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1. April bis 31. Oktober 2008

5.4.2008

ka-news: „Codex Bruchsal 1 – Einblick in berühmte Handschriftensammlung“
„Eine der bedeutendsten südwestdeutschen Handschriften aus dem hohen Mittelalter ist der Fachwelt heute bekannt als ‚Codex Bruchsal 1‘ – und steht neben anderen Kulturgütern aus dem Besitz der früheren Speyerer Fürstbischöfe im Mittelpunkt eines Vortrages der wissenschaftlichen Bibliothekarin Dr. Ute Obhof. Unter dem Titel ‚Die Handschriftensammlung der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe‘ spricht sie am Dienstag, 15. April, um 19.30 Uhr im Pfarrheim St. Peter, Peter-und-Paul-Straße 55, auf Einladung der Kolpingsfamilie Bruchsal.“

9.4.2008

FAZ: „Was wurde aus dem Fürstenzubehör?“
„Eine Gegenmeinung zum badischen Kulturgüterstreit: Die Kommission des Landes hat keinen Begriff vom Funktionswandel der Besitzrechte im Prozess der Revolution“ Von Gerd Roellecke
„Im ‚badischen Kulturgüterstreit‘ hat die baden-württembergische Landesregierung eine Kommission aus Juristen und Historikern beauftragt, die Eigentumsfragen zu klären. Sie hat jetzt ihr Gutachten veröffentlicht – aber nicht gedruckt. Sie hat ein Exemplar im Lesesaal des Generallandesarchivs Karlsruhe zur Einsichtnahme ausgelegt. Aber die Publikation als Buch wird nicht lange auf sich warten lassen, obwohl sie eine Beilegung des Streits erschweren dürfte.“

10.4.2008

Archivalia: „Der Großherzog wird Privatier“

12.4.2008

F.A.Z., Leserbrief von Dr. Peter Michael Ehrle: „Er trägt seinen Namen zu Recht“
„In seinem Artikel ‚Was wurde aus dem Fürstenzubehör? – Eine Gegenmeinung zum badischen Kulturgüterstreit: Die Kommission des Landes hat keinen Begriff vom Funktionswandel der Besitzrechte im Prozess der Revolution‘ (F.A.Z. – Feuilleton vom 9. April) äußert Professor Dr. Gerd Roellecke, dass die baden-württembergische Landesregierung die Gefahr einer Übernahme von Schloss Salem und damit verbundener Kosten dadurch bannen wollte, dass sie ‚teure Handschriften der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe, von denen sie annahm, sie gehörten dem Hause Baden, kaufte, damit Prinz Bernhard aus dem Erlös Salem sanieren könne.‘ In Wirklichkeit wollte die Landesregierung aber ursprünglich Handschriften der Badischen Landesbibliothek im Wert von 70 Millionen Euro an das Haus Baden zurückgeben, um aus dem Verkaufserlös frühere bauliche Aufwendungen des Hauses Baden abzugelten und durch Gründung einer ‚Stiftung Schloss Salem‘ den Bauunterhalt des Schlosses zu sichern. Der wahre Sachverhalt zeigt, dass der ‚badische Kulturgüterstreit‘ seinen Namen zu Recht trägt, denn es ging im September 2006 nicht nur um Eigentumsrechte des Hauses Baden, sondern auch – und das für die Öffentlichkeit vorrangig – um die Bereitschaft einer Landesregierung, unersetzliche Kulturgüter zu veräußern. Erst der weltweite Protest dagegen, der sich ohne mein Zutun in kürzester Zeit erhob, brachte die Landesregierung Anfang Oktober 2006 zum Einlenken.“

13.4.2008

Der Sonntag: „‚In der Kultur liegt die Zukunft‘“
„Wie war das damals, als im Herbst 2006 der badische Kulturgüterstreit losbrach? Ministerpräsident Günther Oettinger geriet wegen des geplanten Verkaufs wertvoller Handschriften schwer unter Druck – und tröstete sich damit, dass die Kritik im Feuilleton, nicht aber in den Wirtschaftsteilen der Zeitungen artikuliert wurde. Seine Bemerkung heizte die öffentliche Empörung noch weiter an – und doch hat der Ministerpräsident damit eine Einstellung verraten, die noch immer weit verbreitet ist: Wirtschaft bringt Geld, Kultur kostet. Das legt den Schluss nahe, dass Kultur ein Luxus sei, den man sich nur leisten kann, wenn die Wirtschaft floriert. ‚Kultur als Kostgänger der Wirtschaft – was für ein Blödsinn‘. Ullrich Eidenmüller sprach wenige Tage vor seiner Verabschiedung als Karlsruher Kulturbürgermeister klare Worte. Kultur sei ein ‚harter Wirtschaftsfaktor‘, erklärte er – und mehr noch: ‚In der kreativen Kultur liegt die Zukunft dieser Stadt.‘ Bestätigt in dieser Einschätzung sieht er sich durch ein Gutachten, das Rolf Funck, Jolanta Kowalska und Guido von Thadden für Karlsruhe und die Technologie-Region zwischen Bruchsal und Bühl erstellt haben. Die Wirtschaftswissenschaftler von der Universität Karlsruhe untersuchten, welche Rolle die Kultur als Teil der Stadt- und Regionalwirtschaft spielt, nahmen Kulturangebote, Akzeptanz und Finanzierung unter die Lupe und kamen zum Schluss, dass die Herausarbeitung eines eigenen Kulturprofils die Technologieregion als europäische Zukunftsregion stärken könnte.“

18.4.2008

Die Welt online: „Das Kalkül der Wettiner“
„Und weil 1926 Kampagnen für eine entschädigungslose ‚Fürstenenteignung‘ scheiterten, danach die Länder der Republik unterschiedliche Gesetze verabschiedeten, wie mit ehemaligem Fürstenbesitz umzugehen, was als privat anzusehen, was der Funktion als Herrscher zuzurechnen und damit nun allgemeiner Besitz sei, dauert der Streit bis heute an. In den neuen Bundesländern zusätzlich verschärft, durch die Rechtsetzung durch die sowjetische Besatzungsmacht mit Bodenreform und Enteignungen.“
„Deshalb kommt Baden-Württemberg nicht zur Ruhe, weil das Haus Baden Kunstschätze aus Landesbesitz beansprucht. Und deshalb muss sich Sachsen mit immer neuen Forderungen der Wettiner auseinandersetzen.“

21.4.2008

F.A.Z., Leserbrief von Professor Dr. Albert Raffelt: „Vom Nutzen einer ‚gereizten Diskussion‘“
„Gerd Roelleckes ‚Gegenmeinung zum badischen Kulturgüterstreit‘ (F.A.Z. vom 9. April) zielt auf eine juristische Kritik des Gutachtens der Expertenkommission, der er nicht angehörte. Ob die von ihm empfohlene Wertung der historischen Rechtslage korrekt ist, mögen Fachleute für diese Fragen entscheiden, von denen sich ja bislang mehrere anders geäußert haben. Roelleckes Darstellung des ‚Kulturgüterstreits‘ selbst verdient aber einige Korrekturen, denn um einen solchen handelt(e) es sich entgegen Roellecke ‚genau genommen‘ eben doch; Roellecke irrt nämlich: Das Land Baden-Württemberg hat, erstens, mitnichten mittelalterliche Handschriften kaufen (!), sondern solche aus säkularisierten Klöstern stammende Handschriften aus der Sammlung der Badischen Landesbibliothek dem Verkauf (!) auf dem freien Markt zuleiten wollen. Es hätte damit, zweitens, Erfordernisse des Kulturgüterschutzes umgangen, wie aus der Stellungnahme des Kulturstaatsministers Bernd Neumann vom 9. Oktober 2006 deutlich wird. Zum Dritten waren die zuständigen Fachbeamten bis hin zum Direktor der Badischen Landesbibliothek bei den Planungen, deren Mitwisserschaft sich bis in hohe Behörden erstreckte, ausgeschlossen worden und haben erst durch Journalisten davon erfahren.“
„Die ‚gereizte öffentliche Diskussion‘ wurde schon von daher nicht vom Direktor der Landesbibliothek ausgelöst (der sich dann selbstverständlich zu seinem Verantwortungsbereich äußern musste), wie Roellecke meint, sondern von Journalisten und weitergeführt von internationalen Gelehrten, fachlich kompetenten Juristen, dem Kulturstaatsminister, Spitzenvertretern der großen deutschen Wirtschaftsorganisationen, hohen Kirchenvertretern wie dem Erzbischof von Freiburg und den deutschen Benediktiner-Äbten und vielen anderen.“

