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Gunnar Martinsson – Zeichnungen und Projekte 1957–2008

15. Juni 2018 bis 22. September 2018
Ausstellungseröffnung am 14. Juni 2018 um 19.00 Uhr

Die Ausstellung des Südwestdeutschen Archivs für Architektur und Ingenieurbau (SAAI) präsentiert ausgewählte Zeichnungen des schwedischen Landschaftsarchitekten Gunnar Martinsson (1924–2012).

Im Jahr 1957 eröffnete Martinsson ein Büro in Stockholm. Mit seinem Beitrag auf der Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) 1963 in Hamburg erlangte er erstmals große Aufmerksamkeit innerhalb Europas. Zwei Jahre später wurde Martinsson auf den neu gegründeten Lehrstuhl für Landschaft und Garten an der Karlsruher Architekturfakultät berufen, dessen Leitung er bis 1991 innehatte.

Durch seine Lehrtätigkeit, zahlreiche realisierte Projekte und die Mitwirkung in vielen Preisgerichtsgremien gewann Martinsson in den 1970-er und 1980-er Jahren zunehmend an Einfluss und brachte wichtige Impulse der skandinavischen Landschaftsarchitektur nach Deutschland.

Vor allem die Perspektivzeichnung nimmt in seinem Werk eine wichtige Stellung ein. Seine Zeichnungen vermitteln ein gestochen scharfes Bild der Realität und sind in ihrem Stil unverkennbar. Angesichts vieler hundert von Martinsson gefertigter Perspektiven wird die enge Verbindung von Gartengestaltung und Zeichnung deutlich. Die Perspektivzeichnung war für den Schweden eines der wichtigsten Planungsinstrumente, durch das die von ihm angelegten Gärten ihre räumliche Qualität gewinnen.

Die aktuellen Termine zum Begleitprogramm können Sie unserem Veranstaltungskalender entnehmen.

Lucida vallis – Das Kloster Lichtenthal als Zentrum kultureller Überlieferung

16. November 2018 bis 16. Februar 2019
Ausstellungseröffnung am 15. November 2018 um 16.00 Uhr

Anlässlich des Europäischen Kulturerbejahres bereitet die Badische Landesbibliothek in Kooperation mit der Zisterzienserinnenabtei Lichtenthal eine Ausstellung zum Kloster Lichtenthal vor. Von wesentlicher Bedeutung für die Ausstellung ist die Frage, welche Rolle der Lichtenthaler Abtei als einem der wenigen durchgehend bestehenden deutschen Klöster bei der Bewahrung von kulturellen Zeugnissen untergegangener Klöster des Oberrheingebietes zukommt.

Der Orden der Zisterzienser baute seit seiner Gründung im 11. Jahrhundert ein weitläufiges Geflecht von Filialen auf, die stets eng mit ihrem jeweiligen Mutterkloster verbunden blieben. Auf diese Weise wurde der Zisterzienserorden zu einem Träger grenzüberschreitenden Austauschs und grenzüberschreitender Überlieferung. So erklärt sich auch, dass das Frauenkloster Lichtenthal trotz seiner abgelegenen Lage am Rande des Schwarzwaldes zu einem Ort der Bewahrung von Kulturgütern aus benachbarten Klöstern wurde, die selbst im Wandel der Zeit untergingen – ob im Kontext der Reformation oder der Französischen Revolution, der Säkularisationswelle zu Beginn des 19. Jahrhunderts oder aufgrund von Nachwuchsmangel.

Ein Schwerpunkt des Ausstellungsprojektes liegt auf der erstmaligen gemeinsamen Präsentation ausgewählter Handschriftenbestände beider Institutionen. Insgesamt umfasst der Bestand der Lichtenthaler Handschriften in der Badischen Landesbibliothek 144 Signaturen. Die übrigen Handschriften werden in der Abtei Lichtenthal verwahrt und spiegeln als über Jahrhunderte hinweg gewachsene Sammlung eine typische Bibliothek eines Frauenklosters wider.

Die Digitalisierung sämtlicher Lichtenthaler Handschriften stellt ein besonderes Anliegen der Badischen Landesbibliothek dar. Zeitgleich mit der Eröffnung der Ausstellung im Herbst 2018 sollen auch die Digitalisate derjenigen Handschriften, die sich noch heute in Klosterbesitz befinden und bisher nur schwer für Forschung und interessierte Öffentlichkeit zugänglich waren, im Netz online gehen. Der an zwei unterschiedlichen Orten getrennt aufbewahrte Handschriftenbestand wird so in den Digitalen Sammlungen der Badischen Landesbibliothek virtuell wieder zusammengeführt.