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Aktuelles

7. Oktober bis 12. Oktober 2006

7.10.2006

„Die Direktoren der baden-württembergischen Landes- und Universitätsbibliotheken protestieren gegen den geplanten Verkauf der Karlsruher Handschriftensammlung“

BNN: „Handschriften: Kritik der SPD / Mürb: Drei-Säulen-Modell steht auf tönernen Füßen
„Im Streit um die Karlsruher Handschriften und die Verhandlungen der Landesregierung mit dem Haus Baden kehrt keine Ruhe ein.“

BNN: „Modellversuche zwischen Mozart und Markgraf – Die Landes-SPD macht kräftig mobil gegen Oettingers Strategien im Streit um die badischen Kulturgüter“
„Auch nach dem jüngsten Krisengipfel, den Ministerpräsident Günther Oettinger einberufen hatte, um neue Wege aus der Handschriftenkrise zu finden, hat sich die Protestfront gegen die Pläne der Landesregierung, einen Vergleich mit dem Haus Baden durch den Verkauf von Kulturgütern anzustreben, noch längst nicht gelockert.“

swr: „FDP gegen Verkauf der Handschriften – Die FDP Baden-Württembergs geht im Streit um den Verkauf von Handschriften aus der Badischen Landesbibliothek auf Konfrontationskurs mit dem Regierungspartner CDU. Man werde einen Ausverkauf der Handschriften nicht mittragen, verkündeten die Liberalen.“

Stuttgarter Zeitung: „Oettinger auf der Kulturseite – Der Handschriftenstreit klärt die Verhältnisse – immerhin!“ Weitere Informationen

Stuttgarter Zeitung: „SPD: Regierung kapituliert vor dem Adel - Die Landtags-SPD attackiert im Streit um den Verkauf mittelalterlicher Handschriften die Landesregierung.“ Weitere Informationen

Heilbronner Stimme: „Die CDU macht einen ‚Kniefall vor dem Adel‘ – SPD kritisiert Regierung im Handschriften-Streit“

Heilbronner Stimme: „Land fürchtet, dass es zu Kunst-Pfändungen kommt - Oettinger zum Landeshaushalt und zum Vergleich mit dem Hause Baden“
„Wie sehr hat Sie der geballte Protest der Expertenszene gegen den Handschriften-Verkauf überrascht?“

Die Welt: „SPD wirft Stuttgarter Regierung Kniefall vor Adel vor“
„Baden-Württembergs SPD-Landtagsfraktion wirft der Landesregierung im Streit um den drohenden Verkauf wertvoller Handschriften aus der Badischen Landesbibliothek einen Kniefall vor dem Adel vor. Das Land sei vor den vermeintlichen Ansprüchen des Hauses Badens eingeknickt, ohne diese wirklich zu prüfen, sagte SPD-Fraktionschefin Ute Vogt in Stuttgart.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „SPD kritisiert ‚Kotau vor dem Adel‘“

Baden Online: „SPD wirft Regierung Kniefall vor Adel vor – Rechtsprofessor: Land hat Chance in einem Prozess“

die tageszeitung (taz): „Oettinger lenkt im Bücherstreit ein“
„Im Streit um den Verkauf von 3.600 Handschriften aus der baden-württembergischen Landesbibliothek zeichnet sich eine Wende ab. Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) gab bekannt, das Vorhaben zu überprüfen.“

die tageszeitung (taz): „unterm strich“
„Nacktmulle und Purpurschnecken sind heute kein Thema. Stattdessen wenden wir uns dem Streit um wertvolle mittelalterliche Handschriften in Baden-Württemberg zu.“

Bietigheimer Zeitung: „HANDSCHRIFTEN / VERHANDLUNGSSTOPP VERLANGT – SPD: Kniefall vor dem Adel – Experte rät zu Prozess mit Haus Baden“
„Das Land sei vor den vermeintlichen Ansprüchen des Hauses Baden eingeknickt, ohne diese wirklich zu prüfen, sagte SPD-Fraktionschefin Ute Vogt gestern in Stuttgart.“

swr2: „SWR2 Literatur im Land – Gebetbücher, Chroniken, osmanische Geschichten: Die Prachthandschriften aus der Badischen Landesbibliothek“

8.10.2006

swr.de: „SWR2 Zeitgenossen – Reinhard Mußgnug, ehemaliger Ordinarius für Öffentliches Recht an der Universität Heidelberg, im Gespräch mit Eggert Blum“
„Im aktuellen Streit um den geplanten Verkauf Tausender von Handschriften aus der Badischen Landesbibliothek hat Reinhard Mußgnug klar Stellung bezogen: die Handschriften gehörten dem Staat, und nicht der markgräflich badischen Familie.“

Der Sonntag: „Solidarbeitrag für Salem / Aufgefallen
„Der Protest aus aller Welt zeigte erste Wirkungen: Über den Verkauf von Handschriften aus der Badischen Landesbibliothek sei noch nicht entschieden, erklärte Ministerpräsident Günther Oettinger am Donnerstag nach einem Krisengespräch.“

Boulevard-Baden.de, Seite 3: „Streit um Kulturschätze setzt sich im Landtag fort“
„Die beiden aus Karlsruhe stammenden Grünen-Abgeordneten im Landtag, Renate Rastätter und Gisela Splett, haben in dieser Wochen an ihre Kollegen in der CDU appelliert sich gegen den umstrittenen Verkauf der historischen Handschriften aus der Badischen Landesbibliothek einzusetzen.“

