Karlsruher Tulpenbuch - Einführung Teil 1
»... in seinem Carolsruh ein Eden sich erbaut«
Diese Einführung von Dr. Gerhard Stamm wurde in der Faksimile-Ausgabe zum Karlsruher Tulpenbuch veröffentlicht:
Stamm, Gerhard:
Karlsruher Tulpenbuch :
[Auszug d. Hs. KS Nische C 13] ; eine Handschrift der Badischen Landesbibliothek /
mit einer Einf. von Gerhard Stamm. - Unveränd. Ausg.. - Karlsruhe : Bad. Bibliotheksges., 1984. - 25, 38 Bl. :
überwiegend Ill. (farb.).
ISBN 3-89065-006-6
Nach jahrzehntelangen Kriegen, unter denen die badische Markgrafschaft furchtbar gelitten hatte,
wurde im Jahre 1714 in Rastatt und Baden (Schweiz) Frieden geschlossen. Nun, da man wieder aufatmen
konnte, durfte Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach, seit 1709 Herr seines kleinen Landes, daran
denken, Neubaupläne zu verwirklichen. Die Schlösser in Durlach, Gottesaue und Mühlburg waren schon
1689 von den Franzosen in Schutt und Asche gelegt worden.
Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach (1679-1738)
Kupferstich von Andreas Reinhard, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
Zwar hatte bereits der Vater des Markgrafen, Friedrich Magnus, in Durlach ein ehrgeiziges
Wiederaufbauprojekt begonnen, doch war nur der Westflügel der von dem Architekten Rossi geplanten
großzügigen Anlage fertiggestellt. Für die Weiterführung dieses Baues fand Karl Wilhelm bei der
Durlacher Bürgerschaft keine Unterstützung. Deshalb und wohl auch, weil er einer zerrütteten Ehe
entfliehen wollte, entschloß er sich zu der ungewöhnlichen Neugründung in den Jagdrevieren des
Hardtwaldes.
Als Vorbilder mochten ihm französische Eremitagen vorschweben, vielleicht auch Favorite bei Rastatt,
das Lustschloß der Markgräfin Sibylla Augusta. Einen Hinweis darauf bietet die Inschrift, die 1728
am Eingang des Karlsruher Schlosses angebracht wurde: »Anno 1715 war ich ein Wald, der wilden Tiere
Aufenthalt. Ein Liebhaber der Natur wollte hier in der Stille die Zeit vertreiben, in Betrachtung
der Creatur, die Eitelkeit verachtend, in einem kleinen Schloß den Schöpfer recht verehren« [1].
Das »Favoriteschloß« Karl Wilhelms, dessen Bau 1715 tatkräftig begonnen wurde, orientierte sich
freilich kaum an bestimmten zeitgenössischen Mustern, sondern an den recht originellen, ja
eigenwilligen Vorstellungen des Fürsten.
Im Zentrum einer kreisförmig in den Wald geschlagenen Lichtung erstand ein freistehender hoher Turm,
von dem sich 32 Alleen in gleichem Abstand voneinander strahlenförmig weit in die Landschaft
erstreckten.
Der eigentliche Schloßbau im Süden des Turmes besaß einen Mittelteil und zwei in einem Winkel von 45
Grad abgeknickte Seitenflügel. In der Richtung der Seitenflügel, jedoch etwas zurückgesetzt,
schlossen sich im Osten Marställe, im Westen Orangeriegebäude an. Das von diesen Gebäudereihen und
im Süden von den arkadengeschmückten »Zirkelhäusern« begrenzte weiträumige Gelände wurde zu jenem in
Deutschland und darüber hinaus berühmten Lustgarten, dem die besondere Liebe und Fürsorge des
Markgrafen galt.
Genauere Kenntnis dieses Gartens sowie der gesamten, die neugegründete Stadt Karlsruhe
einbeziehenden fächerförmigen Anlage geben zwei gestochene Pläne aus dem Jahre 1739 sowie eine der
von der Hand des »Kunst- und Lustgärtners« Christian Thran gezeichneten Vorlagen für diese Stiche
(s. die Abbildung Blatt 12).
Karlsruhe mit seinen Gartenanlagen im Jahre 1739
Originalzeichnung von Christian Thran, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
Ein breites, die ganze Länge des Gartens ausfüllendes Blumenparterre vermittelt den Eindruck von
Großzügigkeit. Niedrige Hecken in spielerisch arabesker Anordnung begrenzen die Beete und Wege. In
der Mitte, an der Schnittstelle der beiden sich kreuzenden Hauptalleen, setzt ein Springbrunnen
einen Akzent. Rechts und links des Parterres, den Arkadenhäusern zugewandt, finden sich sogenannte
Bosketts, die von geometrisch angelegten Wegen durchzogen werden. Derartige Lustwäldchen mit
vielerlei spielerischen Effekten durften in keinem fürstlichen Garten fehlen.
