Herzlich Willkommen im BLBlog!

Hier finden Sie verschiedene Beiträge aus unseren breit gefächerten Aufgaben- und Tätigkeitsfeldern: Interessantes, Wissenswertes, Kurioses und sicherlich die ein oder andere Überraschung aus dem Alltag der Badischen Landesbibliothek. Auch Themen, von denen die BLB als Institution betroffen ist, werden aufgegriffen, kommuniziert und kommentiert.

Recherchieren und arbeiten Sie zu Beständen der Badischen Landesbibliothek? Haben Sie einen interessanten Artikel, den Sie uns vorschlagen möchten? Wir freuen uns über Ihre Nachrichten, Anmerkungen und Fragen zu den Blogbeiträgen.
Kontakt: Barbara Bauer M.A. und Dr. Frédérique Renno
presse@blb-karlsruhe.de

ISSN 2751-9031

90 Jahre NS-Machtergreifung: Der 30. Januar 1933 im Spiegel badischer Zeitungen

Zu sehen ist das Titelblatt der Morgenausgabe der Badischen Presse vom 31. Januar 1933.

Titelblatt der Morgenausgabe der Badischen Presse vom 31. Januar 1933. – zum Digitalisat

Frédérique Renno 30. Januar 2023 17 Uhr

Heute vor 90 Jahren, am 30. Januar 1933, wurde Adolf Hitler vom Reichspräsidenten Paul von Hindenburg zum Reichskanzler des Deutschen Reiches ernannt. Hitler übernahm damit die Führung einer Koalitionsregierung aus der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) und der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP). Es waren turbulente Zeiten, in denen sich die Ereignisse förmlich überschlugen.

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Johann Wenzel Kalliwoda in Donaueschingen und Karlsruhe

Zu sehen ist ein Porträt von Johann Wenzel Kalliwoda, gemalt von Gustav Schlick in Leipzig um 1850.

Gustav Schlick: Johann Wenzel Kalliwoda (1801–1866). Leipzig [um 1850].
Badische Landesbibliothek, K 3170,D,1. - zum Digitalisat

Brigitte Knödler-Kagoshima 19.12.2022 12 Uhr

Am 19. Dezember 1822 – also vor 200 Jahren – trat Johann Wenzel Kalliwoda (1801–1866) seinen Dienst als Hofkapellmeister am Fürstlich Fürstenbergischen Hof in Donaueschingen an. Das Datum des Dienstbeginns geht aus einem offiziellen Dekret der Hofverwaltung hervor, in dem der Musiker und Komponist zum Hofkapellmeister ernannt wurde. Kaum jemand ahnte damals, dass seine Anstellung bei Hofe bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1866 währen sollte.

Wer war Johann Wenzel Kalliwoda? Wo werden seine Werke heute aufbewahrt? Und wie können seine Werke eingesehen werden?

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Vom Nibelungenlied zu einem Crossover an Reiseberichten, Chroniken und Rechtsbüchern

Runder Ausschnitt (Medaillon) der Einzelseite 1r aus der Handschrift Cod. Donaueschingen 738, oben rechts am Rand mit Laßberg-Wappen.

Badische Landesbibliothek, Cod. Donaueschingen 738, 1r - zum Digitalisat

Luise Czajkowski und Katrin Sturm 13.12.2022 13:00 Uhr

Das DFG-Projekt zur Neukatalogisierung der ehemals Donaueschinger Handschriften in der Badischen Landesbibliothek geht in seine dritte Runde.

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Die „Violinschule“ von Leopold Mozart in der Badischen Landesbibliothek

Bei dem Bild handelt es sich um ein Porträt von Leopold Mozart aus seiner Violinschule.

Porträt von Leopold Mozart aus seinem Werk „Violinschule“
Badische Landesbibliothek, Signatur M 32563 RH 

Brigitte Knödler-Kagoshima 29.11.2022 12:00 Uhr

Die Badische Landesbibliothek hat im November 2022 die „Violinschule“ von Leopold Mozart in der zweiten Auflage aus dem Jahr 1770 als Geschenk aus Privatbesitz erhalten. Die großzügige Schenkung von Helmut Mink (Rheinau-Freistett) ergänzt die Sammlungen der Badischen Landesbibliothek vorzüglich, da umfangreiche historische und aktuelle Bestände zu Mozart vorhanden sind. Frühe Notendrucke aus der Entstehungszeit finden sich insbesondere auch in der Musikaliensammlung, die 1999 aus der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek in Donaueschingen übernommen wurde.

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Tutanchamun in Karlsruhe

Howard Carter: Tut-ench-Amun. Bd. 1-3. Leipzig 1924-1934, Vorderdeckel
Badische Landesbibliothek 66 A 223,1-3

Zum 100. Jahrestag der Entdeckung des Pharaonengrabes 

Julia von Hiller 3.11.2022 10.00 Uhr

Am 4. November 1922 kam Howard Carter morgens an die Grabungsstelle im Tal der Könige und wurde von einem gespannten Schweigen seiner Mitarbeiter erwartet. Sie waren auf eine Treppenstufe im natürlichen Fels gestoßen und warteten nun ab, was ihr Chef über das weitere Vorgehen entscheiden würde. Carter ließ die Treppe freilegen und traf auf ein unversehrtes Pharaonengrab der 18. Dynastie, das Grab des Tutanchamun. Nie vorher hatte ein Archäologe ein noch ungeöffnetes Grab gefunden, immer waren vorher schon Grabräuber dagewesen. Dieses war randvoll gefüllt mit Gegenständen aus Gold: eine Weltsensation. Was haben die Menschen in Karlsruhe davon mitbekommen? Hat das überhaupt jemanden interessiert in jener Stadt, auf deren Marktplatz ihr Stadtgründer unter einer Pyramide begraben liegt? 

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Der „Gutsch-Fritzle“ und die Karlsruher Nachrichten

Titelblatt der Erstausgabe der Karlsruher Nachrichten vom 1. Juni 1870.

