Badische Landesbibliothek
   


Handschriften, Drucke und Musikalien der Badischen Landesbibliothek auf Reisen

Übersicht


Auswärtige Veranstaltungen 2008

Orte der Sehnsucht. Mit Künstlern auf Reisen

  • Ausstellung im LWL-Landesmuseum (Landschaftsverband Westfalen-Lippe) für Kunst und Kulturgeschichte in Münster vom 28. September 2008 - 11. Januar 2009
  • Informationen im Internet: Orte der Sehnsucht. Mit Künstlern auf Reisen
  • Ausstellungskatalog: Orte der Sehnsucht : mit Künstlern auf Reisen ; anlässlich der Ausstellung im LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Münster, vom 28. September 2008 bis zum 11. Januar 2009 / hrsg. von Hermann Arnhold. Mit Beitr. von Andreas Beyer .... - Regensburg : Schnell & Steiner, 2008. ISBN 978-3-7954-2088-8 und 978-3-7954-2089-5
Das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte feiert in diesem Jahr sein 100jähriges Bestehen. Höhepunkt des Jubiläumsjahres 2008 ist die große Ausstellung "Orte der Sehnsucht. Mit Künstlern auf Reisen". Was veranlasste Künstler in der Vergangenheit auf Reisen zu gehen? Welche Beweggründe gibt es heute? Und welche Auswirkungen hatten diese Reisen auf ihr künstlerisches Schaffen? Auf der Suche nach den Antworten führt das Landesmuseum seine Besucher auf eine Weltreise zu den großen Sehnsuchtsorten der europäischen Künstler.

Die Ausstellung wird zum Ausgangspunkt einer imaginären Weltreise quer durch die Epochen vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Die Spuren der Künstler führen von Paris und Skandinavien, Italien und Griechenland über die Alpen, den Orient bis nach Amerika, Asien und in die Südsee.

  • Leihgabe aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    • Konrad von Grünenberg, Reise von Konstanz nach Jerusalem
Konrad von Grünenberg, Reise von Konstanz nach Jerusalem. Cod. St. Peter pap. 32
Konrad von Grünenberg, Reise von Konstanz nach Jerusalem
Papier; Bodenseegebiet (Konstanz?); um 1487
Badische Landesbibliothek, Cod. St. Peter pap. 32, Blatt 50r
weitere Informationen




675 Jahre Stiftskirche

Mit einem abwechslungsreichen Programm wird im September das 675-jährige Bestehen der Landauer Stiftskirche gefeiert. Die Ausstellung "675 Jahre Stiftskirche" zeigt unter anderem die älteste noch erhaltene Handschrift des Stiftskapitels.
  • Leihgabe aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    • Handschrift Karlsruhe 663.
      • S. 4-11: Bulle von Papst Sixtus IV., 17.6.1482 (Umwandlung des Klosters der Augustiner-Chorherren in Landau in ein weltliches Kollegiatstift)
      • S. 12-60: Statuta Ecclesiae Collegiatae et Saecularis Beatae Mariae Virginis, 6.11.1483
      • S. 63-69: Regulae Chori Ecclesiae Collegiatae Beatae Mariae Virginis, 24.11.1483

Handschrift Karlsruhe 663 Handschrift Karlsruhe 663
Handschrift Karlsruhe 663. Links: Blatt 1r. Rechts: Blatt 63r.




Der Brief - Ereignis und Objekt / Streifzug durch 250 Jahre Briefgeschichte

  • Ausstellung im Freien Deutschen Hochstift / Frankfurter Goethemuseum in Frankfurt vom 11. September - 16. November 2008
  • Informationen im Internet: Der Brief - Ereignis und Objekt
  • Ausstellungskatalog: Der Brief - Ereignis und Objekt / hrsg. von Anne Bohnenkamp .... - Basel ; Frankfurt am Main : Stroemfeld, 2008. - 384 S. : Ill.; ISBN 978-3-86600-031-5
Gehört die Kunst des Briefeschreibens im Zeitalter elektronischer Post heute zu den aussterbenden Kulturtechniken? Zwar sind Briefe sowohl zentrales Sammlungsgut in Archiven und Literaturmuseen als auch prominenter Gegenstand literatur- und medienwissenschaftlichen Interesses. Als sinnlich-ästhetische Gegenstände sind sie bislang kaum gewürdigt worden.

