Badische Landesbibliothek
   


Die Nibelungen-Handschrift C digital -
Allgemeine Hinweise

Die Handschrift C des 'Nibelungenliedes' und der 'Klage' fand im Jahre 2001 unter der Signatur Codex Donaueschingen 63 eine neue Heimat in der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe. Die berühmte Handschrift war mit Mitteln der Landesbank Baden-Württemberg, der Kulturstiftung der Länder, der Bundesregierung und der Freifrau Christina von Laßberg erworben worden. Seitdem ist sie zu wissenschaftlichen Zwecken unter optimalen konservatorischen Rahmenbedingungen einsehbar.

Um jedoch auch der breiten Öffentlichkeit einen Zugang zu ermöglichen, wurde der Kodex vollständig digitalisiert. Während der Vorbereitungszeit der Ausstellung "Uns ist in alten Mären ... Das Nibelungenlied und seine Welt" [1] wurde die Handschrift ins Internet gestellt. Der kostenfreie Zugang zur digitalen Handschrift erfolgt über die Web-Adresse der Badischen Landesbibliothek http://www.blb-karlsruhe.de.

Die Handschrift wird auf verschiedene Arten präsentiert.

Übersicht mit Vorschaubildern ("Thumbnails"): Anhand von stark verkleinerten Versionen der Farbabbildungen der einzelnen Seiten der Handschrift kann man entscheiden, ob man eine Farbabbildung in voller Größe betrachten möchte. Durch Anklicken erhält man Abbildungen im JPG-Format mit einer Größe von ca. 800 - 1.000 kbyte in vier verschiedenen Formaten bis ca. 1.100 x 1.700 Pixel. Möglich ist auch eine Darstellung im PDF-Format mit ca. 240 kbyte (ca. 1.100 x 1.700 Pixel).
Um die PDF-Version lesen zu können, wird das kostenlos erhältliche Programm Adobe Acrobat Reader benötigt. Adobe Acrobat Reader downloaden

Index zu Aventiuren, Blättern, Strophen und Versen: Die Farbabbildungen der einzelnen Seiten der Handschrift werden in jeweils drei Varianten zur Verfügung gestellt. Ein Bild im JPG-Format mit einer Größe von ca. 9 kbyte ist in die Webseiten integriert. Durch Anklicken erhält man Abbildungen im JPG-Format mit einer Größe von ca. 800 - 1.000 kbyte in vier verschiedenen Formaten bis ca. 1.100 x 1.700 Pixel. Möglich ist auch wieder die Darstellung im PDF-Format.

Beim ´Nibelungenlied´ wurde als Lese- und Suchhilfe unter den Farbabbildungen der Seiten der Handschrift die Internetedition [2] von H. Reichert (http://www.univie.ac.at/Germanistik/texte/germ_text.htm, Stand: 08.04.1997) bereitgestellt.

Jeweils zwei gegenüberliegende Seiten der Handschrift werden mit den dazugehörigen Farbabbildungen und der Lesehilfe (beim 'Nibelungenlied') auf einer Webseite dargestellt. Über einen Index können die Webseiten mit den einzelnen Seiten der Handschrift und den Aventiuren aufgerufen werden. Sowohl im Index als auch bei den einzelnen Seiten der Handschrift sind die Strophen des 'Nibelungenliedes' und die Reimpaarverse der 'Klage' zur Orientierung aufgeführt. Graphie und Strophenzählung des 'Nibelungenliedes' im Index folgen der Edition von U. Hennig [3], Graphie und Verszählung der 'Klage' der Edition von J. Bumke [4]. Ein Vor- und Rückwärtsblättern in der digitalen Handschrift ist über Buttons möglich.

Aventiuren des 'Nibelungenliedes': Beim ´Nibelungenlied´ wurde die Lesehilfe den Farbabbildungen der einzelnen Seiten der Handschrift direkt gegenüber gestellt, um einen besseren Vergleich zu ermöglichen. Hierzu ist der Anzeigebereich des Browsers in zwei Segmente aufgeteilt.

