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Laufende Projekte

Pflichtexemplar

Pflichtablieferung kommerzieller Netzpublikationen

Leitung: Dr. Felix Geisler
Kooperationsprojekt mit der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart und dem Bibliotheksservice-Zentrum in Konstanz als projektleitender Institution
Projektstart: 1. Mai 2018
Projektende: 31. Dezember 2019

Seit der Novellierung des Pflichtexemplargesetzes im Jahr 2006 unterliegen auch Netzpublikationen dem Pflichtexemplarrecht. Die Realisierung des elektronischen Pflichtexemplars für verlegerische Netzpublikationen ist aufgrund urheberrechtlicher Bestimmungen nur in einem eng gesteckten organisatorisch-technischen Rahmen möglich. Die Integration der Publikationen kommerzieller Verlage in BOA erfordert ein automatisiertes Ablieferungsverfahren ebenso wie ein differenziertes Rechtemanagement für den Endnutzer. Dies ist in einem Vorprojekt erprobt worden und wird jetzt umgesetzt.

bwDataBib. Kooperative Speicherung und Langzeitarchivierung von Forschungsdaten der Universitäts- und Landesbibliotheken des Landes Baden-Württemberg

Leitung: Dr. Julia Freifrau Hiller von Gaertringen. Dr. Felix Geisler
Kooperationsprojekt mit der Universität Tübingen, der Universität Freiburg, der Universität Stuttgart und dem Bibliotheksservice-Zentrum Konstanz
Gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
Projektstart: 1. Oktober 2017
Projektende: 30. September 2019 

In den Universitäts- und Landesbibliotheken Baden-Württembergs und im Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) werden Daten produziert, gesammelt, verarbeitet und bereitgestellt, für deren zeitlich unbefristete Speicherung und dauerhafte Verfügbarkeit die Beteiligten die Verantwortung tragen. Entsprechende Objektbereiche sind digitale Primärpublikationen (Pflichtexemplare, Hochschulschriften), Retrodigitalisate von Print- und AV-Medien und digitale Verlagspublikationen, für die ein Archivrecht besteht. Ziel des Projektes ist die Konzeption von technisch geeigneten, internationalen Standards entsprechenden und wirtschaftlich vertretbaren Langzeitarchivierungslösungen für diese forschungsrelevanten Datentypen. Es soll die Grundlage für den kooperativen Aufbau einer organisatorischen und technischen Infrastruktur zur Speicherung und Langzeitarchivierung dieser Daten geschaffen werden.

Zugriff auf die elektronischen Ausgaben von Tageszeitungen (Status: abgeschlossen)

Leitung: Dr. Felix Geisler

Projektende: Februar 2018, vgl. Pressemitteilung Nr. 9/2018 vom 5. Februar 2018

Auf Bundesebene sammelt und archiviert die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) Netzpublikationen. Ihre Sammlung elektronischer Ausgaben von Tageszeitungen (E-Paper) enthält Titel, die auch von der BLB gesammelt werden müssen. Die DNB und die Arbeitsgemeinschaft der Regionalbibliotheken im Deutschen Bibliotheksverband e.V. haben eine technische Lösung zur institutionsübergreifenden Nutzung ablieferungspflichtiger E-Paper-Tageszeitungen im PDF-Format eigeführt. Die Regionalbibliotheken haben über die so genannte Fensterlösung lesenden Zugriff auf die bei der DNB archivierten und in die jeweilige regionale Ablieferungspflicht fallenden E-Paper, so dass sie kein eigenes System für die Bereitstellung der digitalen Objekte aufbauen müssen. Die BLB stellt Ihnen seit Projektende über 80 elektronische Tageszeitungen aus Baden vor Ort zur Verfügung.

