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Aktuelle Mitteilungen

Pressemitteilung Nr. 11/2026

KulturKontakt: Narrenfreiheit im Gespräch

Am Dienstag, dem 17. Februar 2026, von 17.30 Uhr bis 18.30 Uhr bietet die Badische Landes-
bibliothek im „KulturKontakt“ die Möglichkeit zum Austausch über das Thema Narrenfreiheit.

„Narrenfreiheit!? Eine kleine Geschichte des Regelbruchs“ heißt die aktuelle Ausstellung in der Badischen Landesbibliothek. Anregungen zur Diskussion bietet sie zur Genüge – allein der Freiheitsbegriff gibt vielerlei Anlass zum gemeinsamen Nachdenken. Nach einem Blick in die Aus-stellung entscheiden die Gesprächsteilnehmerinnen und -teilnehmer gemeinsam, über welchen Aspekt sie sich unterhalten möchten. Im Café verfolgen sie das Thema zusammen weiter.

Wohin das führt, wird sich zeigen. Im Mittelpunkt steht der ungezwungene Austausch,
einzige Voraussetzung ist Interesse an guten Gesprächen.

Café in der Badischen Landesbibliothek
Erbprinzenstraße 15
76133 Karlsruhe

Pressemitteilung Nr. 11/2026
Kupferstich, ein Mann mit Perücke steht vor dem Spiegel.
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Abraham a Sancta Clara: Hundert weniger eine Thorheit, Wien: o. A., 1782, Badische Landesbibliothek, 63 A 1309 RH
Fotoquelle: Badische Landesbibliothek

– Zugriff nach Anmeldung im Pressebereich –

Die Zeichnung zeigt einen Narr, der mit der Tür ins Haus fällt. Er hält einen Spiegel in der Hand. Im Raum sind bestürzte Damen zu sehen, die gerade dabei waren, ihren Tee einzunehmen.
Bild 2

Blick in die Ausstellung "Narrenfreiheit", mit "Theuerdank"
Fotoquelle: Badische Landesbibliothek

– Zugriff nach Anmeldung im Pressebereich –

Pressemitteilung Nr. 10/2026

Ausflug in die Welt der Narren – Kuratorenführung

Am Donnerstag, dem 12. Februar 2026, um 17.30 Uhr lädt die Badische Landesbibliothek zu
einem Ausflug in die Welt der Narren ein. Die Kuratorin Katrin Hesse führt durch die Ausstellung „Narrenfreiheit!? Eine kleine Geschichte des Regelbruchs“.

Vom Mittelalter bis heute ist der Narr Teil unserer Kulturgeschichte. Zugleich ist er eine außer-ordentlich facettenreiche Gestalt: Er erscheint als Sünder in Bibel und Moralsatire, als Hofnarr und Künder der Narrenwahrheit oder als ausgelassener Fastnachtsnarr. Was aber ist das Bindeglied dieser Aspekte, woher kommt der irrlichternde Charakter des Narren – und warum genießt er besondere Freiheiten?

Ausstellungsraum der Badischen Landesbibliothek
Erbprinzenstraße 15
76133 Karlsruhe

Pressemitteilung Nr. 10/2026
Ausstellungsraum: „Narrenfreiheit!? Eine kleine Geschichte des Regelbruchs“
Bild 1

Blick in die Ausstellung "Narrenfreiheit"
Fotoquelle: Badische Landesbibliothek

– Zugriff nach Anmeldung im Pressebereich –

Ausstellungsraum (Vitrine): „Narrenfreiheit!? Eine kleine Geschichte des Regelbruchs“
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Blick in die Ausstellung "Narrenfreiheit", mit "Theuerdank"
Fotoquelle: Badische Landesbibliothek

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Titelgrafik der Ausstellung: Dem Narrenfänger fliehen die Narren aus der Rückentrage
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Titelgrafik (bearbeitet): Geöffnetes Narren-Turney. Fasching 1843. Karlsruhe: Gutsch & Rupp, 1843. 
Badische Landesbibliothek, O42 B62, 4.79
Fotoquelle: Badische Landesbibliothek

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Pressemitteilung Nr. 9/2026

Ex Bibliotheca illustri Caroli Hesychei
Wiedervereinigung der historischen Schulbibliothek Karlsruhe

Pressetermin: Donnerstag, 12. Februar 2026, 11.30 Uhr
Ort: Badische Landesbibliothek, Foyer

Teilnehmerinnen:

  • OStD‘in Julia Hartenstein, Direktorin des Bismarck-Gymnasiums
  • Mareike Ritter, stellvertretende Referatsleiterin des Evangelischen Archivs Baden und
    Württemberg
  • Dr. Julia Freifrau Hiller von Gaertringen, Direktorin der Badischen Landesbibliothek
  • Dr. Annika Stello, Leiterin der Abteilung Sammlungen der Badischen Landesbibliothek

Die Sammlungsleiterin der Landesbibliothek, Annika Stello,
präsentiert eine Auswahl der übernommenen Bände.