Ein recht eigenwilliges, dem Zeitgeschmack durchaus nicht entsprechendes Gepräge erhielt der Garten
durch vier rechteckige Vertiefungen. Sie wurden ausgegraben, »um die Zwiebeln, ihrem natürlichen
Standort angemessen, dem Horizontal-Wasser näher zu bringen, worin sie ungemein schön vegetierten...
Jede umfaßte ungefähr einen Flächenraum von einem Morgen und lag 10 Fuß tief«. [2]
Die vertieften Gartenräume waren mit unterschiedlichen Gebäuden ausgestattet: Im nordwestlichen
sowie im südöstlichen gab es Glashäuser für die Orangerie und seltene exotische Gewächse. Im
nordöstlichen erstreckte sich über die ganze Länge hin eine Voliere, welche u. a. 300 Kanarienvögel
beherbergte, die frei aus- und einfliegen konnten und teilweise in den Bäumen und Hecken des Garten
nisteten. Die Vertiefung im Südwesten schließlich war ringsum von den Gebäuden der Menagerie
eingefaßt. In der Mitte befand sich ein 14eckiger Pavillon, der unten ein Vogelhaus, oben ein
hübsches Gemach mit versenkbarem Tisch enthielt.
Durch all diese in einem zierlichen Stil errichteten, bunt bemalten Bauten wurde die strenge
Symmetrie der Gartenanlage aufgelockert. Die Vertiefungen sowie die relativ kleinräumige Gliederung
im östlichen und im westlichen Teil des Lustgartens mit zahlreichen Taxus-, Buchs- und
Hainbuchenhecken gaben dem Ganzen einen Anstrich von Intimität und Verspieltheit.
Hier war nun der Ort, wo der »große Blumen-Pfleger Carl der Floren wahres Schatzhaus« errichtete,
»worin von allen Blumen-Schaaren, die Osten, West und Süden zeugt, die herrlichsten zu sehen
waren«. [3] »Karl war so sehr Liebhaber vom Blumen-Bau, daß man sagen könnte, er habe sich mehr ein
Geschäft als ein Vergnügen daraus gemacht«, - meint Julius Lampadius. [4]
Karl Wilhelm scheute weder Kosten noch Anstrengungen, die seiner Liebhaberei dienten. Aus fernen
Ländern ließ er seltene Pflanzen beschaffen. Er unternahm mehrere Reisen nach Holland, um seine
botanischen Kenntnisse zu erweitern und Geschäftsverbindungen anzuknüpfen und zu pflegen. Er war
aber auch praktischer Gärtner, der morgens in aller Frühe emsig mit dem Spaten hantierte.
Die Anekdote berichtet, wie ein Bauer eines Tages mit dem vermeintlichen Gärtner ins Gespräch kommt
und diesem sein Leid klagt, weil er von der Regierung in einer bestimmten Angelegenheit abgewiesen
worden ist. Der Markgraf hört geduldig zu, in der Hand eine teure holländische Blumenzwiebel, die er
von Zeit zu Zeit betrachtet. »Auf dieses Signal holt der Bauer ein großes Stück Brod aus der Tasche,
und bietet die Hälfte; der Gärtner ist erkenntlich und bietet auch die Hälfte, und so verzehren sie
miteinander die Zwiebel zum Brod.« [5] Selbstverständlich wurde das Anliegen des Bauern zu dessen
Zufriedenheit geregelt. Zuvor bekam er freilich noch einen großen Schrecken, als er erkannte, wer
der grüngewandete hilfreiche Gärtner in Wirklichkeit war.
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Aquarell aus dem "Karlsruher Tulpenbuch".
Papier; Karlsruhe; um 1730
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Zeugnisse für den Blumenenthusiasmus Karl Wilhelms gibt es bereits aus der Zeit vor der Gründung
Karlsruhes. Im Jahre 1713 oder 1714 wurde in Durlach das Singspiel »Celindo, Hochgepriesene
Gärtnertreue« zum ersten Mal aufgeführt. [6] Der gefeierte Celindo ist niemand anderer als der
Markgraf selbst, von dessen Blumenanlagen gesagt wird:
»Was Holl- und Engelland
Nur Wundersames hegt,
Das hat Celindens Hand
Hier angelegt«.
Daß dieses Lob seine Berechtigung hatte und dem Durlacher Schloßgarten galt, bestätigt der 1713
gedruckte »Catalogus der Blumen, welche in dem fürstl. Hoff-Garten zu Carlsburg zu sehen sind«. [7]
Der Katalog verzeichnet einschließlich der handschriftlichen Nachträge, nach Gattungen
unterschieden, 2121 Blumensorten in alphabetischer Folge.
