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21. Oktober bis 20. November 2007

21.10.2007

Der Sonntag: „‚Salem retten‘“
„Muss die markgräfliche Familie Schloss Salem am Bodensee verkaufen, um ihre Schulden bei den Banken bezahlen zu können? ‚Salem fährt 2007/08 an die Wand‘, hat Prinz Bernhard von Baden vor einigen Tagen bei einer Veranstaltung in Stuttgart erklärt. Ungeachtet des noch ungeklärten Kulturgüterstreites sehe er keine Möglichkeit mehr, den Sitz seiner Familie zu erhalten.“

Der Sonntag: „In der Pflicht“
„Wenn einer wegen Schulden sein Heim verkaufen muss, ist das eine Tragödie, die sich meist unbeachtet von der Öffentlichkeit abspielt. Ganz anders läuft es bei der Markgrafen-Familie. Da genügt die Andeutung, dass sie ihren Familiensitz nicht mehr halten kann und die Öffentlichkeit ist alarmiert. Und das ist sehr im Interesse von Prinz Bernhard, der froh wäre, wenn ihm das Land bei der Lösung der markgräflichen Finanzprobleme baldmöglichst unter die Arme greifen würde. Beim Sitz der markgräflichen Familie handelt es sich ja nicht um irgendein Reihenhaus, sondern um eine ehemalige Klosteranlage von gewaltigen Ausmaßen, deren Erhalt ohne Ende Geld kostet.“

22.10.2007

FAZ.NET: „Kulturerbe – Oettinger schließt Kauf Salems nicht aus
„Die baden-württembergische Landesregierung will einen Kauf des Schlosses Salem am Bodensee prüfen, falls das ‚kulturelle Erbe‘ des ehemaligen Zisterzienserklosters nur so gesichert werden kann. Ministerpräsident Oettinger (CDU) sagte dieser Zeitung: ‚Wir wollen das Kulturgut Salem erhalten. Sollte der Streit über die Kulturgüter vor Gericht gehen, dürfte über die künftige Nutzung Salems nicht erst nach Jahren entschieden werden, wenn die Rechtsstreitigkeiten über mehrere Instanzen geklärt wären.‘“

Badische Zeitung: „Die Leiden des Schlossbesitzers – 30 Millionen Euro Schulden belasten den Markgraf von Baden, jetzt droht Schloss Salem am Bodensee der Verkauf“
„Es ist ruhig geworden in Salem. Die letzten Besucher haben Schloss und Münster verlassen, die Handwerker machen Feierabend, die Schüler sitzen beim Abendbrot, selbst im Weinkeller ist Ruhe eingekehrt. Nichts stört den Schlossfrieden. Dabei steht kein Ort am Bodensee derzeit so im Licht der Öffentlichkeit wie das Schloss der Markgrafen von Baden. Noch gehört es der Familie. 130 000 Besucher besichtigen jedes Jahr das 1134 gegründete Kloster und das Münster, kommen zu Konzerten und Ausstellungen. Ob das so bleibt? Bernhard Max Friedrich August Gustav Louis Kraft Prinz von Baden, Erbprinz von Baden, Herzog von Zähringen, Generalbevollmächtigter des Hauses Baden, sitzt in seinem Büro im Rentamt von Schloss Salem und versucht mit Hilfe von Stift und Papier die vertrackte Situation deutlich zu machen. Der 37-jährige braucht dazu nur wenige Striche. Die Schulden in Höhe von 30 Millionen Euro müssen weg, deshalb soll Schloss Salem verwertet werden.“

Yahoo Nachrichten: „Oettinger schließt Kauf Salems nicht aus“
„Der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, den Immobilienwert der Schlossanlage Salem am Bodensee zu ermitteln und einen Kauf des Schlosses nicht ausgeschlossen. «Es muss dringend geklärt werden, welche denkmalgerechte Nutzung für Salem möglich ist, welche Flächen leer stehen, was umgebaut und gewinnbringend genutzt werden könnte», sagte Oettinger der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Dienstagsausgabe).“

23.10.2007

FAZ.NET: „Kulturerbe – Salem fürs Land
„Dass er Salem verkaufen werde, so lautet die aktuelle Ankündigung des Prinzen Bernhard von Baden (siehe: Das Haus Baden will Salem verkaufen, das Land irritiert). Dass er damit wird ernst machen müssen, weiß er vielleicht noch gar nicht. Denn ganz abgesehen von der Petitesse, dass der Prinz die Anlage Salem nur mit Auflagen des Denkmalschutzes hätte verkaufen können, wurde es dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten jetzt offensichtlich doch zu bunt: Verkaufsdrohung, falls das Land nicht endlich dreißig Millionen Euro zur Tilgung von Schulden des Hauses Baden übernimmt; Erstellung von Gegengutachten und offene Klageandrohung, falls dem Adelshaus die Ergebnisse der Expertenkommission, die im Auftrag des Landes über das Eigentum an den zwischen Land und Haus Baden umstrittenen Kulturgütern entscheidet, nicht genehm sein werden, wonach es jetzt schon aussieht. Günther Oettinger schaut sich das alles nicht länger mit an.“

Bildzeitung: „Kauft das Land Schloss Salem?“
„Ministerpräsident Günther Oettinger (54, CDU) schließt den Kauf von Schloss Salem nicht aus. Der FAZ sagte er: ‚Es muss dringend geklärt werden, welche denkmalgerechte Nutzung für Salem möglich ist.‘“

SPD-Landtagsfraktion Baden-Württemberg: „Salem: Stiftung hat Vorrang vor Aufkauf durch das Land“
„MdL Nils Schmid: ‚Wenn Oettinger die Kaufoption als aller letzte Möglichkeit schon im Voraus ins Spiel bringt, liefert er die Landeskasse dem Zugriff des Hauses Baden aus‘“
„Die SPD-Landtagsfraktion hat bei ihrer heutigen Sitzung die jüngsten Entwicklungen um das Kulturgut Schloss Salem erörtert. Fraktionsvize und Finanzexperte Nils Schmid betonte den Willen der SPD zu einer Lösung, mit der Salem erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich bleibt. Schmid äußerte sich allerdings kritisch zu der unverhohlenen Ankaufofferte des Ministerpräsidenten gegenüber dem Haus Baden. Die SPD favorisiere ganz klar eine Stiftungslösung.“

BNN: „Oettinger: Kauf von Salem denkbar“
„Der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) schließt nach einem Zeitungsbericht einen Kauf des Schlosses Salem nicht aus. ‚Es muss dringend geklärt werden, welche denkmalgerechte Nutzung für Salem möglich ist, welche Flächen leer stehen, was umgebaut und gewinnbringend genutzt werden könnte‘, sagte Oettinger der ‚Frankfurter Allgemeinen Zeitung‘. ‚Wenn das Haus Baden nach eingehender Prüfung zu einem dauerhaften Erhalt, Unterhalt und zur Sanierung von Salem nicht in der Lage sein sollte, würde ich dem Landtag raten zu handeln. Ob das Land dann Salem übernehmen oder ob es in eine Stiftung eingehen sollte, ist derzeit nicht abzusehen.‘“

swr.de: „Oettinger will Schloss Salem retten“
„Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) schließt nicht aus, dass das Land die Schlossanlage Salem im Bodenseekreis kauft. Es werde mit seinen politischen und rechtlichen Möglichkeiten alles tun, damit Salem erhalten bleibt, sagte Oettinger nach einer Sitzung des CDU/FDP-Kabinetts. Sollte sich der Streit mit dem Haus Baden über die Frage, wem die badischen Kunstschätze gehören, nicht einvernehmlich klären lassen, müsse über Salem separat entschieden werden. ‚Wir werden unsere Verpflichtung für Salem wahrnehmen‘, ergänzte der Regierungschef.“

ka-news.de: „Schloss Salem – Oettinger schließt Kauf nicht aus“
„Die verschuldete Schlossanlage Salem wird möglicherweise jetzt doch vom Land Baden-Württemberg aufgekauft. Minister Oettinger riet dem Landtag den Immobilienwert des Schlosses prüfen zu lassen, um den Erhalt des ‚Kulturguts Salem‘ sicherzustellen. Der derzeitige Besitzer Bernhard Prinz von Baden hatte nach Bekanntgabe eines Schuldenberges von 30 Millionen Euro mit dem Verkauf des Anwesens (ka-news berichtete) und seiner Kulturgüter im Wert von 300 Millionen Euro liebäugelt – oder gedroht. Bis Ende November werden die Ermittlungen einer unabhängigen Komission noch dauern, die klären soll, wessen Eigentum die badischen Kulturgüter sind. Ein Vergleich mit dem Haus Baden nach Ende der Ermittlungen ist für das Land noch offen, da sich ein größerer Anteil an untersuchten Handschriften als bisher angenommen unumstritten im Besitz des Landes befinden könnte.“

Stuttgarter Zeitung online: „Oettingers Notfallplan – Land soll Salems Erhalt sichern“
„Der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) schließt einen Kauf des Schlosses Salem durch das Land nicht aus. ‚Wir werden mit unseren politischen und rechtlichen Möglichkeiten alles tun, damit das Kulturerbe Salem als Gebäude, Liegenschaft und Denkmal erhalten bleibt‘, sagte Oettinger am Dienstag in Stuttgart nach einer Sitzung des CDU/FDP-Kabinetts. Sollte sich der Streit mit dem Haus Baden über die Frage, wem die badischen Kunstschätze gehören, nicht einvernehmlich klären lassen, müsse über Salem separat entschieden werden. ‚Wir werden unsere Verpflichtung für Salem wahrnehmen‘, ergänzte der Regierungschef. Wie viel Geld er bereit sei, dafür aufzuwenden, sagte Oettinger nicht. Das hänge auch von einer Bewertung der Schlossanlage am Bodensee und den Nutzungsmöglichkeiten ab.“

Stuttgarter Nachrichten online: „Oettingers Notfallplan – Land soll Salems Erhalt sichern“
„Der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) schließt einen Kauf des Schlosses Salem durch das Land nicht aus.“