325 Bände der historischen Gymnasialbibliothek in Karlsruhe in hebräischer, griechischer, syrischer, äthiopischer und arabischer Sprache sind mit ihren lateinischen und neusprachlichen Geschwistern wiedervereinigt. Die Evangelische Hochschul- und Zentralbibliothek Baden und Württemberg hat die wahrscheinlich in den 1950er-Jahren der Evangelischen Landeskirche in Baden anvertrauten Bücher an die Badische Landesbibliothek abgegeben. Damit ist der in Karlsruhe seit 1586 aufgebaute historische Buchbestand des einstigen Gymnasiums illustre wieder zusammengeführt.

Das traditionsreiche Gymnasium wurde 1586 von Markgraf Ernst Friedrich als höhere Bildungs­anstalt in Durlach gegründet. Es bildete über Jahrhunderte hinweg die künftige Elite des Landes Baden aus. 1724 wurde es in die neugegründete Landeshauptstadt Karlsruhe verlegt, 1803 in „Lyceum“, später in „Großherzoglich Badisches Gymnasium“ umbenannt. 1874 bezog es das neuerbaute Schulhaus in der Bismarckstraße und seit 1938 trägt es den Namen Bismarck-Gymnasium. Für Unterrichtszwecke besaß das Gymnasium immer schon eine eigene Bibliothek, die zeitweise von den Landesherren eigene Bücherzuwendungen und Geldzuschüsse erhielt. Dem Profil eines humanistischen Gymnasiums gemäß umfasste die Bibliothek vor allem Werke der klassischen Philologie und der Religion für die propädeutischen Studien der späteren Pfarrer, aber auch moderne Sprachen, Geschichte, Geographie, Philosophie, Naturwissenschaften und Mathematik waren vertreten.

Heute sind im historischen Bibliotheksgebäude des Bismarck-Gymnasiums vor allem noch Schulbücher des 19. und 20. Jahrhunderts untergebracht. Die älteren Bestände, ca. 8.500 Bände, hat die Schule in den 1950er-Jahren und dann noch einmal 1970 an die Badische Landesbiblio­thek abgegeben. Diese war in der Lage, die Bücher angemessen konservatorisch zu betreuen, professionell für die Nutzung erschließen und der Allgemeinheit verfügbar zu machen. Mit den verbliebenen Büchern, hauptsächlich aus dem Bereich der Altphilologie, hat das Bismarck-Gymnasium 2012 seine Historische Bibliothek eröffnet. Sie umfasst einen Bestand von etwa 8.000 Bänden und kann nach Voranmeldung vor Ort genutzt werden.

Ein Teil der Bücher allerdings – 450 Titel in 325 Bänden –ging zwischen 1953 und 1970 an die Landeskirchliche Bibliothek in der Blumenstraße. Dazu gehörten syrische oder äthiopische Bibelausgaben, ein syrischer und ein arabischer Pentateuch oder auch ein in Hamburg 1694 gedruckter arabisch-lateinischer Koran. In der theologischen Spezialbibliothek der Landeskirche schienen die teils sehr seltenen und kostbaren Bücher in orientalischen Sprachen, die schon das Gymnasium vorzugsweise für die Vorbereitung auf ein Theologiestudium angeschafft hatte,
wohl am besten aufgehoben, denn unter den badischen Pfarrern war am ehesten auch ein Nutzungsinteresse zu erwarten.

Zum 1. Januar 2025 hat die Evangelische Kirche in Baden ihre Bibliothek und ihr Archiv mit den entsprechenden Einrichtungen der Württembergischen Landeskirche fusioniert, die Bestände gelangten überwiegend nach Stuttgart. Dabei wurde entschieden, die ehemals dem Gymnasium illustre gehörenden Bücher des 16. bis 19. Jahrhunderts in Karlsruhe zu belassen und sie mit dem übrigen Altbestand der Gymnasialbibliothek wiederzuvereinigen. Im April 2025 konnte die Sammlung auf dem kurzen Weg über die Blumenstraße in die Badische Landesbibliothek übernommen werden. Die historische Schulbibliothek des Gymnasium illustre bleibt also in Karlsruhe erhalten.

