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Egon Eiermann DIGITAL

Deutscher Pavillon auf der EXPO 1958 in Brüssel, Egon Eiermann und Sep Ruf
saai | Südwestdeutsches Archiv für Architektur und Ingenieurbau, Karlsruher Institut für Technologie, Foto: © Eberhard Troeger

7. Februar 2020 bis 25. April 2020
Ausstellungseröffnung am 6. Februar 2020 um 19.00 Uhr

Die neue Ausstellung des Archivs für Architektur und Ingenieurbau (saai) ermöglicht anhand von bislang unbekannten historischen Fotos neue Einblicke in das Schaffen des deutschen Architekten Egon Eiermann (1904–1970). Dessen Nachlass wird gegenwärtig im saai digitalisiert, um diesen dadurch für alle Interessierten besser zugänglich zu machen.

Egon Eiermann zählt zu den bedeutendsten Architekten der Nachkriegszeit innerhalb von Deutschland. Schon in den 1930er-Jahren wurde er durch den Bau moderner Villen bekannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg schuf er mit der Taschentuchweberei in Blumberg ein Symbol für den modernen Wiederaufbau.

Mit dem Deutschen Pavillon auf der Expo 1958 in Brüssel zeigte Egon Eiermann der Welt gemeinsam mit dem Architekten Sep Ruf (1908–1982) die neue, transparente und demokratische Bundesrepublik. Mit dem Neubau eines vierteiligen Ensembles um die 1943 größtenteils zerstörte Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin gab er der Stadt ein neues Wahrzeichen. In den fast 25 Jahren, die er in Karlsruhe lehrte, bildete Eiermann eine Schule der modernen Architektur, die ihren Lehrer bis heute verehrt. Seine Gebäude zählen zu den Klassikern der Moderne.

Die aktuellen Termine zum Begleitprogramm können Sie unserem Veranstaltungskalender entnehmen. Genaue Information zur Eröffnung am 6. Februar 2020 um 19.00 Uhr erhalten Sie hier.

Fakten oder Fantasie? Karten erzählen Geschichten!

15. Mai 2020 bis 29. August 2020
Ausstellungseröffnung am 14. Mai 2019 um 19.00 Uhr

Unsere täglichen Bilder von Europa und der Welt sind stark von Karten geprägt: Satellitenbilder, Google Maps, GPS sowie Navigationssysteme vermitteln uns ein Gefühl von Sicherheit und Orientierung. Auch aus den Nachrichten über aktuelle Geschehnisse sind Karten nicht mehr wegzudenken. Für den Betrachter liefern Karten dabei stets einen Ausblick auf fundierte Fakten.

Wie objektiv sind Karten aber wirklich? Wo handelt es sich um Fakten, wo um Fiktion? Sind Karten nicht schon allein durch ihre Projektion in die zweidimensionale Fläche zwangsläufig Interpretationen? Und vermitteln Karten oft nicht vielmehr die Ansichten der Hersteller als tatsächliche Gegebenheiten?

Nicht nur in historischen Karten finden sich bei genauer Betrachtung vielfältige Vermutungen, Theorien und Verzerrungen, denen in dieser Ausstellung in insgesamt sechs Themenbereichen nachgegangen wird: Von Weltkarten über Karten zur biblischen Heilgeschichte und Karten idealer Städte reicht das Spektrum der insgesamt ca. 60 gezeigten Exponate bis hin zu Karten aus der Literatur, Fantasiekarten und politischen Karten.

Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf historischen Originalkarten und Drucken aus den Beständen der Badischen Landesbibliothek, der Landesbibliothek Oldenburg sowie aus dem Besitz privater Sammler. Jedes Exponat erzählt dabei eine spannende Geschichte!

Eine Veranstaltung im Rahmen der 25. Europäischen Kulturtage 2020 unter dem Motto „Europa – ein Versprechen“.