Die Tulpen haben mit 1163 Sorten den Löwenanteil. Außerdem finden sich - die Zahl der Sorten wird im
folgenden jeweils in Klammern beigefügt - Hyazinthen (124), Iris (88), Gladiolen (4),
Türkenbundlilien (23), Narzissen (66), Schachbrettblumen (8 und eine Mischung), Crocus (20),
Herbstzeitlosen (13), Kaiserkronen (17). Ein handschriftlicher Nachtrag, wohl überwiegend von 1713,
verzeichnet weitere seinerzeit sehr beliebte sortenreiche Blumen wie Anemonen (150), Ranunkeln (66),
Nelken (182) und Aurikeln (212).
Von besonderem Interesse ist sodann ein handschriftliches Verzeichnis aus dem Jahre 1712, das
offenbar die Vorlage für den Druck bildete. [8] Es enthält die gleichen Sortenzahlen wie der Druck,
ist jedoch nach Sendungen der verschiedenen, überwiegend holländischen Lieferanten angeordnet,
jeweils mit Angabe der aufgewendeten Summen. Die gesamten Tulpen zum Beispiel kosteten 1166 Gulden.
Der größte Teil der in den Katalogen verzeichneten Pflanzen wurde offenbar 1711 gekauft. Allein die
Rechnung des Händlers Dirk Vorhelm vom 11. Juli dieses Jahres betrug 1205 Gulden, wovon 600 auf die
Tulpen entfielen. [9] Vermutlich standen diese bedeutenden Käufe im Zusammenhang mit der Reise, die
den Markgraf 1711 ähnlich wie in den Jahren 1723 und 1729 wegen seiner Blumen nach Holland führte.
[10]
Man muß sich vergegenwärtigen, wie schlecht es um die Finanzlage des Landes stand, nachdem Karl
Wilhelm am 25. Juni 1709 die Regierung und die durch die Kriege völlig erschöpfte Staatskasse
übernommen hatte. Daß der Markgraf selbst in der schwierigsten finanziellen Situation bereit war,
für seine Blumenpassion größere finanzielle Opfer zu bringen, zeigt nichts deutlicher als die
Tatsache, daß er bereits wenige Wochen nach seinem Regierungsantritt am 20. und am 26. August
größere Sendungen von Blumenzwiebeln aus Holland bekam. [11]
Die Preise für Blumenzwiebeln, insbesondere für die marktbeherrschenden Tulpen, waren sehr
unterschiedlich. 14 Zwiebeln von 14 Tulpensorten wurden bei Vorhelm 1709 mit 79 Gulden berechnet.
Stückpreise von 10 Gulden waren bei der genannten Lieferung keine Seltenheit. Der teuerste Preis,
den der Markgraf für eine Tulpe entrichtete, betrug 40 Gulden.
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Aquarell aus dem "Karlsruher Tulpenbuch".
Papier; Karlsruhe; um 1730
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Blatt 42 (Ausschnitt)
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Hier ein Vergleichsbeispiel, an dem sich ermessen läßt, was diese Summen bedeuteten: Eine
Krankenpflegerin oder eine Waschfrau erhielten in markgräflichen Diensten einen Jahreslohn von 20
Gulden. [12] Erheblich billiger als die Einzelstücke waren Sortierungen, meist in Mengen von je 100
Stück. Unter 8 oder 10 Sortierungen kostete die erste 60 oder 50 Gulden, die 8. bzw. 10. jedoch nur
noch 4 Gulden. Von diesen relativ preisgünstigen Angeboten wurde auch reichlich Gebrauch gemacht.
Während Karl Wilhelm »seine starke Neigung zu dem Gartenbau« sofort nach Übernahme der Regierung im
Durlacher Schloßgarten höchst tatkräftig zu verwirklichen suchte, [13] sah er sich beim Ausbau
seiner neuen Anlagen in Karlsruhe offenbar zu einer langsameren Gangart genötigt. Hinter den viel
Geld verschlingenden Schloß- und sonstigen Bauten mußte der Garten wohl zunächst einmal
zurückstehen, zumal die 1721 bis 1723 unternommenen intensiven Versuche, mit Hilfe der Alchemie
aller Geldsorgen ledig zu werden, fehlschlugen. [14] Schließlich konnte er ja auch weiterhin im
Durlacher Lustgarten seiner Liebhaberei nachgehen.
