Die BLB
Sammlungen
Aktuelles

1. November bis 18. November 2006

2.11.2006

F.A.Z.net: „Kunstmarkt im Ländle: Will Baden-Württemberg Staatsbesitz kaufen?“
„Das Land Baden-Württemberg wirbt derzeit bei der Landesstiftung, bei seinen Kultureinrichtungen und bei Sponsoren ungefähr 8 Millionen Euro ein, damit Hans Baldung Griens ‚unbestritten‘ (Ministerpräsident Oettinger) im Besitz des Hauses Baden stehende Markgrafentafel für das Land gekauft werden kann.“

F.A.Z.net: „Leitglosse: Mir gebbat nix!
„Denn der demokratisch gewählte, republikanisch inthronisierte Günther Oettinger geht gerade mit der Sammelbüchse durchs Land, um Museen, Bibliotheken und Kulturinstitutionen in höchster Not Geld abzupressen, das diese durch Verkauf oder Versteigerung von wertvollen Handschriften und Bildern aufzubringen hätten – um das altfeudale markgräfliche Haus Baden sanieren zu helfen.“

Deutschlandradio: „FAZ: Baden-Württemberg will ein Gemälde kaufen, das dem Land schon längst gehört“
„Günther Oettinger, der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, kann – wie die F.A.Z. herausgefunden hat – ‚nicht richtig rechnen‘. Denn Oettinger will mittels Spenden offenbar ein Gemälde kaufen, das schon längst dem Land gehört. So hat es die Zeitung recherchiert.“

Die Welt: „Posse in Stuttgart: Doppelt gekauft hält besser – Baden-Württemberg streitet mit dem Haus Baden über einen Finanzausgleich. Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) will deshalb für acht Millionen Euro ein Gemälde von Hans Baldung erwerben. Dabei gehört es dem Land schon seit 1930.“

netzeitung.de: „SPD nennt Oettingers Kunstkauf ‚schlampig‘ – Die baden-württembergische Regierung will vom Haus Baden ein Gemälde zurückkaufen. Ein Historiker behauptet jedoch: Es gehört dem Land bereits.“
„Um dem Land kostbare Kunstwerke zu erhalten, strebt die baden-württembergische Regierung einen Vergleich mit dem Haus Baden an. Sowohl das Land als auch das Adelshaus erheben Anspruch auf Kulturgüter im Wert von rund 300 Millionen Euro. Beide Seiten wollten jedoch auf einen viele Jahre dauernden Rechtsstreit verzichten und einen Vergleich anstreben.“

BNN: „‚Rote Ampeln‘ versagten – Handschriftenstreit: Minister Frankenberg räumt Fehler ein“
„Baden-Württembergs Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU) hat Fehler im Streit um den Verkauf von wertvollen Handschriften der Badischen Landesbibliothek eingeräumt.“

Stuttgarter Zeitung: „Posse: Land wollte eigenes Gemälde kaufen – Grien-Gemälde wurde dem Land bereits 1930 zugesprochen – SPD empört“
„Um dem Land kostbare Kunstwerke zu erhalten, will die baden-württembergische Regierung offenbar ein Gemälde ‚zurückkaufen‘ – obwohl sie es nach Ansicht eines Experten längst besitzt.“

n-tv: „Unklare Besitzverhältnisse: ‚Zurückkauf‘ in Stuttgart“
„Die so genannte Markgrafentafel von Hans Baldung Grien ‚gehört eindeutig dem Land und nicht dem Haus Baden‘, sagte der Freiburger Historiker Dieter Mertens am Donnerstag. Der Wissenschaftler hatte in der ‚Frankfurter Allgemeinen Zeitung‘ über das Ergebnis seiner Recherchen berichtet.“

SPD-Landtagsfraktion Baden-Württemberg: „Kulturgüter: Klärung der Eigentumsfrage unabdingbar“
„Die Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Vogt, wertet den aktuellen Befund des Historikers Dieter Mertens, dass die Markgrafentafel von Hans Baldung Grien sich unstreitig bereits heute im Eigentum des Landes befindet, als weiteren Beweis für die fehlende Regierungskunst des Ministerpräsidenten beim Schnüren des Vergleichspakets mit dem Hause Baden.“

klappe-auf: „Bad. Beobachter: Karlsruher Befindlichkeiten“
„‚Für das alte Papier, das in Kellern liegt‘ müssen nun ‚Zukunftsprojekte‘ zurückgestellt werden, lamentierte der baden-württembergische Justizminister und FDP-Politiker Ulrich Goll. Ein bemerkenswerter Kommentar über den gescheiterten Versuch, die Handschriftensammlung der Badischen Landesbibliothek für 70 Millionen Euro von einem gut bezahlten Auktionator veräußern zu lassen, um das Schloss Salem am Bodensee zu sanieren – und dies alles ohne eine juristische Prüfung der Eigentumsansprüche.“

Bietigheimer Zeitung: „Ausstellung – Elf Kostbarkeiten“
„Scheinbar harmlos liegen sie da, farbig, prachtvoll und leuchtend im Halbdunkel des Raumes. Doch die kostbaren Handschriften der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe stehen im Mittelpunkt eines seit Wochen andauernden Streits um den möglichen Verkauf eines Teils der wertvollen, rund 3600 Stücke umfassenden Sammlung. Kürzlich machte sich die Politik auf die Suche nach Sponsoren – ‚und wir zeigen einige der Reichtümer als Dankeschön‘, sagte Bibliotheksdirektor Peter Michael Ehrle über die kleine Sonderausstellung.“

3.11.2006

BNN: „Oettinger räumt weitere Fehler ein – Karlsruher Grien-Gemälde gehört laut Experten-Befund längst dem Staat“
„In der Auseinandersetzung um badische Kulturgüter (wir berichteten) gibt es neue Turbulenzen. Der Freiburger Historiker Dieter Mertens hat nach Recherchen im Karlsruher Generallandesarchiv nachgewiesen, dass die ‚Markgrafentafel‘ von Hans Baldung Grien bereits seit 1930 dem Staat gehört.“

BNN: „Unverhoffte Tafelfreuden“
„Erst kürzlich hatte Wissenschaftsminister Frankenberg Pannen der Landesregierung im ‚Handschriftenstreit‘ eingeräumt, doch richtig knüppeldickes Ungemach zum gleichen Thema scheint erst jetzt zum Vorschein zu kommen. Der brillante Nachweis des Freiburger Historikers Dieter Mertens, dass sich die berühmte ‚Markgrafentafel‘ schon seit 1930 im Staatsbesitz befindet, dürfte von den offenbar nicht durch Sorgfalt glänzenden Sachbearbeitern des Landes kaum zu widerlegen sein.“

BNN: „Eine neue Posse im Poker um badisches Kulturgut – Freiburger Historiker: Karlsruher ‚Markgrafentafel‘ Hans Baldung Griens gehört schon seit 1930 dem Land“
„Mit einer ebenso schlichten wie folgenschweren Expertise sah sich gestern die baden-württembergische Landesregierung im noch immer schwelenden, so genannten "Handschriftenstreit" konfrontiert: Die ‚Markgrafentafel‘ Hans Baldung Griens, einer der Schätze der Karlsruher Kunsthalle, gehöre ‚eindeutig dem Land und nicht dem Haus Baden‘, bestätigte gestern der Freiburger Historiker und Hochschulprofessor Dieter Mertens, nachdem er zuvor bereits nach eingehenden Recherchen im Karlsruher Generallandesarchiv den ausführlichen Nachweis geführt hatte, dass die Tafel bereits 1930 ganz legal in badischen Staatsbesitz übergegangen ist.“

