Die BLB
Sammlungen
Aktuelles

13. Oktober bis 31. Oktober 2006

13.10.2006

Karlsruhe: StadtZeitung: „BLB-Handschriftenstreit: Schlimmstes erst einmal verhindert – Kulturgüter müssen an Ort und Stelle bleiben“
„Im Streit um den Verkauf badischer Kulturgüter zur Schuldentilgung des badischen Markgrafenhauses und Unterhaltung des Schlosses Salem hat Ministerpräsident Günther H. Oettinger diese Woche vor den Medien und im Landtag sein so genanntes Drei-Säulen-Modell modifiziert.“

ka-news: „Kulturerhalt durch Anleihen – Löst ein Wertpapier den Kulturstreit?“
„Im Streit um den Kulturdeal zwischen der Landesregierung und dem Haus Baden und möglichen Wegen aus der Krise kritisieren die Grünen weiterhin scharf das Gebaren der Landesregierung. CDU-Landtagsabgeordnete Katrin Schütz plädiert unterdessen für ein bisher unbeachtetes Finanzierungsmodell, um Kulturgüter im Land zu erhalten.“

Archivalia: „Protestresolutionen in Sachen Karlsruher Handschriftenverkäufe“

ka.stadtwiki: „Handschriftensammlung“
„Die Handschriftensammlung ist ein Kulturgut, das in der Badische Landesbibliothek lagert und deren Eigentumsverhältnisse seit der Abdankung des Staatsoberhauptes 1918 bzw. Bildung der Republik Baden 1919 ungeklärt sind: Es ist in der Öffentlichkeit und unter Rechtsgelehrten umstritten, ob das Haus Baden oder der Staat – in der Nachfolge der Republik Baden seit 1952 vertreten durch das Land Baden-Württemberg – Eigentümer der Sammlung sei.“

Stadt Pforzheim: „Pressemitteilung – Nach Gespräch mit Bernhard Prinz von Baden: OB Augenstein: Reuchlin-Schriften werden vom Haus Baden als unverkäuflich eingestuft“
„Frohe Kunde aus dem Pforzheimer Rathaus: Die in der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe verbliebenen Teile der Bibliothek von Johannes Reuchlin werden als unverkäuflich eingestuft. Dies sicherte Bernhard Prinz von Baden Pforzheims Oberbürgermeisterin Christel Augenstein nach einem Gespräch am Freitag zu.“

Landesvereinigung Baden in Europa e. V.: „Verkauf von Handschriften – Unsere Unterschriftenaktion wird fortgesetzt“
„An unserer Unterschriftenaktion haben sich bisher sehr viele Bürgerinnen und Bürger beteiligt, die Aktion setzen wir bis zum 15.11.2006 fort. Nachdem die Landesregierung inzwischen auch anderes Kulturgut verkaufen will, weiten wir unseren Protest auch dahingehend aus. Stand am 12.10.2006 ca. 6.000 Unterschriften.“

3sat: „Millionen für den Markgrafen – Der Streit um den Schutz des kulturellen Erbes geht weiter“
„Das Ärgernis hat eine Vorgeschichte: Schon einmal, im Herbst 1995, hat das notorisch klamme Fürstenhaus Baden in seinen Kellern gekramt und Kunstobjekte im Wert von mehr als 70 Millionen D-Mark unter den Hammer gebracht. Das Land Baden-Württemberg erwarb im Vorfeld einen Sonderposten. In die Schatulle Max von Badens flossen mehr als 45 Millionen – Staatsgelder, um kulturelles Erbe vor dem durchlauchten Kunstverständnis zu schützen.“

Yahoo: „Feuerwehrfonds soll vom Verkauf bedrohte Kulturgüter retten“
„Die Kulturstiftung der Länder plant die Einrichtung eines Feuerwehrfonds zur Rettung vom Verkauf bedrohter Kulturgüter. Das kündigte die Generalsekretärin der Stiftung, Isabel Pfeiffer-Poensgen, am Freitag im Deutschlandfunk an. Die neu zur Verfügung stehenden Mittel sollten allerdings nur für ganz außergewöhnliche Fälle gelten.“

Badische Zeitung: „Oettinger schockiert Salomon – Ministerpräsident will Geld, das für die weitere Sanierung des Augustinermuseums zugesagt war, zum Erhalt von Salem ausgeben“
„Der Streit um die mittelalterlichen Handschriften aus der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe hat Freiburg erreicht. Nach Protesten gegen den Verkauf lenkte Ministerpräsident Oettinger ein. Nun soll Geld aus der Landesstiftung, das unter anderem für die weitere Sanierung des Augustinermuseums vorgesehen war, dem Hause Baden zufließen.“

mediaculture-online.de: „Kritik an Handschriftenverkauf“
„Der von der baden-württembergischen CDU-Landesregierung angestrebte Vergleich mit dem Haus Baden zur Sicherung der wertvollen Handschriften stößt auf Kritik. Die Verhandlungen mit der Markgrafenfamilie müssten umgehend gestoppt werden, forderte SPD-Fraktionschefin Ute Vogt im Landtag in Stuttgart.“

Thüringischen Landeszeitung: „Schlüsselloch“
„Er müsse nun aber auch einräumen, dass manche Dinge vielleicht nicht bis zum Ende durchdacht worden seien – das sagt der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU). Ergebnis des Durchdenkens statt Durchregierens: Er verzichtet auf den Verkauf der historischen badischen Handschriften, die einen Erlös von 70 Millionen Euro hätten bringen können.“

14.10.2006

ka-news: „Handschriften-Streit: Museumsbund kritisiert Oettinger-Modell“
„Das nach heftiger Kritik an dem ursprünglich geplanten Handschriften-Verkauf von Ministerpräsident Günther Oettinger als Alternative vorgeschlagene Drei-Säulen-Modell (ka-news berichtete) sorgt weiter für Unmut. Nicht nur bei der oppositionellen SPD im Landtag – SPD-Fraktionschefin Ute Vogt sprach von einem ‚Irrweg‘ – stoßen die Pläne auf Widerstand. Auch der Deutsche Museumsbund in Berlin, der bundesweite Interessenverband aller Museen, übte jetzt scharfe Kritik an Oettingers Modell.“