Archivalia: „Ba-Wü schließt Kauf Salems nicht aus“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Perspektive für Salem“
„Ministerpräsident Oettinger (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, den Immobilienwert der Schlossanlage Salem zu ermitteln, und einen Kauf des Schlosses nicht ausgeschlossen. ‚Es muss dringend geklärt werden, welche denkmalgerechte Nutzung für Salem möglich ist, welche Flächen leer stehen, was umgebaut und gewinnbringend genutzt werden könnte‘, sagte Oettinger der ‚Frankfurter Allgemeinen Zeitung‘. Oettinger hält es auch für möglich, dass das Land das Schloss kauft: ‚Wenn das Haus Baden nach eingehender Prüfung zu einem dauerhaften Erhalt, Unterhalt und zur Sanierung von Salem nicht in der Lage sein sollte, würde ich dem Landtag raten, zu handeln. Ob das Land dann Salem übernehmen oder ob es in eine Stiftung eingehen sollte, ist derzeit nicht abzusehen.‘ Ziel der Landesregierung sei es, das ‚Kulturgut Salem‘ zu erhalten.“

www.pr-inside.com: „«Das Haus Baden wird keine Sanierung mehr durchführen» – Diskussion über Zukunft von Schloss Salem – Prinz Bernhard droht dem Land mit dem Verkauf“
„Mit viel Kraft öffnet Bernhard Prinz von Baden eine schwere Holztür in einen gesperrten Innenhof von Schloss Salem am Bodensee. Der Adelige zeigt auf eine Außenwand, an der sich der Putz löst und sagt: «Dieser Bereich müsste saniert werden.» Doch daraus wird erst einmal nichts. «Das Haus Baden wird keine Sanierung mehr durchführen», erklärt Prinz Bernhard mit fester Stimme. Er erhöht damit im Streit um die Rettung des ehemaligen Zisterzienserklosters den Druck auf das Land Baden-Württemberg. Der 37-Jährige sieht sich und seine Familie nicht mehr in der Lage, die Anlage im barocken Stil mit dem drittgrößten Münster in Baden-Württemberg auf Dauer zu erhalten. Ende des Jahres läuft ein Stillhalteabkommen über gestundete Kredite in Höhe von 30 Millionen Euro mit den Banken aus. Bis dahin will er Klarheit über die Zukunft der Anlage, die jedes Jahr von 130.000 Besuchern besichtigt wird. Dem Land droht der Adelige mit dem Verkauf an private Investoren. Ein Wertgutachten wird zurzeit erarbeitet und soll im November vorliegen. Wenn man die Faktenlage sehe, sei man einem Verkauf näher als bei einer anderen Lösung.“

www.pr-inside.com: „Infobox: Schloss Salem“
„Die Anfänge der Schlossanlage Salem liegen im Mittelalter: 1134 wurde ein Zisterzienserkloster gegründet. Die heutige Anlage im barocken Stil ging im Jahr 1802 in den Besitz des Hauses Baden über. Im Jahr 1804 fand die endgültige Auflösung des Konvents statt. Der Name Salem wird auch immer mit dem gleichnamigen Internat am Bodensee verbunden. Es wurde im Jahr 1920 von Prinz Max von Baden und Kurt Hahn gegründet. Das Internat ist im ehemaligen Klosterkonvent und Teilen des klösterlichen Wirtschaftsgebäudes untergebracht.“

ka-city.de: „Oettinger schließt Kauf Salems nicht aus – Der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, den Immobilienwert der Schlossanlage Salem am Bodensee zu ermitteln und einen Kauf des Schlosses nicht ausgeschlossen.“
„Oettinger hält es auch für möglich, dass das Land das Schloss kauft: ‚Wenn das Haus Baden nach eingehender Prüfung zu einem dauerhaften Erhalt, Unterhalt und zur Sanierung von Salem nicht in der Lage sein sollte, würde ich dem Landtag raten zu handeln. Ob das Land dann Salem übernehmen oder ob es in eine Stiftung eingehen sollte, ist derzeit nicht abzusehen.‘ Ziel der Landesregierung sei es, das ‚Kulturgut Salem‘ zu erhalten. ‚Sollte der Streit über die Kulturgüter vor Gericht gehen, dürfte über die künftige Nutzung Salems nicht erst nach Jahren entschieden werden, wenn die Rechtsstreitigkeiten über mehrere Instanzen geklärt wären‘, sagte Oettinger.“

bw-heute: „Oettinger schließt Kauf Salems nicht aus“
„Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, den Immobilienwert der Schlossanlage Salem am Bodensee zu ermitteln und einen Kauf des Schlosses nicht ausgeschlossen. «Es muss dringend geklärt werden, welche denkmalgerechte Nutzung für Salem möglich ist, welche Flächen leer stehen, was umgebaut und gewinnbringend genutzt werden könnte», sagte Oettinger Journalisten der ‚Frankfurter Allgemeinen Zeitung‘.“

24.10.2007

BNN: „Oettinger will Salem abkoppeln – Kulturgüterstreit: Auseinandersetzung vor Gericht wird wahrscheinlicher / Kritik von SPD“
„Sollten sich im kommenden Jahr die Gerichte mit den Eigentumsverhältnissen um die badischen Kulturgüter befassen müssen, will Ministerpräsident Günther Oettinger die Frage der wirtschaftlichen Sicherung von Schloss Salem vom Kulturgüterstreit abkoppeln. ‚Wir werden mit unseren politischen und rechtlichen Möglichkeiten alles tun, damit das Kulturerbe Salem erhalten bleibt und einer sinnvollen Nutzung und Sanierung zugeführt wird‘, erklärte der Regierungschef. Nicht ausgeschlossen sei ein Kauf Salems. Welche Haushaltsmittel dafür eventuell aufgewendet werden müssen, könne noch nicht beziffert werden. Zuvor müsse in jedem Fall der Wert der Liegenschaft am Bodensee ermittelt werden, sagte Oettinger.“

Süddeutsche Zeitung: „Abgespaltene Kunstschätze – Kauft das Land Baden-Württemberg Schloss Salem?“
„Bernhard Prinz von Baden sagt, es gebe eigentlich nichts Neues. Aber manchmal ergibt sich auch eine neue Situation, gerade weil sich nichts verändert. Bernhard von Baden führt die Geschäfte des ehemaligen Adelshauses, zu dessen Besitztümern viele Schlösser und ein Weingut gehören. Das hört sich nach viel an, das Haus Baden ist aber ziemlich klamm. Ende des Jahres laufen Kreditlinien über 30 Millionen Euro aus, die das Haus Baden für die Sanierung von Schloss Salem brauchte. Wenn sich bis dahin nichts verändert an der derzeitigen Situation, will Bernhard Prinz von Baden das Schloss Salem verkaufen, ein Kulturensemble mit Dom, das auch das gleichnamige Internat beherbergt. Eine Immobilienfirma erstellt derzeit ein Wertgutachten. Noch sei man aber auch an einer einvernehmlichen Einigung mit dem Lande interessiert, sagt Bernhard von Baden. Dafür bleibe aber nicht mehr viel Zeit.“

Stuttgarter Zeitung: „Oettinger sucht für Salem eine ‚sinnvolle Nutzung‘ – Wer kauft das Schloss? Der Eiertanz um das badische Erbe – Landesregierung will Kulturerbe erhalten – SPD-Landtagsfraktion plädiert für eine große Stiftungslösung“
„Die Landesregierung ist nach den Worten von Ministerpräsident Günther Oettinger bestrebt, ‚möglichst wenig Geld‘ für die Schlossanlage Salem auszugeben. Ziel sei aber, das Kulturerbe zu erhalten.“

Stuttgarter Zeitung: „Verknotet – Eine Debatte und kein Ende“
„Selten hat man die Landesregierung so ratlos gesehen wie in dem nun seit einem Jahr öffentlich ausgefochtenen Händel um Salem. Ursprünglich hatte Regierungschef Günther Oettinger zwei Ziele verfolgt: das Gebäudeensemble sollte dauerhaft, aber für das Land kostenneutral gesichert werden. Zugleich wollte er wohl auch unschöne Schlagzeilen vermeiden, die dann entstünden, wenn die Markgrafenfamilie, deren Name auf das demokratische und republikanische Bundesland übergegangen ist, wirtschaftlich gegen die Wand führe. Leider krankte Oettingers Projekt daran, dass zu dessen Finanzierung badische Kulturgüter im Wert von 70 Millionen Euro an den Meistbietenden verschleudert werden sollten. Mit diesem Ausverkauf drangen Landesregierung und Adelshaus aber erfreulicherweise nicht durch. Aber wie geht es nun weiter? Der Ministerpräsident sagt, er wolle Salem einer sinnvollen Nutzung zuführen. Das kann vieles bedeuten, schließt aber wohl doch ein, dass zumindest die kulturgeschichtlich bedeutsamen Teile der Anlage öffentlich zugänglich bleiben. Dieses Ansinnen ist zu unterstützen.“

Stuttgarter Nachrichten: „Land will Salem notfalls kaufen“
„Ministerpräsident Oettinger schließt einen Kauf der finanziell angeschlagenen Schlossanlage Salem nicht mehr aus. ‚Wir wollen aber möglichst wenig Geld in die Hand nehmen‘, sagte der CDU-Politiker am Dienstag. Auf einen konkreten Betrag des Landes wollte er sich nicht festlegen. Zuerst werde man das Gutachten der Expertengruppe abwarten, die seit Monaten im sogenannten Handschriftenstreit die Besitzverhältnisse der Kulturgüter prüft. Darüber hinaus müsse der Immobilienwert der Anlage ermittelt werden. Oettinger regte an, im Fall eines gerichtlichen Streits um die Handschriften ‚die Frage Salem abzukoppeln‘.“

