Neuerwerbung des Monats

Die Neuerwerbung des Monats können Sie im Lesesaal der Badischen Landesbibliothek kennenlernen. Regelmäßig wird ab dem ersten Tag eines Monats eine neue Überraschung im Original präsentiert und zugleich hier auf der Webseite vorgestellt.

Die ausgewählten Exponate gewähren den Besucherinnen und Besuchern einen guten Einblick in den breit gefächerten Sammlungsbestand der BLB und stellen aktuell getätigte Erwerbungen vor – egal ob unikales Autograph, seltener Notendruck, Kochbuch oder Comic.

Eine Übersicht der Neuerwerbungen des Jahres 2021 finden Sie hier:

Neuerwerbung im Mai: Stephanie Grimm-Brenner und Reinhold Schneider

Stephanie Grimm-Brenner: Fünf Sonette an die Heimat von Reinhold Schneider
Baden-Baden 1938
Badische Landesbibliothek, Cod. Karlsruhe 3469

Die Baden-Badener Malerin Stephanie Grimm-Brenner (1886–1977) stand als Künstlerin im Schatten ihres weitaus bekannteren Ehemanns Arthur Grimm (1883–1948). Sie hatte ihn 1913 geheiratet und drei Kinder bekommen, das Ehepaar trennte sich jedoch 1931. Stephanie stammte aus der Hoteliersfamilie Brenner und war eine Cousine des Dichters Reinhold Schneider (1903–1958), dessen Mutter ebenfalls ein Traditionshotel in Baden-Baden führte, das Hotel Messmer, das ihren Eltern gehört hatte.

Schneider arbeitete einmal auch mit Arthur Grimm zusammen („Baden-Baden in 100 Zeichnungen“, 1928); das Projekt hatte jedoch nur geringen Erfolg. 1938 schrieb Stephanie Grimm-Brenner fünf Sonette ihres Cousins ab, illustrierte sie mit Aquarellen und fasste sie zu einem kleinen Büchlein zusammen, dass sie ihrer Tochter Alix zu Weihnachten schenkte. Die Tochter hielt sich zu diesem Zeitpunkt in Paris auf. Das Bändchen gelangte vor kurzem als Geschenk in die Badische Landesbibliothek, wo es das Reinhold-Schneider-Archiv ergänzt.

Neuerwerbung im April: Musik-CDs von "Hänssler Classic"

Musik-CDs von Hänssler Classic

Musik-CDs von Hänssler Classic

Günter Hänssler, 1959 in Stuttgart geboren, arbeitete schon früh im elterlichen Hänssler-Verlag, der einen Schwerpunkt im Bereich Kirchenmusik hatte. Als Leiter und Geschäftsführer des Tonträgerbereichs im Hänssler-Verlag baute er das Label Hänssler Classic auf. Nach der Insolvenz des Stammhauses widmete er sich ab 2004 zunächst der Profil-Edition Günter Hänssler, bis er 2015 das von ihm gegründete Label Hänssler Classic zurückkaufte und seitdem zwei eigenständige Labels führt. Beide Labels erhielten zahlreiche Auszeichnungen, darunter Klassik-Echos und Grammy-Nominierungen.

Die Musik-CDs des Labels Hänssler Classic gelangen aufgrund des Pflichtexemplargesetzes von Baden-Württemberg in die Badische Landesbibliothek. Ziel dieses Gesetzes ist es, die gesamte Medienproduktion aus Baden-Württemberg vollständig zu sammeln und aufzubewahren.

Angaben zu den Musik-CDs:

Georg Friedrich Händel: Concerti grossi op. 3 & op. 6
Iona Brown, Violine; Academy of St. Martin in the Fields
Neuhausen: Profil Medien GmbH/hänssler CLASSIC, 2020
Badische Landesbibliothek, 120 V 2173

Hungarian melody / Johannes Brahms, Franz Liszt, Franz Schubert
Sofja Gülbadamova, Klavier
Neuhausen: Profil Medien GmbH/hänssler CLASSIC, 2019
Badische Landesbibliothek, 120 V 143

Carl Philipp Emanuel Bach: Piano concertos
Michael Rische, Klavier; Berliner Barock Solisten
Neuhausen: Profil Medien GmbH/hänssler CLASSIC, 2020
Badische Landesbibliothek, 120 V 2145,6

Johann Sebastian Bach: Six partitas : BWV 825-830
Trevor Pinnock, Cembalo
Neuhausen: Profil Medien GmbH/hänssler CLASSIC, 2020
Badische Landesbibliothek, 120 V 2155

Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichersinfonien 7, 9 & 12
Streicherakademie Bozen; Frieder Bernius, Dirigent
Neuhausen: Profil Medien GmbH/hänssler CLASSIC, 2018
Badische Landesbibliothek, 120 V 2146

Neuerwerbung im März: Frühling!