Der Gärtner Berceon hatte den Karlsruher Garten zwar bereits 1717 angelegt. [15] Auf die später so
berühmte Pracht des Blumenflors mußte man jedoch warten. Anhand der heute noch vorhandenen teils
handschriftlichen, teils gedruckten Blumenkataloge, in denen die Bestände des Karlsruher Lustgartens
jahrgangsweise erfaßt sind, läßt sich die Entwicklung der Blumenkultur ziemlich genau verfolgen.
Zunächst wurde - wie es scheint - der Anlage einer ansehnlichen Orangerie der Vorrang eingeräumt,
jenen auch unter der Bezeichnung Agrumen zusammengefaßten Orangen-, Zitronen-, Pampelmusen- und
verwandten Gewächsen, die während der warmen Jahreszeit die beiden sich kreuzenden Hauptalleen sowie
die Randbezirke des Karlsruher Schloßgartens schmückten, während sie im Winter in beheizten
Gewächshäusern untergebracht waren.
Die für die Jahre 1727 und 1728 verfaßten Inventarien »über sämtliche Hochfürstlichen Orangeries«
[16] verzeichnen erstaunliche Arten- und Stückzahlen, sowohl für den Karlsruher als auch für den
Durlacher Garten. Danach waren 1727 in Karlsruhe 1924, in Durlach 2667 Bäume vorhanden.
Detaillierter ist die entsprechende Zusammenstellung für 1728, die gegenüber 1727 auch einen
beträchtlichen Zuwachs erkennen läßt: [17]
In Karlsruhe gab es in diesem Jahr 2255 Orangenbäume
(1422 hochstämmige, 833 Spalier), in Durlach 434 (189 hochstämmige, 245 Spalier), dazu kamen die
»wilden Orangebäumlein«, in Karlsruhe 64, in Durlach sogar 4180 Stück. Die Gesamtzahl betrug demnach
an beiden Orten zusammen 6869 Stück. Verschiedene Arten gab es etwa 100. [18] In Rislers Hortus
Carolsruhanus von 1747 sind die Arten der Agrumen auf 154 angewachsen. Über die Stückzahl äußert
sich Risler lapidar: »ingens prostat numerus«. [19]
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Aquarell aus dem "Karlsruher Tulpenbuch".
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Mit welch wachsamer Fürsorge das Auge des Fürsten auf seinen Orangenpflanzungen ruhte, lassen die
Vorworte der Inventarien erkennen, von denen das für 1727 von Dr. Johann Andreas Eichrodt
unterzeichnet ist. Die »Lustgärtner« Joachim Sievert und Daniel Kapplier - der eine ist für den
Karlsruher, der andere für den Durlacher Garten zuständig - bekommen hier genaue Vorschriften, wie
sie die vorhandenen Bestände anhand der Inventarien zu überwachen haben. Das Wachstum jedes Baumes
muß nach Höhe und Dicke kontrolliert und verzeichnet werden. Außerdem sind alle Zu- und Abgänge
einzutragen. Diese Sorgfalt war geboten, damit der Markgraf jederzeit Einblick in die Inventarien
nehmen und sich Bericht erstatten lassen konnte.
Nun zu den Blumen. Die ersten Verzeichnisse gibt es für die Jahre 1724 bis 1727. [20] Aus dem
Katalog von 1725 ist ersichtlich, daß die darin enthaltenen Bestände überwiegend in den Jahren 1724
und 1725 gekauft wurden. [21] Dieser Katalog bildet die Grundlage für die Verzeichnisse der beiden
folgenden Jahre, in denen die Zahl der Arten, bzw. Sorten gegenüber 1725 nur mäßig vermehrt
erscheint, während sich die Stückzahlen - vermutlich überwiegend durch eigene Zucht - schon
erheblich steigern. 1727 wurden 622 Tulpensorten verzeichnet, 1725 waren es 559. Für 1728 beziffert
der Durlacher Gymnasialprofessor Joh. Caspar Malsch die Tulpensorten mit 700. [22] Malsch preist
die Pracht des Karlsruher Gartens in überschwenglichen Worten.
Die folgenden Jahre lassen jedoch noch eine außerordentliche Steigerung erkennen. Von der Tulpe, die
in der Gunst des Markgrafen zweifellos eine Sonderstellung einnahm, zählte man 1730 bereits 2329
Sorten, in den Jahren 1733, 1734 und 1736 waren es 3868 bzw. 4348 und 4769. [23] Die von Brockes
anläßlich seines Preisgedichts auf Karl Wilhelm von 1738 erwähnten 5000 Tulpensorten waren keine
phantastische Erfindung.
