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Johannes Rosinus (1550–1626): Romanarum antiquitatum libri decem, 1701
Badische Landesbibliothek Karlsruhe

Bibliothek der Baden-Württembergischen Kommende des Johanniterordens

Die Baden-Württembergische Kommende des Johanniterordens e.V. übergab im August 2007 ihre wertvolle Kommendenbibliothek der Badischen Landesbibliothek als Depositum. Sie birgt äußerst seltene Literatur zur Geschichte des Johanniterordens, aber auch aus dem Bereich der Theologie, insbesondere zur „geistlichen Waffenrüstung“ des Epheserbriefes und zu den Seligpreisungen der Bergpredigt. Die Sammlung wird durch die Kommende laufend weiter ergänzt. Aktuell umfasst sie rund 700 Bände.

Die erste südwestdeutsche Kommende des Johanniterordens entstand 1185 in Heimbach in der Pfalz. Bis zum 15. Jahrhundert folgten im Gebiet des heutigen Baden neun weitere Kommenden. Mit der Aufhebung des Großpriorates Deutschland gelangten die badischen Kommenden 1806 an das Großherzogtum Baden und die württembergischen an das Königreich Württemberg. Ein zwischen dem Großpriorat Deutschland und dem Königreich Württemberg ausgehandelter Vertrag, der das Fortbestehen der württembergischen Kommenden unter dem Protektorat des Königs sichern sollte, blieb außer Vollzug. So wurde 1858 die Württembergische Genossenschaft des Johanniterordens gegründet, durch königlichen Hoheitsakt erhielt sie die Rechtsform einer Juristischen Person mit Sitz in Stuttgart. 1906 erfolgte die Umbenennung in „Württembergisch-Badensche Genossenschaft des Johanniterordens“, 1978 schließlich erhielt sie ihren heutigen Namen. Weitere Informationen zur Geschichte der Baden-Württembergischen Kommende finden Sie hier.

Die Sammlung ist über den Katalog plus erschlossen.

Italien-Sammlung Klaus Gerhard Frank

Durch die großzügige Schenkung des Karlsruher Sammlers Klaus Gerhard Frank (1930–2015) konnte die Badische Landesbibliothek im Jahr 2015 im Bereich der Inkunabeln und alten Drucke einen bedeutenden Zuwachs verzeichnen. Mehr als 3.000 hochkarätige und zum Teil auch äußerst seltene Werke einer seit den 1970er-Jahren kontinuierlich gewachsenen Rom- und Italiensammlung gelangten in ihren Besitz.

Klaus Gerhard Frank, 1930 in Karlsruhe geboren, beschäftigte sich 70 Jahre lang unablässig mit dem Medium Buch. Nach seiner Schulzeit absolvierte er von 1945 bis 1948 zunächst eine Lehre als Buchdrucker und war im Anschluss für diverse Druckereien im Karlsruher Stadtgebiet tätig. Im Jahr 1955 bereiste er erstmals Italien und versuchte schon damals, als deutscher Buchdrucker in Rom Fuß zu fassen. Er entschied sich aber doch für eine weitere Berufsausbildung zum Buchhändler in Karlsruhe und verschaffte seiner Liebe zum Buch somit eine zweite Profession. 1960 wechselte Klaus Frank an die Karlsruher Universitätsbibliothek. Das ersehnte Stellenangebot der Bibliotheca Hertziana in Rom kam schließlich zum 1. April 1972. An dieser renommierten Institution war der Italienliebhaber Klaus Frank bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1995 tätig. Größtenteils während dieser römischen Zeit ist seine beeindruckende Büchersammlung entstanden. 1998 zog Klaus Frank zurück nach Deutschland und lebte bis zu seinem Tod in seiner Geburtsstadt Karlsruhe.

Unter den Kostbarkeiten dieser Sammlung finden sich zahlreiche Italienreiseführer vom 16. bis hin zum 19. Jahrhundert, kunsthistorisch bedeutende Graphiken sowie Kartenmaterial der Stadt Rom. Auch vier Inkunabeln bereichern den Bestand der BLB.

Die Ausstellung „Bella Bibliotheca. Kostbarkeiten einer Karlsruher Italiensammlung“ nahm diese besondere Schenkung gleich 2016 zum Anlass, anhand 100 Exponate ausgewählter einen Einblick in die viel beschworene Italiensehnsucht und die immerwährende Faszination der Ewigen Stadt im Laufe der Jahrhunderte zu geben.

Die Sammlung wurde geschlossen aufgestellt und wird derzeit erschlossen.