2023

Neuerwerbung im Dezember: Neuerscheinungen zum Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach

Das Weihnachtsoratorium (BWV 248) von Johann Sebastian Bach (1685–1750) gehört zu den beliebtesten klassischen Werken zur Advents- und Weihnachtszeit. In der Vorweihnachtszeit wird das Oratorium in vielen Kirchen und Konzerthäusern aufgeführt.

Vor fast 300 Jahren, am 25. Dezember 1734, wurde das Werk erstmals mit dem Thomanerchor in der Nikolaikirche und der Thomaskirche in Leipzig aufgeführt. Das Oratorium besteht aus sechs Kantaten von jeweils etwa einer halben Stunde Dauer. Jede Kantate gehört zu einem der sechs christlichen Festtage zwischen dem ersten Weihnachtstag am 25. Dezember und dem Dreikönigstag am 6. Januar.

Bibliographische Angaben:
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium: BWV 248, Teil I und II: Bearbeitung für Soli, Chor und Orgel; arrangiert von Carsten Klomp. Stuttgart: Carus, 2021 und 2022. Badische Landesbibliothek, M 31969 und M 32516
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium; Gächinger Kantorei, Bach-Collegium Stuttgart, Helmuth Rilling. München; Freiburg: HERDER AUDIO in der Verlag Herder GmbH, 2017. Badische Landesbibliothek, 117 V 1284
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium: BWV 248, Faksimile mit einem Kommentar herausgegeben von Alfred Dürr. Kassel: Bärenreiter, 1960. Badische Landesbibliothek, M 412 (Lesesaal LS: Tz 9515)

 

Das Weihnachtsoratorium (BWV 248) von Johann Sebastian Bach im Bestand der Badischen Landesbibliothek.

Neuerwerbung im November: Loriots 100. Geburtstag

Am 12. November wäre Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot, hundert Jahre alt geworden. Obwohl er bereits 2011 starb, hat er hierzulande immer noch fast sprichwörtliche Berühmtheit. Viele seiner humoristischen und karikaturistischen Texte haben sich zu geflügelten Worten entwickelt. Immer noch erscheinen immer wieder neue Biographien, Analysen oder Sammlungen seiner Texte und Bilder.

Bülow hatte in Hamburg Malerei und Grafik studiert und danach zunächst als Werbegrafiker gearbeitet. Als Karikaturist unter dem Künstlernamen Loriot wurde er Anfang der 1950er Jahre bekannt, als seine Serie „Auf den Hund gekommen“ im Stern erschien und heftige Proteste auslöste.

 

Wieland Schwanebeck: Loriot. 100 Seiten. Ditzingen: Reclam, 2023
Badische Landesbibliothek, 123 H 222

Loriot. Zürich: Diogenes, 1993
Badische Landesbibliothek, 99 B 50303

Neuerwerbung im Oktober: Jazz in Karlsruhe

Nach 4 Jahren Umbauzeit eröffnete der Jazzclub Karlsruhe e.V. im September 2023 seine neuen Räume im ehemaligen Kurbel-Kino in der Karlsruher Kaiserpassage. Der Kinosaal im Erdgeschoss wird wie bisher von der Kinemathek bespielt. Der Umbau der Kinoräume war 2018 vom Karlsruher Gemeinderat bewilligt und unterstützt worden. 

Der Jazzclub Karlsruhe prägt die regionale Kultur- und Musikszene seit 1969. In den über 50 Jahren seines Bestehens hat sich der Kulturverein zur festen Größe des Karlsruher Kulturlebens entwickelt und großen Anteil daran, dass Baden-Württemberg heute als „Jazzpflaster“ gilt.

Musiknoten und Bücher zum Thema Jazz finden Sie in unserem Online-Katalog.

Bibliographische Angaben zu den ausgestellten Musiknoten:
Miles Davis: For solo guitar; arranged by Jamie Findlay. Milwaukee, Wisconsin: Hal Leonard Corporation, 1976. Badische Landesbibliothek, M 32634
Glenn Miller für Piano. Alle Titel von Jürgen Moser für Klavier bearbeitet. Köln: Edition Metropol Musikverlage GmbH, 2003. Badische Landesbibliothek, M 32747
Count Basie collection. Note-for-note transcriptions of Basie performances, from various recordings. Milwaukee, Wisconsin: Hal Leonard Corporation, 2004. Badische Landesbibliothek, M 32857

 

Werke von Count Basie, Glenn Miller und Miles Davis im Bestand der Badischen Landesbibliothek.