Neue Züricher Zeitung: „Belehrte Banausen – Gros der Handschriften bleibt in Baden“
„Die guten Zeiten, in denen das Protestieren noch geholfen hat, sind doch noch nicht ganz vorbei. Auf ein vernichtendes Echo im In- und im Ausland war die baden-württembergische Regierung mit ihrem Vorhaben gestossen, die einzigartige Handschriftensammlung der badischen Landesbibliothek in Karlsruhe zu zerschlagen. Kostbare Zimelien sollten auf dem internationalen Kunstmarkt verkauft werden, um den Unterhalt von Schloss Salem zu finanzieren und Ansprüche des Erbprinzen von Baden zu befriedigen.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „SPD zu Besuch in Salem“
„Unverändert deutlich kritisierte die SPD die ‚Teppichhändlergeschäfte‘ der Landesregierung mit dem markgräflichen Haus gestern nach einer Besichtigung des Schlosses Salem.“

Yahoo: „Neumann sieht Kunstverkauf an Mäzene skeptisch“
„Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) betrachtet den Verkauf von Kulturgütern an Mäzene und ihre anschließende Ausstellung als Dauerleihgaben in Museen mit Skepsis.“
„Kulturgüter, die einmal in öffentlichem Besitz sind, gehören in die öffentliche Verantwortung. Das ist der sicherste Weg“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Oettingers Modellarbeit“
„Wir sind Barbaren. So schnell. Wieder einmal. Dabei geht es nicht ums Dritte Reich. Der erhoffte Handschriften-Verkauf durch die Landesregierung, um das Adelshaus Baden und seine maroden Immobilien zu retten, rief 19 Professoren und Kunsthistoriker, darunter Wissenschafter dreier US-Eliteuniversitäten, auf den Plan und verführte sie zu Formulierungen, die wenig Gelehrsamkeit verraten. Der geplante Verkauf einiger wertvoller Stücke aus dem Bestand der rund 3600 Handschriften der Badischen Landesbibliothek, peinlich und blamabel für Ministerpräsident Günther H. Oettinger, wird nicht stattfinden.“

Pforzheimer Zeitung: „Reuchlins Schriften unverkäuflich“
„Die in der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe verbliebenen Teile der Bibliothek von Johannes Reuchlin werden als unverkäuflich eingestuft. Dies sicherte einer Pressemitteilung aus dem Pforzheimer Rathaus zufolge Bernhard Prinz von Baden Pforzheims Oberbürgermeisterin Christel Augenstein nach einem Gespräch am Freitag zu.“

15.10.2006

Der Sonntag: „Der Streit schwelt weiter“
„Dem badischen Adelshaus "voll auf den Leim gegangen" ist die Landesregierung nach Ansicht der Karlsruher Grünen-Abgeordneten Renate Rastätter und Gisela Splett.“

Archivalia: „Rückblick auf die Markgrafenauktion 1995“

Konradsblatt: „Bewegung im Handschriftenstreit – Proteste auch der Kirche haben offenbar zu einem Umdenken beim Land geführt“
„Nach heftigen Protesten auch aus dem kirchlichen Raum sucht die baden-württembergische Landesregierung Alternativen zum geplanten Verkauf der historischen badischen Handschriften“

16.10.2006

Der Spiegel: „Haushalte: ‚Grenze überschritten‘ – Bernd Neumann, 64, Kulturstaatsminister im Bundeskanzleramt, über den Notverkauf von Museumsstücken und die Kulturnation Deutschland“
Spiegel: „Nur internationale Proteste halten Baden-Württemberg davon ab, einzigartige Handschriften im Gegenwert von 70 Millionen zugunsten des Landeshaushalts zu veräußern.“

Società Internazionale per lo Studio del Medioevo Latino (S.I.S.M.E.L.), Firenze: „Manoscritti della Badische Landesbibliothek di Karlsruhe“

taz: „Stiftung löst Handschriftenstreit – Schloss Salem soll nun durch den Kauf von Kunstschätzen saniert werden“
„Im Streit um den geplanten Verkauf badischer Handschriften will die Landesstiftung Baden-Württemberg in den nächsten drei Jahren für 10 Millionen Euro eine Teil der Kunstschätze kaufen und für das Land sichern.“

Bild: „Handschriften-Streit: Stiftung kauft Kunstschatz“
„Im Streit um den möglichen Verkauf badischer Handschriften aus dem Mittelalter will die Landesstiftung Baden-Württemberg für 10 Millionen Euro eine Teil der Kunstschätze kaufen und damit fürs Land sichern.“

Museum Aktuell: „Festlegung der Badenwürttembergischen SPD im ‚Handschriftenstreit‘“
„Während die badenwürttembergische CDU nach wie vor unbeirrt und unberührt von Eingaben aller bedeutenden Kulturverbände an ihren Veräußerungsplänen festhält und eher nach russischer Zarenart die zu veräußerndern Kunst-, Bibliotheks- und Archivbestände der Badischen Landesbibliothek – und anderer Institutionen, da die BLB nicht die Last allein tragen solle!“

bw-woche: „Kein Ausverkauf – Wende bei Handschriften-Streit“
„Von Landesstiftung, Sponsoren und Museen soll das Geld für den Vergleich mit dem Haus Baden kommen. So hat es zumindest das Kabinett in der vergangenen Woche beschlossen.“

17.10.2006

Die Zeit: „Handschriften-Streit: Jusos verkaufen Oettingers Kabinett bei Ebay – Im Kulturgüter-Streit in Baden-Württemberg greift die SPD-Nachwuchsorganisation Jusos zum Hammer. Sie stellt auf den Seiten des Internetauktionshauses Ebay die Landesregierung von Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) zum Verkauf.“

Landesstiftung Baden-Württemberg: „Landesstiftung erwirbt Schätze aus badischen Sammlungen“
„In seiner heutigen Sondersitzung hat der Aufsichtsrat als einzige Projektentscheidung über den Erwerb von Kunstschätzen aus den ehemaligen großherzoglichen Sammlungen in Baden beraten. In einem Grundsatzbeschluss hat er 10 Mio. Euro aus Projektmitteln bereitgestellt.“