Süddeutsche Zeitung: „‚Schlampig und verantwortungslos‘ – Keiner hat die Listen überprüft: Ministerpräsident Oettinger will vom Haus Baden Werke für das Land kaufen, die diesem bereits seit 70 Jahren gehören“
„Dieter Mertens sagt, wenn es um so viel Geld gehe, sollte man eigentlich davon ausgehen, dass sich die Landesregierung ordentlich vorbereitet habe. Bei all den Ministerien und ihren Beamten. Mertens ist emeritierter Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Freiburg.“

Süddeutsche Zeitung: „Oettingers seltsames Bild“
„Erst stand Günther Oettinger da wie ein Banause, der die Geschichte des eigenen Landes verkaufen will. Jetzt wie jemand, der zwar vom Sparen redet, aber dann Dinge erwerben will, die dem Staat bereits gehören.“

Archivalia: „Cranach-Bilder gehören ebenfalls dem Land“

Archivalia: „Badisches Säkularisationsgut wurde 1918/19 Staatsgut“

Bild: „Schwaben-Streich für 8 Millionen: Ministerpräsident wollte Bild kaufen, das ihm längst gehört“
„Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (53, CDU) hätte beinahe acht Millionen Euro Steuergelder für ein Gemälde ausgegeben, das schon längst im Besitz seines Landes ist.“

ka-news.de: „Kulturgüterstreit: Landesregierung prüft neue Darstellung“
„Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stuttgarter Landtag Winfried Kretschmann hat Ministerpräsident Oettinger in einem Brief aufgefordert, ‚alle Aktivitäten, auch seitens der Landesstiftung, badische Kulturgüter zu erwerben‘ einzustellen.“

Die Rheinpfalz: „Schatztruhe geöffnet – Badische Landesbibliothek zeigt ihre Handschriften“
„Das ‚alte Papier‘, wie es Kreise der Stuttgarter Landesregierung auch schon mal nannten, hat offenbar doch etwas: Die Badische Landesbibliothek gewährt bis 25. November einen Blick in ihre Schatztruhe, oder besser: ihren Tresor.“

Berliner Zeitung online: „KUNSTPOSSE: Das Bild gehört uns doch schon“
„Als die Brüder Boisserée aus Köln 1827 ihre Sammlung nach Stuttgart verkaufen wollten, wimmelte man sie mit schwäbischem Realitätssinn ab: "Mir brauchet koi Kunscht, mir brauchet Kartoffle." Günther Oettinger, der jetzige Landesherr, hält sich lieber an Zahlen, wenn es um Kulturgut geht.“

Deutschlandradio: „Spöttische Kommentare zu Gemälde-Posse in Baden-Württemberg“
„Günther Oettinger musste auf den Spott nicht lange warten. Die ‚F.A.Z.‘ hatte gestern berichtet, dass die baden-württembergische Regierung für teures Geld das Bild ‚Markgrafentafel‘ von Hans Baldung Grien kaufen will, obwohl es bereits seit Jahrzehnten im Besitz des Landes ist. Nun muss sich der Ministerpräsident einigen Hohn der Kommentatoren gefallen lassen.“

swr.de: „Oppositionskritik nach Bilderkauf-Panne – SPD-Landes- und Landtagsfraktionschefin Ute Vogt hat das Vorgehen von Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) beim geplanten Ankauf von Kulturgütern durch das Land als "schlampig und verantwortungslos" kritisiert. Die Landesregierung wollte ein Gemälde erwerben, das ihr bereits gehört.“

swr.de: „Knappe Kassen, leere Museen? – Warum ein Ausverkauf von Kunst verhindert werden muss“
„Die Diskussionen um kostbare Handschriften der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, die zugunsten des Hauses Baden veräußert werden sollten, geht in eine neue Runde.“

Karlsruhe: StadtZeitung: „Handschriftenstreit: Schätze leuchten im Dunkel – BLB zeigt europäisches Kulturgut / Spendenkonten sind eröffnet“
„Die Schatzkammer ist geöffnet. Noch bis 25. November zeigt die Badische Landesbibliothek (BLB) zehn einzigartige, zum europäischen Kulturerbe zählende Handschriften aus dem 10. bis 15. Jahrhundert.“

Stuttgarter Nachrichten online: „Kunstschätze: ‚Land handelt unbedarft‘“
„Die baden-württembergische Landesregierung gerät wegen ihres Umgangs mit badischen Kunstschätzen und einer finanziellen Stabilisierung des Hauses Baden immer stärker unter Druck. Der ehemalige Direktor des württembergischen Landesmuseums und des badischen Landesmuseums, Volker Himmelein, sagte unserer Zeitung: ‚Es ist einigermaßen irritierend, wie unbedarft und unbedacht in diesem Land mit Kulturgütern umgegangen wird.‘“

Stuttgarter Zeitung online: „‚Land will ein Kunstwerk kaufen, das ihm schon gehört‘ – Der Historiker Dieter Mertens beschreibt, wie die Markgrafentafel der Karlsruher Kunsthalle ins Eigentum des Staates gelangt ist“

Badische Zeitung: „Das Land will ein Bild kaufen, das ihm gehört – SPD: Blamage für Oettinger“
„Um dem Land kostbare Kunstwerke zu erhalten, will die baden-württembergische Regierung offenbar ein Gemälde ‚zurückkaufen‘ – obwohl sie es nach Ansicht eines Experten längst besitzt.“

Badische Zeitung: „Anhaltend desorientiert – Wie das Land ein Bild, das ihm schon längst gehört, vom Haus Baden für acht Millionen Euro noch einmal kaufen will“
„Bezahlen will das Land dem bedürftigen Adelshaus Baden nicht nur die Handschriften, die es zunächst ja eilfertig verkaufen wollte, sondern auch Bilder. Von der Markgrafenfamilie, die sich mit viel Geld ihr Schloss Salem erhalten will, sollte nun auch eine schmale, aber mehr als zwei Meter lange Tafel erworben werden. In der altdeutschen Abteilung der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe wird das acht Millionen Euro teure Bild bewahrt. Gestern veröffentlichte die FAZ eine gründliche Recherche des Freiburger Historikers Dieter Mertens, die zu dem begründeten Schluss kommt, dass das Gemälde dem Land längst schon gehört. “

Badische Zeitung: „Badens Kunstbesitz: Oettingers Lachnummer“
„Der Spott der ganzen Republik und der gesamten Kulturszene wird sich jetzt über Ministerpräsident Oettinger ergießen. Zu Recht. Was der Freiburger Historiker Dieter Mertens herausgefunden hat – keineswegs aus tief vergrabenen Akten –, ist der Stoff für eine Lachnummer: Das Land will ein auf acht Millionen Euro taxiertes Bild kaufen, das ihm schon gehört.“

Schwarzwälder Bote: „Hans Baldung Grien: Streit um Besitzverhältnisse“
„Um dem Land kostbare Kunstwerke zu erhalten, will die baden-württembergische Regierung offenbar ein Gemälde ‚zurückkaufen‘ – obwohl sie es nach Ansicht eines Experten längst besitzt.“

