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21. November bis 15. Dezember 2007

21.11.2007

BNN: „‚Fürstenhaus soll auf Thron und Taufschale verzichten‘ – Neuer Vorschlag von Kunstexperten im Tauziehen um Salem“
„Wenn das Land Steuergelder für die Rettung von Schloss Salem einsetzt, soll das badische Fürstenhaus im Gegenzug bedeutsame Kunstwerke wie den Thronsessel von Großherzog Carl Friedrich oder die goldene Taufschale (Foto) an die öffentliche Hand abtreten. Dies fordern Karlsruher Kunstkreise mit Blick auf die festgefahrenen Verhandlungen zwischen beiden Seiten. Kernstück dieser Überlegungen ist eine Reihe wertvoller Kunstwerke, die zwar im Besitz des Hauses Baden sind, deren Eigentum gleichwohl ungeklärt ist. Sie gehören offiziell nicht zu dem Kontingent an Kulturgütern, das derzeit eine Expertenkommission aus Historikern, Kunstwissenschaftlern und Juristen eingehend prüft. Diese Kunstwerke sollten aber einbezogen werden, meinen hochrangige Kunstexperten aus der Fächerstadt. Gelänge es, die einmaligen Objekte im Zuge einer Einigung mit dem Fürstenhaus für die Öffentlichkeit zu sichern, wäre die Ausgabe von öffentlichem Geld zur Lösung des Problems Salem voraussichtlich besser zu vermitteln, so der Gedanke.“

22.11.2007

SPD-Landtagsfraktion Baden-Württemberg: „SPD sieht neue Facetten für eine Salem-Lösung“
„MdL Norbert Zeller: ‚Es gibt Grund für neue Zuversicht, wenn das Haus Baden jetzt rasch Klarheit darüber herstellt, daß die 30-Millionen-Verschuldung vom Schloss-Unterhalt herrührt‘ In die politische Debatte zur Lösung der Finanzprobleme von Salem könnte nach Ansicht von Norbert Zeller, SPD-Abgeordneter aus der Bodenseeregion, bald Bewegung kommen. Er sieht in der nun vorliegenden Stellungnahme der Landesregierung zu einem SPD-Parlamentsantrag einige Ansatzpunkte, die ihn im Hinblick auf den dauerhaften Erhalt der Salemer Schlossanlage und ihre öffentliche Zugänglichkeit wieder ein wenig optimistischer stimmen.“

Archivalia: „Mentzel-Reuters über die Causa Karlsruhe“

Archivalia: „Salem-Vorschlag hätte von mir sein können“

23.11.2007

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Neues zu Schloss Salem“
„Nun liegt die Antwort der Landesregierung vor auf eine parlamentarische Initiative der SPD-Landtagsfraktion. Norbert Zeller, Abgeordneter aus der Bodenseeregion, erkennt darin einige Ansatzpunkte, die ihn im Hinblick auf den dauerhaften Erhalt der Salemer Schlossanlage und ihre öffentliche Zugänglichkeit wieder ein wenig zuversichtlicher machen. Die SPD hatte sich danach erkundigt, ob die Schuldensumme von 30 Millionen Euro, um die es ‚angesichts der Drohhaltung der Banken‘ geht, tatsächlich durch Erhaltungsaufwendungen für Salem entstanden ist. Denn jeder Gedanke an öffentliche Mittel verbiete sich, so Zeller, solange diese Ursächlichkeit nicht klar und nachvollziehbar belegt sei.“

Landeskunde online: „Bernhard Prinz von Baden und Prinzessin Stephanie zu Gast beim SWR“
„Unter dem Titel ‚Die königliche Familie Baden‘ stehen Prinz Bernhard und Prinzessin Stephanie im Mittelpunkt der Fernsehsendung Samstag Abend am kommenden Samstag, den 24. November ab 20.15 Uhr. Moderator Markus Brock spricht mit Prinz Bernhard und Prinzessin Stephanie sowie dem Historiker Prof. Dr. Michael Stürmer über die Geschichte des Hauses Baden und über die Zukunft von Schloss Salem. Auch Salemer Bürger als Gäste im Publikum äußern sich über die Bedeutung des kulturhistorischen Erbes Salem.“

Baden online: „Durbach gleich drei Mal im TV“
„Erbprinz Bernhard von Baden ist darüber hinaus am morgigen Samstag Gast bei Markus Brock in der Sendung: «Der Samstag Abend» (SWR 20.15 Uhr). 90 Minuten lang geht es dabei um das Haus Baden von den Anfängen bis zum heutigen Tag. Diskutiert wird dabei unter anderem die Zukunft von Schloss Salem, der Verkauf des Neuen Schlosses in Baden-Baden sowie die Familie von Baden als Winzer. Neben einem ausführlichen Gespräch mit Prinzessin Stephanie von Baden und Ehemann Bernhard Erbprinz von Baden präsentiert Gutsleiter Achim Kirchner einige Weine vom Durbacher Weingut. Auch ein kleiner Beitrag über Durbachs bekannteste Immobilie wird dabei zu sehen sein.“

Archivalia: „Prinzenrolle: Die Charme-Offensive geht weiter“

Schwäbische Zeitung online: „Kommission ist ergebnisoffen“
„Das Finanzministerium hat das Haus Baden gebeten, offen zu legen, inwieweit die Verschuldung des Hauses Baden in Höhe von 30 Millionen Euro mit Unterhaltungskosten für Schloss Salem zusammenhängt. Eine Antwort steht noch aus, so Wissenschaftsminister Peter Frankenberg. Derzeit ist eine von der Landesregierung einberufene Sonderkommission damit beschäftigt, alle zwischen dem Land und dem Haus Baden in den vergangenen 90 Jahren strittigen Eigentumsfragen zu untersuchen, und zwar unabhängig und ergebnisoffen. Erst wenn dieses Exposé vorliegt, wird das Land über die weiteren Schritte entscheiden. ‚Davon hängt auch ab, ob und wie auf das Drei-Säulen-Modell zurückgegriffen werden muss‘, so Frankenberg in seinem Schreiben an den Landtagsabgeordneten Norbert Zeller (SPD).“

24.11.2007

swr.de, 20.15 Uhr: „Die königliche Familie von Baden“
„Seit rund 1000 Jahren prägt die Familie des Markgrafen von Baden den badischen Landesteil. Sie bauten rund 30 Schlösser und stellten mit dem Markgrafen Max von Baden sogar einen Reichskanzler. 1806 verlieh ihnen Napoleon den Titel eines Großherzogs. Heute lebt die Familie in und um Salem. Ein Besitz, dessen Erhalt in den letzten Monaten vielfach in den Schlagzeilen war. Erstmals in ihrer 1000-jährigen Geschichte öffnete die Familie im vergangenen Herbst für ein Fernsehteam des SWR die Schlosstore. Im Mittelpunkt des Samstagabends stehen Erbprinz Bernhard von Baden und seine Frau Prinzessin Stephanie von Baden. Die beiden stehen für einen Generationswechsel und für eine neue Offenheit. Als die Finanzen der Familie in den 1990er-Jahren in Schieflage gerieten, gab Prinz Bernhard sein Studium auf und kümmerte sich um die Sanierung. Das Adelshaus trennte sich von drei der vier Schlösser sowie von Firmenbeteiligungen. Bernhard ist seit 1998 Generalbevollmächtigter seines Vaters und führt die Geschäfte des Hauses. Dazu gehören neben einem großen Land- und Forstwirtschaftsbetrieb auch das Weingut der Familie: der Markgraf ist der größte private Winzer Deutschlands und seine Weine mehrfach ausgezeichnet.“

26.11.2007

Stuttgarter Nachrichten: „Haus Baden soll Bücher offenlegen – Finanzminister fragt nach Aufwendungen der Adelsfamilie für Salem“
„In den Konflikt zwischen dem Land und dem Haus Baden um die Zukunft von Schloss Salem kommt Bewegung. Die Landesregierung hat sich bei der Adelsfamilie jetzt erstmals nach deren Aufwendungen für die Anlage erkundigt. "Das Finanzministerium hat das Haus Baden gebeten, offenzulegen, in wieweit dessen Schulden ursächlich auf werterhaltende und wertsteigernde Maßnahmen in Schloss Salem zurückzuführen sind", heißt es in einer Stellungnahme von Wissenschaftsminister Peter Frankenberg auf einen SPD-Antrag. Die Antwort der Adeligen steht zwar noch aus, doch wertet der Abgeordnete Norbert Zeller diesen Vorgang als Indiz, dass die Landesregierung öffentliche Mittel zu investieren gedenkt.“

SWR1 Radioreport: „Prinz Bernhard und Markgraf von Baden“
„Bernhard Prinz und Markgraf von Baden, Herzog von Zähringen ist sein offizieller Titel. Er ist der Erbprinz des Hauses Baden und Generalbevollmächtigter des Hauses. Damit ist er auch so etwas wie ein Manager und Geschäftsführer des Adelshauses. Und als solcher ist er jetzt seit gut einem Jahr immer wieder in den Schlagzeilen. Der Grund: Sein Kampf um den Erhalt der Schlossanlage Salem am Bodensee. Das ehemalige Zisterzienserkloster ist eines der prächtigsten Kulturdenkmäler Süddeutschlands und seit der Säkularisierung im Jahr 1802 im Besitz des Hauses Baden. Aber der Erhalt des Schloßes ist teuer. Zu teuer für das Adelshaus, sagt Prinz Bernhard. Deshalb wollte er mit dem Verkauf mittelalterlicher Handschriften im letzten Jahr 70 Millionen Erlös erwirtschaften. Daraus entwickelte sich der Handschriftenstreit, der bis heute schwelt.“

27.11.2007

Badische Zeitung: „Die Stunde der Experten – Im Streit zwischen Land und Haus Baden um die Kunstschätze werden wichtige Gutachten erwartet“
„Noch vor Weihnachten soll in die Frage der badischen Kunstschätze und in die Zukunft von Schloss Salem Bewegung kommen. Denn die Regierung erwartet bis dahin Gutachten, die den seit 2006 schwelenden Streit zwischen dem Land und Haus Baden beenden sollen. Dazu zählt vor allem die Frage, wem die Kunstwerke und alten Handschriften aus dem Besitz der badischen Großherzöge endgültig gehören. Aber auch die Zukunft des Schlosses, heute noch im Eigentum der markgräflichen Familie, muss geklärt werden.“