Stuttgarter Nachrichten: „Schatztruhe, Bühne, Herz einer Region: Salem ist mehr als das Schloss der Badener – Adelshaus sucht nach besserer wirtschaftlicher Nutzung des ehemaligen Klosters“
„Die ehemalige Reichsabtei zieht noch heute die Menschen in ihren Bann: 130 000 Besucher kommen jährlich nach Salem. Doch die öffentliche Nutzung ist in Gefahr: Das Haus Baden denkt daran, die Anlage zu verkaufen.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Stuttgart – Ohne Patentrezept“
„Der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) hat mit seinen Kauf-Äußerungen, bezogen auf Schloss Salem, Kritik von den Sozialdemokraten geerntet. ‚Wenn Oettinger die Kaufoption als allerletzte Möglichkeit schon im Voraus ins Spiel bringt, liefert er die Landeskasse dem Zugriff des Hauses Baden aus‘, sagte der finanzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Nils Schmid. Ein Patentrezept für die verfahrene Situation um die historische Immobilie hat freilich auch die SPD nicht zu bieten. Man habe nun eine Parlamentarische Initiative gestartet, in der eine umfassende Prüfung der Wirtschafts- und Vermögensverhältnisse des Hauses Baden verlangt wird, hieß es weiter in einer Mitteilung.“

Berliner Zeitung: „Oettinger erwartet Kauf von Schloss Salem – Haus Baden droht mit Veräußerung an Investor“
„Der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger will die Schlossanlage Salem erhalten und schließt daher nicht aus, dass das Land die Immobilie kauft. Das Haus Baden, der derzeitige Besitzer, sieht sich nicht mehr in der Lage, das frühere Zisterzienserkloster zu unterhalten und hatte mit dem Verkauf an einen privaten Investor gedroht. Das Schloss wird seit 1920 als Internat genutzt. Zu den prominenten Absolventen gehörten der Schriftsteller Golo Mann und Prinz Philip, der Duke of Edinburgh. Man werde alles tun, damit Salem erhalten bleibe, sagte Oettinger gestern. Zuvor hatte er in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gefordert, dass der Wert der barocken Anlage ermittelt werden müsse. Sollte das Haus Baden nach eingehender Prüfung zu einem dauerhaften Erhalt, Unterhalt und zur Sanierung von Salem nicht in der Lage sein, würde er dem Landtag raten zu handeln, sagte der CDU-Politiker. Ob das Land dann die Anlage übernehmen oder ob es in eine Stiftung eingehen solle, sei derzeit nicht abzusehen.“

südwest-aktiv: „Land will Schloss Salem erhalten – Oettinger: Wir sehen uns in der Pflicht – Gutachter sollen ohne Zeitdruck arbeiten – Die Regierung, versichert der Ministerpräsident, sieht sich verpflichtet, Schloss Salem zu erhalten. Es bleibe aber abzuklären, was das Engagement das Land koste.“
„Bernhard Prinz von Baden drücken, wie er sagt, über die Jahre aufgelaufene 30 Millionen Euro Schloss-Sanierungsschulden. Da die Banken nicht länger warten wollten, würden die Schulden ab 2008 fällig. Die Forderung des Adligen: Ganz schnell müsse vom Land entschieden werden, wie es mit seinem Schloss Salem weitergehe, sonst müsse es verkauft werden. Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) hat gestern unterstrichen: ‚Wir werden mit Sicherheit unsere Verpflichtung gegenüber Schloss Salem wahrnehmen.‘ Das Kulturerbe müsse ‚mit einer sinnvollen Nutzung‘ erhalten bleiben.“

Pressehaus Heidenheim: „Land will Schloss Salem erhalten – Oettinger: Wir sehen uns in der Pflicht – Gutachter sollen ohne Zeitdruck arbeiten – Die Regierung, versichert der Ministerpräsident, sieht sich verpflichtet, Schloss Salem zu erhalten. Es bleibe aber abzuklären, was das Engagement das Land koste.“

Bietigheimer Zeitung: „Land will Schloss Salem erhalten“

freiepresse.de: „Oettinger schließt Kauf Salems nicht aus – «Es muss dringend geklärt werden, welche denkmalgerechte Nutzung möglich ist»“
„Der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, den Immobilienwert der Schlossanlage Salem am Bodensee zu ermitteln und einen Kauf des Schlosses nicht ausgeschlossen. «Es muss dringend geklärt werden, welche denkmalgerechte Nutzung für Salem möglich ist, welche Flächen leer stehen, was umgebaut und gewinnbringend genutzt werden könnte», sagte Oettinger der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Dienstagsausgabe). Oettinger hält es auch für möglich, dass das Land das Schloss kauft: «Wenn das Haus Baden nach eingehender Prüfung zu einem dauerhaften Erhalt, Unterhalt und zur Sanierung von Salem nicht in der Lage sein sollte, würde ich dem Landtag raten zu handeln.“

Mannheimer Morgen: Oettinger: „Land sichert Erhalt des Schlosses Salem – Ministerpräsident schließt Kauf nicht aus / Kritik von der Opposition“
„Der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) schließt einen Kauf des Schlosses Salem durch das Land nicht aus. ‚Wir werden mit unseren politischen und rechtlichen Möglichkeiten alles tun, damit das Kulturerbe Salem als Gebäude, Liegenschaft und Denkmal erhalten bleibt‘, sagte Oettinger gestern in Stuttgart nach einer Sitzung des CDU/FDP-Kabinetts. Sollte sich der Streit mit dem Haus Baden über die Frage, wem die badischen Kunstschätze gehören, nicht einvernehmlich klären lassen, müsse über Salem separat entschieden werden. ‚Wir werden unsere Verpflichtung für Salem wahrnehmen‘, ergänzte der Regierungschef. Wie viel Geld er bereit sei, dafür aufzuwenden, sagte Oettinger nicht. Das hänge auch von einer Bewertung der Schlossanlage am Bodensee und den Nutzungsmöglichkeiten ab.“

25.10.2007

Archivalia: „Salemer Kulturgüter“

26.10.2007

swr.de: „FDP will Kulturgüter für Schloss Salem verkaufen“
„Zur Rettung des Schlosses Salem am Bodensee will die Südwest-FDP eine Stiftung gründen und andere Kulturgüter verkaufen. Vorhandene Sammlungen müssten nach Werken durchsucht werden, die keinen Bezug zum Land haben und sich ohne Schaden verkaufen ließen, sagte Landeschefin Birgit Homburger. Nach Verkaufbarem möchte Homburger in erster Linie in den badischen Kulturgütern fahnden, deren Besitz derzeit zwischen dem Land und dem Haus Baden umstritten ist. Mit Einnahmen aus solchen Verkäufen, Geldern von privaten Spendern und Sponsoren aus der Wirtschaft, Landesmitteln und einem Beitrag des Adelshauses Baden solle eine Stiftung gegründet werden. Diese sei aus FDP-Sicht am besten geeignet, das Schloss und die Klosteranlage langfristig für die Öffentlichkeit zu erhalten.“

SPD-Landtagsfraktion Baden-Württemberg: „Schloss Salem: SPD kritisiert Verkaufsvorstoß der FDP“
„Die SPD-Landtagsfraktion kritisiert den heutigen Vorschlag der FDP, Kulturgüter des Landes zu verkaufen, um Schloss Salem zu ‚retten‘ und Altschulden des Adelshauses Baden zu tilgen. ‚Die FDP hat offensichtlich nichts dazugelernt‘, so der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Nils Schmid. Schmid weiter: ‚Die Vorstellung, Millionensummen durch den Verkauf von vermeintlich weniger wichtigen Kulturgütern zu erzielen, ist völlig unrealistisch. Oder will die FDP etwa Picassos aus der Staatsgalerie versteigern?‘“

südwest-aktiv: „FDP will Kulturgüter für Schloss Salem verkaufen – Stiftungslösung“
„Zur Rettung des Schlosses Salem am Bodensee will die Südwest-FDP andere Kulturgüter verkaufen. Vorhandene Sammlungen müssten nach Werken durchsucht werden, die keinen Bezug zum Land haben und sich ohne Schaden verkaufen ließen, sagte FDP- Landeschefin Birgit Homburger am Freitag in Stuttgart. Solche Werke gebe es in vielen Sammlungen des Landes. Der Erlös könne dann in eine Stiftung fließen, mit der das Kulturgut Schloss Salem langfristig für die Öffentlichkeit erhalten werden solle.“

Archivalia: „Flash-Präsentation auf Salem.de“

27.10.2007

FAZ: „FDP fordert Stiftung für Salem“
„Die baden-württembergische FDP hat sich dafür ausgesprochen, die Schlossanlage Salem in eine Stiftung zu überführen und zur Finanzierung der Stiftungsgründung Kulturgüter zu verkaufen. ‚Die Gründung einer Stitung wäre die zukunftsträchtigste Lösung‘, sagte die Landesvorsitzende Birgit Homburger. Alle Sammlungen müssten dafür auf verkaufbare Objekte geprüft werden. Die FDP möchte es vermeiden, Salem in die staatliche Schlösserverwaltung auzunehmen, um künftige Belastungen des Landeshaushaltes zu verhindern.“

swr.de: „FDP beschließt Vorschlag zur Rettung von Schloss“
„An der Rettung von Schloss Salem am Bodensee müssen sich nach Ansicht der FDP das Land und das Haus Baden gleichermaßen beteiligen. Das hat ein kleiner FDP-Parteitag in Salem (Bodenseekreis) entschieden. Zu dem Vorschlag gibt es bereits kritische Stimmen. Einem entsprechenden Antrag des Landesvorstands stimmten die 100 Delegierten mit großer Mehrheit zu, wie die Landesvorsitzende Birgit Homburger sagte. Das Adelshaus hat wegen Finanzproblemen mit dem Verkauf der Anlage des ehemaligen Zisterzienserklosters gedroht.“

