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Einladung zur Ausstellung
Joseph Freiherr von Laßberg (1770-1855) und seine Bibliothek
Ausstellung vom 17. Februar bis 12. April 2001
Ausstellungsraum der Badischen Landesbibliothek
Seit Oktober 1999 wurden die Druckwerke der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek in Donaueschingen
in verschiedenen Auktionshäusern versteigert oder anderweitig auf dem Antiquariatsmarkt angeboten. Die
Donaueschinger Bibliothek beherbergte seit 1855 auch die umfangreiche, ja geradezu als enzyklopädisch zu
bezeichnende Bibliothek des Gelehrten Joseph Maria Christoph Freiherrn von Laßberg.
Das Land Baden-Württemberg hat große Anstrengungen unternommen, die wichtigsten Teile dieser Bibliothek zu
erwerben und für die Öffentlichkeit zu bewahren. Obwohl der Verkauf der Donaueschinger Bibliothek noch
nicht völlig abgeschlossen ist, soll dem interessierten Bürger bereits jetzt ein Einblick in die jüngst
erworbenen und geretteten Schätze gewährt werden. Laßbergs Bücher werden in der Badischen Landesbibliothek
in Karlsruhe eine neue Heimat finden, wo sich bereits ein großer Teil seines Nachlasses, seine
mittelalterlichen deutschen Handschriften und viele seiner Inkunabeln befinden. Daher zeigt die Badische
Landesbibliothek eine Auswahl der schönsten und bedeutendsten Neuankäufe.
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Thaliens Morgenstunden
Herausgegeben von A. Bodemüller und B. Lögler, Donaueschingen 1816, Frontispiz
Foto: K. Stürmlinger und B. Ehlig, BLB Karlsruhe
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In der Ausstellung erlebt der Besucher die wechselvolle Biographie des "letzten Ritters", die
Schauplätze seines Wirkens und Schaffens als Forstmeister in Heiligenberg und Donaueschingen, seine
Wohnsitze rund um den Bodensee, auf dem Rittergut Helmsdorf bei Immenstaad, auf dem Schloss
Eppishausen im Thurgau und schließlich auf der alten Meersburg.
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Abbildung nach einer verlorenen Strassburger Handschrift von Christian Moritz Engelhardt
(1775-1858), einem Freund Laßbergs
Foto: K. Stürmlinger und B. Ehlig, BLB Karlsruhe
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In seiner gewaltigen Büchersammlung hat Laßberg persönliche Spuren hinterlassen. Sie
berichten unter anderem von seiner Beziehung zur Fürstin Elisabeth von Fürstenberg, die er 1814
auf den Wiener Kongress begleitete, und vom Kauf der Nibelungen-Handschrift, der in Wien mit der
finanziellen Unterstützung Elisabeths gelang. Seine Bücher waren Zeugen von geselligen
Zusammenkünften und gelehrten Diskussionen auf der Meersburg, wo ihn Vertreter der noch jungen
Deutschen Philologie, Freunde und Bekannte besuchten und seine Sammlungen nutzten. Nachdem er als
64jähriger noch einmal geheiratet hatte, Jenny von Droste-Hülshoff, wurde die Meersburger
Bibliothek auch Schauplatz der Gespräche seiner Schwägerin Annette von Droste-Hülshoff mit
Levin Schücking, den Laßberg für bibliothekarische Arbeiten angestellt hatte.
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Als Exlibris gemaltes Wappen Laßbergs unter Verwendung der Druckermarke
J. B. Manzini, Encomium noctis, Basileae, Typis Genathianis 1672.
Foto: K. Stürmlinger und B. Ehlig, BLB Karlsruhe
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Katalog zur Ausstellung
Ute Obhof u. a.:
Joseph Freiherr von Laßberg (1770 - 1855)
und seine Bibliothek. Neuerwerbungen des Landes Baden-Württemberg in der Badischen
Landesbibliothek, Begleitbuch zur Ausstellung vom 17. Februar bis 12. April 2001
in der Badischen Landesbibliothek, Karlsruhe 2001
Preis: € 17,50; (Mitglieder der Badischen Bibliotheksgesellschaft € 15,00)
Erhältlich an der Garderobe der Landesbibliothek oder zzgl. Porto und Verpackung zu beziehen über
das Sekretariat
( sekretariat blb-karlsruhe.de) der Badischen Landesbibliothek,
Erbprinzenstraße 15, 76133 Karlsruhe.
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Adresse
Erbprinzenstraße 15, 76133 Karlsruhe
Postfach 1429, 76003 Karlsruhe
Telefonnummern und E-Mail-Adressen
Öffnungszeiten
Mo - Fr 9.00 - 18.00 Uhr,
Do 9.00 - 20.00 Uhr,
Sa 9.30 - 12.30 Uhr
Lesesaal Sammlungen:
Mo - Fr 9.30 - 13.00 Uhr, 14.00 - 16.00 Uhr
Do 9.30 - 13.00 Uhr, 14.00 - 18.00 Uhr
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