29.11.2007

FAZ.NET: „Badischer Kulturgüter-Streit – Jetzt ist psychologisches Gespür nötig“
„Jetzt gilt es, feines psychologisches Gespür an den Tag zu legen und Nachsicht zu üben: Allzu frustrierend haben sich die Dinge seit Jahresfrist aus Sicht des einst in Baden regierenden Hauses entwickelt. Radikale Auflehnung ist da verständlich. Gestern also trat Prinz Bernhard in Stuttgart auf mit der verschärften Ankündigung, womöglich eine gerichtliche Entscheidung über das Eigentum an den zwischen dem Markgrafenhaus und dem Land Baden-Württemberg umstrittenen Kulturgütern herbeizuführen. Er hält sein Haus nach wie vor für den Eigentümer, und dafür hat auch er eine eigene Expertenkommission gebildet. Psychologisch gesehen wiederum hat man es mit einem Agieren zu tun, das um jeden Preis das Reagieren des anderen provozieren will. Das Risiko, dass genau diese Reaktion ausbleibt, ist im vorliegenden Fall allerdings eminent. Denn gemach: Die Landesregierung von Baden-Württemberg muss beim Stand der Dinge überhaupt nichts – und schon gar keine Entscheidungen treffen, weder in Sachen der Kulturgüter noch in der Sache Salem.“

swr.de: „Streit um Salem droht vor Gericht zu gehen“
„Im Streit um die Schlossanlage Salem am Bodensee und die badischen Kunstschätze droht das Adelshaus Baden dem Land mit einer Klärung vor Gericht. Das Adelshaus beruft sich auf ein Gutachten, wonach ihm die Schätze zustehen. ‚Wir sind auf ein Gerichtsverfahren eingestellt‘, sagte Bernhard Prinz von Baden. Er stellte das Gutachten vor, das den Anspruch seines Hauses auf weite Teile der badischen Kunstsammlungen bekräftigen soll. Dazu gehören auch Bücher und Kunstgegenstände, die sich in Karlsruher Museen und Bibliotheken befinden. In den nächsten Wochen werde er dem Land ein Konzept zum Verkauf der Schlossanlage Salem vorlegen. Nach wie vor strebe er aber eine Einigung mit dem Land an, um die Kunstschätze und Salem für die Öffentlichkeit zu erhalten.“

www.salem-5vor12.de: „Juristisches Gutachten des Hauses Baden liegt vor – dem Haus Baden geht es um eine Einigung“
„Am 29. November wurde in Stuttgart das juristische Gutachten der vom Haus Baden beauftragten Kommission vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen Rechte an Kunstbeständen der markgräflichen und großherzoglichen Sammlungen. In ihren Referaten erläuterten vor Vertretern der Presse Mitglieder der Kommission – Prof. Dolzer (Professor für öffentliches Recht, Bonn), Prof. Heuer (Rechtsanwalt in Frankfurt a.M. mit Schwerpunkt Stiftungsrecht) und Prof. Nehlsen (Prof. em. der Juristischen Fakultät der Universität München und Berichterstatter der Kommission) – die Ergebnisse ihrer Untersuchungen. Bernhard Prinz von Baden warb für eine tragfähige Lösung und betonte nochmals die Notwendigkeit einer Einigung mit dem Land mit dem Ziel, Schloss Salem und die Kunstsammlungen zu erhalten. Die Kommission hat sich auf die anstehenden rechtlichen Fragen konzentriert und hat all jene Dokumente durchgesehen und geprüft, die aus heutiger Sicht für die Feststellung des Rechts von Bedeutung sind. Die Kommission hatte den Auftrag, die heutige Rechtslage objektiv und ergebnisoffen zu untersuchen und darzustellen, so dass die Ergebnisse einer Prüfung durch die Öffentlichkeit, durch das Land und ggf. durch ein Gericht Stand halten.“

SPD-Landtagsfraktion Baden-Württemberg: „Vom Prinzen nichts Neues – SPD wartet auf das Gutachten der Expertenkommission des Landes“
„MdL Nils Schmid: ‚Wir bleiben bei unserem Ziel, Salem für die Öffentlichkeit zu erhalten, werden aber nicht ungeprüft Privatschulden aus der Landeskasse begleichen‘“
„Nils Schmid, finanzpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, erkennt in der heutigen Pressekonferenz des Hauses Baden keine Ansätze für eine neue Entwicklung. Es sei bedauerlich, dass die Gelegenheit nicht genutzt wurde, um Aufklärung über die Entstehung der behaupteten Altschulden zu betreiben. Schmid: ‚Anstatt bekannte Rechtspositionen des Hauses Baden mit einem eigenen juristischen Gutachten erneut zu beteuern, hätte Bernhard von Baden offen legen müssen, ob die kritische 30-Millionen-Euro-Schuld tatsächlich durch Erhaltungsinvestitionen für Salem entstanden ist.‘“

WELT online: „Krone einer Kulturlandschaft“
„Um die bedrohte Klosteranlage Salem zu erhalten, legt der Prinz von Baden heute ein neues Rechtsgutachten vor“
„Der Landesregierung Baden-Württemberg steht eine Entscheidung ins Haus, die sie sich nicht gewünscht hat. Es hängt von ihrer Urteilskraft und Entscheidungsfähigkeit ab, ob Salem noch Zukunft hat oder nur Vergangenheit. Hier droht sich das Schicksal des Neuen Schlosses in Baden-Baden zu wiederholen, das 1995 vom Haus Baden verkauft werden musste, weil die Holzpreise zusammenbrachen. Das Land lehnte damals den Vorkauf ab, kaufte dann zu hohen Auktionspreisen Mobiliar, das Schloss wurde verkauft und - wegen teurer Auflagen der Denkmalpflege – wieder verkauft und ist heute ein verriegeltes Gehäuse für Gespenster. Was ist Salem? Ein Name, ein Kloster, eine Verbandsgemeinde – aber auch viel Geschichte, ein Mythos und eine von Gott sichtbar gesegnete Landschaft. Sieben Jahrhunderte lang war Salem eine mächtige und gelehrte Abtei. Die Zisterzienser verwalteten, was sie hatten, und mehrten das Gut - so tüchtig, dass das gotische Münster, die Torbauten, die Mönchsklausur (heute Schule) und, als Kronjuwel, das Abtspalais nicht Ihresgleichen haben. Ein Ensemble von großer Geschlossenheit und nahezu ungebrochener Kontinuität.“

Stuttgarter Zeitung online: „Streit um Schloss Salem – Haus Baden lässt die Muskeln spielen – Bernhard Prinz von Baden drohte dem Land erneut mit einem Verkauf des früheren Zisterzienserklosters“
„Im Streit um die Schlossanlage Salem am Bodensee und die badischen Kunstschätze droht das Adelshaus Baden dem Land mit einer Klärung vor Gericht. ‚Wir sind auf ein Gerichtsverfahren eingestellt‘, sagte Bernhard Prinz von Baden am Donnerstag in Stuttgart. Dort stellte er ein Gutachten von drei Professoren vor, das den Anspruch seines Hauses auf weite Teile der badischen Kunstsammlungen bekräftigen soll. In den nächsten Wochen werde er dem Land ein Konzept zum Verkauf der Schlossanlage Salem vorlegen. Nach wie vor strebe er aber eine Einigung mit dem Land an, um die Kunstschätze und Salem für die Öffentlichkeit zu erhalten. Der Prinz drohte dem Land erneut mit einem Verkauf des früheren Zisterzienserklosters. Die Markgrafenfamilie sehe sich außerstande, die kulturhistorisch wertvolle Anlage weiter zu unterhalten und weiter der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“

Stuttgarter Nachrichten online: „Streit um Schloss Salem – Haus Baden lässt die Muskeln spielen – Bernhard Prinz von Baden drohte dem Land erneut mit einem Verkauf des früheren Zisterzienserklosters“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Haus Baden bereit für gerichtlichen Streit“
„Im Streit um die Schlossanlage Salem am Bodensee und die badischen Kunstschätze droht das Adelshaus Baden dem Land mit einer Klärung vor Gericht. «Wir sind auf ein Gerichtsverfahren eingestellt», sagte Bernhard Prinz von Baden in Stuttgart.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Adelshaus Baden bald vor Gericht?“
„Bernhard Prinz von Baden ist für eine gerichtliche Auseinandersetzung gewappnet. Im Streit um die Schlossanlage Salem am Bodensee und die badischen Kunstschätze droht das Adelshaus Baden dem Land mit einer Klärung vor Gericht.“

Schwäbische Zeitung online: „Haus Baden bereit für gerichtlichen Streit“
„Im Streit um die Schlossanlage Salem am Bodensee und die badischen Kunstschätze droht das Adelshaus Baden dem Land mit einer Klärung vor Gericht. «Wir sind auf ein Gerichtsverfahren eingestellt», sagte Bernhard Prinz von Baden in Stuttgart. Dort stellte er ein Gutachten von drei Professoren vor, das den Anspruch seines Hauses auf weite Teile der badischen Kunstsammlungen bekräftigen soll. In den nächsten Wochen werde er dem Land ein Konzept zum Verkauf der Schlossanlage Salem vorlegen. Nach wie vor strebe er aber eine Einigung mit dem Land an, um die Kunstschätze und Salem für die Öffentlichkeit zu erhalten. Der Prinz drohte dem Land erneut mit einem Verkauf des früheren Zisterzienserklosters. Die Markgrafenfamilie sehe sich außerstande, die kulturhistorisch wertvolle Anlage weiter zu unterhalten und weiter der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“

suedwest-aktiv.de: „Baden-Prinz pocht auf seine Rechte an Kulturgütern“
„Wem gehören die millionenschweren badischen Handschriften und Gemälde in Museen und Landesbibliotheken? Immer noch dem früheren Herrscherhaus? Oder doch dem Land Baden-Würtemberg? In drei Wochen will das Land ein Gutachten zu den umstrittenen Eigentumsverhältnissen auf den Tisch legen. Bernhard Prinz von Baden war schneller, seine Gutachter kommen jetzt schon zu dem Schluss, dass die strittigen Kunstschätze nach wie vor dem Haus Baden gehören.“

net-tribune: „Haus Baden dringt auf rasche Lösung in Sachen Salem“
„In der Diskussion um die Zukunft der Schlossanlage Salem am Bodensee erhöht das Haus Baden den Druck auf die baden-württembergische Landesregierung. Bernhard Prinz von Baden drohte am Donnerstag in Stuttgart erneut mit dem Verkauf des früheren Zisterzienserklosters. Ende des Jahres laufe ein Stillhalteabkommen über gestundete Kredite in Höhe von 30 Millionen Euro mit den Banken aus. Das Moratorium werde nicht verlängert, sagte er. «Unser Anliegen ist, Schloss Salem auf Dauer zu sichern und das es in eine Stiftung eingebracht wird.» Das Haus Baden sieht sich eigenen Angaben zufolge nicht mehr in der Lage, die Anlage zu unterhalten. Prinz Bernhard bekräftigte mit Verweis auf ein in seinem Auftrag erstelltes Rechtsgutachten auch die Ansprüche des Adelshauses an den historischen badischen Kulturgütern.“

pr-inside.com: „Haus Baden dringt auf rasche Lösung in Sachen Salem“

ad-hoc-news.de: „Kulturgüterstreit: Haus Baden schließt Klage gegen Land nicht aus“
„In der Auseinandersetzung mit dem Land Baden-Württemberg um die Eigentumsverhältnisse an Kunstschätzen will das Haus Baden notfalls eine gerichtliche Entscheidung herbeiführen. Er strebe zwar eine außergerichtliche Einigung mit der Landesregierung an, schließe aber einen Rechtsstreit nicht aus, sagte Bernhard von Baden am Donnerstag in Stuttgart. Mit Blick auf die ungewisse Zukunft von Schloss Salem drohte er weiter mit einer Veräußerung. Sein Ziel sei es aber, die Anlage auf Dauer zu sichern und in eine Stiftung einzubringen. Über die Besitzverhältnisse an den Kunstgütern, die einst die badischen Großherzöge zusammengetragen haben, wird seit längerer Zeit gestritten. Zumindest Teile der angeblich markgräflichen Sammlung könnten längst dem Land gehören. Die Landesregierung lässt dies von einer unabhängigen Expertenkommission prüfen, deren Bericht für Dezember erwartet wird. Das Haus Baden legte nun ein eigenes Gutachten vor, das es bei mehreren Rechtsprofessoren in Auftrag gegeben hatte.“

www.derwesten.de: „Haus Baden bereit für gerichtlichen Streit“
„Im Streit um die Schlossanlage Salem am Bodensee und die badischen Kunstschätze droht das Adelshaus Baden dem Land mit einer Klärung vor Gericht. «Wir sind auf ein Gerichtsverfahren eingestellt», sagte Bernhard Prinz von Baden in Stuttgart. Dort stellte er ein Gutachten von drei Professoren vor, das den Anspruch seines Hauses auf weite Teile der badischen Kunstsammlungen bekräftigen soll. In den nächsten Wochen werde er dem Land ein Konzept zum Verkauf der Schlossanlage Salem vorlegen. Nach wie vor strebe er aber eine Einigung mit dem Land an, um die Kunstschätze und Salem für die Öffentlichkeit zu erhalten.“