FDP Baden-Württemberg: „FDP Baden-Württemberg stellt Konzept zur Erhaltung von Schloss Salem vor“
„Die FDP Baden-Württemberg hat am Samstag Nachmittag auf ihrem ‚kleinen Parteitag‘ in Salem einen Vorschlag zur Zukunft und dem Erhalt der Schlossanlage Salem gemacht. Die FDP will eine Stiftungslösung, in die die Gemeinde, der Landkreis und das Land Baden-Württemberg neben dem Haus Baden Gelder einzahlen. Allerdings sei zum tilgen der Altschulden ein Betrag von 30 Millionen Euro notwendig, so der Landesjustizminister Ulrich Goll, der den Antrag des Landesvorstandes auf dem Landeshauptausschuss einbrachte.“

FDP Baden-Württemberg (Blog): „FDP Baden-Württemberg stellt Konzept zur Erhaltung von Schloss Salem vor“
„Der zweite Beratungspunkt auf dem Landeshauptausschuss der FDP-Baden-Württemberg am Samstag Nachmittag betraf ein landespolitisch heißes Thema: Die Zukunft und der Erhalt der Schlossanlage Salem. Die FDP will eine Stiftungslösung, in die die Gemeinde, der Landkreis und das Land Baden-Württemberg neben dem Haus Baden Gelder einzahlen.“

BNN: „FDP: Verkauf von Kulturgütern denkbar“
„Zur Sicherung des Schlosses Salem macht sich die FDP für einen Verkauf von Kulturgütern stark, die keinen Bezug zum Land haben. Zugleich sprechen sich die Liberalen dafür aus, dass Sponsoren aus der Wirtschaft Kunstwerke erwerben können, wenn sie diese einer künftigen Stiftung zur Verfügung stellen (Siehe Kommentar und Zeitgeschehen.)“

BNN: „Was gehört zum Erbe des Südwestens? – Schloss Salem: FDP erwägt Verkauf von Kulturgütern ohne Bezug zum Land“
„Wenn sich heute die Landes-Liberalen zum kleinen Parteitag auf Schloss Salem am Bodensee treffen, wird Brisantes diskutiert: Um den Kulturgüterstreit zu beenden und das gewaltig große Schloss zu erhalten, will die FDP prüfen, ob – unbeschadet der nach wie vor arbeitenden Expertenkommission – nicht doch einzelne Werke oder Gegenstände verkauft werden können. ‚Sämtliche vorhandenen Sammlungen sollen darauf hin gesichtet werden, ob sie Werke oder Gegenstände enthalten, die keinerlei Bezug zum Land aufweisen und sich aus der jeweiligen Sammlung herauslösen lassen, ohne die Ziele der Sammlung oder die Sammlung in ihrer Substanz zu beeinträchtigen‘, heißt es dazu in einem Antrag des Landesvorstands. ‚In diesen Fällen sind angemessene Formen der Verwertung zu prüfen‘, so der weitere Wortlaut. Daneben wollen die Liberalen ‚Sponsoren aus der Wirtschaft‘ den Erwerb von Kulturgütern möglich machen, sofern diese bereit sind, die Gegenstände einer noch zu schaffenden Stiftung zum Erhalt des Schlosses Salem dauerhaft zur Verfügung zu stellen.“

BNN: „Unausgegorene Ideen“
„Man muss sich wundern: Mit ihrem Ansinnen, Kulturgegenstände ohne Bezug zum Land zu sichten und gegebenenfalls zu verkaufen, bereitet die Landes-FDP eine Neuauflage des Proteststurms aus der Anfangsphase des Kulturgüterstreits vor. Alle sind sich einig, dass das Schloss in Salem trotz der angespannten Finanzlage des Hauses Baden als bedeutende Stätte der Südwest-Historie auch in Zukunft zugänglich sein muss. Genauso klar aber sollte zwischenzeitlich auch sein, dass nicht ein historisches Zeugnis gegen das andere ausgespielt werden darf. Erst recht nicht, wenn der Teufel wie hier im Detail steckt: Was ist von einem Landesbezug zu halten, der allein die heutigen wenigen Jahrzehnte alten Staatsgrenzen meint? Unschwer wird sich nachweisen lassen, dass sämtliche Kulturgüter in den Sammlungen des Landes als Bestandteile historisch gewachsener Kollektionen eine Bedeutung für den Südwesten haben.“

swr.de: „FDP tagt zu Kulturpolitik und Schloss Salem“
„Die baden-württembergische FDP befasst sich heute auf einem Kleinen Parteitag in Salem (Bodenseekreis) unter anderem mit dem Vorschlag, das Schloss Salem zu retten, indem andere Kulturgüter verkauft werden. Der Chef der Badischen Landesbibliothek sieht diese Idee kritisch. Zur Rettung des Schlosses Salem am Bodensee, einer ehemaligen Klosteranlage, will die Südwest-FDP eine Stiftung gründen und andere Kulturgüter verkaufen. Vorhandene Sammlungen müssten nach Werken durchsucht werden, die keinen Bezug zum Land haben und sich ohne Schaden verkaufen ließen, sagte Landeschefin Birgit Homburger. Nach Verkaufbarem möchte Homburger in erster Linie in den badischen Kulturgütern fahnden, deren Besitz derzeit zwischen dem Land und dem Haus Baden umstritten ist. Mit Einnahmen aus solchen Verkäufen, Geldern von privaten Spendern und Sponsoren aus der Wirtschaft, Landesmitteln und einem Beitrag des Adelshauses Baden solle eine Stiftung gegründet werden. Diese sei aus FDP-Sicht am besten geeignet, das Schloss und die Klosteranlage langfristig für die Öffentlichkeit zu erhalten. Die rund 100 Delegierten sollen heute über diesen Vorschlag abstimmen.“

dpa: „Chef der Landesbibliothek über neue Kulturgüterdiskussion besorgt (Zusammenfassung 0345)“
„Der Chef der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe, Peter Michael Ehrle, ist über die neue Diskussion zum Verkauf von Kulturgütern des Landes besorgt. ‚Einzelne Kulturgüter lassen sich nicht ohne weiteres aus Landessammlungen herauslösen. Schließlich weisen alle Sammlungen einen Bezug zum Land auf‘, sagte Ehrle in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Er nahm damit zu Plänen der Südwest-FDP Stellung, die zur Rettung des Schlosses Salem am Bodensee Kulturgüter verkaufen will, die keinen Bezug zum Land haben.“

Stuttgarter Zeitung online: „Schloss Salem – Oettinger will weiter abwarten – Vorschläge eines kleinen Parteitags der FDP lehnt der Ministerpräsident ab“
„In der Diskussion um die Rettung des Schlosses Salem am Bodensee hat Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) die Pläne seines Koalitionspartners FDP zum jetzigen Zeitpunkt abgelehnt. Für konkrete Vorschläge sei es zu früh, sagte Oettinger am Rande des Parteitags des CDU-Bezirksverbandes Südbaden am Samstag in Konstanz der Deutschen Presse-Agentur dpa. FDP- Landeschefin Birgit Homburger hat vorgeschlagen, Kulturgüter, die keinen Bezug zum Land haben, zu verkaufen. Die Erlöse sollten in eine Stiftung fließen, die den Bestand der ehemaligen Klosteranlage in Salem sichert. Ein entsprechender Antrag lag den rund 100 Delegierten am Samstag in Salem (Bodenseekreis) bei einem kleinen Parteitag vor. Das Haus Baden hat wegen Finanzproblemen mit dem Verkauf von Schloss Salem gedroht. Nach Oettingers Ansicht muss das Land zunächst die zwei in Auftrag gegebenen Gutachten abwarten. Diese sollen die strittigen Eigentumsverhältnisse zwischen dem Land und dem Adelshaus Baden klären. Bis dahin solle sich die FDP zurück halten, empfahl der Regierungschef.“

Stuttgarter Zeitung: „Landes-FDP denkt an den Verkauf von Kulturgütern – Parteichefin Homburger strebt Stiftung zum Erhalt der Schlossanlage Salem an – Museen sollten Sammlungen durchforsten“
„Um das Schloss Salem zu retten, schlägt die Landes-FDP unter anderem den Verkauf anderer Kulturgüter aus den Sammlungen des Landes vor. Das Geld soll in eine breit finanzierte Stiftung fließen, die auch privates Kapital einbezieht.“

Stuttgarter Zeitung: „Geistesblitz – Picasso für Salem?“
„Was wäre die Landespolitik ohne die FDP? Ganz sicher ein gutes Stück ärmer. Nachdem sich die Landesregierung im vergangenen Jahr mit dem geplanten Verkauf von mittelalterlichen Handschriften und frühneuzeitlichen Druckwerken ein weltweites, wenn auch – sehr vorsichtig formuliert – überaus kühles Publikum erarbeitet hat, legt die FDP jetzt nach und plädiert dafür, überflüssige Kunst aus den verstaubten Magazinen der Museen im Land auf den Markt zu werfen. Das alles für eine gute Sache – Salem. Ach, Ihr wackeren, furchtlosen Liberalen!“

Stuttgarter Nachrichten: „FDP will für Salem Kunst verkaufen – Parteichefin Homburger: Stiftung soll Schloss der Badener übernehmen“
„Zur Rettung von Schloss Salem schlägt die Südwest-FDP die Gründung einer Stiftung vor. Das Geld dafür soll vorrangig aus dem Verkauf von alten Kunstwerken stammen, die keinen Bezug zum Land haben, erklärte am Freitag die FDP-Landeschefin Birgit Homburger.“

südwest-aktiv: „Südwest-FDP berät über Kulturpolitik – Rettungsplan für Salem“
„Zu einer Debatte über Kulturpolitik ist die baden-württembergische FDP am Samstag in Salem (Bodenseekreis) zusammengekommen. Bei einem kleinen Parteitag wollen die rund 100 Delegierten auch über einen Antrag des Landesvorstands zur Rettung von Schloss Salem abstimmen. Die FDP-Landesvorsitzende Birgit Homburger hat vorgeschlagen, andere Kulturgüter zu verkaufen, die keinen Bezug zum Land haben.“

südwest-aktiv: „FDP: Für Salem auch Kunstwerke verkaufen – SCHLOSS / Homburger will Optionen prüfen“
„Um Schloss Salem für die Öffentlichkeit zu retten, denkt der Koalitionspartner FDP auch an den Verkauf von Kunstwerken aus den Sammlungen des Landes. Die Liberalen trauen sich was. Obgleich sie wissen, wie sehr man sich die Finger an diesem heißen Eisen verbrennen kann, fassen sie es an: Auch Erlöse aus dem Verkauf von Kunstwerken aus Sammlungen des Landes könnten zur finanziellen Sicherung der gefährdeten Klosteranlage Schloss Salem herangezogen werden. Die FDP-Landesvorsitzende Birgit Homburger erläuterte gestern den entsprechenden Antrag, der auf dem heutigen kleinen Parteitag, den die FDP in Schloss Salem abhalten wird, beschlossen werden soll.“

