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Neuerwerbung des Monats

Neuerwerbung des Monats

Die Neuerwerbung des Monats können Sie im Lesesaal der Badischen Landesbibliothek kennenlernen. Regelmäßig wird ab dem ersten Tag eines Monats eine neue Überraschung im Original präsentiert und zugleich hier auf der Webseite vorgestellt.

Die ausgewählten Exponate gewähren den Besucherinnen und Besuchern einen guten Einblick in den breit gefächerten Sammlungsbestand der BLB und stellen aktuell getätigte Erwerbungen vor – egal ob unikales Autograph, seltener Notendruck, Kochbuch oder Comic.

Eine Übersicht der Neuerwerbungen des Jahres 2018 finden Sie hier:

Neuerwerbung im Dezember: Mythologie des dames

Jean-Pierre Brès: Mythologie des dames
Paris: Louis Janet, [1823]
Badische Landesbibliothek, 118 A 3031 R

Im 19. Jahrhundert blühte in Frankreich die Kultur der Salons. Dabei traf sich meist die bessere Gesellschaft zu gepflegter Konversation, mitunter auch Diskussion über unterschiedlichste Themen. Diese Tradition spiegelt sich in einer kleinen Neuwerbung der Badischen Landesbibliothek.

Hierin trifft sich eine Gruppe Bekannter auf einem Landsitz, um einige angenehme Tage in Gesellschaft zu verbringen. Jeder soll dabei zur angenehmen Unterhaltung und zum Zeitvertreib beitragen. Eugène, der Protagonist der Geschichte, wählt sich inspiriert durch diverse Gemälde und Skulpturen im und am Gebäude das Thema der antiken Mythologie. Er bekommt von der Gruppe täglich eine halbe Stunde zugestanden, um den Teilnehmern, überwiegend Frauen, die wichtigsten Götter der Antike näher zu bringen. In 15 entretiens behandelt er eine Auswahl olympischer Götter, aber auch Halbgötter wie Herkules, Nymphen, Titanen oder sterbliche Helden wie Theseus. Einige der Geschichten wurden mit kolorierten Stichen illustriert.

Zu sehen sind:

Flora und Zephyr – Die Göttin der Blüte und der Jugend, im übertragenen Sinne auch der Schwangerschaft, wird im Frühling von Zephyr, dem Gott des milden Westwinds, verfolgt. Er gilt als Frühlingsbote und macht Flora zu seiner Frau.

Leda und der Schwan – Der Göttervater Zeus erschien Leda, der Gattin des Königs Tyndareus von Sparta, in Gestalt eines Schwans. Sie gebar daraufhin aus zwei Eiern vier Kinder von zwei Vätern: Pollux und Helena, als Kinder von Zeus unsterblich, sowie Klytemnaistra und Castor.

Erigone – Die Tochter eines Bauern, der im Auftrag des Gottes Dionysos das Wissen um den Weinbau verbreitete, fand ihren ermordeten Vater und erhängte sich daraufhin. Sie wurde als Sternbild Jungfrau an den Nachthimmel versetzt.

Polymnia – Manchmal auch Polyhymnia genannt. Sie ist eine der neun Musen und damit Tochter des Zeus und der Mnemosyne. Ihr Gebiet ist die hymnische Dichtung und die Beredsamkeit.

Neuerwerbung im November: Wolfgang Rihm: Auf- und Wiederhören: ein verabschiedender Walzer für Manfred Reichert

Auf- und Wiederhören: ein verabschiedender Walzer für Manfred Reichert: für zwolf Spieler. - Wien: Universal Edition, 2007. - 1 Partitur (18 Seiten).
Badische Landesbibliothek, Badische Landesbibliothek, M 28995

Der international renommierte Künstler Wolfgang Rihm wurde 1952 in Karlsruhe geboren, wo er bis heute seinen Wohnsitz hat. Wolfgang Rihm ist Komponist, Professor für Komposition an der Musikhochschule Karlsruhe und Autor zahlreicher Bücher. Wie bei allen Komponisten der Region wird angestrebt, den Bestand an Werken durch Ankäufe ständig zu erweitern: Im Katalog der Badischen Landesbibliothek sind derzeit ca. 400 seiner Werke nachgewiesen.

