Fragmenta Augiensia - Reichenauer Handschriftenfragmente
Konservierung und Digitalisierung der Reichenauer Fragmente
Zur bedeutenden Handschriftensammlung des Klosters Reichenau gehören 215 Handschriftenfragmente, die im Zuge der Katalogisierung Anfang des 20. Jahrhunderts in säurehaltigen
Einbandmaterialien in den verschiedensten Formaten eingebunden wurden. In den Einbänden wurden die Handschriftenfragmente auf
unterschiedlichste Weise mit verschiedenen Klebebändern fixiert.
Wegen der hohen Bedeutung der Schriftstücke und der guten Erschließung im Handschriftenkatalog werden die Fragmente
relativ häufig benutzt. Dadurch traten mechanische Schäden mit Verlust der originalen Substanz auf. Außerdem erschwerten die
unterschiedlichen Einbandformate das Ausheben und Reponieren im Magazin, was die Fragmente zusätzlich gefährdete.
Dank finanzieller
Unterstützung aus dem Landesrestaurierungsprogramm Baden-Württemberg konnten die nötigen konservierenden
Maßnahmen an den Reichenauer Fragmenten durchgeführt werden. Die Fragmente wurden aus den alten Fixierungen gelöst
und trocken gereinigt. Risse und lose Teile wurden gesichert und Passepartouts für die Montierung vorbereitet. Anschließend
wurden sie digitalisiert und in Passepartouts mit Leinenfäden verklebungsfrei montiert.
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Reichenauer Fragment 200 vor der Restaurierung ...
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... und nach der Restaurierung
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Jetzt sind die Fragmente liegend in einheitlich
großen Mappen und Kästen aus alterungsbeständigen Materialien staubfrei und lichtgeschützt gelagert.
Die Konservierung wurde von Christiane Schwab durchgeführt, die Fotoarbeiten von
Beate Ehlig und den studentischen Mitarbeitern Johannes Lipsky und Daniela Nigsch.
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Reichenauer Fragmente vor der Restaurierung ...
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... und nach der Restaurierung
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