9.10.2006

PRESSE- UND INFORMATIONSAMT DER BUNDESREGIERUNG: „Kulturstaatsminister Bernd Neumann: Ich bin strikt gegen den Verkauf von Kulturgütern aus Museen“
„Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann, hat heute in Bonn die Fachkonferenz "Im Labyrinth des Rechts? Wege zum Kulturgüterschutz" eröffnet.“

F.A.Z.: „Keine Rechtsgründe für Handschriftenverkauf“
„Für einen Verkauf der Handschriften aus der Badischen Landesbibliothek, wie ihn die baden-württembergische Landesregierung plant, gibt es juristisch keine zwingenden Gründe.“

F.A.Z.: „Opfer für Salem – Oettingers Rechtsexperten argumentieren politisch“
„Irritierend lange hat die baden-württembergische Landesregierung das Rechtsgutachten unter Verschluß gehalten, auf das sie sich im Streit mit dem Haus Badem immer wieder berufen hat.“

F.A.Z.Net: „Neumann: Handschriften werden nicht verkauft“
„Die Handschriftensammlung der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe soll nicht ins Ausland verkauft werden. Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) sagte am Montag in Bonn, es werde sichergestellt, daß kein Kulturgut ins Ausland verkauft werde.“

DIE ZEIT: „Kulturgüterschutz: Neumann strikt gegen Verkauf von Kulturgütern – Kulturstaatsminister Bernd Neumann lehnt den Verkauf von Kulturgütern aus Museen grundsätzlich ab. Es beunruhige ihn sehr, wenn aus kurzsichtigen finanziellen Erwägungen Stücke verkauft werden sollen.“
„Einmal verkauftes Kulturgut sei in der Regel für die Öffentlichkeit unwiederbringlich verloren, sagte Neumann (CDU) auf einer Fachkonferenz zum Thema Kulturgüterschutz in Bonn weiter.“

Leiter der deutschen Handschriftenzentren, Universitätsbibliothek Leipzig: „Erklärung der Leiter der deutschen Handschriftenzentren gegen den geplanten Verkauf von Handschriften aus dem Bestand der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe“

Staatsbibliothek zu Berlin: „Erklärung der Leiter der deutschen Handschriftenzentren gegen den geplanten Verkauf von Handschriften aus dem Bestand der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe“

Universitätsbibliothek Frankfurt: „Erklärung der Leiter der deutschen Handschriftenzentren gegen den geplanten Verkauf von Handschriften aus dem Bestand der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe“

Deutscher Kulturrat: „Kulturstaatsminister: Klares Signal gegen den Verkauf von Kulturgütern – Deutscher Kulturrat mahnt an, dass dieses Signal nicht ignoriert werden darf“
„Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, begrüßt die klaren Worte von Kulturstaatsminister Bernd Neumann, MdB zur Eröffnung der Tagung“

Deutscher Bibliotheksverband: Führende Wissenschaftler und Bibliothekare fordern: „Integrität der Handschriften der Badischen Landesbibliothek sichern“
„Über 100 führende Wissenschaftler und Bibliothekare, an ihrer Spitze der Präsident der Georgia Augusta, Prof. Dr. Kurt von Figura, und Nobelpreisträger Prof. Dr. Manfred Eigen haben bei der Abschieds- und Begrüßungsfeier für die Direktoren Prof. Dr. Elmar Mittler und Dr. Norbert Lossau am 4.10.2006 in einem offenen Brief Ministerpräsident Oettinger aufgefordert, die Integrität der Handschriftensammlung der Badischen Landesbibliothek zu sichern. Weitere Unterzeichner sind u. a. die Generaldirektoren der Staatsbibliothek zu Berlin, der Staats-, Landes- und Universitätsbibliothek Dresden, der Bayerischen Staatsbibliothek München sowie die Leiter der Zentralen Fachbibliotheken der Medizin, der Technik und der Wirtschaftswissenschaften.“

Consortium of European Research Libraries: „Protest letter from the Consortium of European Research Libraries“
Weitere Informationen

swr.de: „Handschriften sollen nicht ins Ausland verkauft werden – Die Handschriftensammlung der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe soll nicht ins Ausland verkauft werden. In diesem Punkt sei er sich mit Ministerpräsident Günther Oettinger einig, sagte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (beide CDU) in Bonn.“

bw-woche: „Zuschuss für den Grafen – Neuer Weg im Handschriften-Streit“
„Die Landesregierung hat ihre bisherigen Pläne zur Beendigung des Rechtsstreits mit dem Haus Baden verworfen. In einem Spitzengespräch unter Leitung von Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) wurden Alternativen zum umstrittenen Teilverkauf der Handschriftensammlung gefunden.“

Stuttgarter Nachrichten: „Oettingers Handschrift“
„Günther Oettinger macht von sich reden. Auch jenseits der Landesgrenzen wahrgenommen zu werden, das hatte sich der Teufel-Nachfolger beim Amtsantritt fest vorgenommen.“

Deutschlandradio: „Kulturstaatsminister spricht sich gegen Verkauf von Kulturgütern aus“
„Einmal verkauftes Kulturgut ist in der Regel für die Öffentlichkeit unwiderbringlich verloren.“

10.10.2006

Staatsministerium Baden-Württembergisch: „Ministerrat verständigt sich auf wesentliche Eckpunkte zur Sicherung der badischen Kulturgüter – Ministerpräsident Günther H. Oettinger und Finanzminister Gerhard Stratthaus: Sicherung der badischen Kulturgüter auf gutem Weg“

F.A.Z.: Berlin: „Handschriften nicht verkaufen – Kritik an der Regierung in Stuttgart / Staatsminister Neumann: Kulturgut mit nationalem Gewicht“
„Der Kulturstaatsminister im Kanzleramt, Bernd Neumann (CDU), hat sich dagegen ausgeprochen, die Handschriften aus der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe ins Ausland zu verkaufen.“

