Liller Kriegszeitung

Die berühmteste Feldzeitung des Ersten Weltkriegs war die Liller Kriegszeitung als Zeitung der 6. Armee. Sie wurde ab Dezember 1914 in der beschlagnahmten Druckerei des vormals „deutschfresserischen“ Echo du Nord in Lille gedruckt und erreichte Ende 1916 eine Auflage von 110.000 Exemplaren. Zum Personal gehörten zeitweilig 35 Heeresangehörige und 60 französische Zivilisten, die den ortsüblichen Stundenlohn von 60 Centimes erhielten, ihren Dienst allerdings gleichwohl mit „lässigem Widerstand“ versahen. Gedruckt wurde mit den Antiqua-Typen der beschlagnahmten Druckerei.

Die Liller Kriegszeitung war sehr stolz auf ihren großen Mitarbeiterkreis, „der alle Stände und alle Lebensalter und alle Steuerstufen umfasst.“ Besondere Anerkennung erlangte sie durch die humoristisch-propagandistische Beigabe Kriegsflugblätter, vor allem durch die Blätter des Karikaturisten Karl Arnold vom Simplicissimus.

Die Liller Kriegszeitung erzielte durch den Verkauf ins Reichsgebiet ca. 1.000 Mark monatlich und konnte diesen Ertrag durch den Verkauf von selbstproduzierten Postkarten, Auswahlbänden und sonstigen Verlagswerken noch beträchtlich steigern. Insgesamt wurden über vier Jahre hinweg ca. 100.000 Bände gedruckt, die Einnahmen betrugen etwa 400.000 Mark. Daraus wurden Papier, Farbe und Druck der Zeitung finanziert, so dass es möglich war, sie im eigenen Armeebereich kostenlos zu verteilen.

Zu sehen ist eine Karikatur, in der französische Soldaten auf die neuste Ausgabe der Liller-Kriegszeitung reagieren.

Liller Kriegszeitung Bd. 1. Erstes Kriegsjahr 1914/15.

Mit der Nummer 25 vom 28. Februar 1915 feierte die Liller Kriegszeitung bereits ein erstes Jubiläum und nutzte die Beilage zur Selbstdarstellung.

Es erschienen 459 Nummern.

Erscheinungsverlauf: 8.12.1914-27.9.1918

Periodizität: zweimal wöchentlich

Umfang: 4-8 Seiten

Auflage: 23.000-110.000

Badische Landesbibliothek, Zc 93
Bis 1942 vorhanden: *Aa 61 Nr. 1

Einband des Sammelwerkes „Eine Auslese aus Nummer 1-40“. Es handelt sich um einen schlichten, beigen Einband, mit einem Adler, vor weißem Hintergrund, in der oberen Hälfte.

Liller Kriegszeitung. Auslese. Hrsg. von Hauptmann d.L. Höcker und Rittmeister a.D. Frh. von Ompteda.
Berlin u.a.: Vobach 1915.

Seit Pfingsten 1915 erschienen halbjährlich Auswahlbände der Liller Kriegszeitung, um die große Nachfrage nach vergriffenen Nummern zu befriedigen. Ab dem zweiten Band wurden auch sie in Lille gesetzt, gedruckt und gebunden.

Enthalten sind vor allem die feuilletonistischen Beiträge, darunter auch diejenigen, die von Begebenheiten der Besatzungsherrschaft in Flandern berichten. Enthalten sind aber auch Farbtafeln mit Zeichnungen, Fotos und Karikaturen, die der Zeitung beigegeben waren.

Badische Landesbibliothek, ZA 3934,1
Bis 1942 vorhanden: Aa 1211

Zu sehen ist eine Karikatur, die Englands böses Gewissen darstellen soll. Dargestellt ist dieses als großer, dünner Mann in schwarz gekleidet, der bis zu den Schienenbeinen in Blut steht. In seiner Hand hält er einen Sack.

Englands böses Gewissen.

Karikatur von Karl Arnold für die Liller Kriegszeitung vom 2.8.1915.
In: In: Liller Kriegszeitung. Der Auslese erste Folge. Hrsg. von Hauptmann d.L. Höcker.
Lille: Liller Kriegszeitung, 1916.