Deutschlandradio: „Landesstiftung gibt Mittel für Kauf badischer Kulturgüter frei“
„Im Streit um die ‚badischen Handschriften‘ hat die Landesstiftung Baden-Württemberg zehn Millionen Euro für den Kauf von Kulturgütern aus dem Haus Baden freigegeben. Einem entsprechenden Vorschlag von Ministerpräsident Günther Oettinger stimmte der Aufsichtsrat der Stiftung heute in Stuttgart zu.“

Kulturinformationszentrum des Deutschen Kulturrates, ConBrio Verlagsgesellschaft: BW: „Landesstiftung stellt zehn Millionen Euro bereit“
„Die Landesstiftung Baden-Württemberg wird für die Sicherung von badischen Kulturgütern bis 2008 insgesamt zehn Millionen Euro zur Verfügung stellen. Das gab Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) am Dienstag nach einer Sitzung des Aufsichtsrats der Stiftung in Stuttgart bekannt.“

swr.de: „Landesregierung bei eBay unterm Hammer – Unter dem Motto ‚Wir können alles. Außer Hochkultur‘ machen die baden-württembergischen Jungsozialisten (Jusos) ihren Unmut über einen möglichen Verkauf badischer Handschriften auf nicht ganz ernst zu nehmende Weise Luft: Sie versteigern derzeit die komplette Landesregierung beim Internet-Auktionshaus eBay.“

SPD-Landtagsfraktion: „SPD kritisiert Blankoscheck der Landesstiftung für das Adelshaus Baden – Ute Vogt: ‚Herr Oettinger vertritt nicht die Interessen des Landes, wenn er dem Haus Baden blind 10 Mio. Euro aus Landesmitteln zuspricht‘ – SPD-Vertreter in der Landesstiftung stimmen gegen 10-Mio.-Euro-Beschluss.“

swr.de: „Kauf badischer Kunstschätze gefährdet andere Projekte“
„Die Landesstiftung Baden-Württemberg will für zehn Millionen Euro Kunstschätze kaufen und für das Land sichern. Der Aufsichtsrat hat einem entsprechenden Vorschlag von Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) zugestimmt. Dafür ist nun das international beachtete Forum Neues Musiktheater in Stuttgart in Gefahr.“

F.A.Z.: „Keine Verkäufe – Museen gegen Oettingers Plan“
„Scharfe Kritik übt der Deutsche Museumsbund an dem vom baden-württembergischen Ministerpräsident Oettinger angestrebten Dreisäulenmodell zur Refinanzierung der Investitionen des Hauses Baden in den Erhalt der Anlage Salem. Nach Oettingers Vorstellungen sollen die Landesstiftung Baden-Württemberg, Unternehmen und Sponsoren sowie die Kultureinrichtungen des Landes je zehn Millionen Euro dafür aufbringen.“

Landesvereinigung Baden in Europa e. V.: „Beschluss der Landesstiftung unzureichend – Landesvereinigung wehrt sich gegen Vorwürfe, Badens Staatsregierung habe 1918/1919 schlampig verhandelt/Land nach wie vor in der Pflicht.“

Archivalia: „Protest aus Portugal gegen ‚Karlsruhe‘“

Archivalia: „Karlsruher Verkäufe in Frankreich rechtlich unmöglich“

Mannheimer Morgen: „Ein Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung – Während das Paket zur Rettung der Badischen Handschriften heute beschlossen wird, fehlt für das Schloss Salem ein Konzept“
„Heute beschließt der Aufsichtsrat der Landesstiftung Baden-Württemberg über ein Zehn-Millionen-Paket zur Rettung der Handschriften in den Beständen der Badischen Landesbibliothek.“

Stuttgarter Nachrichten: „Handschriftenstreit: Stiftung kauft Kunstschätze“
„Im Streit um den möglichen Verkauf badischer Handschriften will die Landesstiftung Baden-Württemberg in den kommenden drei Jahren für zehn Millionen Euro Kunstschätze kaufen und für das Land sichern.“

18.10.2006

BNN: „Zwischen Hoffnung und Desaster – Landesstiftung will badische Kulturgüter für 10 Millionen Euro ankaufen“
„Im Drama um den geplanten Verkauf badischer Kunstschätze gibt es wieder ein neues Kapitel. Die Landesstiftung Baden-Württemberg möchte in den nächsten drei Jahren insgesamt zehn Millionen Euro aus Projektmitteln bereitstellen, mit denen Kunstschätze aus den ehemaligen großherzoglichen Sammlungen in Baden angekauft und damit für das Land gesichert werden sollen.“

F.A.Z: „Objektsicherung – Landesstiftung hilft Oettinger“
„Der Aufsichtsrat der baden-württembergischen Landesstiftung unterstützt die Pläne der Landessregierung, in den Jarhen 2006 bis 2008 etwa zehn Millionen Euro aus dem Etat der Stiftung für den Kauf von Kunstschätzen zu verwenden, die größtenteils eindeutig im Besitz des Hauses Baden sind.“

ka-news: „Streit um Kulturgüter: Landesstiftung kauft Kunstschätze“
„Der Streit um den möglichen Verkauf badischer Kulturgüter geht in die nächste Runde. Der Aufsichtsrat der Landesstiftung Baden-Württemberg stimmte am gestrigen Dienstag dem Vorschlag von Ministerpräsident Günther Oettinger zu, in den nächsten drei Jahren für zehn Millionen Euro Kunstschätze zu kaufen und so für das Land zu sichern.“

Pforzheimer Zeitung: „Stiftung muss Opfer bringen: Landeseinrichtung kauft badische Kunstschätze – wird dafür aber Projekte zurückstellen“
„Im Streit um den möglichen Verkauf von Handschriften will die Landesstiftung Baden-Württemberg in den kommenden drei Jahren für zehn Millionen Euro Kunstschätze kaufen und für das Land sichern. Diesem Vorschlag des Ministerpräsidenten Günther Oettinger (CDU) stimmte der Aufsichtsrat der Stiftung gestern zu.“

