Badische Landesbibliothek
   


Handschriften, Drucke und Musikalien der Badischen Landesbibliothek auf Reisen

Auswärtige Veranstaltungen 2015

Straßburg 1200-1230. Die gotische Revolution


Als Umschlagplatz profitierte Straßburg im ausgehenden 12. und beginnenden 13. Jh. in hohem Maß vom blühenden Handel. Die Stadt wuchs stetig und erhielt eine neue Stadtmauer. Allerdings wurde sie in Auseinandersetzungen um die Macht im Reich hineingezogen. Mit der Bildung eines bürgerlichen Rats als Gegengewicht zur Macht der Bischöfe veränderte sich die Stadt auch in politischer Hinsicht. Ihr Aufstieg zu einem regionalen Machtzentrum wurde von einem künstlerischen Wandel begleitet, der die neuen Strömungen schnell aufgriff. Beim Bau des Südquerhauses des Straßburger Münsters setzte sich der gotische Stil erstmals im deutschsprachigen Raum durch.

Die Ausstellung vereint weit verstreute Werke, die diese künstlerische Revolution veranschaulichen, und von denen viele ebenso bedeutend wie unbekannt sind. Den Besuchern, allen voran den Straßburgern selbst, vermittelt sie eine völlig neue Sicht auf diese Zeit. Der Katalog liefert die erste Gesamtdarstellung der Straßburger Kunst am Beginn des 13. Jahrhunderts.

Die Ausstellung wird anlässlich des 1000-jährigen Jubiläums der Grundsteinlegung der Fundamente des Straßburger Münsters organisiert (millénaire des fondations de la cathédrale de Stasbourg 1015-2015).

  • Leihgaben aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:

Psalterium. Cod. St. Peter perg. 6a   Festevangelistar. Cod. St. Peter perg. 7
links: Psalterium, Blatt 37r. Badische Landesbibliothek, Cod. St. Peter perg. 6a
rechts: Festevangelistar, Blatt 1v. Badische Landesbibliothek, Cod. St. Peter perg. 7



175 Jahre Naturwissenschaftlicher Verein Karlsruhe e.V.


Im Naturwissenschaftlichen Verein Karlsruhe e.V. kommen seit über 150 Jahren Naturforscher, Freunde der Naturkunde und die interessierte Öffentlichkeit zusammen. Der Naturwissenschaftliche Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erforschung und den Schutz der Natur zu unterstützen. Er fördert den Gedankenaustausch zwischen Menschen, die sich beruflich oder in ihrer Freizeit mit Naturwissenschaften befassen. Durch seine Arbeit will der Verein in der Öffentlichkeit die Kenntnis von Naturzusammenhängen und -phänomenen vertiefen.

  • Leihgaben aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    • Die Versteinerungen des rheinischen Schichtensystems in Nassau : mit e. kurzgefassten Geognosie dieses Gebietes und mit steter Berücksichtigung analoger Schichten anderer Länder / von Guido Sandberger und Fridolin Sandberger. - Wiesbaden : Kreidel & Niedner.
      Band 1: Text: mit vielen eingedruckten Holzschnitten, einer lithographirten Suturentafel und einer geognostischen Uebersichtskarte in Farbendruck. - Wiesbaden : Kreidel & Niedner, 1856.
      Signatur 98B 77283,RH,TEXT
      Band 2: Atlas. Wiesbaden : Kreidel & Niedner, 1850-55.
      Signatur 98B 77283,ATL RH
    • Betrachtungen über die Erscheinung der Verjüngung in der Natur : insbesondere in der Lebens- und Bildungsgeschichte der Pflanze / von Alexander Braun. - Freiburg i. Br. : Poppen, 1849/50 [erschienen] 1850. Schriftenreihe: Programm zur Feier des Geburtsfestes Seiner Königlichen Hoheit unseres Durchlauchtigsten Grossherzogs Leopold, den 29. August 1849. Im Namen der Albert-Ludwigs-Universität der dermalige Prorector Alexander Braun ; 1849.
      Signatur 98 B 77274 RH
    • Gefahrenbuch des Bergsteigers und Skiläufers : Katechismus für Bergfreunde in Sommer und Winter / von W. Paulcke. - Berlin : Union Dt. Verlagsges., 1942.
      Signatur 42 A 291
    • Lawinengefahr : ihre Entstehung und Vermeidung; eine Darlegung für Bergsteiger und Skiläufer mit 1 Kartenentwurf und 6 halbschematigen Abbildungen / von W. Paulcke. - München : Lindauersche Univ.-Buchhandlung (Schöpping), 1926.
      Signatur 44 A 252
    • Mein Lawinenlaboratorium / von W. Paulcke. - Sonderdruck. [s.l.], [ca. 1932].
      Signatur 56 A 1136

Die Versteinerungen des rheinischen Schichtensystems in Nassau
Die Versteinerungen des rheinischen Schichtensystems in Nassau : mit e. kurzgefassten Geognosie dieses Gebietes und mit steter Berücksichtigung analoger Schichten anderer Länder / von Guido Sandberger und Fridolin Sandberger. - Wiesbaden : Kreidel & Niedner.
Band 1: Text. Badische Landesbibliothek, Signatur 98B 77283,RH,TEXT

