Vinzenz Lachner
(geboren am 19. Juli 1811 in Rain, gestorben am 22. Januar
1893 in Karlsruhe)
Lachner erhielt wie seine älteren, ebenfalls als
Komponisten bekannten Brüder Franz und Ignaz den ersten Unterricht beim Vater,
der Uhrmacher und Stadtorganist in Rain war. Ab 1822 besuchte V. Lachner dann
das Gymnasium in Augsburg und ging anschließend als Musiklehrer für
drei Jahre zum Grafen Mycielski nach Posen.
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Vinzenz Lachner (1811 - 1893) als Mannheimer Hofkapellmeister im Alter von 43 Jahren,
Reproduktion eines Stiches von C. Lang von 1854.
Leihgabe der Ignaz-Lachner-Nachkommen an das Gebrüder-Lachner-Museum Rain.
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1834 wurde Vinzenz Lachner Nachfolger
seines Bruders Franz als Kapellmeister des Kärntnertortheaters in Wien und
seit 1836 wirkte er dann als Dirigent in Mannheim, wo er bis zu seiner Versetzung
in den Ruhestand (1873) blieb.
Zweimal wurde seine Mannheimer Tätigkeit unterbrochen:
Im Jahr 1842 dirigierte Lachner eine Saison der Deutschen Operngesellschaft in
London und 1848 übernahm er das Amt eines provisorischen Musikdirektors
in Frankfurt am Main. Nach 1873 lebte Lachner in Karlsruhe, wo er seit 1884 auch
als Lehrer am Konservatorium wirkte. Lachner war vor allem als gründlicher
Orchestererzieher und vorzüglicher Dirigent geschätzt.
Die Badische Landesbibliothek verwahrt einen kleinen Teil des handschriftlichen
musikalischen Nachlasses von Vinzenz Lachner, darunter einen Liederzyklus sowie
einige Schauspielmusiken. Außerdem hat sie gedruckte Notenausgaben seiner
Werke im Bestand.
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