Badische Landesbibliothek
   


Karlheinz Nürnberg

Arthur Grüber wurde am 23. Februar 1918 in Hattingen/Ruhr geboren und starb am 4. September 1999 in Oberwiesenthal. Karlheinz Nürnbergs Nachlass wird in der Badischen Landesbibliothek unter der Signatur K 3256 aufbewahrt. Eine Nutzung ist im Lesesaal Sammlungen möglich.

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Am 23. Februar des Kriegsjahres 1918 in Hattingen/Ruhr geboren, hatte Nürnberg bereits mit 14 Jahren seinen ersten öffentlichen Auftritt als Solist mit dem Violinkonzert Nr. 1 in g-Moll von Max Bruch. Mit 18 Jahren folgte sein Dirigentendebüt in Essen/Ruhr mit Johannes Brahms Sinfonie Nr. 1 in c-Moll.

Karlheinz Nürnberg war im Laufe seines Lebens Komponist, Dirigent, Violinist und Musikwissenschaftler. Kunstreisen führten ihn zu den Musikzentren des europäischen Kontinents. Insbesondere die großen italienischen Städte wie Venedig, Cremona, Pavia, Mailand, Florenz und Rom regten seine schöpferischen Impulse an. Auf internationalem Gebiet lieferte er wichtige Beiträge für die zeitgenössische Kunst. Viele davon entstanden in Mailand.

Karlheinz Nürnberg (1918-1999)
Karlheinz Nürnberg


Das kompositorische Werk Karlheinz Nürnbergs umfasst weit über 300 Werke. Das Spektrum reicht von Opern und Balletten bis zu sakralen Werken, Sinfonien und Kammermusik. Aus seinen Bühnenwerken wird deutlich, dass er in seinem Denken insbesondere der italienischen Renaissance verbunden war, wie die Stoffe seiner Opern bezeugen. Dabei entwarf er die Bühnenbilder zu seinen Opern meistens selbst.

Die von Karlheinz Nürnberg 1973 konzipierte "Selektive Ordnung für elektronische Musik" (SOFEM) schuf neue Möglichkeiten, bestimmte Klangvorstellungen zu realisieren. Dies brachte ihm eine Einladung der Firma SIEMENS AG ein, seine audio-visuelle Kunst mit dem Bühnenlaser BL 71, der damals noch in der Entwicklung war, in szenische Darstellung zu bringen. In der Kombination seiner elektronischen Musik mit Lasertechnologie fand er ein zusätzliches Medium, um seinen Traum eines Gesamtkunstwerks mithilfe technischer Errungenschaften Wirklichkeit werden zu lassen.

Er veröffentlichte eine Vielzahl von Aufsätzen, Kolumnen, Kommentaren und Schriften, die von seinem kultur- und gesellschaftspolitischen Engagement zeugen.

Alle vier Jahre reichte er anlässlich der Olympischen Spiele Kompositionen und Werke an das IOC (Internationales Olympisches Komitee) ein. Als Anerkennung für sein kulturelles und berufliches Engagement wurden ihm viele Ehrungen zuteil. So erhielt er neben einigen internationalen Kulturauszeichnungen die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und die große Medaille des IOC.

Karlheinz Nürnbergs Nachlass wird in der Badischen Landesbibliothek unter der Signatur K 3256 aufbewahrt. Er enthält u.a. Musik- und Textmanuskripte, Bühnenzeichnungen, Korrespondenzen und persönliche Dokumente, aber auch seine Orden, diverse andere Gegenstände und sogar eines seiner Sportgeräte: einen Speer.
Adresse
Erbprinzenstraße 15, 76133 Karlsruhe
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Öffnungszeiten
Mo - Fr 9.00 - 19.00 Uhr,
Sa 10.00 - 18.00 Uhr

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Mo - Fr 9.00 - 22.00 Uhr,
Sa, So 10.00 - 22.00 Uhr

Lesesaal Sammlungen:
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Do 9.30 - 18.00 Uhr


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