Erschließung

Neukatalogisierung der ehemals Donaueschinger Handschriften (Teil B)

Leitung: Dr. Julia Freifrau Hiller von Gaertringen, Dr. Christoph Mackert
Ort der Bearbeitung: Handschriftenzentrum der UB Leipzig
Wissenschaftliche Bearbeiterin: Katrin Sturm
Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft
Projektbeginn: 1. Januar 2015, Projektlaufzeit: bis März 2018

1993 wurde die Handschriftensammlung der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek Donaueschingen vom Land Baden-Württemberg angekauft und so eine der bedeutendsten historischen Adelsbibliotheken für die Öffentlichkeit bewahrt. Die Handschriften wurden auf die beiden Landesbibliotheken in Stuttgart und Karlsruhe aufgeteilt. Die Badische Landesbibliothek Karlsruhe (BLB) erhielt die deutschsprachigen Stücke sowie einzelne Bände, die mit Karlsruher Provenienzen in Zusammenhang stehen. Ein erstes Projekt zur Neukatalogisierung der ehemals Donaueschinger Handschriften der BLB, in dem die literarischen Handschriften nach den Richtlinien der DFG katalogisiert wurden, konnte 2013 erfolgreich abgeschlossen werden. In einer zweiten Projektphase werden seit dem 1. Januar 2015 am Handschriftenzentrum Leipzig nun die Handschriften der theologischen Prosa wissenschaftlich aufgearbeitet. Innerhalb einer Laufzeit von vier Jahren und vier Monaten werden insgesamt 72 Signaturen (62 Codices und zehn Fragmente) erschlossen. Die im Projekt entstehenden Handschriftenbeschreibungen und Erschließungsdaten werden kontinuierlich über das zentrale deutsche Handschriftenportal Manuscripta Mediaevalia publiziert. Hier finden Sie auch eine genaue Projektbeschreibung.

Das Projekt wird ab April 2018 in Leipzig fortgesetzt. Die bisherigen Ergebnisse beschreibt Katrin Sturm im Blog der UB Leipzig: Zeugnisse spätmittelalterlicher Frömmigkeit in Leipzig : Projekt zur ‚Neukatalogisierung der ehemals Donaueschinger Handschriften der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe (BLB)’ geht in die nächste Phase. - Stand: 8.2.2018.

Retrokonversion des alphabetischen Katalogs der gedruckten Musikalien (Status: abgeschlossen)

Bearbeitung: Janina Späth
Projektstart: 1. Oktober 2014
Projektende: 31. März 2018

Der BLB-Notenbestand bis zum Erwerbungsjahr 1993 war noch nicht vollständig im Katalog plus enthalten und partiell nur über einen Zettelkatalog zu ermitteln. Der Katalog zum Notenbestand mit ca. 32.000 Zetteln wurde in den Online-Katalog des Südwestdeutschen Katalogverbundes konvertiert.

Erschließung der Schlossbibliothek Baden-Baden

Bearbeitung: Ruth Ackermann
Projektstart: 1. August 2010

Die Schlossbibliothek Baden-Baden umfasst ca. 30.000 Bände. Gleich nach dem Umzug von Baden-Baden an die BLB wurden die Handschriften aus der Zeit von etwa 1770 bis 1920 sowie etwa 3.500 besonders kostbare oder seltene Drucke aussortiert und im Sammlungsmagazin aufgestellt. Diese wurden dann, mit Ausnahme der Musik, katalogisiert. Geschätzte 23.000 nicht rarifizierte Bände standen zu Projektbeginn noch zur Bearbeitung an. Das Projekt war zwischenzeitlich ausgesetzt und wird im April 2018 wieder aufgenommen.

Erschließung der Musikdrucke aus der Schlossbibliothek Baden-Baden

Bearbeitung: Janina Späth
Projektstart: 1. Mai 2018
Projektlaufzeit: ca. zwei Jahre

Die Schlossbibliothek Baden-Baden enthält eine 2.000 Nummern umfassende Musikaliensammlung mit gedruckten und handschriftlichen Werken zahlreicher Komponistinnen und Komponisten. Als musikalische Privatbibliothek eines Fürstenhauses umfasst sie überwiegend Kammermusik für Klavier, Lieder und Klavierauszüge. Von besonderem Interesse sind die zahlreichen Dedikationswerke zu festlichen Anlässen des Herrscherhauses wie Geburtstagen, Ehe- oder Regierungsjubiläen, oft in kostbaren Einbänden aus Leder, Samt oder Seide und mit prunkvoller Ausstattung. Die Musikhandschriften wurden 2017 in RISM erschlossen. Die ca. 1.550 Musikdrucke werden jetzt im Katalog plus der BLB nachgewiesen. Der Bestand ist außerdem über eine Tabelle im Internet einsehbar.