Wie sehr die Tulpen im Karlsruher Garten dominierten, zeigen auch die erstaunlichen Stückzahlen
einzelner Sorten, die in den dreißiger Jahren geradezu explosionsartig anwachsen. Hier einige
Beispiele:
| |
1725 |
1727 |
1731 |
1733 [24] |
 |
| Tulpanen von Paris |
1 700 |
6 050 |
9 900 |
15 200 |
| Bosuel |
|
3 400 |
22 400 |
84 665 |
| Geele Croonen |
680 |
1 310 |
5 858 |
15 600 |
| Weiße Croonen |
709 |
1 620 |
4 949 |
10 593 |
Sehr große Stückzahlen gab es auch bei Karlsruher Neuzüchtungen, z. B. im Verzeichnis von 1733, Nr.
3367: »Roth gebleicht aus Wielands garten« 6750 Stück oder Nr. 3367: »aus der gemeinen violetten
roth gebleicht von Gretzingen« 10 500 Stück. Man beachte hier auch die Hinweise auf die Herkunft
dieser Sorten. [25] Derartig hohe Stückzahlen wurden freilich nur bei relativ wenigen Sorten
erzielt. Normalerweise waren von einer Sorte meist nicht mehr als 10 Exemplare vorhanden.
Im Katalog von 1733 sind dann freilich auch Stückzahlen von 100, 200 oder 300 recht häufig. Im
Vergleich zu den Tulpen war die Steigerung der Sortenvielfalt bei anderen Blumen relativ bescheiden.
Die von Malsch mitgeteilten Zahlen erhöhten sich bis 1733 nur geringfügig, abgesehen von den
Hyazinthen, die 1733 in 750 gegenüber 200 Sorten im Jahre 1728 vertreten waren. [26] Bei den
Hyazinthen gab es auch, wie sonst nur noch bei Iris hispanica und Crocus, einige Sorten, deren
Stückzahl 1733 in die Tausende ging.
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Die schon mehrfach zitierten zahlreichen Blumenkataloge enthalten nur wenige Gattungen bzw. Arten:
außer Anemonen, Ranunkeln und Aurikeln ausschließlich Lilien-, [27] Schwertliliengewächse [28] und
Narzissen. [29] Man könnte daraus schließen, daß der Markgraf weniger die Vielfalt als die Fülle,
nicht so sehr die einzelne Pflanze, sondern eher die Farbenpracht der großen Blumenbeete geschätzt
habe. »Abundantiae amans« - so charakterisiert Schoepflin den Gründer Karlsruhes.
Doch um Mißverständnissen vorzubeugen, fährt er fort: »res has (scil. hortorum cultura) non
tumultuarie aut obiter, sed secundum rigidas botanices regulas exacte pertractans«. [30] Risler
berichtet, daß Karl Wilhelm in den gesamten Naturwissenschaften, besonders natürlich in der Botanik,
profunde Kenntnisse besessen habe. [31]
Schon 1737 hatte der berühmte Linné die Verdienste des Markgrafen für die Botanik gerühmt und in
diesem Zusammenhang einen von Eichrodt verfaßten Pflanzenkatalog erwähnt, [32] nämlich jenen Index
plantarum horti Carolsruhani tripartitus, der ohne Angabe von Verfasser, Druckort und
Erscheinungsjahr 1733 erschienen war. [33]
Der besagte Index plantarum ist ein botanisch-wissenschaftlicher Katalog, der eben nicht die
gängigen Modeblumen der Zeit mit all ihren Sorten, sondern ausländische und inländische Pflanzen -
teilweise große Raritäten - in insgesamt 1733 Nummern verzeichnet. Die auch später von Risler
beibehaltene Dreiteilung unterscheidet mit 532, 631 und 570 Nummern exotische Pflanzen, die im
Winter in Gewächshäusern untergebracht wurden, ferner ausdauernde und einjährige. [34]
Karl Wilhelm strebte in seinem Garten eine große Artenvielfalt an. Das zeigt bereits ein
handschriftlicher Katalog von 1714, in dem etwa 200 Blumenarten genannt sind, die 1713 und 1714
durch Samen im Durlacher Schloßgarten gezogen wurden. [35] Um exotische Gewächse zu bekommen,
sandte der Markgraf seinen »Kunst- und Lustgärtner« Christian Thran angeblich mehrfach auf weite
Reisen. [36]
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Aquarell aus dem "Karlsruher Tulpenbuch".
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Blatt 2 (Ausschnitt)
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Rislers Hortus Carolsruhanus von 1747, der fast 3000 Spezies erfaßt, läßt im Vergleich mit dem Index
tripartitus von 1733 erkennen, daß die »botanischen Gärten« bis zum Tode Karl Wilhelms am 12. Mai
1738 und vermutlich auch danach noch reichen Zuwachs bekamen.