Michael Fischer 24.9.2022 12 Uhr

Heute vor 125 Jahren verstarb der Karlsruher Hofbuchdrucker, Mundartdichter und Publizist Friedrich Gutsch jun. (1838–1897) in seiner Geburtsstadt. Gutsch wurde am 30. November 1838 als jüngster Sohn des Buchdruckers Friedrich Gutsch sen. in Karlsruhe geboren. Nach dem Besuch einer höheren Schule nahm er eine Schreinerlehre auf (...)

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Richard Willstätter zum 150sten Geburtstag

Zu sehen ist ein Portrait von Richard Willstätter

Richard Willstätter 1923. - Quelle: Wikipedia

Michael Mönnich (Gastautor) 13.8.2022 8.30 Uhr

Nachdem er 1938 vor den Verfolgungen des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland in die Schweiz geflohen war, schrieb der Chemienobelpreisträger und gebürtige Karlsruher Richard Willstätter in seinem Tessiner Exil seine Autobiographie. Sie erschien posthum und gibt interessante persönliche Einblicke in ein deutsches Forscherleben in sehr bewegten Zeiten während dreier politischer Systeme. Sie findet sich auch im Bestand der Badischen Landesbibliothek (1. Aufl. 1949 und 2. Aufl. 1958).

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100 Jahre deutsche Nationalhymne – „Das Lied der Deutschen“ im Spiegel der badischen Presse

Zu sehen ist ein Gemälde von Ernst Henseler. Es zeigt Hoffmann von Fallersleben in der zeitgenössischen Mode auf einem Felsen in der Natur sitzend. In seiner Hand hält er einen Wanderstock.

Almut Ochsmann (Gastautorin) 11.8.2022 8.30 Uhr

„Einigkeit und Recht und Freiheit“, den Anfang unserer Nationalhymne, haben wir fast täglich in der Hand: Er ist auf dem Rand der deutschen 2-Euro-Münzen eingeprägt. Diese demokratischen Grundsätze scheinen uns in Deutschland eine Selbstverständlichkeit zu sein. Doch das war nicht immer so. Badische Zeitungen aus den Digitalen Sammlungen der BLB erzählen die wechselvolle Geschichte der Nationalhymne.

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Wir feiern Johannes Reuchlin!

Porträt von Johannes Reuchlin, 18. Jh., Badische Landesbibliothek, Graph Slg 3230 (an den rechten Rand)

Kira Epple 2.8.2022 7.30 Uhr

Anlässlich des 500. Todestags des Humanisten Johannes Reuchlin (1455–1522) veröffentlicht die Badische Landesbibliothek eine virtuelle Ausstellung und feiert damit sein Lebenswerk. Bekannt wurde Johannes Reuchlin durch seine Arbeit mit der hebräischen Sprache, seine Verdienste im christlich-jüdischen Dialog und durch seine große Bibliothek, deren Reste im Bestand der Badischen Landesbibliothek erhalten sind. Alle zwölf noch bekannten Handschriften aus Reuchlins Besitz sind vollständig digitalisiert und in den Digitalen Sammlungen zu finden. Durch die Erschließung einer neuen Wissenschaft, der Hebraistik, steht Johannes Reuchlin beispielhaft für die Epoche der Renaissance. Sein Leben war geprägt von verschiedenen beruflichen Tätigkeiten, so war er Jurist, Diplomat, Philologe, Philosoph, Gräzist und Hebraist. Heute gilt er vor allem auch als Vorreiter religiöser Toleranz.

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Wie war's denn so? Ein Karlsruher Heldengespräch

Aufzeichnung sowie Übertragung ins Neuhochdeutsche.
30.6.2022 13.15 Uhr

Die Szene spielt am Mittag des 24. Juni 2022. Wigalois vom Rade, ein Artusritter, ist zurück im Handschriften-Tresor der Badischen Landesbibliothek. Die treuen Gefährten auf den Regalböden unter und über ihm befragen ihn zu seinen Erlebnissen auf der Tagung, die seinetwegen am 23. und 24. Juni 2022 in der Badischen Landesbibliothek stattgefunden hat.

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Tüchtig und belesen. Friedrich Valentin Molter zum 300. Geburtstag

Carlsruher Beyträge zu den schönen Wissenschaften. Bd. 1 (1760). Frontispiz. Badische Landesbibliothek, Gym Z 7

Julia von Hiller 22.6.2022 19.35 Uhr

Ein tüchtiger und belesener Mann war das, ein kluger Manager der Karlsruher Hofbibliothek und ein Gelehrter, der auch etwas aus ihr zu machen wusste: Am 1. Juli 2022 jährt sich zum 300. Mal der Geburtstag von Friedrich Valentin Molter. Als derjenige, der erstmals allen Gebildeten von Stadt und Land Zugang zu den Buchbeständen im Schloss eröffnete, der dafür sorgte, dass die wichtige aktuelle Literatur in Karlsruhe auch vorhanden war, und der fachkundig mit Forschern aus aller Welt über die historischen Schätze sprach, hat er die Grundlage für das geschaffen, was heute die Badische Landesbibliothek ihren Nutzern aus nah und fern bieten kann.

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Clara Faisst zum 150. Geburtstag

Clara Faisst in ihrem Musikzimmer mit zwei Flügeln in der Kriegsstraße 75 in Karlsruhe. Foto, um 1936. Badische Landesbibliothek, Signatur Mus. Hs. 1420a

Clara Faisst in ihrem Musikzimmer mit zwei Flügeln in der Kriegsstraße 75 in Karlsruhe.
Foto, um 1936. Badische Landesbibliothek, Signatur Mus. Hs. 1420a
 

Brigitte Knödler-Kagoshima 22.6.2022 9 Uhr

Clara Mathilde Faisst (1872–1948), deren 150. Geburtstag wir am 22. Juni 2022 feiern, war eine vielseitig begabte Künstlerin und wirkte als Komponistin, Musikpädagogin, Pianistin und Dichterin. Geboren wurde sie 1872 in Karlsruhe, wo sie am Großherzoglichen Konservatorium ihre erste musikalische Ausbildung erhielt. Nach Abschluss ihres Studiums in Berlin lebte sie ab 1901 wieder in ihrer Heimatstadt. Die Hauskonzerte in ihrer Wohnung waren ein wichtiger Teil des Karlsruher Musiklebens. Ihre Vokal- und Instrumentalwerke wurden in Karlsruhe öffentlich aufgeführt, teilweise erschienen sie auch im Druck. Zu ihrem Freundeskreis gehörten Persönlichkeiten wie Max Bruch, Hans Thoma, Willy Rehberg, Albert Schweitzer und Wilhelm Furtwängler. 