Erschließung der Sammlung Frank

Leitung: Heike Susanne Lukas
Bearbeiterin: Greta Dorst
Projektstart: 1. September 2017, Laufzeit 12 Monate

Rund 3.000 Werke einer hochkarätigen Rom- und Italiensammlung, darunter Reiseführer vom 16. bis hin zum 19. Jahrhundert sowie beeindruckende Grafiken und Kartenmaterial der Stadt Rom, gelangten im Frühjahr 2015 durch die großzügige Schenkung des Karlsruher Sammlers Klaus Gerhard Frank (1930–2015) in den Besitz der Badischen Landesbibliothek. Der Bestand an Inkunabeln und alten Drucken hat dadurch einen bedeutenden Zuwachs erfahren, die historische Sammlung einen neuen thematischen Schwerpunkt erhalten. Die Ausstellung „Bella Bibliotheca – Kostbarkeiten einer Karlsruher Italiensammlung“ nahm diese besondere Schenkung gleich 2016 zum Anlass, anhand von 100 Exponaten ausgewählter Drucke einen Einblick in die viel beschworene Italiensehnsucht und die immerwährende Faszination der Ewigen Stadt im Laufe der Jahrhunderte zu geben. Die Sammlung wurde geschlossen aufgestellt und wird jetzt im Katalog plus erschlossen.

Erschließung des Nachlasses von Ernst-Lothar von Knorr

Leitung: Dr. Annika Stello
Wissenschaftliche Bearbeiterin: Dr. Jasmin Hambsch
Gefördert durch die Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg
Projektstart: 1. April 2017, Laufzeit 18 Monate

Erschlossen wird der schriftliche Nachlass des Komponisten, Geigers und Musikpädagogen Ernst-Lothar von Knorr (1896–1973), der sich seit 2014 in der BLB befindet. Es handelt sich hier um einen hochkarätigen Musikernachlass von weit überregionaler Bedeutung, der die Kontinuitäten und Brüche im Musikleben des 20. Jahrhunderts deutlich zu Tage treten lässt. Neben einer großen Sammlung von Manuskripten seiner Kompositionen und wissenschaftlicher Publikationen zeichnet sich von Knorrs Nachlass vor allem durch die umfangreichen Korrespondenzen und Lebensdokumente aller Art aus. Der Nachlass wird geordnet und in der Datenbank Kalliope sowie in einem Online-Findbuch erschlossen.

Provenienzforschung

Recherche nach NS-Raubgut in den Beständen der Badischen Landesbibliothek

Leitung: Dr. Ludger Syré
Wissenschaftliche Bearbeiterin: Ulrike Vogl M.A.
Gefördert durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste und das Land Baden-Württemberg
Projektstart: 1. Januar 2017
Projektende: 31. Dezember 2018

Mit der Zerstörung des Gebäudes der Badischen Landesbibliothek am 3. September 1942 wurden sowohl die Bestände als auch das Verwaltungsschriftgut beinahe vollständig vernichtet. Heute noch vorhandenes NS-Raubgut befindet sich in jenen Beständen, die sofort nach dem Bombenangriff und mit finanzieller Unterstützung durch die zuständigen Reichsbehörden sehr rasch wieder aufgebaut worden sind. Im Projekt werden die Zugänge der Jahre 1942–1945 per Autopsie systematisch auf verdächtige Provenienzhinweise hin untersucht und diese dokumentiert. Die Dokumentation wird in der kooperativen Provenienzdatenbank Looted Cultural Assets erfolgen.

Bestandserhaltung

Restaurierung von Karlsruher Musikhandschriften

Leitung: Brigitte Knödler-Kagoshima
Laufzeit: seit 1. Mai 2016
Gefördert mit Mitteln des Landesrestaurierungsprogramms Baden-Württemberg

Die betroffenen Bände aus dem ehemaligen Badischen Hoftheater gelangten nach dem Zweiten Weltkrieg in die BLB und sind derzeit aufgrund ihres schlechten Erhaltungszustandes für die Benutzung gesperrt. Nach der Restaurierung werden sie in den Digitalen Sammlungen verfügbar gemacht werden.