Die farbigen Beilagen der Kriegsflugblätter wurden auf einer Flachdruckpresse gedruckt, die 1000 Exemplare pro Stunde herstellen konnte. Für die Gesamtauflage der Nummer vom 2. August 1915 mussten daher 160 Arbeitsstunden aufgewendet werden.

Badische Landesbibliothek, ZA 3934,2
Bis 1942 vorhanden: Aa 1211

Zu sehen ist eine Karikatur des Kriegsrates in Paris. Frankreich wird als ältere, kräftige Dame dargestellt. England als dicker Mann, der in einem Stuhl schläft. Zu seinen Füßen sitzt eine englische Bulldogge.

Kriegsrat in Paris.

Kriegsflugblätter. Beiblatt zur Liller Kriegszeitung 2 (1915/16) Nr. 86 vom 13.4.1916.

Badische Landesbibliothek, Zc 93

Zu sehen ist eine Karikatur des Kriegsrates in Paris. Frankreich wird als ältere, kräftige Dame dargestellt. England als dicker Mann, der in einem Stuhl schläft. Zu seinen Füßen sitzt eine englische Bulldogge.

Kriegsrat in Paris.

In: Liller Kriegszeitung. Der Auslese dritter Band. Hrsg. von Hauptmann d.L. Höcker.
Lille: Liller Kriegszeitung, 1916.

Badische Landesbibliothek, ZA 3934,3
Bis 1942 vorhanden: Aa 1211

Zu sehen ist eine Karikatur des Kriegsrates in Paris. Frankreich wird als ältere, kräftige Dame dargestellt. England als dicker Mann, der in einem Stuhl schläft. Zu seinen Füßen sitzt eine englische Bulldogge.

Kriegsrat in Paris.

Postkarte.

Auf Anregung eines Lesers startete die Liller Kriegszeitung im Frühjahr 1915 den Druck und Vertrieb von Fotopostkarten und mehrfarbigen Künstlerpostkarten. Sie berichtete davon in Nummer 26 vom 3. März 1915. Dies war der Anfang des Verlagsgeschäfts der Liller Kriegszeitung.

Badische Landesbibliothek

Karikatur, die einen älteren, dicken Mann als Personifikation des Vereinigten Königreichs zeigt. Vor seinen Augen sind schwarz-weiss-rote Spiralen.

Der nervöse John Bull.

Postkarte.

Zuerst in: Kriegsflugblätter. Beiblatt zur Liller Kriegszeitung Nr. 60 vom 27.1.1916.

Badische Landesbibliothek

Ausgabe der Liller-Zeitung vom 28. September. Zu sehen ist eine Zeichnung, die Frankreich und Schottland personifiziert. Frankreich ist eine junge, schöne Dame. Schottland ein Skelett in traditioneller Fracht, einem Kilt, das Dudelsack spielt.

Aufforderung zum Tanz.

Kriegsflugblätter. Beiblatt zur Liller Kriegszeitung 3 (1916/17) Nr. 20 vom 28.9.1916.

Badische Landesbibliothek, Zc 93

Zu sehen ist eine Zeichnung, die Frankreich und Schottland personifiziert. Frankreich ist eine junge, schöne Dame. Schottland ein Skelett in traditioneller Fracht, einem Kilt, das Dudelsack spielt.

Aufforderung zum Tanz.

Karikatur von Karl Arnold für die Liller Kriegszeitung vom 28.9.1916.

In: Liller Kriegszeitung. Vierte Auslese. Hrsg. von Hauptmann d.L. Höcker. Lille: Liller Kriegszeitung, 1917.

Badische Landesbibliothek, ZA 3934,4
Bis 1942 vorhanden: Aa 1211

Titelseite der Ausgabe der Liller-Zeitung, die zum Jahrestag der Eroberung von Lille erschien.

Lille in deutscher Hand. Hrsg. von der Liller Kriegszeitung.
Lille: Liller Kriegszeitung, 1915.

Zum Jahrestag der Eroberung von Lille am 12. Oktober 1915 erschien diese Denkschrift aus der Feder des Herausgebers der Liller Kriegszeitung Paul Oskar Höcker. Sie war die erste zusammenhängende Darstellung der Ereignisse von Oktober 1914 aus Sicht der deutschen Kriegsführung.