Das ausgestellte Werk Auf- und Wiederhören ist dem Musiker, Dirigenten, Dramaturgen und Pädagogen Manfred Reichert gewidmet und wurde 2007 erstmals aufgeführt. Manfred Reichert wurde 1942 in Karlsruhe geboren und verstarb im April 2018. 1973 gründete er das Ensemble 13, einen Verbund experimentierfreudiger Musiker. Von 1986 bis 1987 leitete er die erste Projektgruppe des ZKM. Ab 1995 war Manfred Reichert als Professor für Neue Musik an der Hochschule für Musik Rheinland-Pfalz tätig. Von 1981 bis 2007 leitete er die Festivals Wintermusik und Musik auf dem 49.

Neuerwerbung im Oktober: Beim Dorfbader oder Die Radicalkur : Burleske Scene mit Gesang : für 5 Herren mit Clavierbegleitung

Louis Kreymann: Beim Dorfbader oder Die Radicalkur : Burleske Scene mit Gesang : für 5 Herren mit Clavierbegleitung : op. 84 [Noten]; der Gesellschaft "Ulk" in Karlsruhe gewidmet. Clavierauszug und Singstimmen. - Leipzig: Otto Forberg, um 1900. 1 Klavierauszug, 5 Stimmen
Badische Landesbibliothek, M 29172

Das musikalisch-humoristische Werk des Komponisten Louis Kreymann ist dem „Akademischen Stammtisch ULK“ gewidmet, der 1902 von Studenten der Technischen Hochschule Fridericiana (heute KIT) gegründet wurde. 1912 fusionierte ULK mit dem „Akademischen Verein Gifthütte“ zur „Karlsruher Burschenschaft Ghibellinia“. Die farbentragende, nicht-schlagende Studentenverbindung hat noch heute ihren Sitz in Karlsruhe.

Hauptperson in Kreymanns Posse ist der Dorfbader Zappel, der seine Patienten auf fragwürdige Weise therapiert. Die Texte erinnern an das Volks-, Studenten- und Trinklied Ich bin der Doktor Eisenbart, das um 1800 unter Göttinger Studenten entstanden war und die Behandlungsmethoden des Johann Andreas Eisenbarth (1663–1727) karikiert, der in dem Lied als Kurpfuscher dargestellt wird.

Digitale Sammlungen der Badischen Landesbibliothek: Beim Dorfbader oder Die Radicalkur

Neuerwerbung im September: Nachlass Ferdinand Lamey

Nachlass F. Lamey
Dokumente aus dem Nachlass Ferdinand Lameys
Badische Landesbibliothek, K 3431

Seit über 100 Jahren sammelt die Badische Landesbibliothek Nachlässe bedeutender badischer Persönlichkeiten. Der neueste Zuwachs für diese Sammlung ist ein Teilnachlass des Schriftstellers und Philologen Ferdinand Lamey (1852–1925).

Lamey, Sohn des badischen Politikers und Juristen August Lamey, studierte Philosophie in Heidelberg, München und Würzburg und arbeitete dann mehrere Jahre an der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe. Später war er im Schuldienst tätig und schrieb daneben zahlreiche Prosatexte und Bühnenwerke, darunter auch eine Oper (Morgiane, 1897).

In dem Teil seines Nachlasses, der nun in der Badischen Landesbibliothek der Forschung zur Verfügung steht, befinden sich verschiedene Werkmanuskripte, Korrespondenzen und persönliche Dokumente, auch Fotos. Sie mischen sich stellenweise mit Materialien aus dem Erbe seines Sohnes Bernhard Lamey (1894–1980), der ein bekannter Journalist war und sich ebenfalls schriftstellerisch betätigte.

Neuerwerbung im August: Zwanzig!

Zwanzig!