Die Ausstellung rückt die Materialität des Briefs: Umschlag und Papier, Feder und Tinte, Schriftzüge. Zeichnungen usw. in den Mittelpunkt und lenkt den Blick auf den Wandel seiner konkreten Eigenschaften.

  • Leihgabe aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    • «Copir-Buch» von Max Laeuger. Signatur: K 2945
      Das «Copir-Buch» von Max Laeuger gehört zur umfangreichen Korrespondenz seines künstlerischen Nachlasses, der um 1970 von der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe erworben wurde. Laeuger (1864-1952) war bildender Künstler und u.a. Professor an der Technischen Hochschule in Karlsruhe. Sein Œuvre reicht von Städte- und Landschaftsplanung bis hin zu Innenarchitektur und Kunsthandwerk.

Max Laeuger: «Copir-Buch» (Rücken und Einband vorne)
Laeugers «Copir-Buch» überliefert die Kopien von 278 handschriftlichen Briefen, die er an Korrespondenzpartner vom 7. Dezember 1900 bis 25. Februar 1906 richtete. Sie wurden in einem Tintenumdruckverfahren hergestellt.

Durchgängig unterschreibt er mit "Läuger". Die Datumsangaben der Briefe sind chronologisch fortlaufend, nur bei wenigen Schreiben fehlen sie.

Badische Landesbibliothek, K 2945
Max Laeuger: Copir-Buch

Max Laeuger: Copir-Buch
Max Laeuger: «Copir-Buch» (Bl. 455 recto)
Das «Copir-Buch» enthält Geschäftskorrespondenz, Rechnungen für Ausstellungsarbeiten oder Verkäufe, Aufträge für Handwerker und Industrieunternehmen usw.

Aber auch Privatbriefe sind vermerkt, wie beispielsweise die Bestellung von Datteln bei der Maison Veuve Lassolte in Algier am 2.12.1905:
»Ich ersuche Sie mir 5 Colis Dattes muscades de Biskra à 3 Kilo zu 5 Frs. zu senden. Ich habe im April dieses Jahres persönlich bei Ihnen eingekauft und war mit den Früchten sehr zufrieden. Hochachtungsvoll M. Läuger Prof.«

Brief im PDF-Format - 233 kByte



Reger - Schubert - Wanderer (Max-Reger-Biennale Giengen)

Die Max-Reger-Biennale 2008 steht unter dem Motto "Reger - Schubert - Wanderer". Wandern wird dabei musikalisch, biographisch, aber auch transzendent verstanden: Beide Komponisten waren Wegsucher, die im Dienst des Ausdrucks vor allem mit ihrer kühnen Harmonik ihre Zeitgenossen erschreckten.

Beide waren heimatlos - Schubert lebte in Wohnungen seiner Freunde, Reger führte unter der Obsession, für seine Werke eine Aufführungstradition zu schaffen, ein rastloses Leben "in der Eisenbahn" und in Hotels. Beide konzentrierten sich in ihrem kurzen Leben ausschließlich auf die Musik und fanden in diesem Medium letztgültige Aussagen: Dem Thema Tod als Ziel der Wanderschaft räumten sie eine zentrale Rolle in ihrem Schaffen ein.

Franz Schubert: Streich-Quartette.
Badische Landesbibliothek, Mus.R. 21,1293

(enthält Streichquartett ["Nr. 14"] d-Moll D 810 "Der Tod und das Mädchen")
Franz Schubert: Streich-Quartette

Das Max-Reger-Institut Karlsruhe begleitet die Veranstaltungen mit Vorträgen und Konzerteinführungen. In einer Ausstellung im Obergeschoss des Kulturzentrums Schranne wird es das Biennale-Thema auch visuell darstellen

  • Leihgaben aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    • Franz Schubert: Streich-Quartette. Leipzig : Breitkopf &Härtel [um 1900]. - in: Breitkopf & Härtels Partitur-Bibliothek. Signatur: Mus.R. 21,1293 (enthält Streichquartett ["Nr. 14"] d-Moll D 810 "Der Tod und das Mädchen")
    • Franz Schubert: Berühmte Klavier-Kompositionen. Herausgegeben von Louis Koehler und Richard Schmidt. Leipzig: C.F.Peters [um 1905]. Signatur: LZ 1391. (enthält Fantasie C-Dur D 760 (op. 15) "Wanderer-Fantasie")
Franz Schubert: Berühmte Klavier-Kompositionen
Franz Schubert: Berühmte Klavier-Kompositionen.
Badische Landesbibliothek, LZ 1391