Heilbronner Stimme: „Posse um Baldung-Grien-Gemälde: Kunstschätze – Land wollte sein eigenes Bild kaufen“
„Für Wissenschaftsminister Peter Frankenberg stand bis gestern die ‚Markgrafentafel‘ von Hans Baldung Grien ganz oben auf der Liste der Kunstschätze, die das Land vom Haus Baden übernehmen will. ‚Wenn das Haus Baden Gegenstände wie den Balung Grien verkaufen würde, die eindeutig in seinem Besitz sind, könnten wir daran nichts ändern‘, erklärte der CDU-Minister vor Monatsfrist im Streit um den geplanten Vergleich mit dem Adelshaus. Wie eine Bombe schlug da gestern der Befund des Freiburger Historikers Dieter Mertens, dass dieses auf acht Millionen Euro geschätzte Gemälde dem Land schon seit Jahrzehnten gehört.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Millionenschwerer Irrtum – Die ‚Markgrafentafel‘, eines der wichtigsten jener Gemälde, die bisher dem Haus Baden zugeordnet wurden und die das Land kaufen will, gehört vermutlich längst Baden-Württemberg. Das Finanzministerium teilte mit, die Eigentumsverhältnisse anderer Einzelwerke aus der Sammlung Baden würden nun erneut überprüft.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Hans Baldung Grien: Streit um Besitzverhältnisse“
„Um dem Land kostbare Kunstwerke zu erhalten, will die baden-württembergische Regierung offenbar ein Gemälde ‚zurückkaufen‘ – obwohl sie es nach Ansicht eines Experten längst besitzt.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Nur peinlich“
„Soviel Blamage war selten. Das Gezerre um die Kunstsammlung des Hauses Baden entwickelt sich zur Posse. Am Anfang war die Drohung des Adelshauses, Handschriften und andere für die Landesgeschichte wertvolle Kunstschätze zu verkaufen. Statt sich auf einen Prozess einzulassen, um die seit Ende der Monarchie verworrenen Eigentumsverhältnisse endgültig zu klären, verlegte sich der Ministerpräsident auf Heimlichtuerei und versucht mit einer klammheimlichen Hilfszusage an den Erbprinzen Kabinett und Landtag zu überrumpeln.“

Pressehaus Heidenheim: „Land will sein Eigentum kaufen – Historiker: Gemälde gehört seit einem Dreivierteljahrhundert dem Staat“
„Der geplante Deal des Landes mit dem Adelshaus Baden entwickelt sich zur Posse: Die Regierung muss jetzt lesen, dass die millionenschwere ‚Markgrafentafel‘ des Malers Baldung Grien gar nicht von Sponsoren für das Land gerettet werden muss. Sie gehört ihm.“

4.11.2006

Eßlinger Zeitung: „Die Reise nach Jerusalem – Geistliche Zierden, weltliche Begierden: Die Badische Landesbibliothek in Karlsruhe stellt prachtvolle Streitobjekte aus“
„Was heute ein langer, aber doch einigermaßen harmloser Spaziergang ist, war vor 500 Jahren eine lebensgefährliche Herausforderung. Bei ihrer Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela drohten den Gläubigen unterwegs allerlei Gelichter und andere Fährnisse.“
 „In der Badischen Landesbibliothek ist derzeit ein Exemplar zu bewundern, welches die detailfreudige Darstellung eines unter türkischer Flagge segelnden Kriegsschiffes zeigt.“ Weitere Informationen

F.A.Z., Leserbrief: „Mit der Sammelbüchse durchs Land“

F.A.Z., Leserbrief: „Kein römisches Recht“

F.A.Z., Leserbrief: „Staatsgewalt“

F.A.Z.: „Oettingers Bilder, zweite Lieferung: Auch die hier gehören Baden-Württemberg schon“
„Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) stellt jetzt seine Mitarbeiter vor sich. Die baden-württembergische Landesregierung ist in Erklärungsnotstand“ Weitere Informationen

BNN: „Was gehört eigentlich wem? – Rätselraten um Eigentümer badischen Kulturguts hält an“
„Mit der Expertise des Freiburger Historikers Dieter Mertens, die belegt, dass die bedeutende Karlsruher ‚Markgrafentafel‘ Hans Baldung Griens bereits seit 1930 dem Staat gehört (wir berichteten), mehren sich die Stimmen, die von der Landesregierung die Abkehr vom geplanten Vergleich mit dem Haus Baden fordern.“

Archivalia: „Salemer Baulasten“

Archivalia: „Sinnvoller Ankauf: Markgräflich Badisches Archivgut“

Stuttgarter Zeitung: „Der schwarze Peter liegt bei Stratthaus – Zwischenbilanz einer kulturpolitischen Posse, die das Land noch eine Weile beschäftigen wird / Von Reiner Ruf“
„Immerzu sind Juristen am Werke, wenn die Regierung schaltet und waltet. Manchmal täte sie gut daran, Historiker ans Ruder zu lassen. Die jüngste Posse ums Kulturerbe wäre vermieden worden.“ Weitere Informationen

Sindelfinger / Böblinger Zeitung: „Oettinger, die Kunst und der fehlende Überblick – Der Spott ist beißend, und er kommt national mit solcher Geschwindigkeit, dass man sich um den Werbewert für das Land Baden-Württemberg keine Gedanken mehr machen muss. Die jüngste Panne im Bemühen um rasche Hilfe für das finanziell angeschlagene Haus Baden sorgt für hohe Medieneinschaltquoten.“ Weitere Informationen

Sindelfinger / Böblinger Zeitung:  „‚Unbedarfter Umgang mit Kulturgütern‘ – Wenn die Landesregierung die badischen Kunstschätze dauerhaft bewahren will, muss sie sehr viel vorsichtiger vorgehen, sagt Volker Himmelein, ehemaliger Direktor des Württembergischen Landesmuseums in Stuttgart und des Badischen Landesmuseums in Karlsruhe.“ Weitere Informationen

Karlsruher SPD-Landtagsabgeordneter Johannes Stober: „Johannes Stober begrüßt Rechtssicherheit für Karlsruher Kulturgüter – Deal mit dem Haus Baden jetzt hoffentlich vom Tisch – Lösung für Salem muss kommen“

5.11.2006

Der Sonntag: „Peinliche Panne für Oettinger“
„Peinlich, peinlich. Da hat Ministerpräsident Günther Oettinger schon mit dem geplanten Handschriftenverkauf aus der Badischen Landesbibliothek enormen politischen Ärger bekommen. Jetzt stehen er und seine Regierung noch im Ruf, schlampig mit wertvollem Staatsbesitz umgegangen zu sein: Die ‚Markgrafentafel‘, ein bedeutendes Gemälde der Kunsthalle Karlsruhe, gehört zur Stuttgarter Liste jener Kunstschätze, die vom Haus Baden zurückgekauft werden sollten, um dessen Sanierung von Schloss Salem zu finanzieren. Der Freiburger Historiker Dieter Mertens hat jedoch nachgewiesen, dass das Gemälde von Hans Baldung Grien bereits seit 1930 im Besitz des badischen Staates ist.“

Archivalia: „Gesamtübersicht: Karlsruher Kulturgut-Debakel“

Archivalia: „Entries on the Karlsruhe cultural desaster in the English language“

Konradsblatt: „Badische Landesbibliothek zeigt europäisches Kulturerbe“
„Normalerweise sind sie nicht der Öffentlichkeit zugänglich, die überaus wertvollen mittelalterlichen Handschriften, die aus aktuellem Anlass (‚Kulturgüterstreit‘) bis zum 25. November in der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe gezeigt werden.“