Neuerwerbung im September: Orchideenfächer

Die Badische Landesbibliothek versteht sich als wissenschaftliche Universalbibliothek. Deswegen stellt sie auch Literatur zu Fächern bereit, die etwas exotisch anmuten mögen. Eines davon ist die Klassische Philologie, also die lateinische und griechische Sprache und Literatur. Braucht man so etwas?

Schaut man sich an, was in diesem Fach in der letzten Zeit neu in die Bibliothek kam, kann man dabei dann aber doch die eine oder andere Entdeckung machen. So findet sich hier nicht nur der erwartbare Kommentar zu klassischen römischen Autoren, sondern beispielsweise auch ein antikes Kochbuch in neuer Übersetzung. Es enthält neben zahlreichen Rezepten für Fisch, Fleisch, Gemüse und Soßen hilfreiche Tipps zur Aufbewahrung und Haltbarmachung von Gemüse und Obst. Auch das Übungsbuch zur Abiturvorbereitung oder der (neu-)griechische Sprachführer für den Urlaub mögen dem einen oder der anderen durchaus nützlich sein. Stöbern in den sogenannten „Orchideenfächern“ lohnt sich also…

 
Zu sehen sind drei Bücher.

Badische Landesbibliothek, 123 G 245 / 123 G 301 / 123 E 1237

Neuerwerbung im August: Zeichnen lernen

Wer schon einmal versucht hat, Menschen zu zeichnen, weiß, dass das nicht leicht ist. Besonders Gesichter, Hände oder Füße einigermaßen naturgetreu wiederzugeben, erfordert Übung und Kenntnisse. Deswegen gab es schon vor Jahrhunderten immer wieder Hilfetexte dazu. Auch im 19. Jahrhundert verdiente sich manch ein ausgebildeter Künstler mit Anleitungen, aber auch mit Vorlagen für verschiedene Körperhaltungen etwas dazu.

Mehr als ein solches Anleitungsheft veröffentlichte auch Paul Wolfgang Schwarz (1766–1815). Er war seit 1789 Hofkupferstecher im Herzogtum Sachsen-Coburg-Saalfeld. Vermutlich stammt die hier gezeigte kleine Sammlung von Vorlagen zum Zeichnen menschlicher Figuren ebenfalls von ihm.

 
zu sehen ist ein aufgeschlagenes Buch

Vorzeichnungen zur Erlernung der Zeichenkunst
nach guten Meistern geordnet und gestochen en crayon manier
Stuttgart: Ebner, ca. 1820
Badische Landesbibliothek, 123 E 364 R

Neuerwerbung im Juli: Outdoor in Europa

Die Sommerferien nahen, und damit auch die Hauptreisezeit. Für alle, die noch Ideen dafür suchen oder nähere Informationen über ein schon geplantes Ziel suchen, bietet die Badische Landesbibliothek reiche Auswahl. Neben den klassischen Reiseführern lohnt sich oft auch ein Blick in weniger naheliegende Quellen. Zahlreiche Bildbände liefern Anregungen auch jenseits der bekannten Ziele.

Das hier ausgewählte Buch etwa gliedert sich nach Outdoor-Aktivitäten. Die Abschnitte reichen von Wandern über Eisklettern und Wildcampen bis Schlammbaden und Stand-up-Paddling. Zu jedem Kapitel werden verschiedene europäische Gegenden vorgestellt, in denen man seinem jeweiligen Hobby besonders gut frönen kann.

 
zu sehen ist ein aufgeschlagenes Buch

Outdoor in Europa
München: Dorling Kindersley, 2021
Badische Landesbibliothek, 123 B 230

Neuerwerbung im Juni: Reger-Werkausgabe

Die Reger-Werkausgabe entsteht seit Anfang 2008 im Max-Reger-Institut in Karlsruhe. Sie ist ein Projekt der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz und wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert.
Die gedruckten Bände erscheinen im Carus-Verlag in Stuttgart. Sie sind vollständig in der Badischen Landesbibliothek vorhanden.
Dieses Jahr wird der 150. Geburtstag des 1873 in Brand (Oberpfalz) geborenen Komponisten gefeiert, dessen Werke derzeit eine Renaissance in den Konzertsälen erleben.

