Badische Landesbibliothek
   


Digitalisierung in der Badischen Landesbibliothek

Sie haben Interesse an der digitalisierten Ausgabe historischer Bibliotheksbestände?
Unsere Digitalen Sammlungen wachsen ständig weiter.

Übersicht

Die Badische Landesbibliothek besitzt einen über Jahrhunderte gewachsenen reichen Bestand an Handschriften, Musikalien, Autographen, Nachlässen, Inkunabeln, alten Drucken und historischen Karten. Mit der intensiven Pflege ihrer Sammlungen leistet die Bibliothek einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der kulturellen Überlieferung unserer Region.
Um dieses Erbe für künftige Generationen zu bewahren, es aber zugleich der Wissenschaft und der interessierten Öffentlichkeit weltweit zur Verfügung zu stellen, hat die Bibliothek das Portal der "Digitalen Sammlungen" eingerichtet. Hier präsentiert sie eine kontinuierlich wachsende Zahl gescannter, für die komfortable Betrachtung am Bildschirm aufbereiteter Werke aus ihrem Bestand.
Besondere Aufmerksamkeit erfahren dabei zum einen die mittelalterlichen und neuzeitlichen Handschriften, zum anderen jene historischen Drucke, die als Quellen zur badischen Geschichte anzusehen sind. Nicht nur große Quellenwerke, sondern auch singuläre, der Forschung bisher entgangene Drucke werden in digitaler Form zur Verfügung gestellt. Auch regional bedeutsame Musikalien und Briefsammlungen werden berücksichtigt.
Das Angebot "Digitale Sammlungen" kann über die Homepage der BLB erreicht werden oder direkt unter http://digital.blb-karlsruhe.de.



Handschriften

Die seit der Zeit um 1500 von den Markgrafen von Baden zusammengetragene Büchersammlung enthielt von Beginn an lateinische, griechische und hebräische Handschriften, deren Zahl in den folgenden Jahrhunderten kontinuierlich zunahm. Einen in qualitativer und quantitativer Hinsicht außerordentlich bedeutsamen Zuwachs erfuhr die großherzogliche Hofbibliothek infolge der Säkularisierung, als zahlreiche badische Klöster aufgehoben und ihre Bibliotheken in staatliches Eigentum überführt wurden.
Heute besitzt die Badische Landesbibliothek 4.232 Handschriften. In einem 13 Bände umfassenden Katalog sind sie, nach Provenienzen geordnet, beschrieben. Dieses Werk liegt auch in elektronischer Form vor und kann über die Digitalen Sammlungen aufgerufen werden.
Auch der Internetpräsentation liegt das Provenienzprinzip zu Grunde. Zum jetzigen Zeitpunkt sind bereits über 1000 mittelalterliche Handschriften, vornehmlich der Provenienzen St. Peter im Schwarzwald, Reichenau, (Baden-Baden-)Lichtenthal und Donaueschingen digitalisiert.




Digitalisierung einer Handschrift am Grazer Buchtisch (Foto: Uli Deck)
Digitalisierung einer Handschrift am Grazer Buchtisch (Foto: Uli Deck)


Karlsruher Adressbücher 1818-1970

Die Originalbände der Karlsruher Adressbücher, die 1818 zum ersten Mal erschienen, sind durch häufige Nutzung und den fortschreitenden Papierzerfall sehr stark gefährdet. Diese für die personen- und stadtgeschichtliche Forschung einzigartige Quelle wurde 2011 in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Karlsruhe im Rahmen eines von der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg geförderten Projekts digitalisiert und kann nun orts- und zeitunabhängig genutzt werden. 2012 wurden die Jahrgänge 1951-1970 angeschlossen.



Badische Gelegenheitsschriften 1633-1870

Vollständig digitalisiert ist die Badensia-Sammlung mit über 500 Kleinschriften aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Sie bildet in ihrer Gesamtheit eine wichtige Quellenbasis für regionalhistorische Studien.




Digitalisierung eines Drucks am CopiBook-Aufsichtscanner (Foto: Uli Deck)
Digitalisierung eines Drucks am CopiBook-Aufsichtscanner (Foto: Uli Deck)


Badische Biographien 1875-1935

Von der sog. Alten Folge der Badischen Biographien erschienen sechs Bände mit 1.364 Kurzbiographien wichtiger Persönlichkeiten der badischen Geschichte, die nun digital vorliegen.



Protokolle des Badischen Landtags 1819-1933

Die Verhandlungen der Ersten und der Zweiten Kammer der Badischen Ständeversammlung bzw. des Badischen Landtags stellen eine zentrale historische Quelle für die badische Geschichte dar. Die BLB hat die Protokolle samt Beilagen und Registern ins Netz gestellt. Ein Sprecherregister erleichtert die Suche nach einzelnen Abgeordneten. Auch die Protokolle des (Süd-)Badischen Landtags der ersten Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg sind digital vorhanden.