6.11.2006

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg: „Interministerielle Arbeitsgruppe zu badischen Kulturgütern – Frankenberg: Werden auch Fragen der Eigentumsverhältnisse neu prüfen Eine interministerielle Arbeitsgruppe unter Leitung von Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg sowie Staatssekretär Dr. Dietrich Birk befasst sich ab sofort mit einer Reihe strittiger Fragen zu den Kulturgütern aus dem Haus Baden.“

swr.de: „Weitere Panne bei Bilderkäufen des Landes – Die Ungereimtheiten, welche Kunstschätze dem Land Baden-Württemberg gehören und welche dem Haus Baden, gehen weiter. Die Zahl der Bilder, die die Landesregierung zurückkaufen wollte, obwohl sie diese bereits besitzt, ist nun auf drei gestiegen.“

bw-woche: „Minister Frankenberg räumt Fehler beim Handschriftenstreit ein“
„Baden-Württembergs Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU) hat Fehler im Streit um den Verkauf von wertvollen Handschriften eingeräumt. ‚Für mich selbst habe ich festgestellt, dass unser sehr gutes internes Alarmsystem, ein System der roten Ampeln, für einige Tage nicht richtig funktioniert hat‘, sagte Frankenberg gestern Journalisten des ‚Mannheimer Morgen‘.“

bw-woche: „Schatz für Identität – Allein als Ensemble bewahren Handschriften das Gedächtnis des Landes“

Archivalia: „Rechtslage beim Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe?“

Archivalia: „Karlsruher Handschriftenkataloge im Netz“

Sindelfinger / Böblinger Zeitung: „Stratthaus will jedes einzelne Kunstwerk prüfen lassen – Die Pannenserie bei der Rettung der badischen Kunstschätze setzt sich fort. Zwei weitere Bilder, die gekauft werden sollten, gehören bereits dem Land. Finanzminister Gerhard Stratthaus (CDU) will jetzt die Eigentumsverhältnisse für alle Werke überprüfen lassen.“

Südwest Presse: „Kommentar zum Kunstkauf Haus Baden“
„Die Welt lacht sich kaputt: Die Schwaben wissen nicht mehr, was zu ‚ihrem Sach‘ gehört. Zwar geht es um das Haus Baden, aber die Ministerialbürokratie, die dem Schwaben Günther Oettinger diese Niederlage bereitet hat, sitzt in Stuttgart. Und dort, im Finanzministerium des Kurpfälzers Gerhard Stratthaus, wollten die Hüter unseres Eigentums Bilder kaufen, die Baden-Württemberg schon seit 76 Jahren gehören.“

7.11.2006

swr.de: „SPD will Untersuchungsausschuss zu Kulturausverkauf – Die oppositionelle SPD im baden-württembergischen Landtag will einen Untersuchungsausschuss zum ‚Ausverkauf landeseigener Kulturgüter‘ durch die CDU/FDP-Landesregierung beantragen. Diesen Beschluss gab Fraktionschefin Ute Vogt bekannt.“

netzeitung.de: „Südwest-SPD will Kunstkäufe untersuchen – Das Gerangel um die Eigentumsrechte an Kunstwerken will die Südwest-SPD in einen Untersuchungsausschuss klären lassen. Es geht um Millionen.“
„Der Streit um Pläne des Landes Baden- Württemberg zum Kauf badischer Kunstschätze beschert dem Landtag voraussichtlich den ersten Untersuchungsausschuss in dieser Wahlperiode. Die SPD-Opposition kündigte am Dienstag an, die Einsetzung eines solchen Gremiums zu beantragen.“

Die Welt: „Zwei Porträts gehören dem Land – Nach der Posse um den Kauf eines Gemäldes, das dem Land Baden-Württemberg bereits zu gehören scheint, gerät die Landesregierung erneut in Erklärungsnot. Zwei Medaillons aus der Cranach-Werkstatt, die zur Sanierung des Schlosses Salem vom Land aus dem Besitz des Hauses Baden gekauft werden sollen, sind offensichtlich bereits Eigentum Baden-Württembergs.“

Archivalia: „Haus Baden sieht Markgrafentafel weiter als Eigentum an“

ka-news: „Posse um Kulturgüter: Land zieht nach erneuter Panne Konsequenzen“
„Nach der Posse um den Kauf eines Gemäldes, das dem Land Baden-Württemberg bereits zu gehören scheint, blieb der Landesregierung jetzt eine weitere Blamage nicht erspart.“

Stuttgarter Zeitung online: „Neue Posse um Kunstverkauf“
„Nach der Posse um den Kauf eines Gemäldes, das dem Land Baden-Württemberg bereits zu gehören scheint, könnte die Landesregierung in Stuttgart bald erneut in Erklärungsnot geraten: Denn nach Angaben des Historikers Dieter Mertens sind auch zwei Medaillons, die zur Sanierung des Schlosses Salem aus dem Besitz des badischen Adelshauses gekauft werden sollen, bereits Eigentum des Landes.“

Die Zeit: „Kunstsammlungen: Sachsen will Kulturgüter unter Schutz stellen – Angesichts der Rückforderungen des früheren Herrscherhauses Wettin arbeitet Sachsen an Regelungen, die Kulturgüter in die Liste national geschützter Objekte einschreiben zu lassen. Einer Veräußerung ins Ausland könnte so Vorschub geleistet werden.“

Sindelfinger / Böblinger Zeitung: „Kunst: Land prüft Eigentumsfragen – Um weitere Pannen bei den badischen Kunstschätzen zu vermeiden, hat die Landesregierung am Montag eine interministerielle Arbeitsgruppe eingesetzt. Unter Leitung des Wissenschaftsministeriums sollen die strittigen Fragen mit Unterstützung von externen Fachleuten geklärt werden.“

Badische Zeitung: „Handschriften gehören schon dem Land“
„Die Nachkommen der früheren badischen Großherzöge betrachten die Handschriften aus den 1806 aufgelösten Klöstern St. Peter und St. Blasien als ihren Besitz. Hans-Otto Mühleisen, Politikprofessor in Augsburg, kennt die Geschichte von St. Peter wie niemand sonst. Mit ihm sprach Wulf Rüskamp.“ Weitere Informationen

Bietigheimer Zeitung: „BADEN-KULTURGÜTER: Frankenberg übernimmt“
„Das Finanzministerium muss die Federführung im Zusammenhang mit dem Baden-Deal abgeben. Ab sofort leiten Wissenschaftsminister Peter Frankenberg und sein Staatsekretär Dieter Birk eine interministerielle Arbeitsgruppe. Sie soll unter Hinzuziehung auch externer Experten das Eigentum an badischen Kunstwerken klären.“

Bietigheimer Zeitung: „Land besitzt auch Cranachs – Finanzministerium recherchierte nicht“
„Baden-Württemberg wird immer reicher: Auch die zwei Cranach-Medaillons gehören nicht dem Haus Baden, sondern dem Land. Jetzt soll alles überprüft werden. Ministerpräsident Günther Oettinger wird heute mit Finanzminister Gerhard Stratthaus die in der Koalition verabredeten Eckpunkte für den neuen Doppelhaushalt vorstellen. Doch nicht die positive Botschaft – das Land bleibt auf dem wenn auch reichlich langen Weg zur Nettonullverschuldung 2011 – wird im Zentrum des Medieninteresses stehen. Vielmehr wird es in eine neue Runde um das Debakel mit dem Baden-Deal gehen.“

Backnanger Kreiszeitung: „Kulturpolitik kommt nicht gut an“
„Harsche Kritik an der Kulturpolitik Günther Oettingers übt der Vorsitzende der FDP/DVP im Rems-MurrKreis, Jörg Brehmer. Insbesondere missfällt ihm die Vorgehensweise des Ministerpräsidenten im Fall der badischen Handschriften.“

8.11.2006

swr.de: „Streit um badische Kunstschätze verschärft sich – Stefan Mappus, Vorsitzender der CDU-Fraktion im baden-württembergischen Landtag, hat im SWR mit scharfen Worten auf den Vorstoß der SPD-Opposition reagiert, einen Untersuchungsausschuss zum ‚Ausverkauf landeseigener Kulturgüter‘ einzusetzen.“

