laßberg in Wien erworben. Laßberg hatte damals Fürstin Elisabeth zu Fürstenberg zum Wiener Kongress begleitet, welcher er die finanziellen Mittel zum Kauf der Handschrift verdankte.

Führungen durch die Ausstellung

Badische Landesbibliothek: Führungen Nibelungenlied (Format:PDF - Größe:886 kbyte)
Badisches Landesmuseum: Öffentliche Führungen - Themenführungen

Literatur zur Ausstellung

Der Katalog zur Ausstellung (240 Seiten mit ca. 250 farbigen Abbildungen) mit dem Titel "Uns ist in alten Mären ... Das Nibelungenlied und seine Welt" erscheint im Primus-Verlag:
Museumsausgabe 24,90 € (broschiert) - nur an der Museumskasse erhältlich
Buchhandelsausgabe 29,90 € (gebunden) - ab 1.7.2004 34,90 €

Ein umfangreicher Aufsatzband (796 Seiten mit 155 s/w-Abbildungen, gebunden, 49 €) zur Ausstellung mit dem Titel "Die Nibelungen - Sage, Epos, Mythos" erscheint im Dr. Ludwig Reichert Verlag. Buchprospekt: "Die Nibelungen - Sage, Epos, Mythos" (2 Abbildungen - Größe:78 kbyte / 114 kbyte)

Kontakt

Dr. Peter Michael Ehrle - Erbprinzenstr. 15 - 76133 Karlsruhe
Telefon (0721) 175 - 22 01
Telefax (0721) 175 - 23 33
Nachricht ehrleSymbolblb-karlsruhe.de
Adresse
Erbprinzenstraße 15, 76133 Karlsruhe
Telefonnummern und E-Mail-Adressen


Öffnungszeiten
Mo - Fr 9.00 - 19.00 Uhr,
Sa 10.00 - 18.00 Uhr

Wissenstor:
Mo - Fr 9.00 - 22.00 Uhr,
Sa, So 10.00 - 22.00 Uhr

Lesesaal Sammlungen:
Mo - Mi, Fr 9.30 - 16.00 Uhr,
Do 9.30 - 18.00 Uhr


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