Viele ältere Bände der Bibliothek tragen den Besitzvermerk Ex bibliotheca illustris Caroli Hesychei. Zurückzuführen ist das auf Johann Caspar Malsch, der als Prorektor des Gymnasiums illustre über einen gelehrten Namen für die 1715 neu gegründete Stadt Karlsruhe nachdachte. Unter Verwendung des altgriechischen Wortes Hesychia für Ruhe schlug er Caroli Hesychia oder einfach Hesychia vor. Und in Caroli Hesychia bleiben die Bücher nun auch.

Foyer der Badischen Landesbibliothek
Erbprinzenstraße 15
76133 Karlsruhe

Pressemitteilung Nr. 9/2026
Eine Frau räumt Bücher aus einer Kiste ins Regal.
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Die Lyceumsbibliothek wird in der Badischen Landesbibliothek eingeräumt
Fotoquelle: Badische Landesbibliothek

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Deckblatt eines alten Buchs mit Stempel und Vermerk.
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Deckblatt eines Exemplars aus der Lyceumsbibliothek
Fotoquelle: Badische Landesbibliothek

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Pressemitteilung Nr. 8/2026

Zwischen Buchdeckeln – eine interaktive Lesung zum Thema Bücher

Am Donnerstag, dem 5. Februar 2026, lädt die Badische Landesbibliothek von 18 Uhr bis 19.30 Uhr zu der interaktiven Lesung „Zwischen Buchdeckeln“ in ihr Café ein. Julius Link und die Kreativschreibgruppe KITeratur tragen eigene Texte vor und geben kreative Schreibimpulse, die zum Mitmachen motivieren. 

Bücher bewahren Wissen, wecken Emotionen und prägen unsere Sicht auf die Welt. Was wäre eine Welt ohne sie? Ohne Geschichten, die uns in andere Zeiten und Wirklichkeiten entführen?
Diese Lesung feiert das Buch in all seinen Facetten: als Kulturgut, Erinnerungsarchiv, Gedankenanstoß und Quelle grenzenloser Fantasie.

Die Autorinnen und Autoren der Kreativschreibgruppe KITeratur stellen ihre Texte regelmäßig in öffentlichen Lesungen vor und bieten zudem an jedem vierten Samstag im Monat gemeinsame Schreibtreffen und Schreibworkshops in der Badischen Landesbibliothek an.

Café in der Badischen Landesbibliothek
Erbprinzenstraße 15
76133 Karlsruhe

Pressemitteilung Nr. 8/2026
Ein Stapel Bücher repräsentiert die interaktive Lesung.
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Bücherstapel - Interaktive Lesung
Fotoquelle: Badische Landesbibliothek

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Pressemitteilung Nr. 7/2026

Schreiben und Performen: Poetry Slam für Einsteiger

In der Lernwerkstatt der Badischen Landesbibliothek findet am Samstag, dem 14. Februar 2026, von 10.30 bis 14.30 Uhr eine Einführung in die Kunst des Poetry-Slams statt. Die Spoken-Word-Künstlerin Natalie Friedrich, unter anderem bekannt durch ihre früheren Auftritte bei der Lesebühne „An WOrt und Stelle“ in der Badischen Landesbibliothek, ebnet im Workshop „Schreiben und Performen“ den Teilnehmern und Teilnehmerinnen den Weg auf die große Bühne.

Wenig verschwindet so oft und so schnell in irgendwelchen Schubladen wie Texte oder sogar ganze Romane. Oft, weil es keine Möglichkeit gibt, sie mit anderen zu teilen. Im Poetry-Slam sind die Bühnen offen und die Texte maximal sechs Minuten lang. Der Einsteiger-Workshop bietet den Rahmen, erste Texte zu verfassen und sie gemeinsam zu performen.

Für den Workshop ist eine Anmeldung bis zum 9. Februar 2026 über den Kalender auf der Webseite der Badischen Landesbibliothek erforderlich unter www.blb-karlsruhe.de/kalender.

Badische Landesbibliothek
Seminarraum in der Lernwerkstatt
Erbprinzenstraße 15
76133 Karlsruhe

Pressemitteilung Nr. 7/2026
Schwarzweißaufnahme einer jungen Frau, Natalie Friedrich, stehend am Mikrofon.
Bild

Nathalie Friedrich
Fotoquelle: Karsten Hohage

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Pressemitteilung Nr. 6/2026

Silent Book Club® – zwanglos lesen in der Badischen Landesbibliothek

Am Donnerstag, dem 29. Januar 2026, trifft sich um 17.30 Uhr der Karlsruher Silent Book Club® im Café der Badischen Landesbibliothek. Wer möchte, kann vorbeikommen und in der Gesell­schaft anderer eine Stunde lesen – jeder für sich und wozu er oder sie Lust hat.

