Badische Landesbibliothek
   


Karlsruher Tulpenbuch

Blumenzucht und Blumenmalereien am Hofe Karl Wilhelms

Blumenzucht und Blumenmalerei waren eine zeittypische Liebhaberei barocker Fürsten. Insbesondere die Tulpe, erst um die Mitte des 16. Jahrhunderts in Europa bekannt geworden, erfreute sich wegen ihrer fast unübersehbaren Sortenvielfalt größter Beliebtheit. Für ihre Zwiebeln wurden zeitweilig phantastische Preise gezahlt.

Aquarell aus dem "Karlsruher Tulpenbuch" (um 1730), Badische Landesbibliothek Karlsruhe, Signatur KS Nische C 13.
Aquarell aus dem Karlsruher Tulpenbuch

Markgraf Karl Wilhelm, selbst ein passionierter Gärtner, den man oft schon im Morgengrauen mit dem Sputen hantieren sah, konnte gegen Ende seines Lebens im Karlsruher Schlossgarten mehr als 5000 Tulpensorten bewundern, eine, gemessen an heutigen Verhältnissen, fast unglaubliche Zahl. Daneben gab es viele andere Blumen, auch zahlreiche botanische Raritäten, die in Gewächshäusern gehalten wurden. Um der rasch verwelkenden Blütenpracht Dauer zu verleihen, ließ der Markgraf seine Blumen malen.

Aquarell aus dem Karlsruher Tulpenbuch
Aquarell aus dem "Karlsruher Tulpenbuch" (um 1730), Badische Landesbibliothek Karlsruhe, Signatur KS Nische C 13.

Er hat sie, wie der Dichter Brockes es ausdrückt, "Mit klugen Farben . . . verewigt" , so dass sie "sonder welcken währen" sollten. Mit einer Sammlung von mindestens 6000 Pflanzenaquarellen - unter diesen mehr als 5000 Tulpendarstellungen - hat Karl Wilhelm sich ein Denkmal gesetzt, dem allerdings nicht die erhoffte Ewigkeitsdauer beschieden war. Die in großen Folianten aufbewahrten sogenannten "Tulpenbücher" sind im Zweiten Weltkrieg beinahe vollständig vernichtet worden.

Aquarell aus dem "Karlsruher Tulpenbuch" (um 1730), Badische Landesbibliothek Karlsruhe, Signatur KS Nische C 13.
Aquarell aus dem Karlsruher Tulpenbuch

Soviel ist freilich noch erhalten geblieben, dass wir einen Eindruck von der einstigen Blumenpracht sowie der Kunst markgräflicher Blumenmalerei bekommen. Unter der Signatur KS Nische C 13 bewahrt die Badische Landesbibliothek einen Band mit 72 Blumendarstellungen aus der Zeit Karl Wilhelms.


Erhältlich an der Garderobe der Badischen Landesbibliothek:
Aquarelle aus dem "Karlsruher Tulpenbuch", um 1730. 10 Karten + Umschläge in dekorativem Pappkarton; € 8,00; BG-Mitgl. € 6,00
(siehe auch Verkaufsprospekt: Publikationen der Badischen Bibliotheksgesellschaft und der Badischen Landesbibliothek)
Adresse
Erbprinzenstraße 15, 76133 Karlsruhe
Postfach 1429, 76003 Karlsruhe
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Öffnungszeiten
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Do 9.00 - 20.00 Uhr,
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