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Olympia 1936

Georg Alexander Mathéy und sein künstlerischer Beitrag zu den Olympischen Sommerspielen in Berlin

Alexandra Kankeleit Berlin (Gastautorin) 15.6.2022 16.40 Uhr 
Zur englischen Version

Die Badische Landesbibliothek verfügt seit 1993 über einen großen Teil des Nachlasses von Georg Alexander Mathéy (1884–1968). Der deutsche Künstler lebte seit 1931 mit seiner griechischen Frau Polyxene in Athen, bis er Griechenland im Dezember 1940 kriegsbedingt verlassen musste. Im Sommer 1936 beteiligte er sich mit großformatigen Bildern von antiken Stätten in Griechenland an der Ausstellung „Sport der Hellenen“, die während der Olympischen Spiele in Berlin gezeigt wurde und in nur sechzehn Tagen 100.000 Besucher zählte.

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Leben und Schreiben im rauhen Schwarzwald

Zu sehen ist: Cod. St. Georgen 65, Bl. 1ra: Schenkungseintrag, aus dem hervorgeht, dass es eine Büchersammlung im siechhuß (Krankenstube) des Villinger Klarissenklosters gab

Cod. St. Georgen 65, Bl. 1ra: Schenkungseintrag, aus dem hervorgeht, dass es eine Büchersammlung im siechhuß (Krankenstube) des Villinger Klarissenklosters gab

Werner Hoffmann 24.05.2022  9.54 Uhr

 

Die Handschriften des Villinger Bickenklosters. Ergebnisse aus dem Projekt zur Erschließung der St. Georgener Handschriften in der BLB Karlsruhe

Seit August 2019 werden in einem Gemeinschaftsprojekt der Handschriftenzentren Stuttgart und Leipzig mit der Badischen Landesbibliothek (BLB) die Handschriften aus dem Benediktinerkloster St. Georgen im Schwarzwald digitalisiert und wissenschaftlich erschlossen.

Nur sehr wenige der ca. 110 Handschriften sind in St. Georgen selbst entstanden, der allergrößte Teil gelangte über Erwerbungen des 17. und 18. Jahrhunderts dorthin. Von wo und auf welchen Wegen sie in das Kloster kamen, lag zu Projektbeginn für die meisten Handschriften völlig im Dunklen. Mittlerweile sehen wir nun deutlich klarer und wissen, dass die meisten Bände aus Frauenklöstern in Westschwaben und dem Bodenseeraum stammen. Eine ganz besondere Bedeutung kommt dabei dem sogenannten Bickenkloster in Villingen am Ostrand des Hochschwarzwalds zu: Diesem franziskanischen Schwesternkonvent konnten bislang besonders viele der St. Georgener Handschriften zugewiesen werden. Aus ihnen lässt sich nun ein völlig neues Bild für die dortige Handschriftenproduktion und Lesekultur in der Zeit zwischen 1480 und 1530 rekonstruieren, ein neuer Baustein für die Literatur- und Frömmigkeitsgeschichte des deutschen Südwestens.

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Geschafft! Keine einzige unkatalogisierte Note mehr!

Das dekorativ gestaltete Titelblatt zeigt ein Foto des Großherzogs in einem Hexagramm aus zwei roten und gelben Dreiecken, also den badischen Landesfarben, darüber die Überschrift "Baden Stern" in roter Farbe.

Musikdruck aus der Schlossbibliothek Baden-Baden (Bad MusDr S 2189). - Zum Digitalisat

Julia von Hiller 2.5.2022 19.40 Uhr

Es ist so weit: Bei uns in der BLB gibt es keine einzige handgeschriebene oder gedruckte Musiknote mehr, die nicht weltweit nachgewiesen wäre! Keine Viertelnote, keine halbe Note und ganze Noten erst recht nicht. Wir haben die Katalogisierung sämtlicher bei uns vorhandenen Notenmaterialien vollständig abgeschlossen. Dank an das RISM-Team München für die fantastische Zusammenarbeit und Gratulation an das gleichsam nur „nebenberuflich“ in der Erschließung tätige Expertenteam um Janina Späth zu seiner wunderbaren Leistung. 

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Herzlichen Glückwunsch Baden-Württemberg

Die Zeitung Das Neue Baden vom Mai 1947

Jana Schütte 25.4.2022 15.00 Uhr

Am 25. April 1952 rief Reinhold Maier (FDP/DVP) in Stuttgart den Südweststaat aus und somit wurde aus den Ländern Württemberg-Baden, Baden und Württemberg-Hohenzollern ein neues Bundesland. Am heutigen Tag feiert Baden-Württemberg also seinen 70. Geburtstag.

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Adolf Geck – ein Leben für die Sozialdemokratie in Baden

Auf dem Bild ist ein Portrait Adolf Gecks zu sehen.

Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe {231 Nr. 2937 (687)} Bild 1 Permalink: www.landesarchiv-bw.de/plink/

Gerrit Heim (Gastautor) 13.4.2022 7.00 Uhr

Vor 70 Jahren verstarb mit Adolf Geck der erste in die Zweite Kammer des Badischen Landtags gewählte Sozialdemokrat – 1905/06 wurde er sogar Mitglied des Landtagspräsidiums. Geck verkörpert die Biografie eines Sozialdemokraten aus dem von ihm so bezeichneten „Heldenzeitalter der Partei“ wie kaum ein anderer.