ANMERKUNGEN
Vorbemerkung:
Die wichtigsten Grundlagen für die vorliegende Untersuchung sind vier großformatige
Handschriftenbände mit Pflanzenaquarellen. Zwei besitzt die Badische Landesbibliothek in Karlsruhe
(BLB), nämlich die Bände mit den Signaturen KS Nische C 12 und KS Nische C 13, wovon der letztere
das »Tulpenbuch« ist. Im Badischen Generallandesarchiv (GLA) befinden sich die beiden anderen Bände,
nämlich Hfk, Hs. 263 und Hfk, Hs. 269. Das Badische Generallandesarchiv besitzt außerdem weiteres
umfangreiches Quellenmaterial an einschlägigen Handschriften und Akten, vor allem innerhalb der
Abteilung des großherzogl. Hausfideikommiss' (Hfk). All dies wurde mir freundlichst zur Verfügung
gestellt, wofür ich sehr zu danken habe.
[1]
Lampadius, S.119.
[2]
Hartweg, S. XXI. In den Jahren 1811 und 1812, zur Zeit des Garteninspektors Hartweg, wurden die
Vertiefungen wieder aufgefüllt.
[3]
Brockes, Ehrenmal. In der weniger poetischen Sprache des Historikers Schoepflin (Bd. 4, S. 385)
heißt es entsprechend: »Hortorum culturae prae omnibus deditus fuit. Frutices, plantas et flores a
remotissimis terris, abundantiae amans, magnis impensis comparavit«.
[4]
Lampadius, s.141; vgl. auch Sachs, Bd. 5, S.150.
[5]
Lampadius, S.142. Das Verspeisen von Blumenzwiebeln war seinerzeit durchaus nichts Ungewöhnliches.
[6]
Vgl. Oeftering. S. 86-89 und Schiedermair, S. 387 f. und 394. Das mir vorliegende Textbuch (die
erste Ausgabe?) hat den Titel: Celindo Hoch gepriesene Gärtner-Treu In einem Singe-Spiel. In dem
Carolinischen Lustgarten zu Durlach Anno 1714 den ... Maji Abends fürgestellt. Gegenüber dieser
Fassung ist diejenige von 1719 stark erweitert. 1714 fehlen z. B. noch die derben Interludien und
die Szenen, in denen Mercurius sowie Mars und Venus auftreten.
[7]
Hfk, Hs. 107.
[8]
Hfk, Hs. 106.
[9]
Hfk, Hs. 106, B1.133 f.
[10]
Sachs, Bd. 5, S. 150 f. Wegen seiner Blumen kaufte Karl Wilhelm in Haarlem sogar ein Haus.
[11]
Hfk, Hs. 106, B.135-137. Die Rechnung von Vorhelm belief sich auf 231, die von Nikolaus Huin auf 223
Gulden. Im gleichen Jahr stellte der Markgraf Joachim Sievert als »Hofgärtner« und ein Jahr später
Zacharias Gottschalck als »Blumengärtner« ein. Jeder bekam pro Jahr etwa 200 Gulden, einschließlich
der Naturalien. (GLA 56/454.)
[12]
GLA 47/789.
[13]
Sachs, Bd. 5, S. 150. Diese Neigung bestand »von Jugend auf«, wie Sachs versichert. Die von dem
berühmten Botaniker Caspar Bauhin mehrfach gerühmten »botanischen- und Lustgärten zu Durlach«
(vgl. Hartweg, S. VIII f.) werden das Interesse an schönen und seltenen Pflanzen schon frühzeitig
geweckt haben. Während seiner Aufenthalte in Holland (1692 -1694) haben die dortigen Tulpenfelder
sicherlich einen nachhaltigen Eindruck bei dem jungen Prinzen hinterlassen (vgl. Schoepflin, Bd. 4,
S. 355-357; Sachs, Bd. 5, S. 69 f.).
[14]
Umfangreiches Material dazu in: Hfk, Hs. 249 und 250.
[15]
Hartweg, S. XII. Berceon erhielt für die Anlage des Gartens 1059 Gulden (GLA 56/454).
[16]
Hfk, Hs. 222 und 223.
[17]
Ein großer Teil des Zuwachses kam offenbar aus eigener Aufzucht. In Hfk, Hs. 222, Bl.128, ist von
den »jungen Stämmlein« die Rede, die im Glashaus und in dem 1726 erworbenen Schloß Bauschlott
gezogen wurden.
[18]
Hfk, Hs. 223. Außer den »Orangeries« sind u. a. 205 Lorbeer-, 282 Granatapfelbäume verzeichnet,
ferner 139 Myrten, 27 Oleander und 150 »wilde Jasmin«.
[19]
Brockes erwähnt 1738 »gantze Wälder von Orangen, von mehr noch als sechstausend Stämmen«, wobei die
Durlacher Bestände nicht berücksichtigt sind.