Hans-Henning Hahn / Robert Traba (Hg.): 20 Deutsch-Polnische Erinnerungsorte. Paderborn: Schöningh, 2018
Badische Landesbibliothek, 118 A 559

Andreas Jäger: 20 Wetterregeln, die man kennen muss. Wals bei Salzburg: Servus, 2018
Badische Landesbibliothek, 118 G 121

Nicole Jo: 20. Karlsdorf: HOFA-Media, 2018
Badische Landesbibliothek, 117 V 1481

Manon Sander: Rechnen bis 20. Stuttgart: Klett, 2018
Badische Landesbibliothek, 118 H 535

Martin Vogt: Die 20 besten Wohnmobil-Touren in Deutschland. Stuttgart: DoldeMedien, 2017
Badische Landesbibliothek, 118 A 6783

Die Karlsruher Museumsnacht findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt und steht unter dem Motto „ZWANZIG!“. Passend zu diesem Thema haben wir einige Neuerwerbungen der Badischen Landesbibliothek zusammengestellt, die sich mit der Zahl 20 befassen. Sie stammen aus ganz unterschiedlichen Bereichen: Vom Reiseführer bis zum Schulbuch, von der Musik-CD bis zum wissenschaftlichen Fachbuch, vom Pflichtexemplar bis zum gezielt gekauften Werk ist alles vertreten. Vieles mehr finden Sie über den Katalog plus.

Neuerwerbung im Juli: Faksimile-Sammlung

Das Stundenbuch der Sforza

Das Stundenbuch der Sforza (Add. MS. 34294 der British Library, London; Faksimile-Edition)
Luzern: Faksimile-Verlag, 1992
Badische Landesbibliothek, Sign. HS: Ng 195 und Ng 195a

Aufgeschlagen ist der Beginn der Bußpsalmen mit einer Darstellung König Davids (links). Ein goldenes Medaillon unter dem Textbeginn auf der rechten Seite zeigt den jungen Kaiser Karl V., datiert auf 1520.

Faksimiles mittelalterlicher Handschriften hatten neben ihrem dekorativen Wert große Bedeutung für die Forschung. Auf diese Weise wurden Unikate, die oft an weit entfernten Orten lagerten, auch solchen Wissenschaftlern zugänglich, die keine Reise zum Original unternehmen konnten. Diese Funktion erfüllen heute meist online frei zugängliche Digitalisate, wie etwa die in den Digitalen Sammlungen der BLB. Der bibliophile Wert von Faksimiles aber ist geblieben.

Kürzlich erhielt die Badische Landesbibliothek eine kleine Sammlung solcher sehr hochwertiger Faksimiles geschenkt. Darin findet sich auch das sog. Stundenbuch der Sforza. Das Original hatte Bona von Savoyen (gestorben 1503) 1486 in Auftrag gegeben; sie war mit Galeazzo Maria Sforza, dem Herzog von Mailand, verheiratet. Das Stundenbuch wurde allerdings erst viel später fertiggestellt und von zwei bekannten Buchmalern der Renaissance im frühen 16. Jahrhundert künstlerisch ausgestaltet.

Die Faksimile-Auflage, die 1993 erschien, wurde auf 980 Exemplare beschränkt; von diesen erhielten lediglich 95 eine Schatulle aus massivem Silber im Stil der Renaissance, alle anderen wurden in einfache rote Samteinbände gebunden. Die Samtausgabe wurde dabei dem derzeitigen Zustand des Originals entsprechend in vier Teilbände aufgeteilt – ein früherer Besitzer hatte das Stundenbuch im 19. Jahrhundert auseinandernehmen und in vier Teilen neu binden lassen, um die vielen Miniaturen besser vor Abrieb zu schützen. Die Prachtausgabe des Faksimiles wurde dagegen in einem Band zusammengefasst, wie es dem ursprünglichen Aussehen des Stundenbuchs in seiner Entstehungszeit entspricht.

Neuerwerbung im Juni: Sonaten für Pianoforte von Ludwig Dill

Sonaten für Pianoforte / von Ludwig Dill
No. 3 h-Moll. - Leipzig : Verlag von F.E.C. Leuckart, 1876.
- 1 Partitur (21 Seiten)
Badische Landesbibliothek, M 28635,3
Erworben 2017

Ludwig Dill (1812–1887) war Verwaltungsjurist und Amtsrichter, der als Dichter und Komponist bekannt wurde. Er besuchte das Gymnasium in Karlsruhe und wollte eigentlich Musiker werden. Auf Wunsch seines Vaters studierte er Rechtswissenschaften an den Universitäten Heidelberg und Freiburg. Seine Tätigkeit im badischen Verwaltungsdienst führte ihn nach Schopfheim, Gernsbach, Gengenbach und Eppingen. 1856 wurde er Amtsrichter am Amtsgericht Durlach, wo er 1862 nach dem Tod seines Vaters seinen Abschied nahm und nach Stuttgart übersiedelte. Dort widmete er sich seinen schriftstellerischen und musikalischen Neigungen und wurde Mitglied des literarischen Vereins „Bergwerk“, dem beispielsweise auch Wilhelm Raabe angehörte. Nach dem Tod seiner Frau im Jahr 1873 lebte er wieder in Durlach.