Die Idee stammt aus den USA und gründet auf der Erkenntnis, dass es im Alltag oft schwer fällt, sich die Zeit für ein Buch zu nehmen. Der Silent Book Club® ermöglicht es, ganz in Ruhe und ohne Zwang zu lesen – unabhängig davon, ob man das Buch selbst mitbringt oder in der Bibliothek ausleiht.

Am Ende besteht die Möglichkeit, über das Gelesene zu sprechen. Wer keine Lust zum Reden hat, liest einfach weiter.

Badische Landesbibliothek
Erbprinzenstraße 15
76133 Karlsruhe

Pressemitteilung Nr. 6/2026
Zwei Lesende in Rückansicht im Café mit Blick auf die Theke im Hintergrund
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Lesen im Café der Badischen Landesbibliothek: Der Silent Book Club® Karlsruhe
Fotoquelle: Badische Landesbibliothek

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Pressemitteilung Nr. 5/2026

Die Narren sind los: Die Ausstellung „Narrenfreiheit!? Eine kleine Geschichte des Regelbruchs“ in der Badischen Landesbibliothek ist noch bis Aschermittwoch zu sehen

Mit dem Dreikönigstag am 6. Januar beginnt wieder das närrische Treiben, das über Weihnachten geruht hat. Bis Aschermittwoch sind die Narren los – auch in der Badischen Landesbibliothek, wo die Ausstellung „Narrenfreiheit!? Eine kleine Geschichte des Regelbruchs“ zu sehen ist.

Gerade zur Fastnacht ist der Begriff der Narrenfreiheit allgegenwärtig: Ob das Treiben bei den Umzügen und Narrensprüngen oder die Büttenreden – immer wieder stoßen die Narren auf
Ablehnung und Unverständnis. Dabei können sie auf eine Tradition blicken, die sich bis ins
Mittelalter zurückverfolgen lässt: Die Fastnacht zählt zu unseren ältesten Bräuchen. Woher die Narren ihre Freiheit nehmen, ob sie wirklich so unbegrenzt ist, wie man glaubt, und welchen Preis sie dafür zahlen – diesen Fragen geht die Ausstellung auf den Grund, von den Psaltern des ausgehenden Mittelalters bis zu den Karnevalszeitungen der Moderne.

Denn der Narr tritt schon in Psalm 53 als Gottesleugner in Erscheinung – und macht sich damit zum Verbündeten des Teufels. In der Moralsatire, allen voran Sebastian Brants „Narrenschiff“ von 1494, dient er als warnendes Beispiel. In den Totentänzen der Frühen Neuzeit schlüpft der Tod ins Narrenkostüm und bricht alle gesellschaftlichen Regeln, indem er unterschiedslos die
Angehörigen aller Stände in seinen Reigen zieht. Der Hofnarr wiederum hat eine zwiespältige Rolle: Zwar steht er dem Fürsten näher als jeder andere Höfling und darf ihm die Wahrheit
sagen, ist aber weder vor dem Zorn seines Herrn noch vor der Missgunst der übrigen Höflinge geschützt. Und schließlich wurde auch die Freiheit der Fastnachtsnarren stets durch Verordnungen eingeschränkt – viele Kenntnisse der historischen Fastnacht verdanken wir den in den Archiven überlieferten Verboten.

Der Narr ist also eine schillernde und widersprüchliche Gestalt. Die Ausstellung folgt seiner Spur vom sündhaften Gottesleugner der Bibel, der für seine Freiheit sein Seelenheil aufs Spiel setzt, über den gewitzten Schalk bei Hofe bis hin zu den heutigen Fastnachtsnarren, die zuweilen gleichfalls ihre Zunge hüten müssen.

