Badische Landesbibliothek
   


Kunst im Hauptlesesaal

Ian Hamilton Finlay, Steinfragmente, 1991

Der schottische Künstler Ian Hamilton Finlay weist mit seinen Kunstwerken an den Pfeilern auf die Verknüpfung des Wissens durch die Bibliotheken in aller Welt hin. "sss"

Zur Darstellung der unsichtbaren Verbindung der Schatzkammern des Geistes verbindet er Elemente, die aus früheren Zeiten stammen, mit solchen, die der heutigen Zeit angehören.
  • Steine, die wie bearbeitete archaische Fundstücke aussehen
  • Römische Zahlen, die mit der aus dem arabischen Bereich stammenden (im Römischen unbekannten) Null verbunden werden
  • Moderne Telefonnummern, genauer die Vorwahlnummern, von zwölf Städten auf allen Kontinenten. In diesen Städten gibt es bedeutende Bibliotheken oder hat es schon in der Antike berühmte Bibliotheken gegeben (wie in Alexandria, wo sich die größte Bibliothek der Antike befand)

Ian Hamilton Finlay, Steinfragmente, 1991
Ian Hamilton Finlay, Steinfragmente, 1991

Ian Hamilton Finlay wurde am 28.10.1925 in Nassau/Bahamas geboren und wuchs in Schottland auf.

Nach schriftstellerischen Versuchen in Form von Short Stories und Reimgedichten richtete sich das Interesse des Erzählers, Kurzdramatikers und Poeten in den 60er Jahren zunehmend auf die Erweiterung des Raumes um das Gedicht. Er machte sein eigenes Anwesen nahe Edinburgh zur Operationsbasis für sein um Klassizismus, Französische Revolution und die Ästhetik des Erhabenen kreisendes Denken und gestaltete u.a. einen philosophischen Park. Auf Vergangenes weisende Zitate, Namen und Aphorismen rufen in diesem Garten zur Rückbesinnung auf Traditionen auf.

Ab 1975 erfuhr diese Arbeit internationale Anerkennung. Es entstanden großräumige Außeninstallationen in Deutschland, Italien, Österreich, Frankreich den Niederlanden und den USA. Kontrovers diskutiert wurden seine Installationen, bei denen er auf Symbole des Dritten Reiches zurückgriff, um die Untrennbarkeit von Schönheit, Schrecken und Terror vorzuführen. Die Standorte seiner sprechenden Bauten besucht der Künstler allerdings nie.

Finlay lebte und arbeitete mit seiner Frau seit 1966 im schottischen Hochland. Er starb am 27.03.2006.

Biographische Quelle: Munzinger Archiv / Internationales Biographisches Archiv 45/99

"Steinfragmente" im Hauptlesesaal der Badischen Landesbibliothek


00 34 1
Madrid
00 39 6
Rom
00 20 3
Alexandria
00 30 1
Athen
00 43 222
Wien
00 55 21
Rio de
Janeiro
00 36 1
Budapest
00 81 3
Tokio
00 42 2
Prag
00 61 62
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00 7 059
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Washing-
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