Als Geschenk erhielt die Badische Landesbibliothek im Jahr 2017 insgesamt acht Sonaten für Pianoforte von Ludwig Dill. Die Werke waren 1876 in dem bekannten Verlag von F.E.C. Leuckart erschienen, der 1782 als Musikalienhandel von Franz Ernst Christoph Leuckart gegründet worden war.

Neuerwerbung im Mai: Scheffel und die Poesie

Brief von Joseph Victor von Scheffel an einen unbekannten Herrn
Brief von Joseph Victor von Scheffel an einen unbekannten Herrn, 7. Juni 1878
Badische Landesbibliothek, Sign. K 3429

Kürzlich gelang der Badischen Landesbibliothek die Erwerbung einiger Autographen badischer Persönlichkeiten, die den bereits vorhandenen Bestand ergänzen. Darunter war auch ein kleines Bündel mit Dokumenten zum Karlsruher Dichter Joseph Victor von Scheffel (1826–1886). Es besteht aus einem Brief und diversen Beilagen.

In dem Brief, den Scheffel offenbar als Reaktion auf eine Einladung verfasste, in einer Zeitung oder Zeitschrift einige Verse beizusteuern, beklagt Scheffel, dass er mit zunehmendem Alter das Dichten aufgegeben habe. Der Brief datiert aus dem Jahr 1871 – Scheffel war also gerade erst 45 Jahre alt, befand sich jedoch nach der Trennung von seiner Frau Caroline in einer schwierigen Phase seines Lebens.

Dem Brief liegen verschiedene Dokumente wie Zeitungsausschnitte, Portraits und anderes bei, die vielleicht ein Sammler hinzugefügt hat. Das Konvolut ist vollständig anzuschauen in den Digitalen Sammlungen.

Der Text des Briefes lautet folgendermaßen:

Verehrter Herr Dr.

Haben Sie herzlichen Dank für die freundliche Zuschrift von Königsberg, – es ist mir ein wohltuender Gruß aus dem Norden – aber zählen Sie nicht auf meine Feder. Der „Jugend Drang“ dem die beste Poesie entsprudelt, ist vorüber, des Lebens Sorgen halten mich fest; Studien gedeihen noch, aber gedichtet wird  nicht mehr – wenigstens seit Jahren und bis auf Weiteres nicht mehr.

Ich werde Ihr Blatt im Auge behalten u. erwidere Ihren Gruß bestens als

Ihr ergebener

J. Vict. Scheffel

Neuerwerbung im April: Badische Ostervielfalt

Pflichtbücher

Bücher aus dem aktuellen Pflichtzugang
Badische Landesbibliothek, Sign. 118 E 35, 118 E 734, ZB 15158, 116 A 14050

Als Badische Landesbibliothek nimmt die BLB das Pflichtexemplarrecht für die Region wahr. Es erstreckt sich seit 1976 auf alle Verlage des Landes, und so sind in der BLB nahezu alle Bücher und Zeitschriften mit badischem Erscheinungsort zu finden. Die BLB archiviert sie als Dokumentation für die Buchproduktion im Land. So bleiben die Publikationen für die Zukunft erhalten und zugänglich, selbst wenn sie auf dem freien Markt nicht mehr zu haben sind.

Darunter finden sich auch Medien, die man in der BLB nicht unbedingt vermuten würde: Von Kinderbüchern über Bastelzeitschriften, auch in Fremdsprachen, und Ratgeber bis zur wissenschaftlichen Fachliteratur ist nahezu jeder Bereich vertreten, wie diese kleine Osterauswahl zeigt. Alle weiteren Pflichtexemplare finden Sie im Katalog plus.