6.5.2008

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Kein Kaufangebot für Schloss Salem“
„Das angebliche Interesse eines arabischen Investors an einem Kauf von Schloss Salem stößt in Baden-Württemberg auf Skepsis. Bisher liegt kein konkretes Kaufangebot vor. ‚Ich glaube nicht, dass dieses sehr greifbar naheliegt‘, sagte Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) am Dienstag in Stuttgart. Ein Kaufangebot liege auch nicht vor, sagte Wirtschafts-Staatssekretär Richard Drautz (FDP).“
„Prinz Bernhard dringt seit langem auf finanzielle Hilfe des Landes. Der geplante Verkauf kostbarer mittelalterlicher Handschriften und Gemälde hat jedoch international Kritik ausgelöst. Der Adelige hatte damit gedroht, Teile des Ensembles, eines Zisterzienserklosters aus dem 12. Jahrhunderts, zu verkaufen. Mit dem Erlös will er über 30 Millionen Euro Schulden bei Banken zurückzahlen, die durch die Instandhaltung und Sanierung der Anlage aufgelaufen sind. Ein Vergleich mit dem Land und die Einrichtung einer gemeinnützigen Stiftung für Schloss Salem sind bisher nicht zustande gekommen. Eine Einigung über die Eigentumsrechte an badischen Kunstschätzen ist nicht in Sicht.“

faz.net,: „Querelen beendet – Hausbuch abgegeben“
„Das mittelalterliche Hausbuch aus dem Jahr 1480, das einige hundert Jahre im Besitz der oberschwäbischen Adelsfamilie Waldburg-Wolfegg war, wird künftig für Ausstellungen und für wissenschaftliche Zwecke genutzt werden können. Die baden-württembergische Landesregierung genehmigte nachträglich den Verkauf der auf zwanzig Millionen Euro geschätzten wertvollen mittelalterlichen Handschrift an einen Kunstsammler aus Bayern und ließ sich von dem Käufer – wohl der Industrielle August Baron von Finck – die konservatorisch korrekte Aufbewahrung in einer schriftlichen Erklärung zusichern.“
„Die Verhandlungen mit dem Hausbuch-Käufer sollten zweierlei erreichen: Niemand sollte Anlass haben, den während des Streits über die badischen Handschriften geäußerten Vorwurf des ‚Kunstbanausentums‘ zu wiederholen. Und die zahlreichen klammen Adelshäuser im Südwesten sollten sich keine Hoffnungen machen, sich mit Kunstverkäufen an das Land sanieren zu können.“

10.5.2008

Momente – Beiträge zur Landeskunde Baden-Württemberg, 2/2008: „‚Pertinenz‘ – Zauberwort im Kulturgüterstreit“ Von Prof. Dr. Dieter Mertens, em. Lehrstuhlinhaber der Universität Freiburg und Mitglied des wissenschaftlichen Beirates von „Momente“
„Die Auseinandersetzung zwischen dem Land Baden-Württemberg und dem Haus Baden über die badischen Kulturgüter aus der Zeit der Monarchie ist noch nicht beendet, doch seit das Gutachten der von Herrn Minister Frankenberg eingesetzten Expertengruppe am 18. Dezember 2007 vorgelegt wurde, dürften sich die Nebel deutlich gelichtet haben.“
„Das Gutachten liefert zunächst eine rechtsgeschichtliche Analyse der Rechtsvorstellungen, die das Denken und Handeln der Großherzöge in dem Jahrhundert der Verfassung geprägt haben: Als regierende Monarchen sind sie Staatspersonen, sie haben mit ihrem Hof die Würde und das Ansehen des Hauses und des Landes zu wahren und zu mehren.“

12.5.2008

ka-news.de: „Spekulationen um Salem – Wird Haus Baden von Arabern gekauft?“
„Vor wenigen Jahren erst ging das Neue Schloss Baden-Baden in den Besitz einer Investorin aus Kuwait über. Seitdem ringt Fawzia Al-Hassawi mit den Verantwortlichen aus Verwaltung und Gemeinderat der Kurstadt um eine sinnvolle Folgenutzung – hochwertige Wohnbebauung im Schlossgarten etwa war schon angedacht. Jetzt kommt auch der Familiensitz des Markgrafen von Baden, Schloss Salem am Bodensee, erneut in die Diskussion. Am Wochenende verdichteten sich Meldungen, wonach Investoren aus dem Golfstaat Katar in Salem einsteigen wollen. Wird das traditionsreiche Haus Baden bald komplett von Arabern gekauft? Schon der ursprünglich angedachte Verkauf badischer Handschriften sorgte weit über das Jahr 2006 – just zum Beginn des Jubiläumsjahrs 200 Jahre Baden – hinaus für einen internationalen Aufschrei (ka-news berichtete). Mit den Erlösen der Verkäufe sollte der Erhalt des Schlosses Salem finanziert werden.“

3.7.2008

Schwäbische Zeitung online: „Der Markgraf von Baden feiert im Familienkreis“
„Der Erhalt des Schlosses für die Öffentlichkeit als einmaliges Kulturgut sei mehr als die Privataufgabe einer – wenn auch adligen – Familie. Ende 2006 wollte das Haus Baden deshalb 70 Millionen Euro vom Land Baden-Württemberg – 30 zur Tilgung von Schulden und 40 Millionen für eine zu gründende Stiftung ‚Schloss Salem‘. Der Verkauf der Handschriften der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe sollte etliche Millionen Euro bringen, doch das wurde verhindert. Ansonsten ist seitdem nicht viel passiert. Das Land und die von Baden entzweit die Eigentumsfrage von Kulturgütern im geschätzten Wert von bis zu 300 Millionen Euro. Eine unabhängige Expertenkommission des Landes kam zum Ergebnis, dass diese zu einem Großteil bereits in Landesbesitz seien, eine Gutachterkommission des Hauses von Baden kam – Überraschung – zum gegenteiligen Schluss.“

Landesvereinigung Baden in Europa: „Badenbrief 02/08“
„Wie Sie wissen, hat die Expertenkommission ‚Eigentumsfragen Baden‘, festgestellt, dass ein kleiner Teil von Handschriften, Inkunabeln und Kunstgegenständen dem Hause Baden zuzuordnen sind. Die Landesregierung hatte gleich nach Vorlage des Gutachtens der Expertenkommission erklärt, dass diese Vermögenswerte des Badischen Hauses vom Land angekauft würden. Wir hoffen sehr, dass dieser Kauf noch in diesem Jahr realisiert wird.“

12.7.2008

faz.net: „Christoph Graf Douglas zum Sechzigsten – Souverän“
„Wieder für die Verwandtschaft unterwegs in Sachen Salem und der badischen Handschriften, geriet der Graf vor allem in Baden-Württemberg ins Visier. Dabei muss man ihm – womöglich als einzigem Beteiligten der Affäre – bescheinigen, dass er die wertvollen Bücher der Landesbibliothek in Karlsruhe niemals verkaufen wollte; er hätte, ganz seinem Naturell entsprechend, am liebsten getauscht.“

boersenblatt.net: „Personalia – Christoph Graf Douglas wird 60“
„Rose-Maria Gropp würdigt im Kunstmarkt der heutigen Ausgabe der ‚Frankfurter Allgemeinen Zeitung‘ den Kunstvermittler Christoph Graf Douglas, der morgen seinen sechzigsten Geburtstag feiert. Graf Douglas war früher für das Auktionshaus Sotheby's tätig und lebt heute als freier Kunstberater in Frankfurt am Main. Erwähnung findet in dem Artikel auch Douglas' Beteiligung an der badischen Handschriftenaffäre“

14.7.2008

Archivalia: „Graf Douglas wurde 60“

29.7.2008

Jürgen Walter, kulturpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag: „Auch für Adel gilt: Der Pelz wird beim Waschen nass – Glaubwürdigkeit des Hauses Baden erschüttert“
„Monatelang hat das Haus Baden der Landesregierung und dem Landtag die Pistole auf die Brust gesetzt, der Prinz von Baden hatte immer wieder behauptet, Ende 2007 würden die Banken ihre Kredite aufkündigen. Ein halbes Jahr später ist davon nicht mehr die Rede. Im Gegenteil: Ein von der Landesregierung in Auftrag gegebenes Gutachten hatte ergeben, dass das Haus Baden im Besitz von Kunstgegenständen im Wert von ca. 6 Millionen Euro sei, das Land wollte kaufen, das Haus Baden lehnte ab. ‚Ganz so schlimm kann also die finanzielle Situation des Hauses Baden nicht sein‘, sagte der kulturpolitische Sprecher der Grünen im Landtag Jürgen Walter.“