Betrachtungen über die Erscheinung der Verjüngung in der Natur   Betrachtungen über die Erscheinung der Verjüngung in der Natur
Betrachtungen über die Erscheinung der Verjüngung in der Natur : insbesondere in der Lebens- und Bildungsgeschichte der Pflanze / von Alexander Braun. - Freiburg i. Br. : Poppen, 1849/50 [erschienen] 1850. Badische Landesbibliothek, Signatur 98 B 77274 RH



Kontroverse und Kompromiss: Der Pfeilerbildzyklus des Mariendoms und die Kultur der Bikonfessionalität im Erfurt des 16. Jahrhunderts


Das Ausstellungsprojekt im Rahmen der Luther-Dekade 2007-2017 bietet erstmals die Gelegenheit, die an den Pfeilern der spätgotischen Halle des Erfurter Doms präsentierten Tafelbilder in ihrem Sinnzusammenhang zu deuten, wofür theologische, liturgische, kulturgeschichtliche und stilistische Aspekte untersucht werden.

Die Pfeilerbilder selbst verbleiben während der Ausstellung an ihrem Bestimmungsort, dem Dom St. Marien, und werden in geeigneter Weise kommentiert.

Im Angermuseum werden Objekte der eigenen Sammlung sowie Leihgaben vorgestellt, die in einem engen inhaltlich-rhetorischen, motivgeschichtlichen, stilistischen und funktionalen Zusammenhang zu den Pfeilerbildern des Erfurter Doms stehen und darüber hinaus den Bilderdiskurs der christlichen Konfessionen im 16. Jahrhundert anschaulich werden lassen.

Das Projekt dient der weiteren Erforschung jener für die Reformationszeit in Europa typischen "Argumentationen durch Bilder", spezifiziert auf die Verhältnisse in der bürgerlich geprägten Großstadt Erfurt und jene im Laufe des 16. Jahrhunderts in ihr etablierte zweikonfessionelle Diskurskultur. Die Pfeilerbilder gelten dabei als herausragende Präzedenzfälle, um die römisch-katholische Perspektive in der sich neu konstituierenden protestantischen Bilderkultur zu charakterisieren.

  • Leihgabe aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    • Graduale. Handschrift auf Pergament. Herkunft: Augustiner-Chorfrauen, Neuwerkskloster. Erfurt, 1301.
      Badische Landesbibliothek, Cod. St. Peter perg. 44
      Digitalisat: Graduale - St. Peter perg. 44

Graduale. Handschrift auf Pergament. Herkunft: Augustiner-Chorfrauen, Neuwerkskloster. Erfurt, 1301.
Badische Landesbibliothek, Cod. St. Peter perg. 44
Digitalisat
Graduale. Erfurt, 1301. Badische Landesbibliothek, Cod. St. Peter perg. 44



"... und ich auch gerne etwas zur Belehrung anderer beytrage." Über das Leben des Wasserbauingeneurs und Gelehrten Johann Gottfried Tulla


Tullas Name ist über die Grenzen Badens hinaus fest verbunden mit der Begradigung des Rheins. Die Menschen seiner Zeit kannten ihn jedoch eher als Erbauer von Straßen und Brücken im Großherzogtum Baden.

Die Ausbildung führte Tulla an die Bergakademie in Sachsen, an der drei Jahre zuvor Alexander von Humboldt studiert hatte. Während er sich in Paris aufhielt, um Kurse an der Ecole Polytechnique zu besuchen, wurde Frankreich neu vermessen und über die Einführungen des Meters diskutiert.

Als einer der Wegbereiter der Karlsruher Universität verkehrte Tulla im Umfeld von Weinbrenner, Drais und Jung-Stilling und schätze vor allem Johan Peter Hebel, der unweit von ihm wohnte und Direktor des Lyzeums und Prälat der evangelischen Landeskirche war.

Die Ausstellung möchte Tulla über seine Leistungen als Wasser- und Straßenbauer hinaus als einen Visionär würdigen, der Kontakte zu Gelehrten seiner Zeit unterhielt und sich um die Verbreitung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse bemühte.

  • Leihgaben aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    • Ueber allgemeines Maas und Gewicht : aus den Forderungen der Natur, des Handels, der Polizey und der gegenwärtig noch üblichen Maase und Gewichte abgeleitet; mit Vorschlägen zu mittleren Maasen und Gewichten ...; in zwey Theilen / von Miachael Friedrich Wild. - Band 1. - Freyburg : Rosset, 1809. Badische Landesbibliothek, 43 A 4569,1
    • Karl Christian Langsdorf: Erläuterungen der kästnerischen Analysis endlicher Größen. - Mannheim : Schwan, 1776. Badische Landesbibliothek, 44 A 769
    • Johann Gottfried Tulla: Das Schiksal des altreichsfürstlichen Hauses Baden aus dem Gesichtspunct des Christenthums. - Carlsruhe : Lotter, 1772. Badische Landesbibliothek, O65 A 395
    • Der Rheinländische Hausfreund : oder neuer Kalender auf d. Jahr ... mit lehrreichen Nachrichten u. lustigen Erzählungen. - 1812. Badische Landesbibliothek, OZA 718,RH,1812

Karl Christian Langsdorf:
Erläuterungen der kästnerischen Analysis endlicher Größen
Karl Christian Langsdorf: Erläuterungen der kästnerischen Analysis endlicher Größen.- Mannheim : Schwan, 1776. Badische Landesbibliothek, 44 A 769



CARITAS - Nächstenliebe von den frühen Christen bis zur Gegenwart


Warum setzen sich Menschen seit Jahrhunderten für andere ein? Was motiviert sie? Wie wurde Nächstenliebe zu unterschiedlichen Zeiten begründet und gelebt?