F.A.Z: „Die Rechtslage ist klar – Der Jurist Reinhard Mußgnug zu den badischen Handschriften“
„Herr Mußgnug, das für die baden-württembergische Landesregierung erstellte Rechtsgutachten von Peter Wax und Thomas Würtenberger über den Verkauf von Handschriften aus der Badischen Landesbibliothek kommt zu dem Ergebnis, eine Entscheidung sei aus historischen und juristischen Gründen unmöglich.“

DIE ZEIT: „Handschriften-Verkauf: Oettinger konkretisiert Alternative – Nach dem Kurswechsel der baden-württembergischen Landesregierung im Handschriften-Streit will Ministerpräsident Günther Oettinger den Verkauf von Kulturgütern zum großen Teil vermeiden.“

BNN: „Schützt Bund die Handschriften? – Gutachten offenbar zweifelhaft“
„Deutschlands Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU), hat gestern ausdrücklich klargestellt, dass die Handschriftensammlung der Badischen Landesbibliothek (BLB) Karlsruhe nicht ins Ausland verkauft werden soll. Er sei in diesem Punkt mit Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther H. Oettinger (CDU) einig, erklärte Neumann in Bonn zum Auftakt einer Konferenz über den Schutz von Kulturgütern.“

Süddeutsche Zeitung: „Eine Idee für 30 Millionen Euro – Wende im Handschriften-Streit: Die Stuttgarter Landesregierung verzichtet auf Verkauf“
„Günther Oettinger sagt, er habe sich nicht um dieses Thema gerissen.“

SPD-Landtagsfraktion: „Irrweg: Mäzene sollen für Schulden des Hauses Baden aufkommen“
Ute Vogt: „Oettingers kopfloser Aktionismus wird täglich peinlicher – und mit der unnötigen Preisgabe von Eigentumsansprüchen des Landes hat er Glaubwürdigkeit und Vertrauen verspielt“

Bündnis 90/Die Grünen im Landtag: „Jürgen Walter: Warum soll das Land was kaufen, was dem Land schon gehört“
„Das jetzt von der Landesregierung vorgestellte modifizierte Ankaufsmodell von Kulturgütern zur Sanierung des Hauses Baden, stellt für die Grünen keine Besserung dar.“

Badische Zeitung: „Bibliothekschef kämpft um die Handschriften“

Börsenblatt: „Kulturstaatsminister gegen Verkauf von Handschriften – Sammlung in Karlsruhe hat ‚nationales Gewicht‘“
„Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hat sich bei einer Konferenz zum Kulturgüterschutz in Bonn dagegen ausgesprochen, Handschriften aus der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe ins Ausland zu verkaufen.“

Pforzheimer Zeitung: „Kein Verkauf ins Ausland – Kulturstaatsminister einig mit Ministerpräsident Oettinger über die Handschriften“
„Die Handschriftensammlung der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe soll nicht ins Ausland verkauft werden. Dies sagte gestern in Bonn Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU).“

Landesvereinigung Baden in Europa e. V.: „Landesvereinigung: Kein Ausverkauf von Kulturgut! – Weiter Kampf um Handschriften und andere Kultur/ Landesstiftung muss stärker ran/bislang schon mehr als 5.000 Unterschriften / Greif als Symbolfigur/demnächst Ortsgruppe Konstanz“

Süddeutsche Zeitung: „Käufer gesucht – Neumann: Handschriften bleiben“
„Für manchen Badener gehört bereits das württembergische Territorium zum Ausland, aber so hat es der Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) nicht gemeint, als er sagte, es sei sichergestellt, dass die etwa 3600 in der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe verwahrten Handschriften nicht ins Ausland verkauft würden.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Bund macht Druck – Eintrag in die Schutzliste“
„Nun mischt sich auch der Bund in den Streit um den Handschriftenverkauf im Südwesten ein. Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) sagte auf einer Konferenz über Wege zum Kulturgüterschutz, es beunruhige ihn sehr, wenn öffentliche Sammlungen aus kurzsichtigen finanziellen Erwägungen Stücke verkauften.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Druck wächst“
„Ganz frei in ihrem Tun ist die baden-württembergische Landesregierung wahrlich nicht mehr. Als Geheimsache vorbereitet, wird der geplante Handschriftenverkauf heute in breiter Öffentlichkeit verhandelt. Es hagelt Kommentare von Wissenschaftlern und allerhand Fachleuten. Dass sich nun auch noch Berlins Kulturstaatsminister einmischt, setzt die Landesregierung unter enormen Druck.“

Stuttgarter Nachrichten: „Bundesregierung warnt Oettinger vor Handschriftenverkauf – Kulturstaatsminister will verhindern, dass Sammlung "zersplittert" und ins Ausland abwandert“
„Die Handschriftensammlung der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe soll nicht ins Ausland verkauft werden.“

St.Galler Tagblatt: „Stiftung soll Schloss retten – Mit dem Verkauf von wertvollen Handschriften will das Markgräfliche Haus eine Stiftung gründen und damit die Schlossanlage Salem langfristig sichern. Allerdings läuft ein Streit darum, wem die Handschriften gehören.“

Deutschlandradio: „Im Labyrinth des Rechts – Eine Tagung zum Kulturgüterschutz in Bonn“
„Alles ist grenzenlos global: der Verkehr, der Handel, die Geldströme. Aber zwei Dinge sind national: erstens, das Kulturerbe. Kulturstaatsminister Neumann hat deshalb, wie er sagte, dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Oettinger in einem Gespräch Ende letzter Woche deutlich gemacht, was auf dem Spiel steht, wenn die umstrittene Schriftensammlung der badischen Landesbibliothek zum Verkauf gelangt.“