2.8.2008

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Salem Salem – Haus Baden im Visier“
„‚Auch für Adlige gilt in einer Republik, dass der Pelz beim Waschen nass wird‘, stellt der Grünen-Landtagsabgeordnete Jürgen Walter fest. Er ist verärgert über das Haus Baden. Monatelang habe es der Landesregierung und dem Landtag die Pistole auf die Brust gesetzt. Bernhard Prinz von Baden habe immer wieder behauptet, Ende 2007 würden die Banken ihre Kredite kündigen. Ein halbes Jahr später sei davon nicht mehr die Rede.“
„Im Gegenteil habe ein von der Landesregierung in Auftrag gegebenes Gutachten ergeben, dass das Haus Baden im Besitz von Kunstgegenständen im Wert von etwa sechs Millionen Euro sei, die das Land kaufen wollte. Die Besitzer hätten abgelehnt. ‚Ganz so schlimm kann also die finanzielle Situation des Hauses Baden nicht sein‘, sagte Walter, der kulturpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion.“
„In dieses Bild passe es, dass sich der Hausherr von Schloss Salem standhaft weigere, an der Erstellung eines Gutachtens zur Feststellung des Verkehrswertes mitzuarbeiten, doch nur so könnten die entsprechenden Ausgangswerte erfasst werden. Das ergebe die Antwort von Finanzminister Willi Stächele (CDU) auf eine Kleine Anfrage der Grünen. ‚Das Haus Baden befürchtet wohl, dass sich die aufgerufenen Preise von rund 40 Millionen Euro pulverisieren würden‘, glaubt Walter.“

19.8.2008

Kulturinformationszentrum des Deutschen Kulturrates und der ConBrio Verlagsgesellschaft: „Land Baden-Württemberg lässt Wert von Schloss Salem schätzen“
„In die Gespräche über die Zukunft von Schloss Salem kommt allmählich Bewegung. Das Haus Baden habe der Erstellung eines Gutachtens zum Verkehrswert der Schlossanlage zugestimmt, gab der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) am Dienstag in Stuttgart bekannt.
Ergebnisse sollen in vier bis sechs Wochen vorliegen. Danach könne über Konsequenzen beraten werden. Das Haus Baden droht seit geraumer Zeit aufgrund hoher Schulden wegen Instandhaltungskosten mit einer Veräußerung des historisch bedeutsamen Schlosses. Das Land hat ein Vorkaufsrecht und schließt nicht aus, davon Gebrauch zu machen, um die Anlage für die Öffentlichkeit zu erhalten.“

20.8.2008

Bietigheimer Zeitung: „Schloss Salem wird erneut auf seinen Millionenwert taxiert – Das Ergebnis der Prüfung durch Gutachter der Regierung soll in sechs Wochen vorliegen“
„In die Gespräche über die Zukunft von Schloss Salem kommt allmählich Bewegung. Das Haus Baden habe der Erstellung eines Gutachtens zum Verkehrswert der Schlossanlage nun zugestimmt, gab Ministerpräsident Günther Oettinger gestern in Stuttgart bekannt. Ergebnisse sollen in vier bis sechs Wochen vorliegen. Danach könne über Konsequenzen beraten werden.“
„Ursprünglich wollte das Haus Baden Kunstschätze an das Land abtreten. Im Gegenzug sollte das Land zur Rettung von Salem die Schulden abgelten. Zudem war eine Stiftung für den Erhalt des Schlosses geplant. Die Verhandlungen liegen aber auf Eis, seit Zweifel daran aufkamen, ob die Kunstwerke dem Haus Baden überhaupt gehören und nicht doch dem Land.“

22.8.2008

Staatsanzeiger Baden-Württemberg: „Land lässt Wert von Schloss Salem schätzen“
„In die Gespräche über die Zukunft von Schloss Salem kommt allmählich Bewegung. Das Haus Baden habe der Erstellung eines Gutachtens zum Verkehrswert der Schossanlage zugestimmt, gab Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) am Dienstag bekannt. Ergebnisse sollen in vier bis sechs Wochen vorliegen. Danach könne über Konsequenzen beraten werden.“ (Rubrik „Kurz notiert“, Seite 12)

22.9.2008

BNN: „Ist die Anlage 42 oder nur 15 Millionen Euro wert?“
„Mit Spannung blicken Finanz- und Kultuspolitiker den kommenden Wochen entgegen. Dann nämlich könnte sich nach vielmonatigem Tauziehen die Zukunft des Schlosses Salem am Bodensee entscheiden. Gegenwärtig ermitteln Gutachter den Verkehrswert der prominenten Immobilie. Das Land gab die Expertise in Auftrag, nachdem sich Hausherr Bernhard Prinz von Baden laut Finanzminister Willi Stächele (CDU) längere Zeit geweigert hatte, die Experten vorzulassen. Das Haus Baden widerspricht dieser Darstellung. Wie eine Sprecherin des Prinzen den BNN erklärte, habe der sich keineswegs geweigert. Strittig seien jedoch ‚die Rahmenbedingungen für die Erstellung des Gutachtens‘ gewesen.“

9.10.2008

Finanzministerium Baden-Württemberg: „Gemeinsame Stellungnahme von Haus Baden und Finanzministerium“
„Das vom Land in Auftrag gegebene Gutachten liegt vor und wurde dem Haus Baden übergeben. Hierbei wurde mit dem Haus Baden folgendes vereinbart:
1. Die Gesprächspartner – das Haus Baden und die Landesregierung – haben das Gutachten zur Kenntnis genommen und betonen, dass das Gutachten auf dem aktuellen Nutzungskonzept beruht.
2. Die Parteien sind sich einig, dass ein Verkaufswert zusätzlich zum Ertragswert, den Sachwert, die kunsthistorische Bedeutung des Objekts und die aktuelle Marktsituation einzubeziehen hat.
3. Es steht dem Land frei, dem Haus Baden auf dieser Grundlage ein Kaufangebot für die angebotene Fläche zu unterbreiten.
Auf dieser Grundlage werden weitere Gespräche folgen.“

SPD-Landtagsfraktion Baden-Württemberg: „Wertgutachten zu Schloss Salem: Land kann aus starker Position verhandeln“
MdL Nils Schmid: „Das Landesgutachten zeigt, dass Salem am Ende mit einer verantwortbaren Summe für die Öffentlichkeit erhalten werden kann“
„Das jetzt vorliegende Wertgutachten der Landesregierung über die Schlossanlage Salem bringt die Landesregierung nach Auffassung von SPD-Fraktionsvize Nils Schmid in eine gute Ausgangslage bei den Verhandlungen über den Erhalt der Anlage für die Öffentlichkeit. ‚Das Landesgutachten zeigt, dass Salem am Ende mit einer verantwortbaren Summe für die Öffentlichkeit erhalten werden kann‘, betonte Schmid. ‚Das Land kann jetzt aus einer starken Position verhandeln.‘ Die Diskrepanz zwischen den Wertangaben des Landesgutachtens (5,4 Mio. Euro) und den Prinzen-Schätzungen (42 Mio. Euro) sei zwar so groß, dass auch Methoden- und Bewertungsunterschiede eine Rolle spielen könnten. Selbst dann aber, so Schmid, liege der jetzt durch unabhängige Gutachter bezifferte Wert in einem Bereich, der weit unter den früher gehandelten Summen für die Salem-Rettung liege. Nach Ansicht Schmids ist damit auch endgültig die Notwendigkeit vom Tisch, die Übereignung von unzweifelhaft in Landeseigentum befindlichen Kulturgütern zum Gegenstand einer Vereinbarung zwischen dem Haus Baden und dem Land zu machen.“

swr.de: „Haus Baden kritisiert Salem-Gutachten“
„Das Haus Baden kritisiert das neue Gutachten der Landesregierung zum Wert von Schloss Salem. Die darin genannte Summe von 5,4 Millionen Euro entspreche nicht dem marktbezogenen Verkaufswert, heißt es in einer Pressemitteilung des Hauses Baden.“
„Man müsse auch den ideellen Wert der kulturhistorischen Anlage und die aktuelle Marktsituation hinzurechnen, hieß es weiter. Die Gutachter des Markgrafen hatten einen Wert von 42 Millionen Euro festgestellt. Das Gutachten der Landesregierung wurde dem Haus Baden am Mittwoch übergeben. In einem begleitenden Gespräch zwischen beiden Seiten verständigten sich die Parteien, dass die Landesregierung deutlich mehr Geld einbringen müsste, wollte sie ein Angebot abgeben. Denn die 5,4 Millionen stellen nur den Ertragswert dar.“
„Landesregierung peilt Paketlösung an“
„Die Landesregierung will die Anlage zwar halten, aber nicht um jeden Preis. Sie hatte nach SWR-Recherchen auf eine sogenannte Paketlösung gedrängt. Das heißt, sie würde nicht nur das Schloss, sondern auch die nach wie vor umstrittenen badischen Kunstgegenstände kaufen.“
„Der Plan der Landesregierung, Geld durch den Verkauf wertvoller Kunstgegenstände, darunter wertvoller mittelalterlicher Handschriften zu bekommen, war im In- und Ausland auf heftige Kritik gestoßen.“