Die neue große kunst- und kulturhistorische Ausstellung im Diözesanmuseum Paderborn nimmt erstmals die Geschichte der tätigen Nächstenliebe in den Blick und zeigt, wie sie sich in Kunst und Kultur der verschiedenen Epochen auf jeweils eigene Weise dargestellt hat. Der Schwerpunkt der Schau liegt auf der christlichen Nächstenliebe, der Caritas, einer Haltung, die in ihrer kompromisslosen Hinwendung zum Mitmenschen in den Anfängen geradezu revolutionär war.

  • Leihgabe aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:

Sammelhandschrift mit den Martinsschriften des Sulpicius Severus, 9. Jh., Blatt 1r
Badische Landesbibliothek, Cod. Aug. perg. 238
Digitalisat
Sammelhandschrift mit den Martinsschriften des Sulpicius Severus, 9. Jh.
<br>Badische Landesbibliothek, Cod. Aug. perg. 238



Friedrich Weinbrenner 1766 - 1826. Architektur und Städtebau des Klassizismus


Zum 300. Stadtjubiläum präsentieren das saai und die Städtische Galerie Karlsruhe eine Ausstellung zum Lebenswerk von Friedrich Weinbrenner (1766-1826). Wie kein anderer hat dieser berühmte Baumeister und Stadtplaner des Klassizismus das Erscheinungsbild von Karlsruhe bis heute geprägt. Von Anfang an war sein Name mit der Fächerstadt aufs Engste verbunden: Hier wurde er 1766 als Sohn eines Zimmermanns geboren, hier konnte er nach Studien- und Reisejahren im In- und Ausland seit 1800 ein Vierteljahrhundert lang sein herausragendes städtebauliches und baukünstlerisches Talent entfalten.

Die umfassende monografische Jubiläumsschau zu Weinbrenners Schaffen ist die erste seit 1977 und übertrifft die knapp vierzig Jahre zurückliegende Präsentation im Umfang bei weitem. Zu den Exponaten zählen Originalzeichnungen aus dem saai sowie aus Sammlungen in Deutschland und den USA, außerdem historische und aktuelle Fotografien, neu angefertigte Modelle und aufwändige Computervisualisierungen, mit deren Hilfe auch nicht verwirklichte Entwürfe und Idealprojekte anschaulich werden.

  • Leihgaben aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    • Friedrich Weinbrenner: Denkwürdigkeiten aus seinem Leben von ihm selbst geschrieben / hrsg. und mit einem Anh. begleitet von Aloys Schreiber. - Heidelberg : Reichard, 1829. Signatur O49 A 260
    • Alois Wilhelm Schreiber: Friedrich Weinbrenner, ein Denkmahl der Freundschaft : mit einem Bilde. - Carlsruhe & Baden, 1826. Signatur O52A948
    • Friedrich Weinbrenner: Bemerkungen des Baumeisters zur Kritik eines Miniatur-Mahlers über einige baukünstlerische Gegenstände. - Carlsruhe : Müller, 1817. Signatur O54 A 448

Werke von François Thomas Marie de Baculard d' Arnaud. Badische Landesbibliothek, Signaturen 42 A 1706 RE, 42 A 1707 RE und 42 A 1708 RE
Alois Wilhelm Schreiber: Friedrich Weinbrenner, ein Denkmahl der Freundschaft : mit einem Bilde. - Carlsruhe & Baden, 1826. Signatur O52A948



En Voyage - Die Europareisen der Karoline Luise von Baden

  • Ausstellung im Generallandesarchiv Karlsruhe vom 17. Juni - 16. Oktober 2015
  • Informationen im Internet: En Voyage - Die Europareisen der Karoline Luise von Baden
  • Katalog zur Ausstellung: Die Meister-Sammlerin : Karoline Luise von Baden / Holger Jacob-Friesen ... (Hrsg.). - Berlin; München : Deutscher Kunstverlag, 2015. - 496 S. : mit 500 meist farbigen Abbildungen. ISBN 978-3-422-07312-8

Das Generallandesarchiv präsentiert vom 17.Juni bis 16. Oktober 2015 die Ausstellung "En Voyage - Die Europareisen der Karoline Luise von Baden". Die Ausstellung des Generallandesarchivs Karlsruhe zeichnet die Fahrten der Markgräfin mit wertvollen Exponaten aus seinen eigenen Beständen nach, ergänzt um hochkarätige Leihgaben aus Museen.

Sie ist thematisch eng verbunden mit der Großen Landesausstellung "Die Meister-Sammlerin. Karoline Luise von Baden", die zeitgleich in der Staatlichen Kunsthalle gezeigt wird. Ein gemeinsamer Katalog erschließt diese einzigartige Präsentation zur bedeutendsten badischen Markgräfin.

Karoline Luise von Baden (1723-1783) war eine besondere Persönlichkeit. Ein Zeitgenosse nannte sie bewundernd die Vielwisserin und Vielfragerin von Baden. Sie korrespondierte mit den Geistesgrößen ihrer Zeit und empfing im Karlsruher Schloss den Philosophen Voltaire. Das Malereikabinett, das sie in wenigen Jahren aufbaute, vereinigte Kunstwerke von europäischem Rang.

