Lesesaal Sammlungen (Bereich Handschriften)
- Öffnungszeiten:
Montag - Freitag 9.30 - 13.00 Uhr und 14.00 - 16.00 Uhr,
Donnerstag - 18.00 Uhr
- Lage:
Treppenhaus bei den Kopiergeräten
(an der Garderobe der Gang nach rechts),
1. OG: Lesesaal Sammlungen.
- Telefon:
(0721) 175 - 23 25
- E-Mail:
historische_bestaende
blb-karlsruhe.de
- Auftrag für Reproduktionsarbeiten:
Formular "Reproduktionsarbeiten"
Benutzung
Hinweise für die Benutzung
(Format:PDF - Größe:28 kbyte)
Der Lesesaal Sammlungen (Bereich Handschriften) dient der Benutzung von Handschriften, Nachlässen,
Autographen, alten und wertvollen Drucken sowie alten und wertvollen Karten, Plänen und Graphiken.
Da diese Bestände in einem besonders gesicherten, klimatisierten
Magazinbereich untergebracht sind, ist eine Sofortausleihe nicht
möglich.
Bestellungen werden einmal täglich bearbeitet.
- Bestellungen auf handschriftliches Material und auf Inkunabeln (Drucke bis zum Erscheinungsjahr 1500)
erfordern persönliche oder schriftliche Anmeldung
(Telefax: (0721) 175 - 23 33, E-Mail:
historische_bestaende
blb-karlsruhe.de).
Mit ihr ist die für den Umgang mit dem Material erforderliche Qualifikation nachzuweisen.
Die Genehmigung erteilt im Allgemeinen die Abteilungsleiterin Frau Dr. Obhof.
- Rara (Drucke bis zum Erscheinungsjahr 1800 und besonders wertvolle Werke
aus der Zeit danach) können über das Computersystem Suchen und Ausleihen
bestellt werden.
Nachweis der Bestände
- Handschriften und der historische Kartenbestand sind in gedruckten Katalogen verzeichnet, die im Präsenzbestand
aufgestellt sind.
-
Einen Nachweis und eine (noch nicht vollständige) Beschreibung von Inkunabeln der Badischen Landesbibliothek finden Sie
in der Datenbank
INKA - Inkunabelkatalog deutscher Bibliotheken,
einen weiteren Nachweis in der Datenbank
Gesamtkatalog der Wiegendrucke.
Inkunabeln sind außerdem in einem alphabetischen Zettelkatalog (abgebrochen im Jahr 2005) im Lesesaal
Sammlungen verzeichnet.
Über das Computersystem
Suchen und Ausleihen und in den allgemeinen
Zettelkatalogen im Erdgeschoss sind sie nicht zu finden.
Weitere Informationen:
Nachweis von Inkunabeln der Badischen Landesbibliothek
- Rara sind in der Regel in den Katalogen an den Signaturzusätzen
R, RH, RB, RE, RK erkenntlich. Hinzu kommen einige Bestände
mit Sondersignatur (Buchstabenkombination + Zahl), z. B. KK 398.
Rara sind in den allgemeinen
Zettelkatalogen im Erdgeschoss und (noch nicht vollständig) über das Computersystem
Suchen und Ausleihen nachgewiesen.
Sie können über das Computersystem bestellt werden.
- Nachlässe und Autographen sind erst zum Teil erschlossen, unter anderem im
Kalliope-Portal.
Fragen Sie bitte im Lesesaal nach.
- Die Nachlassbibliotheken der Dichter und Schriftsteller
Alexander von Bernus,
Alfred Mombert,
Edwin Carl Roedder,
Reinhold Schneider und
Leopold Ziegler
sind in den allgemeinen
Zettelkatalogen im Erdgeschoss und (noch unvollständig) über das Computersystem nachgewiesen.
Die Nachlassbibliothek
Joseph Freiherr von Laßberg
ist vollständig über das Computersystem nachgewiesen.
Werke aus den Nachlassbibliotheken können über das Computersystem bestellt werden.
Präsenzbestand im Lesesaal
Im Bereich Handschriften befindet sich neben einer Auswahl an fachwissenschaftlichen Zeitschriften
ein Präsenzbestand
von zur Zeit ca. 6.000 Bänden mit den Hauptschwerpunkten Handschriften-
und Inkunabelkunde. Es handelt sich hier in erster Linie um Hilfsmittel
bei der Benutzung der Handschriften und Inkunabeln. Man findet
hier z.B. eine große internationale Sammlung gedruckter
Handschriften- und Autographenkatalogen.
Außerdem sind zahlreiche Faksimiles mittelalterlicher Handschriften in einen Nebenraum aufgestellt.
Die im Bereich Handschriften präsent aufgestellten Bücher sind im Computersystem
Suchen und Ausleihen nachgewiesen, wo sie durch
den Signaturzusatz HS gekennzeichnet sind.
Der Zugriff ist an den
Bildschirmarbeitsplätzen in der Badischen Landesbibliothek
und über das Internet möglich.
Der Lesesaalbestand der einzelnen Fachgruppen
ist aufgeführt unter
Aufstellungssystematik Handschriften und alte Drucke,
eine Sucheinschränkung auf den Präsenzbestand wird angeboten unter
Suchen und Ausleihen - Besondere Suchanfragen -
Lesesäle und Informationszentrum.
Zur Geschichte der Bestände
Die Badische Landesbibliothek hat im 2. Weltkrieg bekanntlich
nahezu ihren gesamten Buchbestand verloren. Durch rechtzeitige
Auslagerung konnten jedoch die Hauptmenge der Handschriften und
Inkunabeln sowie ein kleinerer Teil sonstiger wertvoller Drucke
gerettet werden. Diese Bestände bilden den Kern der obengenannten
wertvollen Sondersammlungen, die seit Kriegsende teils durch Kauf,
teils durch Schenkungen erheblich vermehrt werden konnten.
Der im internationalen Vergleich bedeutende Handschriftenbestand
umfasst etwa 5.500 Bände bzw. Konvolute, darunter etwa
2.500 mittelalterliche und frühneuzeitliche Codices und etwa
75.000 neuzeitliche Autographen (meist aus neueren Nachlässen,
u. a. von Hermann von der Hardt,
Johann Peter Hebel, Friedrich
Creuzer, Hans Thoma,
Alfred Mombert,
Reinhold Schneider).
Die mittelalterlichen Handschriften stammen ganz überwiegend
aus säkularisiertem Klosterbesitz. Sie gelangten zu Beginn
des 19. Jahrhunderts nach Karlsruhe. Mit 267 Pergamenthandschriften,
162 Papierhandschriften und 212 Fragmenten ist die Handschriftenbibliothek
des berühmten Inselklosters auf der Reichenau mit ihren überwiegend
frühmittelalterlichen Beständen die bemerkenswerteste
unter den zahlreichen Klosterprovenienzen.
Kunsthistorisch hoch bedeutend ist die Sammlung aus St. Peter
im Schwarzwald (insgesamt 212 Codices) wegen des besonders hohen
Anteils qualitätvoll illuminierter Handschriften. Einen weiteren
herausragenden Schwerpunkt bildet die deutsche Literatur des Mittelalters,
die durch die erst 1994 erworbenen Handschriften aus der Fürstlich
Fürstenbergischen Hofbibliothek in Donaueschingen ganz erheblich
vermehrt werden konnte. Im Jahr 2001 kam als Leihgabe die zuvor von der
Landesbank Baden-Württemberg erworbene Nibelungen-Handschrift C dazu.
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