BNN: „Hat Prinz den Wert von Salem weit überschätzt?“
„Schloss Salem soll nach Informationen des Südwestrundfunks (SWR) wesentlich weniger wert sein als der Schlossherr vermutet. Das Gutachten der Landesregierung zu Schloss Salem liege jetzt vor, berichtete der SWR. Nach Recherchen des Senders bewerten die Gutachter das Schloss weit weniger hoch als der Eigentümer, Prinz Bernhard von Baden. Prinz Bernhard dringt schon lange auf finanzielle Hilfe des Landes, um seine Bankschulden ablösen zu können.“

südwest-aktiv.de: „Gutachter: Schloss Salem weniger wert“
„Schloss Salem soll nach Informationen des Südwestrundfunks (SWR) viel weniger wert sein, als Schlossherr Bernhard Prinz von Baden vermutet. Das Gutachten der Landesregierung zu dem Schloss im Bodenseekreis liege jetzt vor, heißt es in einem SWR-Bericht. Der Prinz dringt schon lange auf finanzielle Hilfe des Landes, um seine Bankschulden in Höhe von über 30 Millionen Euro ablösen zu können. Die von der Landesregierung beauftragten Gutachter bewerten den Verkehrswert von Schloss Salem in einer Größenordnung von fünf bis sieben Millionen Euro, heißt es in einer Mitteilung des SWR.“

Landeskunde online: „Schloss Salem weniger wert?“
„Nach Berichten des SWR soll Schloss Salem laut eines Gutachtens der Landesregierung weniger wert sein, als die bisherigen Schätzungen des Hauses Baden ergeben. Informationen des Senders besagen, die Summe liege lediglich bei einem Sechstel bis einem Achtel der von Prinz Bernhard veranschlagten Summe. Nach der Einschätzung der von der Landesregierung beauftragten Gutachter betrage der Verkehrswert von Schloss Salem lediglich fünf bis sieben Millionen Euro. Das liegt weit unter den Vorstellungen von Bernhard Prinz von Baden. Ein von ihm selbst in Auftrag gegebenes Gutachten beziffert den Wert des Schlosses mit 42 Millionen Euro. Die Landesregierung, die in Sachen Salem eine ‚Paketlösung‘ anstrebt, fühlt durch ihr Gutachten ihre Verhandlungsposition gestärkt. Das Haus Baden widerspricht dieser Meldung und verweist darauf, dass die im Gutachten stehende Summe von 5,4 Mio € nicht den marktbezogenen Verkausfwert darstelle, sondern – wie das Gutachten selbst deutlich mache – nur den Ertragswert ermittle, der sich auf das derzeitige kulturbezogene – und nicht kommerzielle – Nutzungskonzept beziehe.“

Landeskunde online: „Kurz-Stellungnahme des Hauses Baden zum Gutachten Ellwanger und Geiger zu Schloss Salem“
„In einer ersten ausführlicheren Stellungnahme geht das Haus Baden auf die inneren Widersprüche und die Konzeption des von der Landesregierung eingeholten und jetzt vorgelegten Gutachtens zum Wert der Schlossanlage Salem ein. Wir bringen nachfolgend die Stellungnahme im Wortlaut.“

Landeskunde online: „Was ist Salem wert? – Unser Kommentar“
„5,4 Millionen stellt das von der Landesregierung in Auftrag gegebene Gutachten für Salem als derzeitigen Ertragswert fest. Die Landesregierung aus Auftraggeberin des Gutachtens beeilt sich, hinzuzufügen, dass es sich dabei nicht um den gesamten ‚Wert‘ der Anlage handelt.“

Schwäbische Zeitung Online: „Neue Gespräche über Schloss Salem: Gutachten nennt nur 5,4 Millionen“
„Die Landesregierung und das Haus Baden verhandeln trotz sehr unterschiedlicher Preisvorstellungen wieder über die Zukunft von Schloss Salem. Wie eine Sprecherin von Schloss Salem am Donnerstag sagte, haben sich Finanzminister Willi Stächele (CDU) und Prinz Bernhard von Baden am Mittwoch getroffen und über das neue Gutachten des Landes gesprochen, das den Wert von Schloss Salem auf 5,4 Millionen Euro schätzt.“
„Prinz Bernhard erwartet vom Land finanzielle Hilfe bei dem Erhalt des Schlossareals, weil die Banken Kredite in Millionenhöhe zurückfordern. Das Haus hat nach eigenen Angaben in den vergangenen zwei Jahrzehnten rund 30 Millionen für den Erhalt des Schlosses investiert. Der Plan der Landesregierung, Geld durch den Verkauf wertvoller Kunstgegenstände, darunter wertvoller mittelalterlicher Handschriften zu bekommen, war auf heftige Kritik im In- und Ausland gestoßen.“

Schwäbische Zeitung Online: „Chronologie: Der jahrelange Streit um den Erhalt von Schloss Salem“
„Das Land Baden-Württemberg und das badische Adelshaus streiten seit etwa zwei Jahren über den Besitz jahrhundertealter Kulturgüter und die Finanzierung des Schlosses Salem am Bodensee.“
„Das Adelshaus steht wegen Restaurierung und Erhalt des ehemaligen Zisterzienserklosters mit Millionenbeträgen in der Kreide. Bernhard Prinz von Baden hat deshalb immer wieder mit dem Verkauf der Schlossanlage gedroht. Nun wird wieder verhandelt, nach dem ein Wertgutachten der Landesregierung vorliegt.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Schloss Salem: Wert bleibt umstritten“
„Für Schloss Salem gibt es ein neues Wertgutachten – es soll weit mehr als 5,4 Millionen Euro wert sein. Das Haus Baden widerspricht massiv: Das Schloss sei vielmehr 42 Millionen wert. Die Verhandlung mit einem privatem Investor läuft unterdessen. Das Land Baden-Württemberg hat ein Wertgutachten für Schloss Salem erstellen lassen und nun an das Haus Baden übergeben. Finanzminister Willi Stächele (CDU) und Bernhard Prinz von Baden besprachen bei einem Treffen das Gutachten am Mittwoch.“

freiepresse.de: „Gutachten zu Salem liegt vor – Oettinger strebt bis Jahresende Entscheidung über Zukunft des Schlosses und Kunstschätze an“
„Die Diskussion um die Zukunft von Schloss Salem geht in die entscheidende Phase. Nachdem nun ein Gutachten der Landesregierung zum Wert der Anlage vorliegt, soll über ein Kaufangebot beraten werden. Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) zeigte sich am Donnerstag in Stuttgart zuversichtlich, dass ‚jetzt mit dem Gutachten eine Bewertung absehbar ist‘. Eine Entscheidung solle noch in diesem Jahr fallen, auch im Streit um die badischen Kunstschätze. Das Haus Baden drohte derweil weiter mit einem Verkauf des Schlosses an einen privaten Investor.“
„Oettinger bestätigte, dass dem Finanzministerium das Gutachten inzwischen vorliegt. Am Dienstag solle mit den Fraktionsvorsitzenden darüber beraten werden. Das Gutachten kommt auf eine Summe von 5,4 Millionen Euro, während das Haus Baden in einer eigenen Expertise den Gesamtwert der Anlage auf 42 Millionen Euro geschätzt hatte. Bei den Grünen sorgte die hohe Differenz für Spott: Die Preisvorstellungen des Markgrafen entstammten wohl eher ‚einem arabischen Märchentraum‘. Auch für das Land, das zur Schlossrettung wertvolle Handschriften veräußern wollte, sei das Ergebnis ‚peinlich‘, sagte der Grünen-Kulturexperte Jürgen Walter.“

ad-hoc-news.de: „Verkaufswert von Schloss Salem noch nicht ermittelt – Die Schuldenlast liegt nach Angaben des Schlossherrn bei 30 Millionen Euro“
„Das vom Land Baden-Württemberg in Auftrag gegebene Gutachten zum Wert von Schloss Salem nennt lediglich den Ertragswert der Anlage. Der Verkaufswert, der Grundlage eines Kaufangebots wäre, müsse noch ermittelt werden, stellte ein Sprecher des Finanzministeriums in Stuttgart am Donnerstag auf ddp-Anfrage klar. Unter Einbeziehung mehrerer Beteiligter, auch des Landtages, soll dieser Wert nun ermittelt und über einen eventuellen Kauf des Ensembles beraten werden. Das Haus Baden erklärte derweil, auch Verhandlungen mit einem privaten Interessenten «intensiv» weiterzuführen.“