Ihre Interessengebiete umschrieben in enzyklopädischer Breite das Spektrum wissenschaftlichen Forschens im 18. Jahrhundert. Aufmerksam kommentierte man das besondere Flair der jungen Residenzstadt in jenen Jahren: "Da sieht's aus wie in Athen zu Zeiten des Perikles", notierte bewundernd der württembergische Publizist Christian Daniel Schubart 1776.


  • Leihgabe aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    • Catalogues des Tableaux du Cabinet des MM. d'Albertas, Baudouin, Le Blanc, de Bourdonne, Caulet d'Hauteville, de Chevigny, D. de Chevreuse, de Damery, Lempereur, De Marigny, Hacan de Presle, Renouard, de Vassé. (Dabei ein Brief: A.S.A.S Madame La Margrave [Caroline Louise] de Bade Dourlac. Paris 8 Aout 1769. Ebert). Signaturen Hs. Karlsruhe 665-677. (Leihgabe zur Ausstellung ist das Werk Hs. Karlsruhe 666, die Werke Hs. Karlsruhe 665 und 667-677 wurden zur Ausstellung "Die Meister-Sammlerin" in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe ausgeliehen.)

Catalogues des Tableaux du Cabinet des MM. Signaturen Hs. Karlsruhe 665-677.
Catalogues des Tableaux du Cabinet des MM. d'Albertas, Baudouin, Le Blanc, de Bourdonne, Caulet d'Hauteville, de Chevigny, D. de Chevreuse, de Damery, Lempereur, De Marigny, Hacan de Presle, Renouard, de Vassé. (Dabei ein Brief: A.S.A.S Madame La Margrave [Caroline Louise] de Bade Dourlac. Paris 8 Aout 1769. Ebert). Signaturen Hs. Karlsruhe 665-677.
Abgebildet ist das Werk Hs. Karlsruhe 666.



Die Meister-Sammlerin - Karoline Luise von Baden. Große Landesausstellung 2015

  • Ausstellung in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe vom 30. Mai 2015 - 6. September 2015
  • Informationen im Internet: Die Meister-Sammlerin - Karoline Luise von Baden
  • Katalog zur Ausstellung: Die Meister-Sammlerin : Karoline Luise von Baden / Holger Jacob-Friesen ... (Hrsg.). - Berlin; München : Deutscher Kunstverlag, 2015. - 496 S. : mit 500 meist farbigen Abbildungen. ISBN 978-3-422-07312-8

Es war eine Frau, die den wichtigsten Akzent in der Sammlungsgeschichte der badischen Markgrafen setzte: Karoline Luise von Baden (1723-1783).

Dieser passionierten Kunstsammlerin widmet die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe eine Große Landesausstellung, die vom 30. Mai bis 6. September 2015 zu sehen ist und die Feierlichkeiten zum 300-jährigen Geburtstag der Stadt Karlsruhe begleitet.

Im Zentrum der Schau steht die Präsentation ihres einst über 200 Gemälde umfassenden Mahlerey-Cabinets, das zum größten Teil in der Kunsthalle erhalten ist. Es handelt sich um eine Sammlung niederländischer Meisterwerke des 17. Jahrhunderts sowie bedeutender französischer Gemälde des 18. Jahrhunderts, darunter Werke von Rembrandt Harmensz. van Rijn, David Teniers und Jean Siméon Chardin.

  • Leihgaben aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    • Arnaud, François Thomas Marie de Baculard d': Euphémie, ou le triomphe de la religion : drame. - Paris, 1768. Signatur 42 A 1706 RE
    • Arnaud, François Thomas Marie de Baculard d': Le comte de Comminge ou les amans malheureux. - 4. éd. - Paris : Le Jay, 1768. Signatur 42 A 1707 RE
    • Arnaud, François Thomas Marie de Baculard d': Arnaud d'Fanny, histoire anglaise. - 4. éd. - Paris : Le Jay, 1768. Signatur 42 A 1708 RE
    • Carolinea Princeps, Linn.: Einzelblatt aus Hs. Karlsruhe 3301 - Digitalisat
    • Schaeffer, Jacob Christian: [Fungorum qui in Bavaria et Palatinatu circa Ratisbonam nascuntur icones nativis coloribus expressae] D. Iacobi Christiani Schaefferi ... . Band 3 und 4. - Ratisbonae (Regensburg) : Schaeffer 1770 und 1774. Signaturen 113 F 1,R,3 und 113 F 1,R,4
    • Catalogues des Tableaux du Cabinet des MM. d'Albertas, Baudouin, Le Blanc, de Bourdonne, Caulet d'Hauteville, de Chevigny, D. de Chevreuse, de Damery, Lempereur, De Marigny, Hacan de Presle, Renouard, de Vassé. (Dabei ein Brief: A.S.A.S Madame La Margrave [Caroline Louise] de Bade Dourlac. Paris 8 Aout 1769. Ebert). Signaturen Hs. Karlsruhe 665-677. (Leihgaben zur Ausstellung sind die Werke Hs. Karlsruhe 665 und 667-677, das Werk Hs. Karlsruhe 666 wurde zur Ausstellung "En Voyage - Die Europareisen der Karoline Luise von Baden" im Generallandesarchiv Karlsruhe ausgeliehen.)