Baden online: „Die ‚Reservekasse‘ des Landes – Oettinger holt die ersten zehn Millionen Euro für das Haus Baden aus der Landesstiftung “
„Unter Schmährufen seiner Partei übernahm Herbert Moser im September 2005 den Posten des Geschäftsführers bei der Landesstiftung Baden-Württemberg.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Barmherzige Ersatzkasse“
„‚Der hat's gut‘, lacht Ministerpräsident Günther Oettinger und klopft dem Geschäftsführer der Landesstiftung im Vorübergehen auf die Schulter. Herbert Moser nimmt den Ball erheitert auf: ‚Er fragt mich immer mal wieder, ob wir tauschen können.‘“

Stuttgarter Zeitung: „Landesstiftung macht Geld für Baden frei“
„Die Landesstiftung will bis 2008 zehn Millionen Euro ausgeben, um badische Kunstschätze zu kaufen. In einer Sondersitzung hat der Aufsichtsrat der Stiftung diese Marschroute festgelegt.“

Badische Zeitung: „Geld gegen Kultur“
„‚Die Menschen erwarten zu Recht, dass wertvolle Zeugnisse der Vergangenheit auch für kommende Generationen bewahrt bleiben. Mit jedem historischen Gut, das verloren ginge, ginge auch ein Stück badischer Tradition, ein Stück Heimat und Identität verloren.‘ Diese Sätze hat kein feuilletonistischer Tagträumer geschrieben, auch kein Verwalter verstaubter badischer Archivalien. Nein, es war Günther Oettingers Vorgänger im Amt als Ministerpräsident.“

Badische Zeitung: „‚Wir tasten uns sensibel voran‘ – Landesstiftung gibt zehn Millionen Euro für den Erwerb der Karlsruher Handschriften / Folgen für andere Kulturprojekte“
„Die Landesstiftung macht kurzfristig zehn Millionen Euro locker, um den Kunstbesitz des Adelshauses Baden für das Land zu erwerben. Andere Projekte der Stiftung müssen deshalb zurückstehen, bereits unterschriebene Zusagen für eine finanzielle Förderung hingegen sollen erfüllt werden.“

19.10.2006

BNN: „Schatzkammer zwischen Zimelie und Elektronik – Badische Landesbibliothek zeigt kostbare Handschriften und präsentiert sich als modernes Bücherzentrum“

BNN: „Weitere Kritik an Oettingers Modell“

DIE ZEIT: „Fromme Wünsche im Musterländle – Der Streit um die Karlsruher Handschriften: Warum sich Kulturgüter nicht einfach verscherbeln lassen“
„Eigentlich ist die Sache ganz einfach: Da ist ein mittelständisches Unternehmen im ländlichen Raum, ein kleiner Mischkonzern, Land- und Forstwirtschaft, dazu das größte private Weingut Deutschlands. Seit Jahrzehnten läuft der Laden mehr schlecht als recht, von einst 1500 Mitarbeitern sind 50 geblieben. Aber immer noch droht die Insolvenz, die Gläubigerbanken sitzen dem Geschäftsführer im Nacken. Also bittet der Unternehmer seinen Landesvater um finanzielle Hilfe.“

Die Bunte: „Ein Aufschrei geht um die Welt – Bernhard von Baden wollte kostbare Handschriften verkaufen und sorgte für Streit
„Einmal verkauft, sind die für immer weg“
„Was tun, wenn's im Schloss zieht oder gar reinregnet? Dann sind selbst in Adelskreisen die Handwerker gefragt. Klar, dass deren Rechnung bei einer Schlossrenovierung etwas höher ausfällt. Sicherlich hatte das Haus Baden mit so etwas gerechnet. Doch auch wenn man über Geld nicht gern spricht – am Ende erwies sich die jahrzehntelange Sanierung von Schloss Salem am Bodensee, eine der größten Anlagen ihrer Art, als beinahe unbezahlbar.“

Archivalia: „Bayerisches Oberstes Landesgericht: Kulturgutsicherung bei ehemaligem Fideikommissvermögen“

Archivalia: „Klagebefugnis im Stiftungsrecht“

Deutschlandradio: „Jusos dürfen Oettingers Kabinett nicht weiter versteigern“
„Dass Politiker käuflich sind, soll vorkommen. Das Internetauktionshaus Ebay will derartige Transaktionen aber nicht unterstützen. Es stoppte eine Versteigerung der baden-württembergischen Landesregierung, die die Jusos initiiert hatte. Die SPD-Nachwuchsorganisation wollte nach eigener Darstellung mit dem ironisch gemeinten Verkauf das Drei-Säulen-Modell von Ministerpräsident Günther Oettinger zur Sanierung von Schloss Salem um eine ‚weitere Säule‘ ergänzen.“

20.10.2006

Archivalia: „Landtag BW zur Causa Karlsruhe“

swr: „Landesbibliothek stellt Handschriften aus – Nach den wochenlangen Diskussionen um den Verkauf von mittelalterlichen Handschriften hat die Badische Landesbibliothek (BLB) reagiert: Das Haus zeigt ab 28. Oktober einige der Exemplare in einer kurzfristig anberaumten Sonderausstellung.“

Karlsruhe: StadtZeitung: „Kulturschätze: Streit noch nicht ausgestanden – Rechts- und andere Fragen noch immer offen“
„Der Streit um die badischen Kulturgüter ist noch lange nicht ausgestanden. Auch wenn der Aufsichtsrat der Landesstiftung nun in den kommenden drei Jahren für zehn Millionen Euro Kunstschätze kaufen will.“

ka-news: „Handschriften-Ausstellung: Spontane Sonderschau in der BLB geplant“
„Nach dem Streit um den Verkauf der Handschriftensammlung aus der Badischen Landesbibliothek (BLB) in Karlsruhe (ka-news berichtete), plant diese jetzt eine spontane Sonderausstellung. Unter den vom 28. Oktober bis 25. November zu bewundernden Stücken soll beispielsweise auch das Stundenbuch des Markgrafen Christoph von Baden zu sehen sein.“