[20]
Hfk, Hss. 218-221. Für 1727 ist nebst einem handschriftlichen auch ein gedruckter Katalog vorhanden.
[21]
Lediglich Aurikeln, Kaiserkronen, Narzissen und Schachbrettblumen sowie ein Teil der späten Tulpen
waren offenbar bereits vorhanden.
[22]
Noctium vacivarum lucema prima, S. 24. Die besagte Zahl scheint ebenso verläßlich wie die
entsprechenden Angaben über sonstige Blumen: Nelken 300, Aurikeln 250, Hyazinthen 200, Kaiserkronen
14, Narzissen 90, Lilien und Türkenbund 17, Schachbrettblumen 54, Iris 100, Krokus 30, Anemonen und
Ranunkeln 200 Arten bzw. Sorten.
[23]
Hfk, Hss. 224, 233, 235-237. Der Katalog von 1736 - der letzte der erhaltenen - erfaßt auch die in
den markgräflichen Gärten zu Basel »florirenden Tulpanen«. Karl Wilhelm war 1733 bis 1736 wegen des
polnischen Erbfolgekrieges nach Basel ausgewichen.
[24]
Hfk, Hss. 218, 220, 227, 233. Kataloge, die Stückzahlen verzeichnen, gibt es nur bis 1733.
[25]
Nicht alle Tulpen kamen aus Holland oder anderen weit entfernten Orten wie Brüssel, Lille, Hamburg,
Ulm. Die Tulpenleidenschaft des Markgrafen mochte manchen in der Nähe der Residenz ansässigen
Blumenfreund zur eigenen Tulpenzucht angeregt haben, deren schönste Produkte auf einen Platz im
Schloßgarten hoffen durften.
[26]
Auch die Hyazinthen gehörten offenbar zu den Lieblingsblumen des Markgrafen. Die Preise für diese
lagen durchschnittlich etwas höher als bei den Tulpen. Der Katalog von 1733 (Hfk, H. 234)
verzeichnet einmal den sehr hohen Stückpreis von 100 Gulden (Nr. 54) und für eine Neuzüchtung
»Marggraf van Baden-Durlach« (Nr. 151) des Händlers Nicolaus Huin waren sogar 300 Gulden zu zahlen -
vermutlich der höchste Betrag, den Karl Wilhelm jemals für eine Blumenzwiebel ausgegeben hat. Als
höchsten Preis für eine Tulpe konnten im Vergleichszeitraum (1731) 12 Gulden ermittelt werden, und
zwar für die Sorte Lutherus (Hfk, Hs. 226).
[27]
Tulpe, Lilie, Türkenbund, Hyazinthe, Schachbrettblume, Kaiserkrone, Milchstern (Ornithogalum),
Herbstzeitlose, Moly (Allium moly).
[28]
Iris, Krokus, Gladiole.
[29]
Die Kataloge enthalten teilweise den Gesamtbestand, teilweise gibt es für die Tulpen eigene
Verzeichnisse.
[30]
Schoepflin, Bd. 4, S. 385.
[31]
Risler, Vorwort.
[32]
C. Linné, Hortus Cliffortianus, Amsterdam 1737, S. 3 der Dedicatio
Der unmittelbar bei Haarlem gelegene Garten Cliffords war Karl Wilhelm sicherlich aus eigener
Anschauung bekannt. Linnés Hortus Cliffortianus, an dem übrigens auch Ehret als Illustrator
mitgearbeitet hat (vgl. Calmann, S. 45-51), könnte den badischen Markgrafen dazu angeregt haben,
selbst auch ein botanisches Kupferstichwerk zu schaffen, in dem die Pflanzen seines Gartens
abgebildet waren (vgl. Anm. 58). Es gab freilich auch genügend sonstige Vorbilder für derartige
Unternehmungen, durch die die Entwicklung der botanischen Wissenschaft stark gefördert wurde. Ein
frühes berühmtes Beispiel ist der 1613 erschienene »Hortus Eystettensis«, in dem der Bischof von
Eichstätt die Pflanzen seines berühmten botanischen Gartens portraitieren ließ.
[33]
Über diesen außerordentlich seltenen Katalog - ein Exemplar besitzt die Senckenbergische Bibliothek
in Frankfurt - existieren sehr widersprüchliche Ansichten. Oeftering (S.83) glaubte unter Berufung
auf Malsch, das Entstehungsjahr des Katalogs nicht nach 1728 ansetzen zu dürfen. Als Verfasser nennt
er wie bereits Gmelin (Über den Einfluß der Naturwissenschaft..., S. 368) und Hartweg (S. XIII)
einen Arzt Johann Friedrich Eichrodt.
