Badische Landesbibliothek
   


Handschriften, Drucke und Musikalien der Badischen Landesbibliothek auf Reisen

Übersicht


Auswärtige Veranstaltungen 2011

Franziskus - Licht aus Assisi

  • Ausstellung im Erzbischöflichen Diözesanmuseum in Paderborn vom 9. Dezember 2011 bis 6. Mai 2012
  • Informationen im Internet: Franziskus-Ausstellung
  • Flyer zur Ausstellung (PDF)
  • Katalog zur Ausstellung:
    Franziskus - Licht aus Assisi : Katalog zur Ausstellung im Erzbischöflichen Diözesanmuseum und im Franziskanerkloster Paderborn ; [9. Dezember 2011 bis 6. Mai 2012] / hrsg. von Christoph Stiegemann ... München: Hirmer, 2011. ISBN 978-3-7774-4081-1

In der Reihe seiner bekannten Mittelalter-Ausstellungen widmet sich das Erzbischöfliche Diözesanmuseum auf Initiative der deutschsprachigen franziskanischen Gemeinschaften einer der wirkmächtigsten und bis heute populärsten Heiligengestalten des Mittelalters: Franziskus von Assisi (1181/82-1226).

Das kunst- und kulturhistorisch angelegte Ausstellungsprojekt führt erstmals eine Vielzahl qualitätvoller, hochkarätiger Exponate aus dem Sacro Convento zu Assisi sowie aus zahlreichen internationalen Museen und Bibliotheken, darunter die Vatikanische Pinakothek und die Biblioteca Apostolica Vaticana, auf Zeit in Paderborn zusammen.

Klarenbuch. Straßburg, um 1490-1492. Badische Landesbibliothek, Cod. Thennenbach 4
Klarenbuch. Straßburg, um 1490-1492. Badische Landesbibliothek, Cod. Thennenbach 4

Die Handschrift enthält qualitätvolle Initialen vor allem zum Leben der heiligen Klara, das in alemannischer Übersetzung niedergeschrieben wurde.
Nach der Auflösung des Straßburger Klosters im Jahre 1524 gelangte die Handschrift in den Freiburger Klarissenkonvent.
Die Handschrift wird auch in den Digitalen Sammlungen der Badischen Landesbibliothek präsentiert.


Neben Werken der frühen italienischen Tafelmalerei und spätmittelalterlicher Freskenfolgen sind Glanzleistungen der Buchkunst ebenso zu sehen wie barockzeitliche Meisterwerke, welche die neuen franziskanischen Bildthemen aus der Zeit der Gegenreformation vergegenwärtigen.

  • Leihgaben aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    • Cod. Karlsruhe 357
    • Cod. St. Peter perg. 57
    • Cod. Thennenbach 4



Friedrich Hecker. Leben und Mythos eines Revolutionärs 1811 - 1881


Mit einer kleinen Ausstellung im Foyer des Karlsruher Schlosses erinnert das Badische Landesmuseum im Herbst dieses Jahres an den 200. Geburtstag von Friedrich Hecker, der am 28. September 1811 in Eichtersheim (heute Gemeinde Angelbachtal) geboren wurde. Die Ausstellung ist vom 28. September 2011 bis zum 8. Januar 2012 zu sehen.

Wie kein zweiter steht Friedrich Hecker für die revolutionären Ereignisse in Baden im Jahr 1848. Durch seinen Aufruf zum bewaffneten Aufstand im April 1848 erwarb er sich den Ruf eines "Manns der Tat". Zwar scheiterte dieser Aufstand schon nach wenigen Tagen, und Hecker floh ins Exil in die Schweiz und später in die USA. Doch das Bild des Revolutionärs mit dem typischen "Heckerhut" blieb bestehen und wurde zum Sinnbild für die gesamte Erhebung der Jahre 1848/49.

Flyer zur Ausstellung "Friedrich Hecker"
Friedrich Hecker. Leben und Mythos eines Revolutionärs 1811 - 1881


Die Ausstellung zeichnet den Lebensweg Heckers nach: Abgeordneter der badischen Ständeversammlung in den 1840er Jahren, Heckerzug und Emigration 1848, Teilnahme am amerikanischen Bürgerkrieg 1861-1864, Besuch in Deutschland 1873. Bis zu seinem Tod 1881 blieb Hecker ein engagierter Republikaner, der sich am politischen Leben in den USA beteiligte und zu den Verhältnissen in Deutschland kritisch Stellung nahm. Populär war er deshalb auf beiden Seiten des Atlantiks.

