Bestand

Die Badische Landesbibliothek besitzt Nachlässe und Autographen aus der Zeit des 16. bis 20. Jahrhunderts. Dazu gezählt werden die Kollektaneen und Manuskripte gelehrter Benediktiner vor allem aus den Klöstern Ettenheimmünster und St. Georgen, die mit dem Säkularisationsgut dieser Klöster nach Karlsruhe gelangt sind. Recht zahlreich sind die Sammlungen an Kollegschriften von Theologen, Juristen, Medizinern, Historikern und Philologen der Region, aber auch die Predigthandschriften evangelischer Pfarrer, insbesondere aus der Residenz in Karlsruhe. Zur Gruppe der Durlacher und später der Karlsruher Handschriften gehören zudem die Nachlässe zahlreicher Gelehrter aus den Bereichen der Historiographie, der Alt- und Neuphilologie, der Philosophie, aber auch der Naturwissenschaften – nicht nur von Karlsruher Persönlichkeiten, sondern auch von Professoren der badischen Hochschulen und Universitäten andernorts. Bei all diesen Materialien hat es durch Kriegseinwirkung in den Jahren 1939–1945 nur geringfügige Verluste gegeben.

In den Wiederaufbaujahren nach dem Zweiten Weltkrieg war es Franz Anselm Schmitt ein besonders Anliegen, die BLB auch als Literaturarchiv zu profilieren. Er akquirierte die Nachlässe von Alfred Mombert, Leopold Ziegler, Emil Strauß, Alexander von Bernus, Albert Haueisen und Max Laeuger, 1960 holte er den Nachlass Reinhold-Schneiders in die Badische Landesbibliothek, 1969 erwarb er auf einer Auktion einen Teilnachlass von Joseph Freiherr von Laßberg. Auch einige Stammbücher badischer Provenienz sind vorhanden.

Einige besonders interessante Bestände der Badischen Landesbibliothek stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

Weiterführende Literatur

 

 

 

 

 

Brief von Johann Heinrich Jung-Stilling (1740–1817), 1808
Badische Landesbibliothek Karlsruhe, Sign. K 3299,1