Badische Landesbibliothek: „Neu erschienen: Handschriften des Mittelalters – Die großen Bibliotheken in Baden-Württemberg und ihre Schätze“
„Die Sammlungen der großen baden-württembergischen Bibliotheken sind reich an Kostbarkeiten des Mittelalters. Die Schicksale berühmter Handschriften, ihre Erhaltung bis auf den heutigen Tag und vor allem die Arbeit der Bibliotheken an diesen Schätzen: Das sind die Themen des farbenprächtigen Magazins aus der Reihe KulturGeschichte | BW.“
„Das Magazin enthält u.a. Beiträge zu verschiedenen Handschriften der Badischen Landesbibliothek (Nibelungen-Handschrift C, Pergamenthandschriften aus dem Kloster Reichenau, ...), ein Porträt der Badischen Landesbibliothek sowie ein Interview mit Frau Dr. Obhof über die Arbeitswelt in einer Handschriftenabteilung.“

Landeskunde online: „Handschriften des Mittelalters – Die großen Bibliotheken in Baden-Württemberg und ihre Schätze
„Die Sammlungen der großen baden-württembergischen Bibliotheken sind reich an Kostbarkeiten des Mittelalters. Die Schicksale berühmter Handschriften, ihre Erhaltung bis auf den heutigen Tag und vor allem die Arbeit der Bibliotheken an diesen Schätzen: Das sind die Themen im neuen, farbenprächtigen Magazin aus der Reihe KulturGeschichte | BW im Staatsanzeiger-Verlag. Beiträge von Fachleuten widmen sich der Entstehung der Handschriften – vom Pergament über die Malereien bis zum Einband. Ausgewählte Glanzstücke der baden-württembergischen Sammlungen werden vorgestellt: von frühen Stücken aus der Zeit Karls des Großen bis zu den goldfunkelnden Höhepunkten der Miniaturenkunst. Das neue Magazin begnügt sich aber nicht mit dem Blick auf die Schönheit der kunstvollen Werke, sondern fragt auch danach, was heute mit den Kostbarkeiten passiert.“

30.11.2007

Frankfurter Zeitung: „Der Markgraf erläutert den ‚Zustand des Rechts‘ – Prinz Bernhard von Baden droht dem Land mit einem Rechtsstreit – zwei Wochen vor dem Bericht der Expertenkommission / Von Rüdiger Soldt“
„An der Tür des gotischen Münsters in Salem klebt noch immer kein Kuckuck. Der Gerichtsvollzieher hat sich trotz zahlreicher Mahnungen Prinz Bernhards von Baden und gleichlautender Warnungen einiger Politiker noch nicht am Bodensee sehen lassen. Vor einem Jahr musste die baden-württembergische Landesregierung von ihrem Vorhaben abrücken, mit dem Haus Baden einen Vergleich zu schließen, um die Kunstgegenstände des früheren Herrscherhauses endgültig zu Landeseigentum zu machen und zudem die Zukunft Salems in einer Stiftung zu sichern. In zwei Wochen will eine von der Landesregierung einberufene Kommission ihren Abschlussbericht vorlegen. Eine gründliche historische und juristische Prüfung der Eigentumsverhältnisse war notwendig geworden, weil das Land nur durch die Intervention des Historikers Dieter Mertens davon abgehalten werden konnte, Hans Baldung Griens Markgrafentafel zu kaufen – obwohl sie Eigentum des Landes ist.“

Süddeutsche Zeitung: „Teures Salem, teure Gutachter – Der Streit um die badischen Kunstschätze spitzt sich zu“
„Bernhard Prinz von Baden hat also noch ein Gutachten erstellen lassen. Zu den vielen, die es schon gibt, die sich um die Frage drehen, welche Kulturgüter aus der langen Geschichte des ehemals herrschenden Hauses von Baden der Familie heute noch gehören und welche dem Staat. Am Donnerstag hat der Prinz drei bekannte Professoren mitgebracht, die die Eigentumsrechte untersucht hätten. Und die zu einem Ergebnis gekommen sind, das dem Prinzen durchaus gefällt. Kunstschätze im Wert von Hunderten Millionen Euro gehörten unbestritten dem Haus Baden, sagt der Bonner Jurist Rudolf Dolzer. Und nicht etwa dem Land Baden-Württemberg, wie manche meinten. Das, was man da zusammengetragen habe, müssten die Gerichte erst einmal widerlegen.“

BNN: „Prinz Bernhard fühlt sich für Rechtsstreit gewappnet – Kunstwerke: Haus Baden stellt eigenes Gutachten vor“
„Wenige Tage, bevor die Expertenkommission des Landes ihr Gutachten über die Besitzverhältnisse badischer Kunstgegenstände präsentiert, hat Bernhard Prinz von Baden eine eigene Expertise vorgestellt. Seine juristischen Gutachter, die Professoren Rudolf Dolzer (Bonn), Carl-Heinz Heuer (Frankfurt) und Hermann Nehlsen (München) kommen zu dem Ergebnis, dass das Land weder die vor 1800 erworbenen Kulturgüter noch die Objekte aus der Zeit der Säkularisation beanspruchen könne. Differenziert betrachtet werden müssten allein Erwerbungen, die im weiteren Verlauf des 19. Jahrhunderts in die Sammlungen kamen. Sofern sie mit Mitteln des öffentlichen Budgets erworben wurden, seien sie Eigentum des Staates. Habe sie der Großherzog mit eigenem Geld gekauft oder seien sie ihm geschenkt worden, gehörten sie dem Haus Baden, meint Gutachter Dolzer. ‚Wir bekräftigen unseren Anspruch auf die historischen Kunstsammlungen und sind zu einer gerichtlichen Klärung bereit‘, resümierte Prinz Bernhard.“

Badische Zeitung: „Baden will die Kunstschätze – Prinz präsentiert Gutachten“
„Bernhard Prinz von Baden ist den Experten des Landes zuvorgekommen: Seine Gutachter sind sicher, dass die strittigen badischen Kunstschätze dem Adelshaus gehören. Erst in drei Wochen soll das mit Spannung erwartete Gutachten des Landes zu den Eigentumsverhältnissen vorgestellt werden.“

Landeskunde online: „Erklärung des Hauses Baden zur Zukunft von Schloss Salem – Das juristische Gutachten des Hauses Baden liegt vor – dem Haus Baden geht es um eine Einigung“
„Die vom Haus Baden Ende 2006 eingerichtete juristische Kommission zur Ermittlung der Rechte an den Kunstbeständen legt heute der Öffentlichkeit ihre Ergebnisse vor; der hochrangigen Kommission gehören die Professoren Dolzer, Heuer und Nehlsen an. Die Kommission hat sich konzentriert auf die anstehenden rechtlichen Fragen und hat all jene Dokumente durchgesehen und geprüft, die aus heutiger Sicht für die Feststellung des Rechts von Bedeutung sind. Die Kommission hatte den Auftrag, die heutige Rechtslage objektiv und ergebnisoffen zu untersuchen und darzustellen, so dass die Ergebnisse einer Prüfung durch die Öffentlichkeit, durch das Land und ggf. durch ein Gericht Stand halten. Die Mitglieder der Kommission haben ihre Arbeit unbefangen getan. Kein Mitglied der Kommission hat seine Meinung vor Abschluss der Arbeit intern oder öffentlich festgelegt.“

Pforzheimer Zeitung: „Kampfansage erneuert – Das Haus Baden bekräftigt seinen Anspruch auf badische Kunstschätze mit Hilfe eines Gutachtens“
„Im Streit um die Schlossanlage Salem und die badischen Kunstschätze droht das Adelshaus Baden dem Land mit einer Klärung vor Gericht. ‚Wir sind auf ein Gerichtsverfahren eingestellt‘, so Bernhard Prinz von Baden. Der Prinz stellte gestern in Stuttgart ein Gutachten von drei Professoren vor, das den Anspruch seines Hauses auf weite Teile der badischen Kunstsammlungen bekräftigen soll. In den nächsten Wochen werde er dem Land ein Konzept zum Verkauf der Schlossanlage Salem vorlegen. Nach wie vor strebe er aber eine Einigung mit dem Land an, um die Kunstschätze und Salem für die Öffentlichkeit zu erhalten.“

Badische Landesbibliothek: „Grünewald-Ausstellung mit Werken aus der Badischen Landesbibliothek“
„Die Ausstellung ‚Grünewald und seine Zeit‘ vom 8. Dezember 2007 bis 2. März 2008 in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe ist Matthias Grünewald (1475/80-1528), einem der großartigsten, geheimnisvollsten und wirkmächtigsten Künstler der europäischen Kunstgeschichte um 1500 gewidmet. Die Große Landesausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler.“
„Als Leihgaben aus der Badischen Landesbibliothek werden ein Passionsspiel aus dem 16. Jahrhundert sowie ein mittelalterliches Andachts- und Erbauungsbuch aus dem Jahr 1491 gezeigt.“

Mannheimer Morgen: „Prinz wählt Zuckerbrot und Peitsche – Badische Kunstschätze: Fürstenhaus legt neues Rechtsgutachten vor“
„Prinz Bernhard von Baden drängt das Land Baden-Württemberg zu einem Gesamtkompromiss im Streit um Schloss Salem und die badischen Kunstschätze. ‚Wir wünschen uns eine große Lösung‘, sagte der Generalbevollmächtigte der Fürstenfamilie gestern in Stuttgart. Fast im gleichen Atemzug droht er: ‚Wenn es dazu nicht kommt, müssen wir uns auf die Verwertung von Salem konzentrieren.‘ Auch für einen Rechtsstreit um die Kunstsammlungen sei man vorbereitet. Die Verhandlungen zwischen dem Haus Baden und der Landesregierung in Stuttgart liegen seit über einem Jahr auf Eis. Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) war ins Kreuzfeuer der internationalen Kunstszene geraten, weil er den bereits ausgehandelten Vergleich über den Verkauf alter Handschriften aus den Beständen der Badischen Landesbibliothek finanzieren wollte.“