Badische Landesbibliothek
Erbprinzenstraße 15
76133 Karlsruhe

Pressemitteilung Nr. 5/2026
Zu sehen ist eine Fotografie eines Ausstellungsexemplars. Es handelt sich um ein aufgeklapptes Buch, das eine bunte Illustration zum Narrenschiff. die Schembart-Hölle von 1539, zeigt. Neben dem Buch steht eine kleine Narrenfigur.
Bild 1

Ausstellungsansicht: Nürnberger Schembartbuch zur Fastnacht
Fotoquelle: Badische Landesbibliothek

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Die Zeichnung zeigt einen Narr, der mit der Tür ins Haus fällt. Er hält einen Spiegel in der Hand. Im Raum sind bestürzte Damen zu sehen, die gerade dabei waren, ihren Tee einzunehmen.
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Jetzt komm' ich!, in: Neuer historischer Narrenkalender für den Burger und Landmann. Karlsruhe: Malsch und Vogel, 1846. 
Badische Landesbibliothek,
Ze 005 00, BEI

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Pressemitteilung Nr. 4/2026

Konzert des BuschKollegiums: Werke für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier

Am Dienstag, dem 27. Januar 2026, um 19 Uhr findet in der Badischen Landesbibliothek ein Konzert des BuschKollegiums Karlsruhe statt. Aufgeführt werden Werke für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier von Olivier Messiaen (1908–1992), Josef Schelb (1894–1977) und Johann Sebastian Bach (1685–1750).

Das „Quartett für das Ende der Zeit“ für Klarinette, Violine, Cello und Klavier von Olivier Messiaen, ein christlich geprägtes Werk mit Bezug auf die Offenbarung des Johannes, entstand 1941 in deutscher Kriegsgefangenschaft und wurde im Kriegsgefangenenlager Görlitz auch uraufgeführt.

Im Jahr 1965 komponierte dann Josef Schelb sein Quartett für genau dieselbe Besetzung. Seine Komposition ist sehr polyphon und teilweise zwölftönig. Das Original der Partitur und des Stimmen-Satzes von der Hand des Komponisten ist Teil seines Nachlasses in der Badischen Landesbibliothek, die sein Werk seit 2009 verwahrt. Josef Schelb, 1894 in Bad Krozingen geboren und 1977 in Freiburg gestorben, unterrichtete von 1924 bis 1958, mit Unterbrechung im Zweiten Weltkrieg, Klavier, Instrumentation und Komposition an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Sein musikalisches Schaffen als Vertreter der „Neuen Musik“ umfasst mehr als 150 Kompositionen mit einer großen Vielfalt in Besetzung und Instrumentation.

Johann Sebastian Bach (1685–1750) wiederum verkörpert wie kein anderer Komponist die Verbindung von Christentum und Polyphonie. Von ihm erklingt im Konzert ein Werk für Klavier solo.

Seit Gründung des BuschKollegiums 2012 besteht ein direkter Bezug zwischen den in den Komponistennachlässen der Badischen Landesbibliothek verwahrten Kompositionen und den Programmen des mittlerweile erfolgreich etablierten Ensembles.

Vortragssaal der Badischen Landesbibliothek
Erbprinzenstraße 15
76133 Karlsruhe

Pressemitteilung Nr. 4/2026
Gruppenfoto des BuschKollegiums mit Instrumenten
Bild

Gruppenfoto BuschKollegium
Fotoquelle: Leo Hristov

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Pressemitteilung Nr. 3/2026

Die Last der Vergangenheit, die Bilanz der Gegenwart und die Herausforderungen der Zukunft. Die deutsch-polnischen Beziehungen

Am Dienstag, dem 20. Januar 2026, um 19 Uhr lädt die Badische Landesbibliothek in Kooperation mit dem Forum Polnischer Kultur Polonia e. V. und dem Kulturamt der Stadt Karlsruhe zu einem Vortrag über die deutsch-polnischen Beziehungen ein: Krzysztof Ruchniewicz, Professor an der Universität Wrocław, spricht über „Die Last der Vergangenheit, die Bilanz der Gegenwart und die Herausforderungen der Zukunft. Die deutsch-polnischen Beziehungen“.

In den letzten Jahren befanden sich die polnisch-deutschen Beziehungen an einem Scheideweg. Trotz vieler Bemühungen auf beiden Seiten werden sie weiterhin von der Vergangenheit geprägt, insbesondere vom langen Schatten des Zweiten Weltkriegs. Krzysztof Ruchniewicz, Dozent am Historischen Institut der Universität Wrocław und Deutschlandforscher, thematisiert nicht nur die Versäumnisse der letzten Jahrzehnte, sondern zeigt auch Wege auf, angesichts der enormen und vielfältigen Herausforderungen das notwendige Gleichgewicht auf dem alten Kontinent zu erreichen.