Damit das Buch auch vor Ort einen Gebrauchswert hatte und besseren Absatz fand, brachte es überdies Lille betreffende Aufsätze aus den bis dahin erschienenen Ausgaben der Zeitung, außerdem Stimmungsbilder aus Lille von Friedel Merzenich und einen Führer durch das Liller Museum von Paul Weiglin.

Badische Landesbibliothek, 113 E 1970
Bis 1942 vorhanden: Kf 2730

Schwarz-weiße Fotografie, die eine Gruppe Männer, darunter Soldaten, vor dem Grabmal für die gefallenen deutschen Soldaten, zeigt.

Fotos von der Einweihung des Grabdenkmals auf dem Liller Südfriedhof

Das heutige Exemplar der BLB stammt aus dem Besitz des Silhouettenkünstlers Ernst Moritz Engert (1892-1986), der 1917 bei der Kaiserlichen Kommandantur in Lille stationiert war. Dem Band liegen drei Fotos von der Einweihung des Grabdenkmals für die deutschen Gefallenen auf dem Liller Südfriedhof am 28. Oktober 1917 und das Festprogramm der Kommandantur-Weihnachtsfeier 1917 bei. Zu diesem Zeitpunkt waren dort bereits mehr als 1000 deutsche Soldaten bestattet.

Badische Landesbibliothek, 113 E 1970

Zu sehen sind Seiten eines aufgeklappten Buches. Links steht ein Gedicht. Rechts ein simpler Druck eines Soldaten, der Pfeife raucht. Hinter ihm steht ein Haus.

Das lustige Büchel der Liller Kriegszeitung.
Lille: Liller Kriegszeitung, 1916.

Vier dieser Lustigen Büchel brachte die Liller Kriegszeitung im Zeitraum Mai 1916 bis Dezember 1917 heraus. Ihr Inhalt: Anekdoten und Narreteien aus der Liller Kriegszeitung, bestimmt für die Soldaten der 6. Armee. „Ihr wisst: Ein lachender deutscher Soldat bleibt unbesieglich.“

Badische Landesbibliothek,60 A 4836
Bs 1942 vorhanden: Qb 3234

Einband des zweiten lustigen Buches der Liller Kriegszeitung. Auf dem Einband wurde ein lächelnder Soldat im Seitenprofil abgebildet.

Das zweite lustige Büchel der Liller Kriegszeitung.
Lille: Liller Kriegszeitung, 1916.

Badische Landesbibliothek,114 G 141
Bis 1942 vorhanden: Qb 3234

Zu sehen ist ein karierter Buchumschlag. Auf diesem klebt ein Etikett auf dem „Feldsoldatensang in Flandern“ steht.

Feldsoldatensang in Flandern. Aus der Liller Kriegszeitung.
Lille: Liller Kriegszeitung 1916.

Im Oktober 1916 erschien, im hübschen Stoffeinband, eine Anthologie von Kriegsgedichten, die in den ersten beiden Jahrgängen der Liller Kriegszeitung veröffentlicht worden waren.

Badische Landesbibliothek, 113 E 4827
Bis 1942 vorhanden: Qb 3110

Titelseite vom 5. November 1915. Abgebildet ist eine Karte der Balkanregion. Darüber steht „Balkan = Kriegsschauplatz“.

Letzte Kriegsnachrichten.
Nr. 337 vom 5.11.1915.

Die Letzten Kriegsnachrichten der Liller Kriegszeitung erschienen seit dem 2. Dezember 1914 als in einer Auflage von 25.000 Exemplaren täglich als separates Nachrichtenblatt. Bis zum 22. Oktober 1916 erschienen insgesamt 685 Nummern. Dann wurden die Letzten Kriegsnachrichten Teil des Hauptblattes.

Badische Landesbibliothek, 114 K 148

Zu sehen ist eine Illustration zu einem Gedicht. Abgebildet wird die Personifikation des Vereinigten Königreichs, ein älterer Herr, der dabei ist, ein bestehendes Feuer größer zu machen. Ein Skelett im Umhang packt ihn jedoch am Kragen. Er schaut erschrocken und lässt die Äste fallen. Im Hintergrund kommen Soldaten aus einem Graben.