(enthält Fantasie C-Dur D 760 (op. 15) "Wanderer-Fantasie")



Wer ist der Gral? : Geschichte und Wirkung eines Mythos

  • Ausstellung im Markgräflichen Opernhaus in Bayreuth vom 20. Juli - 31. August 2008
  • Informationen im Internet: Wer ist der Gral? : Geschichte und Wirkung eines Mythos
  • Presseinformation der Stadt Bayreuth zur Ausstellung (PDF)
  • Ausstellungskatalog: Wer ist der Gral? : Geschichte und Wirkung eines Mythos. Katalog zur Ausstellung des Richard-Wagner-Museums und der Bayreuther Festspiele im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth, 20. Juli bis 31. August 2008 / Hrsg. Sven Friedrich. München : Deutscher Kunstverlag, 2008. ISBN 978-3-422-06838-4
In Bayreuth wird während der Festspielzeit 2008 die Ausstellung "Wer ist der Gral? : Geschichte und Wirkung eines Mythos" im Markgräflichen Opernhaus gezeigt. Anlass ist die Neuinszenierung des Bühnenweihfestspiels "Parsifal" bei den diesjährigen Bayreuther Festspielen.
"Wer ist der Gral?" : Geschichte und Wirkung eines Mythos.
Katalog zur Ausstellung des Richard-Wagner-Museums und der Bayreuther Festspiele im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth, 20. Juli bis 31. August 2008 / Hrsg. Sven Friedrich. München : Deutscher Kunstverlag, 2008.
ISBN 978-3-422-06838-4
Wer ist der Gral? : Geschichte und Wirkung eines Mythos

Der Gral ist nicht nur zentrales Symbol im Œuvre Richard Wagners, sondern generell der europäischen und außereuropäischen Kulturgeschichte. Der erstmals im Umkreis der Artussage auftauchende Topos versinnbildlicht die immerwährende Suche nach der Identität des Ich und der Erlösung im Einswerden mit sich selbst und der Welt. Der Gral erscheint zugleich als Attribut des Guten wie auch des Dämonischen und repräsentiert damit die ganze Bandbreite menschlicher Identität.

Badische Landesbibliothek, Cod. Bruchsal 1, Blatt 31r   Badische Landesbibliothek, Cod. Bruchsal 1, Blatt 31r

Im Gegensatz zu früheren Ausstellungsprojekten steht nicht primär die Entstehungs- oder Rezeptionsgeschichte eines Werkes Richard Wagners im Mittelpunkt, sondern die Stoff- und Motivgeschichte des Grals. Im christlichen Zweig der Motivgeschichte wird der Gral verstanden als der Kelch des letzten Abendmahls, in welchem Joseph von Arimatheia das Blut aus der Seitenwunde des gekreuzigten Heilands auffing.

Passend dazu wird eine Reproduktion der Handschrift Bruchsal 1 der Badischen Landesbibliothek gezeigt (Eintrag im Ausstellungskatalog, PDF).

Badische Landesbibliothek, Cod. Bruchsal 1, Blatt 31r
Speyerer Evangelistar. Pergament; Speyer?, Trier?; um 1220
Badische Landesbibliothek, Cod. Bruchsal 1, Blatt 31r
Entstehungszeit und -ort des Evangelistars sind umstritten. Die Handschrift gehörte ursprünglich zum Speyerer Domschatz. Sie wurde 1792 vor den französischen Revolutionstruppen in Sicherheit gebracht und gelangte in die Bruchsaler Residenz der Speyerer Bischöfe.



Hans Meid (1883-1957) | Welt und Gegenwelt

  • Ausstellung im Museum Giersch (Frankfurt am Main - Schaumainkai) vom 13. Juli bis 12. Oktober 2008
  • Informationen im Internet: Hans Meid (1883-1957) | Welt und Gegenwelt
  • Ausstellungskatalog: Hans Meid : 1883 - 1957 ; Welt und Gegenwelt ; [Ausstellung 20. März - 15. Juni 2008, Stadtmuseum Berlin ; 13. Juli - 12. Oktober 2008, Museum Giersch, Frankfurt a.Main] / hrsg. von Dominik Bartmann. Mit Beitr. von Dominik Bartmann, Alexander Bastek .... - Berlin : Stiftung Stadtmuseum Berlin [u.a.], 2008. - 262 S. ISBN 978-3-940939-00-5, 978-3-940939-01-2, 3-935283-17-2
Das Ausstellungsprojekt "Hans Meid" des Museums Giersch in Frankfurt ist eine Kooperation mit dem Stadtmuseum Berlin, das eine Ausstellung mit anderen Exponaten vom 20.3. - 15.6.2008 im Ephraim-Palais zeigte.