Mannheimer Morgen: „Völlig verfahren – Peter Reinhardt zum Dauerstreit um die Kunstschätze“
„Eine Lösung für den Streit zwischen dem Haus Baden und dem Land Baden-Württemberg ist weit und breit nicht in Sicht. Prinz Bernhard droht und drängt zur Eile. Er will die Verantwortung für Schloss Salem so schnell wie möglich abgeben, da dessen Erhalt die Familienkasse überstrapaziert. Aber das Drohpotenzial ist gering. Entsprechend bräsig verhält sich das Land. Der Streit um den Handschriftenverkauf hat das Image von Ministerpräsident Günther Oettinger schon ziemlich ramponiert. So ist es kein Wunder, dass er sich die Finger nicht ein zweites Mal verbrennen möchte.“

Stuttgarter Zeitung: „Adelshaus sieht sich auch für Prozess gerüstet – Badische Markgrafenfamilie präsentiert Rechtsgutachten und hofft immer noch auf Vergleich“
„Das badische Markgrafenhaus hat seinen Eigentumsanspruch auf die umstrittenen Kunstsammlungen bekräftigt. Zugleich forderte die Familie die Landesregierung erneut auf, einem Vergleich zuzustimmen. / Von Reiner Ruf“
„Der Generalbevollmächtigte des Markgrafenhauses, Prinz Bernhard, stellte gestern ein Positionspapier zu den ungeklärten Eigentumsfragen vor. Mehrere Rechtsprofessoren hatten es in seinem Auftrag erarbeitet. Bei dieser Gelegenheit beteuerte er erneut, dass er bis Jahresende eine Entscheidung zur Zukunft von Schloss Salem suche. “

Stuttgarter Nachrichten: „Haus Baden wappnet sich für Rechtsstreit mit Land – Juristen sehen Kunstsammlungen im Eigentum des Adeligen – Prinz Bernhard fordert Vergleich“
„Das badische Markgrafenhaus sieht sich durch ein Rechtsgutachten in seiner Haltung bestätigt, dass die ehemals großherzoglichen Kunstsammlungen sein Privateigentum sind. Dies will sich die Familie gerichtlich bestätigen lassen, falls die Verhandlungen mit dem Land scheitern.“ Von Arnold Rieger
„Noch immer setzt Bernhard Prinz von Baden auf einen Vergleich, das betonte er am Donnerstag erneut in Stuttgart: Die Familie will die Kunstschätze ihrer Vorfahren dem Land überlassen, wenn dies im Gegenzug ihre 30 Millionen Euro Altschulden und die Unterhaltskosten für Schloss Salem übernimmt. Falls man nicht handelseinig wird, will Prinz Bernhard einerseits Salem verkaufen und andererseits frei über die Kunstsammlungen verfügen.“

Reutlinger Generalanzeiger: „Kunstschätze – Prinz von Baden droht dem Land erneut mit einem Verkauf des früheren Zisterzienserklosters – Kommt Streit um Salem vor Gericht?“
„Im Streit um die Schlossanlage Salem am Bodensee und die badischen Kunstschätze droht das Adelshaus Baden dem Land mit einer Klärung vor Gericht. «Wir sind auf ein Gerichtsverfahren eingestellt», sagte Bernhard Prinz von Baden am Donnerstag in Stuttgart. Dort stellte er ein Gutachten von drei Professoren vor, das den Anspruch seines Hauses auf weite Teile der badischen Kunstsammlungen bekräftigen soll.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Forst, Wald und Schulden“
„Bernhard Prinz von Baden nennt sich gern Chef eines land- und forstwirtschaftlichen Unternehmens. In Janker und Gummistiefeln trifft man ihn freilich selten. Meist trägt er Gesellschaftsuniform: Einen eleganten dunklen Anzug, Krawatte und Einstecktuch. 37 Jahre alt ist ‚Herr von Baden‘, wie ihn ein Journalist in der Pressekonferenz nennt. Doch er trägt die Last von Jahrzehnten auf den Schultern. Sein Vater hatte, als er sich mit 65 zur Ruhe setzte, dem ältesten Sohn die ‚Firma‘ übertragen. Jenes land- und forstwirtschaftliche Unternehmen, von dem Prinz Bernhard so gern spricht. Den Weinbau, die Wälder. Ein paar Industriebeteiligungen waren auch dabei. Und, wie alle Welt jetzt sieht, stattlicher Immobilienbesitz samt Fuhrpark mit Edelkarossen. Die große Adelsfamilie von Baden aber hält die Kassen getrennt, weshalb die 30 Millionen Euro Schulden nun den Generalbevollmächtigten, nicht aber den Vater drücken.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Prinz Bernhard: Alles meins“
„Wirklich Neues ist nicht zu erfahren, aber die Botschaft aus Salem ist nun in ein 28-seitiges ‚gutachterliches Positionspapier zur Rechtslage der Kunstsammlungen und -bestände der Markgrafen und Großherzöge von Baden‘ gegossen. Das Fazit: Alles, was in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, in der Landesbibliothek oder in sonstigen Sammlungen zu sehen ist, befindet sich zwar im Besitz des Staates, aber im Eigentum des Hauses Baden. Eine Übertragung an den Staat habe es weder im Zuge der Säkularisierung Anfang des 19. Jahrhunderts, noch im Zuge des Revolutionsjahres 1919 quasi als Vergesellschaftung gegeben.“

Badisches Tagblatt: „Bernhard von Baden geht in die Offensive“
„Seit 13 Monaten schwelt der Streit um badisches Kunstvermögen. Jetzt sucht der Chef des Adelshauses die Offensive. Es sei seiner Familie nicht zuzumuten, sich noch weiter zu verschulden, sagte Bernhard Prinz von Baden. Außerdem droht das Adelshaus dem Land mit einer Klärung vor Gericht.“

Schwarzwälder Bote: „Prinz gegen Land: Der Streit geht in die nächste Runde“
„Das badische Adelshaus stärkt den Anspruch auf Kunstschätze durch ein Rechtsgutachten. SPD und Grüne wollen aber eine ganz andere Frage geklärt wissen.“
„Mittelalterlichen Schriften und Beute aus den Türkenkriegen“
„Noch immer setzt Bernhard Prinz von Baden auf einen Vergleich, das betonte er gestern erneut in Stuttgart: Die Familie will die Kunstschätze ihrer Vorfahren dem Land überlassen, wenn dies im Gegenzug ihre 30 Millionen Euro Altschulden und die Unterhaltskosten für Schloss Salem übernimmt. Falls man nicht handelseinig wird, will Prinz Bernhard einerseits Salem verkaufen, andererseits frei über die Kunstsammlungen verfügen.“

Bönnigheimer Zeitung: „Gutachter: Gewachsenes Recht – KULTURGÜTERSTREIT / Bernhard Prinz von Baden sieht seine Eigentumsansprüche bestätigt – Zur Rettung von Schloss Salem außergerichtliche Einigung mit dem Land angestrebt“
„Aus Sicht der Gutachter, die sich auf Dokumente stützen, besteht der Eigentumsanspruch auf Sammlungen aller historischen Abschnitte. Auch das nach der Säkularisation 1806 übernommene Kulturgut aus kirchlichem Besitz sei mangels eines badischen Staats zu recht in den so genannten Fideikommiss (Vermögenskomplex, der nicht veräußert werden kann) des Hauses Baden übergegangen: Der Markgraf und spätere Großherzog sei der einzig existente Rechtsträger gewesen, ‚ein unabänderlicher Sachverhalt‘, sagen die Gutachter.“

suedwest-aktiv.de: „Gutachter: Gewachsenes Recht – KULTURGÜTERSTREIT / Bernhard Prinz von Baden sieht seine Eigentumsansprüche bestätigt – Zur Rettung von Schloss Salem außergerichtliche Einigung mit dem Land angestrebt“
„Bernhard Prinz von Baden ist den Fachleuten des Landes zuvor gekommen: Seine eigenen Gutachter sind sicher, dass strittige Kunstschätze dem Haus Baden gehören.“

2.12.2007

Der Sonntag: „Streit um Kunstschätze – Poker zwischen Land und Haus Baden“
„Im Streit um die badischen Kulturgüter sieht sich Prinz Bernhard in einer starken Position: Der Generalbevollmächtigte des Adelshauses Baden legte jetzt ein von ihm in Auftrag gegebenes juristisches Gutachten vor. Demnach bestätigen drei Professoren den Anspruch der markgräflichen Familie auf weite Teile der badischen Kunstsammlungen.“

Der Sonntag: „Teures Erbe“
„Der deutsche Südwesten – er war bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts ein Musterbeispiel deutscher Kleinstaaterei: Hunderte von mittleren, kleinen und kleinsten Staatsgebilden fanden sich unter dem Dach des Heiligen Römischen Reiches, das 1806 unterging. Weltliche und geistliche Machthaber hinterließen Burgen, Schlösser, Klöster und Gärten - das Land Baden- Württemberg ist mit Zeugnissen der Vergangenheit reich gesegnet. Rund 250 Objekte von besonderer landesgeschichtlicher und kultureller Bedeutung betreuen allein die ‚Staatlichen Schlösser und Gärten‘ (SSG). Doch das kulturelle Erbe zu bewahren ist nicht nur Ehre und Verpflichtung – es kostet auch viel Geld. Prinz Bernhard von Baden kann ein Lied davon singen: Seine Familie sieht sich nicht mehr in der Lage, Schloss Salem Anlage am Bodensee, zu dem das drittgrößte Münster des Landes gehört, zu erhalten. Ende des Jahres läuft ein Stillhalteabkommen über gestundete Kredite in Höhe von 30 Millionen Euro mit den Banken aus.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Zuversichtlicher Ton des Prinzen fällt auf“
„Bei der Eröffnung des alljährlichen Weihnachtsmarktes im Salemer Schlosshof gab sich Prinz Bernhard von Baden auffällig zuversichtlich. Die Salemer werteten dies als gutes Zeichen.“
„Den Salemern, die mit dem Haus Baden um das Schloss bangen, fiel am Samstag die aufgeräumte, positive Stimmung von Bernhard Erbprinz von Baden auf, als er im Innenhof des Schlosses den jährlichen Weihnachtsmarkt der Gemeinde eröffnete.“