10.10.2008

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Schloss Salem: Wunschwert und Wirklichkeit“
„Das Wertgutachten zur Schlossanlage Salem liegt endlich vor. Die Schätzer gehen von 5,4 Millionen Euro aus – das Haus Baden will 42 Millionen. Nun muss die Landespolitik bestimmen, ob und wie viel sie investieren will in das historische Kulturgut am Bodensee.“
„Denn die vom Land beauftragten Münchner Gutachter legten den Ertragswert auf fünf bis sieben Millionen Euro fest, die sich aus Mieten und Einnahmen aus kulturellen Veranstaltungen speisen. Im Stuttgarter Finanzministerium hält man die Erträge für nicht ausgereizt. ‚Da kommt nicht viel raus‘, heißt es dort abschätzig. Doch die Ziffer ist Basis für weitere Verhandlungen. Das Haus Baden legt Wert auf die Feststellung, dass Ertragswert nicht gleich Verkaufswert sei. Der Kaufpreis ergebe sich ebenfalls aus dem ‚Substanzwert des gesamten Areals‘, das doppelt so groß ist wie das in Landeshand befindliche Schloss Ludwigsburg. Auch die Landesregierung gesteht zu, dass ‚der Sachwert, die kunsthistorische Bedeutung sowie die aktuelle Marktsituation einzubeziehen‘ seien.“
„Oettinger sieht nach dem jetzigen Gutachten eine ‚Möglichkeit, den Streit zu beenden‘. Eine Lösung soll ebenso wie im Konflikt um die badischen Kunstschätze in diesem Jahr gefunden werden. Von einem Vergleich allerdings will Bernhard von Baden nichts mehr wissen. Das lehnte er kategorisch ab. Oettinger will die Entscheidung nach der massiven Kritik an der früheren Vergleichsverhandlung, in der Kunstschätze wie Handschriften und Gemälde gegengerechnet werden sollten, nicht mehr im Alleingang treffen.“

Schwäbische Zeitung Online: „Haus Baden kritisiert Wertgutachten zu Salem“
„Im Streit um die Zukunft des Schlosses Salem zwischen Landesregierung und dem finanziell angeschlagenen Haus Baden verhärten sich die Fronten. Ein Gutachten des Landes, das den Wert des Schlosses auf 5,4 Millionen Euro schätzt, wurde vom Haus Baden am Freitag als ‚grob unzutreffend‘bezeichnet. Es müsse korrigiert werden. Bernhard Prinz von Baden hat sein Anwesen im Bodenseekreis in einem eigenen Gutachten auf 42 Millionen Euro taxieren lassen. Er fordert vom Land Hilfe beim Erhalt der kulturhistorisch bedeutsamen Anlage, die Landesregierung schließt einen Kauf nicht aus.“
„Mit den Ergebnissen der Gutachten hoffen das Haus Baden und die Landesregierung ihre jeweiligen Verhandlungspositionen zu stärken. In den Gesprächen geht es um einen möglichen Kauf des Schlosses durch die Landesregierung. Grund ist der Geldklemme des Hauses Baden, weil die Banken Kredite in Millionenhöhe zurückfordern. Prinz Bernhard von Baden hat nach eigenen Angaben in den vergangenen zwei Jahrzehnten rund 30 Millionen für den Erhalt des Schlosses investiert.“

Mannheimer Morgen: „Gespräche über Salem – Schloss: Unterschiedliche Preisvorstellungen“
„Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) betonte, dass er den Streit insgesamt beilegen möchte. Dies betreffe sowohl Schloss Salem als auch die Kunstschätze. Eine Lösung sei noch in diesem Jahr absehbar. Informationen des SWR, wonach die Landesregierung eine Paketlösung vorschlägt, die das Schloss und die Kunstschätze umfasst, dies Prinz Bernhard aber abgelehnt habe, wollte Salem-Sprecherin Birgit Rückert nicht kommentieren. Die Opposition sieht das Land durch das Wertgutachten im Vorteil. Aus der SPD-Landtagsfraktion hieß es, Baden-Württemberg könne aus einer starken Position verhandeln.“

ad-hoc-news.de: „Haus Baden hält Wertgutachten zu Salem für unplausibel – Ministerpräsident Günther Oettinger strebt noch in diesem Jahr eine Gesamtlösung an“
„Über den finanziellen Wert von Schloss Salem wird weiter gestritten. Das Haus Baden äußerte am Freitag scharfe Kritik an dem vom Land vorgelegten Gutachten zu der Schlossanlage. Das Gutachten des Bankhauses Ellwanger & Geiger bedürfe an mehreren Stellen Korrekturen, forderte das Adelshaus am Freitag in einer in Salem veröffentlichten Stellungnahme. Es warf den Gutachtern grobe Fehler bei der Ermittlung des Sachwertes, des Ertragswertes und des Verkehrswertes der Anlage vor.“
„Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) hatte am Donnerstag angekündigt, dass noch in diesem Jahr eine Entscheidung fallen soll. Er strebt eine Gesamtlösung an, mit der sowohl das Schloss gerettet als auch der Streit mit dem Haus Baden um wertvolle Kunstschätze beendet werden soll.“

13.10.2008

Schwäbische Zeitung Online: „Land will Schloss Salem übernehmen“
„Die Landesregierung ist grundsätzlich bereit, Schloss Salem zu erwerben. Das Haus Baden wolle nur einen Seitenflügel und angrenzende Wiesen behalten, hat Finanzminister Willi Stächele (CDU) nach Teilnehmerangaben bei der Übergabe des neuen Verkehrswertgutachtens an die vier Fraktionschefs des Landtags berichtet. Aus einer dem Gutachten des Stuttgarter Bankhauses Ellwanger & Geiger beigefügten Karte geht hervor, dass das Adelshaus nur die sogenannte Prälatur für die Wohnung des Markgrafen Max von Baden sowie angrenzende Obstwiesen und Pferdekoppeln behalten möchte. Die Preisvorstellungen vor dem Auftakt weiterer Verhandlungen liegen nicht so weit auseinander.“
„Das Land hat für den Erwerb der von einer Expertenkommission dem Haus Baden zugeschriebenen Kunstschätze bereits sechs Millionen Euro im Etat des Wissenschaftsministeriums reserviert. Auch die Landesstiftung hält zehn Millionen Euro bereit. Der Erwerb des Schlosses soll jedoch aus dem sogenannten Grundstock finanziert werden. Über diesen Topf wird der Erwerb und die Veräußerung von Landesvermögen (Grundbesitz und Beteiligungen) abgewickelt. Der normale Haushalt müsste nicht belastet werden.“
„Der Regierungschef will die Angelegenheit durch eine Paketlösung, den Ankauf von Schloss und Kunstschätzen, noch heuer über die Bühne bringen. Der Finanzminister zweifle allerdings dem Vernehmen nach, ob das Haus Baden tatsächlich bereits parallel mit einem privaten Investor über den Verkauf von Salem verhandle. Falls Markgraf Max von Baden in der Prälatur wohnen bleibe, wolle sich das Land ausdrücklich ein Vorkaufsrecht für diesen Seitenflügel des Schlosses einräumen lassen.“

14.10.2008

Archivalia: „Wertgutachten zu Schloss Salem liegt vor“

Schwäbische Zeitung Online: „Debatte um Schlosskauf: SPD fordert Gesamtbetrachtung“
„Die SPD im Landtag fordert in der Debatte um den möglichen Kauf des Schlosses Salem durch das Land eine Gesamtbetrachtung der Ausgaben und Einnahmen des Hauses Baden. ‚Der Prinz von Baden darf nicht den Aufwand für den Erhalt des Schlosses auf die Allgemeinheit abwälzen wollen und die Einnahmen aus den ihm zugefallenen Ländereien, Wäldern und Fabriken verschweigen‘, sagte Fraktionschef Claus Schmiedel der Deutschen Presse-Agentur dpa am Dienstag in Stuttgart. Nach einem Gutachten des Landes werde der Erhaltungsaufwand für die Schlossanlage auf 300 000 Euro im Jahr beziffert. Der Prinz von Baden mache aber eine Summe von 1,5 Millionen Euro geltend. Dafür fehle jeglicher Nachweis. ‚Das Land darf nicht für persönliche Schulden des Prinzen aufkommen‘, sagte Schmiedel. Deshalb müsse das Landesdenkmalamt die möglichen Zahlungen für den Erhalt der Anlage abschätzen, mit denen das Land in den kommenden zehn Jahren rechnen muss. In dem Gutachten würden die Einnahmen aus der Anlage auf 700 000 Euro pro Jahr beziffert.“