FDP Kreisverband Rems-Murr: „FDP Baden-Württemberg stellt Konzept zur Erhaltung von Schloss Salem vor“
„Die FDP Baden-Württemberg hat am Samstag, den 27. Oktober 2007 auf ihrem ‚kleinen Parteitag‘ in Salem am Bodensee einen Vorschlag zur Zukunft und dem Erhalt der Schlossanlage Salem gemacht. Unter den Delegierten waren aus dem Kreisverband auch Jörg Brehmer, Prof. Dr. Ulrich Goll und Ulrich Theurer. Die FDP will eine Stiftungslösung, in die die Gemeinde, der Landkreis und das Land Baden-Württemberg neben dem Haus Baden Gelder einzahlen. Allerdings sei zum tilgen der Altschulden ein Betrag von 30 Millionen Euro notwendig, so der Landesjustizminister Ulrich Goll, der den Antrag des Landesvorstandes auf dem Landeshauptausschuss einbrachte. Das Stiftungskapital müsse cirka 40 Millionen Euro betragen, um die jährlich anfallenden Instandhaltungskosten der weitläufigen Kloster- und Schlossanlage (etwa 1,5 Millionen Euro) aufbringen zu können.“

FDP Kreisverband Rems-Murr: „Beschluss des Landeshauptausschusses der FDP Baden-Württemberg am 27. Oktober 2007 in Salem – Beendigung des Kulturgüterstreits und Erhalt von Schloss Salem“
„Es entspricht der Tradition unseres Landes und ist das Ziel liberaler Politik, das baden-württembergische Kulturerbe langfristig zu bewahren. Für die FDP/DVP ist es zweitrangig, ob die Finanzierung durch öffentliche oder private Mittel erfolgt. Wir setzen bei dem Erhalt der Kulturgüter auch auf das gesellschaftliche Engagement von Bürgerinnen und Bürgern und Unternehmen und den Einsatz von privaten Stiftungen. Die Aussage des Grundgesetzes ‚Eigentum verpflichtet‘ hat sich gerade auf dem Gebiet der Kultur vielfach bewährt. Wir Liberale wollen, dass diese Eigenverpflichtung für alle Akteure, Staat, Stiftungen oder private Eigentümer auch in Zukunft ihren hohen Wert behält.“

Pressehaus Heidenheim: „FDP: Für Salem auch Kunstwerke verkaufen – SCHLOSS / Homburger will Optionen prüfen“
„Um Schloss Salem für die Öffentlichkeit zu retten, denkt der Koalitionspartner FDP auch an den Verkauf von Kunstwerken aus den Sammlungen des Landes.“

südwest-aktiv: „Chef der Landesbibliothek über neue Kulturgüterdiskussion besorgt“
„Der Chef der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe, Peter Michael Ehrle, ist über die neue Diskussion zum Verkauf von Kulturgütern des Landes besorgt. «Einzelne Kulturgüter lassen sich nicht ohne weiteres aus Landessammlungen herauslösen. Schließlich weisen alle Sammlungen einen Bezug zum Land auf», sagte Ehrle in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.“

28.10.2007

Archivalia: „FDP will für Salem Kulturgüter verscherbeln“

Archivalia: „Raffelt in der ZfBB über das Buch zum Karlsruher Kulturgüterstreit“

Stuttgarter Zeitung: „Prinz in Geldnot – Für Salem ist es ‚5 vor 12‘ – Poker zwischen Land und Haus Baden“
„Das weltbekannte Elite-Internat in Schloss Salem am Bodensee bekommt womöglich neue Nachbarn. Denn der Besitzer der historischen Mauern, das Adelshaus Baden, könnte das Schild ‚Zu verkaufen‘ an die Schloss-Tore hängen. Bernhard Prinz von Baden ist in Geldnot. Der Unterhalt des riesigen kulturhistorischen Ensembles hat seine Kasse überstrapaziert. 30 Millionen Euro hat die Familie in den vergangenen zwei Jahrzehnten in die Gebäude auf dem 25 Hektar großen Gelände in den Hügeln des Bodensee-Hinterlandes gesteckt. Das Geld kam von den Banken. Nun wollen die Kreditgeber die Millionen wiedersehen und nur noch bis zum Jahresende stillhalten.“

Der Sonntag: „Die 300-Millionen-Euro-Frage – Poker zwischen Land und Haus Baden“
„Ende November wird's spannend. Dann soll eine Kommission aus Juristen und Historikern mitteilen, wie sie die Eigentumsverhältnisse von Kulturgütern im Wert von 250 bis 300 Millionen Euro einschätzt. Die Fachleute prüfen derzeit, ob und welche Kunstschätze aus den ehemaligen großherzoglichen Sammlungen dem Adelshaus Baden und welche dem Land Baden-Württemberg gehören. Manches deutet darauf hin, dass der Abschlussbericht für die Nachkommen der Großherzöge eher unbefriedigend ausfällt. Sollte die Kommission tatsächlich zu dem Schluss kommen, dass viele der fraglichen Kunstschätze – anders als bislang angenommen – Eigentum des Landes sind, könnte der Streit vor Gericht seine Fortsetzung finden. Ein langer Weg durch die Instanzen dürfte die Folge sein.“

29.10.2007

BNN: „Kritik und Besorgnis nach FDP-Beschluss zu Salem – Parteitag für Verkauf ‚nachrangiger‘ Kunstwerke“
„Zur Rettung von Schloss Salem am Bodensee will die baden-württembergische FDP Kunstschätze verkaufen – allerdings keine Spitzenobjekte. In Betracht kämen nur Kunstwerke, die für das Land und die jeweilige Kunstsammlung ‚von nachrangiger Bedeutung‘ sind. Das hat nun ein kleiner FDP-Parteitag am Samstag in Salem entschieden. Ursprünglich hatte der FDP-Landesvorstand den 100 Delegierten vorgeschlagen, Kunstwerke zu veräußern, die ‚keinerlei Bezug zum Land‘ aufweisen. Der Vorstoß der mitregierenden Liberalen hat im Land heftige Kritik ausgelöst. Ziel des FDP-Vorschlags ist es nach Angaben von Landeschefin Birgit Homburger, Kapital für eine öffentlich-rechtliche Stiftung zugunsten von Salem zu schaffen. Dafür sollten auch private Sponsorengelder gewonnen werden. Das Kulturdenkmal müsse dauerhaft gesichert werden und weiterhin öffentlich zugänglich sein. Das Adelshaus hat wegen Finanzproblemen mit dem Verkauf gedroht.“

ka-news.de: „Rettung für Salem? – Verkauf ‚nachrangiger‘ Kunstwerke gefordert“
„An der Rettung von Schloss Salem am Bodensee (ka-news berichtete) sollen sich das Land Baden-Württemberg und das Haus Baden gleichermaßen beteiligen. Das entschied nun ein kleiner FDP-Parteitag am vergangenen Samstag in Salem. Außerdem sollen Kunstschätze ‚von nachrangiger Bedeutung‘ verkauft werden. Bei Ministerpräsident Günther Oettinger und der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe stieß der Vorschlag nicht auf Zustimmung. Dem Antrag des FDP-Landesvorstands stimmten die 100 Delegierten mit großer Mehrheit zu. Die Partei will mit Hilfe einer öffentlich-rechtlichen Stiftung das Schloss dauerhaft sichern und weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich machen. Um Stiftungskapital zu gewinnen, soll der Verkauf von Kunstschätzen aus bestehenden Sammlungen geprüft werden. Es komme jedoch nur ein Verkauf von Gütern in Betracht, die für das Land und die betreffende Sammlung ‚von nachrangiger Bedeutung‘ seien, betonte die FDP-Landesvorsitzende Birgit Homburger.“

Stuttgarter Nachrichten: „Rettungskonzept für Salem umstritten“
„In der CDU-FDP-Landesregierung gibt es offenen Streit um ein Rettungskonzept für das finanziell angeschlagene Schloss Salem. Während sich die FDP auf ihrem Parteitag am Wochenende für ein Stiftungsmodell aussprach, an dem sich das Haus Baden, das Land sowie Dritte finanziell beteiligen sollen, wies Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) den Vorstoß als ‚verfrüht‘ zurück. Die FDP-Landesvorsitzende Birgit Homburger hielt dem Regierungschef daraufhin zögerliches Handeln vor: ‚Herr Oettinger muss sich überlegen, wie lange er noch warten will. Man kann auch warten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist‘, sagte sie unserer Zeitung.“

Stuttgarter Nachrichten: „Regierung zerstritten über Rettungskonzept für Salem – FDP spricht sich für Stiftung aus, CDU lehnt Idee ab – Unterstützerkreis soll Sponsoren bringen“
„Die Rettung von Schloss Salem wird zum Wettlauf gegen die Uhr. ‚Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass eine Stiftung doch noch zustande kommt‘, sagte Bernhard Prinz von Baden am Wochenende beim FDP-Parteitag in Salem. Ein prominenter Unterstützerkreis soll helfen.“