3.12.2007

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Prinz Bernhard gibt sich zuversichtlich“
„Das ganze Jahr über stand Schloss Salem wegen des Handschriften- und Stiftungsgerangels zum Erhalt der ehemaligen Klosteranlage im Blickpunkt. Am vergangenen Wochenende stand es, wie jedes Jahr am ersten Advent, ganz im Zeichen eines besinnlich-anheimelnden Weihnachtsmarkts. Bei dessen feierlicher Eröffnung wirkte Prinz Bernhard nun wenige Tage nach seiner neuesten Pressekonferenz und einem weiteren Treffen mit Finanzminister Gerhard Stratthaus in Stuttgart auffallend aufgeräumt.“

bwWoche: „Haus Baden erwägt Klage wegen Salem“
„Im Streit um das Schloss Salem und die badischen Kunstschätze droht das Adelshaus Baden dem Land mit einer Klärung vor Gericht. ‚Wir sind auf ein Gerichtsverfahren eingestellt‘, sagte Bernhard Prinz von Baden vorige Woche in Stuttgart. Dort stellte er ein Gutachten vor, das den Anspruch seines Hauses auf weite Teile der badischen Kunstsammlungen bekräftigen soll.“

Badische Heimat, Heft 4, 2007, S. 687: „Neues Schloss in Baden-Baden: ein warnendes Beispiel? – Prinz Bernhard von Baden droht, Salem zu verkaufen“

Badische Heimat, Heft 4, 2007, S. 689: „Rückkehr zur Anfangsphase des Kulturgüterstreites – FDP: Kulturgegenstände ohne Bezug zum Land verkaufen“
„Eigentlich hätte man nach dem heftigen Handschriftenstreit annehmen können, dass das Ansinnen, ein Kulturgut gegen ein anderes auszuspielen, um Schloss Salem zu retten, nicht mehr diskutabel ist. Mit dem Antrag des Landesvorstandes auf dem kleinen Parteitag der FDP auf Schloss Salem versuchte man, eine ‚Neuauflage des Kulturgüterstreites‘ (W. Voigt) vorzubereiten.“

5.12.2007

Archivalia: „Fürstenknechte“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Geld allein genügt nicht“
„30 Millionen Euro Schulden drücken das Haus Baden. Das geht die Öffentlichkeit eigentlich nichts an. Denn in die Miesen kam das Adelshaus auch, weil es schlecht managte. Gerüchte über Fehlspekulationen halten sich hartnäckig. Wie immer, wenn die Öffentlichkeit keinen Einblick bekommt. Der Generalbevollmächtigte des Hauses, Bernhard von Baden, will aber, dass die Öffentlichkeit nicht die Vergangenheit, sondern Gegenwart und Zukunft betrachtet. Das ‚land- und forstwirtschaftliche Unternehmen Max Markgraf von Baden‘ sei heute gesund. Geld aus Weinanbau und Holzhandel soll nicht länger in die Schlossanlage gesteckt werden. Das ehemalige Zisterzienserkloster, argumentiert er, sei schließlich auch Kulturdenkmal allererster Güte und untrennbar mit der Geschichte Baden-Württembergs verknüpft. Ein Engagement des Landes daher nur recht und billig. ‚Wir haben es 200 Jahre für die Allgemeinheit erhalten‘, sagt der Hausherr, den sie in der Gegend noch als kleinen Buben kannten und gern mal ‚Königliche Hoheit‘ nennen.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Schloss Salem“
„Die Schlossanlage Salem stammt in ihren Anfängen aus dem Jahr 1134. Der Ort ‚Salemaneswilare‘ wurde den Zisterziensern zur Klostergründung gestiftet. Der geistliche Staat Salem wurde im Zuge der Säkularisierung 1803 von Napoleon dem Großherzog als Landesoberhaupt zugesprochen. Dieser vermachte die Anlage seinen Söhnen als so genannten ‚Fideikomiss‘ – als Privateigentum.“
„Kunstschätze: Das Haus Baden galt als kunstsinnig und voller Sammelleidenschaft. Allein die ‚Türkenbeute‘ von Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden-Baden wird vom Finanzministerium auf elf Millionen Euro geschätzt. 1872 bis 1918 ging ein Großteil der Bestände in öffentliche Betreuung über, das meiste an die Kunsthalle sowie die Landesbibliothek in Karlsruhe.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Salem wirbt für Baden“
„Treffen und hochrangige Gespräche in Stuttgart: Die Region steht zusammen und wirbt weiter für den Erhalt von Schloss Salem. Eine Delegation, gebildet aus Salems Bürgermeister Manfred Härle, Landrat Lothar Wölfle und Landtagsabgeordneter Ulrich Müller, trifft sich heute mit Prinz Bernhard von Baden und berichtet vom Ergebnis eines Gesprächs, das am Montag in Stuttgart geführt wurde.“

Offenburger Tageblatt: „Russen wären das Schlimmste – Zwischen Adelssitz und Markt-Immobilie: Was soll bloß aus der Schlossanlage Salem werden?“
„Kim Nestle kann ihren Text. Auch Nadja Fürst stockt nicht. Dann darf die Kindergartensinggruppe noch mal ran: ‚Adventskranz, Adventskranz, du bist ein tolles Ding.‘ In der frisch renovierten Zehntscheuer mit den massiven Pressbalken flirrt vorweihnachtliche Stimmung. Bernhard von Baden steht, mit Schal und langem Mantel, inmitten der Kinder und neben einer eher unscheinbaren Tanne.“

6.12.2007

BNN: „Studie: Kunstschätze gehören dem Land“
„Die von der Landesregierung im Kulturgüterstreit eingesetzte Expertenkommission sieht den Großteil der umstrittenen Kunstwerke nach Informationen der BNN in öffentlichem Besitz. Noch vor Weihnachten soll die 300 Seiten starke Expertise vorgestellt werden. (Siehe Südwestecho.)“

BNN: „Experten: Türkenbeute gehört der Bevölkerung – Kulturgüterstreit: Kommission hat Arbeit beendet“
„Das Werk umfasst rund 300 Druckseiten, allein 20 Seiten stark ist die Zusammenfassung. Doch nicht nur physisch ist das Gutachten der staatlichen Expertenkommission im Handschriftenstreit von Gewicht. Auch die Erkenntnisse der Juristen und Historiker wiegen schwer. Eindeutiger als angesichts der komplexen Materie vielfach erwartet äußern sich nach Informationen der BNN die sechs Experten. Die Quintessenz steht der Einschätzung des Hauses Baden diametral entgegen: Der Großteil der umstrittenen Sammlungsbestände gehört demnach der öffentlichen Hand. Im ersten Teil widmet sich die Expertise ausführlich den juristischen Bedingungen, im zweiten Teil klärt sie vor diesem Hintergrund die Besitzverhältnisse der viele tausend Stücke umfassenden Sammlungen. In einem kleinen Kapitel diskutieren die Autoren zudem die Aussichten des Landes, sollte es zu einer gerichtlichen Klärung kommen.“

swr.de: „Neues Gutachten zu badischen Kulturgütern“
„Ein Großteil der umstrittenen badischen Kunstschätze gehört nach einem neuen Gutachten des Landes der Öffentlichkeit und nicht dem Adelshaus Baden. Betroffen von dem Streit ist unter anderem die Türkenbeute im Badischen Landesmuseum Karlsruhe. Das berichten die ‚Badischen Neuesten Nachrichten‘. Das Gutachten der staatlichen Expertenkommission, die im Streit um Kulturgüter zwischen dem Land Baden-Württemberg und dem Adelshaus Baden eingeschaltet wurde, kommt offenbar zu dem Schluss, dass ein Großteil der umstrittenen Sammlungsbestände dem Land gehört.“

SPD-Landtagsfraktion Baden-Württemberg: „SPD: Nach Kulturgüter-Gutachten Deal mit Prinz erledigt“
„MdL Nils Schmid: ‚Nachdem die strittigen Kulturgüter jetzt überwiegend als Eigentum des Landes beurteilt sind, hat die Sicherung des Schlosses Salem eine neue sachliche Grundlage‘“
„Nach Bekanntwerden erster Ergebnisse des vom Land in Auftrag gegebenen Gutachtens einer unabhängigen Experten-Kommission zur Eigentumsfrage bei den badischen Kulturgütern hält Nils Schmid, stellvertretender Vorsitzender und finanzpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, die ursprünglich von der Landesregierung ins Auge gefasste Vereinbarung mit dem Haus Baden für erledigt. Nach den Befunden des Gutachtens könne ein dicker Schlussstrich unter den im letzten Jahr geplanten ‚Deal‘ zwischen dem Haus Baden und dem Land gezogen werden, bei dem unter anderem Handschriften aus der Badischen Landesbibliothek verkauft werden sollten.“

Schwarzwälder Bote: „Gutachten düpiert Prinzen: Kunstschätze gehören dem Volk“
„Ein Großteil der umstrittenen badischen Kunstschätze gehört nach einem Gutachten des Landes der Öffentlichkeit und nicht dem Adelshaus Baden.“
„Expertise des Adelshauses widerlegt“
„Das berichten die «Badischen Neuesten Nachrichten» am Donnerstag. Das Expertenwerk mit den Erkenntnissen von Juristen und Historikern umfasse 300 Seiten.“

Kulturinformationszentrum des Deutschen Kulturrates und der ConBrio Verlagsgesellschaft: „Experten sprechen badische Kulturgüter dem Land zu“
„Im Kulturgüterstreit zwischen dem Land Baden-Württemberg und dem Haus Baden wird eine außergerichtliche Einigung immer unwahrscheinlicher. Nach einem Bericht der «Badischen Neuesten Nachrichten» (Donnerstagausgabe) kommt eine von der Landesregierung beauftragte Expertenkommission zu dem Schluss, dass ein Großteil der umstrittenen Sammlungsbestände bereits der öffentlichen Hand gehört. Dies würde der Position der Adelsfamilie diametral entgegenstehen. Das baden-württembergische Wissenschaftsministerium kommentierte den Zeitungsbericht nicht. Ein Ministeriumssprecher sagte auf ddp-Anfrage in Stuttgart, das Gutachten der Expertenkommission liege noch nicht vor. Es solle aber wie geplant noch vor Weihnachten präsentiert werden. Die Landesregierung hatte die Kommission vor rund einem Jahr eingesetzt, um die Eigentumsverhältnisse an den Kunstschätzen der einstigen Großherzöge von Baden zu klären, die einen Wert von mehreren hundert Millionen Euro haben sollen.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Bewegung im Streit um Badische Kunstschätze“
„Im international beachteten Streit mit dem Adelshaus Baden um millionenschwere Kunstschätze bekommt das Land Baden-Württemberg Oberwasser. Ein mit Spannung erwartetes Gutachten von Juristen, Kunstexperten und Historikern bestätigt den Anspruch des Landes auf einen Großteil der Handschriften, Gemälde und Skulpturen, deren Besitz auch das Haus Baden für sich geltend macht. Dies ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa die Kernaussage der Expertise, die die Landesregierung in Auftrag gegeben hatte.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Landesgutachten: Großteil der badischen Kunstschätze gehört dem Land“
„Ein Großteil der umstrittenen badischen Kunstschätze gehört nach einem Gutachten des Landes der Öffentlichkeit und nicht dem Adelshaus Baden. Das Expertenwerk mit den Erkenntnissen von Juristen und Historikern umfasse 300 Seiten. Im Ergebnis widerspreche das Gutachten in weiten Teilen einer Expertise, die das Haus Baden Ende November vorgestellt hat.“

