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Herzlich willkommen im Blog der Badischen Landesbibliothek! Hier finden Sie Beiträge rund um badische Landeskunde, Geschichte und Kultur – mit einem Schwerpunkt auf Personen, Orte und Themen, die einen Bezug zur Badischen Landesbibliothek oder ihren Beständen haben.

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Kontakt: Dr. Michael Fischer

Donaueschinger Musikalien digitalisiert

Gerrit Heim, 1.10.2025

DOI: https://doi.org/10.58019/8500-C456

Mit der Musikaliensammlung erwarb die Landesregierung im Jahr 1999 einen weiteren wertvollen Bibliotheksbestand der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek in Donaueschingen. Die finanziellen Mittel für diesen Ankauf stellten vor allem die Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg und die Kulturstiftung der Länder bereit. Die nahezu vollständig erworbene Musiksammlung umfasst mehr als 5.300 Musikdrucke und über 3.500 Musikhandschriften. Die Bedeutung dieser Erwerbung wird im Katalog der im Jahr 2000 in der Badischen Landesbibliothek gezeigten Ausstellung deutlich.

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Sammlung orientalischer Handschriften

Ornamentale Titelillustration einer Orienthandschrift mit floralen Mustern und kalligrafischem Schriftfeld in Blau, Gold und Rot.

Ornamentale Titelillustration. Badische Landesbibliothek, Cod. Rastatt 201.

Annika Stello, 15.12.2023

DOI: https://doi.org/10.58019/4etf-e119

Nur wenige orientalische Handschriften gehören zu der ansonsten recht umfangreichen Handschriftensammlung der Badischen Landesbibliothek. Trotz seiner geringen Größe genießt der Bestand jedoch überraschend große Bekanntheit. Wie es dazu kam, soll hier im Überblick wiedergegeben werden.

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Geheimnissen alter Bücher auf der Spur

Frédérique Renno, 17.02.2023

DOI: https://doi.org/10.58019/51ad-jg66

Alte Bücher haben ihren ganz eigenen Charme. Viele sind abgenutzt, haben leichte Schäden und deutliche Gebrauchsspuren, manche sind nur noch in Teilen erhalten, einige riechen ein wenig seltsam, manchmal sind sie auch vollständig verloren gegangen und nur indirekt etwa über Zitate oder Verweise in anderen Büchern überliefert. Aber eines verbindet sie: Sie erzählen Geschichte(n).

Historische Bücher entstanden vor vielen Jahren und haben oft Jahrhunderte überdauert. Handschriften, Drucke, alte Karten, Musikalien und weitere historische Schriftzeugnisse erzählen uns heute Geschichten aus längst vergangenen Zeiten. Das tun sie mittels Tinte und Druckfarbe auf Pergament oder Papier, die mit der Hand geschrieben oder mit einer Druckerpresse gedruckt wurde. In der Badischen Landesbibliothek werden zahlreiche Schätze dieser Art verwahrt; mit der Nibelungenlied-Handschrift C ist sogar ein UNESCO-Weltdokumentenerbe dabei.

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Vom Nibelungenlied zum Crossover

Zu sehen ist eine Montage: Verschiedene Handschriftenseiten aus dem Donaueschingen-Bestand sind übereinandergelegt.

Montage verschiedener Handschriftenseiten aus dem Donaueschingen-Bestand.

Luise Czajkowski und Katrin Sturm (Gastautorinnen), 13.12.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/7v8q-xq06

Das DFG-Projekt zur Neukatalogisierung der ehemals Donaueschinger Handschriften in der Badischen Landesbibliothek geht in seine dritte Runde.

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Wie war's denn so? Ein Karlsruher Heldengespräch

Julia von Hiller und Jens Rügge, 30.6.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/mjkq-1c69

Die Szene spielt am Mittag des 24. Juni 2022. Wigalois vom Rade, ein Artusritter, ist zurück im Handschriften-Tresor der Badischen Landesbibliothek. Die treuen Gefährten auf den Regalböden unter und über ihm befragen ihn zu seinen Erlebnissen auf der Tagung, die seinetwegen am 23. und 24. Juni 2022 in der Badischen Landesbibliothek stattgefunden hat.