In Frankfurt am Main stiftete Hans Meids Sohn Max 1993 den Hans-Meid-Preis für besondere Leistungen der Buchkunst und der Illustration von Literatur, der Kunst also, für die Hans Meid in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Maßstäbe setzte.

  • Leihgaben aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    Werke aus dem Nachlass Hans Meids, der in der Badischen Landesbibliothek aufbewahrt wird (Signaturen K 2972, ...)
Hans Meid:
Mit M signierte Illustration zu Grimms Märchen: "Die vier kunstreichen Brüder"
- Die Königstochter in der Gewalt des Drachens.
Aquarellierte Federzeichnung, 23,9 x 16,9 cm.
Hans Meid: 
Mit M signierte Illustration zu Grimms Märchen: 'Die vier kunstreichen Brüder'

Hans Meid:
Mit M signierte Illustration zu Grimms Märchen: 'Das tapfere Schneiderlein I'
Hans Meid:
Mit M signierte Illustration zu Grimms Märchen: "Das tapfere Schneiderlein I"
: Das Einhorn wird vom tapferen Scheiderlein überlistet, gefangen und zum König gebracht.
Aquarellierte Federzeichnung, 23,9 x 16,9 cm.



Hans Meid (1883-1957) | Welt und Gegenwelt

  • Ausstellung im Ephraim-Palais (Stiftung Stadtmuseum Berlin) vom 20. März - 15. Juni 2008
  • Informationen im Internet: Stadtmuseum Berlin
  • Ausstellungskatalog: Hans Meid : 1883 - 1957 ; Welt und Gegenwelt ; [Ausstellung 20. März - 15. Juni 2008, Stadtmuseum Berlin ; 13. Juli - 12. Oktober 2008, Museum Giersch, Frankfurt a.Main] / hrsg. von Dominik Bartmann. Mit Beitr. von Dominik Bartmann, Alexander Bastek .... - Berlin : Stiftung Stadtmuseum Berlin [u.a.], 2008. - 262 S. ISBN 978-3-940939-00-5, 978-3-940939-01-2, 3-935283-17-2
  • Ausstellungsflyer (PDF)
  • Hans Meid - Leben und Werk (PDF)
Hans Meid (Pforzheim 3. Juni 1883 - Ludwigsburg 6. Januar 1957) gehört zu den bedeutendsten deutschen Künstlern der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nach Ausbildung an der Karlsruher Akademie und einem Intermezzo als Porzellanmaler an der Meißner Manufaktur als Leiter der Porzellanmalerei ließ er sich 1908 in Berlin nieder. Hier pflegte er enge Freundschaft mit Max Beckmann. Bereits 1910 erregte Meid im Rahmen der Berliner Secession Aufmerksamkeit und erhielt den Villa-Romana-Preis des Deutschen Künstlerbundes zugesprochen.


Illustration von Hans Meid zu Heinrich Heine: Buch der Lieder Illustration von Hans Meid zu Heinrich Heine: Buch der Lieder
Illustrationen von Hans Meid zu Heinrich Heine: Buch der Lieder
Links: Titelblatt - Feder über Graphit, 17,3 x 12,6 cm, signiert "M"
Rechts: "Dort vor dem Thor lag eine Sphinx" - Feder, 17,8 x 12,6 cm, nicht signiert
Eine Publikation der Illustrationen Hans Meids (53 Zeichnungen) zu Heinrich Heines "Buch der Lieder" bringt der Faber & Faber Verlag GmbH in Leipzig 2008 heraus (weitere Informationen im PDF-Format).


Die Ausstellung des Stadtmuseums Berlin stellt die erste umfassende Meid-Retrospektive in Berlin dar. Ein repräsentativer Teil seines Gesamtschaffens, ergänzt durch Rauminszenierungen in Anspielung auf Theater und Bibliothek, Klangcollagen und Filmdokumente, gibt Einblicke in Hans Meids "Gegenwelt" und seinen Bezug zur "Welt".

