Egon Eiermann DIGITAL

Deutscher Pavillon auf der EXPO 1958 in Brüssel, Egon Eiermann und Sep Ruf
saai | Südwestdeutsches Archiv für Architektur und Ingenieurbau, Karlsruher Institut für Technologie, Foto: © Eberhard Troeger

Die Ausstellung wurde bis zum 13. Juni 2020 verlängert.

Was ist zu sehen?

Die Ausstellung des Archivs für Architektur und Ingenieurbau (saai) ermöglicht anhand von bislang unbekannten historischen Fotos neue Einblicke in das Schaffen des deutschen Architekten Egon Eiermann (1904–1970). Dessen Nachlass wird gegenwärtig im saai digitalisiert, um diesen dadurch für alle Interessierten besser zugänglich zu machen.

Egon Eiermann zählt zu den bedeutendsten Architekten der Nachkriegszeit innerhalb von Deutschland. Schon in den 1930er-Jahren wurde er durch den Bau moderner Villen bekannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg schuf er mit der Taschentuchweberei in Blumberg ein Symbol für den modernen Wiederaufbau.

Mit dem Deutschen Pavillon auf der Expo 1958 in Brüssel zeigte Egon Eiermann der Welt gemeinsam mit dem Architekten Sep Ruf (1908–1982) die neue, transparente und demokratische Bundesrepublik. Mit dem Neubau eines vierteiligen Ensembles um die 1943 größtenteils zerstörte Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin gab er der Stadt ein neues Wahrzeichen. In den fast 25 Jahren, die er in Karlsruhe lehrte, bildete Eiermann eine Schule der modernen Architektur, die ihren Lehrer bis heute verehrt. Seine Gebäude zählen zu den Klassikern der Moderne.