Vortragssaal der Badischen Landesbibliothek
Erbprinzenstraße 15
76133 Karlsruhe

Pressemitteilung Nr. 3/2026
Portraitfoto von Prof. Dr. habil. Krzysztof Ruchniewicz
Bild

Prof. Krzysztof Ruchniewicz
Fotoquelle: Forum Polnischer Kultur Polonia e. V.

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Pressemitteilung Nr. 2/2026

Impulsworkshop: Wie Veränderung gelingen kann

Am Donnerstag, dem 15. Januar 2026, findet von 17 Uhr bis 18.30 Uhr in der Badischen Landesbibliothek der Impulsworkshop „Wie Veränderung gelingen kann“ aus der Reihe „Zukunftsperspektiven” statt. Im Seminarraum der Lernwerkstatt zeigt Dr. Michael Stolle, Geschäftsführer des House of Competence (HoC), wie wir mithilfe des „Change-Managements“ Veränderungen anpacken, Gewohnheiten verändern und Neues bewältigen können. Ziel ist es, Veränderung nicht nur zu verstehen, sondern aktiv und bewusst zu gestalten.

Die Lernwerkstatt der Badischen Landesbibliothek bietet nicht nur eine Vielzahl von Fortbildungen und Workshops, sondern auch eine moderne Lernumgebung. Sie ist ein offener Ort für alle, die Neues lernen und ausprobieren möchten. Weitere Informationen zur Lernwerkstatt sind online zu finden unter www.blb-karlsruhe.de/lernwerkstatt.

Badische Landesbibliothek
Seminarraum in der Lernwerkstatt
Erbprinzenstraße 15
76133 Karlsruhe

Pressemitteilung Nr. 2/2026
Gesprächssituation zwischen zwei jungen Menschen in der Lernwerkstatt
Bild 1

Gesprächssituation in der Lernwerkstatt
Foto: Badische Landesbibliothek

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Gruppenarbeitstisch mit jungen Menschen in der Lernwerkstatt
Bild 2

Gruppenarbeit in der Lernwerkstatt
Foto: Badische Landesbibliothek

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Pressemitteilung Nr. 1/2026

Ausflug in die Welt der Narren – Kuratorenführung

Am Montag, dem 12. Januar 2026, um 17.30 Uhr lädt die Badische Landesbibliothek zu einem Ausflug in die Welt der Narren ein. Die Kuratorin Katrin Hesse führt durch die Ausstellung „Narrenfreiheit!? Eine kleine Geschichte des Regelbruchs“.

Vom Mittelalter bis heute ist der Narr Teil unserer Kulturgeschichte. Zugleich ist er eine außerordentlich facettenreiche Gestalt: Er erscheint als Sünder in Bibel und Moralsatire, als Hofnarr und Künder der Narrenwahrheit oder als ausgelassener Fastnachtsnarr. Was aber ist das Bindeglied dieser Aspekte, woher kommt der irrlichternde Charakter des Narren – und warum genießt er besondere Freiheiten?

Ausstellungsraum der Badischen Landesbibliothek
Erbprinzenstraße 15
76133 Karlsruhe

Pressemitteilung Nr. 1/2026

Bildmaterial

Ausstellung: Narrenfreiheit!? Eine kleine Geschichte des Regelbruchs

– Zugriff nach Anmeldung im Pressebereich –

Titelgrafik der Ausstellung: Dem Narrenfänger fliehen die Narren aus der Rückentrage
Bild 1

Titelgrafik der Ausstellung (bearbeitet): Geöffnetes Narren-Turney. Fasching 1843. Karlsruhe: Gutsch & Rupp, 1843. 
Badische Landesbibliothek,
O42 B62, 4.79

Ausstellungsraum: „Narrenfreiheit!? Eine kleine Geschichte des Regelbruchs“
Bild 11

Ausstellungsraum
Foto: Badische Landesbibliothek

Ausstellungsraum (Vitrine): „Narrenfreiheit!? Eine kleine Geschichte des Regelbruchs“
Bild 13

Ausstellungsraum
Foto: Badische Landesbibliothek

Die Zeichnung zeigt einen Narr, der mit der Tür ins Haus fällt. Er hält einen Spiegel in der Hand. Im Raum sind bestürzte Damen zu sehen, die gerade dabei waren, ihren Tee einzunehmen.
Bild 2

Jetzt komm' ich!, in: Neuer historischer Narrenkalender für den Burger und Landmann. Karlsruhe: Malsch und Vogel, 1846. 
Badische Landesbibliothek,
Ze 005 00, BEI

Dargestellt sind mehrere Narrenschiffe. Genauer zwei Schiffe und zwei Ruderboote, die mit Narren gefüllt.
Bild 3

