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Kontakt: Dr. Michael Fischer

‚Pressefreiheit‘

 Der Screenshot zeigt einen Ausschnitt der Mittagsausgabe der Badischen Presse vom 28. November 1905.

Mittagsausgabe der Badischen Presse vom 28. November 1905, S. 2. – zum Digitalisat

Lothar Jordan, 16.2.2024

Es gehört zu den Grundproblemen der Wortgeschichte und der Begriffsgeschichte, die erste Verwendung von Termini nachzuweisen. Dieses Problem stellte sich auch für die Arbeit an meinem Buch Pressefreiheit. Studie zur Geschichte von Wort und Begriff (2023 erschienen). Die Digitalen Sammlungen der Badischen Landesbibliothek waren hilfreich, um zu dokumentieren, wo und wann der Terminus ‚Pressefreiheit‘ in dieser Form gebraucht wurde.

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„Gegen Schmutz und Schund“

Der Screenshot zeigt einen Artikel im Jungen Freiheitskämpfer, der Beilage zum Führer, vom 16. Juni 1933, in dem verfemte Literatur beschrieben wird.

Ausgabe von Der junge Freiheitskämpfer, Beilage zu Der Führer vom 16. Juni 1933. – zum Digitalisat.

Frédérique Renno, 16.6.2023 

DOI: https://doi.org/10.58019/0gpm-mp40

Dieses Jahr gab es bereits zahlreiche Gedenkveranstaltungen und Erinnerungsprojekte zu den Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten: Zwischen März und Oktober 1933 warfen die Nationalsozialisten an über 160 Orten Werke der von ihnen verfemten Bücher ins Feuer. Ein unrühmlicher Höhepunkt war die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 in etwa zwanzig deutschen Universitätsstädten, die von der Öffentlichkeit mit großer Aufmerksamkeit begleitet wurde. Werke aus Kunst, Wissenschaft und Philosophie, Politik, Lyrik und Romanliteratur wurden – von sogenannten „Feuersprüchen“ begleitet – den Flammen übergeben. Es waren Bücher von jüdischen Schriftstellerinnen und Schriftstellern, Texte der kulturellen Moderne und Schriften, die auf die Freiheit der Meinung, des Denkens, der Kunst und der Forschung beharrten. Vernichtet wurden Werke von Sigmund Freud, Rosa Luxemburg, Albert Einstein, Karl Marx, Heinrich Mann, Erich Maria Remarque, Bertolt Brecht, Anna Seghers, Kurt Tucholsky, Bertha von Suttner, Erich Kästner und vielen anderen mehr. In der Parteizeitung der Nationalsozialisten Der Führer vom 16.6.1933 wurden die Namen einzeln aufgelistet.

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