 
Das Foto zeigt die Reger-Werkausgabe und die Noten des ersten der Sieben Lieder für mittlere Singstimme und Klavier, opus 48 von Max Reger.

Reger-Werkausgabe
Badische Landesbibliothek, MUSR 257,2,2 und MUSR 257,2,3

Neuerwerbung im Mai: Stammbuch von C. F. Bouginé

Stammbücher oder auch Freundschaftsalben gibt es seit der Reformationszeit. Ursprünglich sammelte man darin originale handschriftliche Einträge berühmter Personen. Dadurch konnte man gleichzeitig eine Art Referenz vorweisen oder sich gegenseitiger Freundschaft versichern. Deswegen waren sie besonders unter Studenten weit verbreitet. Das gezeigte Stammbuch ist ein klassisches Beispiel dafür: Neben Familie und Freunden ließ der Besitzer Carl Friedrich Bouginé auch Professoren sich in seinem Büchlein verewigen. Die meisten Einträge stammen aus seinen Studienjahren.

Carl Friedrich Bouginé, der 1836 starb, war der Sohn des Karlsruher Lehrers und Schriftstellers Karl Joseph Bouginé (1735–1797). Über sein Leben ist nur wenig bekannt, kurzzeitig war er jedoch als Diplomat in badischen Diensten beschäftigt. Seine Schwester Ernestine heiratete 1808 den Karlsruher Verleger Christian Friedrich Müller, den Gründer des Verlags C. F. Müller. In dessen Familie blieb das Stammbuch erhalten und wurde nun aus dem Nachlass des letzten Verlagsleiters, dem 2022 in Karlsruhe verstorbenen Christof Müller-Wirth, der Badischen Landesbibliothek übergeben.

 

Stammbuch von Carl Friedrich Bouginé
Karlsruhe / Erlangen, 1794-1796
Badische Landesbibliothek, Cod. Karlsruhe 3494

Neuerwerbung im April: 100. Todestag von Großherzogin Luise

Am 23. April 1923 starb im Neuen Schloss in Baden-Baden die ehemalige badische Großherzogin Luise. Die Tochter des späteren deutschen Kaisers Wilhelm I.  war seit 1856 mit Großherzog Friedrich von Baden verheiratet, der 1907 starb. So war sie über fünfzig Jahre lang offiziell Landesmutter Badens und erwarb sich große Beliebtheit. Auch nach dem Regierungswechsel 1907 und selbst nach der Abschaffung der Monarchie 1918 blieb sie hochgeachtet und verehrt. Die Feierlichkeiten zu ihren Ehren fielen deshalb regelmäßig sehr umfangreich aus.

Das galt auch für ihre Beerdigung. So fand zu ihrem Tod nicht nur eine Trauerfeier statt: Allein in Baden-Baden wurden zwischen dem 23. und dem 29. April sechs Andachten und Trauerfeiern abgehalten. Hinzu kam dann noch die Beisetzung in Karlsruhe mit Gottesdienst am 30. April. Die dabei gehaltenen Reden wurden gesammelt abgedruckt und veröffentlicht.

 
Ordnung für die Feuer der Beisetzung von Frau Großherzogin Luise von Baden sowie ein Heft "Gottesdienstliche Feiern und Ansprachen"

Gottesdienstliche Feiern und Ansprachen aus Anlaß des Heimgangs, der Aufbahrung und Beisetzung der Großherzogin Luise von Baden
Karlsruhe: C. F. Müller, 1923
Badische Landesbibliothek, O 44 A 623

Ordnung für die Feier der Beisetzung der Frau Großherzogin Luise von Baden
1923
Badische Landesbibliothek, O 51 B 79

Neuerwerbung im März: Jazz bei der Abiturprüfung 2023

Jazz entstand um 1900 in den Südstaaten der USA und hat seither einen wesentlichen Einfluss auf die Musik des 20./21. Jahrhunderts.
Er ist eines der Schwerpunktthemen, die für die schriftliche Abiturprüfung im Jahr 2023 im Fach Musik in Baden-Württemberg ausgewählt wurden. Lernziele sind u.a. Kenntnisse über die sozialen und gesellschaftlichen Hintergründe des Jazz sowie über die Bedeutung der Improvisation für den Jazz. Außerdem sollen Jazzelemente in anderen Musikepochen wiedererkannt und verglichen werden können.
Musiknoten und Bücher zum Thema Jazz finden Sie in unserem Online-Katalog.