Stuttgarter Nachrichten: „Salem, zweiter Anlauf“
„Denkmal gefällig? An alten Schlössern, Villen und Mühlen herrscht auf dem Immobilienmarkt kein Mangel. Das Land vermittelt Dutzende davon im Internet. Schloss Wachbach zum Beispiel in Bad Mergentheim ist für 1,6 Millionen Euro zu haben. Wer lieber in Schloss Krauchenwies bei Sigmaringen wohnt, muss zuvor mit dem Fürsten von Hohenzollern den Preis aushandeln. Aber Vorsicht: Fast alle Angebote laufen unter ‚renovierungsbedürftig‘. Und wenn es durchs Dach regnet, bröckelt die Kauflust potenzieller Schlossherren wie alter Putz. Dass Denkmäler totes Kapital sind, erlebt derzeit vor allem das Haus Baden: Es sieht sich mit seinem steinernen Erbe schlichtweg überfordert.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Klare Position für den Erhalt von Salem“
„Die FDP im Land bezieht Position: Schon die Ortswahl für ihren kleinen Parteitag im Salemer Schloß machte deutlich, worum es den Liberalen bei diesem Treffen in erster Linie ging. Das Dauerthema ‚Erhalt der Klosteranlage für die Öffentlichkeit‘ soll endlich zur Zufriedenheit aller vom Tisch. Dazu wurde ein Antrag des Landesvorstandes beschlossen, der großenteils die Argumente des markgräflichen Hauses aufgreift, in seiner Stoßrichtung aber vor allem darauf zielt, ‚die Klosteranlage Salem dauerhaft zu sichern und für die Öffentlichkeit zu erhalten.‘ So durfte Bernhard Prinz von Baden gleich zu Anfang ein Grußwort an die Delegierten richten, in dem er betonte, dass es nicht um die Alimentierung eines deutschen Adelshauses gehe, sondern um den Erhalt eines Kulturgutes.“

bwWoche: „Oettinger schließt Kauf von Schloss Salem nicht aus“
„Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) schließt einen Kauf von Schloss Salem nicht aus. ‚Es muss dringend geklärt werden, welche denkmalgerechte Nutzung für Salem möglich ist, welche Flächen leer stehen, was umgebaut und gewinnbringend genutzt werden könnte‘, sagte Oettinger Journalisten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.“

Archivalia: „FDP-Vorschlag zum Kulturgüterverkauf unausgegorene Idee“

Pforzheimer Zeitung: „Kunstverkauf soll Salem retten – FDP-Pläne stoßen bei Ministerpräsident Oettinger auf Widerstand – Liberalen-Chefin Homburger drückt aufs Tempo“
„Zur Rettung von Schloss Salem will die baden-württembergische FDP Kunstschätze verkaufen, allerdings keine Spitzenobjekte. In Betracht kämen nur Werke, die für das Land ‚von nachrangiger Bedeutung‘ sind. Das hat ein kleiner FDP-Parteitag am Samstag in Salem entschieden. Ursprünglich hatte der FDP-Landesvorstand den 100 Delegierten vorgeschlagen, Kunstwerke zu veräußern, die ‚keinerlei Bezug zum Land‘ aufweisen. Der Vorstoß der mitregierenden Liberalen hat im Land heftige Kritik ausgelöst. Ziel des FDP-Vorschlags ist es nach Angaben von Landeschefin Birgit Homburger, Kapital für eine öffentlich-rechtliche Stiftung zugunsten von Salem zu schaffen.“

Badische Zeitung: „Oettinger hält FDP-Pläne für verfrüht – Verkauf von Kunst für Salem“
„Um Schloss Salem zu retten, will die baden-württembergische FDP Kunstschätze verkaufen. In Betracht kämen allerdings nur Werke, die für das Land und die jeweilige Kunstsammlung ‚von nachrangiger Bedeutung‘ sind. Das hat ein kleiner FDP-Parteitag am Samstag in Salem am Bodensee entschieden. Regierungschef Günther Oettinger (CDU) kritisierte den Vorstoß des Koalitionspartners. Er sei verfrüht, sagte er der BZ beim Bezirksparteitag der CDU Südbaden in Konstanz.“

suedwest-aktiv.de: „Wirbel um FDP-Vorstoß – SALEM / Liberale wollen Kunstwerke ‚von nachrangiger Bedeutung‘ verkaufen – Homburger: Schloss schnell retten – Oettinger will auf Gutachten warten “
„Warum nicht unbedeutendere Kunstschätze verkaufen, um Salem zu retten? Dieser FDP-Vorstoß stößt auf Kritik – zumal die Eigentumsrechte noch nicht geklärt sind. Zur Rettung von Schloss Salem am Bodensee will die baden-württembergische FDP Kunstschätze verkaufen, allerdings keine Spitzenobjekte. In Betracht kämen nur Kunstwerke, die für das Land und die jeweilige Kunstsammlung ‚von nachrangiger Bedeutung‘ sind. Das hat ein kleiner FDP-Parteitag am Samstag in Salem (Bodenseekreis) entschieden. Ursprünglich hatte der FDP-Landesvorstand den Delegierten vorgeschlagen, Kunstwerke zu veräußern, die ‚keinerlei Bezug zum Land‘ aufweisen – was heftige Kritik auslöste. Mit dem Verkauf – und privaten Sponsorengeldern – soll Kapital für eine öffentlich-rechtliche Stiftung zugunsten des Schlosses aufgebracht werden, erklärte Landeschefin Birgit Homburger.“

suedwest-aktiv.de: „Hintergrund: Der teure Erhalt des Schlosses“
„Seit 2006 streiten das Haus Baden und das Land Baden-Württemberg über ein Zukunftskonzept für Schloss Salem am Bodensee. Hier einige der Kernpunkte. Das Haus Baden sieht sich eigenen Angaben nach außerstande, das ehemalige Zisterzienserkloster aus dem 12. Jahrhundert weiter zu unterhalten. Der Generalbevollmächtigte des Hauses, Bernhard Prinz von Baden (37), sagt, er könne das Ensemble nicht länger aus eigener Kraft finanzieren. Das Land dagegen will sparen und möglichst keine öffentlichen Mittel einsetzen.“

Mannheimer Morgen: „Südwest-FDP will Kunst verkaufen“
„Zur Rettung von Schloss Salem am Bodensee will die baden-württembergische FDP Kunstschätze verkaufen. In Betracht kämen allerdings nur Kunstwerke, die für das Land und die jeweilige Kunstsammlung ‚von nachrangiger Bedeutung‘ sind. Der Vorstoß der mitregierenden Liberalen hat im Land heftige Kritik ausgelöst. Das Adelshaus Baden hat wegen Finanzproblemen mit dem Verkauf des Kulturdenkmals – das Schloss war ehemals ein Kloster – gedroht, das jährlich 130 000 Besucher anzieht.“

Schwäbische Zeitung online: „Prinz Bernhard freut sich über Interesse der Politiker“
„Bernhard Prinz von Baden hat die baden-württembergische Landesregierung zum schnellen Handeln aufgerufen. Ohne die Unterstützung der Politik werde die Schlossanlage Salem in seiner jetzigen Form nicht überleben, sagte er beim kleinen Parteitag der Südwest-FDP in Salem.“

FDP Baden-Württemberg (Blog): „Schloss Salem: Oettinger sagt nein“
„Auf den Vorschlag der FDP zum Erhalt von Schloss Salem schreiben die Stuttgarter Nachrichten:
In der Diskussion um die Rettung des Schlosses Salem am Bodensee hat Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) die Pläne seines Koalitionspartners FDP zum jetzigen Zeitpunkt abgelehnt. Für konkrete Vorschläge sei es zu früh, sagte Oettinger am Rande des Parteitags des CDU-Bezirksverbandes Südbaden am Samstag in Konstanz der Deutschen Presse-Agentur dpa. FDP- Landeschefin Birgit Homburger hat vorgeschlagen, Kulturgüter, die keinen Bezug zum Land haben, zu verkaufen. Die Erlöse sollten in eine Stiftung fließen, die den Bestand der ehemaligen Klosteranlage in Salem sichert.“

FDP (Bundespartei): „FDP Baden-Württemberg stellt Konzept zur Erhaltung von Schloss Salem vor“
„Die FDP Baden-Württemberg hat am Samstag auf ihrem ‚kleinen Parteitag‘ in Salem einen Vorschlag zur Zukunft und dem Erhalt der Schlossanlage Salem gemacht. Die FDP will eine Stiftungslösung, in die die Gemeinde, der Landkreis und das Land Baden-Württemberg neben dem Haus Baden Gelder einzahlen. Allerdings sei zum tilgen der Altschulden ein Betrag von 30 Millionen Euro notwendig, so der Landesjustizminister Ulrich GOLL, der den Antrag des Landesvorstandes auf dem Landeshauptausschuss einbrachte. Das Stiftungskapital müsse circa 40 Millionen Euro betragen, um die jährlich anfallenden Instandhaltungskosten der weitläufigen Kloster- und Schlossanlage aufbringen zu können. Um die Finanzierung der Stiftung sicherzustellen, müsse man auch Vermögenswerte des Hauses Baden verwerten, sagte Goll.“