Daß der Index plantarum 1733 erschienen sein muß, geht aus den bei einigen Pflanzen angegebenen
Sortenzahlen hervor, bei den Tulpen z. B. waren es 3250, bei den Hyazinthen 700 Sorten. Diese Zahlen
übertreffen bereits deutlich die Bestände des Jahres 1732, erreichen aber noch nicht die Zahlen von
1733 (vgl. Hfk, Hss. 228, 230, 231, 233 und 235). Einen Arzt Johann Friedrich Eichrodt hat es
offenbar in Karlsruhe zur Zeit Karl Wilhelms nicht gegeben, wohl aber den Hofrat und Leibmedicus des
Markgrafen Dr. Johann Andreas Eichrodt, der im Jahre 1737 starb (vgl. GLA 76/1907. Hier weiteres
Material über Eichrodt). Dieser hatte die Oberaufsicht über die markgräflichen Gärten. Das oben
erwähnte Vorwort zum Bestandsverzeichnis der Orangerie aus de Jahre 1727 (Hfk, Hs. 222), das von Dr.
J. A. Eichrodt unterzeichnet ist, weist darauf hin.
Der Dichter und Archivar Drollinger hat in
seinem Gedicht »Auf eine Hyacinte« (S. 68) eine Charakterisierung Eichrodts gegeben: »Mein Eichrodt,
dessen Witz den Ursprung selbst ergründet, Und einer Gottheit Spur in jedem Kräutgen findet; Der
nebst des Fürsten Heil auch seiner Gärten Pracht Mit nimmer-müdem Fleiß besorget und bewacht«.
Aufgrund der besagten Funktion mochte Eichrodt in den Augen Linnés als Verfasser des Karlsruher
Index plantarum erscheinen. Ob Eichrodt jedoch die für einen derartigen Katalog erforderlichen
botanischen Kenntnisse besaß, wird man bezweifeln dürfen. Eher dürften Thran und August Wilhelm
Sievert als Verfasser in Betracht kommen.
[34]
Malsch (S. 25) bezifferte die betreffenden Bestände wie folgt: »Plantarum exoticarum audio species
esse sescentas, aliorum tum ex seminio suo, tum ex bulbis, folliculis etc. nascentium plus mille«.
[35]
Dieses Verzeichnis befindet sich als Anhang zu dem 1713 gedruckten »Catalogus der Blumen ... « (Hfk,
Hs. 107).
[36]
Vgl. Oeftering, S. 82, Hartweg, S. XIIf. Es existiert ein Tagebuch Thrans (Hfk, Hs. 474), in dem er
eine Reise zusammen mit dem Leipziger Professor Hebenstreit nach Nordafrika beschreibt. Diese Reise
begann am 14.11.1731 und führte über Lyon und Marseille, wo man am 24. Januar 1732 abfuhr und im Mai
1733 wieder landete. Die Botanik spielt in diesem Tagebuch nur eine sehr geringfügige Rolle.
Ausführlich wird hingegen über Geschichte und Landeskunde referiert. Häufig werden antike
Inschriften abgeschrieben. Es hat nicht den Anschein, daß Thran von dieser Reise, die übrigens nur
Küstengebiete zwischen Algier und Tripolis berührte, lebende Pflanzen nach Karlsruhe geschickt oder
selbst mitgebracht hat.
Nach seiner Landung in Marseille reiste er übrigens noch mehrere Monate
durch Frankreich, Holland und Deutschland, bevor er am 26. September wieder in Karlsruhe eintraf.
(Über Thrans Tagebuch s. a. E. Lacroix in: Pyramide, 21. Jg., Nr. 29 u. 30, vom 17. u. 24.7.1932.)
Dem Tagebuch Thrans entsprechend kann es eine Reise nach Kapland im Jahre 1732 - vgl. Fecht, S. 19 -
nicht gegeben haben. Fand diese zu einem anderen Zeitpunkt statt? Das Durlacher Kirchenbuch
(Evangelisches Kirchenbuchamt in Karlsruhe) spricht 1734 anläßlich der Eheschließung Thrans nur von
einer Reise. Diesen Hinweis und die im folgenden genannten Angaben, die sich auf Durlacher
Kirchenbücher stützen, verdanke ich Herrn Dr. Otto Mittelstraß, Karlsruhe.
Thran wurde 1695 in Sonderburg auf der Insel Alsen in Schleswig geboren und starb 1778 in Durlach
(vgl. Deutsches Familienarchiv Bd. 36 [1968], S.11). Nach Calmann (S.15) kam Thran ca. 1727 nach
Karlsruhe. Zuvor war er bereits im Durlacher Schloßgarten tätig (vgl. E. Lacroix, in: Die Heimat 50
[1940] 51).
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