Archivalia: „Großer Erfolg der Unterschriftenaktion des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS) auf der Frankfurter Buchmesse gegen den Baden-Württembergischen Kulturausverkauf“

Rare Books and Manuscripts Committee: „Protest letter from IFLA RareBooks and Manuscripts Committee“
Weitere Informationen

Verband deutscher Schriftsteller: „Großer Erfolg der Unterschriftenaktion des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS) auf der Frankfurter Buchmesse gegen den Baden-Württembergischen Kulturausverkauf“
„Über 350 Besucher der Frankfurter Buchmesse haben sich bei der Unterschriftenaktion des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS) gegen den Kulturausverkauf in Baden-Württemberg in die ausgelegten Listen eingetragen.“

Yahoo: „Oettinger will mit TV-Gala Geld für Handschriften einwerben“
„Der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger hat eine neue Lösung im Handschriften-Streit präsentiert. Den am Dienstag in Stuttgart vorgestellten Plänen zufolge wird die wertvolle Handschriftensammlung aus der badischen Landsbibliothek zunächst nicht verkauft.“

Stuttgarter Zeitung: „Handschriftenstreit. Experte befürwortet Vergleich“
„Nach Überzeugung des Freiburger Rechtsexperten Thomas Würtenberger hätte das Land im Fall eines Rechtsstreits um einen Teil der badischen Handschriften relativ gute Chancen.“

FDP-Stadtverband Konstanz: „Die bedeutendste fürstliche Büchersammlung der frühen Neuzeit soll verhökert werden“
„Stellungnahme des FDP-Vorstandes Konstanz zum geplanten Kunstfrevel in Baden-Württemberg.“

Österreichischer Rundfunk: „Handschriften-Streit in Deutschland: Verkauf gestoppt“
„Die Handschriftensammlung der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe, über die es in den letzten Wochen heftige Debatten in Deutschland gegeben hat, soll nicht ins Ausland verkauft werden. Der deutsche Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) sagte gestern in Bonn, es werde sichergestellt, dass kein Kulturgut ins Ausland verkauft werde.“

11.10.2006

F.A.Z.: „30 Millionen Euro für das Haus Baden – Baden-Württemberg will Handschriften in Landesbesitz überführen / Schloß Salem in eine Stiftung“

F.A.Z.: „Teure Prachtbauten – Die Schlösser in Baden-Württemberg sind ohne den Staat nicht zu bewirtschaften / Von Rüdiger Soldt“
„Wer in Baden-Württemberg ein historisches Schloss besucht, der wird zwangsläufig darauf aufmerksam gemacht, wie reichhaltig das Land mit Kulturdenkmälern gesegnet ist: Für fast jedes der öffentlich zugänglichen Schlösser, die staatlich verwaltet werden, gibt es ein eigenes Informationsblatt.“

F.A.Z.NET: „Handschriften können sprechen – Sind Kunstschätze wirklich unverkäuflich?“
„Die baden-württembergische Landesregierung hat sich doch besonnen: Nach der Erklärung vom Dienstag ist es klar, daß es den vorgesehenen Kuhhandel nicht geben wird.“

Deutscher Kulturrat: „Baden-Württemberg: Kunst zu verkaufen, um Unternehmen zu retten, ist der falsche Weg – Deutscher Kulturrat hält an Kritik am 3-Säulen-Modell zur Schließung der Finanzlücke des Unternehmens Haus Baden fest“

Süddeutsche Zeitung: „Die abenteuerliche Reise muss ein Ende haben – Eine europäische Odyssee von Fleury nach Karlsruhe, oder: Warum alte Handschriften intakt zu bewahren sind / Von Martin Germann“ Weitere Informationen

Badische Neueste Nachrichten: „Karlsruher Handschriften nächstens gerettet? – Oettinger will Geld aus Landesstiftung bereitstellen / Von Michael Hübl“
„Mancher politische Umbruch hat weit reichende Folgen. Das musste jetzt Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther H. Oettinger (CDU) erfahren.“

Badische Neueste Nachrichten: „Rettet Oettinger Handschriften?“
„Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther H. Oettinger (CDU) hat gestern ein neues Finanzierungsmodell vorgestellt, das eine Rettung der Karlsruher Handschriftensammlung bedeuten könnte.“

Badische Neueste Nachrichten: „Befreiungsschlag – Von Michael Hübl“
„Wenn alle mitmachen, könnte es ein Befreiungsschlag werden. Günther H. Oettinger hat gestern eine Fähigkeit bewiesen, die man durchaus nicht jedem zutraut. Er hat gezeigt, dass er in der Lage ist umzudenken.“

Badische Zeitung: „Wem gehören die Handschriften? – Auch der Blick in 200 Jahre Landesgeschichte liefert kein eindeutiges Urteil“
„Macht das Land Baden-Württemberg dem Haus Baden unnötige Zugeständnisse? Dies glaubt nicht nur die SPD, sondern das glauben auch viele Gegner eines Verkaufs der Handschriften aus der badischen Landesbibliothek zu Gunsten des Adelshauses.“

Badische Zeitung: „Für Solidarität der Museen – Regierung erwartet Beiträge zu Gunsten des Hauses Baden“
„Kunststaatssekretär Dietrich Birk (CDU) forderte, dass die Museumsverantwortlichen auch durch den Verzicht auf die eine oder andere Neuerwerbung ihren Beitrag leisten könnten.“

ka-news.de: „Handschriften verschont?“
„Die anhaltenden, zweieinhalb Wochen dauernden Proteste gegen den Ausverkauf der Handschriftensammlung in der Badischen Landesbibliothek haben offenbar Wirkung gezeigt.“