30.10.2007

ka-news.de: „Grüne zu Schloss Salem – Kulturpolitischen Amoklauf der FDP stoppen“
„Die Auseinandersetzung um die Finanzierung eines eventuellen Erwerbs von Schloss Salem (ka-news berichtete), dem Wohnsitz des Adelshauses Baden, nimmt an Schärfe zu. Nachdem sich Teile der Landes-FDP für einen Verkauf von Kunstwerken ausgesprochen hatte (ka-news berichtete), reagieren nun die Grünen in Baden-Württemberg empört. Der kulturpolitische Sprecher der Fraktion der Grünen, Jürgen Walter, forderte Ministerpräsident Oettinger und Finanzminister Stratthaus auf, endlich den Landtag umfassend zu Schloss Salem zu informieren. Ein Jahr lang habe die Landesregierung jetzt Zeit gehabt, die Fakten zu Salem offenzulegen. ‚Es ist bekanntlich eine Selbstverständlichkeit, dass ein für Baden-Württemberg so bedeutendes Kulturdenkmal wie Schloss Salem vom Land nicht tatenlos seinem Schicksal überlassen wird, aber wenn es Ministerpräsident Oettinger ernst meint, dann muss er sich nach über einjährigem Schweigen endlich gegenüber den zuständigen Gremien äußern‘, so Walter.“

ka-news.de: „Karlsruher Liberale zu Salem – Gut gemeint ist das Gegenteil von gut“
„Nicht nur von anderen Parteien wird der Beschluss der Landes-FDP zur Rettung von Schloss Salem kritisiert (ka-news berichtete), auch aus den eigenen Reihen kommt Widerspruch. Michael Obert, Fraktionsvorsitzender der Karlsruher Liberalen, fasste seine Interpretation des Beschlusses des Landeshauptausschusses mit den Worten ‚das Gegenteil von gut ist bekanntlich gut gemeint‘ zusammen. Nachdem sich die FDP durch ‚das beherzte Eingreifen unseres Fraktionsvorsitzenden Ulrich Noll‘ ein gutes ‚Standing‘ erworben habe, sei der Beschluss vom Samstag indes ‚schwer zu kommunizieren‘, so Obert in einer Pressemitteilung.“

31.10.2007

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Bei Oettinger klatscht nicht jeder laut“
„Wer vom Besuch von Ministerpräsident Günther Oettinger am Montagabend bei der Bodenseekreis-CDU Zuckerle für den Straßenbau im Kreis, für den Messeerweiterungsbau oder gar eine ganz Lösung des Schloss-Salem-Problems erwartet hatte, wurde enttäuscht. Für die Erwachsenenbildung könne Salem genützt werden, wenn das Land es gekauft habe, meinte Oettinger eher nebulös“

2.11.2007

Stuttgarter Zeitung: „Ich will kein Geld für mich oder meine Familie – Erbprinz Bernhard von Baden setzt sich für Salems Rettung ein“
„Bernhard von Baden steckt in der Klemme. Wenn nicht bald etwas passiert, muss er Schloss Salem, den Familiensitz der Markgrafen, zum Verkauf anbieten. Mit viel öffentlichem Druck versucht der Erbprinz, dies zu verhindern.“
„Manchmal will der Prinz gar kein Prinz sein, sondern eher einer wie du und ich. Dann vergisst er seine Rolle und Herkunft, das ganze Prinzsein eben, und gluckst sein unbeschwertes jungenhaftes Lachen über einen harmlosen Scherz, den er sich gerade erlaubt hat. Für wenige Momente ist er wieder der Bernhard, als den ihn seine Kommilitonen in Genf, St. Gallen oder Hamburg kennengelernt haben, und auch er selbst denkt nicht an die Position, die ihm das Leben zugedacht hat: Prinz Bernhard von Baden zu sein.“

3.11.2007

Stuttgarter Zeitung: „Schlösser dienen dem Land auch als Amtsstuben – Teures Erbe – Baden-Württemberg und seine Schlösser – Erlöse aus Eintrittsgeldern und Mieten nicht kostendeckend“
„Braucht das Land noch mehr Schlösser? Zur Not würde man die altehrwürdigen Mauern in Salem ins Landeseigentum übernehmen, hat der Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) in Aussicht gestellt. Dies wäre dann Nummer 53 auf der Schlösserliste Baden-Württembergs.“

5.11.2007

bwWoche: „Schloss zu verkaufen – Erhalt und Finanzierung von Schloss Salem weiter ungeklärt“
„Für die Rettung von Schloss Salem zeichnet sich nach wie vor keine Lösung ab. Politiker aller Fraktionen streiten weiter, wie das Geld für den Erhalt des weltbekannten kulturhistorischen Ensembles aufzubringen sei. Hausherr Bernhard von Baden droht derweil mit einem Verkauf und erhöht damit den Druck auf die Regierung. Alle Parteien wollen Schloss Salem für das Land erhalten. Doch in der Frage der Finanzierung des bedeutenden kulturhistorischen Ensembles steckt erheblicher Sprengstoff. Es geht um Geld. Um viel Geld. 30 Millionen Euro werden benötigt, um die Kredite zurückzuzahlen, die Bernhard Prinz von Baden aufgenommen hat, um das riesige Anwesen in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu erhalten. Absehbar ist, dass das ehemalige Zisterzienserkloster aus dem 12. Jahrhundert auch künftig viele Millionen für Betrieb und Erhalt verschlingen wird. Jetzt hat Bernhard von Baden den Druck auf die politischen Entscheider erhöht: Auslöser ist, dass ihm die Banken ein Schuldenmoratorium für seine Kredite gesetzt haben. Bis Ende des Jahres muss eine Lösung für das weltbekannte Schloss mit seinem Münster und seinen barocken Schätzen gefunden sein, sonst müsse es verkauft werden, drängt der adlige Hausherr.“

Landeskunde online: „FDP formuliert untauglichen Vorschlag zur Rettung von Salem“
„Zur Rettung von Schloss Salem und zur Finanzierung der vom Haus Baden angestrebten Stiftung will die baden-württembergische FDP, dass das Haus Baden Kunstschätze des Hauses verkauft. Das soll allerdings nicht die Filetstücke betreffen, sondern nur Werke, die für das Land ‚von nachrangiger Bedeutung‘ sind. Das hat ein kleiner FDP-Parteitag am 27.10.07 in Salem entschieden. Ursprünglich hatte der FDP-Landesvorstand den 100 Delegierten vorgeschlagen, Kunstwerke zu veräußern, die ‚keinerlei Bezug zum Land‘ aufweisen.“

8.11.2007

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Salem – Schloss zieht an“
„Eine Studie auf Basis einer Besucherumfrage von Studenten der Zeppelin-University Friedrichshafen ergab, dass über 70 Prozent der Salem-Besucher aus Ländern außerhalb Baden-Württembergs kommen und 40 Prozent der Gäste in Salem ihre Reise an den Bodensee nur wegen der historischen Schlossanlage planen. Auch kämen immer mehr Gäste aus dem Ausland nach Salem, teilt das Kultur- und Museumsmanagement Schloss Salem mit. Die Studie habe eine Wertschöpfung von knapp 200 Arbeitsplätze und neun Millionen Euro Umsatz für die Region Linzgau errechnet, bedingt allein durch das Kulturgut und den touristischen Zielort Schloss Salem, setzt Birgit Rückert, Geschäftsführung des Kultur- und Museumsmanagements Schloss Salem, dem hinzu. Kulturtourismus werde auch in Zukunft in der an Kulturgütern reichen Bodenseeregion eine maßgebliche Rolle spielen. ‚Das Zisterziensererbe Salem wird hoffentlich auch im nächsten Jahr und in Zukunft seinen Beitrag als Anziehungspunkt für Gäste am Bodensee leisten können‘, sagt Birgit Rückert. Trotz aller Diskussionen über die Zukunft des Zisterziensererbes Salem als öffentliche Anlage gehe in Schloss Salem jedoch eine äußerst erfolgreiche Besuchersaison zu Ende, teilt das Kultur- und Museumsmanagement Schloss Salem weiter mit. Es bedürfe aber noch großer Anstrengungen und vor allem politischen Willens, um eine Lösung für den Erhalt der Anlage umzusetzen, damit sich im März 2008 die Tore wieder öffneten.“

9.11.2007

SWR1 Radioreport: „Mein Schloss, mein Erbe, unser aller Verantwortung? Was tun mit dem teuren Adelserbe?“
„Der Streit um die Zukunft von Schloss Salem macht es deutlich: Der Unterhalt von Schlössern und Burgen verschlingt Unsummen. Ob in privatem oder staatlichem Besitz, ob als Bibliothek, Verwaltungsgebäude oder Veranstaltungsort genutzt, die steinernen Zeugen der Vergangenheit sind in vielen Fällen zur historischen Last geworden. Und ihre Eigentümer von Adelsfamilien über Gemeinden bis hin zu Stiftungen kämpfen um jeden Cent, um die Immobilie in Stand halten zu können. Manchmal bleibt am Ende aber nur der Verkauf an einen kommerziellen Nutzer. Und da steht dann oft der Denkmalschutz im Wege: Besitzer klagen über die hohen Auflagen, die zum Beispiel eine Umwandlung zum Hotel erschweren.“

Archivalia: „Wider alle Kulturgutverkäufe!“

Archivalia: „BLB-Kalender für 2008 mit Handschriftenbildern“

Badische Landesbibliothek: Kalender 2008 – Bilder aus mittelalterlichen Handschriften der Badischen Landesbibliothek
Erstmalig gibt die Badische Landesbibliothek einen Kalender mit Bildern aus ihren mittelalterlichen Handschriften heraus.