Das Gesellenschiff, in: Sebastian Brant, Stultifera navis. Paris: [Johann Philippi de Cruzenach], 1498. 
Badische Landesbibliothek,
59 A 3334 INK

Darstellung der Personifikation der Hoffart, die sich selbst im Spiegel bestaunt, ohne den vogelartigen Dämon im Hintergrund zu beachten. Der Teufel hält eine Ofenschaufel, die als Sitz für die Hoffart dient.
Bild 4

Hochmut, in: Sebastian Brant, Stultifera navis. Paris: [Johann Philippi, de Cruzenach], 1498. 
Badische Landesbibliothek,
59 A 3334 INK

Bunt illustrierte Initiale zu Psalm 53 mit einem Narren und dem Teufel, die ihre Stäbe schwingen. Der Narr führt ein rundes Narrenbrot zum Mund, ein Symbol für die Mächte des Bösen.
Bild 5

Narr und Teufel, in: Psalterium cum officio B.M.V. Durlach, 15. Jh. 
Badische Landesbibliothek,
Cod. Karlsruhe 92

Illustration des Fressnarren: Ein korpulenter Mann mit Narrenhut beißt in eine Keule, auf dem Tisch liegen weitere Speisen. Im Hintergrund erbricht sich ein junger Mann vom vielen Essen.
Bild 6

Der Freßnarr, in: Abraham a Sancta Clara, Centifolium Stultorum,  oder: Hundert ausbündige Narren. Wien: Johann Carl Megerle, 1709.
Badische Landesbibliothek,
O60 A 570 RH

Bunte Illustration zu dem Basler Totentanz. Der Tod im Narrengewand zieht einen Narren mit sich. Der Narr möchte ihm nicht folgen.
Bild 7

Narr und Tod, in: Totentanz der Stadt Basel. Basel: Sattler, um 1860. Nr. 31
Badische Landesbibliothek,
64 B 106

Darstellung von Jakob Paul von Gundling, Hofnarr am preußischen Hof, umgeben von Affen, Hasen und Satyren. Er schlägt mit einem Stock nach einem Satyr, welcher ihm ein Buch entgegenhält.
Bild 8

Der gelehrte Narr, in: David Fassmann, Der gelehrte Narr, Freiburg: [Fassmann], 1729.
Badische Landesbibliothek,
70 A 702

Fotografie der Ausstellung. Es werden Besucher beim Betrachten der Ausstellungsstücke gezeigt.
Bild 9

Ausstellungsraum
Foto: Badische Landesbibliothek

Fotografie der Ausstellung. Es wird eine Besucherin beim Betrachten eines Ausstellungsstückes gezeigt.
Bild 10

Ausstellungsraum
Foto: Badische Landesbibliothek

Zu sehen ist eine Fotografie eines offenen Buches. In diesem befindet sich eine Illustration eines Hofnarren, der versucht, von Gegenspielern angestiftet, zwei Pulverfässer in Brand zu setzen. Ein Ritter verhindert die Tat.
Bild 12

Ausstellungsraum
Foto: Badische Landesbibliothek

Ein Narr will Feuer an zwei Pulverfässer legen, in: Maximilian I.: Theuerdank. Nürnberg: Schönsperger, 1517.
Badische Landesbibliothek,
42 C 36 RH

Fotografie der Ausstellung. Es werden Besucher beim Betrachten der Ausstellungsstücke gezeigt.
Bild 14

Ausstellungsraum
Foto: Badische Landesbibliothek

Zu sehen ist eine Fotografie eines Ausstellungsexemplars. Es handelt sich um ein aufgeklapptes Buch, das eine bunt illustrierte Initiale zu Psalm 53 mit einem Narren und dem Teufel zeigt.
Bild 15

Ausstellungsraum
Foto: Badische Landesbibliothek

Narr und Teufel, in: Psalterium cum officio B.M.V. Durlach, 15. Jh. 
Badische Landesbibliothek,
Cod. Karlsruhe 92

Zu sehen ist eine Fotografie eines Ausstellungsexemplars. Es handelt sich um ein aufgeklapptes Buch, das eine bunte Illustration zum Narrenschiff. die Schembart-Hölle von 1539, zeigt. Neben dem Buch steht eine kleine Narrenfigur.
Bild 16

Ausstellungsraum
Foto: Badische Landesbibliothek

Narrenschiff: Die Schembart-Hölle von 1539, in: Carl Drescher (Hrsg.): Das Nürnbergische Schönbartbuch. Weimar: Gesellschaft der Bibliophilen, 1908. (Faksimile der Handschrift Hamburg SUB, cod. 55b). Badische Landesbibliothek,
66 B 113

Pressemitteilung Nr. 29/2025

Ausstellungseröffnung: Narrenfreiheit!? Eine kleine Geschichte des Regelbruchs

Mit der neuen Ausstellung „Narrenfreiheit!? Eine kleine Geschichte des Regelbruchs“, die am  4. November 2025 um 19 Uhr eröffnet wird, begibt sich die Badische Landesbibliothek auf Spurensuche in die Welt der Narren.