F.A.Z: „Zweifel an einem Vergleich mit dem Haus Baden – Oettinger entzieht dem Finanzminister die Zuständigkeit / Prüfung der Eigentumsfrage“
„Der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) hat dem Finanzminister die federführende Zuständigkeit für den mit dem Haus Baden angestrebten Vergleich zum Erwerb von Kulturgütern entzogen.“

BNN: „Jonglieren mit fiktiven Summen – Nach knapp zwei Monaten zeigen sich im so genannten Kulturgüterstreit immer mehr Ungereimtheiten“
„Wenn es um Kunstgegenstände und Kulturzeugnisse aus ehemals badisch großherzoglichem Besitz geht, sind die offiziellen Mitteilungen aus Stuttgart zurzeit auffällig knapp gefasst.“

BNN: „Arbeitsgruppe soll es richten – Kunststreit: SPD für Ausschuss“
„Ministerpräsident Günther Oettinger gab sich gestern alle Mühe, möglichst gelassen zu wirken im Dickicht der Ungereimtheiten rund um den geplanten Verkauf badischer Kunstschätze. Es gehe nicht um Kategorien wie Peinlichkeit, erklärte der Regierungschef in Stuttgart. Immerhin muss sich Oettinger des Vorwurfs erwehren, seine Experten hätten bei der Klärung der Besitzverhältnisse schlampige Arbeit abgeliefert – was den Steuerbürger am Ende teuer zu stehen bekommen könnte.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Online-Special Handschriften“

ka-news: „Kulturgüter-Streit: SPD beantragt Untersuchungsausschuss“
„Der Kulturgüter-Streit geht in die nächste Runde. Die SPD-Landtagsfraktion will einen Untersuchungsausschuss ‚zum Ausverkauf landeseigener Kulturgüter‘ durch die CDU/FDP-Landesregierung beantragen. Das habe die SPD am gestrigen Dienstagnachmittag beschlossen, so Fraktionschefin Ute Vogt.“

Stuttgarter Zeitung: „Weiter Streit um badische Kunstschätze – Baden zweifelt an Historiker“
„Die SPD will einen Untersuchungsausschuss zum Umgang mit einstigen badischen Kulturgütern. Die Regierung setzt zur Klärung der Eigentumsfragen auf eine Arbeitsgruppe. Blamiert fühlt sich Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) nicht.“

Pforzheimer Zeitung: „Posse entwickelt sich zum Trauerspiel – Land leistet sich weitere Peinlichkeit beim geplanten Ankauf von Kunstwerken des Hauses Baden“
„Was ist nur los mit der Landesregierung? Was als Posse um den Ankauf eines dem Land schon seit 1930 gehörenden Gemäldes von Hans Baldung Grien (1484 oder 1485 bis 1545) begann, entwickelt sich zunehmend zu einem politischen Trauerspiel.“

Schwäbische Zeitung online: „Untersuchungsausschuss zum Kauf von Kunstschätzen“
„Der Streit um Pläne des Landes Baden- Württemberg zum Kauf badischer Kunstschätze beschert dem Landtag voraussichtlich den ersten Untersuchungsausschuss in dieser Wahlperiode. Die SPD-Opposition kündigte am Dienstag an, die Einsetzung eines solchen Gremiums zu beantragen.“

Archivalia: „Haus- und Kronfideikommisse“

Archivalia: „Ansprüche aus Hausvermögen gegen Staatsarchiv Coburg 1987 abgewiesen“

Sindelfinger / Böblinger Zeitung: „Parlament prüft Kunstschätze-Panne“
„Der wochenlange Streit um den Kauf badischer Kunstschätze durch das Land soll von einem Untersuchungsausschuss des Landtags geklärt werden. Die SPD kündigte am Dienstag an, sie werde einen entsprechenden Antrag stellen.“

Sindelfinger / Böblinger Zeitung: „Haus Baden: Markgrafentafel gehört uns – Der Streit um den geplanten Kauf badischer Kunstschätze eskaliert. Die SPD kündigte am Dienstagabend an, einen Untersuchungsausschuss zu beantragen, um die Vorgehensweise der Landesregierung von Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) beleuchten zu lassen.“

Sindelfinger / Böblinger Zeitung: „Handwerk“
„Wann hat sich je eine Landesregierung so blamiert? Bundesweit wurde sie in den vergangenen Tagen zum Gespött, weil sie vom Haus Baden mehrere alte Meister kaufen wollte, die dem Land längst gehören. Künstler und Wissenschaftler in aller Welt empören und erheitern sich wechselweise über dieses Laienspiel.“

Bild: „Vogt will Klarheit durch Untersuchungs-Ausschuss“
„Die Bilder-Panne wird zum Politikum! SPD-Landeschefin Ute Vogt (41, SPD) will Ministerpräsident Günther Oettinger (53, CDU) nach der Bilder-Pleite vor den Untersuchungs-Ausschuss bringen“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Badische Kunstschätze: Auch Cranach-Porträts gehören dem Land“
„Nach der Posse um den Kauf eines Gemäldes, das dem Land Baden-Württemberg bereits zu gehören scheint, könnte die Landesregierung in Stuttgart bald erneut in Erklärungsnot geraten: Denn nach Angaben des Historikers Dieter Mertens sind auch zwei Medaillons, die zur Sanierung des Schlosses Salem aus dem Besitz des badischen Adelshauses gekauft werden sollen, bereits Eigentum des Landes.“

Bietigheimer Zeitung: „KULTURGUT-AFFÄRE / Landesregierung setzt noch auf Baden-Vergleich – SPD will Untersuchungsausschuss – Die Ungereimtheiten beim geplanten Baden-Deal sollen geklärt werden: Die Landesregierung setzt auf ‚Basisarbeit‘, die SPD auf einen Untersuchungsausschuss.“

9.11.2006

F.A.Z. Leserbrief: Kunstwerke sind keine reine Handelsware
Zu den Berichten über den beabsichtigten Verkauf der Handschriften in Baden-Württemberg: Das Institut für Sozialforschung der Universität Frankfurt machte kürzlich auf Verwerfungen in unserer Gesellschaft aufmerksam, die durch das ungehemmte Vordringen des Marktbegriffs in alle Lebensbereiche sichtbar werden. Man zitiert dort die spöttische Prognose von Karl Marx, daß "ein Zeitalter der universellen Käuflichkeit" in Sicht sei und fragt, ob wir bereits in diesem lebten? Verfolgt man den Kulturkampf der Baden-Württembergischen Landesregierung (gegen Kultur möchte man meinen) der vergangenen Wochen, so ist festzustellen, daß eine deutsche Landesregierung ohne sichtbare Bedenken ihr eigenes Kulturgut auf den öffentlichen Markt werfen will, um Schulden zu bezahlen.

Sindelfinger / Böblinger Zeitung: Vergleich mit dem Haus Baden wankt - Die monatelange Aufarbeitung der Handschriften-Affäre durch einen Untersuchungsausschuss des Landtags könnte gravierende Folgen haben. In der Regierung wird nicht mehr ausgeschlossen, dass der Vergleich mit dem Haus Baden scheitert.
Als sich die Spitzen von CDU und FDP am Mittwochmorgen in kleiner Runde trafen, gab es praktisch nur ein Thema: die Handschriften. Am Abend zuvor hatte die SPD einen Untersuchungsausschuss beantragt, um die Vorgehensweise der Landesregierung zu beleuchten. Während sich Grünen-Fraktionschef Winfried Kretschmann am Mittwoch skeptisch zeigte, "die schärfste Waffe des Parlaments schon jetzt einzusetzen", und erklärte, dass es besser wäre, erst noch Informationen zu sammeln, zeigte sich die SPD unbeeindruckt. In den nächsten Tagen soll der Untersuchungsauftrag formuliert werden, damit der Ausschuss dann offiziell beantragt werden kann.