In welcher Form sich diese Popularität äußerte, wo überall Hecker-Darstellungen zu finden sind, wird die Ausstellung ebenfalls anhand überraschender Exponate aufzeigen. Eine bisweilen religiöse Züge annehmende Verehrung für den "Held der Revolution" steht dabei neben Belegen für die scharfe Kritik am unüberlegt scheinenden Handeln des "Räuberhauptmanns" Hecker.

  • Leihgaben aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    • Hecker, Friedrich: Die staatsrechtlichen Verhältnisse ..., 1845. - Signatur O 43 A 790
    • Hecker, Friedrich: Die Erhebung des Volkes ..., 1848. - Signatur O 42 B 62, 27,3 RH
    • Hecker, Friedrich: Gepfefferte Briefe, 1868. - Signatur 48 A 1274
    • Hecker, Friedrich: Reden und Vorlesungen, 1872. - Signatur 48 A 1276
    • Blankenhorn, Adolph, und Friedrich Hecker: Über den Weinbau der Vereinigten Staaten ..., 1883. - Signatur 98 B 77036 RH



Klassische Rebsorten in alten und neuen Bildern

  • Eine gemeinsame Ausstellung der Universität Hohenheim und der Universität für Bodenkultur Wien im Museum zur Geschichte Hohenheims (Spielhaus Hohenheim) vom 25. September bis 11. Dezember 2011
  • Informationen im Internet: Klassische Rebsorten in alten und neuen Bildern (UB Hohenheim) und Der Atlas (PDF, Universität für Bodenkultur Wien)

  • Leihgabe aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    • Atlas der für den Weinbau Deutschlands und Oesterreichs werthvollsten Traubensorten, hrsg. von Hermann Goethe, Wien 1876. - Signatur 98 C 76076 RH

Atlas der für den Weinbau Deutschlands und Oesterreichs werthvollsten Traubensorten
Hermann Goethes Trauben-Atlas entstand aus dem Wunsch, eine einheitliche Benennung und eine genaue Beschreibung verschiedener Rebsorten einzuführen. Die einzelnen Rebsorten sollten in natürlicher Größe und Farbe dargestellt werden, und zwar in einer bis dahin noch nicht dagewesenen Qualität.

Der Atlas enthält großformatige Abbildungen von 27 Rebsorten, die jeweils von einer Beschreibung und Literaturangaben ergänzt werden. Zusätzlich sind 19 Triebspitzen von ausgewählten Reben abgebildet und mit einer Beschreibung versehen.

Die Auslieferung erfolgte in einem Abstand von 2 bis 3 Jahren mit jeweils 2 Tafeln. Das große Interesse an diesem Werk zeigt das angeführte Abonnenten-Verzeichnis.



Mystik - Sehnsucht nach dem Absoluten

  • Ausstellung im Museum Rietberg in Zürich vom 23. September 2011 - 15. Januar 2012
  • Informationen im Internet: Mystik - Sehnsucht nach dem Absoluten
  • Katalog zur Ausstellung:
    Mystik : die Sehnsucht nach dem Absoluten ; [Ausstellung Museum Rietberg Zürich, 23. September 2011 bis 15. Januar 2012] / hrsg. von Albert Lutz. Mit Beiträgen von Urs App .... - 1. Aufl.. - Zürich : Scheidegger & Spiess, 2011. ISBN 978-3-85881-335-0, ISBN 3-85881-335-4.

Das Museum Rietberg präsentiert die weltweit erste kulturvergleichende Ausstellung zum Thema Mystik. Das schwer fassbare religiöse Phänomen wird anhand von vierzig Mystikerinnen und Mystikern veranschaulicht: Ihr Leben und ihre Schriften zeigen beispielhaft, wie reich und vielfältig ihre spirituellen Erfahrungen waren. Die ausgewählten Mystiker stammen aus den grossen Weltreligionen - Christentum, Hinduismus, Buddhismus, Daoismus, Islam und Judentum - und decken einen Zeitraum von über 2000 Jahren ab.

150 Kunstwerke und Originaldokumente sowie über 30 multimediale Installationen und Visualisierungen erläutern die Welt der Mystik: eine Welt spiritueller Erfahrungen und Geheimnisse.