15.10.2008

Archivalia: „Debatte um Ankauf von Schloss Salem“

Schwäbische Zeitung Online: „Land unterbreitet Kaufangebot für Salem noch im Oktober“
„Die Landesregierung will übernächste Woche ein Kaufangebot für Schloss Salem unterbreiten. Das Paket soll auch die dem Haus Baden zugeschriebenen Kunstschätze beinhalten. Das hat Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) gestern angekündigt. Als Basis für Verhandlungen nannte er den im Gutachten des Stuttgarter Bankhauses Ellwanger & Geiger ermittelten Ertragswert von 5,4 Millionen Euro, der sich an Mieteinnahmen orientiert. Allerdings müsse bei einem Kaufangebot auch der ‚ideelle Wert‘ berücksichtigt werden. Im Gutachten wird der Sachwert auf 36,5 Millionen Euro beziffert.“
„Die CDU-Fraktion habe gestern dem Regierungschef grünes Licht für Verkaufsverhandlungen gegeben, teilte Ex-Minister Ulrich Müller der SZ mit. Die FDP bekräftigte dagegen ihre Bedenken. Er fürchte einen Präzedenzfall und die Folgekosten, erklärte Fraktionschef Ulrich Noll. Die SPD verlangt ein Gutachten über den Denkmalschutz. Wenn demnächst hohe Sanierungsausgaben anfielen, müssten diese beim Kauf berücksichtigt werden, hob ein Fraktionssprecher hervor. Beim ermittelten Ertragswert von 5,4 Millionen Euro seien die bisher erwarteten Unterhaltskosten von jährlich 1,5 Millionen Euro nur zum kleinen Teil berücksichtigt worden.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Oettinger macht Tempo“
„Das Signal ist gesendet: Die Landesregierung tendiert dazu, die Schlossanlage Salem zu kaufen. Doch die Fraktionschefs zögern. Die FDP zöge einen Investor vor, der SPD fehlen Fakten. Bis zu einem Vertragsabschluss ist es noch weit. ‚Nur im Einvernehmen‘ mit den Fraktionschefs im Landtag will Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) entscheiden, ob das Land in die Schlossanlage Salem investiert. Das soll ‚in den nächsten 14 Tagen‘ geschehen. Langsam kommt Tempo in die Verhandlungen. Am Montag nahm Bernhard von Baden an einer Schaltkonferenz mit der Regierungsspitze teil. Dort wurde das grundsätzliche Signal ausgesendet, das Land sei bereit, Geld auszugeben. Das freilich heißt noch nichts. Denn gestern erst traf sich Oettinger mit den Fraktionschefs, um zu erfragen, ‚was ihnen das öffentliche Gut und Denkmal wert wäre‘. Eine definitive Antwort bekam er nicht.“

Mannheimer Morgen: „Oettinger schnürt Gesamtpaket“
„‚Baldmöglichst‘ will Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) den Streit um die Kunstschätze des Hauses Baden und den Erhalt der Schlossanlage beilegen. ‚Meine Prognose ist, dass man sich auf ein Gesamtpaket einigt‘, sagte gestern ein Regierungsmann.“

16.10.2008

Heilbronner Stimme: „Vertrag mit dem Haus Baden fast perfekt“
„‚Baldmöglichst‘ will Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) den Streit um die Kunstschätze des Hauses Baden und den Erhalt der Schlossanlage beilegen. ‚Meine Prognose ist, dass man sich auf ein Gesamtpaket einigt‘, sagte gestern ein Regierungsmann. Bei einem Gespräch mit den Chefs aller vier Landtagsfraktionen konnte Oettinger am Abend zuvor den Eindruck gewinnen, dass aus der Opposition keine Querschüsse gegen den Deal mit dem Haus Baden fürchten muss. Ende Oktober soll nach Oettingers Zeitplan der Ministerrat ein Angebot schnüren. Den Fraktionsvorsitzenden hat er zwar keine konkreten Zahlen auf den Tisch gelegt. Trotzdem kursieren erste Summen: Für die riesige Schlossanlage Salem mit dem kulturhistorisch wichtigen Münster werden Beträge zwischen 25 und 30 Millionen Euro genannt. Die Kunstschätze, die in Museen des Landes hängen, ihm aber noch nicht gehören, beziffert ein von der Regierung bestelltes Gutachten auf sechs Millionen Euro. Geschickt hat Bernhard Prinz von Baden die Schlussphase des seit zwei Jahren andauernden Tauziehens eingeläutet. Dem Vernehmen nach präsentierte der Prinz das Angebot eines Privatinvestors, der 41 Millionen für die Anlage am Bodensee bezahlen will.“

17.10.2008

Staatsanzeiger Baden-Württemberg: „Vor einem möglichem Verkauf von Schloss Salem werden die Kosten nochmals geprüft – Hochbauverwaltung soll Aufwand für Erhalt klären / Haus Baden: Verhandlungen mit deutschem Investor“
„Nicht allein die Finanzkrise der Banken und Versicherungen beschäftigt die Landespolitiker derzeit. Es geht auch um die finanziellen Schwierigkeiten des Hauses Baden und die Zukunft von Schloss Salem.“

21.10.2008

Schwäbische Zeitung online: „Oettinger: Verhandlungen über Kauf von Salem in nächsten Tagen – Die Gespräche über den möglichen Kauf des Schlosses Salem durch das Land sind auf der Zielgeraden.“
„Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) sagte am Dienstag in Stuttgart, die Regierung werde ‚in den nächsten Tagen‘ mit dem Haus Baden verhandeln.“

freiepresse.de: „Landesregierung will Verhandlungen um Schloss Salem aufnehmen – In zwei Wochen soll das Thema im Kabinett besprochen werden“
„Die Landesregierung will in den kommenden Tagen Verhandlungen um das Schloss Salem aufnehmen. Man sei nun dafür vorbereitet, sagte Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) am Dienstag in Stuttgart. In zwei Wochen soll das Thema im Kabinett besprochen werden. ‚Aber ob es dort dann zu einem Beschluss kommt, ist offen.‘ Im Zentrum der Verhandlungen steht laut Oettinger die Frage um den Kauf des Schlosses und die Restaurierung. Auch sei zu klären, ob die Familie Teileigentümer bleibe und ihren Hauptwohnsitz im Schloss beibehalte. Zudem gehe es um die badischen Kunstschätze.“
„Die Verhandlungen waren dann aber auf Eis gelegt worden, als Zweifel an den Besitzverhältnissen der Kunstwerke aufkamen. Während das Haus Baden große Teile der Sammlung für sich beansprucht, kam eine Expertenkommission zu dem Schluss, dass die meisten Werke längst in Landesbesitz übergingen.“

22.10.2008

suedwest-aktiv.de: „Bald Verhandlungen über Kauf von Schloss Salem – Unklar ist noch, ob das Land die gesamte Anlage erwerben wird – Großer Sanierungsbedarf“
„Nach monatelangem Gezerre um den möglichen Kauf des Schlosses Salem durch das Land sind die Gespräche mit dem Haus Baden auf der Zielgeraden. Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) sagte gestern in Stuttgart, die Regierung werde ‚in den nächsten Tagen‘ mit dem Adelshaus verhandeln.“
„In den Verhandlungen sei etwa die Frage zu klären, ob bei einem Teilerwerb die Markgrafenfamilie noch Miteigentümer sei. Ungeklärt ist zudem noch, ob das Land auch einen Teil der badischen Kunstschätze erwirbt, um dem Adelshaus finanziell zu helfen. Bernhard Prinz von Baden hatte gedroht, das Ensemble an einen Privatinvestor zu verkaufen. Das Haus Baden fordert nach Millionen-Investitionen in den Erhalt des ehemaligen Klosters Hilfe vom Land.“