Die Welt: Adel: Wessen Reichtum? - In Baden-Württemberg wird heftig darüber gestritten, welche Kunstwerke denn nun noch Eigentum des 1918 abgesetzten Hauses Baden sind und welche nicht. Zur gleichen Zeit kündigt das bis 1918 Sachsen regierende Haus Wettin an, es werde mehr als 1600 Stücke versteigern, die 1945 enteignet worden seien. Adelshäuser wollen nun die Konjunktur auf dem Kunstmarkt für sich nutzen - und schüren die Emotionen.
An diesem Tag ist wieder einmal viel von Geschichte die Rede. Von den Pogromen 1938 und der Nacht vor 17 Jahren, in der sich die scheinbare historische Sühne, die nationale Teilung, ihrem Ende näherte. Die beiden anderen Daten, die nicht nur zufällig, sondern ursächlich mit dem 9. November 1938 und 1989 zusammenhängen, geraten dagegen aus dem Blick: der Tag, an dem 1918 die Deutsche Republik ausgerufen wurde, und jener, an dem Adolf Hitler sich 1923 anschickte, diese zu stürzen.

swr.de: Land sucht weiter Einigung im Kulturgüter-Streit - Die CDU/FDP-Landesregierung strebt im Streit um die badischen Kunstschätze weiter eine Einigung mit dem Adelshaus Baden an. Der Landtag lehnte die Forderung der Oppositionsparteien SPD und Grünen ab, die Verhandlungen über einen Vergleich zu stoppen.
 Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU) sagte, die komplizierten Rechts- und Eigentumsfragen würden nun so gründlich wie möglich geprüft. Trotzdem werde am Ende keine letzte Sicherheit bestehen: "Es werden viele Zweifelsfälle übrig bleiben."

ka-news: Kulturgüter-Posse: Stefan Mappus schießt zurück - Der Zwist um die badischen Kunstschätze spitzt sich zu, die Töne in der Diskussion werden immer schriller. Dabei hat das Geschehen um die Kunstgüter bereits satirische Züge angenommen. Nach dem die SPD im Stuttgarter Landtag die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses forderte (ka-news berichtete), kommt von der CDU-Fraktion nun prompt die Antwort.

Stuttgarter Zeitung: An der schärfsten Waffe der Opposition wird noch gefeilt - Eine Arbeitsgruppe der SPD soll den genauen Auftrag des Untersuchungsausschusses zu badischen Kulturgütern erst festlegen
Der von der SPD geplante Untersuchungsausschuss zum Umgang der Landesregierung mit badischen Kulturgütern ist offenbar eine spontane Entscheidung der Fraktion. Der genaue Auftrag wird noch erarbeitet. Die Grünen sind zurückhaltend.

Archivalia: Domänen des Griechischen Königshauses vor dem EGMR
Der Straßburger Prozeß um die Domänen des Griechischen Königshauses - Ein Wegweiser für den Streit um das vormals Großherzoglich Badische Kulturgut - Von Reinhard Mußgnug

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein, 09.11.06: Baden geht in die Offensive - Ein Untersuchungsausschuss soll Klarheit in den angestrebten Vergleich mit dem Haus Baden bringen. Die SPD sieht "skandalöses Fehlverhalten" und will dies beweisen. Die Landesregierung gibt durchaus "Fehler" zu. Und weiß kaum mehr, wem sie glauben soll.
"Ungetrübt" sei das Verhältnis zwischen der Landesregierung und dem Haus Baden, beteuerte Regierungschef Günther Oettinger (CDU) vor den Medien. Es war eine Floskel. Im Staatsministerium wird man zunehmend reservierter. Man ist erstaunt über das Kommunikationsverhalten des Adelshauses. Mit der Mitteilung, Konkurs drohe, hatte Bernhard Erbprinz von Baden die Landesregierung unter Druck gesetzt. Kunstschätze im Wert von 300 Millionen Euro könne das Land sichern, wenn es 30 Millionen Euro ans Haus Baden überweise, hieß es zuletzt.

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: Jäger des verlorenen Schatzes
Dieter Mertens ist ein unauffälliger Mensch. Gut mittelgroß, weiße Haare, 66 Jahre alt, dazu eine randlose Brille, durch die er mit freundlichen Augen schaut. Der gebürtige Niedersachse gehört zu den Zeitgenossen, die in ihrer Arbeit aufgehen - er ist der unauffällige Forscher aus dem Bilderbuch, der lateinische Texte des Humanismus zerlegt und analysiert, der alte Bibliothekskataloge studiert und gescheite Aufsätze über die Zähringer verfasst hat. Nun ist der Professor für Mittelalterliche Geschichte aus dem Dämmer der Gelehrtenstube herausgetreten und hat eine schläfrige Landespolitik aufgeweckt: Mertens hat aufgrund von dokumentarischen Funden nachgewiesen, dass wichtige Stücke auf der Verkaufsliste des Hauses Baden bereits dem Land gehören. Baden-Württemberg würde Dinge erwerben, die sein Eigentum sind.

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein, 09.11.06: Alles von vorn
Die Posse um die badischen Kunstschätze geht weiter: Die Sozialdemokraten wollen in einem Untersuchungsausschuss die Umstände des angestrebten Vergleichs mit dem Land aufklären. Das ist ihr gutes Recht. Dubios ist so manches. Doch noch ist der Vertrag nicht unterschrieben. Der Ausschuss wird sich wohl mehr in der Rolle des Prozessbegleiters als in der des Aufklärers finden.

Bietigheimer Zeitung: BADEN-KUNSTSCHÄTZE / VIELE FRAGEN ZUR ZÄHRINGER-STIFTUNG - Opposition verlangt Aufklärung
Was ist mit den badischen Kunstschätzen? Die SPD-Landtagfraktion überlegt, was sie im Untersuchungsausschuss wissen will. Die Grünen fragen schon mal. Wer wüsste in dem ganzen Hin und Her ums Eigentum an den badischen Kunstschätzen nicht gern, wie es wirklich ist und vor allem, was die Landesregierung wann wusste - oder eben nicht? Die Opposition sieht ihre Stunde gekommen. Doch sie versucht, auf unterschiedlichen Wegen Klarheit zu erlangen. Die Grünen sehen das parlamentarische Instrumentarium noch lange nicht ausgereizt: Seit 14 Tagen schon muss sich die Regierung mit einem sehr umfangreichen schriftlichen Antrag zur Zähringer-Stiftung befassen. Die, wäre sie wirksam errichtet (was die Gutachter der Regierung bestreiten), einen Großteil der vom badischen Adelshaus reklamierten Kunstschätze vor Verkauf schützte. Dem geplanten, strittigen Vergleich mit dem Land wäre dann der Boden entzogen. Heute Mittag schon stoßen die Grünen mit einer mündlichen Anfrage in der Plenarsitzung nach.

Heilbronner Stimme online: "Steuergelder werden organisiert vernichtet" - Der politische Streit um die badischen Kunstschätze verschärft sich weiter
Der politische Streit um die badischen Kunstschätze verschärft sich. "Geradezu lächerlich" nennt Stefan Mappus, der Chef der CDU-Regierungsfraktion, das Ansinnen der SPD, einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss den geplanten Vergleich des Landes mit dem Haus Baden aufarbeiten zu lassen. "Wegen des Versehens eines Ministeriums werden Steuergelder organisiert vernichtet", schimpft der CDU-Mann.