Stuttgarter Zeitung: „Sonderausstellung: Karlsruhe zeigt Handschriften – Ausstellung vom 28. Oktober bis zum 25. November“
„Unter dem Titel "Mittelalterliche Handschriften der Badischen Landesbibliothek – Europäisches Kulturerbe" stehen vom 28. Oktober an die Kunstwerke im Mittelpunkt, deren Verkauf zu Gunsten des finanziell angegriffenen Hauses Baden seit langem diskutiert wird.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Landesbibliothek stellt Handschriften aus“
„Angesichts der ungeklärten Zukunft der Handschriftensammlung in der Badischen Landesbibliothek (BLB) hat das Haus eine kurzfristig anberaumte Sonderausstellung zusammengestellt.“

Heilbronner Stimme: „Handschriften-Streit schadet Frankenberg – Pech und Pannen machen dem Stuttgarter Wirtschaftsminister schwer zu schaffen“
„Bisher galt Wissenschaftsminister Peter Frankenberg als einer der wenigen Leistungsträger in der Stuttgarter Regierungsmannschaft, der als Fachmann bundesweit Anerkennung fand. Doch nun hat der CDU-Mann, offenbar entnervt von der Kritik seiner Kollegen, als hochschulpolitischer Koordinator der Unions-Länder das Handtuch geworfen.“

Bietigheimer Zeitung: „STUTTGARTER SZENE“
„Mit Witz im Gefängnis – Das Hickhack um die Handschriften aus dem badischen Adelshaus und die damit verbundene internationale Aufregung kann Justizminister Ulrich Goll (FDP) nicht von Scherzen abhalten.“

21.20.2006

BNN: „Weiter auf drei Säulen – Finanzausschuss tagte / Landesbibliothek lädt ein“
„Alles gerettet? Noch steht im Handschriftenstreit die eindeutige Sicherung der kostbaren Manuskripte aus, die in der Badischen Landesbibliothek (BLB) fachkundig aufbewahrt und erhalten werden.“

Archivalia: „Neues zur Zähringer-Stiftung“

Archivalia: „Weitere Parlamentaria zur Causa Karlsruhe“

Archivalia: „Über das großherzogliche Mobiliarvermögen“

Stuttgarter Zeitung: „Wir wollen Untertanen sein – Unser Verhältnis zum Haus Baden und zum Adel überhaupt“
„Als Günther Oettinger die Rücknahme der Pläne zum Verkauf historischer Handschriften bekannt gab, aber auf der Zahlung von 30 Millionen Euro an das Haus Baden beharrte, fügte er entschuldigend hinzu, er wolle nicht nachträglich eine Revolution vollenden; die Zeitungen berichteten. Man fragt sich, warum eigentlich nicht.“ Weitere Informationen

Landesvereinigung Baden in Europa e. V.: „Landesvereinigung übt Schulterschluss mit Landtagsparteien – Kuratorium der Vereinigung einstimmig gegen Ausverkauf von Kulturgut“
„Das Kuratorium der Landesvereinigung Baden in Europa unterstützt den Kampf der Landesvereinigung gegen den Verkauf von Kulturgut aus Baden-Württemberg. Dies beschlossen die Mitglieder des Kuratoriums einstimmig bei ihrer jüngsten Sitzung.“

Rhein-Neckar-Zeitung: „Schriften mit ungeklärter Zukunft – Sonderausstellung der Landesbibliothek zeigt in die Schlagzeilen geratene mittelalterliche Handschriften“
„Angesichts der ungeklärten Zukunft der Handschriftensammlung in der Badischen Landesbibliothek (BLB) hat das Haus eine kurzfristig anberaumte Sonderausstellung zusammengestellt.“

22.10.2006

Konradsblatt: „Eigentum der Allgemeinheit – Warum die badischen Handschriften nicht verkauft werden dürfen (von Christoph Schmider, Erzbischöflicher Archivdirektor, Leiter des Erzbischöflichen Archivs Freiburg)“
„Der von der Landesregierung geplante Verkauf hat weltweite Proteste ausgelöst – und inzwischen tatsächlich zu einem Umdenken geführt. Doch der Vorgang hat grundsätzliche Fragen zum Schutz des Kulturguts durch die öffentliche Hand aufgeworfen.“

Der Sonntag: „Zehn Millionen Euro aus der Landesstiftung“
„Die Landesvereinigung Baden in Europa sammelte gestern weitere Unterschriften gegen den möglichen Verkauf von badischen Kulturgütern. Auch bei der Verbrauchermesse ‚offerta‘ vom 28. Oktober bis 5. November in der Messe Karlsruhe werde die Landesvereinigung mit einem Stand vertreten sein, kündigte der Vorsitzende Robert Mürb an.“

Archivalia: „Hinterlegungen in der Badischen Landesbibliothek“

Archivalia: „Wessenberg-Galerie in Konstanz betroffen“

Archivalia: „Louis Jüncke'sche Gemäldesammlung in Baden-Baden“

Archivalia: „Thesen zum großherzoglichen Hausfideikommiss“

23.10.2006

BNN: „Schriftenstreit mobilisierte die Besucher“
„Swingende Rhythmen der Big Band des Humboldt-Gymnasiums zwischen Büchern? Das war gewollt und markierte so den Beginn der Eröffnung des ‚Tages der offenen Tür‘ in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe am Samstag. Geboten wurde den Besuchern ein Programm mit enormer Spannweite.“

Die Rheinpfalz: „Begehrte Bücher – Tag der offenen Tür in der Landesbibliothek Karlsruhe“
„In einer der ‚schwierigsten Phasen ihrer Geschichte‘ (Direktor Dr. Peter-Michael Ehrle) hat sich die Badische Landesbibliothek am Samstag mit einem Tag der offenen Tür in ihrer Gesamtheit präsentiert.“

SPD-Fraktion Baden-Württemberg, Pressemitteilung: „Oettinger soll Tag der Bibliotheken als Tag der kulturellen Besinnung nutzen – MdL Helen Heberer: ‚Bibliotheken und Museen öffnen Welten – sie dürfen nicht als Pfandmasse für fragwürdige Fürstendeals missbraucht werden‘“