Wigalois hatte sich für zwei Tage in den Vortragssaal der Bibliothek begeben, um den dort anwesenden Forschern zur genaueren Untersuchung zur Verfügung zu stehen. Nach seinem Verkauf aus der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek in Donaueschingen im Jahr 1990 war er längere Zeit verschollen gewesen, doch hatte er Ende 2018 für die Badische Landesbibliothek gekauft werden und also der Forschung wieder zugänglich gemacht werden können. Da die übrigen Helden der deutschsprachigen Literatur des Mittelalters aus der Donaueschinger Bibliothek schon seit 1994 in Karlsruhe wohnen, war er als ein Versprengter wieder in seine angestammte Heldenrunde zurückgekehrt. Mehr als hundert Tagungsgäste interessierten sich nun lebhaft für ihn als bebilderten Versroman aus dem Werkstattumfeld der Handschriftenmanufaktur des Diebold Lauber im elsässischen Hagenau.

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Leben und Schreiben im rauhen Schwarzwald

Zu sehen sind mehrere historische Buchrücken.

Seit August 2019 werden in einem Gemeinschaftsprojekt der Handschriftenzentren Stuttgart und Leipzig mit der Badischen Landesbibliothek (BLB) die Handschriften aus dem Benediktinerkloster St. Georgen im Schwarzwald digitalisiert und wissenschaftlich erschlossen.

Nur sehr wenige der ca. 110 Handschriften sind in St. Georgen selbst entstanden, der allergrößte Teil gelangte über Erwerbungen des 17. und 18. Jahrhunderts dorthin. Von wo und auf welchen Wegen sie in das Kloster kamen, lag zu Projektbeginn für die meisten Handschriften völlig im Dunklen. Mittlerweile sehen wir nun deutlich klarer und wissen, dass die meisten Bände aus Frauenklöstern in Westschwaben und dem Bodenseeraum stammen. Eine ganz besondere Bedeutung kommt dabei dem sogenannten Bickenkloster in Villingen am Ostrand des Hochschwarzwalds zu: Diesem franziskanischen Schwesternkonvent konnten bislang besonders viele der St. Georgener Handschriften zugewiesen werden. Aus ihnen lässt sich nun ein völlig neues Bild für die dortige Handschriftenproduktion und Lesekultur in der Zeit zwischen 1480 und 1530 rekonstruieren, ein neuer Baustein für die Literatur- und Frömmigkeitsgeschichte des deutschen Südwestens.

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Keine einzige unkatalogisierte Note mehr!

Das dekorativ gestaltete Titelblatt zeigt ein Foto des Großherzogs in einem Hexagramm aus zwei roten und gelben Dreiecken, also den badischen Landesfarben, darüber die Überschrift "Baden Stern" in roter Farbe.

Abb. 1: Musikdruck aus der Schlossbibliothek Baden-Baden (Bad MusDr S 2189). - Quelle: zum Digitalisat.

Julia von Hiller, 2.5.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/K0AA-6E66

Es ist so weit: Bei uns in der BLB gibt es keine einzige handgeschriebene oder gedruckte Musiknote mehr, die nicht weltweit nachgewiesen wäre! Keine Viertelnote, keine halbe Note und ganze Noten erst recht nicht. Wir haben die Katalogisierung sämtlicher bei uns vorhandenen Notenmaterialien vollständig abgeschlossen. Dank an das RISM-Team München für die fantastische Zusammenarbeit und Gratulation an das gleichsam nur „nebenberuflich“ in der Erschließung tätige Expertenteam um Janina Späth zu seiner wunderbaren Leistung. 

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Verklärung

Abb. 1: Verklärung Christi. In: Michael de Massa: Vita Christi, Oberrheinischer Sprachraum, Mitte 15. Jh., Cod. Donaueschingen 436, Bl. 114r.

Julia von Hiller, 6.8.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/wx4x-q038

Und er ward verklärt vor ihnen,
und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne,
und seine Kleider wurden weiß wie das Licht.
Matth. 17,2

Die Verklärung ist eine meiner Lieblingsgeschichten im Neuen Testament. Jesus steigt mit den Jüngern Petrus, Jakobus und Johannes auf einen hohen Berg. Dort erscheint er ihnen plötzlich in seiner göttlichen Natur, Mose und Elia neben sich. Die Jünger wirft es um, als sie Gottes Stimme hören: „Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören.“

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