Als eines von acht Kindern eines Gastwirts 1854 in Offenburg geboren, absolvierte er das Progymnasium als Klassenbester. Das anschließende Studium des Bauingenieurwesens in Karlsruhe brach er jedoch 1878 ohne Abschluss ab. Stattdessen wandte er sich der Arbeiterbewegung zu. In der Auseinandersetzung zwischen Sozialdemokratie und Reichsregierung im Zuge der Sozialistengesetze kämpfte Adolf Geck für seine Überzeugungen...

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Günther Klotz – der „OB mit Herz und Humor“

Auf dem Foto ist der ehemalige Oberbürgermeister von Karlsruhe, Günther Klotz, zu sehen. Er hält Papiere in den Händen und sitzt an einem Schreibtisch.

Michael Fischer 7.4.2022 7.00 Uhr

So ziemlich jeder Karlsruher kennt sie und fast jeder war schon mal dort: die Günther-Klotz-Anlage zwischen Südweststadt und Grünwinkel mit ihren Grünanlagen, der hindurchfließenden Alb, einem Spielplatz, kleinen Seen, einer Skateanlage und vielem mehr. Im Volksmund wird sie liebevoll „Klotze“ genannt. Ihr Namensgeber war der legendäre Karlsruher Oberbürgermeister Günther Klotz, dessen Todestag sich am 7. April 2022 nun zum fünfzigsten Mal jährt.

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Krieg in der Ukraine

Die Bichseite zeigt inmitten einer breiten Rankenbordüre den Evangelisten Matthäus sitzend beim Schreiben seines Evangeliums.

Julia von Hiller 26.2.2022 16.00 Uhr

Die Badische Landesbibliothek verurteilt den Angriff Russlands auf die Ukraine aufs Schärfste. Wir sind in Gedanken bei denen, die nun um ihr Leben fürchten und erleben müssen, dass ein völkerrechtswidriger Krieg ihr Land mit Tod und Zerstörung überzieht. Wir als Badische Landesbibliothek mit einer eigenen Kriegszerstörungsgeschichte machen darauf aufmerksam, dass bei den Angriffen des russischen Militärs auf die ukrainischen Städte auch das reiche Kulturerbe des Landes in höchstem Maß bedroht ist.

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Auktionspech und Schaustellerzettel

Julia von Hiller 9.2.2022 18.00 Uhr

Am 14. Oktober 2021 wurden bei Kiefer Buch- und Kunstauktionen in Pforzheim zweiundzwanzig Schaustellerzettel verauktioniert. Viele dieser Zettel zu Darbietungen von Akrobaten, Zauberern und Sängerinnen, zu Präsentationen von Menschen, Tieren und Kunstobjekten etc. gehören nach Karlsruhe, wo sie in den Jahren 1831 bis 1833 zum Einsatz gekommen sind. Deshalb haben wir uns in der BLB sofort brennend dafür interessiert, sind der Sache nachgegangen und haben auf die Zettel geboten.

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Abgesang auf die Plastiktüte

BLB-Plastiktüte gefüllt mit Büchern bei nassem Wetter.

Julia von Hiller 31.12.2021 13.00 Uhr

Jetzt ist sie endgültig verboten: die Plastiktüte. Aus Sicht der Bestandserhaltung ist das zu bedauern. Wie oft bringen uns Benutzerinnen Bücher zurück, die bei unerwartetem Regenguss den Hin- oder Rücktransport im Stoffbeutel nur nass überstanden haben und denen auch das Bügeln feuchter Seiten nicht geholfen hat. Unserer BLB-Plastiktüte widmen wir einen Abgesang.

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Die RAF und die BLB

Benutzerkarte des Studenten und RAF-Terroristen  Günter Sonnenberg

Julia von Hiller 23.11.2021 22.00 Uhr

Am 7. April 1977, morgens auf der Fahrt zum Dienst am Bundesgerichtshof in Karlsruhe, wurde Generalbundesanwalt Siegfried Buback von Terroristen der Roten Armee Fraktion ermordet. Die Badische Landesbibliothek hatte ihnen die Literatur zur Verfügung gestellt, die sie zur Vorbereitung der Tat benötigten.

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Zum Start eines neuen Digitalisierungsprojekts: Verkehr und Mobilität in Baden

Ausgabe des Großen Straßburger hinkenden Boten von 1947, S. 6.

Jana Madlen Schütte 29.10.2021 11.30 Uhr

Ein neues Digitalisierungsprojekt an der Badischen Landesbibliothek widmet sich dem Thema Verkehr und Mobilität in Baden. Zur Erforschung des Themenspektrums wird eine breite Quellenbasis digital zur Verfügung gestellt, die insbesondere für wirtschafts- und sozialgeschichtliche Fragestellungen und für die Alltagsgeschichte des 19. Jahrhunderts sowie die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Fundgrube ist.

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Kooperative Bestandserhaltung für das Pflichtexemplar im Südwesten

Badische Pflichtexemplare, die im Rahmen des Projekts bwLastCopies als „dauerhaft archiviert“ markiert werden konnten.

Michael Fischer 19.10.2021 12.55 Uhr

2015 veröffentlichte die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) mit ihren Bundesweiten Handlungsempfehlungen eine Übersicht über die Schäden und Gefahren für das schriftliche Kulturerbe in den deutschen Archiven und Bibliotheken. Zur Sicherung des gedruckten Schrifttums ab 1851 empfiehlt die KEK die Pflichtexemplarbibliotheken nach heutigen territorialen Zuständigkeiten in den Ländern in Anspruch zu nehmen.

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Hochwertige Tabake in vollendeter Mischung

Werbeseite für die Mercedes-Zigarette im Sammelalbum "Filmkünstler aus aller Welt" der A. Batschari Cigarettenfabrik G.m.b.H. Baden-Baden, 1930.