Der Tagesspiegel: „Kulturgüter-Streit: ‚Dilettantisches Verhalten‘“
„Oettinger habe die Interessen des Adels über das kulturelle Erbe des Landes gestellt, kritisierte Vogt.“

Stuttgarter Zeitung: „Auf dieses Thema hätte ich gern verzichtet – Ministerpräsident Günther Oettinger sieht sich als Opfer der weit gehend friedlichen badischen Revolution von 1918“

Stuttgarter Zeitung: „Kein Ausverkauf von Kulturgut – Oettinger will Handschriften im Land sichern – Neuer Plan für Ausgleich mit badischem Adel“
„Die mittelalterlichen Handschriften in der Badischen Landesbibliothek werden nach dem Willen von Ministerpräsident Günther Oettinger nun doch nicht verkauft. Stattdessen fordert er zur Finanzierung des Vergleichs mit dem badischen Markgrafenhaus Beiträge von der Landesstiftung und von Kultureinrichtungen ein. Oettinger setzt auch auf die Hilfe privater Sponsoren.“

Stuttgarter Zeitung: „Zeit gewonnen – Oettinger und das Kulturgut“
„Das war knapp. Mit einigen flinken Haken hat es Günther Oettinger im Streit um das badische Kulturerbe gerade noch ins Mauseloch geschafft. Draußen aber streift mit spitzen Krallen die Katze herum“

Stuttgarter Nachrichten: „Handschriftenstreit: Kritik an Landesregierung hält an – Landtagsopposition wirft Regierung mangelnden Respekt vor Kulturerbe des Landes vor“
„Auch das neue Modell der baden-württembergischen Landesregierung zur Lösung des Streits um die badischen Handschriften stößt auf scharfe Kritik in Politik und Kulturszene.“

Stuttgarter Nachrichten: „Sammelbüchse“
„Es begann als Schurkenstück und wird jetzt als Provinzposse weiter gespielt.“

swr.de: „Landtagsopposition mahnt Respekt vor Kulturerbe an – Im Zuge des Handschriftenstreits hat die Landtagsopposition der Regierung mangelnden Respekt vor dem Kulturerbe des Landes vorgeworfen. ‚Sie haben die Landesverfassung mit Füßen getreten‘, sagte SPD-Fraktionschefin Ute Vogt. Darin sei der Schutz von Kulturgütern verankert.“

swr.de: „Doch kein Ausverkauf badischer Handschriften – Im Streit um den Verkauf der Handschriftensammlung der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe rudert Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) zurück. Das Land will die 30 Millionen Euro für einen Vergleich mit dem Haus Baden jetzt aus verschiedenen Töpfen aufbringen. Heute ist der Handschriftenstreit Thema im Landtag.“

swr.de: „Staat und Adel ringen um Kulturgüter – Der Streit zwischen dem Land Baden-Württemberg und dem Haus Baden um Besitzansprüche auf Kulturgüter währt schon seit Jahrzehnten. Dabei geht es insgesamt um Werte in Höhe von schätzungsweise 300 Millionen Euro.“

Pforzheimer Zeitung: „Appell an Museumschefs – Landesregierung rückt vom Verkauf der Handschriften ab – Kultureinrichtungen sollen helfen“
„Die Landesregierung hat im Streit um die badischen Handschriften die Museumschefs im Südwesten zu Solidarität aufgerufen.“

Heilbronner Stimme: „Museumschefs sollen Bestände opfern – Landesregierung schließt Vergleich mit dem Haus Baden“
„Die Landesregierung hat den weltweiten Protesten gegen den geplanten Verkauf von Beständen der Badischen Landesbibliothek nachgegeben. Alternativ sollen die Landesstiftung, private Sponsoren und ein Solidaropfer des Kunstbereichs die 30 Millionen Euro aufbringen, die das Haus Baden zur Abwendung seiner Insolvenz benötigt.“

Hamburger Abendblatt: „Handschriftenverkäufe – Staatsbibliothek übt Kritik - Kulturgut dauerhaft bewahren! – Direktorin Gabriele Beger erinnert an Verluste in Hamburg. Günther Oettinger bietet Lösung an.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Kein Euro Haushaltsgeld – Das Land bleibt dabei: Es will das Haus Baden mit 30 Millionen Euro abgelten, aber ‚kein Euro Haushaltsgeld‘ dafür aufwenden. Stattdessen: Spenden, Umschichtungen und Benefiz.“

Bietigheimer Zeitung: „HANDSCHRIFTEN-STREIT / VORERST VERZICHT AUF VERKAUF – Hoffen auf Sponsoren – Auch eine Fernseh-Gala soll Geld für Salem-Stiftung bringen“
„Ministerpräsident Oettinger hat eine Lösung im Handschriften-Streit präsentiert. Die Schriften aus der badischen Landesbibliothek sollen nicht verkauft werden. Sponsoren, die Landesstiftung, andere Kunstverkäufe und eine TV-Gala sollen stattdessen Millionen bringen.“

Bietigheimer Zeitung: KOMMENTAR: „Kein Verkauf Am vorläufigen Ende der variantenreichen Erklärungen zum zweifellos notwendigen Vergleich zwischen dem Land und dem Haus Baden weiß man vor allem eines: Es geht auch anders.“