Werke von François Thomas Marie de Baculard d' Arnaud. Badische Landesbibliothek, Signaturen 42 A 1706 RE, 42 A 1707 RE und 42 A 1708 RE
Werke von François Thomas Marie de Baculard d' Arnaud. Badische Landesbibliothek, Signaturen 42 A 1706 RE, 42 A 1707 RE und 42 A 1708 RE


Glückskastanie "Carolinea Princeps". Badische Landesbibliothek, Signatur Hs. Karlsruhe 3301, Blatt 1.
Der bekannte schwedische Naturforscher Carl von Linné benannte die Glückskastanie "Carolinea Princeps" nach der Markgräfin Karoline Luise von Baden.
Digitalisat
Glückskastanie 'Carolinea Princeps'. Badische Landesbibliothek, Hs. Karlsruhe 3301, Blatt 1


Schaeffer, Jacob Christian: [Fungorum qui in Bavaria et Palatinatu circa Ratisbonam nascuntur icones nativis coloribus expressae]. Badische Landesbibliothek, Badische Landesbibliothek, Signaturen 113 F 1,R,3 und 113 F 1,R,4
Schaeffer, Jacob Christian: [Fungorum qui in Bavaria et Palatinatu circa Ratisbonam nascuntur icones nativis coloribus expressae]. ... Band 3 und 4. - Ratisbonae (Regensburg) : Schaeffer 1770 und 1774. Badische Landesbibliothek, Signaturen 113 F 1,R,3 und 113 F 1,R,4


Catalogues des Tableaux du Cabinet des MM. Badische Landesbibliothek, Signaturen Hs. Karlsruhe 665 und 667-677
Catalogues des Tableaux du Cabinet des MM. Badische Landesbibliothek, Signaturen Hs. Karlsruhe 665-677



Karl Wilhelm 1679 - 1738. Große Landesausstellung 2015

  • Ausstellung im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe vom 9. Mai - 18. Oktober 2015
  • Informationen im Internet: Karl Wilhelm 1679 - 1738
  • Katalog zur Ausstellung: Karl Wilhelm : 1679 - 1738; [Markgraf von Baden-Durlach]; [erscheint anlässlich der Ausstellung Karl Wilhelm 1679 - 1738, Große Landesausstellung Baden-Württemberg 2015, Badisches Landesmuseum Karlsruhe, 9. Mai bis 18. Oktober 2015] / hrsg. vom Badischen Landesmuseum Karlsruhe. [Katalogred.: Claus Hattler. Die Autorinnen und Autoren: Lars Adler ...]. - Karlsruhe : Badisches Landesmuseum ; München : Hirmer, 2015. - 336 S. : überw. Ill. ISBN 978-3-7774-2386-9

Karl Wilhelm, Markgraf von Baden-Durlach (1679-1738), verwirklichte mit 36 Jahren einen großen Traum: Am 17. Juni 1715 legte der junge Landesherr in einem Festakt den Grundstein zu seinem neuen Schloss und gründete noch im selben Jahr eine Stadt, die bis heute seinen Namen trägt: Karlsruhe. Anlässlich des 300-jährigen Stadtjubiläums findet genau in diesem Schloss, der Keimzelle der Fächerstadt, die Große Landesausstellung 2015 statt, die sich erstmals der faszinierenden Person des Stadtgründers widmet.

Das Leben Karl Wilhelms stand ganz im Zeichen des Absolutismus. Als willensstark, wissbegierig, despotisch und eitel beschrieben ihn seine Zeitgenossen. Doch sie erlebten ihn auch als pragmatischen Ökonom mit sozialem Engagement und als mutigen Kriegsoffizier. Vor Kraft strotzend, bildschön und charmant soll er außerdem gewesen sein - ein wahrer Herkules und Sohn der Venus. Mit Magdalene Wilhelmine von Württemberg verheiratet, galt jedoch seine Leidenschaft exotischen Blumen, der Alchemie, dem Pfeifentabak, der Jagd, Kanarienvögeln und nicht zuletzt dem schönen Geschlecht. Damit erlangte er Berühmtheit weit über die Landesgrenzen hinaus. Von dieser einstigen Pracht überdauerte nur die Karlsruher Schlossanlage, die einzigartig in der Welt ist.

Die Große Landesausstellung "Karl Wilhelm 1679-1738" zeichnet ein faszinierendes Porträt dieser schillernden Persönlichkeit mit hochkarätigen Exponaten, die zum Teil noch nie der Öffentlichkeit

