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Zeitungen III: Der Volksfreund

Schwarz-weiße Titelseite der Zeitung 'Volksfreund' vom 27. Juni 1901 mit mehreren Textspalten und dem Titel in großer Frakturschrift.

Abb. 1: Titelseite des Volksfreundes vom 27. Juni 1901. Quelle: Badische Landesbibliothek.

Annika Kleine, 17.8.2026

DOI: https://doi.org/10.58019/5HS9-7885

Mit dem 1878 von der Reichsregierung erlassenen Sozialistengesetz „gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie“ sollte die junge Arbeiterbewegung politisch, organisatorisch und publizistisch zerschlagen werden. 1880, kurz nach der ersten Verlängerung des Gesetzes, übernahmen Adolf Geck und Hermann Hambrecht den demokratischen Rheinboten in Offenburg und benannten diesen in Volksfreund um. Geck und Hambrecht wollten „für das werktätige Volk Badens schreiben“ – wegen des Sozialistengesetzes kein einfaches Unterfangen.

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Adolf Geck

Porträt eines bärtigen Mannes mit lockigem Haar in Anzug und Weste, der nach rechts blickt.

Abb. 1: Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe {231 Nr. 2937 (687)}: Quelle: www.landesarchiv-bw.de/plink/.

Gerrit Heim (Gastautor), 13.4.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/3ywa-c062

Vor 70 Jahren verstarb mit Adolf Geck der erste in die Zweite Kammer des Badischen Landtags gewählte Sozialdemokrat – 1905/06 wurde er sogar Mitglied des Landtagspräsidiums. Geck verkörperte die Biografie eines Sozialdemokraten aus dem von ihm so bezeichneten „Heldenzeitalter der Partei“ wie kaum ein anderer.

Als eines von acht Kindern eines Gastwirts 1854 in Offenburg geboren, absolvierte er das Progymnasium als Klassenbester. Das anschließende Studium des Bauingenieurwesens in Karlsruhe brach er jedoch 1878 ohne Abschluss ab. Stattdessen wandte er sich der Arbeiterbewegung zu. In der Auseinandersetzung zwischen Sozialdemokratie und Reichsregierung im Zuge der Sozialistengesetze kämpfte Adolf Geck für seine Überzeugungen, was ihm als führenden Mitglied der badischen Sozialdemokraten zahlreiche Haft- und Geldstrafen einbrachte.

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