Von Anfang und Ende der Zigarettenwerbung – Sammelalben aus Baden-Baden

Julia von Hiller 12.10.2021 7.21 Uhr

Mit Jahresbeginn 2021 wurde die Tabakwerbung in Deutschland weiter eingeschränkt. Auch Kinowerbung ist jetzt verboten, wenn der gezeigte Film für noch nicht volljähriges Publikum zugelassen ist. Ab 2022 gilt ein Werbeverbot auf Außenflächen wie Plakatwänden und Leuchtreklametafeln. Vor hundert Jahren sah das alles noch ganz anders aus. Die Zigarette war ein Attribut der Moderne mit immensen Zuwachsraten, genauso wie der Kinofilm. Niemand interessierte sich für die mit ihr verbundene Gesundheitsgefährdung oder ihr Suchtpotenzial. Die Zigarettenindustrie nutzte auch die Markenbindung durch Sammelbilder, einen durch sie neubelebten Trend der Produktwerbung. Zigarettenbilderalben mit Filmstars erschienen in Millionenauflagen. Die BLB hat jüngst ihre regionalen Sammlungen um mehrere Zigarettenbilderalben der Baden-Badener Tabakfabrik Batschari ergänzt. Dergleichen Sammelalben von badischen Firmen sind nie bei ihr gesammelt worden. Das ändert sich gerade.

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Das Attentat auf Matthias Erzberger im Spiegel der badischen Presse

Das Schwarz-Weiß-Foto zeigt Matthias Erzberger.

Michael Fischer 26.8.2021 7.25 Uhr

Ein Mord in Baden erschüttert die Weimarer Republik: Am 26. August 1921 erschießen Rechtsterroristen den Politiker Matthias Erzberger in Bad Griesbach. Die Hintergründe des Attentats und die Reaktionen der badischen Presse zeichnet Dr. Michael Fischer, Fachreferent für Politik, im BLBlog nach

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RegionaliaOpen: Interview mit ZGO-Schriftleiter Wolfgang Zimmermann

Übersicht verschiedener historischer Bände der Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins

Die Chancen von Open Access: Interview mit Prof. Dr. Wolfgang Zimmermann

Jana Madlen Schütte 19.8.2021 8.15 Uhr

Seit Mai bietet die Badische Landesbibliothek (BLB) eine Open-Access-Plattform für Fachtexte über Baden und die Oberrheinregion: RegionaliaOpen. Als erste Zeitschrift ist die renommierte Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins (ZGO) dort online gegangen. Welche Vorteile er in dieser Art der Veröffentlichung sieht, berichtet der ZGO-Schriftleiter Prof. Dr. Wolfgang Zimmermann im Gespräch mit der BLB.

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Vom historischen Original zum Digitalisat

Fotografie zeigt den Scannvorgang eines historischen Buches auf einem Buchscanner

Ruth Ackermann, Beate Ehlig, Jana Madlen Schütte und Janina Späth 17.8.2021 7.56 Uhr

Zeitungen, Handschriften, Bücher: Mehr als vier Millionen Seiten aus unterschiedlichen Publikationen hat die Badische Landesbibliothek (BLB) in den vergangenen Jahren digitalisiert. Über ihre Webseite stellt sie die Werke weltweit kostenlos zur Verfügung – viele davon inklusive Texterkennung. Doch wie wird das Original zum Digitalisat? Welche Schritte nehmen die Seiten auf dem Weg zum Image? Das verrät das Team Digitalisierung im BLBlog.

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Verklärung

Verklärung. Fresko in der Georgskirche von Gelati, Georgien. 1. Hälfte 16. Jh.

Verklärung. Fresko in der Georgskirche von Gelati, Georgien. 1. Hälfte 16. Jh.

Foto: Julia von Hiller, 2014

... auf dem Berg Tabor am 6. August

Julia von Hiller 6.8.2021 9.00 Uhr

Und er ward verklärt vor ihnen, 
und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, 
und seine Kleider wurden weiß wie das Licht. 
Matth. 17,2

Die Verklärung ist eine meiner Lieblingsgeschichten im Neuen Testament. Jesus steigt mit den Jüngern Petrus, Jakobus und Johannes auf einen hohen Berg. Dort erscheint er ihnen plötzlich in seiner göttlichen Natur, Mose und Elia neben sich. Die Jünger wirft es um, als sie Gottes Stimme hören: „Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören.“

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Aus der Trennung heraus!

200 Jahre Evangelische Landeskirche in Baden

Julia von Hiller 26.7.2021 00.30 Uhr 

Am 2. Juli 1821 trat in der Karlsruher Stadtkirche eine Synode aus 22 Lutheranern und 22 Reformierten zusammen, um aus den beiden evangelischen Konfessionen eine unierte Kirche zu bilden. Am 26. Juli war das Werk vollendet. Großherzog Ludwig von Baden erließ die Unionsurkunde, die von den Synodalen unterzeichnet wurde. Ein Anfang war gemacht. Heute feiert die Evangelische Landeskirche in Baden den 200. Jahrestag der Kirchenunion. Wir als Badische Landesbibliothek können nur Weniges beitragen. Aber wir gratulieren umso herzlicher mit einer kleinen Auswahl digitalisierter Quellen zur Evangelischen Kirchenvereinigung im Großherzogtum Baden.

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Badische Landtagsprotokolle sind im Volltext durchsuchbar

Abbildung von historischen Protokollen aus dem Jahr 1819

Stefan Unser und Jana Madlen Schütte 23.7.2021 12.02 Uhr

Seit Kurzem sind über 600 Bände der Badischen Landtagsprotokolle im Volltext durchsuchbar. In einem Projekt wurden diese in Kooperation mit OCR-BW, dem Kompetenzzentrum für Texterkennung der Universitätsbibliotheken Mannheim und Tübingen mit der Software Tesseract volltexterkannt und in die Digitalen Sammlungen der Badischen Landesbibliothek eingespielt.

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Picassos künstlerisch-politisches Engagement

Abbildung von Guernica als Reproduktion. Foto von Almudena Sanz.

Foto: Almudena Sanz

Adrian Fischer 15.7.2021 8.33 Uhr

Am 12. Juli hat sich die Vorstellung des Bildes „Guernica“ von Pablo Picasso zum vierundachtzigsten Mal gejährt. Mit diesem Kunstwerk schuf Picasso nicht nur eines der bedeutendsten Gemälde des 20. Jahrhunderts, sondern er setzte auch ein intensives und ausdrucksstarkes Zeichen gegen Krieg und Terror. Erstmalig präsentiert wurde das Werk auf der Weltausstellung 1937 in Paris im spanischen Pavillon. Neben  „Les Demoiselles d’Avignon“ gilt „Guernica“ heute als Picassos bekanntestes Gemälde.