  • Leihgaben aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    • Wonnentaler Graduale - Codex U.H. 1
    • Codex Lichtenthal 20

Wonnentaler Graduale - Codex U.H. 1
Die Handschrift wurde wohl im Kloster Wonnental bei Kenzingen im Breisgau geschrieben und später in einem weltlichen Breisgauer Skriptorium illuminiert. Sie stellt eine der am reichsten künstlerisch ausgestatteten liturgischen Handschriften des 14. Jahrhunderts dar. Als Graduale enthält sie Gesänge der Messe, die Noten sind in einer Quadratnotation wiedergegeben.

Ein Digitalisat der Handschrift ist in den Digitalen Sammlungen der Badischen Landesbibliothek enthalten.
Graduale cisterciense (Wonnentaler Graduale) - U. H. 1



Franz Liszt (1811 - 1886), ein Europäer aus Ungarn im deutschen Südwesten
Herr Liszt ist nicht blos Virtuos, sondern der Genius der Musik lebt in ihm


Im Fokus stehen die Aufenthalte von Franz Liszt in Stuttgart: 1823 - 1843 - 1845 - 1856 - 1863 - 1867. Anhand von Noten-, Gedicht- und Brief-Autographen, Portraits, Erst- und Frühdrucken von Kompositionen, Programmzetteln und Zeitungsartikeln entsteht das Bild eines der vielseitigsten Musiker des 19. Jahrhunderts: Franz Liszt als Klavier-Virtuose, als Dirigent, als Komponist und als Pädagoge.

Zu sehen sind eigenhändige Schriften, die z. T. erstmals in einer Ausstellung gezeigt werden: Liszt-Noten aus dem Stammbuch der Caroline Molique, die Stichvorlage zur Spohr-Transkription "Die Rose", eine Seite aus der "Kronika der Glocke", der legendären Künstlergesellschaft in Stuttgart, sowie meist unveröffentlichte Original-Briefe.

Franz Liszt, Autograph des 'Ländlers' für Klavier in As-Dur, komponiert im
November 1843 in Donaueschingen
Franz Liszt (1811-1886): Ländler für Klavier, Autograph, gewidmet der Fürstin Amalie zu Fürstenberg, geb. Prinzessin von Baden, datiert auf den 25.11.1843
Karlsruhe, Badische Landesbibliothek, Musiksammlung, Don Mus. Autogr. 39


  • Leihgaben aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    • Franz Liszt: Ländler, As-Dur, Don Mus. Autogr. 39
    • Franz Liszt: Brief an Herrn Gross, Horpács, 7.11.1872, Autograph, K 3074
    • Sammelband "Erinnerungen aus meiner Jugend", Don Mus. Ms. 2773



Die Salier - Macht im Wandel

  • Austellung im Historischen Museum der Pfalz in Speyer vom 10. April bis 30. Oktober 2011
  • Informationen im Internet: Die Salier - Macht im Wandel

Im Rahmen des Salierjahres 2011 präsentiert das Historische Museum der Pfalz vom 10. April bis 30. Oktober 2011 die große Ausstellung "Die Salier - Macht im Wandel". Die Ausstellung wird die Welt der späten Salier, den Dombau, die Auseinandersetzung mit dem Papsttum sowie den sozialen Wandel am Wendepunkt des Mittelalters ins Zentrum des Interesses stellen.

Über ein Jahrhundert hinweg prägten die Salier die Geschicke des Reiches und veränderten das damalige Weltbild. Kaum ein anderes Herrschergeschlecht des europäischen Mittelalters ist derart eng mit Speyer und dem südwestdeutschen Raum verbunden wie die Dynastie der vier salischen Kaiser - von Konrad II., dem mächtigen Gründer der Kaiserdynastie, über Heinrich III. und Heinrich IV. bis zu Heinrich V.