  • Leihgaben aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    • Freyheiten und Sonderbahre Begnadigung, Womit Der Durchleuchtigste Fürst und Herr, Herr Friderich Magnus, Marggraff zu Baden und Hochberg ... Die Jetzmalig- und künfftige Burgerliche Jnnwohner Dero Fürstlichen Residenz-Stadt Durlach, Gnädigst ansehen wollen. - 1699.
      Signatur O42B62,30,7 RH - Digitalisat
    • Franz Rudolph Krüger: Die abgefallene Crone der Herrlichkeit, welche bey desz Weyland Durchlauchtigsten Fürsten und Herrns, Herrn Carl Wilhelms, Marggrafens zu Baden und Hachberg ... unsers gnädigst-gewesenen Landes-Vatters, Solennen Exequien ... gehaltenen Leichen-Begängniß-Predig den 6. Julii 1738. vorgestellet worden / von Francisco Rudolph Crügern ... . - Carls-Ruh : Maschenbauer, [1738]
      Signatur O42 B 62,2,38 RH - Digitalisat
    • Land-Recht, Der Fürstenthummer und Landen Der Marggraffschafften Baaden und Hachberg, Landgraffschafft Sausenberg, und Herrschafft Rötteln, Badenweiler, Lahr und Mahlberg [et]c. : Jn Sieben Theil verfasset / [Wir Carl von Gottes Gnaden Marggrave zu Baden und Hachberg ... fügen Euch ... hiemit zu wissen ... Carlsburg, den 29. Januarii 1710]. - Durlach : Hecht, 1710
      Signatur O 44 B 103
    • Kurtze wahrhaffte Anmerckungen und Nachrichten von deß Langensteinbachers Trinck- und Bad-Wassers vielfältigen Nutzen / [Hrsg.: Johannes Nicolaus Textor]. - Carols-Ruh : Maschenbauer, 1726
      Signatur 98B 76307 RH
    • Johann Melchior Molter: Sonatas in F-Dur (Sonata a due chori)
      Signatur Mus. Hs. 1109 - Digitalisat
    • Johann Melchior Molter: Concertos in h-Moll -
      Signatur Mus. Hs. 670 - Digitalisat
    • 2 Airs (Französische Trinklieder)
      Signatur Mus. Hs. 1130,5 - Digitalisat

Freyheiten und Sonderbahre Begnadigung. Signatur O42B62,30,7 RH
Freyheiten und Sonderbahre Begnadigung, Womit Der Durchleuchtigste Fürst und Herr, Herr Friderich Magnus, Marggraff zu Baden und Hochberg ... Die Jetzmalig- und künfftige Burgerliche Jnnwohner Dero Fürstlichen Residenz-Stadt Durlach, Gnädigst ansehen wollen. - 1699.
Signatur O42B62,30,7 RH
Digitalisat

Franz Rudolph Krüger: Die abgefallene Crone der Herrlichkeit, welche bey desz Weyland Durchlauchtigsten Fürsten und Herrns, Herrn Carl Wilhelms, Marggrafens zu Baden und Hachberg ... unsers gnädigst-gewesenen Landes-Vatters, Solennen Exequien ... gehaltenen Leichen-Begängniß-Predig den 6. Julii 1738. vorgestellet worden / von Francisco Rudolph Crügern ... . - Carls-Ruh : Maschenbauer, [1738]
Signatur O42 B 62,2,38 RH
Digitalisat
Franz Rudolph Krüger: Die abgefallene Crone der Herrlichkeit. Signatur O42 B 62,2,38 RH

Johann Melchior Molter: Sonatas in F-Dur (Sonata a due chori)
Signatur Mus. Hs. 1109 - Digitalisat



Monster. Fantastische Bilderwelten zwischen Grauen und Komik

  • Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg vom 7. Mai - 6. September 2015
  • Informationen im Internet: Monster. Fantastische Bilderwelten zwischen Grauen und Komik
  • Katalog zur Ausstellung: Monster : fantastische Bilderwelten zwischen Grauen und Komik; [Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg vom 7. Mai bis 6. September 2015] / bearb. von Peggy Große, G. Ulrich Großmann und Johannes Pommeranz. [Mit Beitr. von Daniel Burger ...]. - Nürnberg : Verl. des Germanischen Nationalmuseums, 2015. - 511 S. ISBN 978-3-936688-94-8

Furchterregende Monster, höllische Dämonen, Kinderfresser und Vampire faszinieren Menschen zu allen Zeiten. Künstler bringen sie ins Bild, den Betrachter zu schrecken. Das ist nicht erst seit der Entstehung des Horrorfilms so, zahllose Höllendarstellungen seit dem Mittelalter mit ihren dämonischen Ausgeburten zeigen Szenen, die einem immer noch Alpträume bereiten können. Monster und wilde Leute sind Geächtete und bevölkern Ränder und Grenzen, nicht nur in der Fantasie, sondern auch in der Kunst. Die Begegnung mit Fremdem weckt nicht nur Furcht, auch Aggression, Neugier und Faszination. Fabelhafte Bestien und sexy Vampire wirken als Projektionen unserer Ängste und Sehnsüchte, denen man nachgeben oder die man bekämpfen kann.

Die Präsentation verfolgt diese Monstermythen vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Welche Muster und Typen haben sich herausgebildet und wie haben sie sich verändert? Die Ausstellung soll klären helfen, was einer Zeit und damit den Individuen selbst, als monströs galt, was Angst machte und wie Furcht instrumentalisiert wurde. Anhand von ca. 200 Objekten - vom Echternacher Codex bis Max Beckmanns Vampiren - soll dem nachgegangen werden, zum Gruseln schön und schrecklich spannend.


  • Leihgabe aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    • Antiphonarium Benedictinum totius anni, 12. Jh.
      Badische Landesbibliothek, Signatur Aug. perg. 60

Antiphonarium Benedictinum totius anni, 12. Jh.
Badische Landesbibliothek, Signatur Aug. perg. 60
Antiphonarium Benedictinum totius anni, 12. Jh.
Badische Landesbibliothek, Signatur Aug. perg. 60

