Nichtbücher – Die Speziellen

In einer Bibliothek gibt es Bücher –  klar. Aber nicht alles, was publiziert wird, sieht aus wie ein Buch. Und so finden sich in der Badischen Landesbibliothek auch zahllose andere Medien. Manche erscheinen noch nicht so abwegig, anderes mutet seltsam an: Schallplatten, CDs, USB-Sticks, Mikrofilme, Wandkalender und … Backsteine?!

Der Begriff „Non-Book-Medien“ wird in Bibliotheken seit langem eingesetzt, um die Teile ihrer Bestände zu beschreiben, die nicht die Eigenschaften eines klassischen Buchs besitzen. Man kann sie nicht einfach aufschlagen und lesen, und oft nicht ohne Hilfsmittel benutzen. Dazu gehören Datenträger aller Art, von der Schallplatte bis zum E-Book. Und wer erinnert sich noch an Floppy Discs und Mikrofiches? Aber auch Bildträger im weitesten Sinne sind in der Sammlung anzutreffen, ob Leporello oder Kartenspiel.

All das passt nicht recht in das Schema F der Bibliothek und lässt sich häufig nur schwer in den vorhandenen Bücherregalen unterbringen. Trotzdem haben die meisten Bibliotheken diese Non-Book-Medien in großer Zahl. Manche von ihnen sind gewollt und werden gezielt erworben – Tonträger oder Filme etwa. Andere finden ihren Weg hierher als Beilage zu einem „normalen“ gedruckten Buch. Wieder andere Nicht-Bücher sind das Ergebnis des Pflichtexemplargesetzes: Lernkärtchen, Spiele oder Kalender etwa sind Verlagspublikationen, die auch in Baden produziert wurden oder werden und sich somit in der Badischen Landesbibliothek befinden.

Gemälde von Leopold Ziegler mit dunklem Anzug und roter Krawatte in einem goldfarbenen Rahmen.

Karl Hofer: Leopold Ziegler
Öl auf Pappe, um 1900
Badische Landesbibliothek

Der Maler Karl Hofer (1878–1955) und der Philosoph Leopold Ziegler (1881–1958) kannten sich seit ihrer gemeinsamen Jugend in Karlsruhe. So verwundert es nicht, dass eines der frühesten Porträtgemälde, die von Hofer bekannt sind, seinen Freund Ziegler zeigt.

Schwarze 5,25-Zoll-Diskette mit weißem Etikett und rotem Aufkleber.

Wolfgang Edelbluth: Heizungsprojektierung mit PC
Karlsruhe: Müller, 1989
Badische Landesbibliothek, 89 A 52412

Schwarz-weiße Zeichnung einer Person, die in einem mit Vorhängen und Himmelbett ausgestatteten Zimmer vor einem Fenster sitzt.

Druckplatte aus dem Nachlass von Hans Meid
ca. 1927
Badische Landesbibliothek, K 3232,23

Schwarz-weiße Zeichnung einer Person, die in einem mit Vorhängen und Himmelbett ausgestatteten Zimmer vor einem Fenster sitzt, darunter steht ein Text.

Joseph von Eichendorff: Die Glücksritter
Berlin: DBG, ca. 1928
Badische Landesbibliothek, 87 A 75219 RB

Die Vorform des Buches war lange die Druckplatte. Für Texte zusammengestellt aus einzelnen Metall-Lettern oder aus verschiedenen Materialien aus einem Stück gefertigt (für Bilder, Karten usw.): Das Prinzip blieb jahrhundertelang gleich. Illustrationen wurden noch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein so hergestellt, wie hier durch den impressionistischen Künstler Hans Meid (1883–1957) aus Pforzheim: als Gravur auf einer Metallplatte.