Neuerwerbung im März: Bildnis der Komponistin Clara Faisst

Paul von Ravenstein:
Bildnis der Komponistin Clara Faisst, 1928
Öl auf Leinwand
60,5 x 48 cm
Badische Landesbibliothek, K 3427
Erworben 2017

 Der Nachlass der Karlsruher Komponistin und Pianistin Clara Faisst (1872–1948) wird in der Badischen Landesbibliothek aufbewahrt. Im Jahr 2017 konnte als Ergänzung zum Nachlass ein Bildnis der Künstlerin aus dem Jahr 1928 erworben werden. Wegen seiner Größe kann es in der Neuerwerbungsvitrine im Lesesaal allerdings nicht im Original gezeigt werden.

Das Bildnis stammt von dem Karlsruher Maler Paul von Ravenstein (1854–1938), der mit Clara Faisst freundschaftlich verbunden war. Darauf weist auch die Wahl des Titelblatts für die Komposition „Serenade auf dem Canal grande“ hin: Clara Faisst entschied sich dabei für eine Vorlage aus dem Schaffen Paul von Ravensteins.

Clara Faisst war zum Zeitpunkt der Portraitierung eine bekannte Musikerin in Karlsruhe. Sie pflegte vielfältige Kontakte und Freundschaften zu bedeutenden Persönlichkeiten, darunter zu Albert Schweitzer, zu dem Maler Hans Thoma, der seit 1899 Direktor der Kunsthalle und Professor der Kunstakademie in Karlsruhe war, sowie zu Musikern und Musikwissenschaftlern wie Wilhelm Furtwängler, Max Bruch und Willy Rehberg.

Neuerwerbung im Februar: Frühlingsblumen

Tulpenbücher

Peter Franke: Unterricht in der Erzeugung der Blumen zur Winterszeit aus den edlen Zwiebelgewächsen…Wertheim / Leipzig: Wendler, 1781
Badische Landesbibliothek, 117 E 2922 R

Charles Malo: Histoire des tulipes
Paris: Janet, 1821
Badische Landesbibliothek, 117 E 2912 R

Als Ergänzung zu den berühmten Karlsruher Tulpenbüchern, die in der Badischen Landesbibliothek verwahrt werden, wurden kürzlich zwei weitere Werke zur Gartenkunst im 18. Jahrhundert erworben. Die Geschichte der Tulpen des Franzosen Charles Malo (1790–1871) illustrierte Pancrace Bessa (1772–1846). Er war ein bekannter französischer Pflanzenmaler und erregte sogar die Aufmerksamkeit der Herzogin von Berry, einer Tochter des französischen Königs Karl X. von Frankreich, die ihn protegierte.

In der Tradition der ausklingenden Tulpenmanie und blühenden Gartenkunst des 18. Jahrhunderts steht das Werk des kaum bekannten Peter Franke. Sein außerordentlich praktisch ausgerichtetes Handbüchlein gibt Tipps zum Umgang mit Zwiebelpflanzen aller Art das ganze Jahr hindurch. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Frage, wie man die Zwiebeln rechtzeitig zum Winterende zum Blühen bringt.

Neuerwerbung im Januar: Bilderbibel

Die Bilderbibel der Barmherzigkeit

Die Bilderbibel der Barmherzigkeit. Zum Jubiläumsjahr der Barmherzigkeit 2016
Simbach: Müller & Schindler, 2016
BLB, 118 C ...

Die Bibel ist das wohl meist verbreitete Buch der Welt. Seit Jahrhunderten werden immer wieder neue Ausgaben gedruckt, die sich oft nur durch die Ausstattung unterscheiden. Bis heute erscheinen jedes Jahr neue Bibeln, so auch die hier ausgestellte. Sie enthält den Text der Einheitsübersetzung, also der im katholischen Umfeld gebräuchlichsten deutschen Version von Altem und Neuem Testament.

Die Prachtausgabe wurde ausgestattet mit punziertem Goldschnitt und Bildern aus verschiedenen mittelalterlichen Handschriften, die heute in Sammlungen von Russland über ganz Europa bis zu den USA verwahrt werden. Auch die Badische Landesbibliothek ist darin vertreten: Eine auf Goldgrund gemalte Darstellung der Wurzel Jesse schmückt das erste Buch der Chroniken. Die in Straßburg entstandene Originalhandschrift aus dem 13. Jahrhundert kam 1806 aus dem Benediktinerkloster St. Peter nach Karlsruhe.