Kurzgefaster Unterricht vor den Baden-Durlachischen Bauersmann wie er die vier vornehmste Futterkraeuter … pflanzen und benutzen sol
Karlsruhe: Macklot, 1762
Badische Landesbibliothek, 121 H 167

Die Blumenuhr (nach Carl von Linné)
Ostfildern: Thorbecke, 2021
Badische Landesbibliothek, 121 E 323

Ute Leyh: Meine Liebe zum Land
Holzgerlingen: SCM, 2021
Badische Landesbibliothek, 121 B 139

Mit der Sonne und den steigenden Temperaturen fängt es überall an zu blühen – auch in der Badischen Landesbibliothek. Hier kamen in den letzten Wochen zahlreiche neue Bücher und andere Medien rund um das Thema Blumen, Gärtnern oder Natur ganz allgemein an: Vom Gartenratgeber bis zum historischen Landwirtschaftstraktat war alles dabei. Eine kleine Auswahl haben wir hier für Sie zusammengestellt, mehr ist über den Katalog plus zu finden. 

Neuerwerbung im Februar: Geschichte des Costüms

Albert Racinet: Geschichte des Kostüms, deutsche Ausgabe bearb. von Adolf Rosenberg
Berlin: Wasmuth, 1888
Badische Landesbibliothek, 120 E 2839 R

Der französische Zeichner, Maler und Lithograph Charles Auguste Albert Racinet (1825–1893) machte sich schon früh einen Namen als Illustrator von Werken, die sich mit der Geschichte der Kleidermode befassten. Sein wohl berühmtestes Werk dieser Art wurde gleichzeitig sein letztes: Le costume historique gab auf 500 Tafeln, davon 300 farbig, in sechs Bänden einen Überblick über die Mode der Welt, sowohl aktuelle als auch historische. So enthält das Werk u.a. lange Abschnitte zu antiken Kulturen. Doch wurden nicht nur Kostüme, also Kleidungsstücke gezeigt, sondern auch detailreiche Abbildungen von Accessoires usw.

Das Werk erschien 1888 in Paris, fünf Jahre vor Racinets Tod; noch im selben Jahr übersetzte der Kunsthistoriker Adolf Rosenberg (1850–1906) es ins Deutsche. Es erfreute sich großer Beliebtheit, stand es doch in einer Reihe ähnlicher Publikationen, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts populär waren. Der Ursprung dieser Popularität von Bildwerken zu Architektur, Kleidung oder Alltagswelt unterschiedlicher Kulturen lag in der wachsenden Begeisterung für (antike) Archäologie, aber auch für Völkerkunde und „exotische“ Länder und Gebräuche.  

Neuerwerbung im Januar: Tierbilder

Viellerley wu[n]derbarlicher Thier des Erdtrichs, Mehrs vnd des Luffts […]
Frankfurt: Cyriacus Jacob, 1546
Badische Landesbibliothek, 120 E 2912 R

Sammlungen von Bildvorlagen für Gegenstände, die nicht jeder Künstler oder Kunsthandwerker im Detail kennen kann, gibt es schon seit Jahrhunderten. Bereits im frühen Mittelalter existierten derartige Musterbücher als Arbeitshilfe für Buchmaler, Steinmetze, Goldschmiede, Maler und Illustratoren. Später und noch bis ins 20. Jahrhundert hinein wurden auch Sammlungen mit Mustern, Ornamenten und ähnlichem für diverse Handarbeiten oder Kunsthandwerke aufgelegt, aber auch für Kalligraphie und verwandte Künste.

Ein solches Musterbuch aus dem 16. Jahrhundert, das nur in wenigen Exemplaren erhalten ist, stellt das Tierbuch dar, das der Frankfurter Drucker Cyriakus Jacob 1546 veröffentlichte. Es zeigt hochwertige Holzschnitt-Darstellungen von Tieren in oft großer Genauigkeit. So konnten auch Künstler, die manche Tiere nicht selbst oder nicht genau genug beobachten konnten, diese nach den Vorlagen des Buches wiedergeben. Immer wieder aber weichen die Darstellungen weit von der Wirklichkeit ab oder zeigen Phantasiewesen, beispielsweise Einhörner, gleichberechtigt neben realen Tieren. Jacob hatte bei seinem Tierbuch vor allem Goldschmiede und Maler im Sinn, wie er schon im Titel schrieb.

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