  • Leihgaben aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    • Cod. Bruchsal 1, Speyerer Evangelistar, um 1220
    • Cod. Bruchsal 2, Evangelistar, 11. Jahrhundert

Badische Landesbibliothek, Cod. Bruchsal 1, Speyerer Evangelistar, Blatt 6r (Ausschnitt)
Badische Landesbibliothek, Cod. Bruchsal 1, Speyerer Evangelistar, um 1220. Blatt 6r (Ausschnitt)
Entstehungszeit und -ort des Evangelistars sind umstritten. Die Handschrift gehörte ursprünglich zum Speyerer Domschatz. Sie wurde 1792 vor den französischen Revolutionstruppen in Sicherheit gebracht und gelangte in die Bruchsaler Residenz der Speyerer Bischöfe.
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Badische Landesbibliothek, Cod. Bruchsal 2, Evangelistar, 11. Jahrhundert

Das zentrale Dekor des Einbandes bildet eine Relieftafel aus Elfenbein. Sie stammt wohl aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts (Vollständiges Digitalisat der Handschrift).
Badische Landesbibliothek, Cod. Bruchsal 2, Evangelistar, Einband



„... die Mutter aller andern Schlesischen Land=Charten”

  • Sonderausstellung zum 450. Jubiläum der Schlesienkarte von Martin Helwig (1516-1574) vom 15. Mai bis zum 18. September 2011 im Haus Schlesien in Königswinter-Heisterbacherrott
  • Informationen im Internet: „... die Mutter aller andern Schlesischen Land=Charten”
  • Ausstellungskatalog: Manfred Spata: "... die Mutter aller andern Schlesischen Land-Charten". Martin Helwigs Schlesienkarte 1561; Königswinter-Heisterbacherrott: Haus Schlesien, 2011
  • Literaturhinweis: Martin Helwigs Karte von Schlesien aus dem Jahre 1561 / hrsg. von Kurt Brunner und Heinz Musall. - Karlsruhe : Fachhochschule Karlsruhe, Fachbereich Geoinformationswesen, 1996. (Karlsruher geowissenschaftliche Schriften / C ; 9). ISBN 3-89063-608-X

Am 14. September 2011 jährt sich zum vierhundertfünfzigsten Mal die Erstausgabe der Schlesienkarte des aus Neisse stammenden Martin Helwig. Über ein Jahrhundert war dieses handwerklich und ästhetisch herausragende Kartenwerk die Vorlage für alle nachfolgenden schlesischen Landkarten, so dass sie zu Recht als „die Mutter aller andern Schlesischen Land=Charten” (Christian Runge, 1738) bezeichnet wird. Aus diesem Anlass widmet HAUS SCHLESIEN dieser für die schlesische Kartographiegeschichte bedeutenden Karte und ihrem Schöpfer eine große Sonderausstellung.

Neben verschiedenen Ausgaben der Schlesienkarte Helwigs selbst werden in der Ausstellung auch einige der später entstandenen schlesischen Landkarten gezeigt, denen sie als Vorbild diente. Um den Besuchern die Bedeutung der Helwig-Karte für die schlesische Geschichte und Kultur zu vermitteln und die damals herrschenden technischen Möglichkeiten und Kenntnisse deutlich zu machen, wird auch das Umfeld Martin Helwigs dargestellt.

Als Höhepunkt der Ausstellung kann die Erstausgabe von 1561 angesehen werden, deren einziges erhaltenes Exemplar sich in der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe befindet und für die Ausstellung zur Verfügung gestellt wird. Im Anschluss soll die Ausstellung, zu der ein zweisprachiger Katalog erscheinen wird, an weiteren Orten im In- und Ausland gezeigt werden.

  • Leihgabe aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    Schlesienkarte von Martin Helwig 1561.
    Badische Landesbibliothek, Signatur Gg 1

Schlesienkarte von Martin Helwig 1561. Badische Landesbibliothek, Signatur Gg 1
Schlesienkarte von Martin Helwig 1561. Badische Landesbibliothek, Signatur Gg 1




Robert Curjel & Karl Moser. Ein Karlsruher Architekturbüro auf dem Weg in die Moderne


Zur "Kunstblüte" Karlsruhes in der Zeit um 1900 trug ein Architekturbüro in besonderer Weise bei: Die gebürtigen Schweizer Robert Curjel und Karl Moser realisierten Gebäude, die auf kreative Weise das Lebensgefühl einer Epoche zwischen Gründerzeit, Lebensreform und einer neuen Sachlichkeit ausdrückten. Mit öffentlichen Monumentalbauten, Geschäfts- und Wohnhäusern prägten sie von Karlsruhe aus Stadtbilder zwischen Zürich und Kiel.