26.10.2008

faz.net: „Schloss Salem – Feudale Pokerpartie“
„Prinz Bernhard von Baden hat Politiker immer wieder gern auf den Dachboden des Salemer Münsters geführt. Laut plaudernd kraxelte er dann die steilen Treppen empor und zeigte den Besuchern stolz das Dachgebälk und die Ziegel, die er auf eigene Kosten hatte erneuern lassen. Er wollte sich schließlich in eine gute Ausgangslage für die Verkaufsverhandlungen bringen. Die Öffentlichkeit sollte die Investitionen der markgräflichen Familie in das 1134 gegründete Zisterzienserkloster sehen und die Finanzhilfen des Staates akzeptieren. Oft ist Prinz Bernhard auch in Stuttgart gewesen, um vor dem Zerfall Salems zu warnen. Die Drohung, er stehe kurz vor der Insolvenz, wurde indes mit jeder Wiederholung unglaubwürdiger. Nicht bewahrheitet haben sich auch die Gerüchte, ein saudi-arabischer Scheich werde demnächst Hausherr in Salem sein.“
„Ähnlich schwierig sind die Verhandlungen über die Kunstschätze. 2006 wollte das Land mit dem Haus Baden einen Vergleich schließen, um einem Rechtsstreit zur Klärung von Eigentumsfragen bei einigen Kunstschätzen aus dem Weg zu gehen. Zur Finanzierung des Vergleichs wollte man Handschriften aus der Landesbibliothek verkaufen. Dieses Vorhaben scheiterte grandios, weil einige Kunstschätze, die die Regierung kaufen wollte, schon lange Landeseigentum waren. Das Land will dem Prinzen nun einen Restbestand von für die Landesgeschichte wertvollen Kunstschätzen abkaufen. Nach Auffassung der Regierung sind sie knapp sechs Millionen Euro wert, das Haus Baden will aber auch hier deutlich mehr haben. ‚Der Prinz braucht 30 Millionen Euro, dann muss er aber noch einige Kunstschätze aus dem Privatbesitz beisteuern, sonst reicht das nicht‘, heißt es in der Regierung.“

29.10.2008

Stuttgarter Zeitung: „Land will Salem kaufen – Für 23 Mio Euro – Haus Baden soll auf Kunstschätze verzichten“
„Nach langem Gezerre um das Schloss Salem ist das Land Baden-Württemberg nun doch zu einem Kauf bereit, um es vor dem Zugriff eines Privatinvestors zu bewahren. Wie die Deutsche Presse-Agentur dpa am Mittwoch aus Koalitionskreisen in Stuttgart erfuhr, hat die Regierung dem Haus Baden ein Angebot in Höhe von 23 Millionen Euro für die Schlossanlage am Bodensee unterbreitet. Die Offerte stieß bei Bernhard Prinz von Baden aber offensichtlich nicht auf Gegenliebe. Er schätzt den Wert des Schlosses auf rund 42 Millionen Euro. Seine Sprecherin Birgit Rückert sagte der dpa, die Verhandlungen seien ‚schwierig, langwierig und ergebnisoffen‘. Die Regierung strebt dem Vernehmen nach dennoch bei den für Montag geplanten Gesprächen eine Entscheidung an. Die Sprecherin des Adelshauses erklärte, einer der Knackpunkte sei, dass das Land neuerdings wieder ‚einen totalen Verzicht‘ auf die badischen Kunstschätze verlange. Dabei gehe es vor allem um die Kunstgegenstände, etwa die kostbaren mittelalterlichen Handschriften, in der Landesbibliothek in Karlsruhe. Der Prinz halte aber an seinen rechtlichen Ansprüchen fest, sagte die Sprecherin. Land und das Markgrafenhaus sind sich uneins, wem die Schätze im Wert von weit über 100 Millionen Euro gehören.“

derwesten.de: „Entscheidung über Salem in Kürze“
„Trotz noch immer großer Differenzen mit dem Haus Baden will das Land Baden-Württemberg Anfang der Woche über den Kauf von Schloss Salem entscheiden. Das kündigte Kunstminister Peter Frankenberg (CDU) in der Ulmer «Südwest Presse» und der «Badischen Zeitung» an.“
„Frankenberg bestätigte, dass das Land auf eine Paketlösung dringt, die das Schloss und die umstrittenen badischen Kunstschätze umfasst. Das Adelshaus müsse darauf verzichten, gegen die in einem Gutachten des Landes festgestellten Eigentumsrechte an den badischen Schätzen zu klagen. Ihr Wert werde auf rund 300 Millionen Euro geschätzt. «Das ist für uns unverzichtbar», sagte Frankenberg den Blättern.“

suedwest-aktiv.de: „Land will Salem kaufen“
„Wie die Deutschen Presse-Agentur dpa am Mittwoch aus Koalitionskreisen in Stuttgart erfuhr, hat die Regierung dem Haus Baden ein Angebot in Höhe von 23 Millionen Euro für die Schlossanlage unterbreitet. Die Offerte stieß bei Bernhard Prinz von Baden aber offensichtlich nicht auf Gegenliebe. Er schätzt den Wert des Schlosses auf rund 42 Millionen Euro.“

30.10.2008

swr.de: „Angebot für Schloss Salem dementiert“
„Das Land Baden-Württemberg will trotz der großen Differenzen mit dem Haus Baden Anfang kommender Woche über den Kauf von Schloss Salem entscheiden. Allerdings hat Kunstminister Peter Frankenberg (CDU) bestritten, dass ein Angebot in Höhe von 23 Millionen Euro unterbreitet wurde.“
„Land pocht auf Paketlösung“
„Frankenberg bestätigte allerdings, dass das Land auf eine Paketlösung dringt, die das Schloss und die umstrittenen badischen Kunstschätze umfasst. Das Adelshaus müsse darauf verzichten, gegen die in einem Gutachten des Landes festgestellten Eigentumsrechte an den badischen Schätzen zu klagen. Ihr Wert werde auf rund 300 Millionen Euro geschätzt. ‚Das ist für uns unverzichtbar‘, betonte Frankenberg.“
„Haus Baden hält an rechtlichen Ansprüchen fest“
„Dagegen hatte die Sprecherin des Prinzen erklärt, das Haus Baden halte an seinen rechtlichen Ansprüchen auf die Kunstgegenstände, etwa die kostbaren mittelalterlichen Handschriften in der Landesbibliothek in Karlsruhe, fest. Außerdem liege das Angebot des Landes für Salem unter dem Sachwert von 36,5 Millionen Euro, den ein landeseigenes Gutachten errechnet habe: ‚Die Verhandlungspositionen sind sehr weit voneinander entfernt, sowohl beim Schloss als auch bei den Kunstschätzen.‘“

BNN: „23 Millionen sind dem Haus Baden zu wenig – Im Pokerspiel um Schloss Salem mit dem Land liegen jetzt konkrete Zahlen auf dem Tisch“
„Die Sprecherin des Adelshauses erklärte, einer der Knackpunkte sei, dass das Land neuerdings wieder ‚einen totalen Verzicht‘ auf die badischen Kunstschätze verlange. Dabei gehe es vor allem um die Kunstgegenstände, etwa die kostbaren mittelalterlichen Handschriften, in der Landesbibliothek in Karlsruhe. Der Prinz halte aber an seinen rechtlichen Ansprüchen fest, sagte die Sprecherin. Land und das Markgrafenhaus sind sich uneins, wem die Schätze im Wert von weit über 100 Millionen Euro gehören. Nach dem Scheitern der Stiftungslösung für einen Erhalt des Zisterzienserklosters aus dem 12. Jahrhundert habe die Landesregierung das Thema Kunstschätze zunächst ausgeklammert und nur eine Lösung für die Anlage gesucht, sagte die Sprecherin. Nun würden beide Themen aber wieder verknüpft.“

Badische Zeitung: „Verhandlungen über Salem vor dem Abschluss“
„Das Land dringt in jedem Fall auf eine Paketlösung. Dazu müsse auch ein definitiver Verzicht des Adelshauses zählen, gegen die in einem Gutachten des Landes festgestellten Eigentumsrechte an den badischen Kunstschätzen zu klagen. ‚Das ist für uns unverzichtbar‘, sagte Frankenberg. Die Kunstwerke gehören dem Gutachten zufolge fast ausschließlich dem Land. Ihr Wert wird auf rund 300 Millionen Euro geschätzt.“

Archivalia: „Handschriftenkalender mit Reichenauer Initialen der BLB“

Archivalia: „Land will Paketlösung bei Verhandlungen mit dem Haus Baden“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Entscheidung über Salem in Kürze“
„Trotz noch immer großer Differenzen mit dem Haus Baden will das Land Baden-Württemberg Anfang der Woche über den Kauf von Schloss Salem entscheiden. Das kündigte Kunstminister Peter Frankenberg (CDU) in der Ulmer «Südwest Presse» und der «Badischen Zeitung» an.“
„Frankenberg bestätigte, dass das Land auf eine Paketlösung dringt, die das Schloss und die umstrittenen badischen Kunstschätze umfasst. Das Adelshaus müsse darauf verzichten, gegen die in einem Gutachten des Landes festgestellten Eigentumsrechte an den badischen Schätzen zu klagen. Ihr Wert werde auf rund 300 Millionen Euro geschätzt. «Das ist für uns unverzichtbar», sagte Frankenberg den Blättern. Dagegen hatte die Sprecherin des Prinzen erklärt, das Haus Baden halte an seinen rechtlichen Ansprüchen auf die Kunstgegenstände, etwa die kostbaren mittelalterlichen Handschriften in der Landesbibliothek in Karlsruhe, fest.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Kunstminister Frankenberg erwartet baldige Entscheidung zu Salem“
„Er bestritt, dass die Regierung dem Adelshaus ein Angebot in Höhe von 23 Millionen Euro für die Schlossanlage unterbreitet hat. Diesen Betrag hatte die Deutsche Presse-Agentur dpa aus Koalitionskreisen erfahren. «Das kann ich in keiner Weise bestätigen», sagte der Minister. Das Haus Baden schätzt den Wert des Schlosses auf rund 42 Millionen Euro.“