Badische Zeitung: „Gutachten: Kunstschätze gehören dem Land“
„Neue Expertenmeinung: Ein Großteil der umstrittenen badischen Kunstschätze gehört dem Land Baden-Württemberg und nicht dem Adelshaus Baden. Dies ist die Kernaussage des vom Land in Auftrag gegebenen Gutachtens. Auf 300 Seiten sei dort von von Juristen, Kunstexperten und Historikern vor allem die langfristige Rechtsentwicklung analysiert worden, hieß es in Stuttgart. Im Ergebnis widerspricht das Gutachten in weiten Teilen einer Expertenarbeit, die das Haus Baden Ende November vorgestellt habe. Drei Professoren hatten darin den Anspruch des Adelshauses auf weite Teile der badischen Kunstsammlungen bekräftigt. Bernhard Prinz von Baden hatte angekündigt, notfalls vor Gericht zu ziehen. Bei der Analyse der Expertenkommission zur viele tausend Stücke umfassenden Sammlung handelt es sich nicht um ein Minderheitenvotum. Das Gutachten trage die Unterschriften aller sechs Fachleute. Die ‚Badischen Neuesten Nachrichten‘ berichteten, die Aufbereitung historischer Quellen habe die Kommision am längsten beschäftigt.“

Archivalia: „Kulturgüter-Gutachter geben dem Land Recht“

Landeskunde online: „Gutachter widersprechen dem Haus Baden“
„Auf Anfragen hin erklärt das Haus Baden darauf, dass es derzeit keine Stellungnahme zum Gutachten der Kommission des Landes das Eigentum an den Kulturgütern betreffend abgebe. Dem Haus Baden sei der Inhalt des Gutachtens nicht bekannt. Es verweist darauf, dass auch das zuständige Ministerium keine Stellungnahme abgegeben habe. Gleichzeitig gibt das Haus Baden bekannt, dass im Laufe der nächsten Woche wie vorgesehen das aufwendige Gutachten der Firma Drees & Sommer zur Bewertung von Schloss Salem vorliegt und dem Land übergeben wird. Ebenfalls wird dann der Landesregierung die zugesagte Ausarbeitung zu den bisherigen Aufwendungen für den Erhalt von Schloss Salem zugestellt.“

Schwäbische Zeitung online: „Trio macht sich in Stuttgart für Salem stark“
„In die Verhandlungen um Schloss Salem kommt Bewegung: Landrat, Bürgermeister und der CDU-Landtagsabgeordnete Ulrich Müller führten am Montag in Stuttgart Gespräche mit der Landesregierung. Noch ist Schloss Salem nicht gerettet. ‚Wir sind uns nicht einig, dass wir das Schloss kaufen werden‘, sagte der Landrat gestern auf Anfrage der Schwäbischen Zeitung. In der Runde seien vielmehr Szenarien besprochen worden, die zu einer Lösung des Problems führen könnten. Das Adelshaus ist nicht mehr bereit, den Unterhalt des defizitären Schlosses aus eigener Tasche zu bezahlen. Der Prinz fordert, dass bis Ende des Jahres eine Lösung gefunden werden muss, da die Kredite in Höhe von 30 Millionen Euro auslaufen. Andernfalls will er das Schloss zerschlagen und verkaufen, drohte er mehrfach. Der Landrat und seine Begleiter Manfred Härle (Salemer Bürgermeister) und Ulrich Müller (CDU-Landtagsabgeordneter) trafen in Stuttgart auf Wissenschaftsminister Frankenberg und Vertreter des Finanzministeriums.“

ad-hoc-news.de: „Zeitung: Experten sprechen badische Kulturgüter dem Land zu“
„Im Kulturgüterstreit zwischen dem Land Baden-Württemberg und dem Haus Baden wird eine außergerichtliche Einigung immer unwahrscheinlicher. Nach einem Bericht der «Badischen Neuesten Nachrichten» (Donnerstagausgabe) kommt eine von der Landesregierung beauftragte Expertenkommission zu dem Schluss, dass ein Großteil der umstrittenen Sammlungsbestände bereits der öffentlichen Hand gehört. Dies würde der Position der Adelsfamilie diametral entgegenstehen. Das baden-württembergische Wissenschaftsministerium kommentierte den Zeitungsbericht nicht. Ein Ministeriumssprecher sagte auf ddp-Anfrage in Stuttgart, das Gutachten der Expertenkommission liege noch nicht vor. Es solle aber wie geplant noch vor Weihnachten präsentiert werden. Die Landesregierung hatte die Kommission vor rund einem Jahr eingesetzt, um die Eigentumsverhältnisse an den Kunstschätzen der einstigen Großherzöge von Baden zu klären, die einen Wert von mehreren hundert Millionen Euro haben sollen. Die Adelsfamilie hatte jüngst den Anspruch auf die Kulturgüter bekräftigt und sich dabei auf ein eigenes Gutachten gestützt.“

7.12.2007

BNN: Kulturgüter: „SPD fordert einen ‚dicken Schlussstrich‘ – Haus Baden kündigt Immobilien-Gutachten zu Salem an“
„Im Kulturgüterstreit will Bernhard Prinz von Baden angesichts des von den BNN veröffentlichten Gutachten-Ergebnisses in die Offensive gehen. In der kommenden Woche will das Haus Baden eine Expertise zum Immobilienwert von Schloss Salem präsentieren. Zugleich werde die Landesregierung eine Zusammenstellung der bisherigen Aufwendungen für den Erhalt des Schloss-Komplexes erhalten, kündigte der Generalbevollmächtigte des Adelshauses an. Bislang hatte der Prinz die Ausarbeitung mit Hinweis auf die ruhenden Verhandlungen verweigert. Wie von den BNN exklusiv berichtet, bestätigt das vor einem Jahr von der Landesregierung in Auftrag gegebene Gutachten den Anspruch des Landes auf einen Großteil der umstrittenen Handschriften, Gemälde und sonstigen Kulturgüter.“

swr.de: „Haus Baden will gütliche Einigung“
„Das Adelshaus Baden setzt im Streit um millionenschwere Kunstschätze und die Zukunft von Schloss Salem auf eine gütliche Einigung. Dies erklärte eine Sprecherin des Hauses. Nach einem noch nicht offiziell veröffentlichten Gutachten gehört ein Großteil der umstrittenen Schätze der Landesregierung. Zu den Einzelheiten des Gutachtens, das dem Land Baden-Württemberg angeblich den Anspruch auf wertvolle Handschriften, Gemälde und Skulpturen bescheinigt, werde man sich erst äußern, wenn es veröffentlicht ist, teilte die Sprecherin weiter mit. Dennoch sieht sich das Haus Baden eigenen Angaben zufolge auch für eine gerichtliche Auseinandersetzung gewappnet. Die von der Landesregierung in Auftrag gegebene und mit Spannung erwartete Expertise soll am 18. Dezember vorgelegt werden.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung: „In Sachen Markgraf nichts überstürzen (Leserbrief von Dr. Winfried Klein, Heidelberg“
Zu: „Der Markgraf erläutert den ‚Zustand des Rechts‘“ von Rüdiger Soldt und „Kränkungen“ von Rose-Maria Gropp (F.A.Z. vom 30. November)

Bildzeitung: „Baden-Schatz gehört dem Land“ Von Meike Scholten
„Es geht um einen fetten, Millionen schweren Kunstschatz. Um kostbare Handschriften, Gemälde, Waffen. Streiten sich das Land und das Adels-Haus Baden bald vor Gericht darüber? Ein neues Gutachten der Landesregierung, das am 18. Dezember präsentiert werden soll, ergab: Ein Großteil der Schätze gehöre dem Land. Prinz Bernhard von Baden (37) hatte unlängst auch eine Studie präsentiert. Ergebnis: Alles meins! Durchlaucht hatte auch gedroht, vor Gericht zu ziehen. Und darüber hinaus Schloss Salem am Bodensee zu verkaufen.“

Stuttgarter Zeitung online: „Land läutet neue Runde im Kampf ums Kulturerbe ein – Gutachter der Stuttgarter Regierung beziehen Gegenposition zum Markgrafenhaus Baden – Grüne befürchten langen Rechtsstreit“
„Der Streit um die badischen Kulturgüter spitzt sich wieder zu. Nach inoffiziellen Berichten weist die von der Landesregierung eingesetzte Expertenkommission einen Großteil der Kunstwerke und Kulturgüter dem Eigentum des Landes zu.“ Von Reiner Ruf

Stuttgarter Nachrichten online: „Land erhält Schützenhilfe gegen Haus Baden – Unabhängige Fachleute sehen umstrittene Objekte bereits in öffentlichem Besitz Im Streit um wertvolle Kunstschätze ist das Land jetzt in der Lage, die Ansprüche des Hauses Baden mit einem Gutachten abzuwehren. Danach befinden sich die meisten Stücke in öffentlichem Eigentum.“ Von Arnold Rieger

Stuttgarter Nachrichten online: „Streit um Kunstschätze – Haus Baden will gütliche Einigung – Mit Spannung wird das Expertengutachten erwartet, das am 18. Dezember vorgelegt wird“
„Im Streit mit dem Land Baden-Württemberg um millionenschwere Kunstschätze gibt sich das Haus Baden noch lange nicht geschlagen. ‚Wir sind für eine rechtliche Auseinandersetzung gewappnet‘, sagte eine Sprecherin am Freitag. Allerdings halte man eine gütliche Einigung für dringlicher denn je. Zu den Einzelheiten eines noch nicht veröffentlichten Gutachtens, das angeblich den Anspruch des Landes Baden-Württembergs auf einen Großteil der Handschriften, Gemälde und Skulpturen untermauert, werde man sich nicht äußern. ‚Wir nehmen Stellung, sobald das Gutachten vorliegt‘, sagte sie. Die von der Landesregierung in Auftrag gegebene und mit Spannung erwartete Expertise soll am 18. Dezember vorgelegt werden. In ihr schreiben Juristen, Kunstexperten und Historiker einen Großteil der Schätze, auf die auch das Haus Baden Anspruch erhebt, dem Land zu. Auf 300 Seiten sei dort vor allem die ‚langfristige Rechtsentwicklung‘ untersucht worden. Eine solche Einschätzung der Experten würde in weiten Teilen einer seit November vorliegende Gegenexpertise des Hauses Baden widersprechen.“

Badische Zeitung: „Die lange Suche nach den Besitzrechten – Das Gutachten zu den badischen Kunstschätzen versteht die Opposition auch als Regierungskritik / Von Roland Muschel und Wulf Rüskamp“
„Erst vergangene Woche hatte Prinz Bernhard von Baden seine Position mit dem Gutachten dreier Professoren bekräftigt: Die strittigen badischen Kunstschätze gehören der markgräflichen Familie und nicht dem Land. Seinen drei Professoren steht die sechsköpfige Expertenkommission des Landes gegenüber, deren Gutachten mit rund 300 Seiten weit gewichtiger daherkommt. Nach gut einjähriger Arbeit, die noch nicht ganz abgeschlossen ist – das Gutachten wird am 18. Dezember vorgestellt –, kommt die Kommission zum Ergebnis: Ein Großteil der umstrittenen Sammlungsbestände – Gemälde, Grafiken, Bücher – gehört dem Land.“