Archivalia: „Rechtslage weiter umstritten“

Eßlinger Zeitung: „Die Kurve gekriegt“
„Ministerpräsident Günther Oettinger hat in der Kontroverse um den Verkauf badischer Handschriften im letzten Moment noch die Kurve gekriegt. Seine anfängliche Spekulation, der Verkauf von Kulturgütern zugunsten der Sanierung von Schloss Salem interessiere außerhalb der Kunst- und Kulturszene niemanden, hat sich als krasse Fehleinschätzung erwiesen.“

Deutschlandradio: „Debatte im Stuttgarter Landtag über Kulturgüter“
„Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger musste sich heute im Landtag harte Vorwürfe anhören. Er habe die Landesverfassung, die Kunst und Denkmäler unter öffentlichen Schutz stelle, mit Füßen getreten, erklärte die SPD-Fraktionschefin Ute Vogt.“

Informationsdienst Wissenschaft: „Prof. Dr. Helmut G. Walther von der Universität Jena in Ausschuss National wertvolle Archive berufen“
„Gerade der aktuelle Fall der geplanten Veräußerung von als Zeugnissen kulturellen Gedächtnisses einzigartiger mittelalterlicher Handschriften der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe im Zuge eines Finanzausgleichs des Landes Baden-Württemberg mit dem großherzoglichen Haus Baden macht deutlich, welche Bedeutung einem wachsamen Auge für solche Schätze zukommt“

12.10.2006

Deutscher Museumsbund: „Museumsobjekte sind keine Verpfändungsmasse – Deutscher Museumsbund kritisiert 3-Säulen-Modell von Ministerpräsident Oettinger“
„Der Deutsche Museumsbund übt scharfe Kritik an dem von Ministerpräsident Oettinger vorgeschlagenen Drei-Säulen-Modell zur Rettung des Hauses Baden.“

Die Welt: „Wende im Handschriftenstreit – Nicht die Erlöse aus Manuskripten, sondern Sponsoren und öffentliche Mittel sollen Salem sichern: Baden-Württembergs Ministerpräsident Oettinger (CDU) kündigt an Spender und Sponsoren ‚publikumswirksam‘ ins Boot holen zu wollen. Statt die Handschriften zu verkaufen, sollen nun 30 Millionen Euro besorgt werden.“

F.A.Z.: „Keine Banausen – Oettinger und die Landeskunst / Von Rüdiger Soldt“
„Zur Rechtfertigung des Handschriftenverkaufs mußte Wissenschaftsminister Frankenberg (CDU) vor einer Woche deutlich machen, daß er ‚kein kultureller Banause‘ sei.“

Rheinischer Merkur: „Gelehrter, Abt und Bischof – Hrabanus Maurus prägte das geistige Leben in der karolingischen Epoche“
„Die Nachricht aus dem Südwesten Deutschlands schlug einige hundert Kilometer weiter nördlich, in Fulda, wie der Blitz ein. Während hier bei einem Symposium das Wissen über Werk und Wirken eines der großen Geister des europäischen Mittelalters, des Fuldaer Abtes und späteren Mainzer Erzbischofs Hrabanus Maurus (790-856), vertieft wurde, zeigte sich in Stuttgart und Karlsruhe, wie geschichts- und kulturvergessen heutige Eliten sein können.“

Badische Neueste Nachrichten: „Handschriftenstreit gestern im Landtag“
„Der Streit um die von der Landesregierung zunächst geplante, nun aber offenkundig abgeblasene Veräußerung von mittelalterlichen Handschriften aus der Sammlung der Badischen Landesbibliothek hat gestern den Stuttgarter Landtag beschäftigt.“

Badische Neueste Nachrichten: „‚Wir sind lernfähig‘ – Debatte zum Handschriftenstreit im Landtag“
„Die Landtagsopposition hat der Regierung mangelnden Respekt vor dem Kulturerbe des Landes vorgeworfen.“

Badische Neueste Nachrichten: „Da irrte Friedrich der Große – Warum auch vermeintlich unbedeutendes Kulturgut nicht verkauft werden darf / Von Michael Hübl“
„So ganz unkommentiert mochte Baden-Württembergs Finanzminister Gerhard Stratthaus (CDU) die angekündigte Wende im Handschriftenstreit nicht hinnehmen.“

Dernières Nouvelles d'Alsace: „Skandal um Handschriften – Es herrscht Aufruhr in der Landesbibliothek von Karlsruhe. Die baden-württembergische Regierung hatte die Absicht, mehrere tausend Handschriften zu verkaufen, um die Erhaltung des Schlosses von Salem, im Besitz der großherzoglichen Familie, zu finanzieren.“

Dernières Nouvelles d'Alsace: „Als Geldanlagen angesehen – Laurence Perry, Direktorin der städtischen Archive Strasbourg, in denen sich Zigtausende von Handschriften befinden: ‚Es ist verrückt. In Frankreich sind öffentliche Sammlungen unveräußerlich.‘“

Dernières Nouvelles d'Alsace: „Bei uns unmöglich und undenkbar – Hubert Mayer, Konservator der Humanistischen Bibliothek von Sélestat, die über eine große Anzahl von Handschriften verfügt: ‚In Frankreich gestattet das Gesetz keine solchen Transaktionen. Zum Glück!‘“

Dernières Nouvelles d'Alsace: „Auch die Arbeit von Elsässern – Albert Châtelet, emeritierter Professor, ehemaliger Leiter des Instituts für Kunstgeschichte Strasbourg: ‚Der eventuelle Verkauf solcher Kulturgüter ist empörend. Es wäre ein Verlust für die Region, denn die Handschriften würden in Ländern mit Petrodollars zerstreut.“