NETZEITUNG.DE: „Sponsor für Werke des Hauses Baden gefunden – Nach dem Streit um Verkaufspläne für Handschriften aus der Badischen Landesbibliothek hat sich die Landesregierung von Ministerpräsident Oettinger mit einem Sponsor für die Kunstschätze des Hauses Baden geeinigt.“

bw-woche: „Handschriftenstreit beigelegt“
„Die Mitglieder des Aufsichtsrats der Landesstiftung Baden-Württemberg haben beschlossen, zehn Millionen Euro für den Kauf von Kunstschätzen aus der ehemaligen großherzoglichen Sammlung Baden bereitzustellen. Damit haben sie einem entsprechen Vorschlag von Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) zugestimmt.“

Passauer Neue Presse: „‚Ich halte es für sittenwidrig, kulturelles Erbe zu verhökern‘ – Wehret den Anfängen!‘, sagt Kulturstaatsminister Bernd Neumann über Verkäufe von Kulturgütern.“

24.10.2006

Staatsministerium Baden-Württemberg: „Spendenaufruf für den Erhalt von badischen Kulturgütern“
„Ministerpräsident Günther H. Oettinger ruft zum Engagement von Bürgerschaft und Wirtschaft für die dauerhafte Sicherung der ‚badischen Sammlungen‘ auf“

ka-news: „Für badische Kunstschätze: Oettinger startet offiziell Spendenaufruf“
„Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger hat heute offiziell einen Spendenaufruf für die badischen Kunstschätze gestartet. Vor allem Bürgerschaft und Wirtschaft seien angesprochen, einen Beitrag zu leisten, damit die Kulturgüter in den Landesbesitz übergehen können.“

swr.de: „Spendenaufruf des Landes für badische Kunstschätze – Auf der Suche nach Rettern von Kunstschätzen des Hauses Baden hat Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) einen Spendenaufruf gestartet. Vor allem Bürgerschaft und Wirtschaft seien angesprochen, einen Beitrag zu leisten, damit die Kulturgüter in den Landesbesitz übergehen könnten.“

DIE ZEIT: „Kulturgüter-Streit: Oettinger startet Spendenaktion – Im Kulturgüter-Streit in Baden-Württemberg hat Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) eine Spendenaktion für den Erhalt von badischen Kunstobjekten gestartet. Zugleich präsentierte der Regierungschef den ersten Großspender.“
„Die WGV-Versicherungen wollen für bis zu 1,5 Millionen Euro Kulturgüter erwerben und diese als Dauerleihgaben der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.“

Schwäbische Zeitung online: „Spendenaufruf zur Rettung badischer Kulturgüter“
„Zur Rettung badischer Kunstschätze für das Land Baden-Württemberg hat Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) Unternehmen und Bürger zu Spenden aufgerufen. Geplant sei Anfang kommenden Jahres eine Spendengala mit Pop und Klassik in Karlsruhe. ‚Ich werde jeden, der singen kann, fragen, ob er kostenlos singt‘, sagte der CDU-Politiker in Stuttgart. Als erster Sponsor habe die Württembergische Gemeinde-Versicherung (WGV) einen Beitrag von 1,5 Millionen Euro geleistet. Es zeichneten sich zwei, drei weitere Großspenden ab, sagte Oettinger.“

Deutschlandradio: „Baden-Württemberg: Erste Erfolge bei der Suche nach Spendern zur Rettung von Kunstschätzen“
„Sing für Baden-Württemberg! Ministerpräsident Oettinger hat eine Spendengala angekündigt, um den Verbleib badischer Kunstschätze im Land zu sichern. Er bitte jeden, der singen könne, dies auf der Veranstaltung kostenlos zu tun, sagte der CDU-Politiker in Stuttgart. Der Gewinn soll dazu beitragen, das Markgrafen-Haus Baden für bereits geleistete Sanierungen an Schloß Salem zu entschädigen. Im Gegenzug soll das Adelshaus auf zahlreiche Kulturgüter verzichten, deren Eigentumsrechte zwischen Land und Markgrafen umstritten sind.“

25.10.2006

swr.de: „Die Ausstellung zum Streit – Kaum jemand nahm Notiz von der Badischen Landesbibliothek, bis die Politik sie ins Licht der Aufmerksamkeit zerrte: Teile der mittelalterlichen Handschriftensammlung sollten verkauft werden. Erhoffter Erlös: 70 Millionen Euro. Jetzt zeigt eine Sonderschau die unschätzbaren Kostbarkeiten aus Karlsruhe, an denen sich ein beispielloser Kulturstreit entzündete.“

BNN: „Der Baden-Pfennig – Ministerpräsident ruft zu Spenden auf“
„Wie meint der Volksmund: ‚Wo man singt, da lass dich ruhig nieder / Böse Menschen haben keine Lieder‘. An dieses Sprichwort mag Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther H. Oettinger gestern gedacht haben, als er vor der Landespressekonferenz erklärte: ‚Ich werde jeden, der singen kann, fragen, ob er kostenlos singt.‘“

Stuttgarter Zeitung: „‚Das Gutachten sollte den Vergleich abfedern‘ – Der Auftritt des Juristen Würtenberger im Finanzausschuss lässt die Opposition stutzen – Offene Fragen um Zähringer-Stiftung“
„Es war spät geworden, als Ingo Rust (SPD), der Vorsitzende des Finanzausschusses, am vergangenen Donnerstag endlich das Thema Handschriftensammlung aufrief.“

SPD-Fraktion Baden-Württemberg: „SPD verlangt von Landesregierung Schutz national wertvoller Kulturgüter – MdL Johannes Stober: ‚Die Landesregierung missachtet ihre gesetzliche Pflicht, national wertvolles Kulturgut vor der Abwanderung ins Ausland zu schützen‘“

Archivalia: „Die Domänenverwaltung in Baden nach den Bestimmungen der Verfassungsurkunde“

swr.de: „Weitere Spenden für badische Handschriften – Einen Tag nach dem Spendenaufruf von Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) für den Ankauf der badischen Handschriften sind sechs Millionen Euro zusammen gekommen. Vier Millionen stammen von der Museumsstiftung und vom Zentralfonds für die Anschaffung von Spitzenwerken für Staatliche Kunstsammlungen.“