  • Leihgaben aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    Werke aus dem Nachlass Hans Meids, der in der Badischen Landesbibliothek aufbewahrt wird (Signaturen K 2972, ...)
Illustration von Hans Meid zu Voltaire: Candide
Zwei Dienerinnen der Tochter Urbans X. bewundern die Schönheit ihrer Herrin. Aquarellierte Federzeichnung über Graphit, 33 x 24 cm, nicht signiert
Illustration von Hans Meid zu Voltaire: Candide


Anlass der Ausstellung ist der 50. Todestag von Hans Meid im Jahr 2007. Eine weitere Ausstellung über Hans Meid mit dem gleichen Titel findet in Frankfurt a.M. im Museum Giersch der Stiftung Giersch vom 13. Juli - 12. Oktober 2008 statt.



Max Laeugers Arkadien: Keramik - Garten - Bau - Kunst

Die Ausstellung wurde ursprünglich vom Museum Langmatt in Baden/Schweiz konzipiert und dort vom 22. April bis zum 15. Juli 2007 gezeigt (siehe Max Laeugers Arkadien / Museum Langmatt).

Aus dem direkten Nachlass von Max Laeuger werden in der Düsseldorfer Ausstellung erstmals Arbeiten gezeigt, die im Zusammenhang mit den Kanderner Keramikarbeiten stehen, der Mannheimer Gartenbau-Ausstellung und dem Landhaus 'Kareol' im niederländischen Aerdenhout.

  • Leihgaben aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    • Musterkarten der Kanderner Keramik
    • Architektur- und Gartenentwürfe zur Mannheimer Gartenbau-Ausstellung 1907 (Pavillon, Palmenhalle, ...)
    • Architekturentwürfe für das Landhaus 'Kareol' im niederländischen Aerdenhout (Planzeichnungen, Grundrisse, Fassaden-, Innenraumgestaltungen, ...)
Max Laeuger: Kanderner Keramikarbeiten. Badische Landesbibliothek, K 2942 Max Laeuger: Kanderner Keramikarbeiten. Badische Landesbibliothek, K 2942

oben:
Musterkarten von Laeugerwaren
Tonwerke Kandern, um 1909.
Badische Landesbibliothek, K 2942, B 3.
Maße: ca. 31,3 x 24,1 cm

links: Ausschnitt aus einer Musterkarte
Max Laeuger: Kanderner Keramikarbeiten. Badische Landesbibliothek, K 2942

1907 besuchte Julius Carl Bunge, Amsterdamer Kaufmann besonders in Sachen Kaffee, die Mannheimer Gartenbauausstellung. Er beauftragte Laeuger sofort sein Haus Kareol in Aerdenhout bei Harlem zu bauen, und Park und Garten anzulegen. Die Arbeiten beginnen noch im gleichen Jahr wie die Korrespondenz zwischen Bunge, Laeuger und Anders Lundberg, dem schwedischen Architekten, beredt vermittelt.

Max Laeuger: Landhaus Kareol, Eingang. Badische Landesbibliothek, K 2943
Landhaus Kareol, Eingang.
Aquarell.
Badische Landesbibliothek, K 2943, C 4 (3).
Maße: 26,5 x 18,4 cm



Grünewald und seine Zeit

  • Ausstellung vom 8. Dezember 2007 bis 2. März 2008 in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe
  • Informationen im Internet: Grünewald und seine Zeit
  • Ausstellungskatalog: Grünewald und seine Zeit : Große Landesausstellung Baden-Württemberg ; Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, 8. Dezember 2007 - 2. März 2008 ; [... anlässlich der Großen Landesausstellung Baden-Württemberg "Grünewald und Seine Zeit" ...] / [Hrsg. Staatliche Kunsthalle Karlsruhe. Ausstellung: Dietmar Lüdke... Katalogred.: Jessica Mack-Andrick ...]. - Karlsruhe : Staatliche Kunsthalle; München ; Berlin : Dt. Kunstverl., 2007. ISBN 978-3-422-06762-2, 3-422-06762-0 und 978-3-925212-71-0
Matthias Grünewald (1475/80-1528), einem der großartigsten, geheimnisvollsten und wirkmächtigsten Künstler der europäischen Kunstgeschichte um 1500, widmet die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe eine Große Landesausstellung unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler. Mit rund 160 Werken ermöglicht die Ausstellung "Grünewald und seine Zeit" eine Zusammenschau seines singulären Schaffens mit Arbeiten anderer hochrangiger Künstler jener Epoche.