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Pauline Viardot-García zum 200. Geburtstag

Das Bild zeigt eine Büste von der Sängerin und Komponistin Pauline Viardot-García.

Brigitte Knödler-Kagoshima 13.7.2021 10.00 Uhr

Pauline Viardot-García, am 18. Juli 1821 in Paris als Kind der spanischen Sängerfamilie Garcia geboren, war eine der berühmtesten Mezzosopranistinnen des 19. Jahrhunderts. Darüber hinaus wirkte sie als Komponistin, Musikschriftstellerin und Lehrerin und hatte brieflichen und persönlichen Kontakt zu vielen Künstlern, Intellektuellen und Politikern des 19. Jahrhunderts. 1840 heiratete sie den Pariser Theaterdirektor und Kunstschriftsteller Louis Viardot (1800–1883). 
Eine besondere Beziehung verband die Künstlerin mit Baden-Baden. Im Jahr 1859 trat sie in einem von Hector Berlioz dirigierten Konzert dort erstmals auf. 1863 zog sie mit ihrem Mann und ihren Kindern nach Baden-Baden und trug damit zur Entwicklung des Städtchens zu einer internationalen Kulturstadt bei.

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Sanierung der Lesesaalkuppel

Das Bild zeigt das vollständig aufgebaute Baugerüst im Lesesaal der Badischen Landesbibliothek.

Heike Susanne Lukas 30.6.2021 19.50 Uhr

Die Lesesaalkuppel, in der unser Architekt Oswald Mathias Ungers das auratische "Universum des menschlichen Denkens und Wissens" sichtbar werden lassen wollte, ist zur Zeit hinter Staubschutzwänden verschwunden. Zuerst wurden die sechzehn antik anmutenden Bibliotheks-Fragmente von Ian Hamilton Finlay an den zentralen Pfeilern des Lesesaals mit Holz verschalt. Dann wurde Mitte Juni ein Gerüst unter der Kuppel aufgestellt und der Schutz für die grauen Farbfelder von Günther Förg angebracht. Nun konnten die Zwickel unter der Kuppel und die Wände geöffnet werden. Warum? Was geschieht denn da?

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Zeitungsarchäologie!

Titelblatt der als "Dankesspende im Jubiläumsjahr 1896" von badischen Industriellen herausgegebenen "Bilder aus der Industrie des Großherzogtums Baden".

Vom Nutzen der Tagespresse für die Biographienforschung

Anlässlich des 150. Todestags von Eduard Nickles

Julia von Hiller 14.6.2021 5.30 Uhr

Hurrah, Germania! Unter diesem Titel hat ein Autor namens Eduard Nickles „Gedichte aus der Zeit des deutschen Heldenkampfes 1870/71“ veröffentlicht. In einem der traditionsreichsten Verlage der Karlsruher Residenz. Ich war neugierig: Wer war denn dieser Verfasser, der in keinem biographischen Nachschlagewerk einen Eintrag hat? Wer wollte wohl seine patriotischen Gedichte lesen? Unsere digitalisierten Zeitungen erwiesen sich einmal mehr als Fundgrube. Sie sind im Volltext ausgelesen und die Recherche versprach relativ zielgenaue Treffer. Und da wurde es richtig spannend!

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Wirtschaft, Handwerk und Technik in Baden

Titelblatt der als "Dankesspende im Jubiläumsjahr 1896" von badischen Industriellen herausgegebenen "Bilder aus der Industrie des Großherzogtums Baden".

Zum Start eines neuen Digitalisierungsprojekts 

Jana Madlen Schütte 2.6.2021 8.45 Uhr

Am 9. September 1896 feierte Großherzog Friedrich I. von Baden (1826–1907) seinen 70. Geburtstag. Zu diesem Anlass erhielt er auch die hier abgebildete Schrift mit dem Titel Bilder aus der Industrie des Großherzogtums Baden von badischen Industriellen mit kurzen Abrissen der einzelnen Unternehmen und zugehörigen Illustrationen. Sie bietet einen guten Überblick über die Wirtschaftslage Badens dieser Zeit. In einem im April 2021 begonnenen Digitalisierungsprojekt an der Badischen Landesbibliothek wird zur Erforschung des Themenspektrums nun eine breite Quellenbasis digital zur Verfügung gestellt.

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Die Postkarte als Instagram der Gründerzeit

Ernst Kutzer: Die Nibelungen. 5. Hagen an der Bahre Siegfrieds. Wien: Katholischer Schulverein für Österreich, 1916. Signatur: 120 H 3032,R,5

Bildpostkarten zum Nibelungenlied

Julia von Hiller 26.5.2021 19.45 Uhr

Die große Zeit der Bildpostkarte waren die Jahre bis zum Ersten Weltkrieg. Noch war die fotografische Reproduktion im Entwicklungsstadium. Noch wurde viel Kreativität in die Bildgestaltung investiert. In Massenauflagen wurden die Postkarten im Farbdruck der Chromolithographie hergestellt. Der Motivwahl waren keinerlei Grenzen gesetzt. Die BLB hat ihre Postkartensammlung jetzt durch eine Sammlung von 135 Bildpostkarten zum Nibelungenlied bereichert, dessen bedeutendste Originalhandschrift aus dem 13. Jahrhundert sie besitzt und für das sie jetzt bei DDBstudio eine virtuelle Ausstellung eingerichtet hat.

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Urheberrechtsreform

Paragraphenzeichen in petrolfarbenen Monogon.

Julia von Hiller 20.5.2021 21.15 Uhr

Der Deutsche Bundestag hat heute einen Beschluss zur Novellierung des Urheberrechts verabschiedet. Gemeinsam mit dem Deutschen Bibliotheksverband e.V. und den bundesweit mehr als 9.000 von ihm vertretenen Bibliotheken aller Sparten und Größen begrüßen wir die Entfristung der Bildungs- und Wissenschaftsschranke und bedauern, dass eine gesetzliche Regelung für das Ausleihen von E-Books durch Bibliotheken auch weiterhin fehlt.