Digitale Sammlungen:
Antiphonarium Benedictinum totius anni - Aug. perg. 60



Ausstellung "Johann Peter Hebel. Die Vergänglichkeit" beim Hebelfest 2015


Traditionsgemäß feiert Hausen im Wiesental den Geburtstag des Dichters, Pädagogen und Theologen Johann Peter Hebel (geb. am 10. Mai 1760 in Basel, gest. am 22. September 1826 in Schwetzingen) im Mai.
  • 8. Mai, 20 Uhr Gespräch mit dem Hebel-Gedenkplakettenträger 2015 im Literaturmuseum Hebelhaus
  • 9. Mai, 20 Uhr Hebelabend in der Festhalle
  • 10. Mai Hebelfest
Zum Hebelfest findet im Literaturmuseum Hebelhaus die Ausstellung "Johann Peter Hebel. Die Vergänglichkeit" statt. Hierzu hat der international renommierte, in Kandern lebende und arbeitende Künstler Jürgen Brodwolf 8 Glasbücher mit 24 alten Schriftblättern mit je einer Aschefigur zu Johann Peter Hebels Gedicht "Die Vergänglichkeit" geschaffen. Ausgestellt wird auch Johann Peter Hebels handgeschriebenes Gedicht "Die Vergänglichkeit", eine Leihgabe der Badischen Landesbibliothek.


  • Leihgabe aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    • Johann Peter Hebel: Gedicht "Vergänglichkeit" (Gespräch auf der Straße nach Basel zwischen Steinen und Brombach, in der Nacht).
      Badische Landesbibliothek, Signatur K 3357 I, Bl. 81 (Autograph)

Johann Peter Hebel: Gedicht "Vergänglichkeit".
Badische Landesbibliothek, Signatur K 3357 I, Bl. 81 (Autograph)

Text des Gedichts in Wikisource: Die Vergänglichkeit aus: Allemannische Gedichte, Macklot, Karlsruhe 1803

Die 32 Gedichte "für Freunde ländlicher Natur und Sitten" waren im Wiesentäler Dialekt geschrieben. Zunächst fand Hebel keinen Verleger, der die Veröffentlichung eines Buches auf Alemannisch wagte, und erst 1803 erschien der Gedichtband bei Philipp Macklot in Karlsruhe.

Erste Seite des Gedichts im PDF-Format
Gedicht 'Vergänglichkeit' von Johann Peter Hebel

Das Gedicht beginnt mit den Worten:

"Der Bub seit zum Aetti:
Fast allmol, Aetti, wenn mer's Röttler Schloß
so vor den Auge stoht, se denki dra,
öbs üsem Hus echt au e mol so goht.
Stohts denn nit dört, so schuderig, wie der Tod
im Basler Todtetanz? Es gruset mer,
wie länger aßi 's bschau. Und üser Hus,
es sizt jo wie ne Chilchli uffem Berg,
und d'Fenster glitzeren, es isch e Staat.
Schwetz Aetti, gohts em echterst au no so?
I mein emol, es chönn schier gar nit sy. ..."



Adelssitze zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb


Die Ausstellung im Schloss Glatt zeigt Burgen und Schlösser am oberen Neckar in historischen Ansichten.

Das Wasserschloss Glatt liegt im Dorf Glatt, einem Stadtteil von Sulz am Neckar im Tal der Glatt. Im Schloss Glatt ist seit 2001 ein Kultur- und Museumszentrum untergebracht. In dem dreiflügeligen Schloss mit seinen vier Ecktürmen befinden sich vier Museen. Aber auch das Gebäude selbst ist sehenswert: Das Schloss Glatt ist eines der wenigen erhaltenen Wasserschlösser und wurde im 16. Jahrhundert unter Reinhard von Neuneck zu einem der frühesten Renaissanceschlösser umgebaut.


  • Leihgabe aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    • Malerische Ansichten der Ritterburgen Deutschlands : mit einem historischen und beschreibenden Texte / nach den Originalzeichnungen des Hrn. Maximilian von Ring. Paris : Engelmann [u.a.]
      Band 1: Das Großherzogthum Baden ; 1. Südlicher Theil : von dem Kinzigthale bis an den Bodensee / Maximilien Ring [Sonst.]. - 1829
      Band 2: Das Großherzogthum Baden ; 2. Nördlicher Theil : von dem Kinzigthale bis an den Main / Maximilien Ring [Sonst.]. - 1829
      Badische Landesbibliothek, 87C 75007,RH,1 und 2

Malerische Ansichten der Ritterburgen Deutschlands : mit einem historischen und beschreibenden Texte / nach den Originalzeichnungen des Hrn. Maximilian von Ring.
Malerische Ansichten der Ritterburgen Deutschlands : mit einem historischen und beschreibenden Texte / nach den Originalzeichnungen des Hrn. Maximilian von Ring. Paris : Engelmann [u.a.]
Band 2: Das Großherzogthum Baden ; 2. Nördlicher Theil : von dem Kinzigthale bis an den Main / Maximilien Ring [Sonst.]. - 1829

Badische Landesbibliothek, 87C 75007,RH,1 und 2

Malerische Ansichten der Ritterburgen Deutschlands : mit einem historischen und beschreibenden Texte / nach den Originalzeichnungen des Hrn. Maximilian von Ring.  



Applaus! Von Opern und Seifenopern in Ludwigsburg


Der Italiener Niccoló Jommelli prägte als Hofkapellmeister sechzehn Jahre lang das Musiktheater am württembergischen Hof. Jährlich komponierte er zwei neue Opern, die am Geburtstag und am Namenstag Herzog Carl Eugens aufgeführt wurden. Gemeinsam mit dem Ballettmeister Jean-Georges Noverre machte Jommelli Ludwigsburg zu einer europäischen Musikmetropole.