Bibliographie der Badischen Geschichte

Als Vorläuferin der Landesbibliographie von Baden-Württemberg weist die Bibliographie der Badischen Geschichte, die von Friedrich Lautenschlager und Werner Schulz bearbeitet wurde, die vor dem Jahr 1972 über Baden, seine Orte und Landesteile sowie seine Persönlichkeiten erschienene Literatur nach.



Hof- und Staatshandbuch Baden

Das unter wechselnden Titeln erschienene Hof- und Staatshandbuch Baden informiert über die Verwaltung der Markgrafschaft bzw. des Großherzogtums Baden und führt die Namen aller daran beteiligten Personen auf. Es zählt damit zu den wichtigen Geschichtsquellen des Landes.



Badische Gesetz- und Verordnungsblätter

Im Badischen Gesetz- und Verordnungsblatt, dem Vorläufer des Gesetzblatts für Baden-Württemberg, wurden seit 1803 die von der großherzoglichen Regierung und Verwaltung erlassenen Gesetze, Verordnungen und Vorschriften amtlich bekannt gegeben.



Badische statistische Zeitschriften

Eine wichtige Quelle für die quantitative Beschreibung Badens sind drei seit etwa Mitte des 19. Jahrhunderts herausgegebene Periodika mit amtlichen Zahlenangaben: das Statistische Jahrbuch für das Großherzogtum Baden, die Beiträge zur Statistik des Großherzogtums Baden und die Statistische Mitteilungen über das Land Baden.



Musikalien

Die Badische Landesbibliothek besitzt einen bedeutenden Bestand an historischen Musikalien. Zu den herausragenden Sammlungen zählen die Karlsruher Musikhandschriften des 18. Jahrhunderts mit mehr als 1.000 Werken, die in markgräflicher Zeit am Karlsruher Hof Verwendung fanden. Sie wurden in den Jahren 2011/2012 digitalisiert.
Auch die Musikhandschriften und Musikdrucke aus der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek Donaueschingen werden digitalisiert, darunter u.a. die Dedikationswerke, die zu festlichen Anlässen des Herrscherhauses wie Geburtstagen, Ehe- oder Regierungsjubiläen entstanden sind. Die Digitalisierung der Karlsruher und Donaueschinger Musikalien läuft kontinuierlich weiter.



Autographen

Handschriftlich überlieferte Zeugnisse von Dichtern, Schriftstellern, Philosophen, Komponisten und anderen Persönlichkeiten zählen zum Sammelauftrag der Badischen Landesbibliothek. Sie besitzt rund 220 Nachlässe und weit über 75.000 neuzeitliche Autographen. Angesichts dieser Zahlen ist eine Digitalisierung nur in kleinen Schritten zu leisten. Mit den Briefen bekannter Musiker und Schriftsteller wurde ein Anfang gemacht.



Virtuelle Schatzkammer

Werfen Sie einmal einen Blick in die Virtuelle Schatzkammer! Dort sind die größten Kostbarkeiten der Bibliothek versammelt. Hier finden Sie zum Beispiel die Nibelungenlied-Handschrift C. und andere digitalisierte Kostbarkeiten. Die präsentierten Stücke werden in regelmäßigen Abständen gegen andere ausgetauscht.



Varia

  • Digitale Sammlungen: Varia
Nicht nur badische Schriften, auch andere Werke aus dem historischen Druckschriftenbestand werden im eigenen oder fremden Auftrag digitalisiert. Meist handelt es sich um einzelne Werke, manchmal auch um eine Gruppe von Titeln, die nach inhaltlichen oder anderen Gesichtspunkten ausgewählt wurden.



Digitalisierungswerkstatt

Um ihre Bestände zu digitalisieren und im Internet zu präsentieren, unterhält die Badische Landesbibliothek eine Digitalisierungswerkstatt. Diese arbeitet nicht allein für die Bibliothek; sie ist auch eine Dienstleistungseinrichtung, die im Auftrag von Benutzern digitale Reproduktionen aus Bibliotheksbeständen anfertigt, sofern dies technisch, konservatorisch und urheberrechtlich möglich ist: Reproduktionen aus Beständen der Bibliothek




Aktuelle Digitalisierungsprojekte (Auswahl)

  • Handschriften des Klosters Reichenau
  • Donaueschinger Musikhandschriften
  • Badische Zeitungen
  • Theaterzettel und Theatermaterialien



Kontakt

BLB-Digitalisierungswerkstatt
Telefon: 0721 175-2275 bzw. -2434
digitalisierungSymbolblb-karlsruhe.de
Leitung: Dr. Ludger Syré
Werkstattleitung: Annett-Kristin Oberhoff
Adresse
Erbprinzenstraße 15, 76133 Karlsruhe
Telefonnummern und E-Mail-Adressen


Öffnungszeiten
Mo - Fr 9.00 - 19.00 Uhr,
Sa 10.00 - 18.00 Uhr

Wissenstor:
Mo - Fr 9.00 - 22.00 Uhr,
Sa, So 10.00 - 22.00 Uhr

Lesesaal Sammlungen:
Mo - Mi, Fr 9.30 - 16.00 Uhr,
Do 9.30 - 18.00 Uhr


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