Stuttgarter Zeitung: „Opposition zweifelt am Kunstverstand der Regierung – SPD und Grüne ziehen vernichtende Bilanz des Handschriftenstreits – Oettinger billigt Adelsfamilie Eigentumsansprüche zu“
„Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) hat den Verkauf von Kulturgut vorerst gestoppt. Dafür erhielt er gestern im Parlament fraktionsübergreifend Zustimmung. Nach Ansicht von SPD und Grünen aber hat er sich gründlich blamiert.“

Stuttgarter Zeitung: „Liste bewahrt Kunst vor dem Ausverkauf“
„Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hat Anfang der Woche angekündigt, die Handschriftensammlung der Badischen Landesbibliothek auf die Liste der nicht veräußerbaren Kulturgüter setzen zu wollen, sollte Baden-Württemberg die Handschriften an das Haus Baden übertragen. Stünden die Handschriften auf dieser Liste, so fielen sie in den Geltungsbereich des Kulturschutzgesetzes, das seit 1964 Kunstwerke und anderes Kulturgut einschließlich Bibliotheksgut unter Schutz stellt und vor dem Verkauf ins Ausland bewahrt.“

Stuttgarter Zeitung: „Am Dienstag geht es bei der Landesstiftung nur um Baden – Vergangenes Jahr hat die Einrichtung mit 54 Millionen Euro 41 Projekte finanziert – Kleiner Etat bei Museen und Bibliotheken“
„Die Landesstiftung soll zehn der 30 Millionen Euro beisteuern, mit denen das Land dem Haus Baden zur Seite springen will. Ein weiterer Teil soll aus den Ankaufsetats von Museen und Bibliotheken des Landes abgezweigt werden. Die Frage ist, ob das wirklich reicht.“

Stuttgarter Zeitung: „Im Zugzwang – Handschriften und kein Ende“
„Die Opposition hat Ministerpräsident Oettinger im Landtag hart zugesetzt – und das mit Recht. Der Streit ums badische Kulturerbe enthüllte mit erbarmungsloser Schärfe Leerstellen in der Landesregierung.“

BILD: „Baden-Schatz-Debatte: Oettinger unter Beschuss! Der grüne Abgeordnete Jürgen Walter (49) behauptete gestern im Landtag: ‚Ich hab' den Ministerpräsidenten noch nie so sehr zurückhaltend erlebt wie heute.‘“

ka-news.de: „Aktuelle ka-news-Umfrage: Spenden für die Handschriftensammlung?“
„Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) ruderte zurück. Die Aufschreie aus Wissenschaft und Gesellschaft haben ihre Wirkung gezeigt. Die Handschriftensammlung der Badischen Landesbibliothek soll also nicht verkauft werden (ka-news berichtete).“

taz – Die Tageszeitung: „Die Besitzverhältnisse sind nicht geklärt – Wie Günther Oettinger eine mittelalterliche Handschriftensammlung bewahren und das Schloss und Münster Salem sanieren will“
„Was ist wichtiger? Die Sanierung eines Schlosses, das sich im Privatbesitz Prinz Bernhards von Baden befindet, oder der Erhalt einer rund 3.600 Stücke umfassenden mittelalterlichen Handschriftensammlung?“

Frankfurter Rundschau: „‚Kaufen und hängen lassen‘ – Handschriften sollen bleiben“
„Die baden-württembergische CDU/FDP-Landesregierung sieht von einem Verkauf der mittelalterlichen Handschriften in der Badischen Landesbibliothek ab. Dies kündigte Regierungschef Günther Oettinger an. Er rückt damit definitiv von seinem ursprünglichen Vergleichsplan mit dem Haus Baden ab, der den Erlös von 70 Millionen Euro aus dem Verkauf einiger Stücke aus der Handschriftensammlung vorsah.“

Süddeutsche Zeitung: „Nachhilfestunden in Geschichte – Nach heftigen Protesten gibt Günther Oettinger den Plan auf, wertvolle Handschriften zu verkaufen“
„Als das Bundesland Berlin damit begann, seinen Haushalt ein wenig zu sanieren, gab es umfangreiche Proteste gegen die Abschaffung der Pferdestaffel der Polizei, die schließlich zurückgenommen werden musste. Insofern mag es als Fortschritt gelten, dass in Baden-Wuerttemberg nun über den Erhalt von Kulturgütern diskutiert wurde, die bis ins Mittelalter zurückreichen.“

Süddeutsche Zeitung: „Handschriftenstreit geht politisch weiter“
„Auch der neue Vorschlag der baden-württembergischen Landesregierung zur Lösung des Handschriftenstreits wird von Opposition und Kulturverbänden kritisiert.“

swr: „Aufgabe der Kulturpolitik ist es, kulturelles Erbe zu sichern, nicht zu veräußern – Geschäftsführerin des Deutschen Museumsbundes übt scharfe Kritik an baden-württembergischer Kulturpolitik“
Die Überlegung der Landesregierung von Baden-Württemberg, mit dem Verkauf vieler kleiner Objekte aus Museen und Bibliotheken das Badische Fürstenhaus zu sanieren und das Schloss Salem zu sichern, ist von der Geschäftsführerin des Deutschen Museumsbundes, Mechthild Kronenberg, in SWR2 (‚Journal am Morgen‘) als eine ‚unglaublich peinliche und blamable Affäre‘ bezeichnet worden.“