Pforzheimer Zeitung online: „Haus Baden hat das Nachsehen – Landesgutachten: Großteil der badischen Kunstwerke gehört dem Staat“
„Im international beachteten Streit mit dem Adelshaus Baden um millionenschwere Kunstschätze bekommt Baden-Württemberg Oberwasser. Experten zufolge gehört ein Großteil davon dem Land. Ein mit Spannung erwartetes Gutachten von Juristen, Kunstexperten und Historikern bestätigt den Anspruch des Landes auf einen Großteil der Handschriften, Gemälde und Skulpturen, deren Besitz auch das Haus Baden für sich geltend macht. Dies ist nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa die Kernaussage der Expertise, die die Landesregierung in Auftrag gegeben hatte. Auf 300 Seiten sei dort vor allem die ‚langfristige Rechtsentwicklung‘ untersucht worden, hieß es gestern in Stuttgart.“

südwest-aktiv.de: „KUNSTSCHÄTZE – Rückendeckung für das Land“
„Im Streit mit dem Adelshaus Baden um millionenschwere Kunstschätze bekommt das Land Baden-Württemberg Oberwasser. Ein mit Spannung erwartetes Gutachten von Juristen, Kunstexperten und Historikern bestätigt den Anspruch des Landes auf einen Großteil der Handschriften, Gemälde und Skulpturen, deren Besitz auch das Haus Baden für sich reklamiert. Das ist nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa die Kernaussage der Expertise, die die Landesregierung in Auftrag gegeben hat.“

südwest-aktiv.de: „Gutachten steht gegen Gutachten – KULTURGÜTER / Expertise des Landes fast fertig – Zweifel an Ansprüchen des Hauses Baden“
„Ein Großteil der badischen Kulturgüter gehört dem Land und nicht dem Haus Baden. Diese Meinung vertritt die von der Regierung beauftragte Expertenkommission. Erst vergangene Woche hat Bernhard Prinz von Baden seine Position mit einem Gutachten dreier Professoren bekräftigt: Danach sollen der markgräflichen Familie fast alle in öffentlichen Museen und Bibliotheken des Landes verwahrten badischen Kunstschätze gehören. Doch die vom Land eingesetzte sechsköpfige Expertenkommission kommt in ihrem fast fertigen Gutachten, das offiziell am 18. Dezember vorgestellt werden soll, zu gegenteiligen Schlussfolgerungen: Ein Großteil der umstrittenen Sammlungsbestände gehört danach offenbar dem Land.“

südwest-aktiv.de: „Thema Kulturgüterstreit – KOMMENTAR: Neue Grundlage“
„Das Gutachten des Landes steht zwar noch aus, aber im Tenor bereits fest: Die meisten Kunstschätze gehören danach bereits der öffentlichen Hand. Damit stärkt die vom Land eingesetzte Expertenkommission Baden-Württemberg im Streit mit dem Adelshaus. Doch der 2006 per Vergleich angestrebte Rechtsfriede rückt in weite Ferne. Denn Basis des damals geplanten ‚Kompromisses‘ war die Annahme, dass die meisten Kunstschätze dem Adelshaus gehören. Danach hätte das Land viel Geld in den Erhalt der kulturhistorisch wertvollen Schlossanlage Salem gesteckt und 30 Millionen Euro Schulden des (in diesem Fall unstreitigen) Besitzers, dem Haus Baden, übernommen. Dafür sollten Kunstschätze ans Land gehen – die ihm offenbar in der Mehrzahl bereits gehören. Für das Land wäre das ein mieses Geschäft gewesen. Das Gutachten ist somit auch eine Ohrfeige für den Auftraggeber.“

Archivalia: „Schlampige Arbeit der Landesregierung“

Archivalia: „Handschriften des Mittelalters“

Badisches Tagblatt: „Neue Bewegung im Streit um Kulturgüter“
„In den seit Monaten schwelenden Streit um die Besitzverhältnisse bei den Kulturgütern des Hauses Baden kommt neue Bewegung. Die Landesregierung hat die Vorlage des von ihr in Auftrag gegebenen Gutachtens für den 18. Dezember in Aussicht gestellt. ‚Die Kommission ist noch nicht fertig‘, sagt der Sprecher im zuständigen Wissenschaftsministerium.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Haus Baden will gütliche Einigung im Kunstschätze-Streit“
„Im Streit mit dem Land Baden-Württemberg um millionenschwere Kunstschätze gibt sich das Haus Baden nicht geschlagen. «Wir sind für eine rechtliche Auseinandersetzung gewappnet», sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur dpa. Allerdings halte man eine gütliche Einigung für dringlicher denn je. Zu den Einzelheiten eines noch nicht veröffentlichten Gutachtens, das angeblich den Anspruch des Landes Baden-Württembergs auf einen Großteil der Handschriften, Gemälde und Skulpturen untermauert, werde man sich nicht äußern. «Wir nehmen Stellung, sobald das Gutachten vorliegt», sagte sie.“

Schwäbische Zeitung online: „Haus Baden hat schon einmal ein Schloss verkauft“
„Laut einem Gutachten des Landes Baden-Württemberg gehören die umstrittenen badischen Kulturgüter zum Großteil nicht dem Haus Baden, sondern dem Land. Eine Einigung zwischen dem Adelshaus und dem Land rückt damit in weite Ferne. Das Schicksal von Schloss Salem im Bodenseekreis ist unklar wie zuvor und erinnert an den Verkauf des Neuen Schlosses Baden-Baden. ‚Welcome to Baden-Baden‘. Wer sich über das Schicksal des Neuen Schlosses in Baden-Baden informieren will, sollte gute Englischkenntnisse mitbringen. Die kuwaitischen Eigentümer mischen sich zwar gerne auf der Rennbahn der mondänen Kurstadt unters Volk, doch beim Internetauftritt gibt man sich international und beschränkt sich auf Englisch.“

Reutlinger Generalanzeiger: „Land bekommt Oberwasser – Kulturgüter-Streit – Baden-Württemberg hat Anspruch auf einen Großteil der Handschriften, Gemälde und Skulpturen, erklären sechs unabhängige Gutachter“
„Im Streit mit dem Adelshaus Baden um millionenschwere Kunstschätze bekommt das Land Baden-Württemberg Oberwasser. Ein mit Spannung erwartetes Gutachten von Juristen, Kunstexperten und Historikern bestätigt den Anspruch des Landes auf einen Großteil der Handschriften, Gemälde und Skulpturen, deren Besitz auch das Haus Baden für sich geltend macht. Dies ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die Kernaussage der Expertise, die die Landesregierung in Auftrag gegeben hatte. Auf 300 Seiten sei dort die «langfristige Rechtsentwicklung» untersucht worden, hieß es gestern. Die sechs unabhängigen Experten versuchen seit einem Jahr herauszufinden, welche Kulturgüter dem Land und welche dem Adelshaus gehören. Im Ergebnis widerspricht das neue Gutachten einer Arbeit, die das Haus Baden Ende November vorgestellt hatte. Drei Professoren hatten darin den Anspruch des Adelshauses auf weite Teile der Sammlungen bekräftigt.“

8.12.2007

Pressehaus Heidenheim: „Zur Einigung mit dem Land bereit – KULTURGÜTER / Haus Baden will weiter verhandeln“
„Erst wenn das Land sein Gutachten offiziell vorlegt, will sich Baden-Prinz Bernhard dazu äußern. Kampflos gibt er seine umstrittenen Besitzansprüche aber nicht auf.“
„Im Streit mit dem Land Baden-Württemberg um millionenschwere Kunstschätze gibt sich das Haus Baden noch lange nicht geschlagen. ‚Wir sind für eine rechtliche Auseinandersetzung gewappnet‘, sagte eine Sprecherin. Allerdings halte man eine gütliche Einigung für dringlicher denn je. Zu den Einzelheiten eines noch nicht veröffentlichten Gutachtens, das angeblich den Besitzanspruch des Landes Baden-Württembergs auf einen Großteil der vom früheren Herrscherhaus bis 1918 zusammengetragenen Handschriften, Gemälde und Skulpturen untermauert, werde man sich nicht äußern.“

Bildzeitung: „Baden-Prinz kämpft um Kunstschätze“
„Im Streit um den Millionen-Kunstschatz des Hauses Baden hat Prinz Bernhard von Baden Widerstand signalisiert. ‚Wir sind für eine juristische Auseinandersetzung gewappnet.‘“

suedwest-aktiv.de: „Zur Einigung mit dem Land bereit – KULTURGÜTER / Haus Baden will weiter verhandeln“

suedwest-aktiv.de: „‚Wir sind für eine rechtliche Auseinandersetzung bereit‘ – Kunstschatz-Streit: Haus Baden sendet Signale nach Stuttgart“
„In dem ausführlichen Gutachten schreiben Juristen, Kunstexperten und Historiker einen Großteil der Schätze, auf die auch das Haus Baden Anspruch erhebt, dem Land Baden-Württemberg zu. Eine solche Einschätzung der Experten würde in weiten Teilen einer seit November vorliegenden Gegenexpertise des Hauses Baden widersprechen. In der kommenden Woche wolle auch das Adelshaus ein ‚aufwendiges‘ Gutachten zur Bewertung der Immobilie Haus Baden vorlegen, sagte die Sprecherin weiter.“

10.12.2007

bwWoche: „Großteil der badischen Kunstschätze soll Land gehören“
„Ein Großteil der umstrittenen badischen Kunstschätze gehört nach einem Gutachten des Landes der öffentlichen Hand. Das berichteten Journalisten der ‚Badischen Neuesten Nachrichten‘. Das Gutachten steht damit im Widerspruch zu einer Expertise, die das Haus Baden Ende November vorgestellt hat.“

11.12.2007

Die Rheinpfalz: „Das Gefeilsche geht weiter – Im Streit um die Besitzrechte an badischen Kulturgütern legen Land und Fürstenhaus gegensätzliche Gutachten vor“
„Der ‚Kulturgüterstreit‘ zwischen dem Fürstenhaus Baden und dem Land Baden-Württemberg hat eine neue Phase erreicht. Beide Seiten haben ihre Gutachter in Stellung gebracht, und die sind, was kaum verwundert, zu unterschiedlichen Einschätzungen gekommen, was nun dem Staat gehört oder eben doch den Nachfahren der früheren Landesherren. Nach Lage der Dinge ist eine gerichtliche Auseinandersetzung eher wahrscheinlicher geworden.“