Bibliographische Angaben zu den ausgestellten Musiknoten:
Oscar Peterson: The very best of Oscar Peterson. Milwaukee, Wisconsin: Hal Leonard Corporation, 1991. Badische Landesbibliothek, M 32455
Duke Ellington: Jazz Piano Solos. Milwaukee, Wisconsin: Hal Leonard Corporation, 2009. Badische Landesbibliothek, M 32464
Miles Davis. Jazz Piano Solos. Milwaukee, Wisconsin: Hal Leonard Corporation, 2008. Badische Landesbibliothek, M 32476

 
Fotografie von drei Publikationen zu Oscar Peterson, Duke Ellington und Miles Davis.

Werke von Oscar Peterson, Duke Ellington und Miles Davis im Bestand der Badischen Landesbibliothek.

Neuerwerbung im Februar: Luftschiffe, die nie gebaut wurden

Im Jahr 1900 hob bei Friedrichshafen am Bodensee der erste Zeppelin ab. Die Faszination war groß, und nach einigen technischen Pannen wurden Luftschiffe dieser Art noch bis 1940 in verschiedenen Bereichen eingesetzt. Im Vordergrund stand der Passagiertransport, doch auch für die militärische Luftaufklärung verwendete man Luftschiffe.
Der deutsche Zeppelin war allerdings weder die erste noch die einzige Konstruktion seiner Art. Die Idee eines gasgefüllten fliegenden Transportgeräts hatte schon einige Jahrzehnte zuvor mit der Erfindung des Heißluftballons der Brüder Montgolfière einen ersten Erfolg gefeiert.
Konstruktionsideen für Luftschiffe gab es in dieser Zeit, in der die Luftfahrt einen großen technischen Sprung machte, viele. Jedoch erreichten die wenigsten eine Umsetzung. Viele Ideen verschwanden in der Schublade, ohne jemals das Tageslicht erblickt zu haben. Dazu zählten insbesondere auch einige Entwürfe für großräumige Touristenluftschiffe. Aufgrund ihrer Größe stellten sie sich häufig in der Realität als nicht machbar heraus.

 
Das Foto zeigt das Buch "Luftschiffe, die nie gebaut wurden" von Jürgen Bleibler in der Virtrine

Jürgen Bleibler: Luftschiffe, die nie gebaut wurden
Friedrichshafen: Gessler, 2002
Badische Landesbibliothek, 121 F 2229
 

Neuerwerbung im Januar: Jagdbuch

Jacques du Fouilloux (1519–1580) war ein westfranzösischer Adliger. Wie für die meisten Adligen seiner Zeit war die Jagd für ihn ein gern gepflegter Zeitvertreib. Seine Leidenschaft für das damals als Sport betrachtete Hobby ging so weit, dass er ein ganzes Buch darüber schrieb. Zuerst gedruckt 1561 in Poitiers, erschien es bis Ende des 19. Jahrhunderts in zahlreichen Auflagen und wurde in mehrere Sprachen übersetzt, darunter auch ins Deutsche.

Das Werk enthält allerdings weniger Tipps und Anleitungen zur erfolgreichen Jagd. Vielmehr beschäftigte Fouilloux sich ausführlich mit Gewohnheiten und Eigenarten der potentiellen Beute- und Hilfstiere. Sein Buch ist das Ergebnis genauer Beobachtungen, enthält aber auch zahlreiche eher kurios anmutende Details zu bestimmten Tieren. Die hier gezeigte deutsche Ausgabe ist reich illustriert mit Holzschnitten, die zu großen Teilen von Jost Amman (1539–1591) geschaffen wurden, einem bekannten Zeichner und Kupferstecher seiner Zeit.

 
Zu sehen ist ein geöffnetes Buch in der Vitrine: ein Jagdbuch des Franzosen Jacques du Fouilloux.

Jacques du Fouilloux: Neuw Jag und Weydwerck Buch
Frankfurt: Feyerabend, 1582
Badische Landesbibliothek, 122 F 706 R

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