10.11.2007

Stuttgarter Zeitung: „Grüne: Land soll Salem kaufen“
„Die Grünen setzen einen neuen Akzent in der Debatte um die Zukunft von Schloss Salem. Ihr Vorschlag: das Land soll sich für den Kauf von Salem bereithalten, auf keinen Fall aber die Altschulden der markgräflichen Familie übernehmen.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Grüne: Land soll Salem kaufen“
„Die Grünen im Landtag fordern von der Landesregierung einen ‚Plan B‘. Sie schlagen vor, die Schlossanlage Salem zu kaufen, bevor ein Kaufinteressent Ernst macht. Es sei ein zu wichtiges Kulturgut als dass man eine Zerstückelung riskieren könne. Inzwischen waren sie alle auf Dienstreise im Bodensee-Hinterland: CDU-Fraktionschef Stefan Mappus mit einigen Abgeordneten, die Grünen im Landtag, die Abgeordneten der SPD. Die mitregierende FDP verlegte gar einen kleinen Parteitag in die prächtige Schlossanlage Salem. Da müssten sie bemerkt haben, dass der Stuck an manchen Stellen bröckelt oder es hier und dort reintropft.“

Heidenheimer Neue Presse: „Grüne: Land soll Salem notfalls kaufen – SCHLOSS / Debatte geht weiter“
„Die Grünen fordern das Land auf, Schloss Salem durch Kauf vom Haus Baden für die Öffentlichkeit zu erhalten. Für eine Stiftungslösung sehen sie keine Chance mehr. Fraktionsübergreifend besteht Einigkeit im Landtag: Wenn das Adelshaus Baden, wie es sagt, keine Möglichkeit mehr sieht, seine Klosteranlage Schloss Salem zu halten, dann muss das Land das kulturhistorisch bedeutsame Ensemble für die Öffentlichkeit retten. Die Grünen im Landtag sehen allerdings keine Chance mehr für eine Stiftungslösung. Die finanziellen Probleme des Hauses Baden – dessen Verbindlichkeiten von 30 Millionen Euro zu Jahresbeginn fällig werden – könnten nur über einen Verkauf von Schloss Salem gelöst werden. Allerdings müsse Salem gänzlich ins Eigentum des Landes übergehen.“

südwest-aktiv: „Grüne: Land soll Salem notfalls kaufen – SCHLOSS / Debatte geht weiter“

11.11.2007

Archivalia: „Donaueschinger Handschriftenkatalog von Barack online“
Hier steht der von Google Book Search digitalisierte Barack-Katalog der Donaueschinger Handschriften nun auch für Leser, die keinen US-Proxy benutzen, zur Verfügung.“

Archivalia: „Grüne: Land soll Salem kaufen – Heidenheimer Neue Presse“

Phoenix: „Klostergeschichten: Schloss Salem – Vom Kloster zum Fürstensitz“
„Schloss Salem gehört zu den großen Sehenswürdigkeiten am Bodensee. Eingebettet in die malerische Landschaft des Linzgaus verbindet das ehemalige Zisterzienserkloster gotische Würde mit barocker Eleganz. Mit fast 900 Jahren Geschichte, Kunst und Weinkultur lädt Schloss Salem ein zu einem Abstecher in die Geschichte der einst bedeutenden Salmannsweiler Klosterbrüder. Heute hat Salem weltweit einen Namen dank seiner Schlossschule. In den ehemaligen Zellen der armen Salmannsweiler Mönche leben jetzt die Schüler der ‚Eliteschmiede‘. Auch schon vor fast tausend Jahren war Salem erfolgreich: Die Zisterzienser legten damals den Grundstein für eines der einflussreichsten Klöster im süddeutschen Raum. Napoleon übergab das Kloster als Schloss der Badischen Familie.“

12.11.2007

Stuttgarter Nachrichten: „Grüne: Salem notfalls kaufen – Neuer Vorschlag zur Rettung der Schlossanlage“
„Bevor Schloss Salem in private Hände kommt, sollte das Land dem Markgrafen von Baden ein Kaufangebot machen, meinen die Grünen im Landtag. Mehr als den Immobilienwert, den Gutachter derzeit ermitteln, sollte die öffentliche Hand aber nicht bezahlen: ‚Wir wollen uns beim Preis nicht am Schuldenstand des Hauses Baden orientieren‘, sagte der Abgeordnete Jürgen Walter. Die Fürstenfamilie droht mit dem Verkauf des früheren Klosters, wenn ihr das Land nicht bis Jahresende bei der Tilgung der 30 Millionen Euro Altschulden hilft. Dieser Betrag ist angeblich im Lauf der letzten Jahre an Renovierungskosten aufgelaufen.“

Badische Zeitung: „Grüne: Land soll Salem kaufen – Finanzierung über Grundstock“
„Die Grünen fordern das Land auf, Schloss Salem durch Kauf für die Öffentlichkeit zu erhalten. Sie sehen keine Chance mehr für eine Stiftungslösung, die von der Landesregierung und vom Haus Baden bisher favorisiert wird. Weil das Land für den Erhalt des kulturhistorisch bedeutsamen Ensembles auf jeden Fall viel Geld in die Hand nehmen müsse, ‚muss es den vollen, von unabhängigen Gutachtern ermittelten Gegenwert erhalten‘, sagte der kulturpolitische Sprecher der Grünen, Jürgen Walter.“

bwWoche: „Nicht pflegeleicht – Schlösser, die dem Land gehören, werden Kommunen zur Nutzung überlassen“
„Die Stadtverwaltung von Friedrichshafen hat Interesse am Kauf des Schlosses der Württemberger direkt am Seeufer. Würde der Vertrag zustande kommen, wäre das ein seltener Vorgang in Baden-Württemberg: Kaum eine Kommune besitzt, geschweige denn kauft ein Schloss. Betrieb und Instandhaltung verschlingen meist Unsummen.“
„Gespräche darüber gibt es zwischen der Stadtverwaltung und der herzoglichen Familie offenbar schon seit Jahren, bisher allerdings ohne Ergebnis. Anders als Prinz Bernhard von Baden wollen die Württemberger ihren herrschaftlichen Sitz nicht aus Geldnot verkaufen.“

14.11.2007

ka-news.de: „Keine Geschenke vom Land – ‚Schloss Salem muss zugänglich bleiben‘“
„Die politische Debatte über eine Lösung für Schloss Salem (ka-news berichtete) geht weiter. Die beiden Karlsruher Landtagsabgeordneten der Grünen, Renate Rastätter und Gisela Splett, sehen das Land in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass Schloss Salem weiter für die Öffentlichkeit zugänglich bleibt. Rastätter und Splett bestehen allerdings darauf, dass der Markgraf von Baden nicht anders behandelt wird als alle anderen Bürger des Landes.“

südwest-aktiv: „Adlige Pläne, viele Gerüchte - KULTURDENKMAL / Langfristiger Mietvertrag schützt den Bestand der Schule ‚Schloss Salem‘ – Ein Verkauf des ehemaligen Klosters am Bodensee steht nach wie vor zur Debatte“
„30 Millionen Euro wurden in das Schloss Salem investiert - meist auf Kredit. Die Banken wollen das Geld zurück. Sollte vom Land keine Hilfe kommen, sieht sich Prinz Bernhard von Baden gezwungen, die Anlage zu verkaufen. Das löst auch im Internat ‚Schloss Salem‘ Unruhe aus.“

17.11.2007

Die Zeit, Nr. 47-2007: „Das Schloss muss weg“
„Charmant lächeln, zur rechten Zeit die Stirn in Falten legen, ab und zu ein wenig drohen, so kann es was werden mit einer Lösung im Kulturgüterstreit zwischen dem Land Baden Württemberg und dem Adelsgeschlecht derer von Baden. Jedenfalls aus Sicht von Bernhard, dem Erbprinzen. Der älteste Sohn des Markgrafen Max überwindet sich in jeder Weise, um das Land Baden Württemberg dazu zu bewegen, Schloss Salem zu kaufen. Im Gegenzug, so stellt man sich den Handel in Salem neuerdings vor, würde das Adelshaus alle Ansprüche auf wertvolle Handschriften und Bilder fahren lassen, deren Besitzrechte bislang ungeklärt sind. Ende des Jahres wollen die Gläubigerbanken der Adelsfamilie Geld sehen, mindestens aber ein tragfähiges Konzept zur Entschuldung. Es geht um 30 Millionen Euro an Verbindlichkeiten, die angeblich bloß entstanden sind, weil die Markgräfler sich seit Jahren selbstlos um den Erhalt ihres Denkmalssitzes gekümmert haben. Nun ist die Not so groß, dass der 37-jährige Bernhard entschlossen mit jener eisernen Familienregel gebrochen hat, nach der alle Geschwätzigkeit von Übel sei. Sie stammt von Max Markgraf von Baden, einem stillen, stets grämlich wirkenden Netzwerker, der zu besten Zeiten in fast 50 Verbänden und Vereinen vom Rheinschiffahrtsverband bis zum Deutschen Roten Kreuz aktiv war. Wollten Journalisten früher etwas von ihm, beglückte ihn das so sehr wie die Nachricht, die Reblaus habe es sich in seinen Weinstöcken gemütlich gemacht.“
Siehe auch LV Baden: „Das Schloss muss weg“

Archivalia: „Geld für Salem wäre da“

Die Rheinpfalz: „An die Wand gefahren“
„Salem – der Name hat Klang. Das ehemalige Zisterzienserkloster am Bodensee ist zugleich Wohnsitz des Adelshauses von Baden und traditionsreiches Nobelinternat mit internationalem Flair. Doch jetzt steckt der Badenprinz in einer finanziellen Klemme. Er muss verkaufen. An Kunstschätze kann er vorerst nicht ran, da hat das Land die Hand drauf. Deshalb soll nun die prachtvolle Anlage verscherbelt werden.“

19.11.2007

IASLonline (Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur): „Kurzrezension zu: Peter Michael Ehrle / Ute Obhof (Hg.): Die Handschriftensammlung der Badischen Landesbibliothek. Bedrohtes Kulturerbe?“ – Von Arno Mentzel-Reuters
„Der badische «Kulturgüterstreit» des Jahres 2006 hat seinerzeit die Gemüter stark erhitzt. Das Land Baden-Württemberg wollte zur Finanzierung von Renovierungsarbeiten am Schloss Salem Handschriften der Badischen Landesbibliothek auf den Antiquariatsmarkt bringen. Damit wurde nicht nur einer der weltweit eindrucksvollsten Handschriftenbestände ohne Vorwarnung zur Disposition gestellt, sondern überhaupt das bislang unangefochtene kulturpolitische Prinzip in Frage gestellt, nach welchem der Staat Kulturgüter nicht wieder veräußern darf, wenn er sie einmal erworben hat. Infolge der massiven Proteste und der offenkundig mangelhaften juristischen Vorbereitung des Unternehmens wurde die zunächst als unumstößlich bekanntgegebene Verkaufsabsicht zwar nicht aufgegeben, aber ihr Vollzug zurückgestellt. Eine Expertenkommission wurde eingerichtet. Über die Beratungen hat man bisher faktisch nichts erfahren. Ob man jemals etwas hören wird, ist fraglich.“