Der Begriff Narrenfreiheit ist bis heute allgemein gebräuchlich, und insbesondere an Fastnacht sind vielerorts die Narren los. Was aber verbirgt sich hinter der Maske des Narren, welche Rolle spielt er in unserer Kulturgeschichte? Die Ausstellung verfolgt die Narrenidee von den Psaltern des ausgehenden Mittelalters bis zu den Karnevalszeitungen der Moderne.

Der Narr ist eine schillernde Gestalt und seit dem Mittelalter nicht aus der Kulturgeschichte wegzudenken. Ob als Kunstfigur in Literatur und Theater, als Symbolgestalt der Fastnacht oder als Hofnarr an den Fürstenhöfen: Er ist ein Grenzgänger, der sich an den Rändern des Erlaubten bewegt und die gesellschaftlichen Regeln bricht. Seine Spur lässt sich verfolgen vom sündhaften Gottesleugner der Bibel, der für seine Freiheit sein Seelenheil aufs Spiel setzt, bis zum gewitzten Schalk bei Hofe, der aussprechen durfte, was andere den Kopf gekostet hätte.

Wie aber findet der Narr den Weg in die Fastnacht? Warum ist er im 16. Jahrhundert auf einmal allgegenwärtig? Weshalb genießt er Freiheiten, die anderen verwehrt sind? Die Ausstellung schöpft aus den reichen Beständen der Badischen Landesbibliothek, um diese und andere Fragen zu beantworten. 

Badischen Landesbibliothek
Erbprinzenstraße 15
76133 Karlsruhe

Laufzeit
4. November 2025 bis 21. Februar 2026

Pressetermin
Freitag, 31. Oktober 2025, 11 Uhr
Ausstellungsraum der Badischen Landesbibliothek

Eröffnung
Dienstag, 4. November 2025, 19 Uhr
Es spricht:
Dr. Julia Freifrau Hiller von Gaertringen, Ltd. Bibliotheksdirektorin der Badischen Landesbibliothek
Dr. Katrin Hesse, Kuratorin der Ausstellung
Es musiziert: Ariel Friedmann, Keltische Harfe

Online-Katalog der Ausstellung
https://www.blb-karlsruhe.de/narrenfreiheit

Abbildungsmaterial
steht hier im Pressebereich als Download zur Verfügung. Hierfür ist eine einmalige Registrierung erforderlich (siehe oben).

Begleitprogramm

Kuratorenführungen
Ausflug in die Welt der Narren
Seit dem Mittelalter bis heute ist der Narr aus unserer Kulturgeschichte nicht wegzudenken. Zugleich ist er eine außerordentlich schillernde Gestalt. Woher aber kommt der irrlichternde Charakter des Narren – und warum genießt er besondere Freiheiten? Die Kuratorin Dr. Katrin Hesse nimmt Sie mit auf eine kleine Reise durch die Welt der Narren und beantwortet Fragen, die Sie sich vermutlich nie gestellt haben.

Di, 18.11.2025 – Do, 4.12.2025 – Mo, 12.1.2026 – Do, 12.2. 2026, jeweils um 17.30 Uhr
Treffpunkt: Ausstellungsraum der Badischen Landesbibliothek

KulturKontakt
„Narrenfreiheit" im Gespräch
Kultur ist schön – und regt idealerweise zum Nachdenken an. Der KulturKontakt bietet Interessierten die Möglichkeit, auf Basis der Ausstellung miteinander ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam werfen wir einen kurzen Blick auf die Ausstellung und entscheiden, über welchen Aspekt wir uns unterhalten möchten. Im Café setzen wir uns dann zusammen und verfolgen das Thema. Wohin das führt? Lassen wir uns überraschen.

Do, 13.11.2025, 17.30–18.30 Uhr
Treffpunkt: Ausstellungsraum der Badischen Landesbibliothek 

Pressemitteilung Nr. 29/2025