Im Fokus ihrer Tätigkeit stand jedoch die badische Hauptstadt, wo sie mit Christus- und Lutherkirche, zahlreichen weiteren Großbauten und Villen bis heute qualitätvolle Dokumente für die Bedeutung des damaligen Kulturzentrums Karlsruhes hinterließen. In der Ausstellung, die gemeinsam mit der ETH Zürich und dem saai Karlsruhe erarbeitet wurde, sind mehr als 300 originale Exponate zu sehen, darunter zahlreiche Werke aus der Zusammenarbeit mit bekannten Künstlern ihrer Zeit.

  • Leihgabe aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    Max Laeuger: Karikatur der Antoniuskirche in Basel. «Ulmer Münster» - «Basler Seelen Silo / es lebe die Baukunst!», um 1927. Bleistift / Papier, aufgeklebt auf braunes Papier, Album aufgeklappt: 13 x 35 x 58 cm. Badische Landesbibliothek, Nachlass Laeuger, Konvolut A20, S. 15 (Abbildung: siehe unten)



Karl Moser. Architektur und Kunst


Zum Abschluss seines 100jährigen Jubiläums und anlässlich des 150jährigen Geburtstags seines renommierten Architekten zeigt das Kunsthaus Zürich ab 17. Dezember 2010 eine umfassende Ausstellung unter dem Titel »Karl Moser. Architektur und Kunst«. Mit Bauten für die Universität Zürich, mit der St. Antoniuskirche und dem Badischen Bahnhof in Basel oder der Lutherkirche in Karlsruhe hat der in der Schweiz als Vater der Moderne verehrte Karl Moser (1860-1936) Architekturgeschichte geschrieben.

Max Laeuger: Karikatur der Antoniuskirche in Basel
Max Laeuger: Karikatur der Antoniuskirche in Basel. «Ulmer Münster» - «Basler Seelen Silo / es lebe die Baukunst!», um 1927.
Badische Landesbibliothek, Nachlass Laeuger, Konvolut A20, S. 15.

Die St. Antoniuskirche in Basel wurde vom Architekten Karl Moser entworfen.


Übergeordnetes Thema der Ausstellung, das anhand von Zeichnungen, Skizzen, Fotografien, Modellen, kunstgewerblichen Objekten und Möbeln veranschaulicht wird, sind die vielschichtigen Beziehungen zwischen Architektur und Kunst, die sich mit Mosers Werk verbinden: seine lebenslange enge Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern wie Carl Burckhardt, Oskar Kiefer oder Max Laeuger, die künstlerische Ausstattung seiner Bauten, der eigene Kunstanspruch, die künstlerische Visualisierung von architektonischen Ideen und schliesslich auch das Bauen für die Kunst.

  • Leihgabe aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    Max Laeuger: Karikatur der Antoniuskirche in Basel. «Ulmer Münster» - «Basler Seelen Silo / es lebe die Baukunst!», um 1927. Bleistift / Papier, aufgeklebt auf braunes Papier, Album aufgeklappt: 13 x 35 x 58 cm. Badische Landesbibliothek, Nachlass Laeuger, Konvolut A20, S. 15



Freiburg baroque. Johann Christian Wentzinger und seine Zeit

  • Ausstellung im Augustinermuseum und im Museum für Stadtgeschichte in Freiburg vom 27. November 2010 bis 6. März 2011
  • Informationen im Internet: Freiburg baroque. Johann Christian Wentzinger und seine Zeit
  • Katalog zur Ausstellung:
    Freiburg baroque : Johann Christian Wentzinger und seine Zeit (1710 - 1797) ; eine Ausstellung der Städtischen Museen Freiburg - Augustinermuseum, Museum für Stadtgeschichte / [Gesamtleitung: Tilmann von Stockhausen. Konzeption des Katalogs: Peter Kalchthaler ... Katalogred.: Birgit Laschke-Hubert]. - Berlin ; München : Dt. Kunstverl.; [Freiburg] : Augustinermuseum, Städtische Museen Freiburg im Breisgau, 2010. - 288 S. : zahlr. Ill. ; ISBN 978-3-422-07039-4

Der dreihundertste Geburtstag von Johann Christian Wentzinger (1710 - 1797) ist Anlass für eine große Retrospektive im Augustinermuseum und im Museum für Stadtgeschichte. Unter dem Titel "Freiburg baroque. Johann Christian Wentzinger und seine Zeit" ist sie vom 27. November 2010 bis zum 6. März 2011 zu sehen.