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RegionaliaOpen

Bildschirmfoto: Suchfeld des Open-Access-Publikationsserver

Open Access-Publikationsserver für den Südwesten

Susanne Jaklin, Jana Madlen Schütte und Anna Weintraut 18.5.2021 11.00 Uhr

In RegionaliaOpen verbindet die Badische Landesbibliothek Open Access, also den unbeschränkten und kostenlosen Zugang zu wissenschaftlicher Literatur, mit Landeskunde und -geschichte: Allen, die über die Region publizieren, bietet sie mit ihrem neuen Repositorium RegionaliaOpen – Open-Access-Publikationsserver für den Südwesten ab sofort die Infrastruktur für eine Open-Access-Veröffentlichung. Außerdem können über RegionaliaOpen viele frei verfügbare Publikationen gefunden und kostenfrei genutzt werden.

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Fretum Magellanicum

Terra australis incognita. Aus: Atlas minor sive geographia compendiosa qua orbis terrarum per paucas attamen novissimas tabulas ostenditur. - Amsterdam: Visscher, 1694. - Signatur: MO 72 R.

Zum 500. Todestag von Ferdinand Magellan

Julia von Hiller 25.4.2021 8.20 Uhr

Am 27. April 1521 ist Ferdinand Magellan auf der Philippineninsel Mactan gestorben. Der Kommandant einer spanischen Schiffsflotte, die eine Westroute nach "Ostindien" suchte, um die einträglichen Gewürzinseln im Pazifik für den Herrschaftsbereich der kastilischen Könige zu sichern, wurde nur etwa vierzig Jahre alt. Dreißig Jahre nachdem Christoph Kolumbus an dieser Aufgabe gescheitert war, hat Magellan als erster eine Westpassage vom Atlantik zum Pazifik gefunden. Bis heute ist sein Name bewahrt in der nach ihm genannten Magellan-Straße, dem "Fretum Magellanicum". Reisen Sie hin mit uns!

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Die Hochzeit des Figaro

Titelblatt der Musikhandschrift "Le Nozze di Figaro"

Eine von über 3.500 Musikhandschriften aus Donaueschingen in den Digitalen Sammlungen der Badischen Landesbibliothek

Brigitte Knödler und Jana Madlen Schütte 19.4.2021 14.00 Uhr

Die Aufführung der Oper in Donaueschingen 1787 hat eine besondere musikgeschichtliche Bedeutung, da es sich um die erste Aufführung dieses Werks außerhalb von Wien und Prag und um die erste deutsche Singspielbearbeitung handelt. Das Digitalisat der Musikhandschrift finden Sie unter https://digital.blb-karlsruhe.de/4070505. Bemerkenswert ist, dass die Oper in Donaueschingen von einem Liebhabertheater aufgeführt wurde und große Erfolge feierte. Die Hochzeit des Figaro wurde in den Jahren 1788, 1789 und 1791 noch mehrfach aufgeführt und zählt damit zu den am häufigsten gegebenen Opern am Hoftheater. Die Rolle der Kammerzofe Susanna sang dabei die Fürstin Maria Antonia persönlich – beim Aufführungsmaterial ist bei der Singstimme der Susanna deshalb auch „für die Durchlauchtigste Fürstin" vermerkt.

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Uff Dinstag nach Misericordia Domini

Auf 1521 datiertes Porträt Martin Luthers mit aufgeschlagener Bibel, noch mit der Tonsur und in der Kutte der Augustinermönches, über ihm die Taube des heiligen Geistes. Aus: Georgs Spalatins Bericht über den Auftritt Luthers in Worms, gedruckt von Johannes Schott in Straßburg 1522. - Signatur: 113 E 832 R.

Luther in Worms

Julia von Hiller 16.4.2021 0.10 Uhr

Am 18. April des Jahres 1521, also vor genau 500 Jahren, verweigerte Martin Luther den Widerruf seiner reformatorischen Schriften auf dem Reichstag in Worms. Es war ein Tag von weltgeschichtlicher Bedeutung. Was genau geschah, berichtete Georg Spalatin, der Berater und Geheimsekretär von Kurfürst Friedrich III. von Sachsen als Luthers Landesherrn. Sein Bericht über den Auftritt Luthers in Worms wurde sofort nach dem Ereignis als Flugschrift gedruckt und steigerte die Popularität des prinzipienfesten Reformators noch erheblich. In der Badischen Landesbibliothek haben wir zwei zeitgenössische Ausgaben davon. Der frühere Druck stammt von Thomas Anshelm, der ihn 1521 im oberrheinischen Hagenau erstellte. Und der spätere Druck stammt von Johannes Schott in Straßburg 1522. 

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Tag der Provenienzforschung 2021

Bild von einem Stempel mit der Aufschrift "Getilgt"

Julia von Hiller 14.4.2021 8.20 Uhr

Heute findet zum dritten Mal der internationale Tag der Provenienzforschung statt. Viele Archive, Museen und Bibliotheken arbeiten daran, die Washingtoner Prinzipien von 1998 umzusetzen und NS-Raubgut in ihren Beständen zu identifizieren, zu dokumentieren und nach Möglichkeit zu restituieren. Viele haben noch gar nicht begonnen. Die Badische Landesbibliothek hat die Recherche nach NS-Raubgut in ihren Beständen bereits erledigt und wünscht allen, die noch an ihren Beständen arbeiten, gutes Gelingen!