Der Brandstifter, In: Kriegsflugblätter. Beilage zur Liller Kriegszeitung
5 (1918) Nr. 1 vom 1.8.1918.

Im letzten Kriegsjahr übernahm der Nürnberger Grafiker Rudolf Schiestl (1878-1931) die Rolle des Chefillustrators der Liller Zeitung. Zum Beginn des fünften Kriegsjahres ließ das Blatt noch einmal eine zweifarbige Nummer der Kriegsflugblätter erscheinen. Schiestl steuerte eine englandfeindliche Karikatur bei.

Badische Landesbibliothek, Zc 93

Karikatur zu einem Gedicht in der Lillers-Zeitung. Zu sehen ist ein Mann, der eine Friedenstaube mit einem Seil fest hebt.

Russisches Volkslied.

Karikatur von Karl Arnold für die Liller Kriegszeitung vom 20.5.1917.

In: Liller Kriegszeitung. Fünfte Auslese. Hrsg. von Hauptmann d.L. Höcker. Lille: Liller Kriegszeitung, 1917.

Badische Landesbibliothek, ZA 3934,5
Bis 1942: Aa 1211

Mehrere Karikatur-ähnliche Zeichnungen zu Reimen, die die Kriegsanleihe thematisieren.

Wie der Bergsepp Kriegsanleihe zeichnete.

Karikatur von Karl Arnold für die Liller Kriegszeitung vom ???.

In: Liller Kriegszeitung. Sechste Auslese. Hrsg. von Hauptmann d.L. Höcker. Lille: Liller Kriegszeitung, 1918.

Eine Bildergeschichte in der Manier von Wilhelm Busch, die den Leser zur Zeichnung der 7. Kriegsanleihe (September 1917) ermuntern sollte. Im Deutschen Reich wurden zwischen 1914 und 1918 insgesamt neun Kriegsanleihen ausgegeben, die 98 Milliarden Reichsmark einbrachten und etwa 60 % der deutschen Kriegskosten deckten.

Badische Landesbibliothek, ZA 3934,6
Bis 1942 vorhanden: Aa 1211

Cover der ausgewählten Kriegsflugblätter von Karl Arnold für die Liller-Kriegszeitung. Der Hintergrund ist schwarz, weiß, rot. Oben fliegt ein Adler, unten kauern ein Bär, ein Hahn und ein Löwe.

Arnolds Kriegsflugblätter der Liller Kriegszeitung.
Lille: Liller Kriegszeitung, 1915.

Mit Karl Arnold (1883-1953) arbeitete einer der bedeutendsten Karikaturisten seiner Zeit von Anfang an bei der Liller Kriegszeitung mit. Bis Herbst 1917 erschienen dort 300 Zeichnungen von ihm. Sie wurden in zwei Auswahlbänden mit jeweils 100 Abbildungen im Dezember 1915 und im April 1917 publiziert: „Im Feld entstanden, unter meisterlicher Beschränkung auf nur wenige Striche, werden die Zeichnungen als Spiegelbild echten Soldatenhumors ihren Wert für alle Zeit behalten“, schrieb der Herausgeber Höcker im Vorwort.

Badische Landesbibliothek, 46 B 24
Bis 1942 vorhanden: *Tc 1169

Zu sehen ist ein Kriegsflugblatt. Auf diesem sind zwei Männer abgebildet, die sich von einem Flaggenmast entfernen, an dem die schwarz-weiss-rote Flagge gehisst ist. Auf der einen Seite ist es ein bürgerlicher Mann, auf der anderen handelt es sich um einen Soldaten.

Arnolds neue Kriegsflugblätter der Liller Kriegszeitung.

Lille: Liller Kriegszeitung, 1917.

Badische Landesbibliothek, 46 B 24
Bis 1942 vorhanden: *Tc 1169

Einband des Stadtführers für Saint-Amand-les-Eaux von der Liller-Kriegszeitung. Auf grünem Hintergrund ist ein Wappen abgebildet.

St. Amand. Ein kunstgeschichtlicher Führer. Von Oberleutnant und Adjutant Hans Stöcklein.
Lille: Liller Kriegszeitung, 1917.