12.12.2007

swr.de: „Salem – Wertgutachten zu Schlossanlage – Das Haus Baden hat dem Finanzministerium erstmals Einblick in seine Bücher gewährt, um seine Ausgaben zum Erhalt des Schlosses Salem darzulegen. Ein neues Gutachten schätzt den Wert der Schlossanlage auf rund 42 Millionen Euro.“
„Bei der Bewertung, die Erbprinz Bernhard von Baden nun vorgelegt hat, wurden das eigentliche Schlossgebäude und das Münster ausgenommen. Das Gutachten über den Wert der Schlossanlage war seit längerem erwartet worden. Der genannte Wert ist nach Auskunft des Erbprinzen hoch genug, um die Kredite der Banken für das Schloss zurückzuzahlen. Auf Basis dieses Gutachtens will Prinz Bernhard das Schloss zum Verkauf anbieten, wenn das Land keine Hilfe leistet.“

pr-inside.com: „Wertgutachten zu Salem vorgelegt“
„In der Diskussion um die Zukunft der Schlossanlage Salem am Bodensee hat das Haus Baden am Mittwoch das lang erwartete Wertgutachten vorgelegt. Demnach soll der gewerblich nutzbare Teil der Anlage einen Wert von rund 42 Millionen Euro haben, wie Bernhard Prinz von Baden mitteilte. Das eigentliche Schlossgebäude und das Münster seien von der Bewertung ausgenommen worden. Der Prinz bekräftigte erneut seine Drohung, das frühere Zisterzienserkloster zu verkaufen. Ende des Jahres laufe ein Stillhalteabkommen über gestundete Kredite in Höhe von 30 Millionen Euro mit den Banken aus.“

pr-inside.com: „Haus Baden übermittelt Regierung Daten zu Schloss Salem“
„Das Haus Baden hat einem Prüfbericht zufolge in den vergangenen 14 Jahren fast 39 Millionen Euro in das Schloss Salem investiert. Am Mittwoch wurde der Landesregierung eine Dokumentation zu den Instandhaltungskosten übermittelt, wie das Adelshaus mitteilte. Zudem erhielt die Regierung eine Studie zur Bewertung der Schlossanlage. Der gewerblich nutzbare Teil soll demnach 42 Millionen Euro wert sein. Das eigentliche Schlossgebäude und das Münster sind davon ausgenommen. Der Generalbevollmächtigte des Hauses Baden, Bernhard von Baden, droht seit Monaten mit einer Veräußerung der historisch bedeutsamen Schlossanlage. Nach seinen Angaben steht der Besitz wegen einer Schuldenlast in Höhe von 30 Millionen Euro aus Instandhaltungskosten kurz vor der Vollstreckung. Die Landesregierung will die Anlage für die Öffentlichkeit erhalten. Zur Debatte steht die Gründung einer Stiftung.“

13.12.2007

Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Haus Baden legt Wertschätzung vor – 42 Millionen Euro / Schloss Salem nur in Teilen berücksichtigt“
„Das Haus Baden hat ein Gutachten über den Wert von Teilen der Schlossanlage Salem sowie eine Aufstellung über die seit 1992 aufgewendeten Unterhaltskosten für das ehemalige Zisterzienserkloster vorgelegt. Das Kloster ist seit 1802 Eigentum der ehemaligen Herrscherfamilie, die es im Zuge der Säkularisation übernommen hat. Das Schloss und das Münster in Salem sind ausdrücklich nicht in das Gutachten einbezogen worden, weil Prinz Bernhard von Baden, der Generalbevollmächtigte des ehemaligen Herrscherhauses, für die Gebäude weiterhin die Gründung einer Stiftung anstrebt. Alle anderen Gebäude sind nach Berechnungen einer Stuttgarter Immobilienfirma 42 Millionen Euro wert; addiert ergibt sich eine Geschlossfläche von mehr als 35 000 Quadratmetern.“

BNN: „Gutachten: Salem ist 42 Millionen Euro wert – Experten beurteilen Schloss-Ensemble ohne Hauptgebäude und Münster / 39 Millionen Euro in Erhalt investiert“
„Von unserem Redaktionsmitglied Wolfgang Voigt“
„Bewegung in Salem: Das Haus Baden hat Finanzminister Gerhard Stratthaus (CDU) eine Studie zum Immobilienwert des Schloss-Komplexes am Bodensee übergeben. Zugleich ging der Landesregierung die angeforderte Auflistung der Aufwendungen zu, die die Adelsfamilie während der vergangenen Jahre zum Erhalt des Schlosses getätigt hat. Beide Dokumentationen gelten als wichtige Grundlagen für eine Entscheidung zur langfristigen Sicherung des Schlosses. Am Dienstag wird darüber hinaus die offizielle Vorstellung des staatlichen Gutachtens zur Klärung der Eigentumsverhältnisse an den Kunstsammlungen erwartet.“

Badische Zeitung: „Blick in die Prinzenschatulle – Das Haus Baden präsentiert Belege für seine Investitionen in Schloss Salem / Wert des übrigen Immobilienbestands auch beziffert“
„Auf 30 Seiten kann Finanzminister Gerhard Stratthaus seit gestern Nachmittag nachlesen, wie viel Geld das Haus Baden in den vergangenen 15 Jahren in den Erhalt der gesamten Schlossanlage Salem sowie des dazugehörigen Klosters gesteckt hat: knapp 39 Millionen Euro.“

Stuttgarter Zeitung online: „Teure Angelegenheit – ‚Schloss Salem ist 42 Millionen Euro wert‘ – Prinz von Baden legt zwei neue Studien vor – 1,5 Millionen Euro kostet Unterhalt der Anlage“
„Im Streit um das Schloss Salem hat das Haus Baden am Mittwoch zwei neue Gutachten vorgelegt. Sie sollen den Wert des Areals und die Ausgaben des Markgrafen zu dessen Erhaltung belegen. Das Finanzministerium will die Studien prüfen. Das Schloss des Markgrafen von Baden in Salem (Bodenseekreis) hat einen Wert von 42 Millionen Euro. Seit Anfang der 90er Jahre hat er zur Instandhaltung des früheren Klosters 39 Millionen Euro aufgewandt – genau 1,566 Millionen Euro im Jahr. Mit diesen beiden Kernaussagen beantwortet das Haus Baden die drängendsten Fragen, die in letzter Zeit gestellt worden waren. Die beiden Dokumentationen, eine Studie der Stuttgarter Immobilienfirma Drees & Sommer und ein Gutachten des Wirtschaftsprüfers Ecovis Grieger Malison (Berlin), wurden der Landesregierung am Mittwoch übermittelt.“

Frankfurter Rundschau online: „Zu teuer – Schloss unterm Hammer – Der Markgraf von Baden und das Land Baden-Württemberg streiten über die Zukunft Salems und seiner Schätze.“
„Noch immer hofft das Haus Baden auf einen Vergleich mit dem Land, auf eine Stiftung mit der Adelsfamilie als Stifter und dem Land als Mit-Kapitalgeber. Der erste Anlauf scheiterte jedoch kläglich. Der Plan lautete: Der Markgraf verkauft einige alte Handschriften aus dem auf 300 Millionen Euro taxierten badischen Kulturschatz aus staatlichen Museen. Aus dem Erlös, so die Idee, werden Schulden beglichen, der Rest fließt als Kapitalstock in eine Salem-Stiftung. Als das Vorhaben durchsickerte, schlugen die Wellen hoch. Vom ‚Ausverkauf badischen Kulturgutes‘ war die Rede und von ‚Teppichhändlermentalität‘.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Haus Baden nennt Zahlen“
„Auf die Zahlen wartete der Finanzminister in Stuttgart schon lange. Nun liegen sie vor. Das Haus Baden lieferte die Immobilienbewertung ihrer Salemer Anlage. Münster und Schloss sind bei den Berechnungen ausgenommen. Die Vorwürfe nahmen zuletzt zu, das Haus Baden verweigere eine genaue Aufstellung seiner Ausgaben für die Instandhaltung der Schlossanlage. Nun liegt sie vor. Am Mittwochnachmittag ließ Bernhard von Baden dem Finanzministerium zwei Packen Gutachten zustellen. In dem einen die Bewertungsstudie der Stuttgarter Immobilienfirma Drees und Sommer, die den Immobilienwert der Schlossanlage Salem auf 42 Millionen Euro beziffert. Schloss und Münster seien absichtlich nicht mitbewertet worden, ‚weil wir das in die Stiftung stecken wollen‘, sagt Bernhard Prinz von Baden gegenüber unserer Zeitung.“

suedwest-aktiv.de: „BADEN – Adelshaus legt Zahlen vor“
„Das Adelshaus Baden hat in den vergangenen 15 Jahren knapp 39 Millionen Euro in den Erhalt der gesamten Schlossanlage Salem investiert. Allein 15,4 Millionen Euro machten dabei die Finanzierungskosten aus. Die entsprechenden Unterlagen übergab das Adelshaus gestern Finanzminister Gerhard Stratthaus (CDU). Außerdem legte es ein Gutachten zur Bewertung des ihm gehörenden Salemer Immobilienbestands (ohne Schloss und Klosterkirche) vor.“

suedwest-aktiv.de: „39 Millionen ins Schloss gesteckt – SALEM / Neues Gutachten des Adelshauses – Prinz will weiter mit Land verhandeln“
„Das Haus Baden hat Finanzminister Gerhard Stratthaus belegt, was es in Schloss Salem investiert hat. Das Schloss selbst wurde allerdings nicht bewertet.“
„Auf 30 Seiten kann Finanzminister Gerhard Stratthaus (CDU) seit gestern Nachmittag, wie erbeten, nachlesen, wie viel Geld das Haus Baden in den vergangenen 15 Jahren in den Erhalt der gesamten Schlossanlage Salem gesteckt hat: knapp 39 Millionen Euro. Das Adelshaus verweist darauf, dass die reinen Sachausgaben 23,5 Millionen Euro (nach Abzug aller Förderbeträge) ausgemacht haben, die Finanzierungskosten stattliche 15,4 Millionen Euro. ‚Diese Zahl macht die Unzumutbarkeit deutlich, das Schloss weiter durch uns zu finanzieren‘, sagte Bernhard Prinz von Baden gestern der SÜDWEST PRESSE.“

Landeskunde online: „Haus Baden legt Immobilienbewertung vor“
„Das Haus Baden gibt auf Anfragen bekannt, dass es der Landesregierung heute wie vorgesehen zwei Dokumentationen für Schloss Salem übermittelt hat. Bei der ersten Ausarbeitung handelt es sich um eine Immobilien-Bewertungsstudie des Hauses Drees & Sommer in Stuttgart. Diese Studie befasst sich nicht mit dem eigentlichen Schlossgebäude Salem und auch nicht mit dem Münster. Diese sind ausdrücklich aus der Bewertung ausgenommen. Das Haus Baden beabsichtigt nach wie vor, diese kulturell zentralen Teile in eine Stiftung einzubringen. Die Gesamtanlage Salem umfasst aber neben Schloss und Münster einen umfangreichen gewerblich genutzten Immobilienbestand, der zur Einheitlichkeit des Gesamtensembles notwendigerweise dazugehört. Auch dieser Bereich wurde bisher stets der Verantwortung als Kulturdenkmal untergeordnet.“

14.12.2007

Archivalia: „Salem soll 42 Mio. wert sein“