Ausgewählte Seiten: Ausgewählte Seiten können als Abbildungen im JPG-Format aufgerufen werden. Weitere Informationen zu diesen Seiten: Beschreibung der Nibelungen-Handschrift C.

Tondokument und Übersetzung: Ein Tondokument - der Beginn der ersten Aventiure - ist der digitalen Handschrift als Beispiel für eine gesprochene mittelhochdeutsche Fassung beigegeben: Die Strophen 1-11 wurden gelesen von L. Voetz. Für den gleichen Aventiurenausschnitt kann eine Übertragung ins Neuhochdeutsche von L. Voetz aufgerufen werden.

Suche im Text der Lesehilfe zum Nibelungenlied: Für die Suche auf den Nibelungen-Webseiten der Badischen Landesbibliothek wurde eine eigene Suchmaske erstellt. Die Suche wird ausschließlich im mittelhochdeutschen Text der Lesehilfe zum Nibelungenlied auf den Nibelungen-Webseiten durchgeführt. Mit Hilfe der Trunkierung können Zeichen am Ende des Suchbegriffs durch * ersetzt werden. Beispielsweise wird bei der Eingabe von sivri* nach den unterschiedlichen Schreibweisen sivri, sivride, sivriden, sivrides, sivrit usw. gesucht.

Die Nibelungen-Handschrift C in Bildern: Die Nibelungen-Handschrift C, ihre Geschichte, mit ihr verbundene Personen und Orte sowie die Nibelungen-Ausstellung "Uns ist in alten Mären..." 2003/2004 in Karlsruhe
(Bilderschau; Anzeigedauer für die Bilder einstellbar zwischen 2 und 20 Sekunden)

Kontakt für weitere Informationen:
Dr. Ute Obhof (obhofSymbolblb-karlsruhe.de) und
Brigitte Knödler-Kagoshima (knoedlerSymbolblb-karlsruhe.de),
Badische Landesbibliothek, Erbprinzenstraße 15, 76137 Karlsruhe


[1] Gemeinsame Ausstellung der Badischen Landesbibliothek und des Badischen Landesmuseums im Schloss Karlsruhe vom 13.12.2003-14.03.2004.

[2] Wir danken Herrn Professor Dr. Hermann Reichert für die Erlaubnis, die Version nutzen zu dürfen, die bereits digital und öffentlich zur Verfügung stand (Stand: 08.04.1997).

[3] Das Nibelungenlied nach der Handschrift C, hg. v. U. Hennig (Altdeutsche Textbibliothek 83), Tübingen 1977.

[4] Die 'Nibelungenklage'. Synoptische Ausgabe aller vier Fassungen, hg. v. J. Bumke, Berlin, New York 1999.



Dieser Text ist in einer ursprünglichen Fassung erschienen in der ZEITSCHRIFT FÜR DEUTSCHES ALTERTUM UND DEUTSCHE LITERATUR: Ute Obhof - Brigitte Knödler-Kagoshima, Die Nibelungen-Handschrift C im Netz, Mittelalter-Philologie im Internet 18, ZfdA 132 (2003) S. 546f.
Adresse
Erbprinzenstraße 15, 76133 Karlsruhe
Telefonnummern und E-Mail-Adressen


Öffnungszeiten
Mo - Fr 9.00 - 19.00 Uhr,
Sa 10.00 - 18.00 Uhr

Wissenstor:
Mo - Fr 9.00 - 22.00 Uhr,
Sa, So 10.00 - 22.00 Uhr

Lesesaal Sammlungen:
Mo - Mi, Fr 9.30 - 16.00 Uhr,
Do 9.30 - 18.00 Uhr


Webseiten-Suche
  erweiterte Suche
Valid HTML 4.01! Valid CSS!