Das Feuer ist ein fürchterliches Element, welches Häuser, Dörfer und Städte in die Asche legt. Eine Feuersbrunst entsteht, wenn man unter Lichtern unvorsichtig umgeht, wenn der Blitz in einem Hause zündet, wenn der Krieg seine Flammen austheilt, oder wenn boshafte Menschen Feuer einlegen.
So fasste Jacob Eberhard Gailer das Thema der Ausstellung 1833 in seinem Neuen Orbis pictus für die Jugend zusammen. Die Erzeugung von Feuer zählt zu den ältesten Kulturtechniken der Menschheit. Ohne Feuer kein Licht und keine Wärme. Der vielfältige Nutzen, den es stiftet, steht außer Frage. Ebenso aber auch der Schaden, den es anrichtet, wenn es durch Fahrlässigkeit außer Kontrolle gerät, wenn es mit Zerstörungsabsicht gelegt wird, wenn Naturphänomene oder technisches Versagen unvorhergesehen einen Brand entstehen lassen.
Wir zeigen in historischen Büchern des 18. und 19. Jahrhunderts, was über Brandursachen, Brandbekämpfung, Brandschutz und besonders folgenschwere Brandkatastrophen bei uns zu finden ist.
Die Spanne reicht von barocken Emblembüchern und Unglückschroniken über die Erfindung der Feuerspritze, des Blitzableiters und des Handlöschers zu den Strafgesetzen betreffend Brandstiftung und zu den badischen Brandversicherungsordnungen – von der Trauerpredigt, die einen Stadtbrand als Gottesstrafe geißelt, zu Heinrich Hoffmanns Paulinchen, das unerlaubt mit Zündhölzern spielt.
Laufzeit: 4.11.2026 – 24.3.2027
Veranstaltungsort: Vortragssaal / Ausstellungsraum
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