Bapaume: Der Schützengraben – Feldzeitung d. XIV. Reservekorps
Der Schützengraben. Feldzeitung des XIV. Reservekorps.
Bapaume: Korpsverlagsbuchhandlung.
1 (1916) Nr. 15 vom 15.5.1916.
oder 2 (1916) Nr. 21 vom 21.8.1916.
Ab August 1916 erschien Der Schützengraben als Zeitung für die Angehörigen des XIV. Reservekorps. Schriftleiter war Stabsarzt d.R. Dr. Emil Koerber († 1918), Chefarzt des Württembergischen Feld-Lazarett 254.
Druckort der Zeitung war Bapaume, ein besonders stark umkämpfter Ort in Nordfrankreich, der im Lauf des Krieges fast völlig zerstört wurde. Im Juli 1916 musste die Zeitung das Erscheinen vorübergehend einstellen; die Druckerei war am ersten Tag der Somme-Offensive zerstört worden, und der Mitarbeiterstab musste sich ein neues Quartier suchen.
Gleich zum Erscheinungsbeginn waren Angehörige des Reservekorps zur Einsendung von Entwürfen für den Kopf der Zeitung aufgerufen worden, und weil die Qualität der Entwürfe hoch war, wurde die Zeitung jedes Mal mit einem anderen Kopf gedruckt.
Es erschienen 58 Nummern.
Zeitraum: 22.8.1915-9.5.1917.
Periodizität: unregelmäßig.
Umfang: 4-8 Seiten.
Auflage: unbekannt.
Das Blatt enthielt ausschließlich Originalbeiträge aus dem eigenen Korps und ist daher eine besonders authentische Quelle für das Frontzeitungswesen. Enthalten war auch ein umfangreicher Anzeigenteil.
Badische Landesbibliothek: ZB 1279
Bis 1942 vorhanden: *Aa 61 Nr. 10
Zwischen Arras und Péronne.
Hrsg. von einem deutschen Reservekorps. 311 Lichtbilder zur Erinnerung an die Zeit des Stellungskampfes und der Abwehr der englischen Offensive. 2. Aufl. (18.-30. Tausend).
Bapaume: Korpsbuchhandlung, München: Piper 1916.
An der Somme.
Hrsg. von einem deutschen Reservekorps. 321 Lichtbilder zur Erinnerung an die Zeit des Stellungskampfes und der Abwehr der englischen Offensive. 1.-20. Tausend.
Bapaume: Korpsbuchhandlung, München: Piper 1917.
Zu den ehrgeizigen Unternehmungen der Korps-Verlagsbuchhandlung gehörte die Herausgabe zweier umfangreicher Fotobände. Der Verlag hatte die Korpsangehörigen um Einsendung von Fotografien mit Ansichten aus ihrem Frontabschnitt gebeten. Beim ersten Mal waren fast 700, beim zweiten Mal fast 1000 Aufnahmen eingesandt worden. Diese Amateuraufnahmen beförderte das Reservekorps in Stuttgart zum Druck und vertraute die Bildbände dem Piper-Verlag zu Herstellung und Vertrieb an.
Die Fotos zeigen die Region an der Somme während des Krieges, die Gebäude oft in einem Zustand, den die Kampfhandlungen in der zweiten Jahreshälfte 1916 in Trümmer legten. Insofern sind die Fotos dieser Bände unschätzbare historische Dokumente.
Die Umschlagzeichnungen stammen von dem namhaften Typografen und Buchgestalter Fritz Helmuth Ehmcke (1878-1965).
Badische Landesbibliothek: 63 A 2114
Bis 1942: Yb 498 I-II
Aus Städten und Schlössern Nordfrankreichs.
I. Manancourt, Bapaume, Havrincourt.
Von Dr. Hermann Erhard.
1. Aufl. Bapaume: Korps-Verlagsbuchhandlung, Heidelberg: Winter 1915.
Beim Schützengraben war ein besonders ambitionierter Kreis von Mitarbeitern tätig, der in den Jahren 1915-1917 eine Reihe von Kunstführern erstellte, um den Korps-Angehörigen Geschichte und Kultur des besetzten Gebietes nahezubringen. Der Erlös aus dem Verkauf dieser Bände war für die Kriegerfürsorge bestimmt.
Den ersten Band verfasste Dr. Hermann Erhard (1883-1968), später Direktor der Metallwarenfabrik Erhard & Söhne GmbH in Schwäbisch Gmünd. Dargestellt werden die Ortschaft Bapaume, Schloss Manancourt, beschlagnahmt als Feldlazarett, und Schloss Havrincourt, beschlagnahmt als Offiziergenesungsheim. Der Band erlebte 1916 eine zweite, 1919 eine dritte Auflage.
Badische Landesbibliothek: 53 A 2727
Bis 1942 vorhanden: Mc 1879
II. Douai.
Von Christian Rauch.
Bapaume: Korps-Verlagsbuchhandlung, Heidelberg: Winter 1917.
Den zweiten Band der Kunstführer-Reihe verfasste Christian Rauch (1877-1976), Professor für Kunstgeschichte in Gießen und als Krankenpfleger freiwillig im Kriegsdienst an der Westfront. Er wurde auch zum kommissarischen Leiter des Museums in Douai bestimmt, dessen Bestände er im vorliegenden Band vorstellt.
Badische Landesbibliothek: ZA 2312,3
Bis 1942 vorhanden: Mc 1879 II
III. Cambrai.
Von Hermann Burg, Hermann Erhard und Franz Schnabel.
Bapaume: Korps-Verlagsbuchhandlung, Heidelberg: Winter 1917.
Ein Gemeinschaftswerk des Kunsthistorikers Hermann Burg, des Historikers Franz Schnabel und des Philologen Hermann Erhard war der dritte Band der Kunstführer-Reihe über Cambrai. „Dieses Buch wurde geschrieben in der Stadt, welche das Ziel der gewaltigsten Schlacht der Geschichte war, während tagaus tagein das Dröhnen der Geschütze über den Dächern schwebte und die Erde unter dem schweren Schritt durchziehender Kolonnen erzitterte. Es wurde verfaßt für die Schar der feldgrauen Bürger, welche unzählbar die Straßen und Häuser erfüllte …“.
Badische Landesbibliothek: ZA 2312,2
Bis 1942 vorhanden: Mc 1879 III