10.11.2006

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg: „Staatssekretär Birk: Kunst und Kultur wichtige Zukunftsfaktoren für Bildung und Wohlstand – Vielfältige Kulturlandschaft in Baden-Württemberg ist Gemeinschaftsleistung von Land und Kommunen – Modellfall Balingen“

Sindelfinger / Böblinger Zeitung: „Vergleich liegt erst mal auf Eis – Das Land soll die Verhandlungen mit dem Haus Baden über zahlreiche Kunstschätze stoppen und zunächst die Eigentumsverhältnisse prüfen: Mit diesem Antrag ist die SPD im Landtag gescheitert. Dennoch liegen die Verhandlungen derzeit auf Eis: Im Streit um Bilder und Handschriften sind erst mal die Experten am Zug.“

BNN: „Eigentum des Landes – Staatssekretär bestätigt im Kunst-Streit Forscher“
„Im Streit um die badischen Kunstschätze betrachtet die Landesregierung die so genannte Markgrafentafel von Hans Baldung Grien als Eigentum des Landes. Kunststaatssekretär Dietrich Birk (CDU) sagte gestern in der Fragestunde des Landtags, dies gehe aus einem Gesetz hervor, das der badische Landtag 1930 verabschiedet hatte.“

ka-news: „Jung zur Kulturgüter-Posse: ‚Tragikomisches Gezerre muss enden‘ Der seit knapp zwei Monaten anhaltende Streit um Badische Kulturgüter wird nach Ansicht des neuen SPD-Kreisvorsitzenden Johannes Jung ‚immer mehr zu einem unwürdigen tragikomischen Gezerre‘.“

Stuttgarter Zeitung: „Koalition lässt Opposition im Markgrafenstreit abblitzen – SPD scheitert mit Antrag auf Stopp der Vergleichsverhandlungen – CDU hält Untersuchungsausschuss für untauglich / Von Reiner Ruf“
„Zum Ende des Plenartages hin kam noch einmal Leben in den Landtag.“

Archivalia: „Koelitz 1915 beweist: Ansprüche des Hauses Baden haltlos“

Archivalia: „Die Fideikommisse des großherzoglichen Hauses“

Archivalia: „Staatssekretär Birk weist Ansprüche des Hauses Baden zurück – Markgrafentafel gehört dem Land“

Archivalia: „Wie lange halten die Banken still?“

Archivalia: „Urteil zu den Eigentumsverhältnissen an Archivgut des Staatsarchivs Coburg“

Bietigheimer Zeitung: „KUNSTSCHÄTZE: Bild gehört dem Land“
„Im Streit um die badischen Kunstschätze betrachtet die Landesregierung die so genannte Markgrafentafel von Hans Baldung Grien als Eigentum des Landes. Kunststaatssekretär Dietrich Birk (CDU) sagte gestern in der Fragestunde des Landtags, dies gehe aus einem Gesetz hervor, das der badische Landtag 1930 verabschiedet hatte.“

Badische Zeitung: „Opposition sieht ihre Stunde gekommen – Im Kunstschätze-Verkauf wollen Grüne und SPD Klarheit / Untersuchungsausschuss umstritten “
„Wer wüsste angesichts des Hin und Her um das Eigentum an den badischen Kunstschätzen nicht gern, wie es wirklich ist und vor allem was die Landesregierung wann wusste – oder eben nicht? Die Opposition sieht in dieser Frage ihre Stunde gekommen. Doch sie versucht, auf unterschiedlichen Wegen Klarheit zu erlangen.“

Schwarzwälder Bote: „Opposition: Vergleich mit Haus Baden sofort stoppen – Land soll zunächst Eigentumsverhältnisse prüfen / Birk: Gesetz des badischen Landtags von 1930 gilt“
„Das Land soll die Verhandlungen mit dem Haus Baden über zahlreiche Kunstschätze stoppen und zunächst die Eigentumsverhältnisse prüfen. Mit diesem Antrag ist die SPD im Landtag zwar gescheitert - doch im Grund handelt die Regierung danach: Im Streit um Bilder und Handschriften sind erst mal die Experten am Zug.“

11.11.2006

Stuttgarter Zeitung: „Was die Regierung für uns tut – Eine Danksagung – Es findet sich dann doch immer eine Gelegenheit, Bilanz zu ziehen. So ist die zweite Regierung Günther Oettinger seit 151 Tagen im Amt. Das muss als Anlass reichen. Ein vorläufiger Bericht zur Lage des Landes, dargeboten in zehn Thesen.“

Sindelfinger / Böblinger Zeitung: „Zeit fürs Regieren“
„Die Markgrafentafel von Hans Baldung Grien, das Kupferstichkabinett des Hauses Baden, ein Gesetzblatt des badischen Landtags von 1930 – das sind die Themen, die Baden-Württemberg im neuen Jahrtausend in Atem halten.“

Die Welt: „Wem gehört die Kunst?“
„Wem die Kunst gehört, ist oftmals nicht leichter zu sagen, als was Kunst ist. Die Republik hat sich dieser Tage in Schadenfreude geübt, als ausgerechnet die für akribisch und sparsam geltenden Schwaben ein Tafelbild der Renaissance – eine Madonnenanbetung von Hans Baldung, gen. Grien –, das seit der Fürstenauseinandersetzung nach dem Ende der Monarchien ihnen längst gehörte, dem Hause Baden abkaufen wollten. Ein Historiker bewies aus den Akten, dass die Sache bereits vor sieben Jahrzehnten abschließend geregelt worden war.“

Archivalia: „Die unbezähmbare Gier der Wettiner“

BNN, Leserbrief: „Protokolle nicht verscherbeln – Zum Thema ‚Ankauf der Markgrafentafel und anderer Kunstwerke‘“
„Die unendlichen Geschichte des An- und Verkaufs unersetzlicher Kulturgüter Badens durch den Herrn Landesvater hat sich mittlerweile zu einer unglaublichen Lachnummer entwickelt. Dem Freiburger Professor Dieter Mertens ist zu danken, dass rechtzeitig die Notbremse gezogen wurde beim Versuch der Landesregierung, das zu kaufen, was dem Land, sprich der Bevölkerung, schon seit 1930 gehört.“

Liste MEDIAEVISTIK: Listenarchiv von MEDIAEVISTIK

swr2, um 21.15 Uhr: „Adel verpflichtet immer noch?“
„Das Haus Baden kann Schloss und Münster Salem nicht mehr erhalten. Die Kosten für den Unterhalt der denkmalwürdigen Anlage sind viel zu hoch. Auch um andere Schlösser, Burgen und Kirchen sorgen sich die Denkmalschützer, der Staat seinerseits kann und will nicht einspringen – die Folgekosten sind auch ihm zu hoch. Die Ratlosigkeit ist groß, was mit dem kulturellen Erbe des Landes geschehen soll, wie es auf Dauer erhalten werden kann.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Haus Baden bittet um Sachlichkeit“
„Im Streit um die Zukunft badischer Kunstschätze und vor dem Hintergrund des von der SPD angekündigten Untersuchungsausschusses hat sich das Haus Baden mit einem Appell an alle Beteiligten gemeldet.“