Der vielseitig begabte Freiburger Barockkünstler war als Bildhauer, Maler und Architekt tätig und gehört zu den bedeutenden deutschen Künstlern des 18. Jahrhunderts. In einer modernen, stimmungsvollen Inszenierung repräsentieren Objekte der Sammlung und zahlreiche prominente Leihgaben aus Deutschland, der Schweiz und Österreich Wentzingers Œuvre.

Auf besondere Weise ist Johann Christian Wentzinger mit dem Freiburger Münster verbunden. Als großherziger Stifter schon zu Lebzeiten geehrt, setzte er das städtische Armenspital als Universalerben seines beträchtlichen Vermögens ein. Das verstand er als Werk der christlichen Nächstenliebe und Vorsorge für sein Seelenheil. Auch zwei seiner Hauptwerke - das Rodtsche Grabmal und der Taufstein - befinden sich im Münster und werden im Rahmen der Ausstellung erläutert.

  • Leihgabe aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    Recueil D'Architecture : Représentant en 34 planches, palais, châteaux, hôtels ... plusieurs jardins à l'angloise, & un nouvel ordre d'architecture ; exécutés tan en France qu'en Allemagne / sur les dessins de P. M. d'Ixnard, Architecte de S. A. Royale Électorale de Trève. - Strasbourg : Treuttel, 1791. - 2, 34 Bl. : überw. Ill. - Signatur: 82 C 44 RH



Konversationskunst. Kurd Alsleben, Antje Eske und Freunde


Die weltweite Vernetzung der Computer hat zu einem Austausch von Botschaften aller Art geführt, der in seiner Quantität alle Vorstellungen überschreitet. Social Software-Dienste wie Facebook, Twitter oder virtuelle Welten wie Second Life erzeugen neue Formen des zwischenmenschlichen Umgangs.

Kurd Alsleben, Antje Eske und Freunde - Künstler, Philosophen und Wissenschaftler - erkunden, welche künstlerischen Möglichkeiten mit diesen neuen Kommunikationsformen auftreten und entwickeln eine Kunst der Konversation, die auf eine lange Tradition verweisen kann: von der antiken »ars sermonis«, den Musenhöfen der italienischen Renaissance, der französische Salonkultur des 17. und 18. Jahrhunderts, bis zum Surrealismus und Dadaismus des 20. Jahrhunderts.

  • Leihgabe aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    Castiglione, Baldassare: Il Libro Del Cortegano Del Conte Baldessar Castiglione : Nuouamente con somma diligenza corretto, & reuisto per il Dolce, secondo l'essemplare del proprio autore. - Vinegia : De Ferrari, 1552. Signatur: 69 A 261
    Das Buch erzählt von einer fiktiven Abendgesellschaft am Hofe von Urbino. Bedeutende Persönlichkeiten des 16. Jahrhunderts diskutieren, wonach ein guter Mensch streben solle. In diesem Buch, das als positives Gegenstück zu dem von Niccolò Machiavelli zeitgleich verfassten »Il principe« gelesen werden kann wird Urbino zu einem symbolischen Ort der Tugend.



Vorträge, Lesungen, Konzerte

  • Christian Theophil Schuch (1803-1857). Ein badischer Gelehrter und seine Donaueschinger Jahre
    Vortrag von Dr. Sabine Lütkemeyer
    Veranstalter: Verein für Geschichte und Naturgeschichte der Baar e.V.
    Mittwoch, 16. Februar 2011, 20 Uhr
    Veranstaltungsort: Evangelisches Gemeindehaus in Donaueschingen

  • Das Nibelungenlied: Sage - Epos - Mythos
    Vortrag von Dr. Ute Obhof
    Veranstalter: Stadt Memmingen
    Donnerstag, 3. Februar 2011, 17.00 Uhr
    Veranstaltungsort: Rathaus Memmingen

Adresse
Erbprinzenstraße 15, 76133 Karlsruhe
Telefonnummern und E-Mail-Adressen


Öffnungszeiten
Mo - Fr 9.00 - 19.00 Uhr,
Sa 10.00 - 18.00 Uhr

Wissenstor:
Mo - Fr 9.00 - 22.00 Uhr,
Sa, So 10.00 - 22.00 Uhr

Lesesaal Sammlungen:
Mo - Mi, Fr 9.30 - 16.00 Uhr,
Do 9.30 - 18.00 Uhr


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