Südöstlich von Lille liegt der Ort Saint-Amand-les-Eaux mit den Resten einer barocken Klosteranlage und anderen Baudenkmälern. „Vor dem Turm stehen oft Feldgraue in Bewunderung versunken, malen, zeichnen und photographieren und erkundigen sich voll Wissbegierde nach der Geschichte des Bauwerks“, schreibt der Verfasser: „Fuer diese Kameraden habe ich aus etwa zehn Buechern ueber St. Amand diesen Fuehrer zusammengetragen.“

Badische Landesbibliothek, 59 A 4472
Bis 1942 vorhanden: Ta 823

Wappen für die Liller-Kriegszeitung, welches das Wappen der Stadt integriert.

Lille. Ein Führer durch die Baudenkmäler der Altstadt von Adolf Feulner, Leutnant d.L.
Lille: Liller Kriegszeitung, 1918.

Dem Kunstführer zu Saint-Amand-les-Eaux ließ die Liller Kriegszeitung – in größerem Format und mit 100 Fotos ausgestattet – einen stadtgeschichtlichenFührer zum besetzten Lille folgen. Verfasser war der Kunsthistoriker Adolf Feulner (1884-1945), der im Auftrag des Oberkommandos der 6. Armee für den Kunstschutz im Besatzungsgebiet zuständig war. Das Buch erschien zugleich auch in französischer Sprache.

Badische Landesbibliothek, 113 E 1968
Bis 1942 vorhanden: Tb 401

Cover der Sammelpublikation „Die Arrasschlacht 1917“. Verziert wird es von einem Druck, der einen Graben zeigt.

Aus den Kämpfen vor Arras 1917. Hrsg. von der Feldpressestelle beim Generalstab des Feldheeres.
Lille: Liller Kriegszeitung, 1918.

Aus den Zeitungsberichten des Oberleutnants Flach zusammengestellt ist diese Publikation zur Erinnerung an die Sachlacht von Arras, mit der sich britische und kanadische Truppen im Frühjahr 1917 um einen Durchbruch südwestlich von Lille bemühten. Die Offensive endete erfolglos in der Rückkehr zum gewohnten Stellungskrieg. Die britischen Verluste während der Schlacht beliefen sich auf 150.000 Mann, die deutschen lagen etwas darunter.

Badische Landesbibliothek, 113 E 1971
Bis 1942 vorhanden: Kf 2852

Einband der Denkschrift zum drei-jährigen Bestehen der Liller Kriegszeitung.

Drei Jahre Liller Kriegszeitung. Eine Denkschrift zum 2. Dez. 1917 … von Hauptmann d.L. Hoecker.
Lille: Liller Kriegszeitung, [1917].

Die Liller Kriegszeitung war in der kurzen Zeit ihres Bestehens zu solcher Berühmtheit gelangt, dass sie davon ausgehen konnte, für eine gedruckte Selbstdarstellung ausreichend Abnehmer zu finden. Der im Dezember 1917 erschienene Jubiläumsband stellt die deutschen Mitarbeiter in Wort und Bild vor, beschreibt die technischen Einrichtungen der Druckerei und das erfolgreiche Verlagsunternehmen.

KIT-Bibliothek, Tf 221
(BLB bis 1942: Aa 1278)

Bucheinband eines Liller-Romanes. Auf dem Cover ist eine Kohlezeichnung einer jungen Frau.

Höcker, Paul Oskar:
Ein Liller Roman
.
41. Tsd. Berlin: Ullstein 1918.

Der erfolgreiche Schriftsteller Paul Oskar Höcker (1865-1944), als Sohn des Schauspielers Oskar Höcker in Karlsruhe aufgewachsen, war Chefredakteur der Liller Kriegszeitung. Neben der Zeitungsarbeit fand er noch die Zeit für das Schreiben zweier Unterhaltungsromane über das besetzte Lille. 1917 erschien Ein Liller Roman (Auflage: 55.000), 1918 Die Stadt in Ketten. Ein neuer Liller Roman (Auflage: 45.000).

Badische Landesbibliothek, 113 E 1965

Einband des Werkes „Die Stadt in Ketten“. Es handelt sich um einen grauen Einband, mit einer schlichten Rahmen-Verzierung.

Höcker, Paul Oskar:
Die Stadt in Ketten. Ein neuer Liller Roman.
Berlin: Ullstein 1918.

Badische Landesbibliothek, 114 E 512