12.11.2006

Archivalia: „Türkenbeute ins Denkmalbuch eintragen!“

Archivalia: „Angebliches Amberger-Gemälde ist auch Landeseigentum“

Der Sonntag: „Vergleich mit dem Adelshaus bleibt Ziel“
„Welche Kulturschätze gehören dem Land Baden-Württemberg und was gehört dem Adelshaus Baden? Das soll jetzt so gründlich wie möglich geprüft werden. Die Forderung von SPD und Grünen, die Verhandlungen mit den Nachfahren der Großherzöge von Baden zu stoppen, hat der Landtag am Donnerstag abgelehnt. Nach wie vor strebt die CDU/FDP-Landesregierung einen Vergleich mit dem Adelshaus an.“

13.11.2006

bwWoche (Staatsanzeiger für Baden-Württemberg): „Licht ins Dunkel – Verständnis für Untersuchungsausschuss auch bei Koalitionsabgeordneten“
„Die Abgeordneten im Landtag von Baden-Württemberg schlagen ein neues Kapitel in der Geschichte parlamentarischer Untersuchungsausschüsse auf.“

bwWoche (Staatsanzeiger für Baden-Württemberg): „Keine Hexerei – Der Historiker Dieter Mertens ist erstaunt, dass die Rechte des Landes an den Baden-Bildern unbekannt waren“

bwWoche (Staatsanzeiger für Baden-Württemberg): „Oettinger muss nicht in die Katakomben gehen – Landesregierung ist bei dem Versuch einer Einigung mit dem Haus Baden von den Ereignissen überrollt worden“
„Dass sich aus dem Forschungsergebnis eines Historikers ein Untersuchungsausschuss im Landtag entwickelt, gibt es nicht alle Tage. Doch diese Entwicklung passt wohl zum Versuch einer Einigung mit dem Haus Baden, bei der die Landesregierung ab dem Punkt, als die Öffentlichkeit ins Spiel kam, zurückrudern musste.“

Focus: „‚Auch ohne eigenes Geld‘ – Der Jurist Peter Wax erklärt, warum der Markgraf von Baden im Handschriftenstreit einen teuren Prozess gegen das Land führen könnte“

F.A.Z.: „Vermeidbare Blamage“
Zu „Stuttgart nimmt Aktenfund ernst“ (F.A.Z. vom 3. November) Weitere Informationen

Badische Heimat/Landeskunde online: „Die badischen Handschriften – Mittelalterliche Handschriften der Badischen Landesbibliothek – Europäisches Kulturerbe – Sonderausstellung vom 28. Oktober bis 25. November 2006“
„In einer kleinen, aber sorgfältig zusammengestellten Ausstellung präsentiert die Badische Landesbibliothek in Karlsruhe elf Kostbarkeiten aus den zu Beginn des 19. Jahrhunderts säkularisierten Kloster- und Stiftsbibliotheken“
Bildergalerie der Handschriften: Markgräfliche Handschriften und Klosterhandschriften

Badische Heimat/Landeskunde online: „Handschriftensteit? Kulturgüterstreit!“
„Ein Aufschrei der Empörung ging durch die Kulturwelt, als Pläne bekannt wurden, dass die Landesregierung einen Ausgleich mit dem Haus Baden über die gegenseitigen Ansprüche an Kunst- und Kulturgütern anstrebt.“

14.11.2006

F.A.Z.: „Hintersinniger Witz: Karlsruhe zeigt Landes-Handschriften“
„Sie brauchen sorgsamen Schutz, gedämpftes Licht und eine spezifische Luftbeschaffenheit, um nicht den Glanz einzubüßen, den sie über Jahrhunderte hinweg behalten durften – die bedeutendsten von ihnen aufbewahrt bis zum Beginn des neunzehnten Jahrhunderts in den Klöstern des deutschen Südwestens: Die Badische Landesbibliothek Karlsruhe zeigt in einer Sonderausstellung elf kostbare Exemplare aus dem Konvolut jener Handschriften, die ursprünglich für siebzig Millionen Euro verkauft werden sollten, um mit dem Erlös den Erhalt der Schloßanlage Salem, im Besitz des Hauses Baden, zu sichern.“

15.11.2006

taz: „Curriculum Vitae – Woher stammt ein Kunstwerk? Spektakuläre Bildrückgaben können der Provenienzforschung endlich die verdiente Aufmerksamkeit geben“
„Acht Millionen Euro wollte die baden-württembergische Regierung dem badischen Fürstenhaus bezahlen für die ‚Markgrafentafel‘ des deutschen Malers Hans Baldung Grien – doch genaueres Studium der Unterlagen durch einen externen Historiker erbrachte Anfang November, dass diese definitiv seit 1930 bereits in öffentlichem Eigentum ist.“

Landesvereinigung Baden in Europa: „Verkauf von Handschriften – Unsere Unterschriftenaktion ist beendet“
„Stand am Mittwoch, den 15.11.2006, ca. 18.000 Unterschriften. Wir rechnen damit, dass noch ein paar Nachzügler kommen. Die Unterschriftenaktion ist damit beendet.“
„Wir bedanken uns bei allen die unsere Aktion mit ihrer Unterschrift unterstützt haben. Ein besonderer Dank gilt denjenigen, welche die Unterschriften gesammelt haben.“
„Die Unterschriftenlisten werden wir am 6.12.2006 in Stuttgart dem Ministerpräsidenten und dem Landtagspräsidenten übergeben. Wir werden darüber berichten.“

südkurier: „Cranach-Bilder vermehren sich“
„Die Frage, welche badischen Kulturschätze dem Land schon gehören und welche nicht, verkompliziert sich weiter durch eine zumindest für CDU-Finanzstaatssekretär Gundolf Fleischer überraschende Gemäldevermehrung. ‚Der Wissenschaftsminister hat uns heute im Kabinett referiert, dass wir drei Cranachs haben‘, ließ er verlauten.“ Weitere Informationen

Reutlinger Generalanzeiger: „Vergleich rückt in die Ferne – Kunstschätze – Die einen wollen einen Untersuchungsausschuss, die anderen vorerst gar nichts mehr sagen. Worum geht es in Sachen Haus Baden/Kulturgüter eigentlich?“

Reutlinger Generalanzeiger: „Das Land ist blamiert – SPD-Landes und Fraktionschefin Ute Vogt erneuert im Kurzinterview mit Ulrike Bäuerlein Vorwürfe der Opposition in Sachen Kulturgüter“

17.11.2006

Karlsruhe: StadtZeitung: „Handschriftenstreit: Aktenberge durchforsten – Arbeitsgruppe soll Eigentum an Kulturgut klären“
„Im Streit um die Eigentumsrechte an Kulturgütern zwischen dem Land Baden- Württemberg und der Familie von Baden scheint es derzeit nach dem heftigem Schlagabtausch, in dem die Landes-SPD einen Untersuchungsausschuss gefordert hatte, vermeintlich ruhig geworden zu sein. Allerdings trügt der Schein, denn die Einsetzung eines solchen Ausschusses ist noch längst nicht vom Tisch.“

ka-news: „Noch eine Woche zu sehen – Handschriftenausstellung in der BLB Noch eine Woche können Handschriften aus der Sammlung der Badischen Landesbibliothek (BLB), die beinahe unter den Hammer gekommen wären (ka-news berichtete), in der BLB bestaunt werden. Am Samstag, 25. November, endet die Sonderausstellung, die Ute Obhof, Leiterin der Abteilung Sammlungen der BLB, als "erfolgreichste Ausstellung in eigenen Räumen" bezeichnet.“

Archivalia: „Seriöse öffentliche Debatte über adeligen Kunstbesitz überfällig“

18.11.2006

BNN / Bruchsaler Rundschau: „ ‚Bruchsal 1‘ ist in Karlsruhe eine Attraktion – Ein Prunkstück der Handschriftensammlung der Badischen Landesbibliothek lag lange im Barockschloss“