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Ein neuer Zugang zur Kulturgeschichte online – das Hoftagebuch und Johann Victor von Scheffel

Digitalisierte Seite des Hoftagebuchs

Ludger Syré und Jana Madlen Schütte 12.4.2021 9.30 Uhr

„Vormittags 11 Uhr begab Sich S. K. H. der Großherzog in das Sterbehaus Joseph Victor v. Scheffels und wohnte der Einsegnung seines Leichnams an. […] Nach der Einsegnung besuchte der Großherzog die Witwe des verstorbenen Dichters, um ihr persönlich Höchstsein Beileid auszudrücken. Nachmittags empfing Seine Königliche Hoheit Victor v. Scheffel, den Sohn des verstorbenen Dichters.“ Dieser Bericht findet sich – datiert auf den 12. April 1886, den Tag der Beerdigung Scheffels – im Hoftagebuch. In diesem wurde über alle wichtigen und nebensächlichen Dinge, die sich bei Hofe, also im Karlsruher Schloss, abspielten, akribisch Buch geführt.

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Ostern – Gründungsfest des Christentums

Ausschnitt aus der Handschrift "Sanctilogium Salvatoris", London, um 1425.

Annika Stello
31.3.2021 9.00 Uhr


Kennen Sie eigentlich die ganze Ostergeschichte? Es ist die Geschichte, die das Christentum nach und nach vom Judentum trennen und zu einer eigenständigen, neuen Religion machen wird. Osterbilder gibt es daher viele. Wir haben in diesem Jahr ein Bild ausgesucht, das gleich mehrere typische Ostermotive vereint.

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Entdeck die Welt!

Ausschnitt aus dem Landfried-Album: Griechischer Soldat auf der Akropolis von Athen.

Schenken Sie uns Ihre Sammelbilder-Alben von badischen Firmen!

Julia von Hiller 29.3.2021 13.15 Uhr

Und welche Bilder haben Sie als Kind gesammelt? Bei mir waren es 1971 die 3D-Bilder von Shell für das Album „Entdeck die Welt“. Damals habe ich diese Bilder geliebt. Bei meiner Schwester und mir hießen sie „Glitschbilder“. Und ich habe noch heute aus dieser Zeit eine Sammlung von 3D-Postkarten, mit Kanarienvögeln, Enten, Gemsen, Hirschen, Störchen … Das Album also füllten wir, weil unser Vater mit jeder Tankquittung von Shell in unserer Neubausiedlung kostenlos ein solches Bild als Zugabe bekam. Noch heute kann ich mich an das Atomium erinnern, das da abgebildet war. Jetzt versuchen wir, die Sammelbilderalben badischer Firmen für die BLB zu beschaffen. Können Sie helfen?

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Drucke des 17. Jahrhunderts in zentraler Datenbank VD17 erfasst

Bild des Ex libris aus Jakob Böhme: Aurora, Oder Morgen-Röhte im Auffgang Amsterdam [d.i. Frankfurt]: Betkius [d.i. Seyler], 1676.

Gabriele Philipp und Annika Stello
9.3.2021 9.00 Uhr


Bei ihrer Zerstörung im Kriegsjahr 1942 verlor die Badische Landesbibliothek nahezu ihren gesamten Bestand an Druckschriften, rund 300.000 Bände. Noch vor Kriegsende und bis zum heutigen Tag unternimmt die BLB umfangreiche Bemühungen, die verlorenen Bestände im Bereich der Alten Drucke zu ersetzen, teils durch Kauf, teils durch Schenkungen. Auf diese Weise kam bis heute wieder eine Sammlung mit rund 33.000 Drucken aus der Zeit vor 1800 zusammen, darunter auch ungefähr 3.500 Drucke des 17. Jahrhunderts.

Bis 2017 wurden diese Drucke nur lokal und regional katalogisiert, waren also in erster Linie über den lokalen Onlinekatalog (Katalog plus) zu finden. Im Jahr 2018 startete dann ein dreijähriges Projekt, dessen Ziel der vollständige Nachweis dieser Werke in der maßgeblichen überregionalen Datenbank für deutsche Drucke des 17. Jahrhunderts war.

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Zeitungsdigitalisierung an der BLB – erste Ausgabe der BNN verfügbar

Titelblatt der ersten BNN-Ausgabe von 1946.

Jana Madlen Schütte und Ludger Syré 1.3.2021 11.00 Uhr

Zu Beginn des ersten Lokalteils der Badischen Neuesten Nachrichten vom 1. März 1946 findet sich die Aussage, dass auf den folgenden Seiten das für „Karlsruhe und seine Umgebung bedeutsame politische und wirtschaftliche Ereignis diskutiert“ und ein Fokus auf den „Karlsruher Begebenheiten“ liegen werde. Zeitungen sind nicht nur eine spannende Quelle für die Zeitgeschichte und verschiedene Fragestellungen von der Politik über die Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte bis hin zur Alltagsgeschichte, sondern auch für die Landes- und Regionalgeschichte.

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Informationsversorgung der Hochschulen

Paragraphenzeichen in petrolfarbenen Monogon

Julia von Hiller 9.2.2021 13.30 Uhr

Der Landtag von Baden-Württemberg hat am 16. Dezember 2020 das Vierte Gesetz zur Änderung hochschulrechtlicher Vorschriften beschlossen. Im neugefassten Paragraphen zur „Informationsversorgung“ sind nun auch die Landesbibliotheken in Karlsruhe und Stuttgart und das Bibliotheksservicezentrum in Konstanz berücksichtigt, deren Dienstleistungen die Hochschulen in Baden-Württemberg seit jeher selbstverständlich nutzen und deren weitreichende Unterstützung für Forschung und Lehre an den Hochschulen des Landes nun auch eine gesetzliche Grundlage hat.

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250 Jahre Öffentlich!

Bild der ersten Benutzungsordnung für die Hofbibliothek von Karl Friedrich von Baden, 1770.

Julia von Hiller 29.1.2021 9.30 Uhr 

Im Januar 1771 öffnete unsere Bibliothek ihre Türen für die Allgemeinheit. Vor genau 250 Jahren. Aus Anlass dieses Jubiläums zeichnen wir aus, was für unsere Institution das eigentliche Lebenselixier ist und was ihren Sinn und Zweck ausmacht: die Nutzung durch die Öffentlichkeit. Unser Web-Logbuch funkt Ihnen ab heute gelegentliche Positionsbestimmungen aus der BLB und gibt öffentlich Nachricht darüber, auf welchem Kurs wir uns gerade befinden ...

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