  • Leihgaben aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    • Donaueschinger Passionsspiel, Villingen (?), Anfang 16. Jhd.
    • Schatzbehalter, Nürnberg: Anton Koberger, 1491.
Donaueschinger Passionsspiel
Villingen(?), Anfang 16. Jhd., 31,5 x 11 cm

Karlsruhe, Badische Landesbibliothek,
Codex Donaueschingen 137, Blatt 77v-78r

Wiederholt wurde in der Forschung darauf hingewiesen, dass Grünewalds drastische Schilderungen der Passion Christi möglicherweise von den zeitgenössischen Passionsspielen beeinflusst worden sein könnten. In der Ausstellung weist die Handschrift Cod. Don. 137 des bedeutenden Donaueschinger Passionsspiels auf diese spezielle Form der spätmittelalterlicher Volksfrömmigkeit hin.
Donaueschinger Passionsspiel. Badische Landesbibliothek, Cod. Donaueschingen 137

Fridolin, Stephan: Schatzbehalter der wahren Reichtümer des Heils. Badische Landesbibliothek, Signatur Dp 3
Fridolin, Stephan: Schatzbehalter der wahren Reichtümer des Heils.
Nürnberg: Anton Koberger, 8. Nov. 1491.
GW 10329. HC 14507* = H 6236.

Karlsruhe, Badische Landesbibliothek,
Signatur Dp 3, Blatt qeIIII verso
Holzschnitte von Michael Wolgemut und Wilhelm Pleydenwurff

Der Schatzbehalter zählt zu den bedeutendsten mittelalterlichen Andachts- und Erbauungsbüchern, in denen Leben und Leiden Christi mit vielfältigen Betrachtungen zur Unterstützung und Anregung der Andacht geschildert werden. Das schön kolorierte Exemplar der Badischen Landesbibliothek bringt die kunsthistorisch bedeutenden, in ihrer Zeit überaus einflussreichen Holzschnitte der Wolgemut-Werkstatt gut zur Geltung.



Biedermeiers Glück - Rastatts Bürger in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Biedermeiers Glück - Rastatts Bürger in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
Die Ausstellung widmet sich einem sehr bewegten Kapitel der Rastatter Stadtgeschichte. Zeitlich gesehen umfasst sie die von gewaltigen Umbrüchen gekennzeichnete erste Hälfte des 19. Jahrhunderts, die Zeit zwischen Wiener Kongress und der Revolution von 1848/49. Mit dem Epochenbegriff "Biedermeier", der häufig nur mit dem häuslich-privaten bis hin zum spießbürgerlichen Idyll assoziiert wird, ist hier der Vormärz gemeint, mit dem sich Fortschritt, Liberalismus und Vernunft verbindet.

Die Politik und die Kriege Napoleons hatten zuvor ganz Europa beeinflusst und verändert, Baden schließlich zu seiner Größe verholfen und die Markgrafschaft zum Großherzogtum erhoben. Für Rastatt spielen diese enormen Veränderungen im Zuge der Entstehung des Großherzogtums eine wichtige Rolle. Entsprechende Themenschwerpunkte (Bildung, Städtebau, Militär, ...) greifen in der Ausstellung diesen Wandlungsprozess auf.
  • Leihgaben aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    • Statuten der Museums-Gesellschaft zu Rastatt : 1840 / Museums-Gesellschaft. - Rastatt : Birks, 1840. Standortnummer: O52 A 984
    • Bücher-Verzeichniß der Museums-Bibliothek zu Rastatt / Museums-Bibliothek. - Rastatt : Mayer, 1846. Standortnummer: O52 A 452