Aufwendigste Inszenierungen sollten alle bisher dargebotenen Opern übertreffen - an der Ludwigsburger Aufführung von Fetonte am 11. Februar 1768 wirkten alleine 436 Statisten mit. Die Ausstellung wirft aus Anlass von Jommellis 300. Geburtstag einen Blick auf die Welt der Oper in Ludwigsburg, auch über die Barockzeit hinaus.


  • Leihgabe aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    • Jommelli, Niccolò: Demofoonte : dramma per musica; (Napoli 1770) [Noten]. Libretto di Pietro Metastasio. Ed. crit. a cura di Tarcisio Balbo. - [Partitur]. - Bologna : Ut Orpheus Edizioni, c 2009. (Napoli e l'Europa / scelti da Riccardo Muti ; 1) Inkl. Libretto. - Vorwort in italienisch, deutsch und englisch; Kritischer Bericht in italienisch. - ISMN 979-0-2153-1610-2
      Badische Landesbibliothek, M 27208

Jommelli, Niccolò: Demofoonte : dramma per musica; (Napoli 1770). - Bologna : Ut Orpheus Edizioni, c 2009.

Badische Landesbibliothek, M 27208
Jommelli, Niccolò:
Demofoonte : dramma per musica; (Napoli 1770)




"Da hat Herr Scheffel etwas dazu gedichtet". Joseph Victor von Scheffel als bildender Künstler

  • Ausstellung im Museum für Literatur am Oberrhein Karlsruhe vom 15. November 2014 - 29. März 2015
  • Informationen im Internet: "Da hat Herr Scheffel etwas dazu gedichtet". Joseph Victor von Scheffel als bildender Künstler
  • Katalog zur Ausstellung:
    Gutgesell, Natalie: "Da hat Herr Scheffel etwas dazu gedichtet" : Joseph Victor von Scheffel als bildender Künstler; [anlässlich der Ausstellung "Da Hat Herr Scheffel Etwas Dazu Gedichtet" - Joseph Victor von Scheffel als Bildender Künstler; Scheffel in Franken 1859, Museum Kloster Banz Bad Staffelstein, 11. Juli bis 9. November 2014; Scheffels Früh- und Spätwerk, Studentenzeit und Italienreisen, Museum für Literatur am Oberrhein Karlsruhe, 15. November 2014 bis 29. März 2015; Scheffels Wartburg-Roman und die Frau Aventiure, Stadtmuseum Weimar, 21. November 2014 bis 1. Februar 2015].
    Halle (Saale) : Mitteldt. Verl. - Zugl.: Erlangen, Nürnberg, Universität, Dissertation, 2013/2014. ISBN 978-3-95462-318-1

Joseph Victor Scheffel zeichnet ab seinem sechsten Lebensjahr. Eine erste Anleitung erfolgt durch seinen Vater Philipp Jakob Scheffel (1789-1869), Direktor des badischen Büros der Rheinregulierungskommission und präziser Zeichner. Die Mutter Josephine Scheffel (1805-1865) führt einen literarisch-künstlerischen Salon im Haus der Familie in der Stephanienstraße, in dem viele Persönlichkeiten der Stadt verkehren, wie z.B. der Kriegsmaler Feodor Dietz (1812-1870) oder der Galeriedirektor, Landschaftsmaler und Stahlstecher Carl Ludwig Frommel (1789-1863), der der Schwester Marie Scheffel (1829-1857) Zeichenunterricht erteilt, vermutlich auch Joseph Victor.

Am Gymnasium ist der Karlsruher Portraitmaler Franz Epple (1791-1856) Scheffels Zeichenlehrer, der nach der Kopiermethode unterrichtet, der Wiederholung einzelner Augen oder Nasen vor dem Zeichnen eines Gesichts oder einer menschlichen Ganzfigur, in der Regel nach der Antike. Daneben erhält Scheffel privaten Zeichenunterricht bei dem Tier- und Landschaftsmaler Rudolph Kuntz (1797-1848).

Scheffels wichtigster Künstlerfreund ist zeitlebens Anton von Werner (1843-1915), der ab 1862 in Karlsruhe studiert. Am Beginn seiner Karriere als preußischer Kriegsmaler stehen seine einfühlsamen Illustrationen der Scheffel-Werke, die er auch Otto von Bismarck näher bringt, und bei deren Lektüre er den Kanzler zweimal zeichnet.

  • Leihgabe aus der Badischen Landesbibliothek zur Ausstellung:
    • Album von Alberta von Freydorf
      Badische Landesbibliothek, K 3242

Album von Alberta von Freydorf - K 3242
Album von Alberta von Freydorf - K 3242. 1832-1920. 67 Bl.
Die Abbildung zeigt eine Zeichnung von Joseph Victor von Scheffel aus dem Jahr 1858.
Digitale Sammlungen: Album von Alberta von Freydorf - K 3242


Adresse
Erbprinzenstraße 15, 76133 Karlsruhe
Telefonnummern und E-Mail-Adressen


Öffnungszeiten
Mo - Fr 9.00 - 19.00 Uhr,
Sa 10.00 - 18.00 Uhr

Wissenstor:
Mo - Fr 9.00 - 22.00 Uhr,
Sa, So 10.00 - 22.00 Uhr

Lesesaal Sammlungen:
Mo - Mi, Fr 9.30 - 16.00 Uhr,
Do 9.30 - 18.00 Uhr


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