Pforzheimer Zeitung: „Handschriftenstreit: Prügel von allen Seiten“
„Auch das neue Modell der baden-württembergischen Landesregierung zur Lösung des Streits um die badischen Handschriften stößt auf scharfe Kritik in Politik und Kulturszene. Der Deutsche Kulturrat monierte gestern in Berlin, zum Finanzierungsmix eines Vergleichs zwischen dem Land und dem Haus Baden gehöre weiterhin der Verkauf von Kulturgütern aus öffentlichen baden-württembergischen Museen und Bibliotheken. Nach Auffassung des Spitzenverbandes der Bundeskulturverbände ist es nicht schlüssig, dass die Kultur für Finanzprobleme des Hauses Baden bluten muss.“

Badische Zeitung: „Vogt: ‚Das Land blamiert‘ – Landtags-Opposition rügt Oettingers Vereinbarung mit dem Haus Baden / Noll räumt Fehler ein“
„Die Landtagsoppostion hat der Regierung mangelnden Respekt vor dem Kulturerbe des Landes vorgeworfen. ‚Sie habe die Landesverfassung mit Füßen getreten‘, sagte SPD-Fraktionschefin Ute Vogt am Mittwoch in Stuttgart mit Blick auf den Streit um die badischen Handschriften.“

Südwestpresse Ulm: „‚Verfassung mit Füßen getreten‘ – Minister Frankenberg: Vergleich mit Adelshaus bringt viel Gewinn bei wenig Einsatz“
„Auch Oettingers neues Modell zum Vergleich mit dem Adelshaus Baden stößt auf scharfe Kritik in Politik und Kulturszene. Ohne den umstrittenen Handschriftenverkauf will der Ministerpräsident 30 Millionen Euro sammeln – bei Sponsoren, Spendern und der Landesstiftung.“

Mannheimer Morgen: „Politischer Krawall um badische Kulturgüter – Verkauf der Handschriften sorgt im Stuttgarter Landtag für scharfe Debatte / Oettinger: Wir sind lernfähig“
„Im Kampf um den Verkauf von Handschriften aus der Badischen Landesbibliothek ist jetzt die Zeit der Rückzugsgefechte. Als gestern im Landtag Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) sein neues Finanzierungskonzept präsentiert hat, reagiert die Opposition vorsichtig positiv.“

SÜDKURIER, Tageszeitung für Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein: „Wem gehört was?“
„Nach Angaben des baden-württembergischen Ministers für Wissenschaft und Kunst, Peter Frankenberg (CDU), bekommt das Land beim Vergleich mit dem Haus Baden für einen geringen Einsatz einen hohen Gewinn.“

SPD Mannheim: „Handschriftenverkauf: Heberer erklärt 3-Säulen-Modell Oettingers als Mogelpackung zu Lasten aller Kulturinstitutionen in Baden-Württemberg“
„Nach dem weltweiten Aufschrei der Fachwelt über den geplanten Verkauf der historischen Handschriften der Badischen Landesbibliothek stellte Ministerpräsident Oettinger diese Woche bereits die dritte Lösungsvariante für die Sanierung der klammen Finanzsituation des Hauses Baden, nämlich sein 3-Säulen-Modell vor, mit dem er vorerst nur noch 30 Mio. statt bisher 70 Mio Euro für das Adelshaus Baden zusammen bekommen will.“

Heilbronner Stimme: „Politischer Krawall um Kulturgüter – Heftige Kritik der Opposition“
„Im Kampf um den Verkauf von Handschriften aus der Badischen Landesbibliothek ist jetzt die Zeit der Rückzugsgefechte. Als gestern im Landtag Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) sein neues Finanzierungskonzept präsentierte, reagierte die Opposition vorsichtig positiv.“

Bietigheimer Zeitung: „HANDSCHRIFTEN-STREIT / LANDTAGSOPPOSITION FORDERT STOPP DER VERHANDLUNGEN – ‚Verfassung mit Füßen getreten‘ – Minister Frankenberg: Vergleich mit Adelshaus bringt viel Gewinn bei wenig Einsatz“
„Auch Oettingers neues Modell zum Vergleich mit dem Adelshaus Baden stößt auf scharfe Kritik in Politik und Kulturszene.“

Reutlinger General-Anzeiger:  „Landtag – Ministerpräsident Oettinger wird mit Vorwürfen überschüttet. Ute Vogt: ‚Land weltweit blamiert‘ – Derbe Töne im Streit um Kulturerbe“
„Der Streit um den möglichen Verkauf badischer Kulturgüter hat gestern im Landtag für einen munteren Schlagabtausch gesorgt.“

net-tribune.de: „Der Staat braucht Geld: Kultur-Ausverkauf in Baden-Württemberg“

Berliner Zeitung online: „Ausverkäufer geben auf: Die Karlsruher Handschriften werden jetzt doch nicht verhökert“
„Deutschland hat noch nicht vergessen, dass es ein Kulturvolk ist. Ein beispielloser Frevel am überlieferten Erbe sollte begangen werden, doch dann wurde der Protest so übermächtig, dass es sich die Banausen – so muss man sie nennen – nach nur drei Wochen doch noch anders überlegten. Das ist die gute Botschaft aus dem unseligen Handschriften-Streit in Baden-Württemberg: Die Öffentlichkeit ist nicht gewillt, den Verkauf von Museumsbesitz zur Entlastung des Staatshaushalts hinzunehmen. Das Tabu soll weiterhin eines bleiben.“

Europolitan: „Karlsruhe: Handschriften werden nicht für Salem geopfert“
„Die finanziellen Mittel zum Erhalt der Schlossanlage Salem am Bodensee sollen durch Sponsoren und öffentliche Mittel gesichert werden. Die benötigten 30 Millionen Euro werden also nicht durch einen Verkauf mittelalterlicher Handschriften aus der badischen Landesbibliothek Karlsruhe erwirtschaftet.“

Conaca: „Karlsruhe manuscripts selloff update“