Novos Mundos - Neue Welten. Portugal und das Zeitalter der Entdeckungen

  • Ausstellung vom 25. Oktober 2007 - 10. Februar 2008 im Deutschen Historischen Museum, Berlin
  • Informationen im Internet: Novos Mundos - Neue Welten. Portugal und das Zeitalter der Entdeckungen
  • Ausstellungskatalog: Novos mundos : Portugal und das Zeitalter der Entdeckungen ; [eine Ausstellung des Deutschen Historischen Museums in Zusammenarbeit mit dem Instituto Camões, Lissabon, und der Botschaft von Portugal in Berlin, 24. Oktober 2007 bis 10. Februar 2008] = Neue Welten / hrsg. von Michael Kraus und Hans Ottomeyer. - Dresden : Sandstein, 2007. - 640 S. ISBN 978-3-940319-11-1, 3-940319-11-2, 978-3-86102-146-9
Das Deutsche Historische Museum in Berlin nimmt den Wechsel der EU-Ratspräsidentschaft, die in der zweiten Jahreshälfte 2007 von Deutschland an Portugal übergeht, zum Anlass, um in enger Zusammenarbeit mit portugiesischen Einrichtungen ab dem 25. Oktober 2007 die Ausstellung "Novos Mundos - Neue Welten. Portugal und das Zeitalter der Entdeckungen" zu zeigen. Die Ausstellung thematisiert die weltumspannende Rolle Portugals zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert und beleuchtet internationale Vernetzungen und Konflikte, die sich als Folge der "Entdeckungsfahrten" ergaben. Neben politischen und wirtschaftlichen Aspekten dieses Prozesses werden auch wissenschafts- bzw. technikgeschichtliche sowie kunsthistorische und religiöse Entwicklungen exemplarisch dargestellt.

  • Leihgabe aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    • Mallorquinische Portulan-Karte mit einer Darstellung des Mittelmeeres und des Schwarzen Meeres, Signatur S6
      Datierung: 1449, Künstler: Petro Roselli
Badische Landesbibliothek, Mallorquinische Portulan-Karte mit einer Darstellung des Mittelmeeres und des Schwarzen Meeres
Portulan-Karte, Badische Landesbibliothek, Signatur S6
59,5 x 102,5 cm. Entstanden 1449. Eintrag im Ausstellungskatalog (PDF)
Darstellung des Mittelmeeres und des Schwarzen Meeres mit geographisch erstaunlich gut wiedergegebener Küstenlinie und Inseln. Maßstab ca. 1:5 Mill. Charakteristisch für die Portulankarte das Netz von Linien, die von mehreren Kompassrosen ausgehen und die ganze Karte überziehen. Dies sollte dem Seemann, der sich eines Kompasses bediente, die Festlegung der Route erleichtern. Die Portulankarte ist auf Pergament koloriert gezeichnet, die Konturen des Tierfelles wurden beibehalten.
Weitere Informationen: Alte und moderne Landkarten in der Badischen Landesbibliothek


Literatur:
Michael Kraus: Novos Mundos - Neue Welten. Portugal und das Zeitalter der Entdeckungen.
In: Museumsjounal, 4/2007, S. 78 - 80, Seite 78



Vorträge, Lesungen, Konzerte

  • Joseph von Laßberg - Sammler und Gelehrter
    Vortrag von Dr. Ute Obhof, Badische Landesbibliothek, in Karlsruhe am 25. April 2008 um 17.30 Uhr
    Im Rahmen der Veranstaltung "Von der Spätaufklärung bis zur badischen Revolution. Literarisches Leben in Baden 1800-1850"
    Tagung der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe in Zusammenarbeit mit den Germanistischen Seminaren der Universitäten Heidelberg und Freiburg (Flyer zur Veranstaltung)
    Pressebericht:
    Universität Freiburg: Tagungsankündigung

  • Codex Bruchsal 1 - Einblick in berühmte Handschriftensammlung
    Vortrag von Dr. Ute Obhof, Badische Landesbibliothek, in Bruchsal am 15. April 2008 um 19.30 Uhr
    Pressebericht:
    ka-news, 05.04.2008: Codex Bruchsal 1 - Einblick in berühmte Handschriftensammlung



Adresse
Erbprinzenstraße 15, 76133 Karlsruhe
Telefonnummern und E-Mail-Adressen


Öffnungszeiten
Mo - Fr 9.00 - 19.00 Uhr,
Sa 10.00 - 18.00 Uhr

Wissenstor:
Mo - Fr 9.00 - 22.00 Uhr,
Sa, So 10.00 - 22.00 Uhr

Lesesaal Sammlungen:
Mo - Mi, Fr 9.30 - 16.00 Uhr,
Do 9.30 - 18.00 Uhr


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