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg: „Bericht zum Staatshaushaltsplan für 2005 / 2006“
„Zentralfonds für die Anschaffung von Spitzenwerken für die staatlichen Kunstsammlungen (S. 72; Kap. 1478, Tit. 812 31). Für die Wahrung und weitere Hebung des Ranges der staatlichen Museen bleibt auch weiterhin die Gewährleistung angemessener Ankaufsmittel unabdingbar.“

Badische Zeitung: „Erster Sponsor ist Württemberger – Badischer Handschriftenstreit: Land startet Spendenkampagne“
„Die erste namhafte Spende zur Sicherung badischer Kunstschätze, auf die das Haus Baden Anspruch erhebt, kommt aus Württemberg: Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) stellte gestern die Württembergische Gemeindeversicherung (WGV) als Sponsor beim Erwerb von Kunstwerken vor.“

Bild: „Können unsere Stars den badischen Kunstschatz retten? – Um den Verkauf der kostbaren Handschriften abzuwenden, plant Ministerpräsident Oettinger ein riesiges Benefiz-Konzert“
„Regierungschef Günther Oettinger (53, CDU) hat viele Ideen, aber keine Kohle in der Kasse.“

Pforzheimer Zeitung: „Spendengala soll es richten – Ministerpräsident startet Kampagne zur Rettung badischer Kunstschätze“

Mannheimer Morgen: „Schwaben retten badische Kunst – Oettinger startet Spendenkampagne für Handschriften“
„Die Württembergische Gemeindeversicherung (WGV) steigt als erstes Unternehmen in die Spendenkampagne ein, die Ministerpräsident Günther Oettinger gestern zur Rettung badischer Kunstschätze gestartet hat.“

26.10.2006

Deutscher Kulturrat: „25 Jahre Deutscher Kulturrat, Schutz von öffentlichem Kulturgut, Staatsziel Kultur, Diskussion zum Kanon – Die Ausgabe November/Dezember von politik und kultur, der Zeitung des Deutschen Kulturrates, erscheint in den nächsten Tagen.“

Deutscher Kulturrat: „politik und kultur, Zeitung des Deutschen Kulturrates“

BNN: „‚Ich finde es großartig‘ – Kultureinrichtungen des Landes verzichten auf fünf Millionen“
„Im Ringen um die Sicherung der Handschriftensammlung aus der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe hat Baden-Württembergs Kunstministerium jetzt mehrere Institutionen dazu gebracht, dass sie in den kommenden beiden Jahren auf die Hälfte ihrer Ankaufsetats verzichten.“

Stuttgarter Nachrichten: „‚Gehe von weiteren Solidarbeiträgen aus‘ – Der Schulterschluss der Museen macht Mut – auch Kunststaatssekretär Dietrich Birk“
„Insgesamt fünf Millionen Euro wollen staatliche Kultureinrichtungen des Landes für das jüngst von Ministerpräsident Günther Oettinger angeregte Drei-Säulen-Modell bereitstellen.“

Der Tagesspiegel: „Kulturgüter-Streit: Badische Handschriften werden ausgestellt – Der Kulturgüter-Streit in Baden-Württemberg veranlasst die Badische Landesbibliothek in Karlsruhe zu einer Sonderausstellung. Es werden zahlreiche mittelalterliche Bücher gezeigt, die ursprünglich verkauft werden sollten.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Adel verpflichtet“
„Im Treppenhaus riecht es nach frisch gesägtem Holz. Vor dem Büro von Bernhard Erbprinz von Baden, im alten Rentamt, werkelt ein Elektriker.“

27.10.2006

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg: „Erhalt badischer Kulturgüter ohne Etatkürzung im Kunstbereich – Zeheleins Kritik basiert auf einem Missverständnis“
„Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst trat der Kritik von Prof. Klaus Zehelein entgegen, die staatlichen Museen und Kunsteinrichtungen müssten auf einen Teil ihres Etats verzichten, um das Kulturerbe Schoss Salem zu bewahren.“

Deutscher Kulturrat: „Kulturgutschutzgesetz muss reformiert werden – National wertvolle Kunstwerke, Bücher und Handschriften aus öffentlichem Besitz müssen in das Verzeichnis national wertvoller Kulturgüter aufgenommen werden können“
„Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, verfolgt seit Wochen mit Sorge die Diskussion um den Verkauf von Kulturgut aus öffentlichem Besitz.“

Neue Rottweiler Zeitung: „Gefährdete Kostbarkeiten – Gebetbuch des Grafen Wilhelm Werner von Zimmern lagert in der Badischen Landesbibliothek / Handschriften-Ausstellung“
„Gewaltig verrechnet hat sich Ministerpräsident Oettinger mit dem Vorhaben, Handschriften aus dem Bestand der Badischen Landesbibliothek zu verkaufen.“

ka-news: „Almosen für Kunstschätze: Oettingers Spendenaufruf fruchtet“
„Günther Oettingers Spendenaufruf für den Erhalt der badischen Kunstschätze trägt erste Früchte. Von den angestrebten 30 Millionen Euro, die dem Haus Baden für die Sanierung von Schloss Salem und der Begleichung von Schulden zugute kommen sollten, sind nun mehrere Millionen zusammengekommen.“

Archivalia: „Deutscher Kulturrat fordert Änderung des Kulturgutschutzgesetzes“

Archivalia: „Neue Assetklasse: BLB-Handschriften“

Archivalia: „Verwaltungsgericht Karlsruhe zur Beeinträchtigung eines Kulturdenkmals“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Karlsruhe zeigt bedrohte Mittelalter-Handschriften“
„Mitten im Streit um den drohenden Verkauf eines Teils ihrer kostbaren Handschriftensammlung zeigt die Badische Landesbibliothek (BLB) in Karlsruhe einige Exemplare der mittelalterlichen Prachtbände.“

Schwäbisches Tagblatt: „Bluten für den Adel – Haus Baden / Zehelein attackiert Landesregierung“
„Ex-Opernintendant Zehelein ist empört über die Landesregierung. Er sieht nicht ein, warum Museen und Kultureinrichtungen für das Adelshaus Baden bluten sollen.“