Frankfurter Rundschau: „Poker um Schloss Salem“
„Seit 1802 ist das Ensemble im Besitz des Hauses Baden. Im Zuge der Säkularisation wurde es den Markgrafen zugesprochen. Nun aber ist es in Gefahr. Der Erhalt verschlingt Millionen-Beträge, die das Haus Baden allein nicht mehr aufbringen kann. Baden-Württembergs Landesregierung ist grundsätzlich bereit, die Schlossanlage zu kaufen und damit für künftige Generationen zu bewahren. Sie streitet aber mit dem Generalbevollmächtigten des Adelshauses, Bernhard Prinz von Baden (37), über den Preis und die Bedingungen.“
„Welche Rolle spielen die Kunstschätze?“
„Die Verhandlungen über die Rettung des öffentliches Kulturdenkmals, das jährlich 130.000 Besucher anzieht, wären wesentlich einfacher, spielten nicht auch die Kunstschätze des Adelshauses eine entscheidende Rolle. Denn seit Jahrzehnten ist die Eigentumsfrage ungeklärt. Nun sollen die Kunstgegenstände aber untrennbarer Teil des Deals werden. Das Land sagt, die meisten Objekte gehörten ihm. Das Haus Baden sieht es ganz anders. Auch bei Kunsthistorikern und Juristen gehen die Meinungen zum Teil auseinander.“
„Was sind die Kunstschätze wert?“
„Noch schwieriger scheint es, einen aktuellen Wert etwa für die Türkensammlung im Badischen Landesmuseum oder die mittelalterlichen Handschriften in der Badischen Landesbibliothek zu errechnen.“

Mannheimer Morgen: „23 Millionen Euro für Schloss Salem geboten – Adel: Bernhard Prinz von Baden lehnt Angebot aus Stuttgart ab“
„Die Offerte stieß bei Bernhard Prinz von Baden aber offensichtlich nicht auf Gegenliebe. Er schätzt den Wert des Schlosses auf rund 42 Millionen Euro. Seine Sprecherin sagte, die Verhandlungen seien ‚schwierig, langwierig und ergebnisoffen‘. Einer der Knackpunkte sei, dass das Land neuerdings vom Adelshaus wieder ‚einen totalen Verzicht‘ auf die badischen Kunstschätze verlange. Dabei gehe es vor allem um die Kunstgegenstände, etwa die mittelalterlichen Handschriften, in der Landesbibliothek in Karlsruhe. Der Prinz halte aber an seinen rechtlichen Ansprüchen fest.“

suedwest-aktiv.de: „Kunstminister Frankenberg erwartet baldige Entscheidung zu Salem“
„Trotz noch immer großer Differenzen mit dem Haus Baden will das Land Anfang der Woche über den Kauf von Schloss Salem entscheiden. Das kündigte Kunstminister Peter Frankenberg (CDU) in der Ulmer «Südwest Presse» und der «Badischen Zeitung» (heute) an. Er bestritt, dass die Regierung dem Adelshaus ein Angebot in Höhe von 23 Millionen Euro für die Schlossanlage unterbreitet hat.“

suedwest-aktiv.de: „Verhandlungen über Salem kurz vor Abschluss“
„Dass das Adelshaus darauf pocht, weiterhin ein Wohnrecht in der riesigen Schlossanlage zu haben, wird vom Land nicht grundsätzlich in Frage gestellt: ‚Das nützt beiden Seiten‘, sagte Frankenberg. Das der Öffentlichkeit zugängliche Schloss sei dann besser zu vermarkten.“
„Die Landesregierung dringt in jedem Fall auf eine Paketlösung. Dazu müsse auch ein definitiver Verzicht des Adelshauses zählen, gegen die in einem Gutachten des Landes festgestellten Eigentumsrechte an den badischen Kunstschätzen (sie gehören danach fast ausschließlich dem Land) zu klagen. Ihr Wert wird auf rund 300 Millionen Euro geschätzt. ‚Das ist für uns unverzichtbar‘, betonte Frankenberg.“

Münsterländische Volkszeitung: „Entscheidung über Salem in Kürze“
„Frankenberg bestätigte, dass das Land auf eine Paketlösung dringt, die das Schloss und die umstrittenen badischen Kunstschätze umfasst. Das Adelshaus müsse darauf verzichten, gegen die in einem Gutachten des Landes festgestellten Eigentumsrechte an den badischen Schätzen zu klagen. Ihr Wert werde auf rund 300 Millionen Euro geschätzt. «Das ist für uns unverzichtbar», sagte Frankenberg den Blättern. Dagegen hatte die Sprecherin des Prinzen erklärt, das Haus Baden halte an seinen rechtlichen Ansprüchen auf die Kunstgegenstände, etwa die kostbaren mittelalterlichen Handschriften in der Landesbibliothek in Karlsruhe, fest.“

Badisches Tagblatt: „Land will Salem kaufen“
„Wie die Deutsche Presse-Agentur dpa gestern aus Koalitionskreisen in Stuttgart erfuhr, hat die Regierung dem Haus Baden ein Angebot in Höhe von 23 Millionen Euro für die Schlossanlage am Bodensee unterbreitet.“

31.10.2008

BNN: „Das Land will eine schnelle Einigung mit dem Fürstenhaus – Verkauf von Schloss Salem soll nach dem Wunsch von Ministerpräsident Oettinger bereits am Montag unter Dach und Fach sein“
„Trotz noch immer großer Differenzen mit dem Haus Baden dringt Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) auf eine rasche Einigung über die Zukunft von Schloss Salem und der badischen Kunstschätze.“
„Nach den Worten von Frankenberg muss das Haus Baden darauf verzichten, gegen die in einem Landes-Gutachten festgestellten Eigentumsrechte an den badischen Schätzen zu klagen. Ihr Wert wird auf rund 300 Millionen Euro geschätzt. ‚Das ist für uns unverzichtbar‘, sagte er. Dagegen hatte die Sprecherin des Prinzen erklärt, das Haus Baden halte an seinen rechtlichen Ansprüchen auf die Kunstgegenstände, etwa die kostbaren mittelalterlichen Handschriften in der Landesbibliothek in Karlsruhe, fest. Die Forderung des Adelshauses nach einem Wohnrecht im Schloss ist für das Land offensichtlich annehmbar.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Haus Baden – Heikles Thema bald vom Tisch“
„Günther Oettinger drängt. Bis zur Kabinettsitzung am Montag will der Ministerpräsident eine der heikelsten Fragen dieser Legislaturperiode unter Dach und Fach gebracht haben: Die Einigung mit dem finanziell angeschlagenen Adelshaus Baden. Im Gespräch mit dem SÜDKURIER zeigte er sich optimistisch.“
„‚Ich strebe ein Gesamtpaket an‘, sagte Oettinger am Rande seiner Österreich-Reise gegenüber dieser Zeitung. Er wollte ausdrücklich nicht über Zahlen spekulieren. Mitte der Woche war kolportiert worden, dass das Land 23 Millionen Euro für einen Kompromiss im Streit um die zahlreichen Kunstgüter und vor allem die Anlage Salem biete. Diese angeblich aus dem Kabinett durchgesickerte Zahl ließ Oettinger unkommentiert.“

Mannheimer Morgen: „Oettinger macht Druck – Schloss Salem: Entscheidung Anfang der Woche“
„Oettinger sagte, noch seien zahlreiche Punkte offen, keiner davon wiege ‚allein aber so schwer, dass eine Gesamteinigung daran scheitern muss‘. Der Regierungschef bestätigte, dass das Land auf eine Lösung dringt, die das Schloss und die umstrittenen badischen Kunstschätze umfasst. ‚Ich strebe ein Gesamtpaket an.‘ Land und das Adelshaus sind sich aber uneins, wem die Schätze im Wert von 300 Millionen Euro gehören.“