Stuttgarter Nachrichten: „Erheblicher Gesprächsbedarf – Zehelein kritisiert Landesregierung“
„Der frühere Stuttgarter Opernintendant Klaus Zehelein nimmt das Land in die Pflicht. Im Streit um den Verkauf von Kunstschätzen aus dem Adelshaus Baden zum Erhalt von Schloss Salem kritisierte er das Vorgehen der CDU-FDP-Landesregierung scharf, dass Museen einen Teil ihres Etats dafür hergeben müssen.“

28.10.2006

BNN: „Schätze von europäischen Format – Badische Landesbibliothek Karlsruhe zeigt einige ihrer kostbarsten Handschriften / Dank an die Bevölkerung“
„Von ihrer Pracht und ihrer Kostbarkeit war in den vergangenen Wochen oft und viel die Rede. Aufgewühlt durch den aberwitzigen Plan, unwiderbringliche Zeugnisse europäischer Kultur auf den freien Markt zu werfen, wurde immer wieder von den unterschiedlichsten Seiten die Bedeutung der Handschriftensammlung beschworen, die in der Badischen Landesbibliothek (BLB) aufbewahrt wird.“
„Kostbarkeiten“

Sindelfinger / Böblinger Zeitung: „‚Wir mussten handeln und tun dies auch erfolgreich‘ – Ministerpräsident Günther Oettinger wehrt sich gegen die zunehmende Kritik an seiner Regierungsarbeit.“

29.10.2006

Der Sonntag: „Wertvolle Handschriften werden gezeigt“
„Einige der schönsten mittelalterlichen Handschriften aus dem Bestand der früheren Großherzoglichen Hof- und Landesbibliothek können Interessierte seit gestern bewundern: Die Badische Landesbibliothek Karlsruhe (BLB) präsentiert die erlesenen Stücke im Rahmen einer Sonderausstellung, die bis zum 25. November zu sehen ist.“

Pforzheimer Zeitung: Prachtvolle Streitobjekte: „Badische Landesbibliothek zeigt in einer Sonderausstellung mittelalterliche Handschriften“
„Direktor Peter Michael Ehrle ist deutlich die Sorge um die Zukunft der wertvollen Handschriftenbestände anzusehen, von denen einige in der Sonderschau bis zum 25. November zeigt werden. Die Pretiosen sollten eigentlich vom Land Baden-Württemberg zur Deckung angeblicher Ansprüche des Hauses Baden verkauft werden.“

30.10.2006

Deutscher Kulturrat, Pressemitteilung: „Höchste Vorsicht geboten: Verkauf von Kulturgütern aus öffentlichen Museen und Bibliotheken – Schwerpunkt der neuen Ausgabe von politik und kultur, der Zeitung des Deutschen Kulturrates“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Mit Kostbarkeiten Flucht nach vorn“
„Flucht nach vorn: Während im sogenannten Kulturgüterstreit staatliche Museen bereits vorsorglich auf Landesmittel für Ankäufe verzichten wollen, hofft die Badische Landesbibliothek weiter auf Beistand aus der Bevölkerung. Mit einer rasch anberaumten Sonderausstellung prächtiger mittelalterlicher Handschriften bedanken sich die Karlsruher Einrichtung und die Badischen Bibliotheksgesellschaft für die überwältigende Unterstützung.“

bw-woche: „Obulus für die Kunst – Landesregierung findet Spender“
„Langsam läuft es in Sachen Kunstschätze des Hauses Baden besser für die Landesregierung. Tatsächlich ist jetzt sogar eingetreten, was Kunstminister Peter Frankenberg (CDU) kaum zu hoffen wagte: Private Unternehmer kaufen Objekte des Hauses Baden auf, helfen dadurch mit bei der Sanierung des Schlosses Salem, lassen die Objekte aber weiterhin in den Museen als Dauerleihgabe.“

Archivalia: „Neue Parlamentaria zur Causa Karlsruhe“

Badische Zeitung: „Ein politischer Akt: Gold auf Weiß – In der Karlsruher Landesbibliothek sind elf der kostbaren Handschriften ausgestellt, die das Land zunächst verkaufen wollte“
„Nun kann man sie also anschauen, Gold auf Weiß, jene Handschriften aus der Badischen Landesbibliothek, um die seit Wochen heftig gestritten wird. Ein politischer Akt, keine Frage, und ein Schlag in die Magengrube für diejenigen, die solche Kulturgüter verramschen wollen – denn niemanden, ob blutiger Laie oder hoch spezialisierter Wissenschaftler können Kunstwerke wie diese kalt lassen.“

Schwäbische Zeitung: „Solche Bücher verkauft man nicht - Warum die Badische Landesbibliothek (BLB) gerade jetzt elf der kostbarsten Handschriften aus ihrer Sammlung ins Rampenlicht rückt, liegt auf der Hand: Einleuchtender kann man gar nicht demonstrieren, welchen Verlust das südwestdeutsche Kulturgut durch den Verkauf dieser Kleinode zur Sanierung von Schloss Salem erleiden würde.“

Sindelfinger / Böblinger Zeitung: „Handschriften für Oettinger“

31.10.2006

Württembergische Landesbibliothek: „Aktionskunst in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart“

ACADEMIA 6/2006 – 99. Jahrgang: „Ausverkauf von Kulturgütern? – Image eines Kulturbanausen“
„Das ‚Tafelsilber‘ ist bereits ‚versilbert‘; sollen jetzt auch noch die Gemälde von der Wand und die Skulpturen vom Kaminsims genommen und ‚verscherbelt‘ werden? Kurz, aber heftig wurde weit über Baden-Württemberg hinaus über dieses Thema gestritten – und am Ende stand Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) mit ‚abgesägten‘ Hosen da“

Archivalia: „Dokumente zur Kunsthalle Karlsruhe“

Archivalia: „Regelung 1919 zum Badischen Familienarchiv im GLAK“

Archivalia: „Die Übernahme von Nachlässen durch Archive“

Mannheimer Morgen: „‚Unsere roten Ampeln haben nicht richtig funktioniert‘ – Baden-Württembergs Wissenschaftsminister Peter Frankenberg über Handschriftenverkauf, Elite-Unis und Hochschulpakt“
„Baden-Württembergs Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU) räumt Fehler seines Hauses im Streit um den Handschriftenverkauf ein.“